Magda Kleiber Unter den Eichen vom Mühlenhof

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Inhaltsangabe zu „Unter den Eichen vom Mühlenhof“ von Magda Kleiber

Mit ihren Großeltern, ihrer kleinen Schwester und ihrer Mutter wird die siebenjährige Magda 1946 aus Pommern vertrieben. Mit dem Schiff gelangt die Familie über die Ostsee nach Schleswig-Holstein und von dort über verschiedene Auffanglager zwei Jahre später auf den Cordinger Mühlenhof nach Benefeld in der Lüneburger Heide.
Mit 12 Parteien und fast vierzig Personen, zu denen auch der Schriftsteller Arno Schmidt und seine Frau gehören, beginnt für Magda hier ein neuer Lebensabschnitt - mit beengten und einfachen Lebensverhältnissen, Entbehrungen und familiären Wirrungen.
Trotz allem: Magda verbringt eine prägende Kindheit auf dem Mühlenhof. Mit Erlebnissen, die aus heutiger Sicht fern erscheinen, und Narben, die im Laufe ihres Lebens verheilen, aber immer ein Teil von ihr sein werden.
Die Jugenderinnerungen von Magda Kleiber sind ein authentisches Zeitdokument aus der unmittelbaren Nachkriegszeit. Sie erinnern an das Schicksal, das Familien - damals wie heute - bei Flucht und Vertreibung ertragen und annehmen mussten.

Kindheitserinnerungen werden hier so erzählt, dass man sich direkt wie bei Oma am Kaffeetisch fühlt.Unterhaltsam und mit Anekdoten unterlegt

— Esme--

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    Unter den Eichen vom Mühlenhof

    Esme--

    14. July 2015 um 16:53

    Inhalt: Magda Kleiber wurde 1939 in Stettin geboren. Nach der Vertreibung gelangte sie 1948 nach Benefeld. In ihrem 108 Seiten starken Buch präsentiert die Autorin Ausschnitte aus ihrer Kindheit. Der Leser geht mit ihr durch die Nachwehen des Krieges, wirft einen Blick auf die Entwicklungsgeschichte der Firma Wolff und lernt den Autor Arno Schmidt von seiner privaten Seite kennen. Kleine Anekdoten aus dem häuslichen Leben laden zum Schmunzeln ein. Schreibstil: Magda Kleibers Schreibstil ist einfach und locker. Schnell liest man sich durch das schmale, kurzweilige und vergnügliche Werk. Schnell fühlt man sich wie am Kaffeetisch bei Oma, die aus der guten alten Zeit berichtet. Wenn Magda davon berichtet, wie die Mutter schimpft, „Bübchen“ eine ganze Torte alleine essen darf, während die Schwestern zuschauen müssen; wenn sie davon erzählt, wie sie in einem Heim untergebracht wird, um dort gegen die Unterernährung anzukämpfen, dann ahnt der Leser bald, dass im Leben der Autorin nicht immer alles so einfach war. Spätestens als die Kinder sich im Haus verstecken, weil die Russen vermeintlich vor der Tür stehen, letztlich aber feststellen, dass es sich doch nur um eine englische Truppe handelt, ahnt man, dass der Krieg auch in der Nachkriegszeit noch allgegenwärtig war. Umso mehr wird auch die Freude spürbar, wenn die Geschwister zu Weihnachten eine Puppe erhalten, die sie sich so sehr gewünscht haben oder wenn sie ein Stück Schinken über dem offenen Feuer geröstet auf ein mit Bratfett getränktes und Zwiebeln belegtes Stück Brot geben und dann verzehren dürfen. Magda Kleiber berichtet schwere Erlebnisse in einer sehr unaufgeregten und ruhigen Tonlage. Sie untermalt ihre Erlebnisse mit kleinen Anekdoten aus dem Alltag. Sie dramatisiert nicht und dennoch bleiben ihre Zeilen nicht gefühllos. Fazit: Das Büchlein „Unter den Eichen vom Mühlenhof“ lebt nicht unbedingt von geschichtlichen Fakten, es ist vielmehr ein Kindheitsbericht einer Frau, die zu einer Zeit gelebt hat, die zwar noch nicht lange her ist, aber sich dennoch von der heutigen stark unterscheidet. Es ist ein Buch, das die Vergangenheit lebendig macht und dem Leser neue Einsichten zu schenken vermag.

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