Maarten 't Hart Unterm Scheffel

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Inhaltsangabe zu „Unterm Scheffel“ von Maarten 't Hart

Wie ein Blitz schlägt die Liebe bei Alexander Goudeveyl ein. Und als die junge Frau sein Haus betritt, lässt er jeden ehelichen Vorsatz fallen, um sie zu besitzen. Doch bald schon kühlt ihre Leidenschaft ab, und seine Leidenschaft schlägt in Verzweiflung um. Maarten 't Hart erkundet die Untiefen der Liebe, die Ungerechtigkeit unserer Gefühle und den donquichottischen Kampf, den wir um sie zuführen bereit sind.

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  • Rezension zu "Unterm Scheffel" von Maarten 't Hart

    Unterm Scheffel
    Daphne1962

    Daphne1962

    12. March 2012 um 18:15

    Der Komponist klassischer Musik Alexander Goudveyl lernt die wunderschöne junge Sylvia kennen, die Tierärztin von Beruf ist. Er ist seit über 20 Jahren mit der Sängerin Joanna verheiratet, die Zeit ihres Lebens an sich zweifelt und fast nur ihre Ruhe braucht, wenn sie nicht auf der Bühne steht. So scheint es mit vielen erstklassigen Künstlern zu sein. Sie zweifeln an sich, glauben immer, sie seien nicht gut genug für das Publikum. Da Joanna selten zu Hause ist und beide ihre eigenen Wege gehen, kann er auch in aller Ruhe eine Affäre beginnen, die anfangs von Sylvia ausging. Während Alexander sich in der klassischen Musik verliert, sein empfindsames Gehör in vielen Situationen Vergleiche zieht, wie z.B. das Trappeln der Jogger beim Laufen oder der Sturm die Dachziegel klappern lässt um dieses Töne und Klänge in seine Kompositionen zu verwenden, kann Sylvia mit klassischer Musik überhaupt nichts anfangen. Ihre Generation liebt Pop Musik wie die Stones oder Red Hot Chili Peppers (die Gemüsegruppe), wie Alexanders Musik-Freundin Hester immer sagte. Dennoch war Sylvia von Alexander derart angetan, das sie ihn kennenlerne wollte. Unüberlegt stürzt er sich in diese Affäre und ist nur noch damit beschäftigt, auch weil er sich geschmeichelt fühlt in seinem Alter. Während Sylvias Liebe genauso schnell wieder abflaut, wie sie begonnen hat, fängt Alexander an sich in Selbstzweifel zu verlieren und wird zeitweise depressiv. Nur mit Mühe rappelt er sich wieder. Seine Freunde warnen ihn und versuchen ihm beizustehen. Sylvias Verhalten lässt ihn allerdings nicht wissen, woran er eigentlich ist bei ihr. Entweder stößt sie ihn weg oder wenn er sich von ihr entfernt, will sie ihn wieder bei sich haben. Der Altersunterschied macht ihm auch Probleme. Eifersucht kommt hoch. Obwohl es sich in dem Buch hauptsächlich um diese Liebesaffäre handelt, war es in keinster Weise langweilig zu lesen. Denn Maarten’t Hart beschreibt die Schwächen der beiden so detailliert, das man sich manchmal sogar darin wieder findet oder sich wirklich Gedanken über einige Marotten macht. Auch kann man sich in Alexander gut hinein fühlen und man möchte sogar als Außenstehender ihn rütteln und wieder auf den rechten Weg leiten. Was ich auch immer wieder toll finde, Maarten’t Hart erzählt über die großen Komponisten, man kann so einiges über klassische Musik lernen, das man auch selbst mal wieder eine Klassik-CD anmacht, oder etwas nachliest, über die Todesumstände von Schumann und er erwähnt Komponisten, deren Namen man noch nie gehört hat, die aber dennoch interessante Stücke geschrieben haben. Maarten‘ Hart wird immer wieder gerne von mir gelesen.

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  • Rezension zu "Unterm Scheffel" von Maarten 't Hart

    Unterm Scheffel
    Schumi_HB

    Schumi_HB

    20. November 2011 um 09:43

    Der Roman "Unterm Scheffel" von Marten t'Haart beschreibt das tragische Schicksal des angesehenen Pianisten Alexander Goudveyl, der sich in eine jüngere Frau verliebt, die Interesse für seine Musik vorgibt. Je mehr die Liebe des verheirateteten Musikers zu Sylvia wächst, desto mehr hält sie ihn auf Distanz und zieht sich zurück. Durch ihr indifferentes und nicht eindeutiges Verhalten, das Alexander in seiner eigenen Weise interpretiert, verstrickt er sich in ein schicksalhaftes Leiden. Mit emotionaler Hingabe versucht er, die Kluft zu seiner Angebetenen aufopferungsvoll zu schließen. Die Apelle seiner langjährigen Freunde, diese Leidensbeziehung zu beenden, kommen bei ihm nicht an. Hilflos müssen die Freunde zusehen, wie Alexander von einem ehemals kultivierten Musiker zu einer Marionette einer ihm schädigenden Beziehung wird. In den Nebenhandlungen kommen Fans der klassischen Musik auf ihre Kosten. Alexander erwähnt Biografien größer Komponisten, und zieht Parallelen zu seinem Leben. Die Ups und Downs des leidenden Lovers und die spannende Frage, ob die Liebe oder das Leid siegen wird, halten die Geschichte auf jeder Seite lebendig.

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  • Rezension zu "Unterm Scheffel" von Maarten 't Hart

    Unterm Scheffel
    Lupus

    Lupus

    19. November 2011 um 22:57

    Alexander Goudvey ist in Holland ein prominenter Komponist und Pianist. Regelmäßig hält er Vorträge über Musik, gibt Konzerte oder schreibt Musikstücke. Trotzdem ist er mit seinem Leben absolut unzufrieden. Im Vergleich zu Mozart begreift er sich als Niete. Außerdem hat er bereits 3/5 seines Lebens gelebt ohne eine unvergessliche Symphonie komponiert zu haben. Mit seiner Frau, die er vor 25 Jahren der schönen Singstimme wegen geheiratet hatte, hat er sich auseinander gelebt. In dieser Midlife-Crisis begegnet ihm Sylvia, eine 15 Jahre jüngere Tierärztin. Beide haben nichts gemeinsam. Sie liebt Popmusik, er Klassik. Sie ist sehr quirlig er eher behäbig. Sie reist gerne in exotische Länder, er versinkt lieber in seinen Partituren. Dennoch stürzt er sich in eine leidenschaftliche Affäre. Denn Sie ist schön, riecht unglaublich gut und küsst wie Brahms komponiert. Mit viel Ironie und einem Gespür für komische Situationen erzählt Maarten t´Hart die Geschichte einer unerfüllten Liebe. Immer wieder vergleicht Alexander Goudvey seine aktuelle Lebenssituation mit Begebenheiten aus den Leben seiner musikalische Vorbilder. Ein wundervoll melancholischer Roman für Hollandliebhaber.

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  • Rezension zu "Unterm Scheffel" von Maarten 't Hart

    Unterm Scheffel
    Cibo95

    Cibo95

    12. October 2011 um 12:18

    wie ich finde, eins der weniger guten Bücher von Maarten't Hart. Der "alte Mann", also mit 47 ist man doch nicht alt ... verliebt sich Hals über Kopf in den "junge Frau", na ja, mit 30? und verfällt ihr völlig. Sie hat nebenher noch andere Liebschaften und lässt ihn am langen Arm verhungern. Der Protagonist ist erfolgloser Komponist und Pianist und liebt die klassische Musik, insbesondere Brahms. Wenn man die Leidenschaften von Maarten't Hart kennt, nämlich die klassische Musik, dann wird man in diesem Buch vollends überzeugt ... Alles wird mit klassischer Musik umschrieben, erklärt und gedeutet. Für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten. Die völlige Abhängigkeit, ja Hörigkeit des Protagonisten gegenüber der wenig sympathischen Frau hat mich teilweise sogar genervt. Nett zu lesen, aber bestimmt kein zweites Mal ...

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  • Rezension zu "Unterm Scheffel" von Maarten 't Hart

    Unterm Scheffel
    Gruenente

    Gruenente

    Alexander Goudveyl verliebt sich in eine jüngere Frau. Sie ist Anfangs ganz verrückt nach ihm. Er betrügt ohne Gewissensbisse seine Frau. Aber Sylvia, seine Geliebte kühlt schnell ab und hält ihn an der Leine. Zieht ihn zu sich hin und stößt ihn wieder ab. Er gerät in einen Strudel der Gefühle. Anvertrauen kann er sich nur sener Freundin Hester, die ihm immer rät sich von Sylvia zu trennen. Das geht ein ganzes Jahr so, bis zur engültigen Tren nung. Das führt zum Drama. Die Liebesgeschichte ist für michnur der Rahmen für eine Führung durch klassische Musik. Viele, viele Stücke werden erwähnt und beschrieben, gesungen, gespielt und gehört. Sie sind die Bühne auf der seine Gefühle ausgedrückt werden. Mir fehlt eine Verzechnis aller Stücke am Ende des Buches... Menschen, die für klassische Musik nichts übrig haben, ist von diesem Buch abzuraten, weil die Musik der Hauptprotagonist ist. Kirche und Glauben spielt diesmal nur eine winzige Rolle. Irritiert hat mich sehr, das ein Mann Mitte 40 als "älterer Mann" bezeichnet wird. So wäre ich eine ältere Frau. Ich hoffe, es ist nur als Relation zum Alter der Frau gemeint. Der Stil ist typisch für t'Hart: wunderbar fliessend, leicht ironisch, vielschichtig. Oft auch etwas skurril (z.B. Selbstgespräche mit der Fledermaus, joggender Pfarrer, Nachbarin, kranke Hunde).

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