Madeleine Prahs Die Letzten

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Inhaltsangabe zu „Die Letzten“ von Madeleine Prahs

Ich als Haus würde Ihnen Widerstand empfehlen!

Es ist Herbst in einer Großstadt: Das letzte, unsanierte Haus in der Hebelstraße wird »leergewohnt. Karl Kramer, 55 Jahre alt, Hausmeister, Elisabeth Buttkies, 72, Deutschlehrerin a. D., und Jersey, 28 Jahre, Studentin in Teilzeit, sind noch übrig – und sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Welt vor der Tür meint es nicht immer gut mit ihnen, so glauben sie, aber drinnen pflegen sie ihre Wunden und streicheln die Narben. Bis der Brief des neuen Hauseigentümers kommt: Auszug. Kernsanierung. Endgültig. Der Kampf der Bewohner um ihr vermeintlich letztes Stückchen »Ich« beginnt. Man verbarrikadiert sich, Katzen werden vergiftet und Perücken abgefackelt – fast ist es zu spät, doch dann schließen sich „die Letzten“ zusammen. Am Ende blühen die Geranien wieder. Es ist Frühling. Drei sind glücklich. Und einer ist tot.

Morbid wortwitziger Roman um die drei letzten Mieter eines Wohnhauses mit Eigenleben und Herz, nebst ungewöhnlichen Charakterstudien.

— Lesestunde_mit_Marie

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  • Die Letzten

    Die Letzten

    twentytwo

    19. January 2018 um 16:54

    Die guten alten Zeiten, in denen noch richtig Leben im Haus herrschte, gehören schon seit längerem einer mittlerweile irreal erscheinenden Zeit an. Heute, mit jeweils einem Stockwerk Sicherheitsabstand voneinander getrennt, gibt es hier nur noch drei Personen. Drei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dabei doch so vieles gemeinsam haben. Bevor sie dies erkennen, muß allerdings viel geschehen und solange kämpfen sie unermüdlich gegeneinander was das Zeug hält. Aber gemeinsames Unheil schweißt zusammen und so nehmen sie letztendlich in stillem Einverständnis, den gemeinsamen Kampf gegen den Feind und ihre Zwangsevakuierung auf.FazitMit erfrischend humorvollen Szenen, die der dahinterstehenden Tragik ihre Spitzen nehmen und dem übergriffigen Immobilienmarkt einen gehöriger Dämpfer verpassen, der längst überfällig war.

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  • Leider blieben die Figuren auf Distanz- aber die Idee war sehr originell

    Die Letzten

    Buchraettin

    19. December 2017 um 08:08

    Ein Mehrfamilienhaus in der „Hebelstraße 13“. Nur noch 3 Bewohner leben hier und noch etwas scheint sie zu beobachten – das Haus selbst, erzählt immer wieder Ereignisse, kommentiert das Geschehen. Die Bewohner, die letzten hier, sollen ausziehen, denn das Haus soll saniert werden. Sehr gelungen fand ich die Erzählweise. Das Haus, ein Mehrfamilienhaus berichtet von seinen Bewohnern, spricht den Leser direkt an und zieht mich so in das Geschehen.Schon zu Beginn des Buches berichtet das Haus von den Problemen der einzelnen Bewohner. „Hebelstraße 13“, so lautet die Adresse. Es wird nun von den einzelnen Bewohnern berichtet. Es blitzt schon bei der Vorstellung der einzelnen Bewohner und ihrer Wohnungen auch ein leichter Humor durch die Zeilen, das gefiel mir auch sehr.Die Einleitung hat mir sehr gut gefallen. Die Vorstellung durch das Haus, das Beschreiben der Figuren, die Probleme, die sich nun ergeben, das fand ich sehr gut zu lesen.Ich mag den Humor, dieser trockene Humor, versehen mit Anspielungen, dass es manche Vorkommnisse nur in Romane gebe, das mag ich sehr.Sehr gelungen fand ich auch, das über den Kapiteln immer beschrieben wurde, wo in welche Wohnung des Hauses das Geschehen gerade spielt. Und die Perspektive auch immer wieder vom Haus selbst erzählt wird, das immer auch mich als Leser einbezieht.Der Stil war anschaulich. Ich konnte mir die Szenen sehr gut vorstellen. Die Figuren waren auch gut dargestellt. Das Haus hat mir am besten gefallen, mit seiner Erzählweise, dem trockenen Humor.Was mich ein wenig störte, ich hatte zu den anderen Figuren nicht so wirklich eine Art Beziehung als Leser aufbauen können, die blieben ein wenig auf Distanz und mich konnte die Geschichte so nicht so ganz in seinen Bann ziehen. Ich fand den Text manchmal etwas schwer zu lesen, es konnte mich manchmal mit seinen Figuren nicht fesseln. Ich fand einige Szenen, besonders der Bewohner, da ist es mir zu lang, zu ausführlich erzählt. Das finde ich schade, weil die Idee hinter der Geschichte, die hat mir sehr gut gefallen und die Erzählweise des Hauses, die hat mir sehr gut gefallen.Ich persönlich mag es nicht, wenn ich hinten nach dem Lesen ein Inhaltsverzeichnis finde, wie hier im Buch- weil eigentlich soll es mir ja den Inhalt zeigen, den kenne ich dann doch nach dem Lesen.Gut gefallen haben mir die Zitate von Autoren zu Beginn der Abschnitte und auch das Lesebändchen fand ich sehr schön.Mir manchmal etwas zu lang, die Figuren blieben für mich auf Distanz. Die Perspektive des Hauses hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie die Idee hinter der Geschichte.

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  • Die Letzten

    Die Letzten

    Kleine8310

    15. December 2017 um 00:15

    "Die Letzten" ist ein Roman der Autorin Madeleine Prahs. Auf dieses Buch war ich schon seit einer ganzen Weile sehr gespannt, da der Klappentext, für mich, nach einer tollen Geschichte, mit interessanten Charakteren klang. So blieb die Geschichte natürlich auch nicht lange ungelesen und wie mir der Inhalt gefallen hat, das erzähle ich euch jetzt.   Die Geschichte spielt in einem unsanierten Haus in der Hebelstraße und dessen letzte Bewohner könnten nicht unterschiedlicher sein. Die drei Protagonisten sind Karl, der fünfundfünzigjährige Hausmeister, die zweiundsiebzigjährige Deutschlehrerin Elisabeth und die achtundzwanzigjährige Teilzeitstudentin Jersey.   Gemeinsam haben sie alle, dass die Welt es nicht sonderlich gut mit ihnen meint. Doch eines Tages wirbelt ein Brief des Hauseigentümers, mit der Ankündigung einer Kernsanierung und vorherigem Auszug aller Bewohner, das Leben der drei durcheinander. Schnell beschließen die Mieter zu kämpfen und verbarrikadieren sich, um sich ihr Zuhause zu erhalten. Am Ende ist es Frühling, drei Menschen sind glücklich und einer tot ... Der Einstieg in diese Geschichte ist mir gut gelungen. Madeleine Prahs hat einen wunderbar bildhaften Schreibstil und einen feinen schwarzen Humor, der auch immer wieder in der Handlung durchschimmert. Da ich manchmal auch zu schwarzem Humor tendiere, hat mir das sehr gut gefallen und mir mehr als einmal ein Lächeln auf's Gesicht gezaubert. Daneben gab es aber auch einige ernsthafte Momente, die durchaus mein Mitgefühl geweckt haben und durch den starken Realitätsbezug auch mehrmals zum Nachdenken angeregt haben.  Die Charaktere hat die Autorin wirklich schön und liebevoll ausgearbeitet. Sie haben alle wunderbare Facetten, die dafür sorgen, dass sie mir sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben werden. Was ich auch sehr gelungen fand, war das Zusammenspiel der ungleichen Bewohner, welche dann so toll zusammenhalten, um etwas zu erhalten.  Der Spannungsbogen hätte, in meinen Augen, noch ein bisschen höher angesetzt werden können, da es richtige Spannungsmomente so nur selten gab. Interessant war die Handlung für mich immer, aber oft nicht wirklich spannend. Die Emotionen hat die Autorin alleine schon durch die tolle Vermittlung der realitätsnahen Thematik schön rübergebracht. Ich habe den Charakteren ihre Gefühle abgenommen und konnte sie auch was das Haus betrifft, oftmals nachfühlen. Auch in der Gemeinschaft der Bewohner kommen einige emotionale Momente vor, was mir gut gefallen  hat.  Positiv:  * schön zu lesender und bildhafter Schreibstil * sehr gute Ausarbeitung der Charaktere * super Mischung aus ernsthaften und humorvollen Momenten * die Inhalte und die Thematik regt zum Nachdenken an Negativ:  * in Sachen Spannung hätte es noch ein bisschen Luft nach oben gegeben "Die Letzten" ist ein toller Roman, der mich durch seine realitätsnahen Themeninhalte bewegt und zum Nachdenken gebracht hat. Ich kann diese Geschichte empfehlen, da sie mir schöne und besondere Lesestunden beschert hat!

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  • Sehr anstrengend erzählt

    Die Letzten

    raven1711

    10. November 2017 um 14:20

    Rezension Madeleine Prahs - Die Letzten Klappentext:Es ist Herbst in einer Großstadt: Das letzte, unsanierte Haus in der Hebelstraße wird »leergewohnt. Karl Kramer, 55 Jahre alt, Hausmeister, Elisabeth Buttkies, 72, Deutschlehrerin a. D., und Jersey, 28 Jahre, Studentin in Teilzeit, sind noch übrig – und sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Welt vor der Tür meint es nicht immer gut mit ihnen, so glauben sie, aber drinnen pflegen sie ihre Wunden und streicheln die Narben. Bis der Brief des neuen Hauseigentümers kommt: Auszug. Kernsanierung. Endgültig. Der Kampf der Bewohner um ihr vermeintlich letztes Stückchen »Ich« beginnt. Man verbarrikadiert sich, Katzen werden vergiftet und Perücken abgefackelt – fast ist es zu spät, doch dann schließen sich „die Letzten“ zusammen. Am Ende blühen die Geranien wieder. Es ist Frühling. Drei sind glücklich. Und einer ist tot.Meinung:Sie sind die letzten Mieter im Haus. Karl, Mitte 50, arbeitslos und ehemals Hausmeister des Hauses, Elisabeth, Ende 70, alleinstehend und krebskrank, sowie Jersey, Ende 20/Anfang 30, Punkerin und immer auf Krawall gebürstet. Nun sollen sie raus aus dem Haus, doch jeder von ihnen hat seine Gründe, die Räumungsklage zu ignorieren. Unterstützt werden sie dabei unwissentlich von dem Haus selber, der gegen den neuen Besitzer einen Groll hegt und nicht modernisiert werden möchte. Ob sie es gemeinsam schaffen, die Räumung ihrer Wohnungen zu umgehen, wo sie sich doch eigentlich gegenseitig gar nicht mögen?Die Inhaltsangabe klingt toll und ich versprach mir hier einen bitterbösen, unterhaltsamen Roman. Ein wenig habe ich das auch bekommen, leider hat Madeleine Prahs hier einen sehr anstrengenden Erzählstil gewählt, der beim Lesen eher ermüdet hat und dessen Witz nicht immer zündete.Dementsprechend schwer fiel es mir auch, mich in die Protagonisten des Romans hineinzuversetzen und deren Schicksale mich leider nicht so berührt haben, wie ich es mir bei einem Buch dieser Art gewünscht habe. Zwar erfährt man hier einiges über die Charaktere und insgesamt sind ihre Figuren auch gut ausgearbeitet, trotzdem blieb beim Lesen immer eine gewisse Distanz, die sich auch im Handlungsverlauf nicht änderte und es mir erschwerte, richtig warm mit der Geschichte zu werden.Trotzdem fand ich die Idee hinter dem Buch schön und auch wenn es manchmal anstrengend zu lesen war, so waren die Einfälle der Autorin doch sehr originell und einfallsreich. Fazit:Die Letzten konnte mich leider nicht ganz so packen, wie ich es mir bei einem Buch wie diesen Gewünscht hätte. Der etwas anstrengende Erzählstil und die doch sehr eigenwilligen Charaktere kamen nicht immer bei mir an, so dass die schöne Idee hinter der Geschichte nicht ganz überzeugen konnte.Von mir gibt es 3 von 5 Punkten.Vielen Dank an den DTV Verlag für das Rezensionsexemplar.

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  • Amüsant

    Die Letzten

    Buecherschmaus

    21. October 2017 um 09:58

    Sie sind die Letzten in der Hebelstraße 13. Alle anderen haben sich locken lassen von den Angeboten des auf Mietsteigerung durch Kernsanierung spekulierenden Vermieters Thomas Grube. Oder sie haben resigniert, waren den Drohungen und Schikanen nicht länger gewachsen und sind dann doch ausgezogen. Nur drei der einst fünfzehn Parteien sind dem zunehmenden Druck noch nicht gewichen, den Bauarbeiten im Treppenhaus, der unterbrochenen Wasserversorgung, der drohenden Räumungsklage.Vorgestellt werden uns die drei verbliebenen Bewohner von – der Hebelstraße 13. Die Autorin Madeleine Prahs lässt das Haus selbst zu Wort kommen, das wird dem Leser bald klar. Sie macht es zum moderierenden Erzähler, der sich auch an den Leser direkt wendet, ihm von den in ihm wohnenden Menschen erzählt und dafür auch eigene Kapitel erhält.Die anderen Kapitel sind Karl Kramer, Marina Weber, genannt Jersey und Elisabeth Buttkies gewidmet und jeweils durch die Wohnungsangabe (Erdgeschoss rechts, Dachgeschoss, 2.Stock Mitte) deutlich gekennzeichnet. Die Drei bilden alles andere als eine solidarische Hausgemeinschaft und sind recht eigenwillige Charaktere. Das muss man wohl auch sein, wenn man einer der „Letzten“ ist.Karl Kramer ist Mitte Fünfzig und seitdem er arbeitslos wurde verrichtet er Hausmeistertätigkeiten in der Hebelstraße 13. Geschieden, alleinstehend, brummig, kämpft er um ein wenig Ordnung in dem aufgegebenen Haus. Jersey ist eine recht ziellos durchs Leben treibende Studentin, Tagträumerin, mit der Miete im Rückstand und Alkohol und Drogen zugeneigt und mit der Welt irgendwie im Clinch. Elisabeth Buttkies schließlich ist pensionierte Lehrerin und schwer krebskrank. Auch sie ist nicht gerade sehr umgänglich, ihr Paradies ist der Balkon mit Plastikblumen. So beäugen sich die Drei misstrauisch und ablehnend und es bedarf schon eines spektakulären Ereignisses, dass sie zusammenfinden und Solidarität untereinander empfinden.Madeleine Prahs schreibt witzig und lakonisch, schreckt auch vor dem einen oder anderen Klamauk nicht zurück, behält aber auch ihr Thema, die „Entmietung“, im Auge. Die Geschichte sprüht nur so vor Ideen, Einfälle und Wendungen. Ab der Mitte allerdings überdreht die Autorin für meinen Geschmack etwas. Der Handlungsverlauf wird sehr schräg und auch nicht mehr glaubwürdig. Dabei ist die Idee, das Haus tatkräftig in das Geschehen eingreifen zu lassen, durchaus gelungen. Ein bisschen weniger wäre hier aber durchaus mehr gewesen. Unterhaltsam und spaßig ist das Buch aber auf jeden Fall.

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  • Hoffentlich nicht das letzte Buch

    Die Letzten

    Eggi1972

    07. September 2017 um 10:49

    Madeleine Prahs. „Da war doch was?“, war mein erster Gedanke, wo ich bei dtv von „Die Letzten“ gelesen habe. Es war das Buch „Nachbarn“ und es hatte mich im Nachgang auch über die letzten Jahre hinweg immer mal wieder beschäftigt. Somit war der Wunsch, „Die Letzten“ zu lesen doch sehr, sehr stark. Der Klappentext hatte ja einiges versprochen und damit die Latte recht hoch gesetzt. Über die Tapete, die auf dem Cover abgebildet ist, schweige ich besser. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir dieses Muster bekannt vorkommt. Das Anlesen war auch sofort so, dass ich das Verlangen hatte, dieses Buch zu lesen, und so tauchte ich sehr schnell in die Geschichte ein. Dies liegt zum einen an dem Schreibstil von Frau Prahs, der mich diesmal irgendwie noch um einiges mehr fesselt. Wie schon bei den Nachbarn, sind die drei Hauptpersonen richtig scharf gezeichnet. Da ist Hausmeister Karl Kramer, der mir am Anfang wie ein absoluter Spießer vorkam und einem immer mehr ans Herz wächst, je mehr man ihn kennenlernt. Frau Buttkies, die etwas tüdelige Deutschlehrerin, die Krebs hat und gelegentlich das Gefühl, dass alles in ihrem Kopf verschwindet, was besonders bei dem Aufeinandertreffen mit der Studentin Jersey im Baumarkt, wo diese jobbt, besonders zum Tragen kommt. Jersey ist das Küken der drei noch verbliebenen Bewohner und wird auch die kleine Punkerin genannt. Alle drei wollen nicht ausziehen. Dies ist das Merkmal, das sie am Anfang eint - ob sie nun wollen oder nicht! Es ändert sich eigentlich erst dann, als der Kater von Jersey durch die verbrannte Perücke von Frau Buttkies umkommt. Karl Kramer hatte diese verbrannt und die Reste in einer Schüssel vor Frau Buttkies Wohnung gestellt. Dass der Kater dann dies frisst und, oh Wunder, nicht verträgt und daran stirbt, ist irgendwie logisch. Dass man dadurch in einer Hausgemeinschaft zusammenfindet, ist dann doch etwas verwunderlich. Falls man jetzt denkt, dass der Kater der Tote ist, der in dem Buch tragisch umkommt, der liegt weit daneben. Wer umkommt? Keine Angst, dies werde ich sicherlich nicht erzählen! Vor allem das „Wie?“ ist einfach lesenswert. Komme ich mal langsam zu meinem Fazit. Entweder ist meine Lesegewohnheit mittlerweile eine andere, oder Frau Prahs schreibt noch besser als vorher. Dieses Buch hat mich auf alle Fälle schon beim Lesen so was von mitgenommen, da die Personen, egal welche, eine Tiefe bekommen haben, die sie einem einfach nur ans Herz wachsen lassen. Man spürt die Freundschaft zwischen den Dreien von Seite zu Seite wachsen, wobei sie am Anfang erbitterte Feinde waren. Aber sie haben sich aneinander gewöhnt und sind einer für den anderen da. Sie wachsen alle drei an ihren Aufgaben und Problemen. Madeleine Prahs hat einen feinen schwarzen Humor, welcher immer wieder durchkommt. Alleine durch die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird und wer die Hauptpersonen in dem Buch sind, muss man sich ab und an ein Tränchen der Freude ausdrücken. Aber dieses Buch regt auch zum Nachdenken über die verschiedenen Personen und auch ein wenig über unsere heutige Gesellschaft an, denn es zeigt auch, dass man immer wieder von anderen Personen lernen kann, wenn man sich nur auf diese einlässt. Ich freue mich auf den nächsten Roman von Frau Prahs, und ich würde mich freuen, wenn sie beim Durchstreifen der nächsten Buchhandlung dieses Buch mal in die Hand nehmen, sich in die Geschichte einsaugen lassen und dieses Buch einfach mitnehmen. Wie gesagt es regt zum Lachen und Nachdenken an und ist schon deswegen ein richtig gutes Stück Literatur, welches gelesen werden sollte. http://www.literaturlounge.eu

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  • Die Letzten - Ein Haus kämpft ums Überleben!

    Die Letzten

    zauberblume

    27. August 2017 um 14:07

    "Die Letzten" ist das erste Buch, das ich von der Autorin Madeleine Prahs gelesen habe. Die Autorin entführt uns in eine Großstadt und hier machen wir in der Hebelstraße halt. Ich zitiere die Autorin: Dies hier ist kein Roman (Gott sei Dank) oder Film, sondern das Leben, nicht mehr und nicht weniger, denn alles hat sich genau so zugetragen.Der Inhalt: Ein typischer Herbst in einer Großstadt: Das letzte unsanierte Haus in der Hebelstraße wird leergewohnt. Es gibt nur noch drei Mieter in diesem Haus und die hassen sich bis aufs Blut: Karl Kramer, Hausmeister und Realist, Elisabeth Buttkies, lebensmüde Witwe und Jersey, Studentin in Teilzeit mit Chardonnay-Problem. Und dann droht ihnen durch den Eigentümer der Rausschmiss und die drei Erzfeind werfen sich gemeinsam in die Abwehrschlacht. Was sie nicht ahnen, jemand versucht ihnen zu helfen und das Geschehen zu beeinflussen. Am Ende blühen die Geranien wieder. Drei sind glücklich und einer ist tot.Eine wunderbare Tragikkomödie, die mich zum Lachen und zum Weinen gebracht hat. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich toll. Die Geschichte hat mich begeistert und auch berührt. Bildlich kann ich mir das 5stöckige Haus in der Hebelgasse 13 vorstellen. Und in diesem riesen Haus gibt es nur noch drei Mieter. Im Erdgeschoss rechts wohnt der 55jährige Karl Kramer. Ich sehe den Hausmeister vor mir, wie er sich mit einer Engelsgeduld um alles kümmert und dann bekommt er auf einmal einen Brief und ist wie vor den Kopf geschlagen. Nun wandern wir ins Dachgeschoss. Hier wohnt die 28jährigeDauerstudentin Jersey, die mit einigen großen Problemen zu kämpfen hat. Und dann im 2.Stock mitte wohnt die 72jährige Elisabeth, eine ehemalige Deutschlehrerin. Sie beobachtet immer genau, was ringsherum geschieht. Und dann als sie alle drei einen Aufhebungsvertrag für ihre Wohnungen bekommen, schließen sie sich zusammen - das finde ich klasse- und beginnen gemeinsam zu kämpfen. Und da fällt ihnen ja allerhand ein. Man kann sich ja wirklich alles bildlich vorstellen und das Kopfkino beginnt zu laufen. Und die drei gehen ja bis zum Äußersten, das ist ja ganz schön mutig von ihnen. Hätte ich nicht erwartet. Ein schönes Ende, denn jeder findet wieder seinen Platz an dem er glücklich ist. Eine unterhaltsame Geschichte für äußerst vergnügliche Lesestunden. Das Cover unterscheidet sich etwas von den sonstingen Cover, aber genauso könnte ja eine Tapete in dem alten Mietshaus ausgesehen haben. Gerne vergebe ich 4 Sterne.

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