Magdalena Baran-Szoltys

Lebenslauf von Magdalena Baran-Szoltys

Magdalena Baran-Szoltys, geboren 1985, ist Vorstandsmitglied des Frauen*Volksbegehrens und der Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur. Sie forscht an den Universitäten in Wien und Warschau zu Ungleichheits- und Transformationsnarrativen, Literatur &Politik, Reisen und Ostmitteleuropa. Für ihre akademische Arbeit erhielt sie u. a. das Literar-Mechana-Forschungsstipendium und das Hertha-Firnberg-Stipendium des FWF.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Magdalena Baran-Szoltys

Cover des Buches Über Forderungen (ISBN: 9783218012362)

Über Forderungen

 (1)
Erschienen am 14.09.2020

Neue Rezensionen zu Magdalena Baran-Szoltys

Cover des Buches Über Forderungen (ISBN: 9783218012362)L

Rezension zu "Über Forderungen" von Christian Berger

Forderungen für eine bessere Gesellschaft
LimitLessvor einem Jahr

Vor zwei Jahren habe ich das Frauen*Volksbegehren (F*VB) unterschrieben. Meine Unterschrift war nach der Auszählung eine von 481.959. Ab 100.000 Unterschriften muss das Volksbegehren im Parlament behandelt werden. Bis jetzt wurde noch keine der Forderungen umgesetzt.


 "Um Frauenrechte zu schützen und patriarchale Herrschaft abzubauen, bedarf es gesellschaftlichen Wandels, aber auch rechtlicher Maßnahmen. Dafür braucht es Druck auf den Gesetzgeber." (S. 56) 


In Österreich ist das Volksbegehren ein Instrument der demokratischen Grundordnung und eine Möglichkeit für Bürger*innen auf höchster Ebene politischen Einfluss zu nehmen. In diesem Buch geben die Initiator*innen und Mitstreiter*innen sozusagen eine Anleitung dafür, wie erfolgreicher feministischer Aktivismus gelingen kann. Sie geben einen Blick hinter die Kulissen und erzählen von Finanzierung, Netzwerkarbeit, Rechtlichem, Corporate Identity und natürlich von ihren Forderungen. 

Wie initiiere ich ein erfolgreiches Volksbegehren? Was muss ich beachten? Wie funktioniert das? Dieses Buch gibt Antworten darauf und zeigt am Beispiel des F*VB wie es gehen kann. In diesem Sammelband sind verschiedene Beiträge von unterschiedlichsten Personen gesammelt, die entweder am F*VB aktiv mitgearbeitet oder anderweitig Unterstützung entgegengebracht haben oder sich anders feminnistisch engagieren. Von der Entstehungsgeschichte des F*VB über die Aufgaben der Organistationsteams zu Beispielen von praktiziertem Feminismus ist hier alles vertreten. Die Beiträge haben eine angenehme Länge, sind (meistens) in ihrer Sprache so heruntergebrochen, dass jede*r sie verstehen kann und weisen eine Vielfalt an Themen auf.

Feministischer Aktivismus kann sehr viel sein. Das F*VB ist nur ein Beispiel und die Erfahrungen, die hier geteilt werden, können auf viele weitere Initiativen umgelegt werden. Das Buch geht mit dem Leitsatz voran, dass wir voneinander lernen können und meint damit auch, dass wir gemeinsam viel stärker sind und uns Solidarität immer weiterbringt. Persönliche Statements wie etwa von Margarete Stokowski, Madeleine Darya Alizadeh (dariadaria) oder Alexandra Stanic lockern das Ganze immer wieder auf. Es werden auch viele weitere Einrichtungen und Initiativen wie #keinenmillimenter, HeForShe oder Sorority vorgestellt, die das weite Spektrum, was Aktivismus alles erreichen kann, aufzeigen

Das Wichtigste beim F*VB waren die neun Forderungen: Macht, Geld und Arbeit teilen, Armut bekämpfen, Wahlfreiheit ermöglichen, selbst bestimmen, Vielfalt leben, Gewalt verhindern und Schutz gewähren. Diese werden kurz vorgestellt und mit dazupassenden Essays ergänzt. Ich habe mich hier oft gefragt, warum die Umsetzung dieser Forderungen nicht passiert und immer auf so viel Widerstand stößt. Ich würde auch heute immer noch für diese Forderungen unterschreiben. Es ist noch viel zu tun!


Fazit

Ein Handbuch für feministischen Aktivismus, das sich am Beispiel des Frauen*Volksbegehrens an wichtign Punkten wie Finanzierung, Recht, Kommunikation etc. abarbeitet. Ein Sammelband, der unterschiedliche Initiativen vorstellt und auf viele Missstände in der Gesellschaft hinweist. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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