Mackenzi Lee Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

(71)

Lovelybooks Bewertung

  • 60 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 1 Leser
  • 43 Rezensionen
(50)
(13)
(8)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans“ von Mackenzi Lee

Gab es je ein abschreckenderes Beispiel für junge Bildungsreisende als Sir Henry Montague? Nach Montys Cavaliersreise wird der englische Adel seine Sprösslinge bestimmt nie wieder auf den Kontinent schicken! Irgendwie ist Monty immer in eine Tändelei verwickelt oder betrunken oder zur falschen Zeit am falschen Ort nackt (in Versailles! Am Hof des Königs!). Zwischen Paris und Marseille verlieren Monty, Percy und Felicityauch noch ihren Hofmeister, kämpfen gegen Wegelagerer und Piraten, gegeneinander (Monty und Felicity) oder gegen ihre Gefühle füreinander (Monty und Percy). Aber am Ende dieser abenteuerlichen Reise finden sie alle drei nicht nur zueinander, sondern auch zu sich selbst.

An manchen Stellen hätte man kürzen können.

— _sarah_

Fazit: Sehr „Diverse“ abenteuerlich und romantisch

— Saruna

Liebe, Gefahren, Alchemisten, Piraten, schöne Männer, mutige Frauen - wunderbarer Abenteuerroman mit schöner Charakterentwicklung.

— BWV-57

[5/5] Viel gelernt in dem historischen Setting. Amüsant zu lesen. Wunderbare Charakterentwicklung. Ein echtes Highlight.

— JenniferKrieger

Ein Buch, das einfach glücklich macht!

— IvyBooknerd

Absolut genial!

— gefluesterfeuer

Ein amüsanter Abenteuerroman, der mit den Klischees bricht: Ein schwuler Prinz, ein schwarzer Adliger, eine kluge Frau, viele Rätsel, gut!

— 4Mephistopheles

Abenteuer-Roadtrip durch Europa im 18. Jahrhundert mit toller Sprache und Humor!

— Ping

Autentischer Schreibstil und unglaubliche Helden! War einfach nur traurig dass das Buch zu Ende ist. Hat mein Herz erobert... LESEN *_*

— Alina97

3,5 Sterne, weil der Funke nie ganz übergesprungen ist

— ReginaMeissner
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Eine damals aktuelle Geschichte!

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

    _sarah_

    15. March 2018 um 10:05

    Henry Montague, sein Freund Percy und seine eher ungebetene Schwester Felicity sind mit ihrem Hofmeister auf Cavaliersreise. Wie sein Vater es vorgesehen hat, damit Monty zur Besinnung kommt und endlich das naive, jugendliche Verhalten ablegt. Er soll letzten Endes lernen, wie sich der englische Adel benimmt und sich ebenfalls so verhalten.Doch da hat er nicht mit Monty die Rechnung gemacht. Er möchte Action und Leidenschaft auf der Reise und keine Belehrungen und Bälle, auf denen er nur verspottet wird.Ungewollt bekommen Monty und seine zwei Begleiter diese Action. Durch einen Diebstahl von Monty, von dem er dachte, dass er nicht ganz so gravierend wäre, werden sie von einem französischen Herrn gejagt und das quer durch Europa.Sie begegnen zunächst „nur“ der Strenge des Hofmeisters, doch als sie von ihm getrennt werden, kämpfen sich Wegelagerer und Piraten und weitere Hindernisse.Somit wird die zunächst zur Besinnung gedachte Cavaliersreise zu einer mit Action gefüllten Flucht vor einem Fehler von Monty.Ich fange mal mit dem äußeren an.Das Cover ist für mich nicht sehr ansprechend gewesen, wahrscheinlich hätte ich es unter anderen Umständen stehen gelassen. Viel schöner finde ich den Einband, wenn man den Schutzumschlag ablegt. Dieser regt mich schon viel eher an, das Buch zu lesen.Schreibstil war der damaligen Zeit angepasst, was bedeutet, dass die Charaktere einmal so gesprochen haben wie damals geredet wurde. Allgemein war das Buch so geschrieben, als wäre man tatsächlich im 18. Jahrhundert.Die Thematik selbst kommt sehr schleppend. Es fühlt sich zu Beginn sehr komisch an, es zu lesen. Ob es an Montys Charakter lag, kann ich nicht beantworten. Aber auch dieser hat mir manchmal meine Nerven geraubt und zunächst konnte ich kein bisschen sein Verhalten nachvollziehen. Später konnte ich etwas besser verstehen, wieso er so eine Haltung hat und die Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind, klären, meiner Meinung nach, auch einiges auf. Dennoch fand ich Felicitys Charakter viel interessanter. Die Konflikte von Felicity und Monty fand ich manchmal unterhaltsam, da es ab und zu gezeigt hat, wie Geschwister zusammenleben, wenn sie nicht im „Einklang“ leben (, wie es so oft in anderen Büchern dargestellt wird).Dennoch ist der Inhalt zu viel, finde ich. Einiges hätte man kürzen können. Vielleicht hätte man das Buch dann schneller durchlesen können. Zum Ende hin passiert endlich etwas, auf einmal lässt sich das Buch flüssiger lesen und es fühlt sich an, als wäre neuer Schwung reingekommen, sodass man zum Ende hin mehr Lust hatte weiterzulesen.Auch, wie im Buch zu der Zeit aktuelle Probleme besprochen werden, war sehr interessant! Homosexualität wurde damals mit Spott und Abwertung gekennzeichnet, was man in diesem Buch vor allem zu Beginn oft erkennt. Auch, dass Felicity sich für Medizin und Wissenschaft interessiert anstatt die Tugenden einer Dame, war in der damaligen Gesellschaft nicht überall gerne gesehen.Ich mochte Montys Entwicklung. Klar, am Ende war er immer noch bisschen nervig und ich konnte bis zum Ende keine richtige Bindung zu ihm aufbauen, aber es hat mir gefallen, wie Percy und Felicity seinen Charakter verbessert haben, in dem sie ihm oft die Meinung gesagt haben und ihn darauf hingewiesen haben, dass er nicht immer richtig gehandelt hat.Zu Beginn fand ich das Buch eher langatmig, weil es sich angefühlt hatte, als würde man alles in die Länge ziehen, aber ab dem Ende der Hälfte nahm das Buch an Fahrt auf und wurde interessanter.Ein Buch, das man also gerne lesen kann, wenn man auf Geschichten aus dem 18. Jahrhundert steht, aber nicht unbedingt für jeden ein Muss.

    Mehr
  • Temporeiches Lesevergnügen

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

    LeseLust

    25. January 2018 um 17:26

    Ein tolles Buch!
    Habe es mit großer Freude  gelesen.
    Temporeich, informativ, spannend, witzig, voller überraschender Wendungen - und Bearbeitung wichtiger Themen wie Rassismus, Homosexualität, Selbstfindung und Emanzipation. Von meiner Seite SEHR zu empfehlen - für Jugendliche und jung Gebliebenen!

  • Fazit: Sehr „Diverse“ abenteuerlich und romantisch

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

    Saruna

    10. December 2017 um 10:19

    SchreibstilEs ist aus der Ich Perspektive von Monty geschrieben und grundsätzlich sehr angenehm zu lesen. Ich mochte, dass man tatsächlich einen zeitlichen Unterschied zu heute gemerkt hat. Das britische Adlige kam sehr gut hindurch fand ich. Persönliche MeinungDies ist mein fünfter Versuch meine Rezension zu starten.Ich wurde enttäuscht. Nach dem Klappentext und einigen Rezensionen habe ich hier eine unterhaltsame, leicht erotische, aber vor allem sehr witzige Geschichte erwartet. War es nicht. Weder das Eine, noch das Andere. Aber unterhalten hat es. «“I swear, you would play the coquette with a well-upholstered sofa.""First, I would not. And second, how handsome is this sofa?”» Die Liebesgeschichte war süss, aber der Fokus lag eher auf der Tatsache das Percy dunkelhäutig und somit in dieser Zeit, dem achtzehnten Jahrhundert, nicht gesellschaftlich akzeptiert war. Oh und natürlich darauf, dass beide Jungs sind... ebenfalls gesellschaftlich nicht akzeptiert. Für meinen Geschmack war es zu „missionarisch“ zumal Felicity auch sehr schön ausgearbeitet war, als rebellisches Mädchen das lieber Medizin studieren möchte, als eine feine Dame zu sein. Auch die Thematik mit, Vorsicht Spoiler, Percys Krankheit, war mir viel zu ernst. Ich ging an das Buch mit der Meinung, es wird lustig… und ich musste schon zwischendurch grinsen und hab mich an der Sprache die Charaktere amüsiert, aber grundsätzlich war es mir viel zu politisch, zu aufweckend und zu ernst, als dass ich es lustig fand. «“And then Jesus says, 'Well, watch this' - ""Really? Well, watch this?""That's biblical language.""If your Bible is written by Henry Montague.”» Nichts desto trotz hatte das Buch sogar eine spannende Handlung! Das hatte ich nicht erwartet. Es gibt Diebstahl, Alchemie, Piraten und Schlägereien! Cool! Besonders den Teil mit den Piraten =) Aber wirklich überzeugen konnte es mich leider nicht... was tatsächlich an den „falschen“ Erwartungen die ich hatte. «It occurs to me then that perhaps getting my little sister drunk and explaining why I screw boys is not the most responsible move on my part.» Fazit: Sehr „Diverse“ abenteuerlich und romantisch

    Mehr
  • Humorvoll, bildhaft & Abenteuer pur ...

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

    SharonBaker

    18. September 2017 um 18:52

    Sir Henry Montague kann es kaum erwarten, auf Cavaliersreise zu gehen und dem Elternhaus zu entrinnen. Endlich ungestört feiern, trinken und in wilden Tändeleien verwickelt sein. So und nicht anders stellt sich Monty seine Auszeit vor, bevor ihn der Ernst zurück in die Schraubzwinge seines Adelstandes zwingt. Aber sein Vater hat vorgesorgt und stellt ihm einen Aufpasser zur Seite. So wird die Reise nicht nach Monty‘s Geschmack und bei der ersten Gelegenheit, nutzt er seine Unbesonnenheit aus und bringt nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern auch seine jüngere Schwester und seinen besten Freund Percy. Auf einmal steht die Welt Kopf und die Reisegruppe muss sich den Schwierigkeiten von Wegelagerer und Piraten stellen, aus unbegrenzt feiern, wird ein riesig großes Abenteuer. Was hat Monty angestellt? Warum werden sie verfolgt? Und warum schlägt sein Herz in Percy‘s Gegenwart zu schnell? Ich muss gestehen, dass mich dieses Cover zuerst etwas verwundert hat, denn ein junger schwarzer Mann und dann eine Cavaliersreise, passte für mich nicht unbedingt zusammen. Dann haderte ich ein bisschen mit mir, ob ich überhaupt noch historische Romane lesen mag, und am Ende, dachte ich an meine Dumas Liebe. Der Klappentext war dann eigentlich der Auslöser, denn er macht nicht nur neugierig, er schafft es, dass man einfach reinlesen will. Und erlebte ich ein turbulentes Abenteuer? Hat es mir gefallen? Nun, das erzähle ich euch jetzt.Monty ist der Stammhalter der Familie Montague, aber seit ein weiterer männlicher Erbe das Licht der Welt erblickt hat, steht es schlecht um seinen Stand. Aber nicht nur das macht ihm das Leben schwer, nein, auch die unerfüllte Liebe zu seinem besten Freund Percy lässt ihn verzweifeln. So stürzt er sich gern in verruchte Abenteuer, betrinkt sich bis zur Besinnungslosigkeit und hat überhaupt einen zweifelhaften Ruf. Dieses Lotterleben hat natürlich nur bedingt seine Freiheiten und stößt bei der Familie an Grenzen. So hofft Monty, mit seiner letzten Reise nochmals so richtig auf den Putz zuhauen, bevor er sich in Ketten an den Adelsstand binden lässt. Aber es kommt natürlich immer anders, als man denkt, der Vater schickt ihn mit Aufpasser los, ein Kuss vom besten Freund, sorgt noch für mehr Verwirrung und die kleine Schwester nervt. So kommt es das er aus Frust, Unbesonnenheit und Ärgernis sich zu einer Übeltat verleiten lässt. Er beklaut einen Herzog, der in beleidigt hat, und lässt sich bei einem Tete-à-Tete erwischen und rennt auch noch nackt durch den Park von Versailles und das ist erst der Anfang. Ich sage es rundheraus, er ist unmöglich, manchmal schwer von Begriff, ein Tölpel, anmaßend, aber total liebenswürdig. Mein Herz hat er auf jeden Fall auf seiner Seite.Mackenzi Lee hat es geschafft mir einen historischen Roman schmackhaft zu machen und mich wieder in einer Zeit zu versetzt, die ich mal unglaublich gern besucht hätte. Sie lässt hier ihr dreier Gespann so richtig schön in Abenteuer verwickeln und uns Leser eine tolle Achterbahnfahrt, aus Liebe, Spannung und Gefahr miterleben. Es geht gewitzt voran, dann nimmt das Übel seinen Lauf, es wird gekämpft und die Mauern von Etikette eingerissen. Dabei lässt sie schwierige Themen, wie Homosexualität, der Stand der Frau, Krankheit und Sklaverei unglaublich leicht einfließen, und schafft richtige Tiefe in ihrem Geschehen, ohne ausschweifend zu werden. Die Autorin erzählt beherzt, leicht und doch kommt die Sprache der damaligen Zeit durch und die Atmosphäre aus Prunk, Gold, aber auch Schmutz ist hervorragend eingefangen. Ich kann nur froh sein, dass der Geruch zwischen den Zeilen geblieben ist, aber mein Kopfkino war sehr prächtig. Erzählt wird alles aus Monty‘s Sicht, der zuerst snobbig daherkommt, übellaunig, ja, sogar anstrengend ist, bis wir ihn verstehen. Er muss die größte Wandlung in seinem Leben machen, sein Leben überdenken und handeln, statt wie eine Marionette zu gehorchen. Was ihm ja eh schwerfällt, aber der Mut ohne Geld zu leben, ist nicht da. Er versucht sich zu arrangieren, bis eine Entwicklung all sein Denken auf den Kopf stellt und Monty wächst. Zum ersten Mal muss er sich mit anderen beschäftigen und sich nicht nur in seinem eigenen elendigen Leben suhlen, Monty neigt nämlich dazu, nur sich selbst zu sehen. Und in Leiden ist er der Größte. Das macht die Geschichte natürlich auch ein wenig lustig und beherzter, durch Monty‘s Sicht sind so einige Dinge glasklar an der Realität vorbei. Aber auch seine Schwester und Percy sind wahrhaft tolle Charaktere, die man unbedingt in sein Leserherz schließen möchte.Cavaliersreise ist ein Abenteuerbuch, was charmant, humorvoll und atmosphärisch geschrieben ist. Mit Figuren, die das Herz erreichen und uns in eine Zeit blicken lässt, die von der Thematik nicht aktueller sein kann, wenn auch die Grenzen der Gesellschaft sich etwas verschoben haben. Wunderbar, einfach entzückend und bildhaft erzählt. Für mich ein wahrer Lesespaß, der mich total mitreißen konnte.

    Mehr
  • [Rezension] Cavaliersreise: Die Bekenntnisse eines Gentlemans – Mackenzi Lee

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

    JenniferKrieger

    30. August 2017 um 12:50

    Zur Rezension auf meinem Blog:http://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/08/rezension-cavaliersreise-die.htmlKlappentext:Gab es je ein abschreckenderes Beispiel für junge Bildungsreisende als Sir Henry Montague? Nach Montys Cavaliersreise wird der englische Adel seine Sprösslinge bestimmt nie wieder auf den Kontinent schicken! Irgendwie ist Monty immer in eine Tändelei verwickelt oder betrunken oder zur falschen Zeit am falschen Ort nackt (in Versailles! Am Hof des Königs!). Zwischen Paris und Marseille verlieren Monty, Percy und Felicity auch noch ihren Hofmeister, kämpfen gegen Wegelagerer und Piraten, gegeneinander (Monty und Felicity) oder gegen ihre Gefühle füreinander (Monty und Percy). Aber am Ende dieser abenteuerlichen Reise finden sie alle drei nicht nur zueinander, sondern auch zu sich selbst. Einordnung:Das Buch ist kein Teil einer Reihe.Erster Satz:Am Tag des Aufbruchs zu unserer Cavaliersreise auf den Kontinent erwache ich neben Percy in meinem Bett.(Seite 7)Rezension:Das Buch spielt im 18. Jahrhundert auf dem europäischen Kontinent. Zu dieser Zeit war es üblich, dass junge Engländer auf einer Bildungsreise den Kontinent besuchten, um noch ein letztes Mal ausschweifend zu feiern und sich darauf vorzubereiten, ihre gesellschaftliche Rolle einzunehmen. Durch dieses Setting ist das Buch sehr historisch. Normalerweise kann ich damit überhaupt nichts anfangen, aber hier hat die Autorin es so gut in die Geschichte und die Handlung integriert, dass es mich eher neugierig gemacht hat. Während des Lesens konnte ich viel über die damaligen Geschlechterrollen, Medizin und Alchemie, Gesellschaftsstrukturen, Traditionen, Moral und Rassismus lernen. Zu den geschichtlichen Eckpfeilern des Buches finden sich im Anhang zudem Erläuterungen und Rechercheergebnisse.Auch die Handlung selbst hat mich überzeugt. Die Geschichte ist sehr flüssig, weil die Geschehnisse ineinander über gehen. Die einzelnen Szenen ergeben sich auseinander, ohne dass die Handlung jedoch gestellt wirkt. Damit war das Buch zwar unbedingt nicht spannend im eigentlichen Sinne, hat mich aber trotzdem gut bei der Stange gehalten. Ich bin von einem Kapitel ins nächste gerutscht und konnte kaum aufhören zu lesen. Montys gesellschaftliche Ausrutscher waren dabei genauso amüsant wie die Begegnung mit den Wegelagerern brenzlig. Die wunderbare Mischung aus humoristischer Erzählweise und ernster Handlung hat mir viel Spaß bereitet.Beeindruckt hat mich zudem Charakterentwicklung, bei der die Autorin sich wirklich viel Mühe gegeben hat. Der Klappentext verspricht nicht zu viel, wenn er verrät, dass Felicity, Monty und Percy unter anderem zu sich selbst finden. Diesen Punkt hat die Autorin sehr liebevoll erzählt. Am deutlichsten ist die Entwicklung an Monty, dem Erzähler, zu sehen. Ganz langsam und schleichend entwickelt er sich von einem unzuverlässigen, über die Stränge schlagenden, trotzigen Teenager zu einem reifen, standfesten jungen Mann. Die Cavaliersreise erfüllt damit durchaus ihren Zweck, auch wenn das eine ganze Weile überhaupt nicht auffällt, da sich Monty kein Stück so entwickelt, wie die Gesellschaft und sein Vater das gerne gehabt hätten. Diese unterschwelligen Veränderungen, die lange weder ihm noch den anderen Charakteren noch mir bewusst waren, haben mir sehr gefallen.Fazit:Dem historischen Setting des Buches stand ich skeptisch gegenüber, aber es hat mich absolut überzeugt. Es gab viel zu lernen und alles war wunderbar in die Handlung integriert. Die Handlung selbst ist sehr flüssig. Szenen und Geschehnisse gegen ineinander über. Humor und Ernsthaftigkeit wechseln sich ab. Und währenddessen gibt es eine langsame, schleichende und doch enorme Charakterentwicklung. Diese ist sehr sanft und liebevoll erzählt und hat mich beeindruckt. „Cavaliersreise: Die Bekenntnisse eines Gentlemans“ ist ein wunderschönes Buch und bekommt dafür fünf Schreibfedern.

    Mehr
  • Meine Video-Review zu "Cavaliersreise"

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

    Ping

    20. August 2017 um 15:52

    Zu diesem Buch hab ich meine Gedanken in ein Video verpackt, welches ihr auf YouTube anschauen könnt: https://youtu.be/6WdKujp9XYs Mir hat der Roman bis auf ein Element sehr gut gefallen. Besonders der Sprachstil und der Humor ist besonders hervorzuheben.---Spoilerfrei.Monty wird gemeinsam mit seinem Kumpel Percy, für dem er etwas mehr als Freundschaft entfindet, auf die Cavaliersreise geschickt. Bei dieser Grand Tour sollen junge Männer durch Europa geschickt werden, um ihre Ausbildung weiter auszuweiten, um die Welt besser kennenzulernen und auch, um sich ein bisschen auszutoben, bevor es wieder nach Hause geht, wo das ernstere (Geschäfts-)Leben einkehren sollte.Monty hat Flausen im Kopf und für seinen Vater eine ziemliche Enttäuschung. Dieser gibt ihn zu verstehen, dass diese Cavaliersreise seine letzte Chance ist, sich zu beweisen und das letzte Stück von Vaters Gunst nicht endgültig zu verlieren. Aber schon bei Perys erster Reisestation geraten die Dinge aus den Fugen... Es beginnt ein Historischer Jugend-Roman, der in der Mitte start zu einen Abenteuer-Roman mutiert und aufgrund der Beschaffenheit einer Grand Tour hat es auch zwangsläufig etwas von Roadtrip.Am meisten konnten mich die Sprache und vor allem der Humor begeistern. Wörter wie "Liederling", "vermaledeit" oder "greinen" kennt man, hört man allerdings nicht mehr oft. Ich finde, dass der Roman im Königskinder-Verlag hervorragend aufgehoben ist, da dieser mit "anspruchsvoller Jugendliteratur" in Verbindung gebracht wird. Der Humor setzt sich durch die Schlagfertigkeit von Monty (hatte für mich etwas von Jack Sparrow) und gelungen erzählter Situationskomik zusammen.Was mir leider nicht so zusagte, war die leicht übersinnliche Komponente, die in der Mitte bis Ende des Buches aufkam. Ich würde das Buch aber nicht bei Fantasy etc. einordnen, es geht eher in die Richtung Alchemie. Die Geschichte vom "Stein der Weisen" ist bekannt und zumindest die Versuche, so einen herzustellen, gab es wirklich, aber im Buch ging mir dieser Art Voodoo-Touch zu weit und wurde mir nicht hinreichend aufgeklärt.Mit von der Cavaliersreise-Partie ist übrigens Montys jüngere Schwester Felicity, die unterwegs in einem Fraueninternat abgesetzt werden sollte. Mit ihr ergeben sich auch interessante Gespräche und Hinweise über die Stellung der Frau. Die begabte junge Frau konnte offensichtlich so sehr überzeugen, dass die Autorin ein Spin-Off ("The Lady's Guide to Petticoats and Piracy") plant, wo Felicity die Hauptrolle übernimmt, das behalte ich auf alle Fälle im Auge!Fazit: Ich kann dieses Buch grundsätzlich jedem empfehlen, da mir verschiedene Gesichtspunkte gut gefallen haben und mich dieses Buch durch die Bank weg unterhalten konnte. Wenn ihr euch für alte, aber reizende Wörter, für witzige Gespräche, für das Reisen in Europa im 18. Jahrhundert interessiert, gepaart mit zwischenmenschlichen Themen wie Vater-Sohn-Beziehungen, Diversität zu dieser Zeit (Homosexualität, Dunkelhäutigkeit, lern- und arbeitsmotivierte Frauen...) und neuen Bekanntschaften, dann könntet ihr mit diesem All-Age-Roman eure wahre Freude haben.

    Mehr
  • Ein Buch, das einfach glücklich macht!

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

    IvyBooknerd

    18. August 2017 um 17:23

    Ein Grund, weshalb dieses Buch wirklich alle Sterne der Welt verdient, ist die Tatsache, dass Mackenzie Lee hiermit beweist, dass es eben nicht schwierig oder fast schon unmöglich ist, einen kunterbunt gemischten und vielfältigen Cast in ein historisches Jugendbuch mit einzubringen. In diesem Buch haben wir einen gemischtrassigen, homosexuellen (ich glaube er ist homosexuell, er könnte allerdings auch bisexuell oder pansexuell etc. pp. sein) klugen jungen Mann, einen bisexuellen, weißen jungen Mann und ein eigenständiges, selbstbewusstes, leidenschaftliches, schlagfertiges und unglaublich kluges jugendliches Mädchen, die mit Ihrem Mut und ihrer Klugheit jeden einzelnen Mann in diesem Buch in den Schatten stellt. Felicity, die kleine Schwester unseres Protagonisten Monty, ist nicht bloß ein junges, hübsches Mädchen und genau das ist es, was sie nicht nur den Figuren im Buch, sondern auch uns Lesern beweist: dass Frauen nicht bloß ein hübsch anzusehendes Accessoire sind, die Männer vorführen um ihren Status anzuheben. Schnell wurde Felicity zu einem meiner liebsten Charaktere dieser Geschichte und ich könnte nicht glücklicher darüber sein, dass Mackenzie Lee es nicht nur geschafft hat, homosexuelle, bisexuelle und gemischtrassige Charaktere in diesem Buch miteinander zu vereinen, sondern auch starke, selbstbewusste Frauen, die wissen, wo der Hase läuft. Dieses Buch ist so viel mehr als bloß eine süße historische Liebesgeschichte, wie man vielleicht glauben könnte. Es stellt auf so viele wichtige Themen ab, wie zum Beispiel Homophobie, Rassismus, Politik, soziale Schichten, Angstzustände, Herkunft, Nervenkrankheiten, etc. pp. EIN BUCH, DAS EINFACH GLÜCKLICH MACHT Obwohl es schon ein paar Tage her ist, seit ich das Buch gelesen und auch beendet habe, kann ich einfach nicht aufhören, daran zu denken. Es ist so unglaublich amüsant, klug, süß, witzig, nachdenklich und so unfassbar gut geschrieben. Ich kann gar nicht richtig in Worte fassen, wie sehr mir dieses Buch gefallen hat. Seit Tagen schwärme ich davon. Ich habe jede einzelne Seite, jeden Satz, jedes Wort so sehr genossen, dass ich das Buch sogar bereits zwei Mal gelesen habe. Ich habe nicht nur die deutsche Ausgabe, sondern auch bereits die englische Version zu Hause und da ich meist lieber zuerst das Original lese, habe ich es so gehandhabt, dass ich immer ein oder mehrere Kapitel erst im Original und anschließend dann auf Deutsch gelesen habe. Dies mag für einige verrückt klingen, doch es hat riesig viel Spaß gemacht, die Kapitel doppelt zu lesen und außerdem war ich auch wirklich sehr neugierig darauf zu sehen, wie das Buch ins Deutsche übersetzt wurde. Wir kennen sie alle, diese Bücher, die einen für ein paar Stunden unterhalten und dann gibt es auch noch diese Art von Büchern, die einen nicht nur unterhalten, sondern einem dieses Gefühl von Nähe und Wärme geben; Bücher, die einfach glücklich machen und einen zum Strahlen bringen. Aufgrund des ganzen Hypes, der diesem Buch zuteil wird (und das schon bevor es überhaupt erschienen war), der so langsam auch zu uns nach Deutschland rüber schwappt, hatte ich wirklich sehr hohe Erwartungen an das Buch, was bekanntlich ja nicht immer von Vorteil ist, doch dieses Buch hat mich definitiv nicht enttäuscht und meine ohnehin schon sehr hohen Erwartungen tatsächlich noch übertroffen. Für gewöhnlich bin ich kein großer Fan historischer Romane, doch dieses Buch war einfach alles, was ich mir hätte wünschen oder darunter vorstellen können. Ich muss zugeben, ich hatte zuvor noch nicht wirklich was von Cavaliersreisen gehört. Natürlich war mir das Wort ein Begriff, doch worum es dabei früher wirklich ging, wusste ich nicht. Ich musste direkt an junge, meist wohlhabende, Schüler denken, die sich, bevor sie studieren gehen, eine Auszeit nehmen um auf Reisen zu gehen, ein Auslandsjahr einlegen oder Ähnliches, denn irgendwie ist es genau das, was auch Monty und Percy, unsere beiden Hauptfiguren, machen. Für gewöhnlich sollen die Beteiligten sich während ihrer Reise nicht nur kulturell, sondern auch pädagogisch weiterbilden. Was die beiden allerdings im Kopf haben, als sie sich auf den Weg nach Europa machen, sieht etwas anders aus. In der Realität geht es bei diesen Reisen natürlich hauptsächlich ums Trinken, ums Feiern, darum Leute kennenzulernen – einfach darum, bevor der Ernst des Lebens beginnt, noch mal richtig auf die Pauke zu hauen und Spaß zu haben. Während Monty und Percy, zusammen mit Montys kleiner Schwester Felicity, also durch Europa reisen, schafft es Monty immer wieder, sie in irgendwelche Probleme hineinzumanövrieren, unwissend, und eine Serie gefährlicher aber auch aufregender Abenteuer steht ihnen bevor. Während sie also versucht sind, am Leben zu bleiben, lernen sie sich alle drei besser kennen, führen ehrliche Gespräche über wichtige Themen wie Sexualität und Nervenkrankheiten und finden raus, was Freundschaft und Familie tatsächlich bedeutet. Was ebenfalls sehr wichtig ist und etwas, was man in Jugendromanen eigentlich nicht so häufig sieht ist die Tatsache, wie reif die drei miteinander umgehen. Monty kann manchmal ein richtiger verwöhnter, unhöflicher, gemeiner kleiner Bengel sein und wenn er mal wieder Mist baut, etwas Verletzendes oder Unmögliches sagt bzw. tut, sind es seine Freunde Percy und Felicity, die ihn darauf hinweisen und ihn zur Rede stellen. Sie sprechen ihn darauf an, weisen ihn zurecht, jedoch ohne ihn gleich zu attackieren. Monty hingegen nimmt die Ratschläge seiner Freunde an, überdenkt sie, stellt Dinge in Frage und genau das ist es, was diese besondere Freundschaft, wenn sie auch nicht immer perfekt ist, zwischen den Dreien so einzigartig macht. Genau so sollte eine richtig gute Freundschaft aussehen. Sie respektieren einander, helfen einander, sind füreinander da – natürlich streiten sie sich auch, aber auch das gehört zu einer guten Freundschaft dazu. Außerdem möchte ich noch erwähnen, wie beeindruckt ich davon bin, wie viel die Autorin recherchiert hat, um auch ja alles richtig zu machen. Wie und über was sie sich alles informiert hat, lernen wir in der abschließenden Anmerkung des Autors, wo Mackenzie Lee auch Bücher und Essays zu bestimmten Themen empfiehlt, was ich persönlich unfassbar interessant fand. So erhält man auch einen kleinen Einblick, wie viel Arbeit in diesem Buch steckt; wie viel Herzblut und dass es eine Geschichte ist, die nicht eben einfach mal so innerhalb weniger Wochen geschrieben wurde. Trotz der 500+ Seiten lässt sich dieses Buch unfassbar schnell lesen. Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen und konnte einfach nicht genug bekommen. Das Buch zur Seite legen? So gut wie unmöglich! Gerade erst habe ich bemerkt, wie schlecht ich eigentlich darin bin, Rezensionen zu Büchern zu schreiben, die ich so sehr geliebt habe, wie dieses hier. Die Worte erscheinen mir nicht für die Großartigkeit eines solchen Buches angemessen, klingen eher stumpf und unpassend. Ich könnte Seiten vollschreiben mit meinen mädchenhaften Schwärmereien, hoffe aber mit dieser Rezension zumindest teilweise rüber gebracht zu haben, wie gut mir dieses Buch gefallen hat. Ein weiterer Punkt, der mir richtig gut gefallen hat ist der, dass die Charaktere hier auf Reisen sind und eine aufregende Tour durch Europa mit Stopps in Paris, Barcelona, Venedig und Santorin machen. Obwohl ich gerade erst selbst von einer Reise durch Italien zurück gekommen bin, hat diese Geschichte mein Fernweh regelrecht angeheizt und ich habe mich selbst dabei erwischt, wie ich wieder einige Flugseiten an meinem Laptop geöffnet hatte auf der Suche, nach ein paar interessanten Reisezielen, unter anderem auch Santorin, ein Ort, der schon ziemlich lange auf meiner Bucket List steht. EIN VIELSEITIGES, INTERESSANTES UND LIEBEVOLLES LESEVERGNÜGEN, DAS RICHTIG VIEL SPASS MACHT Letztendlich sind es all die vielseitigen, verschiedenen und interessanten Charaktere, die dieses Buch zu etwas ganz Besondere machen. Es kommen auch Piraten darin vor, Straßenräuber und auch Alchemie ist ein großes Thema und natürlich eine der herzzerreißendsten Liebesgeschichten überhaupt, die zwar langsam voranschreitet (was ich wirklich sehr gut finde; ich bin kein Fan dieser überstürzten Romanzen, bei denen man sich schon nach zwei Tagen des Kennens die große Liebe schwört), was sich hinterher aber wirklich bezahlt macht. Manchmal, muss ich gestehen, hat es mich allerdings in den Wahnsinn getrieben, positiv gemeint natürlich. Am liebsten hätte ich ihre Gesichter einfach aneinander gedrückt und sie gezwungen, sich endlich zu küssen. Ich liebe diese beiden, einzeln und als Paar, so sehr, es ist fast schon verrückt. Ich bin absolut begeistert von Mackenzie Lee’s Schreibstil. Ich wünschte ich könnte einfach mit ihr einen Kaffee trinken gehen, um mich mit ihr über das Leben und die Welt und natürlich ihre Bücher zu unterhalten. Sie scheint einfach wie eine so großartige und liebenswerte Person, ich würde sie so gerne einmal treffen. Und ich hoffe wirklich sehr, dass sie noch jede Menge Bücher wie dieses hier schreiben wird. Für mich ist dieses Buch definitiv eines meiner Jahreshighlights und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, es zu lesen. Wie man sieht finden sogar Leser, die normal mit historischen Romanen nichts anfangen können, Freude an diesem Meisterstück.

    Mehr
  • Altertümlich und modern, romantisch und spannend - mit einer exzellent geschliffenen Sprache.

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

    Damaris

    30. July 2017 um 16:43

    Das Prinzip - oder besser der Trend - der Cavaliersreise, sehr bedeutend rund um das 18. Jahrhundert, war mir bis dato eher unbekannt. Wohlhabende englische Adelige schickten ihre Söhne (manchmal auch Töchter), nach deren Schulabschluss auf Bildungsreise durch Europa, bevor sie ihren heimatlichen Pflichten, dem Ernst des Lebens, nachkommen mussten. Für die jungen Menschen war dies meist Bildung und Vergnügen zugleich. Genau davon handelt "Cavaliersreise" und ist dabei noch so viel mehr ...Lord Henry Montague, genannt Monty, Vicomte und der zukünftige Graf von Disley, wird von seinem Vater auf Bildungsreise geschickt. Danach soll er die Geschäfte führen und das Anwesen der Familie verwalten. Begleitet wird Monty von Percy, seinem Jugendfreund, und seiner ungeliebten Schwester Felicity. Monty ist ein Lebemensch, ein Schnösel, und möchte die Reise dazu nutzen, um nochmal richtig schön "die Sau rauszulassen", bevor er seinen familiären Pflichten nachkommen muss. Wären da nicht seine Gefühle für Percy und würde die Cavaliersreise nicht völlig anders verlaufen als geplant.Von Beginn an hat mich die exzellente Sprache in ihren Bann gezogen, so sehr, dass ich richtiggehend begeistert war. Sie klingt altertümlich, jedoch sehr gut lesbar, erinnert an Klassiker der Literatur (ist aber kein Altdeutsch, das würden wir heutzutage nicht mehr richtig verstehen), und verwendet viele Wörter, die wir heute nicht mehr gebrauchen, aber gut verstehen können. Das bringt ein ganz besonderes und hochwertiges Flair mit sich. Die Autorin hat die Sprache modern und mit viel Humor gestaltet, bzw. wurde sie aufs Allerbeste übersetzt, so dass das Lesen enorm viel Spaß macht. Ich bin fasziniert davon, dass eine junge Autorin heute noch so geschliffen schreiben kann und eine Übersetzerin solch ein fantastisches Ergebnis liefert.Die Reise von Monty, Percy und Felicity geht bald ganz eigene Weg, bzw. führt in eine Richtung, die sich selbst die Hauptcharaktere nicht hätten träumen lassen. Das ist total spannend, mit vielen Überraschungen und nervenaufreibenden Szenen (bei denen man oft bis über beide Ohren grinsen muss), aber auch der Darstellung einer tief gehenden Gefühlswelt der Protagonisten, vor allem der von Monty. Die Autorin hat über das Grundthema Cavaliersreise nicht nur eine unglaublich gute Geschichte geschrieben, sie thematisiert auch die queere Kultur und Rassenkonflikte im Europa des 18. Jahrhunderts und sogar den Mythos um die Wunder Alchemisten. Am Ende bleibt der Eindruck eines großartigen, sehr gefühlvollen und humorvollen Gesamtwerkes. Dafür meine Hochachtung!Das FazitDie besten Bücher sind die, bei denen ich nur schwer auf den Inhalt schließen kann und die mich dann völlig überraschen und begeistern. "Cavaliersreise: Die Bekenntnisse eines Gentlemans" darf sich in diese Sparte einreihen. Das Buch hat alles, was man von guter Literatur erwarten kann: Eine Geschichte, die altertümlich und modern gleichermaßen ist, deren Romantik mitten ins Herz trifft, die sogar etwas Phantastik und viel Spannung enthält und über deren Humor man auch mal herzlich lachen kann. Das alles ist in einer exzellent geschliffenen Sprache erzählt, die ihresgleichen sucht. Jeder sollte "Cavaliersreise" lesen! 5 von 5 Sterne Höchstwertung gibt es von mir.

    Mehr
  • Schon jetzt ein Jahreshighlight :)

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

    Mareia

    17. July 2017 um 22:14

    Ich muss ganz ehrlich sagen: Seit ich das erste Mal das Cover gesehen und den Klappentext gelesen habe, war ich in dieses Buch verliebt! Die relativ schlichte, aber doch auffallende Gestaltung spiegelt auch den Inhalt wunderbar wieder. Mackenzi Lee ist eine Autorin bei der man wirklich merkt, wie viel Herzblut sie beim Schreiben in jeden einzelnen Satz fließen ließ, denn zum Einen ist dieser Roman unfassbar gut recherchiert und zum Anderen ist ihr Schreibstil sprachlich auf einem Niveau, dass für echte Konkurrenz ziemlich suchen muss.Die Idee der Cavaliersreise hat mich von Anfang an begeistert. Sie ist wohl mit einem Auslandsjahr vergleichbar, das viele von uns nach dem letzten Schuljahr einlegen, nur eben im 18. Jahrhundert. So kommt es, dass mich ein historischer Roman begeistert, obwohl ich während meiner gesamten Schulzeit bekennende Geschichte-Hasserin war. Was ich an dem geschichtlichen Aspekt hier mochte war, dass zwar die Gesellschaft mit ihren Normen und Bräuchen sehr zentrales Thema war, die Politik allerdings eher marginal angerissen wurde. Zudem schafft die Autorin es ein geniales sprachliches Gleichgewicht zwischen unserer heutigen Alltagssprache und der, der damaligen Zeit zu schaffen. Auf diese Weise passt auch die Wortwahl der Protagonisten gut in die beschriebene Epoche, wirkt aber nicht gekünstelt oder aufgesetzt und ließ mich einen guten Zugang zu den Figuren finden.Diese habe ich annähernd sofort ins Herz geschlossen. Es war wirklich besonders, wie vielschichtig Mackenzi Lee ihre Charaktere innerhalb eines einzigen Buches zeichnen konnte. Monty zum Beispiel ist ziemlich chaotisch, leidenschaftlich und impulsiv, hat aber auch eine sehr ruhige und selbstkritische Seite an sich, die er nur wenigen Personen offenbart. Percy ist sein Fels in der Brandung und mit seiner ruhigen und besonnenen Art ein echter Freund. Während der Eine allerdings für den anderen schwärmt, bemerkt er gar nicht unbedingt dessen Probleme, was zu einigen Komplikationen in ihrem Verhältnis führt. Felicity, Montys Schwester ist ebenfalls eine besondere Figur. Sie wirkt auf den ersten Blick zwar sehr unscheinbar und vielleicht auch etwas langweilig, allerdings ändert sich dies doch recht schnell und man merkt wie weit sie (und im Übrigen auch die anderen beiden) ihrer Zeit voraus ist. Ich habe wirklich im Vorfeld auf diese Rezension wirklich versucht kontroverse Gedanken zu finden, um nicht nur in einer Tour zu schwärmen und mehr oder weniger zusammenhangslos zu fangirlen. Ich habe auch extra ein wenig Zeit verstreichen lassen, damit sich meine Begeisterung etwas legen kann. Aber so leid es mir tut (eigentlich zwar nicht, aber egal ;D): Ich kann nichts Schlechtes, Enttäuschendes oder anderweitig Unbefriedigendes an Cavaliersreise finden.FazitIch bin sämtlichen Charakteren, der Handlung, dem Schreibstil und jedem sonstigen Detail der Cavaliersreise verfallen. Mackenzi Lee konnte mich mit diesem Roman unfassbar beeindrucken. Sie greift Elemente auf, die ich definitiv nicht erwartet hätte, setzt alles in einen wunderbar recherchierten historischen Kontext und hinterlässt ein Fernweh nach fernen Orten und Zeiten.

    Mehr
  • Meine Lesermeinung zu "Cavaliersreise" von Mackenzi Lee

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

    Ping

    17. July 2017 um 21:23

    Spoilerfrei. Monty wird gemeinsam mit seinem Kumpel Percy, für dem er etwas mehr als Freundschaft entfindet, auf die Cavaliersreise geschickt. Bei dieser Grand Tour sollen junge Männer durch Europa geschickt werden, um ihre Ausbildung weiter auszuweiten, um die Welt besser kennenzulernen und auch, um sich ein bisschen auszutoben, bevor es wieder nach Hause geht, wo das ernstere (Geschäfts-)Leben einkehren sollte. Monty hat Flausen im Kopf und für seinen Vater eine ziemliche Enttäuschung. Dieser gibt ihn zu verstehen, dass diese Cavaliersreise seine letzte Chance ist, sich zu beweisen und das letzte Stück von Vaters Gunst nicht endgültig zu verlieren. Aber schon bei Perys erster Reisestation geraten die Dinge aus den Fugen... Es beginnt ein Historischer Jugend-Roman, der in der Mitte start zu einen Abenteuer-Roman mutiert und aufgrund der Beschaffenheit einer Grand Tour hat es auch zwangsläufig etwas von Roadtrip. Am meisten konnten mich die Sprache und vor allem der Humor begeistern. Wörter wie "Liederling", "vermaledeit" oder "greinen" kennt man, hört man allerdings nicht mehr oft. Ich finde, dass der Roman im Königskinder-Verlag hervorragend aufgehoben ist, da dieser mit "anspruchsvoller Jugendliteratur" in Verbindung gebracht wird. Der Humor setzt sich durch die Schlagfertigkeit von Monty (hatte für mich etwas von Jack Sparrow) und gelungen erzählter Situationskomik zusammen. Was mir leider nicht so zusagte, war die leicht übersinnliche Komponente, die in der Mitte bis Ende des Buches aufkam. Ich würde das Buch aber nicht bei Fantasy etc. einordnen, es geht eher in die Richtung Alchemie. Die Geschichte vom "Stein der Weisen" ist bekannt und zumindest die Versuche, so einen herzustellen, gab es wirklich, aber im Buch ging mir dieser Art Voodoo-Touch zu weit und wurde mir nicht hinreichend aufgeklärt. Mit von der Cavaliersreise-Partie ist übrigens Montys jüngere Schwester Felicity, die unterwegs in einem Fraueninternat abgesetzt werden sollte. Mit ihr ergeben sich auch interessante Gespräche und Hinweise über die Stellung der Frau. Die begabte junge Frau konnte offensichtlich so sehr überzeugen, dass die Autorin ein Spin-Off ("The Lady's Guide to Petticoats and Piracy") plant, wo Felicity die Hauptrolle übernimmt, das behalte ich auf alle Fälle im Auge!Fazit: Ich kann dieses Buch grundsätzlich jedem empfehlen, da mir verschiedene Gesichtspunkte gut gefallen haben und mich dieses Buch durch die Bank weg unterhalten konnte. Wenn ihr euch für alte, aber reizende Wörter, für witzige Gespräche, für das Reisen in Europa im 18. Jahrhundert interessiert, gepaart mit zwischenmenschlichen Themen wie Vater-Sohn-Beziehungen, Diversität zu dieser Zeit (Homosexualität, Dunkelhäutigkeit, lern- und arbeitsmotivierte Frauen...) und neuen Bekanntschaften, dann könntet ihr mit diesem All-Age-Roman eure wahre Freude haben. 

    Mehr
  • Toller, historischer Roman

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

    Koriko

    26. June 2017 um 08:29

    Story:Ein Jahr bleibt Henry Montague bis er nach und nach das Anwesen seines Vaters übernehmen und sich gemäß seines Standes verhalten soll. Für den jungen Gentleman eine Schreckensvision, der er sich nur zu gerne mittels Alkohol, Tändelei und Spielerei entzieht – zumeist in Begleitung seines dunkelhäutigen Freundes Percy für den er geheime, tiefe Gefühle hegt. Gemeinsam mit diesem und seiner Schwester Felicity begibt er sich auf Cavaliersreise durch Europa, doch schon die erste Station in Paris entwickelt sich zu einer Katastrophe. Monty sprengt nicht nur einen Ball in Versailles, er stiehlt auch ein geheimnisvolles Kästchen aus den Gemächern des Herzogs von Bourbon, an dem er sich auf diesem Weg für eine verbale Schmach rächen will. Dass sich hinter diesem Kästchen mehr verbirgt, wird Monty klar, als die Reisegruppe auf dem Weg nach Marseille von Wegelagerern angegriffen wird. Fortan sind Felicity, Percy und er auf der Flucht; und auf der Suche nach dem Geheimnis des Kästchens, das aus dem Besitz eines berühmten spanischen Alchemisten kommt. Dieser hat nach einem Allheilmittel geforscht hat und ist in Montys Augen die einzige Chance seinen Freund Percy von der Fallsucht zu heilen …Eigene Meinung:„Cavaliersreise“ ist das zweite historische Jugendbuch von Mackenzie Lee und der erste Roman, der in Deutschland erschienen ist. Bereits für ihr Debüt „This Monstrous Thing“ gewann mehrere Preise und machte die Autorin bekannt. Auch für ihr nächstes Jugendbuch „Semper Augustus“ sind queere Charaktere angekündigt (dieses Mal geht es jedoch in die lesbische Richtung), bleibt also zu hoffen, dass auch dieses Werk einen Weg nach Deutschland findet.Die Geschichte spielt im 18 Jahrhundert, vor der französischen Revolution. Monty, sein bester Freund und seine geheime große Liebe Percy und die gewitzte Felicity, die am liebsten Ärztin werden möchte, brechen nach Europa auf, um die traditionelle Cavaliersreise zu begehen, eine knapp einjährige Reise durch Frankreich, Italien und Griechenland, um die Kultur kennenzulernen und gesellschaftliche Kontakte zu knüpfen. Für Monty ist dieses Jahr die letzte Zeit in Freiheit, die er mit Percy verbringen kann, bevor dieser zum Studium nach Holland aufbricht. Dass alles ganz anders kommt, wird schnell klar, denn ihr Hofmeister Lockwood hat strikte Anweisungen, Tändeleien, Alkohol und unschickliches Verhalten zu unterbinden. Dass es Monty dennoch gelingt sich in große Schwierigkeiten zu bringen, ebenfalls – wenngleich ihr folgendes Abenteuer alles in den Schatten stellt, was sich der junge Gentleman ausgemalt hat. Nicht nur erfährt er von Percys Krankheit, er kommt auch in den Besitz eines Geheimniskästchens, das den Schlüssel des Lazarus enthält, hinter dem der Herzog von Bourbon her ist.Mackenzie Lee entspinnt eine spannende Abenteuergeschichte, in der sich die drei Charaktere weiterentwickeln und erwachsen werden müssen. Historisch gibt es einige kleine Ungenauigkeiten, ebenso unlogische Passagen gerade was den farbigen Percy und die forsche Felicity anbelangt, doch darüber kann man hinwegsehen, da das Buch ungemein spannend geschrieben ist und man mit den Helden mitfiebert. Sehr interessant ist die Arbeit des Alchemisten Mateu Robles, dessen geheimes Kästchen Monty stielt und das der Schlüssel zu einem unsagbar mächtigen Schatz ist. Neben dem Abenteuer, das die drei Helden bestehen müssen, quält sich Monty auch mit seiner Liebe zu Percy. Nicht nur hat er den Eindruck, diese würde nicht erwidert werden, seine Familie weiß um seine sodomitischen Anwandlungen, was Montys Vater mit aller Macht zu unterbinden versucht.Die Charaktere sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Monty ist hierbei nicht unbedingt ein Sympathieträger, ist er doch (bedingt durch seine Herkunft) sehr egoistisch und ich-bezogen, feige und jemand der selten Verantwortung übernimmt. Er ist ein junger Mann voller Fehler, zumeist weiß er auch darum und schätzt sich selbst daher als Taugenichts und minderwertig ein. Es dauert, bis er sich ändert und zu einer eigenen Stärke findet. Percy ist wesentlich ruhiger als sein Freund, was auch in seiner dunklen Hautfarbe begründet liegt – er lebt zwar als Mündel eines niederen Lords halbwegs gut, doch er hat mit vielen Problemen zu kämpfen, zumal er an der Fallsucht leidet. Es ist ein wenig seltsam, dass ein Mann wie Montys Vater die Freundschaft der beiden jungen Männer akzeptiert, denn Percy wird zumeist eher für einen Diener gehalten. Die weibliche Heldin, Felicity, ist eine starke Figur, die die beiden Jungs locker in die Tasche steckt – sie ist belesen, willensstark und hat einen Blick für das wesentliche. Sie ist interessiert in Politik und Wissenschaft und sehnt sich danach studieren zu dürfen (was in der damaligen Zeit Frauen verboten war). Manchmal kommt sie fast zu taff daher, denn so belesen sie ist, mitunter weiß sie fast zu viel. Diese drei unterschiedlichen Figuren begleitet man auf ihrer Reise, erlebt mit ihnen Abenteuer in fernen Ländern und lüftet das ein oder andere Geheimnis.Stilistisch ist „Cavaliersreise“ extrem gut und flüssig geschrieben. Sprachlich passt es zu der Zeit, in der es spielt und bietet einen tollen Einblick in die damaligen Städte und gesellschaftlichen Situationen. Monty ist der Erzähler der Geschichte, weswegen man ihn ganz besonders gut kennenlernt und seine Ängste und Probleme direkt mitbekommt. Mackenzie Lee hat ein Händchen für authentische, gut nachvollziehbare Figuren, Dialoge und Szenen. Man ist schnell in der Geschichte und ist hautnah dabei, wenn Monty mit seinen Gefühlen für Percy ringt, oder sich gegen Piraten und Wegelagerer zur Wehr setzt.Fazit:„Cavaliersreise“ ist ein wundervoller, historischer Jugendroman mit starken, authentischen Helden, einem spannenden Abenteuer und einer wunderschönen, sinnlichen Liebesgeschichte, die Lust auf mehr macht. Mackenzie Lee hat ein eingehendes Jugendbuch geschaffen, das trotz einiger kleiner historischer Ungenauigkeiten im Gedächtnis bleibt und lange nachklingt. Wer auf der Suche nach frischer, neuer Lektüre ist, die angenehm aus dem Rahmen fällt, sollte sich dieses gut geschriebene Juwel nicht entgehen lassen – unbedingt lesen.

    Mehr
  • Ein außergewöhnliches Buch

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

    Hunderttausendbuecher

    24. June 2017 um 17:26

    Warum ich dieses Buch habe: Als ich die Kurzbeschreibung zum ersten Mal gelesen habe, hätte ich mich fast gegen dieses Buch entschieden, da ich normalerweise weder Abenteuer- noch historische Romane lese, doch dann hat mich etwas aufgehalten. Genauer gesagt der Inhalt einer Klammer, die darauf hinweist, dass in diesem Buch eine Liebesgeschichte zwischen Monty und Percy behandelt wird. Nachdem ich mich nochmal versichert habe, dass es sich bei beiden Namen tatsächlich um männliche Personen handelt, stand fest, dass ich dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben will. Und ich kann gar nicht sagen wie froh ich bin, dass ich mich so entschieden habe. Eigene Meinung: Das erste was einem auffällt, wenn man dieses Buch anfängt, ist, dass es im 18. Jahrhundert spielt und die Sprache dementsprechend angepasst ist. Anfangs hatte ich ein wenig Angst, dass dieser Umstand mich stören würde, aber es hat sich genau das Gegenteil herausgestellt. Ich habe immer alles bestens verstanden und gerade diese ab und zu altertümliche Ausdrucksweise hat dem Buch Charme verliehen. Wie schon gesagt lese ich normalerweise Romane dieser Art nicht, aber dieses Buch hat mich vollkommen überzeugt. Es war keinen Moment lang für mich langweilig und ich war die ganze Zeit gespannt darauf, wie die ganze Geschichte ausgeht und wurde das ein oder andere Mal von den Geschehnissen überrascht. In diesem Buch gibt es einfach alles was das Herz begehrt. Ich habe gespannt mitgefiebert was als nächstes passieren wird (sowohl hinsichtlich der Geschichte als auch in Bezug auf die Beziehung zwischen Monty und Percy), ich habe gelacht und das gerade nicht wenig, ich war richtig wütend über bestimmte Personen und ihre Aussagen und schlussendlich konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, wollte es aber auch nicht zu schnell zu Ende bringen. Was ich an diesem Buch besonders geliebt habe, waren die drei Hauptpersonen. Ich habe sie alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, sofort ins Herz geschlossen, denn sie sind wirklich gelungen! Felicity ist kein typisches Mädchen, schon gar nicht für ihre Zeit. Oft kann ich mit weiblichen Charakteren nicht so schnell warm werden, aber Felicity fand ich einfach umwerfend. Percy war für mich vom ersten Moment sympathisch, er ist ein verantwortungsbewusster junger Mann der ein Geheimnis hütet. Schließlich ist da noch Monty, der die ganze Geschichte aus seiner Sicht erzählt. Er ist vorlaut, nicht sehr taktvoll und etwas arrogant… aber man kann nicht anders als ihn für seine charmante Art zu lieben. Am allerbesten hat mir aber schlussendlich wohl die Liebesgeschichte zwischen Percy und Monty gefallen. Sie war einfach wunderschön aufgebaut und hat sich perfekt in die restliche Rahmengeschichte eingebettet. Ich habe jede Sekunde mitgefiebert und an manchen Stellen hat es mir fast das Herz zerrissen. Die beiden waren so wunderbar dargestellt und ich hätte am liebsten noch tausend Seiten über die Beziehung der beiden gelesen. Obwohl ich das Buch schon länger beendet habe, muss ich manchmal noch immer an die beiden und ihre wundervolle Geschichte denken. Zum Schluss muss ich auch noch erwähnen, dass es sich bei diesem Buch auf keinen Fall um eine seichte Lektüre handelt. Es werden viele wichtige Themen nicht nur aufgegriffen, sondern ausführlich thematisiert. Rassismus, Die Stellung der Frau im 18. Jahrhundert und der politische Hintergrund sind nur ein paar Themen, die in diesem Buch behandelt werden. Gerade weil dieser Roman alles andere als eindimensional ist, liebe ich ihn so sehr. Fazit: „Cavaliersreise“ ist ein außergewöhnliches Buch mit unvergesslichen Charakteren, einer wunderschönen Liebesgeschichte und Themen, die nicht so schnell in anderen Büchern behandelt werden. Ich würde diesen Roman wirklich jedem empfehlen, denn er hat mich restlos überzeugt.

    Mehr
  • Empfehlenswert

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

    Larissa23

    19. June 2017 um 11:56

    Es ist das erste Buch seit langem, bei dem mir das Aufgreifen für das Lesen der letzten 100 Seiten wieder schwer fiel. Es ist frustrierend, fesselnd und kurz gesagt einfach wundervoll. Ich wurde überrascht, als sich das Buch in eine unerwartete Richtung entwickelte. Es wurde in keinem Kapitel langweilig und die Geschichte besaß gleichermaßen liebenswürdige wie abscheuliche Charaktere. Wenn der Protagonist mal ausnahmsweise nicht seine Reisegesellschaft in die nächst größere Gefahr brachte, dann lachte man herzhaft über seine Kommentare oder Tollpatschigkeit. Henry ist unglaublich egoistisch und oftmals sehr naiv. Aber diese zwei Eigenschaften wurden realistisch dargestellt, betrachtet man seine Lebensumstände und bisherigen Erfahrungen. Nichtsdestotrotz ist er auch liebenswürdig, hilfsbereit und man beginnt, ihn für diese Seiten zu mögen und dem Geschehen mitzufiebern. Die Romanze zwischen Percy und ihm wurde anders dargestellt, als ich es erwartet hätte. Kurz um handelt es sich hierbei um ein eigensinniges Abenteuer, das mich durch seinen Humor, seine gut ausgearbeiteten Ideen und interessanten Charakteren auf ganzer Linie überzeugt hat.

    Mehr
  • EIne Reise nicht nur durch Europa...

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

    darks_lesehimmel

    06. June 2017 um 21:21

    Eckdaten: Titel: Cavaliersreise Autor: Mackenzi Lee Verlag: Königskinder / Carlsen  Preis: 19,99€ Seitenanzahl: 483  Reihe: Nein KAUF MICH   Inhalt: Gab es je ein abschreckenderes Beispiel für junge Bildungsreisende als Sir Henry Montague? Nach Montys Cavaliersreise wird der englische Adel seine Sprösslinge bestimmt nie wieder auf den Kontinent schicken! Irgendwie ist Monty immer in eine Tändelei verwickelt oder betrunken oder zur falschen Zeit am falschen Ort nackt (in Versailles! Am Hof des Königs!). Zwischen Paris und Marseille verlieren Monty, Percy und Felicity auch noch ihren Hofmeister, kämpfen gegen Wegelagerer und Piraten, gegeneinander (Monty und Felicity) oder gegen ihre Gefühle füreinander (Monty und Percy). Aber am Ende dieser abenteuerlichen Reise finden sie alle drei nicht nur zueinander, sondern auch zu sich selbst.  Meine Meinung: Seit ich dieses Buch entdeckt habe, bin ich darum herum geschlichen. Das mag einmal daran liegen, dass ich vorher noch nie ein Buch aus dem KöKi Verlag gelesen habe, aber auch, weil ich mir nicht sicher war, ob die Geschichte wirklich etwas für mich ist. Der Inhalt klingt nicht nach einem "klassischen" Jugendbuch, was mich aber andererseits auch sehr neugierig gemacht hat. Jetzt habe ich es gelesen und kann sagen: Es hat sich gelohnt!  Die Geschichte beginnt damit, dass Monty nach einer langen Nacht neben Percy aufwacht. Mal wieder hat er zu viel Alkohol getrunken und zu wenig geschlafen, was nicht gerade selten vorkommt. Beide machen sich mit Montys Schwetser Felicity auf den Weg nach Frankreich. Dass Monty es nicht immer so leicht hat, wie Felicity denkt, merkt sie und auch der Leser im Laufe des Buches.  Felicity, die als Frau im 18 Jahrhundert nicht viel zusagen hat, und Percy, der als Dunkelhäutiger in der Gesellschaft nicht wirklich akzeptiert, ergeben mit Monty ein Trio, vor dem sich nicht nur Piraten und Wegelagerer, sondern auch euer Herz in Acht nehmen muss. Durch immer neue Informationen hatte ich am Ende des Buches das Bedürfniss, nomal von vorne anzufangen, um zu verstehen, warum Monty oder auch Percy so gehandelt haben wie sie es taten. Die Charakterentwicklung in diesem Buch hat mir also total gut gefallen. Am Anfang habe ich mich gefragt, wie ich Monty knappe 500 Seiten lang ertragen soll, wo er doch einen Alkoholkonsum hat, der mir zu wider ist. Doch ganz schnell wurde ich eines besseren belehrt. Bald merkt man als Leser, dass Monty tiefere Gefühle für Percy hat. Und als Monty dann angefangen hat, Gefühle zu zeigen (auch Percy gegenüber) , hat mich das fast so was wie stolz gemacht hat. Und neben diesen tollen Charakteren konnte mich dann auch die Story komplett überzeugen!  Die Geschichte, die auch ein paar geheimnisvolle und mystische Elemente hat, behandelt viele wichtige Themen. Homosexualität, Rassismus, Emazipation sind nur ein paar Beispiele. Alle diese Themen werden so geschildert, als wäre die Geschichte so tatsächlich mal so passiert. Dadurch konnte ich das Buch einfach nicht mehr weglegen. Und in meinen Gedanken hat wirklich mal ein jugen Adeligen im 18 Jahrhundert gegeben, der mit seiner Schwester und der Liebe seines Lebens die Welt ein Stück schöner gemacht hat. Fazit:  Ein wunderschöner Jugendroman über das Erwachsen werden in einer Zeit, in der man die Liebe seines Lebens nicht einfach lieben kann. Ein gelunges Buch nicht nur für Jugendliche, sondern genauso gut auch für Erwachsene. Ich vergebe 5 von 5 Blümchen. 🌸🌸🌸🌸🌸 

    Mehr
  • Cavaliersreise

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

    sweetpiglet

    30. May 2017 um 11:35

    Henry Montague ist der älteste Sohn einer englischen Adelsfamilie, und genießt alle Vorzüge dieses Lebens. Er feierte, er betrinkt sich und er schläft mit allen Frauen die er haben möchte. Mit seinem besten Freund Percy hat er einen Seelenverwandten für all seine Partys und Gesellschaften gefunden. Doch bereits auf den ersten Seiten wird klar, dass Monty, wie seine Freunde Henry nennen, mehr für Percy empfindet als er zugeben möchte. Diese unterdrückte Zuneigung scheint Monty sehr zuschaffen zu machen und ihn bei vielen Entscheidungen zu beeinflussen. Nach einer erneuten durchtrunkenen Nacht geht es für Monty, Percy und Montys kleine Schwester Felicity auf zur Cavaliersreise, bei der das Ziel ist die Kultur Europas kennenzulernen und Felicity in ein Internat nach Frankreich zu bringen.Während des gesamten Buches bin ich mit Monty als Protagonist einfach nicht warm geworden. Ein Charakter muss natürlich nicht perfekt sein, aber Monty hat in meinen Augen auch keinerlei Entwicklung gemacht, zumindest nicht in dem Ausmaß, welche wünschenswert gewesen wäre. Ich finde, er hat einfach zu viel Glück, in jeglichen Situationen, manches erschien mir einfach zu unwahrscheinlich für die Geschichte. Anders sieht es da mit Percy aus, denn ich sofort sympathisch fand. Er hat sichsehr oft von Monty mitreißen lassen, dennoch waren es vor allem seine Entscheidungen die ich gut fand, und die von Herzen kamen.Und dann ist da noch Felicity, die wirklich stark wirkt und viel weiter in ihrer geistlichen Entwicklung und Weltanschauung, und dann ab und an, doch eher wie eine Jugendliche denkt, was sie zum realistischen und tollen Charakter im Buch macht. Ich finde, über das Ende, kann man sich streiten, doch da ich einfach zu viel verraten würde, möchte ich darauf nicht weiter eingehen. Insgesamt ist die "Cavaliersreise" ein Abenteuerroman, voll von Wendungen und Geheimnissen, der jedoch an mancher Stelle einfach eine Brise zu viel Glück für die Protagonisten beinhaltet. Positiv finde ich, wie die Autorin auf schwierige Themen eingeht und diese sogar im Nachwort nochmal genauer bespricht.Fazit:Ich finde es unglaublich schwer, "Cavaliersreise" schwer zu beurteilen, denn die positiven und negativen Punkte halten die Waage,´. Zwar wurde ich mit Monty als Protagonist nicht warm, und konnte kaum eine Entwicklung entdecken, dennoch behandelt das Buch interessante und brisante Themen des Lebens und entführt uns mal eine andere Epoche der europäischen Geschichte. Es ist ein Abenteuerroman, dem es etwas an Biss fehlt und der am Ende zu viel des Guten wollte.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks