Mackenzi Lee Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

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Inhaltsangabe zu „Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans“ von Mackenzi Lee

Gab es je ein abschreckenderes Beispiel für junge Bildungsreisende als Sir Henry Montague? Nach Montys Cavaliersreise wird der englische Adel seine Sprösslinge bestimmt nie wieder auf den Kontinent schicken! Irgendwie ist Monty immer in eine Tändelei verwickelt oder betrunken oder zur falschen Zeit am falschen Ort nackt (in Versailles! Am Hof des Königs!). Zwischen Paris und Marseille verlieren Monty, Percy und Felicityauch noch ihren Hofmeister, kämpfen gegen Wegelagerer und Piraten, gegeneinander (Monty und Felicity) oder gegen ihre Gefühle füreinander (Monty und Percy). Aber am Ende dieser abenteuerlichen Reise finden sie alle drei nicht nur zueinander, sondern auch zu sich selbst.

Berauschend, tragisch und humorvoll. Eine außergewöhnliche Geschichte, die viele aktuelle Themen vereint.

— Nightingale78
Nightingale78

Der Schrei nach besonderen Büchern mit besonderen Figuren wird immer lauter: hier ist das Buch, das diesen Wunsch erfüllt.

— Fantasie_und_Träumerei
Fantasie_und_Träumerei

Lee ist es mit stillvollen Humor gelungen wichtige Themen zu behandeln, ohne den Rausch der Leidenschaft aufzugeben oder Niveau zu opfern.

— NyahS
NyahS

Dieses Abenteuer passt in keine Schublade. Ein echtes Lieblingsbuch! Hochamüsant, spannend und ergreifend.

— lex-books
lex-books

Nette Unterhaltungslektüre. Aber kein Highlight im aktuellen Frühjahrsprogramm.

— Kaddi
Kaddi
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  • Leserunde zu "Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans" von Mackenzi Lee

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans
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    Die Bekenntnisse eines Gentlemans Herzlich willkommen zur Königskinder-Leserunde "Cavaliersreise - Die Bekenntnisse eines Gentlemans" von Mackenzi Lee.Ihr lest gerne Jugendbücher, die tief in ein Thema eintauchen können? Bücher die zum nachdenken anregen?Dann bist du hier genau richtig!Bewerbe dich direkt für eines der 10 Rezensionsexemplare!Lesealter ab 16 JahrenGab es je ein abschreckenderes Beispiel für junge Bildungsreisende als Sir Henry Montague? Nach Montys Cavaliersreise wird der englische Adel seine Sprösslinge bestimmt nie wieder auf den Kontinent schicken! Irgendwie ist Monty immer in eine Tändelei verwickelt oder betrunken oder zur falschen Zeit am falschen Ort nackt (in Versailles! Am Hof des Königs!). Zwischen Paris und Marseille verlieren Monty, Percy und Felicity auch noch ihren Hofmeister, kämpfen gegen Wegelagerer und Piraten, gegeneinander (Monty und Felicity) oder gegen ihre Gefühle füreinander (Monty und Percy). Aber am Ende dieser abenteuerlichen Reise finden sie alle drei nicht nur zueinander, sondern auch zu sich selbst.LeseprobeMackenzi Lee liest, schreibt, verkauft Bücher und kann sehr schnell reden. Sie hat Geschichte und kreatives Schreiben studiert. Cavaliersreise ist ihr erstes Buch auf Deutsch und bei den Königskindern. Wir suchen nun mindestens 10 Leser, die gerne in Büchern für junge Erwachsene schmökern und das Buch gerne gemeinsam in der Leserunde lesen möchten. Bewerbungsaufgabe: Schildere uns deinen Eindruck zur Leseprobe Viel Spass *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie Ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches. E rwiesene Nichtleser werden nicht ausgewähltGewinner-Adressen werden nach Bucherhalt aus Datenschutzgründen gelöscht.MerkenMerken

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  • DIESES Buch bleibt im Regal! Ein großartiges Abenteuer und absolutes Jahreshighlight

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans
    lex-books

    lex-books

    29. March 2017 um 09:30

    "Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans"  von Mackenzi Lee ist in diesem Frühjahr der Spitzentitel des Königskinder Verlags, ein Imprint von Carlsen, der leider immer noch vielen unbekannt ist. Bücher, die der Verlag herausbringt, lohnen - soweit ich das bisher beurteilen kann – fast alle einen zweiten Blick, lassen sich aber nur schwer in eine Schublade stecken. Sie entziehen sich dem Mainstream, überzeugen stattdessen mit ungewöhnlichen bis unbequemen Themen und beweisen zugleich, dass unbequem nicht automatisch dröge bedeutet, sondern fast jedes Thema mitreißend erzählt werden kann. So auch "Cavaliersreise", ein Buch für Jugendliche und eigentlich jedes Alter, das für mich das Zeug zum Kult hat und auf geniale Weise verschiedene Genre und Thematiken vereinigt. Coming-of-Age, Homosexualität, Historie, Abenteuer, Mystik, Rassismus, Liebe, Emanzipation und vor allem - sehr viel Humor. Im Mittelpunkt stehen Grafensohn Henry Montague (kurz Monty) und sein bester Freund, der dunkelhäutige Percy, die gemeinsam auf besagte Cavaliersreise gehen, jene Art von Bildungsreise, die Söhnen der Oberschicht in früheren Jahrhunderten zuteil wurde, um sie auf ihr väterliches Erbe vorzubereiten und ihnen noch einmal die Gelegenheit zu geben, sich die Hörner abzustoßen. Im Falle von Monty hofft das Elternhaus hingegen mehr auf Einsicht und ein wenig Ruhe, denn der junge Mann hat eine Schwäche für Männer und Alkohol und tanzt nur selten in der Reihe. Von Beginn der Reise an stehen sie Sterne für gesittete Tage schlecht, denn Monty ist einfach unverbesserlich und noch dazu unsterblich in seinen besten Freund Percy verliebt… Vor allem für Leser, die gerne mal den Klappentext ignorieren, ist die Handlung völlig unvoraussehbar. Was als Cavaliersreise beginnt, entwickelt sich schon bald zu einem spannenden Abenteuer rund um Räuber, Piraten, schurkische Adelige und seltsames Zauberwerk. Mittendrin die Liebe von Monty zu Percy, die den Leser mit Szenen fesselt, die vor herzzerreißender Sehnsucht und sexueller Spannung die Luft flirren lässt. Dabei ist es völlig egal, ob man die Geschichte als Mann oder Frau liest; DIESE Liebe springt über, geht unter die Haut, reißt mit und ging mir wahnsinnig ans Herz. Die an die Zeit (18. Jahrhundert) angepasste, gewählte, aber hochironische Erzählweise, die bisweilen von modernen Ausdrücken durchdrungen wird, erfordert möglicherweise eine kleine Umstellung in den Lesegewohnheiten, ist allerdings neben den Charakteren das A und O des Buches. Erzähler Monty, eine Mischung aus adeligem Schnösel, Ferris Bueller und Jack Sparrow sorgt auf fast jeder Seite für Lacher, wenngleich sich durchaus ernste Töne in das Geschehen mischen. Kleine Längen und ein etwas oberflächlich angerissenes mystisches Handlungselement werden von den Charakteren, die die Autorin wahrhaft zum Leben erweckt, mehr als wettgemacht. Neben dem durchtriebenen aber hochsympathischen Monty und seinem ernsten, treuen Freund Percy überzeugt vor allem Montys ebenso schlagfertige wie kluge Schwester Felicity, die in jeder Situation einen kühlen Kopf bewahrt und mit dem Kopf voran diverse Wände und Widerstände niederwalzt. YES! Für mich ein großartiges, kluges, bewegendes in jeder Hinsicht überraschendes, unheimlich amüsantes historisches Abenteuer, das ich gerne ewig weiter gelesen hätte und das mir den Abschied von Monty, Percy und Felicity sehr sehr schwer gemacht hat. Ein Buch wie eine Fundtruhe auf Omas Dachboden, voll mit herrlichen Schätzen und faszinierendem, kuriosem Krimskrams, das auch beim zweiten oder dritten Auspacken/Lesen immer wieder Neues entdecken lässt. Absolute, uneingeschränkte, begeisterte Leseempfehlung!

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  • Ungewöhnlich, sinnlich, abenteuerlich

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans
    Nightingale78

    Nightingale78

    27. March 2017 um 21:41

    Meine MeinungMit seinem historischen Touch bietet dieser Jugendbuch/All-Age-Roman von Mackenzie Lee, definitiv einmal etwas anderen Stoff für seine Zielgruppe. So fühlte ich mich durch das Flair des 18. Jahrhunderts und die Settings, erinnert an Marie Antoinette oder Casanova. Obwohl ich das von Monty & Co. erkundete Schloss Versailles mit all seinem Prunk, die kleine Stadt Marseille oder die Gassen von Venedig, noch nicht selbst bereist habe, fühlte sich die Stimmung dieser Orte durch die Beschreibungen sehr authentisch an. Der Erzählstil an sich ist durch seine teilweise der Epoche angepassten Umgangssprache natürlich etwas anders. Mich verwirrte es manches Mal, wenn von altertümlicher Sprache in einen doch saloppen, gar modern klingenden Ton gewechselt wurde. Hier hätte ich mir tatsächlich gewünscht, dass die Autorin sich einmal für einen Weg der Erzählung entscheidet. Nichtsdestotrotz trieb mich die Autorin beim lesen immer weiter. Das Hauptaugenmerk richtet Mackenzie Lee auf die Figuren. Demnach wird diese Geschichte durch die Haupt- und Nebenfiguren angetrieben.Allen voran hält Henry (alias Monty) seine Mitmenschen und den Leser reichlich auf trab. Er erfüllt das Klischee des attraktiven, reichen, charmanten und arroganten Adeligen perfekt. Monty wirkte auf mich durch seine Leichtsinnigkeit und Arroganz, vor allem zu Beginn nicht unbedingt sympathisch. Er ist sehr Ich-bezogen und obwohl er ein enges Verhältnis zu Percy pflegt, sogar neben der Freundschaft romantische Gefühle hegt, scheint er sich um seinen Freund nur aus Eigennutz zu kümmern. Das schwierige Verhältnis zu seinem Vater und die innigen Gefühle für Percy jedoch berührten mich sehr.Percy hat ein sehr einprägsames, fürsorgliches und charismatisches Wesen. Er überwiegt Henrys Unwissenheit mit seinem vernünftigen Auftreten. Percy unterstützt und liebt seinen besten Freund, hat aber auch seine eigenen Schlachten zu bekämpfen. So trifft er auf wenig Verständnis von Monty für seine Ängste, obwohl dieser sich u.a. sehr wohl über Percys (exotische) Herkunft im Klaren ist.Montys jüngere Schwester Felicity, wirkt zu Beginn eher wie eine mürrische graue Maus, die sich ihrem Schicksal als Frau willig hingibt. Doch dem ist nicht so. Innerlich lehnt sie sich auf und nutzt die Reise, um ihre wahren Ziele zu verfolgen. Sie entpuppte sich für mich als absolute Lieblingsfigur. Felicitys starker Verstand, ihr Selbstvertrauen und die Stärke retteten Henry und Percy aus so manch missliche Lage. Man könnte denken, dass es unmöglich oder schwierig ist, eine vielfältige und farbenfrohe Besetzung in einem Jugendbuch Roman im 18. Jahrhundert angesiedelt zusammenzustellen, wo die Reichen und Mächtigen ausschließlich weiß und männlich waren. Aber Mackenzie Lee beweist das Gegenteil. Hier trifft der Leser auf einen bisexuellen jungen Mann aus dem Adel und einem unabhängigen, cleveren Teenager-Mädchen. Ich liebte Felicitys Intelligenz und wie sie mit ihrem Mut und Köpfchen, ihre männlichen Begleiter in die Schranken wies. Sie möchte nicht nur den Mund halten und hübsch aussehen, sondern etwas bewirken. Mir gefiel zudem unheimlich gut, wie Mackenzie Lee mal eben aktuelle Themen wie Selbstfindung, Sexualität bzw. LGBT, Rassentrennung und Frauenrechte, in das 18. Jahrhundert verwoben  hat. Dadurch ist die Geschichte sehr zeitgemäß. Fazt„Cavaliersreise“ nimmt den Leser auf eine spannende Abenteuerreise und ist ein berauschendes, humorvolles & tragisches Königskind!

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  • Ein Buch, das viele Leser verdient!

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    27. March 2017 um 21:11

    "Cavaliersreise" ist eins der Bücher, nach denen wir alle uns sehnen. Die Geschichte um Monty, Percy und Felicity ist so individuell und farbenprächtig, wie wir es nur selten erleben. Abgerundet wird der Roman, der uns Lesern - egal ob Jugendlich oder jenseits der Zielgruppe - so viel zu bieten hat, durch eine starke Schreibe, die gleichermaßen mit Ernst und Humor glänzt und sich sprachlich harmonisch ins Setting einer längst vergangenen Zeit einfügt.  Henry Montague (genannt Monty) ist ein spitzbübischer junger Mann, der seine Grübchen geschickt einzusetzen vermag. Eine Figur, die mich sofort mitgerissen hat. Ich konnte seinem Charme ebenso wenig widerstehen, wie all die Frauen und Männer, die er bereits verführt hat. Verführung ist eins seiner Hobbys, viel mehr kann er nicht - so der Glaube seines Vaters, der sich nach all den Jahren auch in Montys Geist eingebrannt hat. Dabei lenkt er sich mit all seinen Eroberungen nur ab, denn eigentlich gilt seine Liebe dem jungen Percy, der seit je her sein bester Freund ist. Homosexualität im 18. Jahrhundert. Kein leichtes Schicksal für Monty, denn Toleranz ist in diesem Zeitalter keine besonders erstrebenswerte Tugend. Um seine "Krankheit" loszuwerden und endlich einzusehen, dass es an der Zeit ist Verantwortung zu übernehmen, schickt der Vater ihn auf Cavaliersreise. Sozusagen das Auslandsjahr des 18. Jahrhunderts. Diese verläuft nicht so, wie Monty es sich gewünscht hätte und sowieso ganz anders, als alle es erwartet haben. Ich sage nur: Alchemie, verruchte Frauenzimmer, Piraten, geheimnisvolles Kästchen. Klingt nach Abenteuer? Genau das ist es auch. Ein Abenteuerroman feinster Güte. Mit allem, was so eine Geschichte an Spannung, Handlungen und Figuren benötigt. Aber "Cavaliersreise" ist noch so viel mehr. Es ist ein Roman über Freundschaft, über Mut, über Toleranz. Es steckt ein bisschen Krimi drin und ganz viel Coming-of-Age. Und all das im 18. Jahrhundert, in der eine Truppe aus einem homosexuellen Adelssöhnchen, einem freien Farbigen und einer Frau, die Medizin studieren möchte, einen Skandal ungeahnten Ausmaßes auslösen kann. Nur deshalb, weil sie so sind, wie sie sind. Was wir heute als selbstverständlich ansehen, könnte Monty, Percy und Felicicty in den Kerker bringen, wo Todesstrafe eine mögliche Sanktion wäre. "Cavaliersreise" ist eins dieser perfekten Bücher, eins der Sorte, die man gerne empfiehlt und verschenkt. Die Schreibe der Autorin ist großartig. Sie hat mich so oft zum Schmunzeln gebracht und trotzdem waren die Schwierigkeiten, die Monty, Percy und Felicity alleine durch ihr Handeln, ihre Wünsche und ihre Hautfarbe hatten, mehr als präsent. "Cavaliersreise" hat mich unfassbar gut unterhalten und ich wünsche diesem Buch ganz, ganz viele Leser.

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    • 2
  • Verehrte Damen, edlen Herren!

    Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans
    NyahS

    NyahS

    23. March 2017 um 13:38

    Freunde der Literatur, Liebhaber des guten Geschmacks: Sie wurden eingeladen! Zu einer frechen Reise durchs Europa des 18. Jahrhunderts, auf ein elegant erzähltes Abenteuer von England, nach Frankreich, Spanien und Venedig. Begleiten Sie Lord Henry ‘Monty’ Montague, Vicomte von Disley, seine Schwester Felicity und Freund Percy auf ihrer Cavaliersreise, erleben Sie die unfreiwillige Verwicklung dreier rebellischer Heranwachsender in die Politik der Bourbonen, die Abgründe der Alchemie und die Suche nach einem Ausweg für damals verbotene Liebe. Lassen Sie sich verführen von einer authentischen, wie erfrischend frecher Erzählweise und geniessen Sie diese einmalige Romanreise! Ich habe schon viele historische Romane gelesen, Abenteuergeschichten für Kinder und Jugendliche genauso wie Epen aus der Belletristik. Viele haben mir gefallen, einige habe ich geliebt, aber noch nie ist mir eines wie “Cavaliersreise” von Mackenzie Lee begegnet: Ein Lesevergnügen der Superlative. Dank des altmodisch eleganten und gleichzeitig frisch frechen Erzählweise kann der moderne Leser sich schnell in Monty hineinversetzten. “Cavaliersreise” ist eine humorvolle und leidenschaftliche Abenteuergeschichte, die viele wichtige Themen streift: Verantwortung, Politik, Alchemie und der gesellschaftliche Umgang mit gewissen Themen, wie Krankheiten, Frauenbildung und Queer Culture. Lee ist es mit stilvollem Humor gelungen diese Themen authentisch und äußerst unterhaltsam zu präsentieren, ohne den Rausch der Leidenschaft aufzugeben oder Niveau zu opfern. Monty beginnt seine Bekenntnisse eines Gentlemans mit Tage des Aufbruchs. Es ist kein besonderer Morgen: Er findet sich mit seinem - leider - besten Freund und unausgesprochener Liebe Percy zwischen zerwühlten Laken, noch vollständig gekleidet, das Haar nach Zigarren dünstend und einem faulem Atem, der in Konkurenz zum Schankhausboden tritt. Monty ist stolz auf seine Gabe sich bis zur Besinnlosigkeit zu betrinken und am drauf folgenden Tage trotzdem eine passable Figur abzugeben - “vorausgesetzt, der Tag beginnt gegen frühen Abend”. Doch an diesem Tag beginnt seine Cavaliersreise auf den Kontinent und seine letzte Chance. Cavaliersreisen waren in mittelständigen und hohen Gesellschaftsschichten verbreitete Sitte und lassen sich auch heute noch finden: Viele junge Menschen begeben sich nach dem Schulabschluss ins Ausland um die Welt zu sehen, zu arbeiten, andere Kulturen zu erfahren und hoffentlich etwas vom Abenteuer der großen weiten Freiheit zu erleben. Monty allerdings hat keinen Schulabschluss hinter sich, seine bemerkenswerteste Leistung erscheint der Rauswurf aus Eton, was für einen damaligen Adelssprößling schon etwas heißen will. Monty ist charmant, äußerst ansehnlich und ein liederlicher Tunichtgut. Uns Lesern ist er als erzählender Protagonist und seinem besten Freund, dem Farbigen Percy aber trotzdem nicht unsympathisch. Montys Art von seiner schwierigen Situation zu berichten ist erfrischend. Als ältester Sohn soll er eines Tages die Nachfolge seines Vaters antreten und doch leider steht diese Aufgabe in absoluten Kontrast zu seinem Wesen. Verantwortung liegt ihm fern - für andere wie für sich selbst - er flüchtet in den Moment, den Alkohol und Vergnügen mit Frauen und Männern. Die Strafen seines Vaters sind hart und brutal - die des Gesetzes wären noch härter: Auf “Sodomie” steht im England des 18. Jhd. die Todesstrafe. Monty beschließt daher seine letzte Chance so richtig zu nutzen: Er will jede Sekunde in Percys Gegenwart genießen, sich jeden Abend betrinken und so häufig wie möglich vergnügen. Problematisch erscheint ihm die Begleitung seiner verkrampfen, steifen Schwester Felicity, der nervige Tutor Lockwood und gelegentlich die Ahnungslosigkeit Percys über Montys wahren Gefühle. Probleme die schnell bedeutungslos werden. Monty setzt bereits auf der ersten Station der Reise, ausgerechnet Versailles, seinen Pläne in Vollendung um: Er führt sich unmöglich auf, verführt eine edle Dame, bestiehlt den Herzog von Bourbon und rennt nackt durch die Gärten von Versailles - kurz er brauchte keine drei Tage um seine letzte Chance zu verspielen. Doch diese letzte Chance war nur der Auftakt zu einem umfassenden Abenteuer. Denn Monty hätte dem einflussreichen Herzog nichts wichtigeres stehlen können.Die drei jungen Menschen werden verfolgt, von ihrem Tutor getrennt, gelangen abgerissen und mittellos nach Marseilles, wo Percy ein schreckliches Geheimnis offenbart, Felicity zeigt dass viel mehr in ihr steckt als selbst ein erfahrener Leser ahnte und Monty vor die Wahl gestellt wird, an seiner Liebe zu wachsen oder zugrunde zu gehen. Die drei verlassen die vorgesehen Route der Cavaliersreise, denn Montys selbstsüchtiger Diebstahl, Percys Geheimnis und Felicitys Träume treiben sie in ihr ganz eigenes Abenteuer, das zu keinem Zeitpunkt langatmig wird, sondern stets vor Spannung, Witz und Leidenschaft pulsiert.

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