M.R.C. Kasasian

 3.9 Sterne bei 82 Bewertungen

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Der Fluch des Hauses Foskett

 (13)
Erscheint am 05.02.2019 als Taschenbuch bei Atlantik Verlag.

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Neue Rezensionen zu M.R.C. Kasasian

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Rezension zu "Tod in der Villa Saturn" von M.R.C. Kasasian

...ein "Mischmasch", der mir gefällt!
AndreasKueckvor einem Monat

Hui! Da gab es aber schon so einige böse Verrisse über diese Krimi-Reihe: „…sehr anstrengend zu lesen!“, „…mühsam konstruierte Verbindungen zu Sherlock Holmes!“ und „Mischmasch aus Bekanntem“ war da zu lesen. Zum Glück hatte ich den 1. Band dieser Reihe schon längst gelesen, bevor mir diese Verrisse unter die Augen kamen,…

…und: Ja! Es stimmt, dass es ein „Mischmasch aus Bekanntem“ ist: Ein Hauch „Sherlock Holmes“ und eine Prise „Hercule Poirot“ verrührt mit ein wenig Atmosphäre a la „Ripper Street“!

…und: Ja! Ich mag es! Ich mag es, weil es sich so bekannt und vertraut anfühlt.

Dabei ist der Detektiv Sidney Grice arroganter als Holmes und pedantischer als Poirot und somit schier unerträglich. Lesens- und somit liebenswert macht diese Krimi-Reihe sein Mündel March Middleton: Eine intelligente, junge Frau mit einem Hang zu Zigaretten und Gin, die sich immer wieder ein – für den Leser äußerst erheiterndes – verbales Gefecht mit ihrem Paten liefert. Zudem ist sie mit einem zupackenden Wesen ausgestattet, verbirgt aber auch ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit, das sie zunehmend rätselhaft erscheinen lässt. Der Leser erfährt aus den wie zufällig in die Handlung eingestreuten Fragmenten ihres Tagebuchs Einzelheiten dieser Vergangenheit. Dieser raffinierte Kunstkniff sorgt für die nötige Aufmerksamkeit des Lesers und weckt die Neugierde auf weitere pikante Details.

Im neusten Fall sorgt das Erscheinen eines unbekannten Onkels March Middeltons für Aufsehen. Nach einer Zusammenkunft in der Villa Saturn ihres reizenden Onkels wähnt March sich schon im Schosse einer Familie. Doch am nächsten Tag wird ihr Onkel ermordet aufgefunden. March Middelton gerät unter Mordverdacht und fühlt sich dadurch außerstande, eigene Ermittlungen durchzuführen. Widerwillig bittet sie Sidney Grice um Hilfe, der allerdings ebenfalls Zweifel an ihrer Unschuld hegt. Doch je mehr Grice in den Fall eintaucht, umso Überraschenderes fördert er zu Tage…!

Martin R. C. Kasasian ist wieder ein unterhaltsamer „Mischmasch“ gelungen, der mit einigen verwirrenden Handlungssträngen aufwartet und so die Konzentration des Lesers fordert!

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Rezension zu "Tod in der Villa Saturn" von M.R.C. Kasasian

Over the top
lex-booksvor 2 Monaten

Bereits der zweite Teil der Serie hatte mir einiges abverlangt. Inzwischen denke ich, dass mein gemeinsamer Weg mit dem kriminalistischen Sonderling Sidney Grice und seinem freundlichen Mündel March Middleton an dieser Stelle endet.


Kritikpunkte, die mich schon in den ersten Büchern störten, haben sich in „Tod in der Villa Saturn“ nicht nur erneut bestätigt, ich habe sie sogar als noch stärker empfunden. Dabei waren die ersten 200 von insgesamt mehr als 500 Seiten recht vielversprechend. Auch deshalb, weil der ständig pöbelnde Sidney Grice gleich anfangs zu einer Morduntersuchung in ein Kloster gerufen wird und die angenehme Erzählerin der Geschichten, March Middleton, auf sich alleine gestellt ist.

Die junge Frau erhält eine Einladung eines ihr bis dato unbekannten Onkels, sie in seiner Villa zu besuchen. Als sie der Bitte nachkommt, arten die Ereignisse allerdings etwas aus. Erst drängt besagter Onkel March dazu, ein Testament in seinem Namen und zu ihren Gunsten aufzusetzen. Wenige Stunden später wird der Onkel dann brutal ermordet. Wirklich seltsam aber ist: March glaubt, sie selbst könnte die Täterin sein. Noch seltsamer sind die Wendungen, die die Sache anschließend nimmt.

Und seltsam liest sich der Anfang tatsächlich, teilweise fast (alb-)traumartig, wie unter Drogen. Dies allerdings bewusst. Gleichzeitig baut Kasasian eine mysteriöse Spannung auf und führt in seiner gewohnt-gewählten Ausdrucksweise, an der Nostalgie-Fans ihre wahre Freude haben dürften, wunderbar in die Geschichte ein.

Nach den ersten Kapiteln geht es bergab mit dem Niveau. Der Humor ist alles andere als gelungen. Alle paar Absätze hagelt es derbe Sprüche. March Middleton steht wieder im Mittelpunkt des boshaften Spotts und wird von allen Seiten ausdauernd auf ihre Reizlosigkeit hingewiesen. Leider fällt es mir schwer zu lachen, wenn Menschen pietätlos runtergemacht werden. Das ist nicht meine Art
Humor und in dieser Häufigkeit inzwischen sowieso mehr als nervig.

Bisher haben die Seitenhiebe der Figur March Middleton wenig anhaben können – in diesem Teil ist das anders. March war für mich eine einzige große Enttäuschung. Zu naiv, zu duldsam, zu leicht manipulierbar schlittert sie von einem Unglück ins nächste. Nach den ersten Fehlern, begeht sie weitere, lässt allen Hohn wehrlos über sich ergehen und agiert allgemein wie ein x-beliebiges blondes Dummchen. Die starke, emanzipierte Frau der ersten zwei Bände lässt sich erst in den letzten Absätzen wieder erahnen.

Dazwischen viele, viele Szenen und Dialoge, die die Handlung aufgeblasen, schlichtweg zu lang erscheinen lassen und auch sonst keine Freude bereiten, weil sie immer wieder den abgeschmackten Humor ins Zentrum rücken und logisches Handeln bzw. Lösungswillen der Beteiligten vermissen lassen.

Für mich war vor dem Lesen klar, dass meine Haltung zu der Serie mit diesem Band steht und fällt: Denn entweder, sie findet zurück zu anfänglicher Stärke oder sie kippt weiter Richtung Posse. Zweiteres ist geschehen. Was ich sehr bedauere, weil die Reihe mit mehr Fingerspitzengefühl die Chance zum Kult hätte und Kasasian sprachlich enorm viel Talent hat.

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Rezension zu "Der Fluch des Hauses Foskett" von M.R.C. Kasasian

Der 2. Fall der Gower Street Detektive
Annejavor 4 Monaten

Nach dem gelungenen Einstieg mit „Mord in der Mangle Street“, konnte ich überhaupt nicht anders, als den Nachfolger so bald wie möglich in die Hände zu nehmen. Schön fand ich hier besonders, das ein lesen des Vorgängers nicht zwingend notwendig war. Momente und Personen aus dem vorherigen Band fanden sich nur selten, so dass man die Bände auch als ein eigenständige Geschichten ersehen konnte. Wer allerdings den gesamten Charme von Sidney Grice erleben möchte, der sollte beim ersten Band beginnen. 


Ja, der Charme von Sidney Grice spaltet die Menge, denn die einen hassen ihn und die anderen, tja, bewundern ihn. Vielleicht. Grund dafür ist sein eigenwilliger Charakter, gepaart mit seiner Arroganz, die ihn stets uns ständig dazu veranlasst in einem herablassenden Ton zu sprechen. Warum mir seine Person trotzdem gefällt? Trotz seiner deutlich überwiegend schlechten Eigenschaften, präsentiert er eine Logik, wie sie nur ein Detektiv haben kann. Einzig und allein sein Fall stehen im Vordergrund, weshalb er auf den gesellschaftlichen Grad der Personen nur sehr selten achtet. Hier war es für mich als Leserin immer sehr unterhaltsam, wenn er auch einmal Personen zusammenstauchte, die es gewohnt waren, das die Leute Respekt vor ihnen zeigten. Der Gegenpart zu Sidney war auch diesmal wieder March Middleton, welche die gute Seele im Buch war. Besonders ihre Art, Dinge zutun, für die Frauen in dieser Zeit verpönt wurden, machte sie sympathisch. Leider musste sie in diesem Band sehr viele beleidigende Kommentare für ihr Äußeres über sich ergehen lassen, welche mich stellenweise schon sehr trafen, da ich March stets als hübsche Frau sah, die dazu auch noch das Herz am rechten Fleck hatte, da sie stets Kutscher anfuhr ihre Pferde doch weniger zu schinden. 


Man merkt bereits, das in diesem Buch die Emotionen gerade zu kochten. Nicht nur die Beleidigungen gegenüber March, sondern auch der Fall selbst, sorgten dafür, das man schon einmal überreagieren konnte. Kein Wunder, denn Sidney Grice sollte diesmal Herrschaften beistehen, die einen sehr kuriosen Club gegründet hatten. Dabei half es allerdings kaum, das diese Leute wie die Fliegen wegstarben und Sidney immer mehr zu Witzfigur wurde. Ich selbst, empfand den Fall als sehr gelungen, fand ihn aber etwas irreführend gegenüber dem Buchtitel, welcher zumindest mir prophezeite, das man einen Fluch aufklären wolle. Dieser Aufklärung fand ich leider nicht. Doch das konnte ich verschmerzen, da die außergewöhnlichen Charaktere dieses Clubs einfach zu interessant waren. Ok, es gab auch welche, die mich schockten und deren Nähe ich auf jeden Fall gemieden hätte, aber hier war es das Gesamtpaket, das einfach stimmte.


Auch schriftlich stimmte alles, da der Autor es verstand Andeutungen auf Sherlock Holmes gekonnt im Buch zu verstecken. Wer dessen Fälle kennt, dürfte sich an der ein oder anderen Stelle das Grinsen nicht verkneifen können, da die Kurzbeschreibung der Fälle einfach zu lustig waren. Da ich es hier immer noch mit einem Krimi zutun hatte, konnte ich jedoch beruhigt feststellen, dass auch die Spannung nicht zu kurz kam. Gerade das Ende mit seinen Erklärungen war dann wieder das absolute Highlight das mich mehr als überraschte. Interessante Fakten, gespickt, mit den vernichtenden Beweisen, sorgten für ein paar Ohh und AHH-Momente und sorgten dafür das man Sidney Grice doch irgendwie mögen, musste. Ebenso spannend empfand ich die Erkundung von London, welches spektakulär umschrieben wurde. Viele kleine Details erzeugten ein Bild im Kopf und ließen mich meine beiden Hauptcharaktere durch die Geschichte folgen. 

Mein Fazit


Auch der zweite Band der Reihe konnte mit einer ausgefallenen und tiefgründigen Geschichte punkten, die ein spektakuläres Ende bot. Sidney Grice mag für viele ein ungehobelter und machthungriger Mann sein, aber für mich ist er ein erstklassiger Ermittler. Als Freund scheint er zwar weniger geeignet, aber als Spürnase allemal. Ich freue mich bereits auf den nächsten Band.

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