Madeline Miller Das Lied des Achill

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Inhaltsangabe zu „Das Lied des Achill“ von Madeline Miller

Patroklos, ein in Ungnade gefallener Prinz im Knabenalter, wird ins Exil nach Phthia geschickt, wo er, als einer unter vielen, im Schatten des Königs Peleus und seines Sohnes Achill einsam und unbeachtet lebt, bis Achill sich eines Tages seiner annimmt. Die zaghafte Annährung entwickelt sich bald zu einer unerschütterlichen Freundschaft. Seite an Seite wachsen Achill und Patroklos zu jungen Männern heran, und bald erblüht eine zarte Liebe zwischen ihnen. Der Friede wird jedoch jäh zerstört, als Paris Helena aus Sparta entführt und sich die Männer Griechenlands zum Kampf gegen Troja versammeln. Verführt von der Prophezeiung seiner ruhmreichen Bestimmung, schließt sich Achill ihnen an. Patroklos, innerlich von Angst und Liebe zerrissen, folgt Achill in den zehn Jahre währenden Krieg, nicht ahnend, dass er das Schicksal seines geliebten Freundes in die Hände der Götter geben muss.

Eine unglaubliche Geschichte, die einen sofort in ihren Bann zieht!

— missNaseweis
missNaseweis

Tolle Geschichte

— weinlachgummi
weinlachgummi

Das Buch ist unglaublich schön :-)

— musikbuch
musikbuch

unbedingt lesen! es lässt einem nicht mehr los: sehr gut geschrieben, wundervolle Charaktere,...

— leiraselene
leiraselene

Tolles Buch, dass einen auf jeden Fall mitreißt! Es erzählt die berühmte Geschichte mal aus einem anderen Blickwinkel.

— leyax
leyax

Dieses Buch war einfach herzzerreißend... Hat mich zu Tränen gerührt

— TouchTheSky
TouchTheSky

Erzählt wird in diesem Buch die Geschichte des tragischen Helden Patraklos und seines Freundes Achill. Sehr unterhaltsam!

— Nespavanje
Nespavanje

Ein unglaublich mitreißendes Buch, das den Leser Achills Geschichte komplett neu erleben lässt!

— Svarta
Svarta

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  • Das Lied des Achill

    Das Lied des Achill
    weinlachgummi

    weinlachgummi

    16. June 2017 um 17:02

    *Kurzmeinung*Aufmerksam auf das Lied es Achill wurde ich als ich etwas ähnliches wie die Prinzen Trilogie von C.S. Pacat gesucht habe. Die Bücher sind zwar nicht so Ähnlich, gehen aber in die gleiche Richtung.Das Buch habe ich mir extra für meinen Griechenland Urlaub aufgehoben, ich finde es ist gleich noch mal etwas anderes, wenn man ein Buch dort liest, wo die Geschichte entstammt. Es beflügelt die Atmosphäre und wird dadurch zu etwas Besonderen. So habe ich es innerhalb von Zwei Tagen am Strand verschlungen. Achilles und seine Geschichte kannte ich davor nur aus dem Film Troja, Stichwort Brad Pitt in Ledershorts. Leider wurde da wohl einiges geändert, um die Geschichte, wie sagt man so schön, einem breiteren Publikum zu öffnen. Denn, so heißt es, sei Patroklos nicht der Vetter von Archill gewesen, sondern sein engster Freund und Geliebter. Die Liebesgeschichte der beiden steht auch im Buch nicht im Mittelpunkt, aber trotzdem ist die Zuneigung und Liebe der beiden immer präsent. Es ist also keine klassische Lovestory. Es geht auch viel um das Drumherum. Erzählt wird aus der Sicht von Patroklos und die Geschichte fängt an, als die beiden noch klein sind. So zusagen, vom Anfang bis zum Ende. Dies ist immer der Nachteil an historischen Büchern, man weiß wie es endet. Und in diesem Fall tragisch.Von mir aus hätte das Buch gerne noch 400 Seiten mehr haben dürfen. Die einzelnen Episoden werden zwar ausreichend beschrieben, aber da das Buch mit seiner Thematik selten ist. Hätte ich gerne noch länger in dieser Welt verweilt. In einer Welt voller Götter, in der Männer zu Helden gemacht werden. Legenden geschrieben, die die Zeit überdauern.Fazit:Das alte Griechenland, mit seiner Mythologie, den Göttern und den Wunsch nach Heldentum und Unsterblichkeit kommt sehr gut raus. Die Atmosphäre ist toll.Die Liebesgeschichte steht zwar nicht so im Fokus, ist aber trotzdem spürbar.Zu keiner Zeit zäh oder langweilig, ja manchmal finde ich historische Bücher leider so.Das Ende zwar wohl bekannt, trotzdem hätte ich fast ein paar Tränchen verdrückt.

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  • Eine einmalige Liebesgeschichte - alles andere als abgekupfert

    Das Lied des Achill
    MelanieHoffmann

    MelanieHoffmann

    19. May 2016 um 15:49

    „Mein Blick bleibt an einem Jungen mit blonden Haaren hängen, der zwischen den dunklen, zerzausten Köpfen heraussticht. Ich beuge mich vor, um ihn besser zu sehen. In den Haaren des Jungen, die wie Honig leuchten, schimmert es golden – der Reif eines Prinzen.“   So beschreibt, wenn nicht der Held, dann doch wohl der Protagonist des Romans, Patroklos, Sohn des Menoitios, seinen ersten flüchtigen Blick auf Achill, eine Gestalt, die jedem auch ohne Illias-Lektüre bekannt sein dürfte. Patroklos ist der Sohn eines Königs, doch schon in jungen Jahren in Ungnade gefallen, wird er ins Exil nach Phthia geschickt. Gemeinsam mit anderen Heranwachsenden bewundert er den aufstrebenden Stern des jungen Achill, der, so wurde es prophezeit, für ein besonderes Schicksal auserkoren ist. Entgegen aller Erwartungen nimmt sich Achill Patroklos an und die beiden werden weit mehr als Freunde. Doch das Idyll der Liebhaber zerbricht, als die Neuigkeit des „Raubs“ der Helena die griechischen Stämme gegen die Trojaner vereint.   Der weitere Verlauf der Handlung dürfte jedem bekannt sein, doch Madeline Miller schafft es, die Tragik und die Epik Homers wiederauferstehen zu lassen, indem sie einen Charakter, der häufig zugunsten der einprägsameren Helden in den Hintergrund geriet, zum Herzstück und Sympathieträger ihres Romans macht. Vielmehr als Achill, ist Patroklos in dieser meisterhaften Erzählung der tragische Held, der in typisch griechischer Manier die Unabwendbarkeit des Schicksals aufzeigt. Nebenbei ist die Idee einer homosexuellen Beziehung der beiden keine moderne Re-interpretation der Autorin, nein, bereits in der Antike stritten sich Philosophen über die Auslegung dieser zweideutigen Beziehung.   Madeline Millers Sprache ist wunderschön lyrisch und von einer Eleganz, die gerade in ihrer Klarheit absolut berauschend ist.  Ihre lange Arbeit an der Stimme Patroklos’ hat sich daher zweifellos gelohnt. Eindringlich berichtet er ebenso von dem Glanz des Krieges und des Achill, wie auch von der Hybris, die ihm schließlich zum Verhängnis wird.   Es ist diese Sprache, gepaart mit einer leidenschaftlichen Hingabe an die homerische Erzählweise, welche diesen Roman zu einem herzzerreißenden Lesegenuss machen.

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  • Achill und Patroklos Seite and Seite

    Das Lied des Achill
    MuenisBookWorld

    MuenisBookWorld

    08. February 2016 um 19:30

    Patroklos kommt nach Phthia, wo er Achill kennenlernt, einen Jungen, der von allen gemocht wird und alles beherrscht. Selbst auf der Leier spielt er begabt. Patroklos ist zu nichts fähig und muss Achill zusehen, wie er als Held behandelt wird. Seine Ausstrahlung berührt Patroklos zutiefst. Jeden Tag beobachtet er Achill von seinem Tisch aus, bis er endlich zu ihm kommt. So wachsen beide Jungen weit weg von Troja auf und ahnen noch nicht, was auf sie zukommt. Während Patroklos lieber kämpfen würde, ist Achill der ruhige von beiden. Bereits auf den ersten Seiten merkt man dass zwischen Achill und Patroklos mehr herrscht, als nur eine banale Freundschaft. Auf den darauffolgenden Seiten wird die intensive Freundschaft zwischen den beiden Protagonisten zu einer Liebe, der keine Steine in den Weg gestellt werden darf. Achill und Patroklos finden sich, egal wo sie sind. Im ersten Abschnitt kommt die Beziehung von Achill und Patroklos viel besser zur Geltung als im nächsten Abschnitt des Romans. Das liegt zum einen daran, dass sie nicht mehr jung sind. Und zum anderen ist endlich die Zeit gekommen. Sie werden in den Krieg gerufen. Dort wird ihre Liebe unter die Probe gestellt. Achill ist tapfer und schlägt sich überall durch, während Patroklos der Pfleger im Heer ist. Er ist einfühlsam und setzt sich trotz seiner Liebe zu Achill für Briseis ein und rettet sie aus den Händen von Agamemnon. Die Liebe zwischen Achill und Patroklos ist ein wenig gewöhnungsbedürftig für den Leser. Dadurch dass aber immer nur sie im Mittelpunkt stehen und es auch nur um die zwei geht, gewöhnt man sich schnell an ihre Beziehung. Doch wenn Briseis auftaucht, wünscht man sich Patroklos würde ihr gehören. Für einen Moment denkt man, dass er sich Briseis hingibt und mit ihr ein Kind zeugen wird, denn er weiß, dass er nie ein Kind geschweige denn eine herkömmliche Familie mit Achill haben wird. Während sich Patroklos darüber ernste Gedanken macht, geht Achilles gleichgültig mit der Sache um. Die zwei Protagonisten sind sehr unterschiedlich und passen nichtsdestotrotz wie die Faust aufs Auge, denn sie ergänzen durch ihre Gegensätze. Wenn man die Geschichten über Troja gerne hört und begeistert von dem Film ist, braucht man sich bei dem Roman "Das Lied des Achill" keine Sorgen machen. Das Buch wird Emotionen aufwirbeln und dem Leser gefallen schenken. Hat man den Roman erst einmal in den Händen kann man sich auf eine Reise nach Phthia und Troja gefasst machen.

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  • Uralter Mythos und unsterbliche Liebe

    Das Lied des Achill
    Nespavanje

    Nespavanje

    13. May 2015 um 13:41

    Patraklos wird wegen eines verübten Mordes vom heimischen Königshof verstoßen und in das Exil nach Phytia geschickt. Dort angekommen, zieht er die Aufmerksamkeit von Achill, Sohn des dort herrschenden Königs Peleus, auf sich. Aus der anfänglichen Freundschaft erblüht eine zarte und zerbrechliche Liebe und als sich mit der Entführung der schönen Helena eine alte Prophezeiung bewahrheitet, erfüllt sich auch das Schicksal zwischen Achill und Patraklos.   Das Lied des Achill ist Madeline Millers Debütroman und erzählt aus der Sicht des Patraklos von einem uralten Mythos und eine unsterbliche Liebe. Dafür hat sie den Orange Prize for fiction 2012 (wurde in Womans prize for fiction unbenannt) erhalten. Ganz zur Recht, wie ich finde, denn das Schreiben liegt ihr. Ihre Stärke liegt für mich eindeutig in der Gestaltung der Charaktere und der flüssige Text, der ohne großartig verschachtelte Sätze auskommt. Erzählt wird die Lebensgeschichte des Patraklos, der eine nicht mindere Rolle im trojanischen Krieg spielt und deswegen für mich eine sehr tragische Figur ist, in diesem vom Göttern gelenkten Spektakel. Dieser Krieg und die List mit dem trojanischen Pferd ist das wohl zentralste Thema der griechischen Mythologie und wird wahrscheinlich auch Lesern ein Begriff sein, die Homers Ilias nicht kennen. Zumindest seit der Verfilmung mit Brad Pitt in der Hauptrolle, ist das trojanische Pferd mehr als ein geflügeltes Wort und diese hier neuadaptierte, voll mit Pathos, Kampf und Ehre gespickte Geschichte, ist eine jener, von der ich gewusst habe wie sie ausgehen und deren Ende man eigentlich nicht so recht wahrhaben will. Das Lied des Achill ist Millers einziger Roman, bis auf eine auf Englisch erschienene Kurzgeschichte über Galatea, und ich bin auf alle Fälle gespannt, was diese Schriftstellerin noch in petto hat.

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  • Das Lied des Achill

    Das Lied des Achill
    Svarta

    Svarta

    Inhalt: "Patroklos, ein in Ungnade gefallener Prinz im Knabenalter, wird ins Exil nach Phthia geschickt, wo er, als einer unter vielen, im Schatten des Königs Peleus und seines Sohnes Achill einsam und unbeachtet lebt, bis Achill sich eines Tages seiner annimmt. Die zaghafte Annährung entwickelt sich bald zu einer unerschütterlichen Freundschaft. Seite an Seite wachsen Achill und Patroklos zu jungen Männern heran, und bald erblüht eine zarte Liebe zwischen ihnen. Der Friede wird jedoch jäh zerstört, als Paris Helena aus Sparta entführt und sich die Männer Griechenlands zum Kampf gegen Troja versammeln. Verführt von der Prophezeiung seiner ruhmreichen Bestimmung, schließt sich Achill ihnen an. Patroklos, innerlich von Angst und Liebe zerrissen, folgt Achill in den zehn Jahre währenden Krieg, nicht ahnend, dass er das Schicksal seines geliebten Freundes in die Hände der Götter geben muss." Für mich persönlich war dieses Buch eines der größten Überraschungen in diesem Jahr - im positiven Sinn natürlich! Ich interessiere mich schon seit jeher für Griechische Sagen und Legenden und liebe auch den Film "Troja", deshalb habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut! Und ich kann sagen die Autorin hat mich nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil denn sie hat es geschafft Achills - und vor allem auch Patroklos - Geschichte neu zu erzählen und den Krieg rund um Sparta auf eine unglaublich faszinierende und spannende Weise aufleben zu lassen. Aber der Krieg ist nur ein kleiner Teil dessen was das Buch ausmacht, vor allem die verschiedenen Charaktere und ihre Beziehungen zueinander machen für mich den Reiz an diesem Buch aus. Man trifft einige bekannte Persönlichkeiten und Sagengestalten, denn die Götter und auch göttliche und fantastische Wesen spielen im Buch eine große Rolle. Man merkt das die Autorin gut recherchiert hat und sich sehr gut mit der Materie auskennt. Auch ihr Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich konnte von dem Buch gar nicht mehr lassen. Anders als im Film ist Patroklos nicht sein Vetter, sondern sein bester Freund, Vetrauter und Berater aber auch seine große Liebe. Die Geschichte erzählt auf sehr einfühlsame Weise wie die beiden zusammen aufwachsen, lernen, trainieren und auch wie sie sich verlieben und zusammen in den Krieg ziehen müssen. Die Seiten vor dem Krieg flogen nur so dahin, man lebte mit beiden in den Tag hinein und lernt sie sehr gut kennen. Ich persönlich habe beide wirklich schnell ins Herz geschlossen und war für beide voller Mitleid da man ja weiß wie die Geschichte für beide ausgeht. Die beiden - Achill und Patroklos - sind tolle Charaktere, beide sehr unterschiedlich und haben ihre guten, aber auch schlechte Seiten, aber sie ergänzen sich perfekt. Als der Krieg beginnt und die beiden aufbrechen war die Stimmung sehr bedrückend, da das Schicksal der beiden schon besiegelt war. Man meint erst es ist bald vorbei und hält bei jedem Kampf den Atem an und ist voller Sorge um die beiden, doch der Krieg dauert an. 10 Jahre in denen man mit dem Geschehen eines Krieges und dem Leben in einem Feldlager vertraut wird und sich mit den Protagonisten an die Umstände gewöhnt... bis es zum großen Finale kommt. Ganz ehrlich: obwohl ich wusste was kommt hat mich das Ende emotional total mitgenommen. Die Autorin hat es auf ihre eigene Weise so spannend und emotional gemacht, einfach toll! Fazit: Für mich eines der Favoriten dieses Jahr und auch allgemein der letzten Jahre, ich bin einfach nur total begeistert und werde die Autorin Madeline Miller auf jeden Fall im Auge behalten. Wer sich für Achill, Troja und griechische Sagen interessiert, dem kann ich das Buch wirklich wärmstens empfehlen! Ich vergebe 5 Sterne und Favoritenstatus. http://natzes-leseecke.blogspot.de/2014/07/rezension-das-lied-des-achill.html

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    Arun

    Arun

    21. July 2014 um 09:41
  • Rezension zu "Das Lied des Achill" von Madeline Miller

    Das Lied des Achill
    SitataTirulala

    SitataTirulala

    15. October 2012 um 07:04

    Nachdem er ungewollt den Tod eines Jungen herbeigeführt hat, wird Prinz Patroklos von seinem Vater ins Exil nach Phtia geschickt. Er ist nicht der einzige Junge, den König Peleus dort aufgenommen hat, und wäre vielleicht sogar in der Menge untergegangen, wenn sich nicht Achill seiner angenommen hätte, Sohn des Peleus und der Nymphe Thetis. Aus der unterschütterlichen, ergebenen Freundschaft wird mehr und bald ist Patroklos nicht mehr nur der erwählte Gefährte des Aristos Achaion, des besten der Griechen, sondern auch sein Geliebter. Als Paris Helena, die Königin von Sparta und schönste Frau der Welt, nach Troja entführt, folgt Patroklos Achill in den Krieg. Während Achill darauf aus ist, seinem Namen unsterblichen Glanz zu verleihen, ist Patroklos entschlossen, den Göttern, die seinem Freund einen frühen Tod prophezeit haben sollte er nach Troja gehen, so viele Jahre wie nur irgend möglich abzutrotzen. Doch die Götter sind wankelmütig, wie sie beide feststellen müssen. ---------- Jeder kennt Homers Ilias. Wenn man sie auch nicht selbst gelesen hat, so hat man sich doch in der Schule oder in der Freizeit zumindest schon mal so weit mit der griechischen Mythologie auseinander gesetzt, um diese vielleicht bekannteste aller Sagen zu kennen. Achill, Patroklos, Helena, Paris, Hektor, Odysseus, Agamamnon - alles keine unbekannten Namen. Zuletzt wurde der Mythos 2004 in Form des Filmes von Wolfgang Petersen einer breiten Öffentlichkeit produziert. Ich, und dazu stehe ich, mochte diesen Film über alle Maßen und kann ihn mir bis heute wieder und wieder anschauen. Und jetzt, nachdem ich Madeline Millers Version gelesen habe, kann ich mir gut vorstellen, dass ich mir auch dieses Buch immer wieder zu Gemüte führen kann. Sie geht anders an den Stoff heran und der Fokus der Geschichte liegt unbestreitbar bei Patroklos, der hier als Ich-Erzähler fungiert, und Achill. Von Seiten der Trojaner bekommt man nur mit, was auch bis zu Patroklos ins Lager der Griechen vordringt. Aber das macht die Erzählung keineswegs einseitig oder langweilig, denn das Augenmerk der Autorin liegt ganz klar in der Charakterzeichnung Achills und Patroklos'. Das Band zwischen den beiden, das sich im Laufe des Buches in eine respekt- und hingebungsvolle Liebe wandelt, wirkt nicht im geringsten kitschig. Madeline Miller verzichtet auf klassische Klischees und hat es immer wieder geschafft, mich ein kleines bisschen zum Seufzen zu bringen, schlicht und ergreifend weil ich die Geschichte so schön fand. Und das gelingt ihr auch völlig ohne Schachtelsätze oder eine Blumenwiese an überzogenen Metaphern. Madeline Miller schreibt einfache, leicht verständliche und flüssig lesbare Sätze - und sie sind doch so wirkungsvoll, dass sie mich stellenweise unglaublich berührt haben. Leider ist "Das Lied des Achill" eines dieser Bücher, von denen man weiß wie sie ausgehen. Wie sie ausgehen müssen, weil sie nun mal auf einer gemeinhin bekannten Geschichte beruhen. Und deren Ende man doch am liebsten umschreiben würde. Als die letzten zwanzig, dreißig Seiten gelesen habe, saß ich gerade beim Frühstück in einem Café und konnte trotzdem ein paar Tränchen nicht zurückhalten. Bücher, die einen zum Seufzen bringen und einen zu Tränen rühren können, haben gemeinhin etwas für sich. Von mir gibt es deshalb meiner Ansicht nach verdiente fünf Sterne für dieses wunderschöne Buch.

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  • Rezension zu "Das Lied des Achill" von Madeline Miller

    Das Lied des Achill
    Lesebienchen

    Lesebienchen

    01. August 2012 um 08:23

    "Das Lied des Achill" sprang mir geradezu in der Buchhandlung in die Augen. Der Klappentext versprach viel, so sollte die Geschichte um Achill, den größten Krieger der Antike neu erzählt werden. Aus der Sicht des Patroklos, seines Freundes und später auch Geliebten, wird diese Geschichte treu nach den mythischen Vorlagen erzählt. Obwohl dadurch die Autorin mit keinen inhaltlichen Neuerungen aufwarten kann, schafft sie es dennoch ein individuelles Bild von Achill zu zeichnen, der nicht wie Brad Pitt in "Troja" die muskelbepackte Kampfmaschine darstellt, sondern sehr zerbrechlich erscheint und von Beginn an von der Prophezeiung "zum Töten geboren zu sein" beinahe erdrückt wird. Einfühlsam werden Achills innere Kämpfe beschrieben, seine Zerrissenheit und vor allem seine unerschütterliche, leidenschaftliche Liebe zu Patrokols. Dabei driftet die Autorin nie in Klischees ab, sondern ihr gelingt es, sensibel und dezent diese Liebe zu beschreiben. Das Buch besticht durch seine großartigen Charakterdarstellungen, allen voran die der Thetis, der Mutter des Achill. Bei jedem ihrer Auftritte scheint ein kalter Wind durch den Roman zu wehen und man fühlt sich als Leser merklich kleiner. Aber so ist es nunmal, wenn man einem antiken Gott begegnet.

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  • Rezension zu "Das Lied des Achill" von Madeline Miller

    Das Lied des Achill
    Elwe

    Elwe

    19. March 2012 um 12:35

    'Das Lied des Achill' faßt den Troja-Mythos in einen unterhaltsamen Roman, zentriert auf Achill, erzählt aus der Perspektive von Patroklos, der in dieser Interpretation als Liebhaber des halbgöttlichen Kriegers erscheint. Patroklos, Prinz in einem entfernten Königreich, ist eine Enttäuschung für seinen Vater, denn er ist kleiner, schwächlicher und weniger wehrhaft als andere Jungen. Dennoch nimmt sein Vater ihn mit zur Brautschau der schönen Helena, bei der diese aus der Menge der Bewerber einen Ehemann erwählen soll, und Patroklos, der noch ein Kind ist, soll sich in diese einreihen. Als es beinahe zum Kampf um ihre Gunst kommt, schlägt Odysseus vor, einen Pakt zu schwören, dass alle abgewiesenen Bewerber den einen, den sie erwählt, unterstützen sollen. So geschieht es, sie wählt den König Menelaos, und die Sache ist für viele Jahre vergessen. Patroklos, der bei einem Unfall einen anderen Jungen tötet, wird verbannt und gelangt an den Hof von Achills Vater, wo er mit anderen Jungen zu einem Krieger herangezogen werden soll. Doch Kampf ist nicht seine Sache. Dafür weckt er das Interesse des Kronprinzen Achilles, der vom König mit der Nymphe Thetis gezeugt wurde, und um dessen Gunst alle buhlen. Achill erwählt nun ausgerechnet den schwächlichen Patroklos zu seinem Gefährten, und fortan sind sie untrennlich. Gemeinsam durchlaufen sie ihre Ausbildung, und gemeinsam ziehen sie auch in den trojanischen Krieg, als der trojanische Prinz Paris die schöne Helena aus Menelaos' Haus entführt und sein Bruder Agamemnon alle griechischen Herrscher unter dem Vorwand mobilisiert, die Schande zu sühnen und Helena zurückzuerobern. Patroklos zieht selbst nicht in die Schlacht, sondern macht sich im Lager als Wundarzt nützlich und hütet Achills Zelt. Achill erlangt unsterblichen Ruhm in den Schlachten vor Trojas Toren, vermeidet jedoch die Konfrontation mit dem unbesiegbar scheinenden Prinzen Hektor, Paris' Bruder, denn es gibt eine Weissagung, dass er fallen wird, wenn Hektor tot ist. Der Rest der Geschichte folgt in den Grundzügen ebenfalls der Illias - Agamemnon beansprucht das Mädchen Briseis, Achilles Ehrengabe, für sich. (Wobei Achill in diese nicht verliebt ist, sondern sie nur zu sich nimmt, um sie vor den groben Soldaten zu beschützen - vor allem gedrängt durch Patroklos, der ein weiches Herz hat). Achill, tödlich beleidigt, weigert sich, zu kämpfen. Die Griechen erleiden schwere Verluste und betteln Achill an, doch wieder ins Feld zu ziehen. Schließlich überredet Patroklos ihn, ihn in seiner Rüstung mit den Myrmidonen ziehen zu lassen, wegen der moralischen Wirkung. Einmal in der Schlacht, erliegt Patroklos jedoch dem Rausch der Jagd, hält sich nicht an sein Versprechen, sich aus den Kampfeshandlungen herauszuhalten, und wird von Hektor getötet, der ihn für Achill hält. Achill schwört Rache, erschlägt Hektor, schändet seinen Leib... der Rest ist Geschichte. Ich habe den Roman beim Lesen gemocht, und die zarte Liebesbeziehung zwischen Patrokolos und Achill hat ihren Reiz, auch wenn die historische Vorlage an einigen Stellen mit dem groben Hammer zurechtgebogen werden musste, um in diese Interpretation zu passen ;-) Ich hatte den Eindruck, dass die Schilderung der Charaktere stark inspiriert ist von Wolfgang Petersens Verfilmung 'Troy' mit Brad Pitt als strahlendem Achill, und Eric Bana als Hektor. Was der Geschichte aber keinen Abbruch tut. Auf alle Fälle die unterhaltsame und durchaus spannende Nacherzählung des Homer-Epos, mit etwas künstlerischer Freiheit an der einen oder anderen Stelle. Das Buch ist kein schwergewichtiger historischer Roman, dafür geht es zu wenig in die Tiefe und in die Atmosphäre; der Schwerpunkt liegt hier auf der Charakterzeichnung und der Interaktion zwischen den beiden Gefährten, sowie Patroklos' Gefühlswelt, der als Ich-Erzähler auftritt. Dennoch durchaus lesenswerte, leichte Lektüre.

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