Maarten 't Hart Das Wüten der ganzen Welt

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Inhaltsangabe zu „Das Wüten der ganzen Welt“ von Maarten 't Hart

Das enge Milieu einer kleinen holländischen Hafenstadt in den 50ern. Alexander wächst zwischen Schrott, bigotten Kleinbürgern und Geschichten "von früher" auf. Der Vater ist Lumpensammler, die Mutter geizig und fromm. Sein größtes Glück ist die Musik. Da erschüttert ein Mord die Stadt. Hat der Anschlag ihm gegolten? Das Aufspüren des Täters beschäftigt ihn fast ein Leben lang.

Schauspielgrößen wie Christian Brückner und Otto Sander sowie die Musik von Bach, Mozart, Beethoven u.a. schaffen ein vielstimmiges Meisterwerk. Darüber hinaus ist Maarten `t Hart selbst zu hören, wie er mit "wunderbar gutturalem niederländischen Akzent" (FAZ) den Prolog des Hörspiels spricht.

ein Meisterwerk!

— MaraWinter

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  • Rezension zu "Das Wüten der ganzen Welt" von Maarten 't Hart

    Das Wüten der ganzen Welt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. November 2012 um 15:09

    Inhaltswiedergaben in einer Rezension langweilen, wenn sie an anderen Stellen schon mehrfach erfolgt sind, oft sogar ausführlich und manchmal gar erschöpfend. Das gilt für dieses Buch. Da bietet sich eine kurze Charakterisierung an. Sie könnte wie folgt lauten: Ein Entwicklungsroman von der Kindheit bis in eine problematische Ehe hinein. Beginnend mit Rückblenden aus der Zeit der Besetzung der Niederlande durch die Deutschen und mit Problemen, die seinerzeit die Juden und später, nachdem die deutsche Besatzung beendet war, die Kollaborateure hatten. Eingebaut ein geheimnisvoller Mord an einem päderastischen Polizisten, den ein Klavier spielendes Kind, die Hauptfigur des Romans, miterlebt. Schrittweise Aufarbeitung dieses traumatischen Erlebnisses, verbunden mit der Suche nach dem nicht richtig erkannten Täter und nach der eigenen Identität. Eine nicht nur überraschende, sondern neue Probleme aufgebende Lösung des nach einem Irrweg über die Pharmazie bei der Musik gelandeten Protagonisten. Eine Geschichte, geschrieben mit einer Leichtigkeit und Beiläufigkeit wie man sie für derart ernste Hintergründe suchen muss. Eine Geschichte wie man sie ohne jeden Vorbehalt für jeden Geschmack, insbesondere auch für Liebhaber klassischer Musik, empfehlen kann.

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  • Rezension zu "Das Wüten der ganzen Welt" von Maarten 't Hart

    Das Wüten der ganzen Welt

    parden

    13. August 2012 um 20:16

    EIN HÖRERLEBNIS... Der Roman, dessen Titel einer Zeile aus der Bach-Kantate 80 ("Eine feste Burg ist unser Gott" ) entlehnt ist, spielt in der südholländischen Provinz der Nachkriegszeit. Als Sohn eines Lumpenhändlers wächst Alexander Goudevyl in einer Kleinstadt auf. Der Junge lebt mit den alten Geschichten vom Krieg und der ständigen Ermahnung, das Geld zusammenzuhalten. Von seinen Schulkameraden nur gehänselt und verprügelt und vom Dorfpolizisten missbraucht, sucht Alexander Zuflucht in der Musik: Seine Passion ist das Klavierspiel, vor allem liebt er die Musik von Johann Sebastian Bach. Das einschneidendste Erlebnis seiner Kindheit ist der Mord an dem Ortspolizisten Vroombout, der unmittelbar hinter dem Rücken des klavierspielenden Jungen getötet wird. Die Aufklärung des Verbrechens begleitet Alexander, der später als Komponist mit einem einzigen Stück zu Weltruhm gelangt, während seiner ganzen Jugendzeit. Die Spuren führen zurück zu einem Kriegsverbrechen im Jahr 1940: Bei der Flucht nach England wird ein holländisches Fischerboot mit sieben Juden an Bord von einem deutschen U-Boot versenkt. In einem Beiboot können jedoch die sieben Passagiere und der Fischer Vroombout – der spätere Ortspolizist – entkommen. Doch was geschah danach? Mit diesem Roman gelang ´t Hart seinerzeit der Durchbruch. Eine Mischung aus Krimi und einer Liebeserklärung an die Musik, wird das Hörspiel den zwei Komponenten besonders gerecht. Erzähleinschübe wechseln sich mit Dialogen ab, oftmals untermalt oder unterbrochen von Einspielungen klassischer Stücke von Mozart, Händel, Bach und anderen bekannten Komponisten. Dabei erfährt die Geschichte einen sehr behutsamen Fortgang - ohne jedoch jemals langweilig zu werden. Diese bedächtige Erzählung baut im Gegenteil zunehmend Spannung auf, bis ein des Mordes Verdächtiger überführt zu sein scheint - nur um gleich darauf die Erkenntnis folgen zu lassen, dass es sich um einen bitteren Irrtum handelt. Eingebettet ist das Ganze in die kleinbürgerliche, bigotte Welt einer niederländischen Kleinstadt. Das Ende dann ist sehr überraschend und gibt dem Titel des Hörspiels nochmal eine besondere Bedeutung. Ein wirkliches Hörerlebnis, das mir sicherlich im Gedächtnis haften bleiben wird!

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  • Rezension zu "Das Wüten der ganzen Welt" von Maarten 't Hart

    Das Wüten der ganzen Welt

    Schumi_HB

    03. January 2012 um 20:18

    Maarten 't Hart erzählt die Geschichte eines jungen Musikliebhabers im Nachkriegsholland. Der 12-jährige Alexander Goudevyl ist gerade beim Klavierspielen, als hinter ihm ein Mann erschossen wird. Ohne das Spiel zu unterbrechen, schaut er in die Augen des vermeintlichen Mörders. Dadurch wird sein weiteres Leben wird von der Angst geprägt, dass der Mörder ihn ebenfalls umbringen will. Erst im Erwachsenenalter gelingt es ihm, das Puzzle zusammenzutragen. Ein weit verzweigtes Netz ungeklärter Fälle von Verrat, Kollaboration und Missbrauch, dessen Wurzeln in die Besatzungszeit zurückreichen, sorgen für gegenseitiges Misstrauen unter den Beteiligten und halten die Spannung beim Lesen aufrecht. Eingebettet in eine kleingeistige und engstirnige Nachkriegsgemeinschaft, lassen die bildhaft beschriebenen Charaktere die vorherrschende Stimmung nachempfinden. Als Hörspiel-CD mit einem Prolog vom Autor gesprochen kommen auch Liebhaber der klassischen Musik auf ihre Kosten.

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