Ma Jian Peking-Koma

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Inhaltsangabe zu „Peking-Koma“ von Ma Jian

Der junge Dai Wei wird beim Tiananmen-Massaker in den Kopf geschossen. Im Wachkoma wird er Zeuge der Verwandlung Chinas in einen modernen kapitalistischen Staat, aber in seinen Erinnerungen träumt er von den Schrecknissen der vergangenen Zeit, von Lagern, politischer Willkür und Grausamkeit während und nach der Kulturrevolution.

Der Autor erzählt brilliant, mitreißend und aufwühlend. Ein Buch zum Nachdenken, das so spannend ist, dass man es nicht weglegen kann.

— Tree_Trunks

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  • Leserunde zu "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" von Haruki Murakami

    Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

    Poesiesoso

    Leserunde mit dem Lovelybooks-Team zu Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki von Haruki Murakami Haruki Murakamis neuer Roman Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki startete in Japan mit der höchsten Erstauflage aller Zeiten und wurde zum Rekord-Bestseller. Diesem Phänomen wollen wir, das Lovelybooks-Team, in einer internen Leserunde nachgehen und gemeinsam in die Welt von Tsukuru Tazaki eintauchen. Auch wenn Murakamis Protagonisten oft als Einzelgänger charakterisiert werden und sich lieber außerhalb der japanischen Gesellschaft an den Rändern der Existenz oder gar einem Paralleluniversum bewegen, wollen wir unsere Leseeindrücke untereinander austauschen und alles diskutieren, was unsere Gedanken verwirrt, belustigt oder unverstanden bleibt. Inhaltsangabe: Der junge Tsukuru Tazaki ist Teil einer Clique von fünf Freunden, deren Mitglieder alle eine Farbe im Namen tragen. Nur Tsukuru fällt aus dem Rahmen und empfindet sich – auch im übertragenen Sinne – als farblos, denn anders als seine Freunde hat er keine besonderen Eigenheiten oder Vorlieben, ausgenommen vielleicht ein vages Interesse für Bahnhöfe. Als er nach der Oberschule die gemeinsame Heimatstadt Nagoya verlässt, um in Tokio zu studieren, tut dies der Freundschaft keinen Abbruch. Zumindest nicht bis zu jenem Sommertag, an dem Tsukuru voller Vorfreude auf die Ferien nach Nagoya zurückkehrt – und herausfindet, dass seine Freunde ihn plötzlich und unerklärlicherweise schneiden. Erfolglos versucht er wieder und wieder, sie zu erreichen, bis er schließlich einen Anruf erhält: Tsukuru solle sich in Zukunft von ihnen fernhalten, lautet die Botschaft, er wisse schon, warum. Verzweifelt kehrt Tsukuru nach Tokio zurück, wo er ein halbes Jahr am Rande des Selbstmords verbringt. Viele Jahre später offenbart sich der inzwischen 36-jährige Tsukuru seiner neuen Freundin Sara, die nicht glauben kann, dass er nie versucht hat, der Geschichte auf den Grund zu gehen. Von ihr ermutigt, macht Tsukuru sich auf, um sich den Dämonen seiner Vergangenheit zu stellen. Ab Freitagabend, den 7. Februar, wollen wir Murakamis Melancholie und den Weltschmerz, den er mit seinen Charakteren suggeriert, in uns aufnehmen und unser Zeit- und Raumempfinden für einige Lesestunden in das gegenwärtige Japan verschieben. Dabei könnt ihr alle selbstverständlich gern mitdiskutieren. Es gibt jedoch KEINE BÜCHER ZU GEWINNEN!

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  • Rezension zu "Peking-Koma" von Ma Jian

    Peking-Koma

    Ruth_liest

    07. July 2011 um 12:29

    Ein junger Mann liegt zehn Jahre im Wachkoma. Er hört und spürt seine Umgebung ohne dass diese es bemerkt. Von seinem Bett aus erlebt und schildert er die Umwälzungen in Peking in diesen zehn Jahren. Auf einer zweiten Ebene erzählt er seine Geschichte bis zum Juni 1989. So nahm er als Student an den Demonstrationen auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking teil und wurde von einem Schuss so schwer verletzt, dass er den Rest seines Lebens im Koma verbringt. Ob vor oder nach 1989 – sein gesellschaftliches Umfeld ist geprägt von Gewalt, Willkür, Ohnmacht und Grausamkeit. Der hervorragend geschriebene Roman lässt wenig Hoffnung auf eine große politische Veränderung in China zu und hinterlässt den Leser in reichlich melancholischer Stimmung. Dennoch absolut empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Peking-Koma" von Ma Jian

    Peking-Koma

    Leserrezension2010

    23. August 2010 um 17:09

    A127 Peking Koma von Ma Jian Kategorie: Allgemein Spontan wüsste ich nicht zu sagen, wann ich zuletzt so viel Zeit gebraucht habe, um ein Buch durchzulesen. Das muss wohl schon ziemlich lange her sein. Einerseits mag es daran liegen, dass sich „Peking Koma“ nicht unbedingt eignet, um es zwischendurch im Zug zu lesen, so schwer und unhandlich, wie das Buch ist. Andererseits könnte man natürlich auch ein neues Fitness-Programm darauf aufbauen. Man nehme ein dickes Buch und eine Umhängtasche… Aber natürlich hat „Peking Koma“ auch viele andere Qualitäten. Dies ist die Geschichte von Dai Wei, einem dreiundzwanzigjährigen Studenten, der gerade dabei ist, in Peking seine Doktorarbeit zu schreiben und sich an einer aufkommenden Protestbewegung gegen das staatliche Regime beteiligt. Es ist aber auch die Geschichte des anderen Dai Wei, der nach einem Schuss in den Kopf in seinem Bett dahinvegitiert. Obwohl er keinen Kontakt zur Außenwelt aufnehmen kann, erlebt er alles, was um ihn herum passiert, mit und vertreibt sich die Zeit, indem er sich die Ereignisse vor dem fatalen Schuss wider ins Gedächtnis ruft. So erlebt man einige Jahre chinesischer Geschichte mit: Von den Anfängen der sog. Kulturrevolution, die zum Tod vieler Menschen führte, bis hin zu den Studentenprotesten im Jahre 1989, die von der Regierung brutal niedergeschlagen wurden und zu einer zunehmenden Wandlung des Landes zum Kapitalismus. Einen großen Teil der Erzählung nehmen die Ereignisse auf dem Tiananmen-Platz im Jahre 1989 statt. Dai Wei erinnert sich an die Ereignisse, die zur Gründung der Studentenbewegung führten, die mehr Freiheit für das chinesische Volk forderte und wie sie sich zu einer unglaublichen Massenbewegung ausweitete. Unterbrochen wird diese Erzählung immer wieder von kurzen Episoden aus Dai Weis momentanem Leben – er selbst befindet sich im Koma und muss miterleben, wie seine Mutter mehr und mehr am Zustand ihres Sohnes und am Leben in China verzweifelt…beide dieser Erzählebenen scheinen auf ein unweigerliches Ende zuzusteuern, das der Leser mehr und mehr vorausahnen kann. „Peking Koma“ umfasst jedoch noch allerhand mehr Ereignisse, die hier wiederzugeben ein wenig länger dauern würde… Mit seinen über 900 Seiten ist dieses Buch wirklich sehr dick, dennoch hat man nicht das Gefühl, dass auch nur eine seiner vielen Seiten überflüssig wäre. Ma Jian bedient sich einer klaren, manchmal jedoch beinah poetisch wirkenden Sprache und schafft es meisterlich, die beiden Erzählzeiten des Buches miteinander zu verstricken. Er erzählt sowohl eine ganz persönliche Geschichte, die den Leser mitzureißen weiß, als auch die einer ganzen Generation Chinas, die das Land fortwährend geprägt hat. Man merkt, dass er die damaligen Ereignisse rund um die Studentenproteste teilweise selbst miterlebt hat, denn die Erzählung wirkt beinahe so authentisch und historisch glaubwürdig wie ein wissenschaftliches Werk, ohne dabei jedoch trocken oder langweilig zu sein. Die Namen mancher, damals wirklich an den Protesten beteiligten Personen wurden für den Roman geringfügig abgeändert, ohne dass es der Glaubwürdigkeit des Buches auch nur im geringsten schaden würde. Wer etwas über die neuere Geschichte Chinas erfahren will, sollte getrost zu diesem Buch greifen. Es unterhält nicht nur durch eine tolle Sprache, sondern überzeugt durch eine exzellente Aufarbeitung der Ereignisse rund um das Tiananmen-Massker, ist dabei mitreißend, poetisch und versteht es nicht nur gelegentlich, den Leser durch seinen brutalen Realismus zu bedrücken. Ein vielseitiges, exzellent geschriebenes und beeindruckendes Buch über ein furchtbares Verbrechen, das hoffentlich nie in Vergessenheit gerät. Heutzutage kann man sich wohl glücklich schätzen, dass Studenten in Europa auf die Straße gehen und demonstrieren können, ohne befürchten zu müssen, dass eine Protestbewegung zu enden könnte (auch wenn manche Hochschulleitungen frecherweise von der Polizei Gebrauch machen, um besetzte Hörsäle räumen zu lassen…). Ich kann für dieses Buch nur eine absolute Empfehlung aussprechen.

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  • Rezension zu "Peking-Koma" von Ma Jian

    Peking-Koma

    bateman23

    07. August 2010 um 08:49

    Juni 1989. Auf dem Platz des Himmlischen Friedens versammeln sich Tausende Studenten, um für mehr politische Freiheit zu kämpfen. Unter ihnen der Ex-Biologiestudent Dai Wei. Plötzlich fallen Schüsse. Dann herrscht Stille. Als Dai Wei wieder zu sich kommt, liegt er, von der Kugel eines Soldaten schwer verletzt, im Wachkoma. Medizinische Behandlung wird dem politisch Unzuverlässigen verweigert; seine Mutter pflegt ihn aufopferungsvoll, ohne zu merken, dass er bei Bewusstsein ist… Resümee: Peking Koma erzählt hauptsächlich von den Studentenprotesten auf dem Platz des Himmlischen Friedens im Jahre 1989. Während diesen Protesten, die letztendlich blutig niedergeschlagen wurden, forderten Studenten mehr Demokratie und das Ende der Korruption. Peking Koma ist aber auch die Geschichte Peking und China im Wandel – über die “topographischen, sozialen und wirtschaftlichen Umwälzungen von den Jahren 1989 bis 2000. Obwohl wenig “passiert” fesselt das Buch ungemein. Ma Jian beschreibt hauptsächlich Gefühle und (politische) Stimmungen. Wie kam es zu der Protestbewegung. Was waren die Beweggründe der Studenten, über was haben sie diskutiert. Zugleich läßt er aber auch Beschreibungen des Studentenlebens und des Lebens in China allgemein einfließen. Und das macht den (über 900 Seiten) langen Text erstaunlich interessant. Ich habe jede einzelne Seite begeistert verschlungen. – Vielleicht das beste Buch, das ich je aus China gelesen habe.

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  • Rezension zu "Peking-Koma" von Ma Jian

    Peking-Koma

    Leela

    22. November 2009 um 22:33

    Spontan wüsste ich nicht zu sagen, wann ich zuletzt so viel Zeit gebraucht habe, um ein Buch durchzulesen. Das muss wohl schon ziemlich lange her sein. Einerseits mag es daran liegen, dass sich „Peking Koma“ nicht unbedingt eignet, um es zwischendurch im Zug zu lesen, so schwer und unhandlich, wie das Buch ist. Andererseits könnte man natürlich auch ein neues Fitness-Programm darauf aufbauen. Man nehme ein dickes Buch und eine Umhängtasche… Aber natürlich hat „Peking Koma“ auch viele andere Qualitäten. Dies ist die Geschichte von Dai Wei, einem dreiundzwanzigjährigen Studenten, der gerade dabei ist, in Peking seine Doktorarbeit zu schreiben und sich an einer aufkommenden Protestbewegung gegen das staatliche Regime beteiligt. Es ist aber auch die Geschichte des anderen Dai Wei, der nach einem Schuss in den Kopf in seinem Bett dahinvegitiert. Obwohl er keinen Kontakt zur Außenwelt aufnehmen kann, erlebt er alles, was um ihn herum passiert, mit und vertreibt sich die Zeit, indem er sich die Ereignisse vor dem fatalen Schuss wider ins Gedächtnis ruft. So erlebt man einige Jahre chinesischer Geschichte mit: Von den Anfängen der sog. Kulturrevolution, die zum Tod vieler Menschen führte, bis hin zu den Studentenprotesten im Jahre 1989, die von der Regierung brutal niedergeschlagen wurden und zu einer zunehmenden Wandlung des Landes zum Kapitalismus. Einen großen Teil der Erzählung nehmen die Ereignisse auf dem Tiananmen-Platz im Jahre 1989 statt. Dai Wei erinnert sich an die Ereignisse, die zur Gründung der Studentenbewegung führten, die mehr Freiheit für das chinesische Volk forderte und wie sie sich zu einer unglaublichen Massenbewegung ausweitete. Unterbrochen wird diese Erzählung immer wieder von kurzen Episoden aus Dai Weis momentanem Leben – er selbst befindet sich im Koma und muss miterleben, wie seine Mutter mehr und mehr am Zustand ihres Sohnes und am Leben in China verzweifelt…beide dieser Erzählebenen scheinen auf ein unweigerliches Ende zuzusteuern, das der Leser mehr und mehr vorausahnen kann. „Peking Koma“ umfasst jedoch noch allerhand mehr Ereignisse, die hier wiederzugeben ein wenig länger dauern würde… Mit seinen über 900 Seiten ist dieses Buch wirklich sehr dick, dennoch hat man nicht das Gefühl, dass auch nur eine seiner vielen Seiten überflüssig wäre. Ma Jian bedient sich einer klaren, manchmal jedoch beinah poetisch wirkenden Sprache und schafft es meisterlich, die beiden Erzählzeiten des Buches miteinander zu verstricken. Er erzählt sowohl eine ganz persönliche Geschichte, die den Leser mitzureißen weiß, als auch die einer ganzen Generation Chinas, die das Land fortwährend geprägt hat. Man merkt, dass er die damaligen Ereignisse rund um die Studentenproteste teilweise selbst miterlebt hat, denn die Erzählung wirkt beinahe so authentisch und historisch glaubwürdig wie ein wissenschaftliches Werk, ohne dabei jedoch trocken oder langweilig zu sein. Die Namen mancher, damals wirklich an den Protesten beteiligten Personen wurden für den Roman geringfügig abgeändert, ohne dass es der Glaubwürdigkeit des Buches auch nur im geringsten schaden würde. Wer etwas über die neuere Geschichte Chinas erfahren will, sollte getrost zu diesem Buch greifen. Es unterhält nicht nur durch eine tolle Sprache, sondern überzeugt durch eine exzellente Aufarbeitung der Ereignisse rund um das Tiananmen-Massker, ist dabei mitreißend, poetisch und versteht es nicht nur gelegentlich, den Leser durch seinen brutalen Realismus zu bedrücken. Ein vielseitiges, exzellent geschriebenes und beeindruckendes Buch über ein furchtbares Verbrechen, das hoffentlich nie in Vergessenheit gerät. Heutzutage kann man sich wohl glücklich schätzen, dass Studenten in Europa auf die Straße gehen und demonstrieren können, ohne befürchten zu müssen, dass eine Protestbewegung zu enden könnte (auch wenn manche Hochschulleitungen frecherweise von der Polizei Gebrauch machen, um besetzte Hörsäle räumen zu lassen…). Ich kann für dieses Buch nur eine absolute Empfehlung aussprechen.

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  • Rezension zu "Peking-Koma" von Ma Jian

    Peking-Koma

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. September 2009 um 12:16

    Was geschah im Juni 1989 in Peking auf dem Platz des himmlischen Friedens? Wie kam es zur Bildung der Studentenbewegung und was waren ihre Ziele? Diesen Fragen widmet sich das Buch, in Form eines Romans. Beschrieben wird das Geschehen aus Sicht von Dai Wei. Er liegt seit Jahren im Koma, nachdem er bei den Kämpfen zur Niederschlagung der Studentenbewegung im Juni 1989 angeschossen wurde. Nun erinnert er sich an seine Kindheit, vor allem an seinen Vater, der als Rechtsabweichler gebrandmarkt wurde und Jahre in Umerziehungslagern verbrachte. Erst als Dai Wei nach dem Tod seines Vaters als Jugendlicher dessen Tagebuch liest, beginnt er zu verstehen, welches Unrecht und welche Grausamkeit seinem Vater widerfahren ist - und vielen anderen Menschen während der Kulturrevolution ebenso. Dai Wei beginnt schließlich in Guangzhou Biologie zu studieren und begegnet dort seiner ersten Liebe A-Mei. Nachdem er das Studium erfolgreich abgeschlosen hat, kehrt er nach Peking zurück und möchte dort seinen Doktor machen. Doch nach und nach gerät Dai Wei in den Sog der Studentenbewegung, die mehr Freiheit und Demokratie fordert - und dafür auf die Strasse geht. Nach einigen kleineren Aktionen beschließen die Studenten in den Hungerstreik zu gehen und den Platz des Friedens zu besetzen, mit der Forderung nach Presse- und Demonstrationsfreiheit sowie Gesprächen mit der Regierung. Diese weigert sich jedoch - und bereitet damit den Weg in das Blutbad... Neben den Erinnerungen an die damaligen Geschehnisse erhält man aber auch Einblicke in das aktuelle Leben von Dai Wei, als er - steif wie ein Holzbrett- jahrelang in seinem Bett liegt und von seiner Mutter gepflegt werden muss. Denn Dai Wei kann seine Umwelt hören und riechen... Mit reichlich 900 Seiten ist das Buch schon ein ziemlich dicker Brocken - entsprechend gekürzt kann man hier auch nur den Inhalt andeuten. Sehr markant ist auf jeden Fall der Schwerpunkt des Buches gelegt, denn nach bereits knapp 400 Seiten ist die Lebensgeschichte von Dai Wei bis zum Beginn der Studentenbewegung erzählt, der Rest des Buches ist mit großer Ausführlichkeit der Entstehung und Entwicklung der Studentenbewegung sowie den Ereignissen (insbesondere auf dem Platz des himmlischen Friedens) gewidmet. Dennoch kommt keine Langeweile auf, denn ständig wirbeln Machtspiele innerhalb der Studenten alles durcheinander und man muss sich jeden Tag auf etwas neues einstellen. Man lernt jedoch nicht nur etwas über die Studentenbewegung, sondern auch über die Kulturrevolution und das Leben in China in den 90er Jahren, als noch immer Willkür und Korruption an der Tagesordnung stehen. Ein lesenswertes Buch, das einen mit der Hoffnung zurücklässt, dass China eines Tages vielleicht doch noch aus dem Koma erwacht...

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