Magdalena Parys

 4,4 Sterne bei 27 Bewertungen
Autorin von Tunnel, Der Prinz und weiteren Büchern.
Autorenbild von Magdalena Parys (© Marian Stefanowski / Prospero Verlag)

Lebenslauf

Magdalena Parys wurde 1971 in Danzig geboren und lebt seit 1984 in (West-)Berlin. Die deutsch-polnische Journalistin, Schriftstellerin und Übersetzerin schreibt unter anderem für die Zeitungen »Gazeta Wyborcza«, »DIALOG« und »Zwierciadło«. 2012 wurde ihr Debütroman »Tunnel« in Polen für den Literaturpreis »Paszporty Polityki« nominiert und 2013 in Österreich von der Polonia mit dem Literaturpreis »Goldene Eule« ausgezeichnet.

Alle Bücher von Magdalena Parys

Cover des Buches Tunnel (ISBN: 9783941688605)

Tunnel

(19)
Erschienen am 29.09.2014
Cover des Buches Der Prinz (ISBN: 9783903634046)

Der Prinz

(5)
Erschienen am 16.03.2026
Cover des Buches Der Magier (Neue Polnische Literatur) (ISBN: 9783962750015)

Der Magier (Neue Polnische Literatur)

(2)
Erschienen am 14.03.2018
Cover des Buches Der Magier (ISBN: 9783950574401)

Der Magier

(1)
Erschienen am 01.03.2025
Cover des Buches Le magicien (French Edition) (ISBN: B07MTV7Z6H)

Le magicien (French Edition)

(0)
Erschienen am 17.01.2019
Cover des Buches Magik (ISBN: 9788326845970)

Magik

(0)
Erschienen am 27.03.2024

Neue Rezensionen zu Magdalena Parys

Cover des Buches Der Prinz (ISBN: 9783903634046)
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Rezension zu "Der Prinz" von Magdalena Parys

Lesehonig
Tiefe Wurzeln

Im Berliner Dom wird die übel zugerichtet Leiche eines Pfarrers gefunden. In Verbindung mit einem Brand in einer Wohnsiedlung wird hier ein politisches Motiv vermutet. Die Bundeskanzlerin setzt ihren besten Mann Paul Chagall darauf an. Als Geheimagent hat er die Aufgabe die Bundeskanzlerin zu beschützen. Schnell ist klar wer hinter den Anschlägen steckt. Der Prinz versucht die Regierung zu destabilisieren und einen Umbruch herbeizuführen. Gejagt wird er vom Polizeipräsident Tschapieski und dessen Team. Dieser Politthriller ist unglaublich vielschichtig und berührt auf unterschiedlichste Arten. Der Lesende wird nicht nur in einen spannenden Krimi gesogen, sondern erfährt durch den perfiden Plan des Prinzen vom D‘Annunzios Flume-Experiments. Darin geht es um die Abspaltung Bayerns und Sachsens zur Erschaffung des Imperium Germanicum. Die Wurzeln des Übels führen zurück bis in den deutschen Nationalsozialismus. Und wenn man glaubt man weiß schon alles, wird man doch wieder eines Besseren belehrt. Die Kapitel des Buches beginnen mit Abbildungen berühmter Gemälde die als verschollen, gestohlen oder zerstört gelten. Dies schafft im Buch eine besonders bedrückende Atmosphäre. Die Story selbst ist sehr tempo- und ereignisreich. Hier geht es nicht ums Miträtseln, sondern um die Verstrickungen und Bedrohungen. Unbedingt erwähnenswert ist die sehr gelungene Übersetzung aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein und Hans Gregor Njemz. Hier sind mir wunderschöne Worte begegnet, die immer mehr aus dem deutschen Wortschatz zu verschwinden scheinen wie z.B. entsinnen. Das Buch ist der zweite Teil der Berlin Trilogie von Magdalena Parys. Es kann jedoch auch ohne Probleme ohne den Vorgänger gelesen werden. Ich war jedoch so begeistert von diesem Buch und der ganzen Erzählweise der Autorin, dass ich mir gleich den ersten Teil gekauft habe und mich schon sehr darauf freue. Für mich war die Autorin eine großartige Neuentdeckung.

 

Cover des Buches Der Prinz (ISBN: 9783903634046)
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Rezension zu "Der Prinz" von Magdalena Parys

thenight
Der Prinz (Berlin-Trilogie) von Magdalena Parys

„Der Prinz“ ist der zweite Teil der Berlin-Trilogie von Magdalena Parys und knüpft direkt an „Der Magier“ an. Das machte mir den Einstieg allerdings nicht ganz leicht. Gerade die erste Hälfte ist ziemlich komplex, mit vielen Figuren, Zeitsprüngen und Hintergrundinformationen. Ich hatte leider immer das Gefühl das mir wichtige Informationen zunächst noch fehlen, Das liegt weniger an der Handlung selbst als an den Beziehungen und Vorgeschichten der Figuren. So jedenfalls erging es mir.

Im Mittelpunkt stehen wieder der Berliner Polizeipräsident Tschapieski, Kommissar Tomasz Kowalski und die Journalistin Dagmara Bosch.

Die Geschichte spielt in einem Berlin der nahen Gegenwart, das zunehmend aus dem Gleichgewicht gerät: Im Berliner Dom wird ein gekreuzigter Priester gefunden, in einer Migrantensiedlung in Brandenburg bricht unter rätselhaften Umständen ein Feuer aus, und gleichzeitig nehmen nationalistische und separatistische Tendenzen spürbar zu.

Die drei Hauptfiguren geraten unfreiwillig in eine Kette von Ereignissen, die immer größere Kreise zieht – angefangen bei einem Mord, über eine Entführung bis hin zu einem schweren Autounfall, der bis in die höchste politische Ebene reicht. Stück für Stück stoßen sie dabei auf Hinweise zu einer geheimen Taskforce aus den 1970er-Jahren, die offenbar am Kanzleramt vorbei agiert hat. Gleichzeitig verdichten sich die Spuren zu etwas noch Größerem: einer Art Schattenarmee mit Wurzeln in der Vergangenheit.

Stilistisch setzt Parys weniger auf Tempo und Action, sondern auf einen ruhigen, dichten Aufbau. Die Spannung entsteht vor allem daraus, wie sich nach und nach die Verbindungen zwischen Polizeiarbeit, Journalismus und Geheimdiensten offenbaren.

Wer politische Thriller mag, die nah an der deutschen Realität sind und sich mit Machtstrukturen und Geheimdiensten beschäftigen, und die eine ruhige gut durchdachte Erzählweise mögen, der nicht auf schnelle Unterhaltung setzt, wird mit einer spannenden Story belohnt.


Cover des Buches Der Prinz (ISBN: 9783903634046)
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Rezension zu "Der Prinz" von Magdalena Parys

detlef_knut
»Der Prinz« und seine Schattenarmee in Deutschland

Dieser Thriller von Magdalena Parys ist der zweite Roman der Berlin-Trilogie dieser Autorin nach »Der Magier«. Der Roman der in Berlin lebenden Schriftstellerin erschien bereits 2020 in Polen. Der Wiener Polente Verlag hat ihn nun in deutscher Sprache für den deutschsprachigen Buchmarkt herausgebracht.

Es beginnt alles recht unkompliziert. Im Berliner Dom entdeckt man die Leiche eines gekreuzigten Priesters. Bald wird klar, dass es an einem anderen Ort bereits einen ähnlichen Fall gab und dass die Öffentlichkeit sowie die Medien nicht von diesen Leichnamen erfahren dürfen. Der Berliner Polizeipräsident erhält von einer einflussreichen Person den Auftrag, die Morde zu untersuchen und gleichzeitig die Informationen vor der Presse zu verbergen.

Nahezu zeitgleich mit der Entdeckung der Leiche kommt es unter rätselhaften Umständen zu einem Feuer in einer Unterkunft für Migranten. Aber nicht nur an diesem Ort, auch in anderen Bundesländern nehmen separatistische Tendenzen zu, und ein schädlicher Nationalismus scheint sich erneut zu etablieren. Ein erheblicher Teil der Bundeswehr wird dabei als einflussreich angesehen.

Aber wem nützen diese scheinbar willkürlichen Ereignisse wirklich? Einem rücksichtslosen Individuum, das sich selbst als Prinz tituliert und inspiriert von Gabriele D’Annunzios Experiment in Fiume, das Imperium Germanum neu erwecken möchte? Einer geheimen Organisation, die sich der demokratischen Aufsicht entzieht? Oder etwa Regierungsvertretern, die um die höchste Position im Staat ringen?

Der Polizeipräsident von Berlin, Tschapieski, die Fernsehreporterin Dagmara Bosch und Kommissar Kowalski gehen tief in die Komplexität dieses Falls, bei dem auch die Zukunft des Staates auf dem Spiel steht.

Als ich vor dem Erscheinen des Romans »Der Prinz« den Klappentext gelesen hatte, empfand ich eine gewisse Ähnlichkeit zu einem weitaus bekannteren Werk der Literatur: »Die Akte Odessa« von Fredrick Forsyth. Und tatsächlich wird zwischen Widmung und erstem Kapitel darauf hingewisen, dass beide Romane dieselbe Wurzel an Informationen als Ausgangspunkt nutzen. Die geheime Gründung einer Armee nach dem zweiten Weltkrieg durch Wehrmacht- und SS-Veteranen, die nicht einsehen wollten, dass Deutschland den Krieg verloren hatte.

Mit dieser Information machte mir der Roman sofort mehr Spaß und ich fand es auch klasse, dass die Autorin mit einem kurzen Statement innerhalb des Textes hierauf eingeht. Darüberhinaus steht sie dem großen britischen Schriftsteller nicht nach. Ähnlich wie der nutzt auch sie die Möglichkeit, weiteres Detailwissen oder fiktive Lebensläufe in die Handlung einzuflechten.

Sehr vielschichtig ist die Handlung von »Der Prinz« in verschiedene Stränge aufgebaut, die sich an einzelnen Figuren festmachen. Es braucht viele Seiten, bis man gut und böse voneinander getrennt hat und weiß dennoch nicht, ob diese Einschätzung auch am Ende so bleibt, oder ob nicht doch noch eine Überraschung wartet. So viel sei verraten: Es gibt mehr als eine Überraschung!

Die Figuren werden sehr umfangreich beschrieben. Dafür halten nicht einfach nur Personenbeschreibungen her, sondern ganze separate Handlungsstränge und Szenen befassen sich mit Teilen aus dem Leben der jeweiligen Figur. Damit werden sie vielschichtig, nahbar, liebens- oder hassenswürdig. Ihre Motive für ihr Verhalten während der Haupthandlung werden offenbar und das Verhalten selbst als plausibel.

Nicht nur die vielseitige Spannung in »Der Prinz« rund um eine Verschwörungstheorie und die mit bedacht gestalteten Figuren haben mir sehr gefallen. Auch die Geschaltung des Buches hat mir gefallen. So wird jedes Kapitel durch ein Gemälde aus sogenannten „Beutekunst“ eingeleitet. Neben der Abbildung der Gemälde wird deren Namen und Herkunft genannt und zusätzlich mit der Information beschrieben, wo sich das Bild einmal befunden hat und wohin es im oder nach dem zweiten Weltkrieg gekommen war. Außerdem gibt es in jedem Kapitel einen sehr interessanten Bibelspruch, ein Zitat, welches sich durchaus auf die Handlung bezieht.

Der Roman ist top-empfehlenswert für Leser, die gerne Thriller im Dunst von Verschwörungstheorien, Neo-Nazis und Geheimdiensten lesen. Fans von Frederick Forsyth werden auch diesen Roman lieben.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2026

Gespräche aus der Community

Cover des Buches Tunnel
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Ein LovelyBooks-Nutzer
Liebe LovelyBookerinnen und-Booker!

Heute starten wir die Bewerbungsrunde für ein Buch, das uns ganz besonders am Herzen liegt. TUNNEL von Magdalena Parys erscheint am 1.10.2014 im Prospero Verlag als deutsche Erstausgabe - in Polen wurde der Krimi schon erfolgreich veröffentlicht - und ihr seid mit die Ersten, die unsere tolle Neuerscheinung lesen dürfen!

Zum Buch:
Berlin im Jahr 2000. Klaus, ein ehemaliger Fluchthelfer, kommt unter mysteriösen Umständen ums Leben. Im Kalten Krieg koordinierte er konspirativ den Bau mehrerer Tunnel zwischen Ost- und Westberlin.
Hat sein Tod etwas mit Franz zu tun, der 1981 durch einen dieser Tunnel in den Westen floh? Warum wurden alle, die an dieser Flucht beteiligt waren, vom amerikanischen Geheimdienst verhört? Und welche Rolle spielt die Polin Magda, die sich an der Uni zu ihrem Unglück in Franz verliebte?
Welches Wissen verbirgt Victoria, Tochter eines hohen Stasioffiziers, die in einem Kofferraum in den Westen geschmuggelt wurde? Führt die Spur in das Danzig der Nachkriegszeit? Entpuppen sich Feinde als Freunde oder Freunde als Verräter? Ein packender Krimi über Berlin, Danzig und das Schicksal dreier europäischer Generationen. Voller Leben, Liebe und Rache inmitten großer historischer Ereignisse.


Zur Autorin:
Magdalena Parys wurde 1971 in Danzig geboren und lebt seit 1984 in (West-)Berlin. Die deutsch-polnische Journalistin, Schriftstellerin und Übersetzerin schreibt für verschiedene polnische Zeitungen und veröffentlichte ihren Debütroman »Tunnel« zunächst in Polen, wo er 2012 für den Literaturpreis »Paszporty Polityki« nominiert wurde. In
Österreich wurde »Tunnel« von der Polonia mit dem Literaturpreis »Goldene Eule« ausgezeichnet. Jetzt wird der Roman vom Prospero Verlag erstmals in Deutschland veröffentlicht.


Wir laden alle herzlich ein, sich für die Leserunde zu bewerben. Wenn ihr ausgewählt werdet, verpflichtet ihr euch zur zeitnahen Teilnahme an der Leserunde sowie dem Verfassen einer Rezension. Alles, was wir für ein Exemplar des Romans von euch wissen möchten, ist Folgendes:

Wie habt ihr den Mauerfall erlebt und was ist eure eindrücklichste Erinnerung daran?

Unter allen Bewerbern verlosen wir 20 Printausgaben von TUNNEL. Wir wünschen allen viel Glück und freuen uns schon auf den gemeinsamen Lesespaß!

Euer Prospero-Verlagsteam

276 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

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