Mackenzi Lee

 4.5 Sterne bei 105 Bewertungen

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Erschienen am 11.03.2019
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Erschienen am 27.06.2017
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Erschienen am 02.10.2018

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Rezension zu "Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans" von Mackenzi Lee

Ein gut recherchierter historischer Roman mit einer witzigen Geschichte
Azaleevor 8 Monaten

Mackenzie Lees Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentelmans ist ein Buch über den jungen Henry Montague. Der ist alles andere als ein Gentleman. Er trinkt, er vergnügt sich mit anderen Männern (eines der Kapitalverbrechen schlechthin im 18. Jahrhundert), ist vom College geflogen - das Schreckensbild aller Eltern.
Um endlich geläutert zu werden, soll Henry sich in Begleitung seines besten Freundes Percy und seiner Schwester Felicity auf eine Reise quer durch das europäische Festland begeben.
Auf dieser Reise passieren einige unvorhergesehene Dinge, die teils etwas abstrus sind. Gerade durch die Ereignisse war das Buch daher nicht immer ganz realitätsgetreu, sondern enthält ein fantastisches Element. Das tut der Geschichte aber keinen Abbruch, sondern ergänzt sie vielmehr.
Die gesellschaftlichen Umstände dagegen waren sehr realistisch dargestellt. Besonders eindrücklich waren die Vorurteile und Probleme, mit denen dunkelhäutige Menschen und Frauen damals konfrontiert waren, geschildert. Durch Percy und Felicity bekamen sie ein Gesicht und waren gut in die Geschichte eingebunden.
Die beiden stehen in extremen Gegensatz zu Henry, der als weißer, privilegiert junger Mann nie mit ernsthaften Problemen konfrontiert wurde und sich daher sehr naiv in der Welt bewegt. Das Aufeinanderprallen dieser beiden Welten sorgt für eine besonders nachvollziehbare und positive Entwicklung Henrys.
Ohnehin waren die Charaktere alle sehr gut ausgearbeitet. Durch die Ich-Perspektive steht natürlich Henry im Fokus und der Leser sieht nur, wie Henry die Welt wahrnimmt. So wie er sich weiterentwickelt, ändert sich auch seine Sichtweise, etwa auf die gesellschaftlichen Umstände. Durch seine Augen sieht der Leser auch Percy und Felicity, allerdings sind durch Henrys Beschreibungen Rückschlüsse auf ihren Charakter möglich, den Henry so nicht sieht.

Der Schreibstil ist in altertümlicher Sprache gehalten, wodurch das Buch umso authentischer wird. Trotzdem lässt sich das Buch sehr leicht lesen, weil der Schreibstil auch sehr amüsant ist.

Insgesamt ist Cavaliersreise ein sehr gelungener Roman, der in einer schönen, gut recherchierten Geschichte die Probleme im 18. Jahrhundert darstellt. Die Figuren sind alle sehr gegensätzlich, sodass sich dadurch Spannungen ergeben, aber auch alles realistischer wird.

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_sarah_s avatar

Rezension zu "Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans" von Mackenzi Lee

Eine damals aktuelle Geschichte!
_sarah_vor 8 Monaten

Henry Montague, sein Freund Percy und seine eher ungebetene Schwester Felicity sind mit ihrem Hofmeister auf Cavaliersreise. Wie sein Vater es vorgesehen hat, damit Monty zur Besinnung kommt und endlich das naive, jugendliche Verhalten ablegt. Er soll letzten Endes lernen, wie sich der englische Adel benimmt und sich ebenfalls so verhalten.
Doch da hat er nicht mit Monty die Rechnung gemacht. Er möchte Action und Leidenschaft auf der Reise und keine Belehrungen und Bälle, auf denen er nur verspottet wird.
Ungewollt bekommen Monty und seine zwei Begleiter diese Action. Durch einen Diebstahl von Monty, von dem er dachte, dass er nicht ganz so gravierend wäre, werden sie von einem französischen Herrn gejagt und das quer durch Europa.
Sie begegnen zunächst „nur“ der Strenge des Hofmeisters, doch als sie von ihm getrennt werden, kämpfen sich Wegelagerer und Piraten und weitere Hindernisse.
Somit wird die zunächst zur Besinnung gedachte Cavaliersreise zu einer mit Action gefüllten Flucht vor einem Fehler von Monty.

Ich fange mal mit dem äußeren an.
Das Cover ist für mich nicht sehr ansprechend gewesen, wahrscheinlich hätte ich es unter anderen Umständen stehen gelassen. Viel schöner finde ich den Einband, wenn man den Schutzumschlag ablegt. Dieser regt mich schon viel eher an, das Buch zu lesen.
Schreibstil war der damaligen Zeit angepasst, was bedeutet, dass die Charaktere einmal so gesprochen haben wie damals geredet wurde. Allgemein war das Buch so geschrieben, als wäre man tatsächlich im 18. Jahrhundert.
Die Thematik selbst kommt sehr schleppend. Es fühlt sich zu Beginn sehr komisch an, es zu lesen. Ob es an Montys Charakter lag, kann ich nicht beantworten. Aber auch dieser hat mir manchmal meine Nerven geraubt und zunächst konnte ich kein bisschen sein Verhalten nachvollziehen. Später konnte ich etwas besser verstehen, wieso er so eine Haltung hat und die Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind, klären, meiner Meinung nach, auch einiges auf. Dennoch fand ich Felicitys Charakter viel interessanter. Die Konflikte von Felicity und Monty fand ich manchmal unterhaltsam, da es ab und zu gezeigt hat, wie Geschwister zusammenleben, wenn sie nicht im „Einklang“ leben (, wie es so oft in anderen Büchern dargestellt wird).
Dennoch ist der Inhalt zu viel, finde ich. Einiges hätte man kürzen können. Vielleicht hätte man das Buch dann schneller durchlesen können. Zum Ende hin passiert endlich etwas, auf einmal lässt sich das Buch flüssiger lesen und es fühlt sich an, als wäre neuer Schwung reingekommen, sodass man zum Ende hin mehr Lust hatte weiterzulesen.
Auch, wie im Buch zu der Zeit aktuelle Probleme besprochen werden, war sehr interessant! Homosexualität wurde damals mit Spott und Abwertung gekennzeichnet, was man in diesem Buch vor allem zu Beginn oft erkennt. Auch, dass Felicity sich für Medizin und Wissenschaft interessiert anstatt die Tugenden einer Dame, war in der damaligen Gesellschaft nicht überall gerne gesehen.
Ich mochte Montys Entwicklung. Klar, am Ende war er immer noch bisschen nervig und ich konnte bis zum Ende keine richtige Bindung zu ihm aufbauen, aber es hat mir gefallen, wie Percy und Felicity seinen Charakter verbessert haben, in dem sie ihm oft die Meinung gesagt haben und ihn darauf hingewiesen haben, dass er nicht immer richtig gehandelt hat.
Zu Beginn fand ich das Buch eher langatmig, weil es sich angefühlt hatte, als würde man alles in die Länge ziehen, aber ab dem Ende der Hälfte nahm das Buch an Fahrt auf und wurde interessanter.
Ein Buch, das man also gerne lesen kann, wenn man auf Geschichten aus dem 18. Jahrhundert steht, aber nicht unbedingt für jeden ein Muss.

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L

Rezension zu "Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans" von Mackenzi Lee

Temporeiches Lesevergnügen
LeseLustvor 10 Monaten

Ein tolles Buch!
Habe es mit großer Freude  gelesen.
Temporeich, informativ, spannend, witzig, voller überraschender Wendungen - und Bearbeitung wichtiger Themen wie Rassismus, Homosexualität, Selbstfindung und Emanzipation. Von meiner Seite SEHR zu empfehlen - für Jugendliche und jung Gebliebenen!

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Gespräche aus der Community

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NetzwerkAgenturBookmarks avatar

Die Bekenntnisse eines Gentlemans

Herzlich willkommen zur Königskinder-Leserunde "Cavaliersreise - Die Bekenntnisse eines Gentlemans" von Mackenzi Lee.
Ihr lest gerne Jugendbücher, die tief in ein Thema eintauchen können? Bücher die zum nachdenken anregen?
Dann bist du hier genau richtig!
Bewerbe dich direkt für eines der 10 Rezensionsexemplare!


Lesealter ab 16 Jahren

Gab es je ein abschreckenderes Beispiel für junge Bildungsreisende als Sir Henry Montague? Nach Montys Cavaliersreise wird der englische Adel seine Sprösslinge bestimmt nie wieder auf den Kontinent schicken! Irgendwie ist Monty immer in eine Tändelei verwickelt oder betrunken oder zur falschen Zeit am falschen Ort nackt (in Versailles! Am Hof des Königs!). Zwischen Paris und Marseille verlieren Monty, Percy und Felicity auch noch ihren Hofmeister, kämpfen gegen Wegelagerer und Piraten, gegeneinander (Monty und Felicity) oder gegen ihre Gefühle füreinander (Monty und Percy). Aber am Ende dieser abenteuerlichen Reise finden sie alle drei nicht nur zueinander, sondern auch zu sich selbst.

Leseprobe

Mackenzi Lee liest, schreibt, verkauft Bücher und kann sehr schnell reden. Sie hat Geschichte und kreatives Schreiben studiert. Cavaliersreise ist ihr erstes Buch auf Deutsch und bei den Königskindern.

Wir suchen nun mindestens 10 Leser, die gerne in Büchern für junge Erwachsene schmökern und das Buch gerne gemeinsam in der Leserunde lesen möchten.

Bewerbungsaufgabe: Schildere uns deinen Eindruck zur Leseprobe

Viel Spass

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Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie Ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches.
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