Magdalena Jagelke Sich in Polen einen Bob schneiden lassen. Storys

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Inhaltsangabe zu „Sich in Polen einen Bob schneiden lassen. Storys“ von Magdalena Jagelke

Magdalena Jagelke schreibt über Leben: junge Frauen, die am Leben scheitern. An der Liebesbeziehung, an der Familie, am Beruf. Und doch lieben sie und leben und werden schwanger, gern auch von Unbekannt, wie in »Beautiful Boy«, einer Antwort auf Lewitscharoffs Halbwesenbezichtigung. Immer geht es in den Erzählungen von Jagelke auch um das Finden einer Heimat, das Suchen zwischen Polen und Deutschland, zwischen Europa und der Welt. Und auch um die Rolle Polens, dem »Orang-Utan Europas«, in dem französische Adelige aus einem anderen Jahrhundert elegant räubern und plündern. Verstörend und anrührend sind die Geschichten, schneidend und klar die Sprache Jagelkes. Schnörkellos und gleichzeitig voller Poesie. Magdalena Jagelke ist eine Schriftstellerin mit einer gewaltigen, eigenen Stimme und großem Talent.

Ja. Lesenswert & empfehlenswert.

— taniafolaji

Kurzstorys im prägnanten und punktgenauen Schriftstil!

— mabuerele
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  • Leserunde zu "Sich in Polen einen Bob schneiden lassen. Storys" von Magdalena Jagelke

    Sich in Polen einen Bob schneiden lassen. Storys

    Axynia

    Bewerben Sie sich jetzt für die Leserunde zum E-Book "Sich in Polen einen Bob schneiden lassen" von Magdalena Jagelke aus dem Culturbooks Verlag. Über das E-Book: Magdalena Jagelke schreibt über Leben: junge Frauen, die am Leben scheitern. An der Liebesbeziehung, an der Familie, am Beruf. Und doch lieben sie und leben und werden schwanger, gern auch von Unbekannt, wie in »Beautiful Boy«, einer Antwort auf Lewitscharoffs Halbwesenbezichtigung. Immer geht es in den Erzählungen von Jagelke auch um das Finden einer Heimat, das Suchen zwischen Polen und Deutschland, zwischen Europa und der Welt. Und auch um die Rolle Polens, dem »Orang-Utan Europas«, in dem französische Adelige aus einem anderen Jahrhundert elegant räubern und plündern. Verstörend und anrührend sind die Geschichten, schneidend und klar die Sprache Jagelkes. Schnörkellos und gleichzeitig voller Poesie. Die Autorin nimmt an der Leserunde teil und beantwortet gern Fragen zu den Geschichten!  Viel Glück!

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    • 50
  • Schöne Blicke

    Sich in Polen einen Bob schneiden lassen. Storys

    taniafolaji

    Sicher besteht die Möglichkeit, sich in Polen einen Bob schneiden zu lassen, aber es können auch die Erzählungen von Magdalena Jagelke gelesen werden,  die überdies länger Spaß machen als einHaarschnitt, der eh nur rauswächst. In dem Erzählband sind Geschichten von, über und mit Frauen versammelt, bis auf wenige Ausnahmen im Heute erzählt. Kurzsichtigkeit im Schreiben ist der Autorin nicht gegeben und genau da entstand  beim Lesen meine große Freude: Es ist dieser sehr genaue Blick von kargen Alltagsbeschreibungen, zum Beispiel in der Geschichte um eine Hochzeit, demgegenüber stehen nüchterne Handlungen, von denen der Akt des Beinerasierens vielleicht die prosaischste ist. ...http://taniafolaji.com/2015/03/08/sich-in-polen-einen-bob-schneiden-lassen-von-magdalena-jagelke-und-deadline-indie-autor-preis-2015/

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    • 2
  • Ungewöhnliche Kurzstories

    Sich in Polen einen Bob schneiden lassen. Storys

    mabuerele

    27. February 2015 um 20:53

    Das Buch enthält 12 Kurzstorys. Zwei davon spielen in der Vergangenheit, die restlichen in der Gegenwart. In den historischen Storys geht es um das Verhalten von Franzosen in Polen. Die Dekadenz der Gesellschaft steht im Mittelpunkt. In den gegenwärtigen Erzählungen spielen häufig junge Frauen die Hauptrolle. Die Frauen haben Polen verlassen und übernehmen das Lebensbild der neuen Heimat. Die Wurzeln werden mal schneller, mal langsamer gekappt. Das wird vor allem dort deutlich, wo zwei Lebensbilder nebeneinander gestellt werden. Doch such das neue Leben ist nicht ohne Probleme. Die Geschichten lassen sich zügig lesen. Sie wirken durch ihren harten, kurzen, prägnanten Schriftstil oft befremdlich und nicht jede Pointe erschließt sich sofort. Es ist dem Genre geschuldet, dass das Vorher und das Nachher meist offen bleiben. Dadurch sind manchen Entscheidungen kaum nachvollziehbar. Es bleiben kurze Momentaufnahmen. Das Buch hat mir gut gefallen. Es wirft ein ungewöhnliches Licht auf die junge Leute im heutigen Polen.

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  • Polen in 12 Momentaufnahmen

    Sich in Polen einen Bob schneiden lassen. Storys

    Leela

    23. February 2015 um 00:28

    "Sich in Polen einen Bob schneiden lassen" enhält 12 Kurzgeschichten, die sich mit Themen aus der plonischen Geschichte und Gegenwart befassen. So erfährt man z.B. in einer Geschichte, wie es war, als die Franzosen sich noch in Polen herumtrieben und die Polen nicht gerade als gleichwertig ansahen, was gleichzeitig die längste Geschichte in dieser Sammlung ist mir aufgrund der lebendigen Art, in der über geschichtliche Dinge berichtet wurde, gefiel. Andere Geschichten handeln von Situationen, die in der heutigen Zeit spielen, wie z.B. einer Hochzeit oder von künstlicher Befruchtung. Andere prangern an, dass sich manche Leute immer noch an Traditionen und Vorurteile klammern. Ich empfand diese Sammlung alsrelativ durchwachsen. Einerseits gefiel mit der klare Stil Magdalena Jagelkes in einigen Kurzgeschichten und ich empfand manche Momentaufnahmen als gelungen und informativ. Andere Geschichten haben mich dagegen eher ratlos ob ihrer Intention zurückgelassen - sie wirkten wirklich nur wie kurze, aus dem Zusammenhang gerissene Beschreibungen einer Situation. Als Gesamtwerk hat mir der Ausflug ins überwiegend moderne Polen doch gefallen, aber manche Geschichte waren mir dann doch zu kurz, um mich mit ihrer Aussage richtig überzeugen zu können.

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  • Kürzestgeschichten

    Sich in Polen einen Bob schneiden lassen. Storys

    frenx1

    16. February 2015 um 18:59

    Storys nennt Magdalena Jagelke ihre kleinen  Geschichtchen, die meist nur wenige Seiten umfassen. Dabei erzählt Magdalena Jagelke zumeist aus der Ich-Perspektive. Und zumeist ist es eine junge, moderne Polin, die da spricht. Die nichts anfangen kann mit den alten Traditionen, dass man sich zur Hochzeit die Haare onduliert, dass man religiöse Anwandlungen bekommt. Während die Verwandtschaft, aber auch die Freunde und Partner ihr Fett wegbekommen, sind es überraschend die Chefs, die umworben werden und denen sich die Ich-Erzählerin immer wieder unterwirft. Ironie mag man dabei erahnen, jedoch ist die Notwendigkeit, sich an- und einzupassen, allgegenwärtig. Die junge Frau, die da erzählt, steht im Leben, sucht sich ihren Weg zwischen all den Vorurteilen der Alten (eben das alte Europa) und all den Schwierigkeiten im Leben, denen zu trotzen ist. Und zumeist ist sie erfolgreich, auch wenn der Weg manchmal sehr ungewöhnlich ist wie etwa die künstliche Befruchtung einer Single-Frau. Es sind kurze Eindrücke, mehr nicht, die Jagelke hier versammelt hat. Mit einem Satz, mit einem Federstrich werden komplexe Entscheidungsprozesse abgehakt, wird die Handlung von Monaten zusammengefasst. Das kann sich dann zum Beispiel so anhören: “Ich bin im sechsten Monat. Man hat mir gekündigt. Ich ziehe um. Die Wohnung ist billiger. Als ich im achten Monat bin, ist die Scheidung.” Es ist dieser Stakkato-Stil, der die Kürzestgeschichten Jagelkes ausmacht. Nur wenige der Geschichten lassen sich mehr Zeit mit dem Erzählen. Ein wenig fremd wirken die beiden Geschichten, die ins 18./19. Jahrhundert zurückgehen, in dieser Sammlung an “Storys”.

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