Madeleine Wickham Die Heiratsschwindlerin

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Inhaltsangabe zu „Die Heiratsschwindlerin“ von Madeleine Wickham

Leichtfüßige Chick-Lit mit Ansatz von Tiefgang. Eine überraschend gute Lektüre.

— Wortwanderin

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    Die Heiratsschwindlerin

    Wortwanderin

    18. October 2013 um 15:03

    Inhalt Die Braut, die sich doppelt traut Als Milly zum ersten Mal ihr Jawort gibt, ist sie achtzehn, übermütig und entschlossen, etwas Gutes zu tun. Die Ehe soll nämlich einem sympathischen Amerikaner die Aufenthaltsgenehmigung in England sichern. Die Sache ist auch schnell vergessen, nachdem der Kontakt zu ihrem Gatten bald nach der Trauung abbricht. Doch zehn Jahre später steht Milly vor einem Problem: Sie hat mit Simon Pinnacle ihren Traummann gefunden, und in wenigen Tagen soll geheiratet werden. Was weder der überglückliche Simon noch sonst jemand weiß: Die Braut ist noch immer verheiratet. Mitten in den Vorbereitungen zur Traumhochzeit platzt die Bombe ... Meine EindrückeDa ich erst spät überhaupt bemerkte, dass hier Kinsella auf dem Cover steht, konnte ich unvoreingenommen an das Buch herangehen. Viele Kinsella-Fans greifen wohl blind auch zu den Wickham-Büchern und sind danach bitter enttäuscht, weil die ja ganz anders sind. Die persönliche Info der Autorin im Buch über eben diesen Fakt, scheinen die Damen dann auch geflissentlich zu „übersehen“. Nun denn, ich war gespannt, wo die Unterschiede sind. Zuerst fällt da kein wesentlicher Unterschied auf. Der typische Schreibstil mit seiner Einfachheit und dem eher positiven Unterton ist unverändert. Er ermöglicht, dass man sich sofort in der Geschichte einfindet. Diese startet also mit Milly, welche ihren Verlobten Simon in wenigen Tagen heiraten möchte. Dass sie vor 10 Jahren bereits eine Spontanehe unter fragwürdigen Umständen eingegangen ist, ignoriert sie einfach. Wird schon irgendwie gut gehen. Dass sie weder Kontakt zu ihrem schwulen Ehemann hat, noch sich jemals um die Scheidung gekümmert hat, setzt dem Ganzen die Krone auf. Als ihr dann plötzlich ein alter Bekannter begegnet, der sehr wohl um ihr kleines Geheimnis weiß, kommt der Stein schließlich ins Rollen. Das Interessante hier ist: Nicht nur Milly hat Leichen im Keller. Ihre nach außen hin perfekte Schwester, das vermeintlich auf ewig glückliche Elternpaar, sogar ihr ach so zufriedener Verlobter – auf einmal prasselt eine Überraschung nach der anderen auf den Leser ein. Seite um Seite bröckelt die makellose Fassade und entblößt normale Menschen mit normalen Problemen, denen sie sich endlich stellen müssen. Auf welche Weise das geschieht empfand ich in „The Wedding Girl“ am fesselndsten.Wer mich nicht fesseln konnte, war Protagonistin Milly. Eine großherzige, romantische Frau – keine Frage – aber leider bodenlos naiv, ohne eigene Meinung oder Rückgrat. Allein die Umstände um ihre 1. Ehe und Nicht-Scheidung sind dermaßen überzogen, dass man sich wundert, wie dämlich sie sein muss, um hier nicht richtig reagiert zu haben. Glücklicherweise behandelt die Geschichte noch eine Vielzahl anderer Schicksale, die alle mit Milly verknüpft sind. Aber eben nicht Milly selbst. Wirklich ergreifend empfand ich die Handlung um den Freund von Millys 1. Ehemann. Dieser versucht seit Jahren seine eigentliche sexuelle Neigung zu ergründen. Nach einem homoerotischen Ausflug damals, versucht er heute mit Hilfe von kirchlicher Unterstützung und einer Hetero-Ehe gegen seine tatsächliche Sexualität vorzugehen. Zu lachen gibt es in „The Wedding Girl“ tatsächlich nicht viel. Trotzdem ist dies kein schweres Buch, das einen runterzieht. Viel eher werden die typischen Sorgen um Sexualität und Partnerschaft, Komplexe und Geltungsdrang etc. behandelt. Ein sehr konzentrierter Querschnitt durch die Gesellschaft, aber nicht unrealistisch. Das Buch liest sich schnell weg und behandelt keine Person zu lang. Der Spannungsbogen wird gekonnt aufgebaut und auch der Höhepunkt der Geschichte konnte mich überzeugen. Das Ende? Fand ich logisch. Leicht angekitscht, aber mit einem bitteren Beigeschmack. Fazit Mein erster Wickham war eine positive Überraschung. Ein Buch, das seine Vielschichtigkeit langsam enthüllt und einen in den Bann zieht. Dass nichts ist, wie es scheint, wird dem Leser auf einfühlsame Weise mitgeteilt, verpackt in eine Geschichte, die berührt und fesselt. Deren Charaktere man ins Herz schließt und ihnen das Beste wünscht. Die Autorin hat hier nur einen Patzer eingebaut: Milly. Die war leider der Gipfel an Dämlichkeit, ansonsten ist dieses Buch absolut hinreißend. Ich habe es in 2 Tagen geradezu inhaliert. Von mir 4 Sterne und eine Empfehlung.

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