Mady Host Per Anhalter durch Island

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Inhaltsangabe zu „Per Anhalter durch Island“ von Mady Host

Gibt es noch echte Wikinger? Wo befindet sich der schönste Wasserfall Islands? Was ist eine heiße Springquelle? Wie hart ist die Durchquerung schwarzer Vulkanwüsten bei Gegenwind? Was ist der Unterschied zwischen einer Toilette und einem Waschbecken? Wie wird in Island angestoßen? Warum werden zwei harmlose Frauen von Vögeln angegriffen? Wieso ist es so schön, mit erhobenem Daumen am Straßenrand zu stehen und wie kalt wird es nachts in einem Zelt? Mady Host und ihre Studienfreundin Cornelia sind innerhalb von vier Wochen durch Teile Islands gewandert und gefahren. Mit herausgehaltenem Daumen standen die jungen Frauen an sämtlichen Straßen und Wegen, um sich mit insgesamt 20 verschiedenen Fahrzeugen den südlichen und westlichen Teil der Nordatlantikinsel zu erschließen. Auf diese Weise sind sie einerseits in den Genuss atemberaubender Landschaften gekommen und hatten andererseits die Möglichkeit viele liebevolle, lustige und verrückte Menschen kennenzulernen. Ihre Rundreise mit dem Zelt haben die beiden Frauen mit dem sechstägigen, Fernwanderweg zwischen Skógar und Landmannalaugar begonnen. Danach tourten sie durch den „Goldenen Zirkel“, machten Bekanntschaft mit einem Wikinger und pausierten einige Tage in Reykjavik. Den zweiten Teil der vierwöchigen Reise verbrachten sie auf der Halbinsel Snaefellsnes im Westen des Landes. Dieser Bereich der Insel ist die Miniausgabe Islands und hat sowohl Berge als auch grüne Wiesen und Wasserfälle, steinige Küsten, Vulkanwüsten, Vogelfelsen, kleine Häfen und Seen sowie einen mächtigen Gletscher zu bieten. Die Touren der beiden sind sehr gut nachvollziehbar beschrieben und mit zahlreichen Tipps versehen. Die Autorin gibt interessante Informationen über Land, Leute, Ausrüstung und Sehenswürdigkeiten. Ihr humorvoller Schreibstil nimmt den Leser mit auf eine Reise, auf der die jungen Frauen die verrücktesten Dinge erlebt haben, viele Gründe zum Lachen hatten und auch oft über das Leben nachsannen. Mady Host vereint ihren witzigen Erzählstil auf spannende Weise mit diversen tiefsinnigen Philosophien und Gedanken. Das Buch macht Spaß, weckt die Lust aufs Wandern, regt zum Nachdenken an und ist nicht nur eine gute Vorbereitung auf einen eigenen Islandtrip, sondern auch eine mitreißende Lektüre für den interessierten Bücherwurm.
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  • Rezension zu "Per Anhalter durch Island" von Mady Host

    Per Anhalter durch Island
    nr-verlag

    nr-verlag

    02. January 2013 um 04:04

    Ein amüsantes, locker geschriebenes "Reisetagebuch", dessen Charme teilweise aber auch in seiner Kürze liegt. Für Leser, die möglicherweise ihre erste eigene Reise nach Island planen, auch von nicht zu unterschätzendem Wert: die Auflistung der Ausgaben im Anhang. Dass die Autorin sich in ihrer charmanten Unbekümmertheit nicht sicher zu sein scheint, ob die Anreisekosten mitgerechnet wurden oder nicht, tut dem keinen Abbruch. Etwas irritierend sind die gelegentlich eingestreuten Weisheiten - und daran anknüpfende gedankliche Bemühungen - aus dem Meditationskurs der Autorin. Wenn damit die Absicht verfolgt wird, dem Werk Tiefe zu verleihen, so ist dies einigermaßen misslungen. Die Stärke von Mady Host liegt eindeutig in Formulierungen wie: "8.30 Uhr: Esse Erdbeerkeks und starre Conny wach.", nicht in einer Einführung in Zen und die Vermittlung von Lebensweisheiten. Bedauerlich, dass der Verlag sich offenbar entschlossen hat, dem Rat einer Rezensentin zum Jakobsweg-Buch der Autorin nicht zu folgen "Ein guter Lektor hätte die Geschichte vermutlich zu einem interessanten Buch werden lassen können. So bleibt leider der fade Beigeschmack eines unvollkommenen Werkes." Dieser Beigeschmack bleibt auch bei diesem Buch. Es hat sicher viel Schönes, aber die Regeln, denen die Interpunktion folgt, bleiben weiter rätselhaft, stilistische Schwächen schmälern das Lesevergnügen und eine etwas gründlichere Recherche hätte nicht geschadet. So ist "Puffin" nicht das isländische Wort für Papageientaucher (sondern Lundi), und "Berserker" lässt sich nur bedingt mit "Sklaven" übersetzen. Etwas eintönig wirkt auch die fatale Vorliebe für das Wort "niedlich", das wahllos Orte, Isländer (zwei- und vierbeinige), Häuser etc. angeheftet bekommen. Überhaupt scheint die Verwendung von Adjektiven manchmal sowohl zügel- wie auch lustlos. "Island ist zweifellos wundervoll und einzigartig und einen Besuch durchaus wert, weil besonders die Weite des Landes anziehend ist und die Naturphänomene unglaublich beeindruckend und spektakulär sind." Schon klar: Island ist voll cool und die Reise dorthin total zu empfehlen. Aber das erfahre ich aus dem erzählenden, beschreibenden Teil des Buches, in dem sich die Autorin hemmungslos zum Unsinn bekennt. Da macht es Spaß. Bevor man sich in Banalitäten verfängt, sollte der Rat des weisen Mediationslehrers beherzigt werden: Man muss auch loslassen können! Wenn es nichts mehr zu sagen gibt, darf ein Buch auch schon nach 112 Seiten enden. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Mir gefällt das Buch durchaus, darum doch 3 Stern, aber einige Schwächen hätten noch behoben werden können, darum nur 3 Sterne.

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