Maarten Vande Wiele

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Autor von Paris.

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Paris

Paris

 (3)
Erschienen am 30.10.2012

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Rezension zu "Paris" von Maarten Vande Wiele

Rezension zu "Paris" von Maarten Vande Wiele
mandarinpeachvor 6 Jahren

Schon als kleines Mädchen ist Hope verwöhnt von ihren Siegen bei etlichen Schönheitswettbewerben, bis ein Autounfall ihr Gesicht entstellt und ihrer aufblühenden Karriere ein jähes Ende setzt. Mit 16 Jahren packt sie jedoch ihre Koffer und geht nach Paris, um dort ihr Glück zu versuchen. Dort findet sie gleich zwei Mitbewohnerinnen: Faith, die als Sängerin durchstarten will, und Chastity, die mit vollen Körpereinsatz reicht und berühmt werden will. Eher durch Zufall wird Hope als Model entdeckt und so geht zumindest anfangs ihr großer Traum in Erfüllung. Doch das Geschäft ist hart und die Konkurrenz groß. Freunde werden zu Feinden, Drogen und Sex gehören zum normalen Tagesablauf dazu. Alle drei Freundinnen finden ihre Mittel und Wege, die nicht selten mehr als fragwürdig sind, um ihre Ziele durchzusetzen. Doch dass alles seinen Preis hat, das bekommen sie schmerzlich zu spüren.

Graphic Novel, was ist das überhaupt? Ich glaube, man kann es ganz kurz als Comicroman bezeichnen. Also eine Geschichte, die innerhalb eines Bandes in sich abgeschlossen ist und sich nicht über mehrere Bände zusammensetzt.
Paris gliedert sich in zwei Teile: I love Paris und I hate Paris - Aufstieg und Fall unserer Protagnistinnen. Und obwohl Cover und Illustrationen vielleicht dazu einladen zu sagen, dass dieses Buch eher für junges Publikum ist, muss ich dem ganz klar widersprechen. Und auch die Bezeichnung vom Verlag als "Chick Lit" finde ich eher irreführend. Hauptthemen in Paris sind nämlich Sex, Drogen und Intrigen, die im Grunde auf jeder Seite zu sehen sind. Orgien und Exzesse sind beinahe an der Tagesordnung und werden ohne jede Zensur gezeigt.
Sicherlich ist die Darstellung der Ereignisse überzogen, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass einige Menschen für ihren eigenen Erfolg zu allem bereit sind und auch nicht davor zurückschrecken Freundschaften zu zerstören.
Schade fand ich, dass Szenenwechsel und Kapitel nicht noch einmal gekennzeichnet waren, sondern einfach auf der nächsten Seite anfingen. Da war manchmal die Verwunderung schon etwas größer.
Die Zeichnungen sind nicht wirklich detailreich und ordentlich, aber, wie ich finde, sehr "parisienne" und somit passen sie gut zum Inhalt.

Paris ist durchaus unterhaltsam, aber durch den recht harten Inhalt auch aus moralischer Sicht nicht ganz einfach. An einigen Stellen hätte ich mir inhaltlich jedoch noch ein paar Feinheiten gewünscht und außerdem eine stärkere Gliederung von Szenen.

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