Mac P. Lorne Der Herr der Bogenschützen

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Inhaltsangabe zu „Der Herr der Bogenschützen“ von Mac P. Lorne

Ein neuer Roman von Mac P.Lorne, vom Autor des erfolgreichen historischen Romans "Der Pirat". Jeanne d'Arc - die Entzauberung eines Mythos: Spannende historische Unterhaltung auch für ein männliches Publikum für die Leser von Bernard Cornwell, Ulf Schiewe und Simon Sparrow. Vom enteigneten Sohn eines Verschwörers zum Kommandanten der englischen Langbogenschützen: John Holland, der spätere Duke of Exeter, ist eine schillernde Figur im 100-jährigen Krieg zwischen England und Frankreich. Mac P. Lorne lässt uns seine Ausbildung bei den walisischen Bogenschützen ebenso hautnah miterleben wie seine Kriegsgefangenschaft und sein mehrfaches Aufeinandertreffen mit einer verblendeten und fanatischen jungen Frau, die einmal als Jeanne d'Arc in die Geschichte eingehen soll und der es gelingt, einen fast beendeten Krieg wieder aufflammen zu lassen – und deren Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen er am Ende nicht verhindern kann, obwohl er ahnt, dass so eine Märtyrerin geschaffen wird …

Klassischer, historischer Roman aus der Sicht eines Bogenschützen, Adeligen! Sehr gelungene Darstellung einer Schizophrenischen Jungfrau.

— MichaelSterzik
MichaelSterzik

WOW! Der Hunterjährige Krieg aus Sicht der Engländer, beschrieben von einem englischen Bogenschützen. Extrem spannend!

— Sturmherz
Sturmherz

Wieder ein spannender historischer Roman aus der Feder Mac P. Lornes, der ein authentisches Bild der damaligen Zeit erschafft.

— Moni2506
Moni2506

Ein klasse Buch

— MissSweety86
MissSweety86

Ein historischer Roman zur Zeit des 100jährigen Krieges, gut recherchiert

— anke3006
anke3006

Eine lebendige Darstellung der Schrecken des 100jährigen Krieges mit allen Fanatikern der Zeit...

— kleeblatt2012
kleeblatt2012

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    Der Herr der Bogenschützen
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    10. September 2017 um 13:39

    Der Autor des erfolgreichen, historischen Romans – „Der Pirat“ Mac P. Lorne hat im Droemer Knaur Verlag nun seinen neuesten Titel: „Der Herr der Bogenschützen“ veröffentlicht. In „Der Pirat“ wurde die Lebensgeschichte des Freibeuters unter englischer Flagge, Sir Francis Drake erzählt. Nun widmet sich der Autor einer weiteren, historischen Person, dem Earl of Huntington und späteren Duke of Exeter – John Holland. John Holland kämpft nicht auf See gegen die Feinde des britischen Königsreiches. Auf den Boden der englischen und französischen Tatsachen konzentriert sich dieser auf die traditionelle Erzfeindschaft dieser beiden Königreiche. „Der Herr der Bogenschützen“ ist ein ungemeiner reichhaltiger, spannender und actionreicher, historischer Roman. Mac P. Lorne erzählt pfeilschnell vom Untergang des alten Grafengeschlechts, bis hin zur Rückkehr in Amt und Würden von John Hollands Familie. Die Bühne für die blutige Geschichte ist der 100jährige Krieg zwischen Englands Löwen und den französischen Lilien. Der Protagonist John Holland erlernt den professionellen Umgang mit dem Langbogen. In den Händen eines Kriegers eine höchst effektive Waffe, nicht wahrlich ritterlich, aber dennoch tödlich. Die Schlacht bei Azincourt am 25. Oktober 1415 ging in die Militärgeschichte ein. Die englische Armee war in Unterzahl – die Franzosen hatten einige Vorteile mehr, und doch wurde dies ein schwarzer Tag – die Niederlage des französischen Rittertums und des Adels. Die walisischen Langbogenschützen Englands hatten an den Sieg den größten Anteil. Diese Schlacht wird in dem vorliegenden Roman ebenfalls thematisiert. John Holland – der Cousin des amtierenden Königs wird zum Herrn der Bogenschützen und kämpft sich durch verschiedene Schlachten, wird schwer verletzter Kriegsgefangener und begegnet leider erst im Letzten drittel des Roman: der späteren, französischen, heiligen Nationalheldin der Jungfrau von Orléans – Jeanne D´Arc. „Der Herr der Bogenschützen“ ist ein Rebell, ein recht aufmüpfiger Charakter, mit manchmal schnellem Mundwerk, das diverse, persönliche Schwierigkeiten nach sich bringt. Manchmal etwas vorschnell, manchmal naiv erzählt Mac P. Lorne von politischem Kalkül der Monarchen und Thronanwärtern, die aus persönlicher Motivation heraus, nur eines bringen – Tod und Verderben für die Soldaten, für ganze Landstriche, Dörfer und Städten mit einfachen Bauern und Handwerkern. Der Roman ist durchgehend spannend und packend geschildert. Der klassische Leidens- und Lebensweg des Protagonisten überrascht an dieser Stelle nicht, es gehört zur allzu bekannten Schablone eines historischen Romans. Trotz der Spannung gibt es allerdings auch ein paar Kritikpunkte. Der Autor lässt den Leser immer wieder wissen, dass der Protagonist: es nicht ahnen konnte, dass es ganz anders kommen wird usw. Total überflüssig in Szene gesetzt. Großartig aber leider viel zu wenig erzählerischen Raum lässt der Autor Mac P. Lorne der historischen Gestalt Jeanne D´Arc. Als tragische Figur gezeichnet, entzaubert der Autor diese Nationalheldin, als Kriegstreiberin, schizophrene, verrückt anmutende Möchtegernbefreierin, die wie wir wissen, auf dem Scheiterhaufen endete. Als entzaubernde, politische Marionette, die sie dann letztlich war. Besonders dieser Part wurde hervorragend erzählt und ganz stark interpretiert.Die Atmosphäre war so packend, dass ich mich noch immer frage, warum der Autor die Geschichte der Jungfrau von Orléans nicht vollumfänglich erzählt hat. Sehr schade. Fazit„Der Herr der Bogenschützen“ von Mac P. Lorne ist ein starker, pfeilschneller Roman mit einer durchschlagenden erzählerischen Wucht. Diese hätte etwas größer ausfallen können, aber nun gut. Perfekte Unterhaltung – geschichtlich sauber recherchiert. Der Autor weiß wovon er schreibt – lesen Sie den Roman – sie werden nicht enttäuscht sein. Michael Sterzik

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  • John Holland - eine faszinierende Figur

    Der Herr der Bogenschützen
    wampy

    wampy

    28. August 2017 um 09:00

    Buchmeinung zu Mac P. Lorne – Der Herr der Bogenschützen„Der Herr der Bogenschützen“ ist ein historischer Roman von Mac P. Lorne, der 2017 bei Knaur TB erschienen ist.Zum Autor:Mac P. Lorne ist Jahrgang 1957.Aufgewachsen in der ehemaligen DDR studierte er aus politischen Gründen statt Geschichte und Literatur Veterinärmedizin.Im Frühjahr 1988 gelang ihm die Flucht in die Bundesrepublik.Gemeinsam mit seiner Familie baute er einen Reit-und Zuchtbetrieb in Bayern auf, aus dem sich auch Olympiareiter ihren Nachwuchs sicherten.Heute lebt er zu Füßen einer mittelalterlichen Burg in einem der größten Waldgebiete Europas.Er ist Co-Autor mehrerer Fach- und Sachbücher aus den Gebieten Veterinärmedizin und Pferdezucht.Englische Geschichte ist die große Leidenschaft des Autors und seine Romanreihe rund um Robin Hood begeistert zahlreiche Leserinnen und Leser. Klappentext:Vom enteigneten Sohn eines Verschwörers zum Kommandanten der englischen Langbogenschützen: John Holland, der spätere Duke of Exeter, ist eine schillernde Figur im 100-jährigen Krieg zwischen England und Frankreich. Mac P. Lorne lässt uns seine Ausbildung bei den walisischen Bogenschützen ebenso hautnah miterleben wie seine Kriegsgefangenschaft und sein mehrfaches Aufeinandertreffen mit einer verblendeten und fanatischen jungen Frau, die einmal als Jeanne d'Arc in die Geschichte eingehen soll und der es gelingt, einen fast beendeten Krieg wieder aufflammen zu lassen – und deren Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen er am Ende nicht verhindern kann, obwohl er ahnt, dass so eine Märtyrerin geschaffen wird … Meine Meinung:John Holland, die Hauptfigur des Buches ist ein starker Sympathieträger, den der Leser von früher Kindheit an begleitet. Von Beginn an erleidet er großes Unrecht und kämpft entschlossen gegen seine Widersacher. Manchmal kam er mir wie ein Heiliger vor, weil er kaum eine Schwäche zeigt, Rückschläge unverzagt in Kauf nimmt und zudem der nette junge Mann bleibt. Auch ungewollt geniest er eine gute Allgemeinbildung, die nicht nur militärische Dinge umfasst. Vor allem lernt er auch planvolles Vorgehen und das es sinnvoll ist, sich das Wissen anderer Leute zu Nutzen zu machen und im Idealfall zu übernehmen. Aber trotz aller historischen Elemente ist es auch ein Abenteuerroman.Es ist faszinierend John auf seinem Weg zu begleiten, sei es im Kampf auf dem Schlachtfeld, im Verlies oder auf glattem diplomatischen Boden. Ein zweiter Erzählstrang spielt in der französischen Provinz und dreht sich um die Familie Darc. Sehr eindringlich wird die Entwicklung der späteren Jungfrau von Orleans geschildert, deren Schicksal tief berührt. In beiden Erzählsträngen folgt der Autor historischen Begebenheiten und verzichtet weitgehend auf fiktive Figuren. Hier wird die umfangreiche Recherchearbeit des Autors deutlich. Seine Figuren wirken lebendig und aus dem Leben gegriffen. Auch der militärische Aufstieg John Hollands ist belegt. Besonders eindrucksvoll ist der Spannungsbogen. Immer wieder steigt die Spannung, um dann für kurze Zeit zurückgenommen zu werden. Dabei sind es nicht nur Kampfszenen, die ein Ansteigen der Spannung bewirken sondern oft auch Szenen, in denen John Neuland betritt, sei es sein Zusammentreffen mit König Henry oder seine ersten Schritte auf diplomatischer Ebene. Das Buch wird adäquat abgerundet durch ein Glossar, eine Zeittafel und ein umfangreiches Nachwort des Autors, in dem er auch erklärt, was in diesem Buch Fiktion und was der Realität entspricht.Fazit:Ein überaus fesselnder Roman, der mich von Anfang an gefangen genommen hat. Er besticht sowohl durch Nähe zur historischen Realität als auch durch eine spannende Handlung. Der Leser wird von der überaus sympathischen Hauptfigur John Holland gefesselt, die nicht nur auf sondern auch neben dem Schlachtfeld überzeugt. Im Gegensatz dazu steht das traurige Schicksal der Jungfrau von Orleans, das mir so nicht bewusst war. So habe ich neben einer spannenden Handlung auch noch etwas lernen können. Gerne vergebe ich fünf Sterne (95 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

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  • Der Herr der Bogenschützen

    Der Herr der Bogenschützen
    Mine_B

    Mine_B

    26. August 2017 um 18:44

    Auf „Der Herr der Bogenschützen“  - das neuste Werk des Autors Mac P. Lorne – war ich schon sehr gespannt. Sein Buch „Der Pirat“, welches Francis Drake thematisiert, fand ich sehr gelungen, daher waren meine Erwartungen an sein Werk über John Holland und Jeanne D’Arc recht hoch.   Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext): England im 15. Jahrhundert. Nach der Entmachtung seiner Familie und dem Mord an seinem Vater und seinem Bruder setzt der junge John Holland alles daran, es wieder zu Ehre und Ansehen zu bringen und seinen Namen von der Schande reinzuwaschen. Er wird ein meisterhafter Bogenschütze und steigt im Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich zum Heerführer auf. Vor Orléans, der letzten von den Franzosen gehaltenen Bastion, trifft John auf eine verblendete Jungfrau namens Jeanne d’Arc, die die Truppen des französischen Thronfolgers anführt. Er versucht, sie daran zu hindern, den sinnlosen Krieg fortzuführen, der nur weiteres Leid und Tod bringen würde. Doch Jeanne ist von ihrer göttliche Mission überzeugt…   Der Schreibstil von Mac P. Lorne konnte mich auch in „Der Herr der Bogenschützen“ wieder überzeugen. Dieser ist bildhaft und Lorne schafft es gekonnt, Spannung zu erzeugen. Die Charaktere und somit auch der Leser bekommen nur selten eine Verschnaufspause. Viele actionreiche Szenen werden erzählt. Jedoch laufen diese keineswegs nach demselben Schema ab. Diese sind originell und spannend erzählt, man ist als Leser mitten im Geschehen und fiebert mit den Charakteren mit. Dieser historische Roman thematisiert den Hundertjährigen Krieg, wobei hauptsächlich aus der Perspektive der Engländer erzählt wird. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass mehrere Kriegsszenen beschrieben werden. Das Hauptthema des Buches ist ein Krieg mit vielen blutigen Schlachten, welche bildreich erzählt werden, ohne dabei jedoch zu sehr ins Detail zu gehen. Dennoch kann man sich alles sehr gut vorstellen, kann die Brutalität eines Krieges quasi riechen. Die Darstellung des Krieges ist interessant, auch vor den Abscheulichkeiten wird nicht zurückgeschreckt, sodass eine lehrreiche Darstellung entsteht. Man erfährt einiges über die damalige Zeit, wie die jeweiligen Parteien zueinander standen und wie sie manchmal auch versucht haben, sich zu einigen. Durch viele eingestreute Details lernt man etwas über den Hundertjährigen Krieg, wie die Zustände damals waren und warum dieser überhaupt in Frankreich geführt wurde. Man merkt dem Werk auf jeder Seite die umfangreiche Recherche an, de Mac P. Lorne im Vorfeld geführt hat. Gekonnt lässt er historische Fakten und Gegebenheiten in seine Erzählung mit einfließen. „Der Herr der Bogenschützen“ wird aus zwei Perspektiven erzählt. Den Hauptpart nimmt hier der Englänger John Holland ein. Er ist ein starker Protagonist, der in seiner Kindheit ein tragisches Schicksal erleiden musste. Der Tod des Vaters und auch der Verlust seiner Mutter, seine Kindheit weitab seines bisherigen Lebens haben ihn gekennzeichnet. Schnell muss er lernen, mit Verlusten umzugehen, er muss seinen eigenen Weg gehen. Dabei wächst er zu einem sympathischen, schlauen und bedachten jungen Mann heran. Auch scheint ihm vieles zu gelingen, oftmals ist er zur rechten Zeit einfach nur am richtigen Ort. Trotz seiner sympathischen Ansichten und seinem freundlichen Wesen konnte ich keine wirkliche Bindung zu ihm aufbauen. Leider kann ich nicht richtig erklären, woran dies eigentlich gelegen hat. Ab und zu wird die Geschichte von Jehanne erzählt. Man erfährt, wie sie aufgewachsen ist und bekommt einen Einblick in ihr mögliches Leben. Auch wie sich die junge Jehanne zur Jungfrau Jehanne entwickelt und später als Jungfrau von Orleans oder Jeanne D’Arc in die Geschichte eingehen soll. Ihre zwiegespaltene Darstellung hat mir persönlich gut gefallen. Auch die Gestaltung des historischen Romans empfand ich als sehr ansprechend. Ein hilfreiches Personenregister wurde beigefügt. Auch ein umfangreiches Glossar und eine detailreiche Zeittafel, sowie eine Karte sind im Buch beigefügt wurden. Diese Hilfsmittel habe ich gerne während des Lesens zu Rate genommen. Gelungen fand ich auch das Nachwort. In diesem geht der Autor nochmal auf seine Freiheiten und Interpretationsfreiräume im Buch ein, welche er sich während des Erzählens genommen hat. Dennoch wird auch berichtet, dass Lorne so nah wie möglich an den vorhandenen Quellen bleibt. Negativ sind mir die permanenten Andeutungen auf das spätere Geschehen aufgefallen. Diese werden fast an jedem Kapitelende, manchmal auch am Abschnittsende angefügt. Dies war mir persönlich einfach zu viel. Hier wäre weniger mehr gewesen. Etwas schade fand ich es auch, dass viele Nebencharaktere ziemlich flach bleiben. Der Fokus liegt eindeutig auf John Holland und sein Schaffen während des Krieges. Zu gerne hätte ich mehr über die Charaktere aus seinem näheren Umfeld erfahren.   Insgesamt konnte mich der Autor Mac P. Lorne auch mit seinem historischen Werk „Der Herr der Bogenschützen“ überzeugen. Ein interessanter Einblick in eine Epoche des Hundertjährigen Krieges und Jeanne D’Arc wird gewährt. Dafür möchte ich 4 Sterne vergeben.

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  • spannend und sehr unterhaltsam

    Der Herr der Bogenschützen
    gagamaus

    gagamaus

    21. August 2017 um 10:51

    Der Titel „Der Herr der Bogenschützen“ lässt kurzzeitig natürlich an Robin Hood denken, dessen Leben der Autor Mac P. Lorne aber bereits ausführlich in anderen Romanen geschildert hat. Hier nun handelt es sich um John Holland und die Zeit um 1400. Holland verliert Vater und Bruder schon als junger Mann und nachdem er durch seine herausragende Bogenschießkunst auffällt, steht er alsbald an der Seite von Englands neuem König. Die Engländer und die Franzosen kämpfen auf europäischem Boden seit langem um die Vorherrschaft. Der englische König Harry – an seiner Seite auch der erste und beste Bogenschütze Holland – gewinnt eine um die andere Schlacht. Erst das Erscheinen von Jehanne Darc legt ihm Steine in den Weg. Eben dieses Szenario hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es wird aus der Sicht von Holland aber auch der französischen Nationalheldin erzählt. Dank der guten Recherchearbeit des Autors erfährt man einiges über die geschichtlichen Fakten. Über die Abläufe und Zusammenhänge, die diese dramatische Geschichte interessant unterfüttern.  Ich mag Lornes kraftvollen Erzählstil, der mich an Geschichten von Ulf Schiewe erinnert. Man merkt, dass der Autor an seinem Helden hängt. Er zeichnet ihn als starken und klugen Mann, der so manche Gefahr übersteht und als Kerl aber auch als Freund ein Prachtexemplar ist. Das mag manchmal etwas klischeehaft rüberkommen, macht aber großen Spaß zu lesen. Hier werden Männer und Frauen gleichermaßen ihr Vergnügen haben. Ein historischer Roman, der durch einen spannenden Plot besticht und dabei viel Wert auf historische Genauigkeit legt. Von mir eine dicke Leseempfehlung.

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  • Der Hunderjährige Krieg aus Sicht der Engländer

    Der Herr der Bogenschützen
    Sturmherz

    Sturmherz

    21. August 2017 um 10:36

    Wer "Der Pirat" von Mac P . Lorne kennt, wird "Der Herr der Bogenschützen" genau so gut finden.Erzählt wird die Geschichte von John Holland, der nach dem brutalen Mord an seinem Vater und dem selbstmord seines älteren Bruders der nächste Earl of Huntigdon werden soll. Stattdessen aber wird er von seiner Familie Gewaltsam entfernt und soll weit entfernt bei ihm fremden Menschen leben und harte, körperliche Arbeit erlernen, statt die Ausbildung zu einem Ritter zu vollziehen. John nimmt sein unfaires und hartes Schicksal an, schwört aber Rache an den Mördern seines Vaters und Bruders. Während John also vom Kind zum jungen Mann heranwächst, kämpft England in Frankreich um die Krone und das Recht auf den Thron. Der Hunderjährige Krieg ist in vollen Zügen. Johns Schicksal ist eng mit dem Krieg verbunden, er wird der bekannteste Bogenschütze seiner Zeit und wird zudem Anführer der gefürchteten aber auch geachteten Langbogenschützen der englischen Armee. Langsam aber sicher holt er sich alles was im vom englischen König weggenommen wird, wieder zurück. Seine Ehre, seine Ländereien, seinen Titel und nicht zuletzt die Anerkennung und die Ehre die er sich redlich verdient hat.Ich liebe dieses Buch! Ich liebe die Schreibweise und ich bin begeistert von der Kreativitiät des Autores. Das Buch ist ein kleiner Schatz, weil uns die Geschichte des Hundertjährigen Krieges und auch die Thematik der Jeanne d'Arc einmal aus der Sicht der Engländer erzählt. Lesen und dann gleich nach Frankreich reisen um die Schausplätze zu besuchen.

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  • Der Schwur des Bruders

    Der Herr der Bogenschützen
    Eliza08

    Eliza08

    20. August 2017 um 11:37

    Ich habe den Piraten geliebt und so war für mich klar, dass ich das neuste Werk von Mac P. Lorne natürlich auch lesen muss. John Holland, der Herr der Bogenschützen, Protagonist dieses großartigen Romans hat mich auch nicht enttäuscht. Das Cover passt sehr gut zum Piraten, so ist hier ein kleiner Wiedererkennungseffekt gegeben. Der Klappentext macht meiner Meinung nach neugierig und stellt die wichtigsten Personen in den Mittelpunkt. Es ist vielleicht unglücklich, dass das Ende des Romans schon verraten wird, den geschichtsinteressierten Leser wird aber natürlich nichts Neues verraten. John Holland als Protagonist ist jemand mit dem man sich als Leser identifizieren kann, er ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die ein tragisches Schicksal in sehr jungen Tagen erleiden muss. Dies prägt sein Leben, ebenso der Schwur, den er seinem sterbenden Bruder gibt. Dieser Schwur wird es sein, der ihn ein Leben lang begleitet. Ob er ihn halten kann, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, da ich nicht zu viel vom Inhalt Preis geben möchte. Jehanne Darc, oder wie wir sie heute kennen, Jeanne d’Arc, spielt die zweite große Hauptrolle in diesem Roman. Es wird der Weg einer jungen Frau gezeichnet deren Leben tragisch endet und sie so zur Märtyrerin und Heiligen wird. Der Roman wird chronologisch, ohne Rückblenden erzählt. Teilweise bedient der Autor sich der Zeitraffung, um die spannenden und wichtigen Momente nicht im Belanglosen untergehen zu lassen. Einzig mehr von Johns privater Seite hätte ich gerne noch gelesen. Mich hätte interessiert, wie er als Ehemann und Vater war, da erfahren wir leider sehr wenig, doch dies ist auch der einzige Kritikpunkt den ich bei diesem Roman habe.  Im Roman jagt ein Spannungsbogen den Nächsten, die Kampfszenen sind wie auch schon beim Piraten sehr detailgenau und intensiv beschrieben, man hat das Gefühl, dass man mit auf dem Schlachtfeld steht, wenn Engländer und Franzosen aufeinander treffen. Aber auch die Machtspiele und Intrigen, sowie das politische Geplänkel zeigen zum einen, dass der Autor hervorragend recherchiert hat und zum anderen, dass der Autor erzählen kann, denn der Roman hat keinen Durchhänger und man möchte einfach immer weiter lesen. Besonders beeindruckend ist, dass man als Leser zu keiner Zeit das Gefühl hat den Überblick zu verlieren und die Belange der einzelnen Häuser durcheinander wirft. Der Roman wird abgerundet durch ein Personenregister, eine Karte, ein historisches Nachwort, eine Zeittafel, ein Glossar und eine Bibliographie: Leser-Herz was willst Du mehr? Diesen Roman kann ich allen Lesern historischer Romane nur ans Herz legen, denn hier wird englische und französische Geschichte lebendig, ein Stück europäischer Geschichte. Der Roman spricht meiner Meinung gleichermaßen Männer und Frauen an, auch wenn Frauen (bis auf Jehanne Darc) keine große Rolle in diesem Roman spielen. Ich bedanke mich bei Mac P. Lorne für die wundervollen und sehr unterhaltsamen Lesestunden und die Begleitung der Leserunde auf Büchereule.de, sowie beim Droemer / Knaur Verlag für die Bereitstellung der Rezensions- und Leseexemplars.

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  • Der Aufstieg John Hollands zum Herrn der Bogenschützen spannend erzählt

    Der Herr der Bogenschützen
    Moni2506

    Moni2506

    03. August 2017 um 07:26

    In „Der Herr der Bogenschützen“ erzählt uns Mac P. Lorne die Geschichte von John Holland, der sich während des 100jährigen Krieges zwischen England und Frankreich seine Titel zurückerobern möchte. Erschienen ist der Roman im August 2017 im Knaur-Verlag. Die ebook-Ausgabe konnte man bereits vorab erwerben. England, 1400: Schon früh muss der junge John Holland lernen, dass das Leben nicht immer gerecht zugeht. Seinen Vater verliert er schon in jungen Jahren. Als Anhänger Richard II. werden diesem außerdem noch alle Titel genommen und so ist es John Hollands vorrangiges Lebensziel sich an seinen Peinigern zu rächen und alle Titel seines Vaters zurückzugewinnen. Unter dem Sohn Henry Bolingbrokes bekommt er die Chance dazu. In der Schlacht von Azincourt rettet er König Harry das Leben und steigt so zum Herren der Bogenschützen auf. Die Engländer sind vom Erfolg verwöhnt und wähnen sich bereits am Ziel ihrer Träume. Doch dann taucht die Jungfrau Jehanne Darc auf und das Blatt scheint sich zu wenden.Wieder ein toller historischer Roman aus der Feder von Mac P. Lorne. Dass ich länger zum Lesen gebraucht habe, lag mit Sicherheit nicht am Roman, sondern daran, dass zur selben Zeit so viele andere tolle Romane erschienen sind. Der Schreibstil lässt sich hervorragend lesen und sorgt für ein lebendiges Kopfkino. Nach dem ersten Kapitel war mir erstmal ein bisschen schlecht, da hier die Folterung Richards II. eindrucksvoll beschrieben wird. Aber keine Sorge, solche Szenen kommen nicht allzu häufig vor und sind dadurch gut erträglich. Auch meine längere Unterbrechung hat dem Lesespaß keinen Abbruch getan. Ich war sehr schnell wieder in der Geschichte drin. Mit dem Schicksal John Hollands habe ich mich verbunden gefühlt und so habe ich seine Geschichte mit Spannung verfolgt. An seiner Seite erleben wir einen wichtigen Abschnitt in der englischen und französischen Geschichte. Mac P. Lorne hat hervorragend recherchiert und so gibt es am Ende des Buches auch ein ausführliches Nachwort sowie eine Bibliografie. Mir persönlich ist gerade bei historischen Romanen ein Nachwort sehr wichtig, da es mir dabei hilft das Gelesene besser einordnen und gegebenenfalls auch ein wenig selber recherchieren zu können. Sehr gefallen hat mir auch, dass sich möglichst genau an die historischen Fakten gehalten wurde. So wurde ein authentisches Bild der damaligen Ereignisse geschaffen. Gerade auch die Sichtweise auf die Geschehnisse rund um Jehanne Darc fand ich sehr interessant, da wir hier beide Seiten kennengelernt haben, sowohl die englische als auch die französische. Zum insgesamt positiven Bild dieses Buches gesellen sich noch ein Personenverzeichnis sowie ein Glossar und eine Zeittafel, die einen guten Überblick über den gesamten 100jährigen Krieg gibt. Ein paar Kleinigkeiten haben mich allerdings auch gestört. Diese sind ähnlich gelagert wie auch schon bei „Der Pirat“. Der Autor greift manchmal mit kleinen Sätzen der Geschichte vorweg. Das sind dann so Sätze wie „John ahnte nicht wie sehr er sich irren sollte“. Diese haben mir manches Mal ein bisschen die Lesefreude getrübt und ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, wozu diese gut sein sollen und auch die Sexszenen waren für meinen Geschmack etwas zu billig. Das Wort „Zauberstab“ möchte ich in einem historischen Roman nicht wirklich lesen. Darüber hinaus verfällt der Autor manchmal in einen eher geschichtsbuchmäßigen Schreibstil. Da werden dann über mehrere Seiten nur zähe Verhandlungen geschildert, was ich eher als ermüdend empfand. Fazit: Ein gut recherchierter historischer Roman mit kleinen Schwächen, der ein authentisches Bild rund um die Schlacht von Azincourt und Jehanne Darc zeichnet. Wer sich hierfür interessiert, wird mit diesem Roman bestens unterhalten.

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  • eBook Kommentar zu Der Herr der Bogenschützen von Mac P. Lorne

    Der Herr der Bogenschützen
    VIOLA BARTELS

    VIOLA BARTELS

    13. June 2017 um 12:15 via eBook 'Der Herr der Bogenschützen'

    Ein sehr spannenderes Buch, flüssig zu lesen, gut recherchiert, toller sprachlicher Stil. Protagonisten sehr beschrieben, obwohl mir die Person des John Holland unnahbar geblieben ist. Ich mag es sehr wenn man dem Hauptprotagonisten näher kommt.

  • Der Herr der Bogenschützen

    Der Herr der Bogenschützen
    MissSweety86

    MissSweety86

    19. May 2017 um 22:21

    InhaltEngland 1400. König Henry ist an Macht. John Holland ist mit seinem ältesten Sohn Richard auf dem Weg zu seinem Bruder Richard II um bei ihm Zuflucht zu finden. Doch sie werden in einen Hinterhalt gelockt und John Holland verliert dabei sein Leben. Richard ist traumatisiert und wird von Sir Thomas Fitzalan zusammen mit seinen Brüdern der Mutter entrissen und weit weg gebracht. Nach einigen Jahren ist John der mittlere Sohn von John Holland der einzige Überlebende und begibt sich auf die Suche nach Fitzalan der Mörder seines Vaters und Brüder.John gelingt es durch Zufall in den Kreis der Waliser zukommen und begibt sich zusammen mit ihnen nach Frankreich um König Harry bei dem Krieg gegen die Franzosen zu unterstützen.Was John nicht weiß ist das er durch seinen Einsatz vom König zum Ritter ernannt wird und somit seinen Stand als Edelmann und sein Anrecht wieder erlangt.Er hat eigentlich alles erreicht was er seinem Bruder am Sterbebett versprochen hat und hängt nun mitten im Krieg zwischen England und Frankreich. Er wünscht sich nichts sehnlicher als zu hause in England zu sein und eine Frau zu finden.1412 wird ein Kind geboren. Jehanne Darc. Das Mädchen wird von ihren Eltern wohlbehütet. Ihre Mutter geht ständig mit ihr in die Kirche und die Kleine lebt sehr fromm. Zum Leidwesen ihres Vaters er würde sie lieber gut verheiratet sehen und nicht als Nonne in einem Kloster.1429 will Jehanne zum König von Frankreich gebracht werden denn die heiligen Sprechen zu ihr. Sie ist die Auserwählte die Frankreich den Sieg bringen wird.MeinungErst einmal möchte ich dem Droemer Knaur Verlag Danke sagen das ich das Buch lesen durfte.Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich war von Anfang an von John Holland gefesselt. Auch die Recherche des Autors war super. Es handelt sich um einen Historischen Roman wo man sich fragen muss wie weit es an der Realität dran ist. FazitEin absoluter spannender historischer Roman. Wer historische Romane liebt wird dieses Buch ebenfalls lieben."Der Herr der Bogenschützen" von Marc P. Lorne erscheint am 1. August 2017 im Droemer Knaur Verlag. Hat 704 Seiten und kostet als Taschenbuch 12,99€ und als ebook 9,99€.

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  • spannenden, detailreich und glaubhaft

    Der Herr der Bogenschützen
    nirak03

    nirak03

    02. May 2017 um 19:59

    Es ist das Jahr 1400, als John Holland schmerzlich lernen muss, wie grausam der Krieg ist. Er ist noch ein Kind, als sein Vater als Verräter hingerichtet wird und seine Mutter in die Fremde verheiratet und ihr Besitz enteigneten wird. Er selbst hatte das Glück bei einer Pflegefamilie aufwachsen zu dürfen, die ihm ein einigermaßen sicheres Leben bieten konnte. Als junger Mann hat er dann nur ein Ziel, den Ruf seiner Familie wieder herstellen und die Ländereien und Titel zurückerhalten, denn schon sein Vater und Großvater waren Earl of Huntingdon. Er erlernt das Kämpfen. Da er aber nicht als Ritter an den Hof des Königs darf, entschließt er sich dazu, sich als Bogenschütze ausbilden zu lassen. Er wird einer der besten Bogenschützen Englands. Er vereint ein ganzes Heer hinter sich und stellt es dem König zur Verfügung. So gelingt ihm, was keiner zu hoffen wagte. Er steigt in der Gunst der Mächtigen und Reichen und wird zum Duke of Exeter. „Der Herr der Bogenschützen“ beginnt zunächst mit der Kindheit von John. Erzählt, wie die Familie enteignet wurde und wie seine Kindheit und Jugend verlief. Dann folgen seine Jahre in der Ausbildung und schließlich seine Zeit im Krieg und in Gefangenschaft. Die ersten Seiten zu lesen fiel mir relativ schwer. Es hat ein wenig gebraucht, bis ich mit John Holland warm geworden bin. Nach seiner Kindheit kamen dann zunächst einige Schlachtenszenen dazu. Beim Lesen fand ich sie schon fast ein bisschen viel, aber je weiter ich las, umso faszinierter wurde ich von dem Bogenschützen. Da es sich hier ja nun mal um eine Geschichte aus dem 100-jährigen Krieg handelt, ist klar, müssen auch die Schlachten beschrieben werden. Leider gibt es da von einigen zu berichten. Der Autor kann sie zudem auch noch detailgetreu beschreiben und dabei Bilder im Kopf entstehen lassen. Einige Male wurde John gefangen genommen, und genau mit diesen Szenen begann es, dass ich das Buch beziehungsweise den Ebook-Reader nicht mehr weglegen konnte. Ich wollte einfach nur noch wissen, wie es weitergeht. Kommt John aus jener brenzligen Situation heraus? Nur um festzustellen, er stolpert gleich in die Nächste hinein. John wurde immer mehr zum Helden und gleichzeitig hat Mac P. Lorne hier historische Ereignisse brillant geschildert. Der zweite Handlungsstrang gehört dann einer Frau, die wohl jeder kennt. Jeanne d'Arc! Der Autor schildert ihr Leben und ihr Handeln. Das Bild, das er entstehen lässt ,ist aber ein so ganz anderes, als man es eigentlich kennt. Hier ist sie nicht unbedingt die Heldin, sondern mehr eine junge Frau, die in ihrem Glauben an Gott und den König aufgeht. So wie hier die Ereignisse rund um Jeanne d'Arc geschildert werden, könnte es durchaus gewesen sein. Ihre Beziehung zum französischen König und zum Volk wird glaubhaft geschildert. Am Ende bleibt nur Mitleid mit einer armen Frau, die irgendwie in die Fänge der mächtigen und reichen dieser Epoche geraten ist. Die historischen Ereignisse fügen sich scheinbar mühelos mit der fiktiven Geschichte des Autors zusammen und lassen ein glaubhaftes Bild dieser Jahre entstehen. Mir hat der „Herr der Bogenschützen“ sehr gut gefallen. Spannend, detailreich und vor allem glaubhaft wird hier geschildert, was sich in jenen Tagen des 100. jährigen Krieges zugetragen haben könnte. Gerne mehr von solchen Geschichten!

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    • 2
  • Die Geschichte John Hollands

    Der Herr der Bogenschützen
    anke3006

    anke3006

    30. April 2017 um 10:45

    Vom enteigneten Sohn eines Verschwörers zum Kommandanten der englischen Langbogenschützen: John Holland, der spätere Duke of Exeter, ist eine schillernde Figur im 100-jährigen Krieg zwischen England und Frankreich. Mac P. Lorne lässt uns seine Ausbildung bei den walisischen Bogenschützen ebenso hautnah miterleben wie seine Kriegsgefangenschaft und sein mehrfaches Aufeinandertreffen mit einer verblendeten und fanatischen jungen Frau, die einmal als Jeanne d'Arc in die Geschichte eingehen soll und der es gelingt, einen fast beendeten Krieg wieder aufflammen zu lassen – und deren Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen er am Ende nicht verhindern kann, obwohl er ahnt, dass so eine Märtyrerin geschaffen wird. Dies ist mein erster Roman von Mac P. Lorne. Ich bin begeistert von seinem Erzählstil. Man ist von Anfang an in der Geschichte und erlebt den Werdegang des späteren Duke of Exeter. Die historische Geschichte ist sehr lebendig erzählt. Man erfährt sehr viel über die Zeit und die Hintergründe. Gerade die Figur Jeanne d'Arc ist sehr gut beschrieben, auch die Beweggründe. Das hat mir gut gefallen. Ein Roman, der mich von Anfang an gefesselt hat.

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  • Der Herr der Bogenschützen

    Der Herr der Bogenschützen
    kleeblatt2012

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    23. April 2017 um 16:59

    John Holland, der spätere Duke of Exeter, muss sich seinen Titel jedoch bitterlich zurückerobern. Denn Thomas Fitzalan trennt ihn als 5jährigen von seiner Familie und John muss bei einer Pflegefamilie aufwachsen. John schwingt sich zum "Herrn der Bogenschützen" auf und macht sich als Kommandant der englischen Langbogenschützen im 100jährigen Krieg einen großen Namen. Doch John merkt, dass er sich nichts sehnlicher wünscht, als den Krieg endlich zu beenden. Zur gleichen Zeit macht sich Jeanne d'Arc auf, Frankreichs Armee zum Sieg zu führen. Ihr fanatisches Verhalten und ihr Sinn, alle für sich einzunehmen, führen dazu, dass sich die englische und französische Armee gegenüberstehen und ein erbitterter Kampf entbrennt.John weiß, dass mit Jeanne alles steigt und fällt... und so greift er in das Schicksal ein.Nach "Der Pirat" war ich begeistert von der lebendigen Schreibweise des Autors. Mich mit Francis Drake auf Raubzüge und Weltreise zu begeben, war ein wahrliches (Lese)Vergnügen. Die Vorankündigung eines neues Romans aus der Feder von Mac P. Lorne hat mich dann sehnsüchtig auf diesen warten lassen.Diesmal begeben wir uns in die Zeit des 100jährigen Krieges. Wir lernen John Holland im Alter von 5 Jahren kennen, als sein Vater als Verschwörer entlarvt und seine Mutter mit einem anderen Mann verheiratet wird. John selbst kommt in eine Pflegefamilie, die ihm jedoch viel Liebe entgegenbringt und ihn in seinem Bestreben Bogenschütze zu werden, unterstützt. John hat dafür sehr viel Talent und schwingt sich dadurch bis zum Herrn der Bogenschützen auf, in dem er unter König Henry V. als Kommandant der Langbogenschützen seine Pflicht antritt. Der Autor hat einen sehr lebhaften Schreibstil und so fühlt man sich fast, als wäre man mitten in der Geschichte und würde neben John Holland stehen und alles hautnah mitbekommen. Dabei hat der Autor eine sehr interessante Weise gewählt, um seine Geschichte zu erzählen. Da es sich bei John Holland um eine historisch bekannte Persönlichkeit handelt, hat der Autor Szenen gewählt, in denen wir John persönlich näher kennenlernen. Zwischendurch gibt es immer wieder Absätze, die sich jedoch nur der Erzählung der historisch belegten geschichtlichen Fakten widmen. Wichtige historische Begebenheiten werden jedoch so anschaulich und interessant erzählt, dass nichts trocken wirkt und auch keinerlei Langeweile aufkommt. So wird die Geschichte lebendig und man lernt nebenbei auch noch viele Dinge, die man vorher so nicht wusste. Gerade wenn es um John Holland geht, der zwar oft in historischen Überlieferungen erwähnt wird, aber trotzdem irgendwie in der Geschichte untergeht. Diese Persönlichkeit faszinierte den Autor so sehr, dass er ihm einen Roman widmen wollte. Und so spann er eine Lebensgeschichte, die sich so tatsächlich ereignet haben könnte. Wichtige Momente, wie Johns Taten und Verdienste im Krieg oder das Treffen auf eine weitere historische Prominente namens Jeanne d'Art sind belegt, doch viele Lücken mussten geschlossen werden. Der Autor hat dies mit einer sehr lebhaften Fantasie getan und doch könnte es sich wirklich so zugetragen haben.Nachdem ich das Buch "Johanna von Orleans" von Pamela Marcantel gelesen habe, bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass Jeanne d'Arc eine arme, verwirrte junge Frau war, die aufgrund einer damals nicht bekannten Krankheit (wahrscheinlich Wahnvorstellungen oder Schizophrenie) eine sehr berühmte Rolle einnahm, um so den Franzosen zum Sieg und vor allem dem nicht legitimen Charles zur Königswürde zu verhelfen. Ich hatte Mitleid mit ihr. Doch die Darstellung der Jeanne d'Arc von Mac P. Lorne ließ mich meine Meinung etwas ändern. Die Jungfrau von Orleans wirkt hart und verhärmt. Ihre Krankheit lässt sie zu Mitteln greifen, die sie zwar als Gottgegeben abtut, jedoch in der heutigen Zeit sektenhaft wirken. Ihre Art zu reden und andere für sich einzunehmen, haben vieles bewirken können.Jeanne d'Arc nimmt jedoch nicht die Hauptrolle des Buches ein. In am Anfang seltenen Szenen wird ihre Kindheit geschildert, bis sie am Ende des Buches eine größere Rolle einnimmt. Besonders im Gedächtnis wird mir wohl die Szene bleiben, als Jeanne auf John trifft und sie ein längeres Gespräch führen. Ich muss aber zugeben, dass ich auch zu John Holland keine wirkliche Beziehung aufbauen konnte. Er blieb mir teilweise etwas zu distanziert und kühl. Erst am Ende bekommt man etwas Emotion von ihm zu spüren.Und doch geht von allem eine gewisse Faszination aus. Der 100jährige Krieg war sinnlos und brutal. Es mussten zu viele Menschen sterben, die sich eigentlich ein ruhiges Leben verdient hatten. Doch so ist es mit jedem Krieg, der auf dieser Welt herrschte oder immer noch herrscht. Machtansprüche werden geregelt, an die Verträge wird sich nicht gehalten und so kommt es zu einer Schlacht, die tausende Opfer fordert. Der Autor schildert den Wahnsinn der damaligen Zeit in einer Art und Weise, die es einem fast unmöglich macht, das Buch wegzulegen und doch gibt es Szenen, da nimmt man sich freiwillig eine Auszeit von der Geschichte. Denn manche - ebenfalls historisch belegten - Persönlichkeiten legten eine Brutalität an den Tag, dass es einem sehr schlecht wird. Letztendlich ist die Geschichte die lebendige Darstellung eines John Holland, dem alles genommen wird und der sich nach und nach das zurückholt, was ihm zusteht. Ungerechtigkeiten bleiben nie ungesühnt. Fazit:Ein Ausflug in die Zeit des 100jährigen Krieges mit all seinen Schrecken. 

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