Zu Anfang ist es teils ziemlich verwirrend durch einige Perspektivenwechsel. Außerdem gibt es in den ersten hundert Seiten eine lange Passage, die zwar für die Geschichte wichtig ist, aber sich sehr hinzieht. Hier kam mir ein erstes Mal der Gedanke, dass ich dieses Buch abbrechen werde, wenn das so langatmig weitergehen würde. Doch das änderte sich tatsächlich in den nächsten Kapitel und ich konnte es zwischenzeitlich nicht mehr aus den Händen legen.
Schon relativ früh ließen sich viele Zusammenhänge erkennen, wenn auch noch nicht erklären. Manche „Zufälle“ waren vorhersehbar, andere wiederum überhaupt nicht, wieder andere lösten sich erst in den letzten Seiten auf. Jeder Haupt- und Nebenprotagonist bekommt einen für sich typischen Charakter und es fühlte sich manchmal so an, als würde ich die Person kennen.
Der zweite Teil war gleichsam interessant wie auch langweilig. Ich war jedenfalls froh, als ich beim dritten Teil angekommen bin, da es jetzt um die Aufklärung der letzten Ungereimtheiten gehen musste. Oft jagte ein Plottwist sogleich den nächsten und die letzten 200 Seiten waren ein extremer Lesegenuss.
Insgesamt ein Buch, das ich weiterempfehlen kann, wenn du folgende Dinge gut findest:
- Entführungsgeschichten
- Verschachtelte Familien- und Stadtgeschichten
- Geschichte von Afrika (Gleichheitsgesetze, Rassentrennung, …)
- Familiendrama










