MARIANNE FREDRIKSSON

 3,9 Sterne bei 14 Bewertungen

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Neue Rezensionen zu MARIANNE FREDRIKSSON

Gute Geschichte - verworren erzählt

Titel und Titelbild gefallen mir, auch die Schreibweise. Leider habe ich bis zum Schluss nicht begriffen, um welche der Annas, Hannas oder Johannas es ging. Die übermäßige Ähnlichkeit der Namen, die sich auch bei Bekannten, Nachbarn und Ehepartnern (Rickard) wiederholen, verwirrte mich sehr, zumal der Roman nicht chronologisch erzählt wird und zwischen den verschiedenen (JoH)Annas hin und her springt.

Die Geschichte selbst finde ich sehr interessant und spannend, allerdings recht unsensibel erzählt, weil sich nur kurz angerissene schlimme Katastrophen wie Todesfälle mit ausschweifend beschriebenen nichtssagenden Andeutungen munter abwechseln.

Deshalb erschließt sich mir nicht, weshalb diese Autorin in Schweden und Deutschland zur Autorin des Jahres gewählt wurde.

Rezension zu "Hannas Töchter" von Marianne Fredriksson

Leider kein Buch, was ich weiter empfehlen kann / möchte.
Die Geschichte um die drei Frauen Anna, Hanna und Johanna ist teilweise echt verwirrend. Außerdem finde ich die Sprache nicht so gelungen - für mich zu langweilig. Das Buch zieht sich streckenweise ganz schön in die Länge. =/

Frauen im Wandel der Zeit

"Hannas Töchter" ist die Geschichte von drei Frauen, von Hanna, ihrer Tochter Johanna und ihrer Enkelin Anna. Darin spiegelt sich die Entwicklung der Rolle und des Selbstverständnisses der Frau im Verlauf von mehr als hundert Jahren – von 1871 bis 1986.

 

Die Geschichte umfasst drei Generationen Frauen einer Familie und ist ein sagenhaftes Buch. Ich habe es fasziniert verschlungen, da mich die Tragik und die Probleme der Frauen wirklich tief im Innersten berührt haben.
Hanna, die Großmutter, war noch eine recht ungebildete und sogar noch abergläubige Frau, die schon mit 13 Jahren aufgrund einer Vergewaltigung  Mutter wurde. Ihre Tochter Johanna bekam sie erst später von ihrem späteren Mann. Sie lebt in Wahrheit ein fremdbestimmes und eigentlich trauriges Leben.

Johanna bekam erst mit 35 Jahren ihre Tochter Anna. Die Ehe mit ihrem Mann Arne war schwierig, auch wurde sie von ihm geschlagen und unterdrückt. Später bekommt sie Alzheimer und lebt im Heim.

Anna promovierte und hatte eine Abtreibung hinter sich. Sie hatte als erste der drei Frauen ein eigenbestimmtes Leben aufgrung ihrer Ausbildung und Berufstätigkeit.

Andere Personen im Buch sind nicht so definiert beschrieben. Nur die Schwiegermütter haben alle gleiche Charakterzüge: sind sind hartherzig und bestimmende Xanthippen.

Die verwendete Sprache ist kein literarisches Meisterwerk, sondern alles ist einfach und recht trocken beschrieben. Dennoch kann man sich der Biografie dieser Frauen nicht entziehen.

 

Ein Stück Geschichte der Emanzipation der Frau im letzten Jahrhundert findet man hier eindrücklich aufgeschrieben wieder.
Ein wirklich beeindruckendes Werk mit unheimlicher Lese-Sog-Wirkung.
Von mir schon häufig weiter empfohlen und dann für gut befunden.

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