„...Drei Monate scheinen eine Ewigkeit her zu sein. Als blasse Stubenhockerin war ich hier angekommen. Damals brauchte ich mich noch nichts zu trauen, denn damals kannte ich Jente noch nicht…“
Mit diesen Zeilen endet der Prolog. Dann erzählt die 10jährige Marie die Geschichte, die zuvor passiert ist.
Die Autorin hat ein abwechslungsreiches und intensives Kinderbuch geschrieben. Der Schriftstil lässt sich gut lesen, er ist kindgerecht.
Maries Eltern ziehen in eine neuer Stadt in ein Neubaugebiet. Marie ist sauer. Sie vermisst ihre Freundin Zoë. Dann lernt sie die 13jährige Sie hat zwar tolle Idee, aber die können auch lebensgefährlich sein. Außerdem versucht sie, Marie zu manipulieren. Jente kennen. Die beiden freunden sich an und unternehmen viel gemeinsam. Als Leser ist mir schnell klar, dass Jente dazu neigt, Grenzen zu überschreiten. Das nimmt zu, nachdem ihre Freundin Zoë zu Besuch war.
Marie und Zoë agieren auf Augenhöhe. Das ist bei Jente nicht so.
Während Maries Mutter die Freundschaft mit Jente befürwortet, sieht ihr Vater tiefer. Er macht seiner Tochter klar, dass sie auch das Recht hat, Nein zu sagen.
Die Freundschaft der Mädchen ist sehr fragil. Das liegt vor allem an Jente, die zwar Marie für sich beansprucht, aber nicht ehrlich zu ihr ist.
Es ist schade, dass es zu Jentes Vergangenheit nur Andeutungen gibt. Damit bleibt die Frage offen, warum sie so ist, wie sie ist.
Trotz der Kritik hat mir das Buch gut gefallen. Das liegt vor allem an Marie, deren Gedanken und innere Kämpfe ich verfolgen kann, was bei Jente nicht möglich ist. Sie bleibt blass und wirkt nur durch ihr Verhalten.








