MIMI

 4,6 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor*in von Trinkerbelle, Eigentlich wollte ich mich selbst entfalten und weiteren Büchern.

Lebenslauf

MIMI, geboren 1975, ist Unternehmerin, Lifecoachin, Designerin, Entertainerin und Autorin. Bevor sie ihre 25-jährige Karriere als Schauspielerin beendete, begeisterte sie in ihrer letzten Rolle in der beliebten RTL-Serie Nachtschwestern als Schwester Nora ein Millionenpublikum. Die Autorin lebt mit ihrer Familie bei München. Zuletzt erschienen von ihr bei Knaur "Trinkerbelle", „Eigentlich wollte ich mich selbst entfalten“ und „Sie dürfen den Frosch jetzt küssen“.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von MIMI

Cover des Buches Trinkerbelle (ISBN: 9783426791486)

Trinkerbelle

 (9)
Erschienen am 01.03.2023
Cover des Buches Eigentlich wollte ich mich selbst entfalten (ISBN: 9783426790496)

Eigentlich wollte ich mich selbst entfalten

 (5)
Erschienen am 15.03.2024
Cover des Buches Wut (ISBN: 9783426449349)

Wut

 (0)
Erscheint am 04.11.2024
Cover des Buches Trinkerbelle (ISBN: 9783963841002)

Trinkerbelle

 (4)
Erschienen am 09.03.2023
Cover des Buches Trinkerbelle (ISBN: 9783963841019)

Trinkerbelle

 (0)
Erschienen am 09.03.2023

Neue Rezensionen zu MIMI

Cover des Buches Trinkerbelle (ISBN: 9783963841002)
Marigolds avatar

Rezension zu "Trinkerbelle" von MIMI

Wichtiges Hörbuch zum Thema Alkohol
Marigoldvor 6 Monaten

Im Auto und auch bei der Hausarbeit höre ich gerne Hörbücher, und wenn ich z.B. in der Garage noch im Auto sitzen bleibe oder beim Putzen innehalten muss, dann ist das ein sicheres Zeichen für ein gutes Hörbuch. „Trinkerbelle“ von Mimi Fiedler ist genauso ein Hörbuch
Die Autorin spricht das Hörbuch selbst und das ist ihr wunderbar gelungen. Sie erzählt offen, ehrlich und schonungslos über ihre Alkoholsucht und beschreibt den Moment, der sie zum Umdenken gebracht hat. Mir war Mimi Fiedler vorher nicht bekannt und ich musste sie erst googeln. Nachdem ich mich über ihre TV-Karriere informiert hatte, habe ich mit dem Buch begonnen. Und um ehrlich zu sein, ich war fasziniert und erschrocken von dem Gegensatz zwischen der öffentlichen Wahrnehmung von Mimi Fiedler und ihrem „Doppelleben“ mit dem Alkohol. Ihre Abstürze sind sehr heftig und ich finde es mutig, diese peinlichen Situationen in allen Details zu beschreiben. Und dann schafft sie es in den nächsten Tagen, oder teilweise schon am nächsten Morgen, am Set wieder zu „funktionieren“. Es ist unglaublich, wie lange Mimi Fiedler und ihr Körper das ausgehalten haben. Mich hat die Frage beschäftigt, ob und was das persönliche Umfeld von der Alkoholkrankheit mitbekommen hat und welche Reaktionen hilfreich gewesen wären. Eine schwierige Frage…Das Hörbuch lässt sich super anhören, ihre Geschichte ist interessant und lädt zum Nachdenken zum Thema Alkohol ein.

Cover des Buches Trinkerbelle (ISBN: 9783963841002)
wandablues avatar

Rezension zu "Trinkerbelle" von MIMI

Alkoholismus. Die verborgene Krankheit.
wandabluevor einem Jahr

Mimi Fiedler erzählt sowohl aus ihrem Leben wie auch von ihrer Trinkerkarriere ziemlich ungeschminkt. Auf dem Alkoholismus liegt der Fokus. Jahrelang konnte Mimi ihre Abhängigkeit verbergen, aber die Abstürze wurden schlimmer und folgten schneller hintereinander weg. Sie wollte aussteigen, schaffte es aber nicht. 

Der Kommentar: 
Mimi Fiedler hat das Hörbuch selber eingelesen und das macht sie sehr gut, sie hat eine angenehme und ausdrucksstarke Stimme. Ich bin ihrer Geschichte gerne gefolgt und freue mich, dass sie den Absprung geschafft hat. Heute ist sie trocken. Aber die Krankheit bleibt.
Erfahrungsberichte wie derjenige von Mimi Fiedler sind enorm wichtig, damit es möglichst vielen Leuten bewusst wird, was Abhängigkeit bedeutet. Bei Alkohol ist die gesellschaftliche Akzeptanz hoch, aber dennoch ist Alkohol eine nicht zu unterschätzende Droge oder vielleicht gerade deshalb, leicht zu beschaffen, selten als abhängigkeitsmachende Substanz erkannt. 

Mimi Fiedler kann sehr gut erzählen. Ihre Erzählung ist natürlich keine reine Biografie, obwohl sie mit ihrer Familiengeschichte anfängt, einer typischen Aussiedlergeschichte.
Die Autorin erzählt (natürlich) nicht alles aus ihrem Leben und es ist völlig legitim, dass sie nicht alles erzählt. Dennoch gibt es seltsame Lücken und einige unmotivierte Sprünge, so dass die Erzählung manchmal unorganisch wirkt, abgehackt. So ist zum Beispiel plötzlich das Haus weg und Mimi ist in finanziellen Schwierigkeiten. Wie konnte das passieren? Ein wenig mehr Erklärung als lapidar „ich wohnte wieder in meinem Kinderzimmer“ dürfte man in einem literarischen Text erwarten. Nicht viel mehr, einige klärende Sätze hätten gereicht. Wo sie doch sonst so offen erzählt. Auch wie sie zur Schauspielerei gekommen ist, hätte interessiert und hätte auch dazu gehört. Sowie, ganz wichtig und dies hätte keinesfalls fehlen dürfen, Warnungen und Erläuterungen darüber wie Alkoholmissbrauch auf Körper und Geist wirkt, jenseits von den geschilderten Übelkeitsattacken, mit anderen Worten, bleibende Schädigungen, z.B. der inneren Organe, Haut, Gehirn verursacht. Hier hätte es gerne ein wenig medizinisch werden dürfen, der Text hätte hier ins Allgemeine gehen können.  Andere Zeit- und Handlungssprünge verkraftet man besser und wenn die Autorin zum guten Schluss zur Familiengeschichte zurückkehrt, zu irgendwelchen Urgroßonkeln, hat sie einen Kreis geschlossen. Anders als andere Rezensenten finde ich die Familiengeschichte humorvoll, spannend erzählt; es ist mir nicht zu viel damit gewesen; schließlich unterstreicht dieser Ausflug die Familienverbundenheit der Autorin und lockerte die Abwärtsspirale von Mimis Leben auf. 

 Fazit: Berührende Erzählung, teilweise erschütternd, mit Familienanteil und einigen nicht immer nachvollziehbaren unvermittelten Sprüngen und Auslassungen, aber insgesamt ein wichtiges Bekenntnis plus Verarbeitung einer Suchterfahrung. 

Kategorie: Erfahrungen.
Verlag: Knaur, 2023 (6. Aufl.)
Hörbuch: John Verlag, 2023

 

Cover des Buches Trinkerbelle (ISBN: 9783426791486)
Patnos avatar

Rezension zu "Trinkerbelle" von MIMI

Trifft mitten ins Herz
Patnovor einem Jahr


Mimi Fiedler ist eine charismatische Schauspielerin und Entertainerin, eine bildhübsche Powerfrau mit einer enormen Ausstrahlung. Die meisten von uns werden sie als Kriminaltechnikerin Nika Banovic aus dem Stuttgarter "Tatort" kennen. Man meint, sie steht auf der Sonnenseite des Lebens. 

Doch der Schein trügt, wie Mimi in ihrem Buch „Trinkerbelle - Mein Leben im Vollrausch“ verrät. 

Denn seit fast 30 Jahren ist sie dem Alkohol verfallen. Schon mit vierzehn fängt Mimi an zu trinken. Das Buch beginnt gemächlich. Die Autorin holt weit aus, blickt auf ihre Familiengeschichte und ihre Wurzeln zurück. Überblicksartig berichtet sie, wie die Familie nach Deutschland kommt, über die schwere Krankheit ihrer Schwester und die enge Beziehung zu Oma Mara. Gefesselt folge ich Mimi’s Ausführungen. 

Regelmäßig schießt sie sich bis zur Besinnungslosigkeit ab, verliert zeitweise völlig die Kontrolle über ihr Leben. Mimi quält ein tiefer seelischer Schmerz, der sich nur bedingt mit Alkohol betäuben lässt. Ihre Beziehungen gehen in die Brüche und ihre Tochter Ava erlebt einige Abstürze ihrer Mutter hautnah. Mimi versucht eine gute Mutter zu sein, kann aber nicht aufhören zu trinken. Verzweifelt geht sie der Frage nach dem Warum nach, bis ihr klar wird, dass sie als Kind missbraucht wurde. 

„Ich bin schon seit Jahren, Jahrzehnten in diesem Zustand. Schwanger mit der Brut des Bösen. Eine Niederkunft ausgeschlossen. Das Böse wächst in mir, von Jahr zu Jahr wird es größer, und irgendwann wird es so groß, so übermächtig sein, dass ich darin verschwinde.“ (Auszug aus dem Buch) 

Es kommt der Tag, an dem sie sich eingesteht, dass sie Alkoholikerin ist. Von da an dauert es noch acht Jahre, bis Mimi es schafft, mit dem Trinken aufzuhören. 


Die Geschichte trifft mich mitten ins Herz. Meine Gefühle fahren beim Lesen Achterbahn. Es ist schockierend, wie die Alkoholsucht einen Menschen zerstören kann. Da ich dies in der eigenen Familie miterleben musste, bin ich besonders sensibilisiert. Das ist auch der Grund, warum ich zu diesem Buch gegriffen habe.

Mimi beschreibt ihr Leben im Rausch schonungslos offen. Oh mein Gott. Mir stockt der Atem beim Lesen. 

Chapeau! Ich habe hohen Respekt vor dieser Lebensbeichte. Das Buch kommt mir wie ein Befreiungsschlag vor. Vermutlich ist das Schreiben eine Art Therapie für Mimi. Gefühle auf Papier zu bringen, entlastet bekanntlich die Seele. Man sieht sich selbst klarer. Mir gefällt ihr Schreibstil, der trotz der Schwere des Stoffes von einer gewissen Leichtigkeit und einer guten Portion Ironie getragen wird. 

Die Lektüre wirkt lange nach. Ich wünsche Mimi viel Kraft für die Zukunft. Möge sie uns weiterhin mit ihren interessanten Geschichten beglücken. Lesen!!!




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Community-Statistik

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