Magda Trott Barbara der Unglücksrabe: Illustrierter Mädchenroman

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Inhaltsangabe zu „Barbara der Unglücksrabe: Illustrierter Mädchenroman“ von Magda Trott

Leseprobe: »Barbara! Barbara!« Das junge braunlockige Mädchen mit den blitzenden Augen hörte den Ruf der Mutter, schüttelte aber nur den Kopf, stützte ihn dann wieder in die Hände und las weiter. Nur noch das eine Kapitel! Es war gerade so furchtbar spannend. Die Hexe sollte verbrannt werden, aber man versuchte, sie zu retten. – Würde es gelingen? »Barbara! Barbara!« »Ja-a-a-a, ich komme gleich!« Noch fünf Seiten, dann war das Kapitel zu Ende, dann wußte sie, ob die Hexe befreit wurde. Frau Fink schien aber keine Lust zu haben, noch ein drittes Mal nach ihrer sechzehnjährigen Tochter zu rufen. Sie öffnete die Tür, die in Barbaras Zimmer führte und blickte strafend auf die Lesende, die jetzt schuldbewußt die braunen Augen auf die Mutter richtete. »Ich rief schon zum zweiten Mal, Barbara! Du steckst natürlich die Nase wieder ins Buch! Es wäre richtiger, du holtest dir das Geschichtsbuch hervor, damit es im nächsten Zeugnis nicht wieder ein "kaum genügend" gibt.« »Mutti, das ist hier auch so etwas wie ein Geschichtsbuch, gräßlich interessant! Es prickelt mir schon in den Fingerspitzen. Ich möchte nur noch wissen, ob die Hexe befreit wird.« Frau Fink klappte energisch das Buch zu. »Ich habe dich gerufen, du hast also zu kommen. Fräulein Pasteting wünscht Tee, du sollst ihn ihr ins Zimmer tragen.« Mit einem entsetzten Gesichtsausdruck verkrampfte Barbara die Hände. »Mutti, ich will dir heute alle Mohrrüben putzen, will mit Tilde Kartoffeln für morgen schälen, aber schicke Tilde mit dem Tee hinauf, mich nicht!« »Das Mädchen ist ausgegangen. Rede kein törichtes Zeug, der Tee ist bereitet, du wirst ihn hinauftragen.« »Mutti, es liegen zwei Gründe vor, die mich dich bitten lassen, diese schreckliche Aufgabe nicht zu erfüllen.« »Komm«, sagte Frau Fink ungeduldig, »sonst wird der Tee kalt.« Sie wollte sich entfernen, da ergriff Barbara ihren Arm und hielt sie fest. »Schenke mir einen Augenblick Gehör, Mutti!« »Du willst nur lesen.« »Ich schwöre dir, ich werde nicht weiterlesen, obwohl das Buch gräßlich spannend ist! Ich werde ganz bestimmt nicht mehr lesen, Mutti, aber sei so gut und trage du den Tee hinauf zu der Pastete.« »Wie oft habe ich dir verboten, Fräulein Pasteting diesen Namen zu geben. Fräulein Pasteting ist eine angenehme Mieterin, die uns wenig zu schaffen macht und außerdem eine sehr kluge Dame. Komm!« »Mutti, du hast sicher vergessen, daß heute Freitag ist.« »Und morgen ...
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