Maggie Lehrman

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Das Spiel der Wünsche

Das Spiel der Wünsche

 (14)
Erschienen am 25.01.2016

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Uwes-Leselounges avatar

Rezension zu "Das Spiel der Wünsche" von Maggie Lehrman

Nicht ganz bekommen, was ich erwartet bzw. gehofft habe ...
Uwes-Leseloungevor 3 Jahren

Ari will nur eines - vergessen. Der Grund dafür ist der Tod ihres Freundes und ersten großen Liebe Win. Deshalb entschließt sie sich zu einer Hekamistin zu gehen, um mittels einem Zauber die Erinnerung daran zu verlieren. Denn was einmal funktioniert hat, kann wieder funktionieren. Doch jeder Zauber hat auch seinen Preis. Wie hoch dieser ist, hängt von vielen Faktoren ab. Doch Ari will nicht trauern, keinen Schmerz und Leere fühlen und so nimmt sie den Zauber. Nicht ahnend, was dieser Wunsch bei ihr und ihren Freunden auslöst. Denn auch ihre Freunde haben Wünsche, die sie mittels Zauber in die für sie richtigen Bahnen lenken. Kann dies gut gehen und wird es ihnen gelingen dem Schicksal zu entrinnen?

Die Idee zu dieser Story klang für mich sehr vielversprechend. Denn ich überlegte für mich selbst, wie weit würde ich gehen, um meine Wünsche und Träume zu erfüllen. Würde ich einen Zauber nehmen? Ohne Rücksicht auf meine Familie und Freunde? Möchte ich zum Beispiel nur wegen eines Zaubers geliebt werden oder schön sein? Diese Fragen und einige mehr beschäftigen auch die Freunde Ari, Win, Markos, Diana & Kay. Jede/jeder für sich möchte entweder geliebt, anerkannt, mutig oder selbstsicher sein. Doch etwas dafür zu tun, kam ihnen nicht in den Sinn, denn dafür gibt es ja schließlich einen Zauber.

So erfahren wir abwechselnd aus der jeweiligen Sicht, welche Wünsche, Träume, Ängste oder Sorgen sie haben. Warum sie einen Zauber  gekauft haben, der nebenbei erwähnt, mal so richtig teuer ist! Ari zum Beispiel hat den Traum eine berühmte Balletttänzerin zu werden und sie trainiert eisern dafür und schafft es schließlich nach New York. Doch wie bereits eingangs erwähnt, hat jeder Zauber seine Nebenwirkungen...

Markos & Win sind die besten Freunde seit Kindertagen. Seit Win´s Tod ist Markos nur noch traurig und vermisst ihn sehr. So versinkt er in seiner Trauer. Eine kleine Stütze ist ihm dabei Ari´s beste Freundin Diana. Doch Markos hat einen schlechten Ruf bei den Frauen. Kann Diana diesen Ruf widerlegen?

Kay möchte von Ari und Diana geliebt und beachtet werden. Auch findet sie sich nicht gerade hübsch. Um all diese "Probleme" zu lösen, tut man was? Genau einen Zauber nehmen...

Win hat mit Depressionen zu kämpfen, möchte sich aber nicht einmal seiner Freundin Ari anvertrauen. Und so entschließt er sich, dass nur ein Zauber sein Leiden lösen kann. Doch dazu kommt es leider nicht mehr!

FAZIT: Und genau da setzt meine Kritik zu dieser Geschichte an. Jeder unserer Protagonisten versucht nur mittels eines Zaubers seine Probleme zu lösen, ohne über die eventuellen Folgen oder Konsequenzen nachzudenken. Mir geht es schlecht, möchte mich mit dem Problem nicht groß auseinander setzen, ach ich kaufe mir einen Zauber und alles wird gut!

Ich finde dies für die Jugendlichen ein völlig falsches Signal. Mir kam es so vor, als das unsere Charaktere einfach davor weglaufen, anstatt sich damit auseinander zusetzen. Jeder von uns hat mal kleinere, mal größere Probleme, aber durch "überdecken" lösen sich diese nicht in Luft auf, ganz im Gegenteil.

Die Autorin Maggie Lehrman thematisiert zwar in dieser Geschichte Trauer, Wut, Angst vor dem alleine sein, Depressionen und den Tod, doch mir fehlte eine Botschaft, wie z. B. sich mit seinen Problemen auseinander zu setzen oder andere um Hilfe zu bitten. Auch der Schreibstil konnte mich nicht richtig fesseln. Die Charaktere blieben mir allesamt recht blass und ich konnte keine wirkliche Beziehung zu Ihnen aufbauen, was ich sehr schade fand - 3 Nosinggläser.

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Zanks avatar

Rezension zu "Das Spiel der Wünsche" von Maggie Lehrman

"Dinge, die man sich antut, haben eine Wirkung auf andere"
Zankvor 3 Jahren

Ari lebt auf Cape Cod, steht ein Jahr vor ihrem Highschool-Abschluss und möchte danach ihre Ballettfähigkeiten zu ihrem Beruf machen. Sie hat zwei beste Freundinnen, Diana und Kay, und einen Freund namens Win, der sie über alles liebt (und umgekehrt). Doch dann stirbt Win bei einem Autounfall und Ari wendet sich in ihrer Trauer an eine Zauberin, um Win und damit den Schmerz aus ihrer Erinnerung löschen zu lassen. Doch jeder Zauber hat auch Nebenwirkungen...

Zunächst muss ich sagen, dass in dem Buch zwar Zauber vorkommen, es aber ansonsten komplett im hier und jetzt spielt. Die Protagonisten sind ganz normale amerikanische Teenager. Die einzige Ausnahme: Es gibt einige wenige illegale Zauberinnen (hier Hekamistinnen genannt), die gegen eine entsprechende Bezahlung Wünsche erfüllen.

Man lernt verschiedene Jugendliche kennen und erfährt aus deren Sichtweise auf verschiedenen Zeitebenen, was ihr Leben ausmacht, und wie sie mit Hilfe von Zaubern ihre Probleme in den Griff bekommen wollen. Das hat es mir anfangs etwas schwerer gemacht, mich in die Handlung einzufinden, weil ich mich bei jedem Kapitel neu orientieren musste, wer nun grade seine Geschichte von wann erzählt. Wenn man aber einmal in der Handlung drin ist, kann man das Buch kaum noch zur Seite legen. Der Stil der Autorin ist eindringlich und über dem ganzen Buch liegt aufgrund des Themas eine gewisse Traurigkeit und Schwere. Gleichzeitig bleibt "Das Spiel der Wünsche" durchgehend spannend.

Der Debütroman von Maggie Lehrman beschäftigt sich mit der Frage "was wäre wenn" und hat mich ein wenig an dem Film "Butterfly Effect" in Jugendbuchform erinnert. Wenn man die Chance hätte, etwas zu verändern - vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan zu werden; den schlimmsten Moment seines Lebens zu vergessen; seine Freundinnen für immer an sich zu binden - würde man es tun? Und was wären die Konsequenzen? Mit jedem neuen Zauber scheint sich die Geschichte zu verschlimmern und ich hatte beim Lesen ein Engegefühl in der Brust: Wie soll ein solches Buch bloß ausgehen?

Ohne zu viel zu verraten, kann ich sagen, dass das Buch eine gute und deutliche Moral hat, über die es sich lohnt, nachzudenken.
Ich hoffe, bald mehr von dieser vielversprechenden neuen Autorin lesen zu dürfen.

Ein nettes Detail bei dem Buch ist der Buchschnitt - dieser ist nicht wie gewohnt gerade abgeschnitten, sondern ungleichmäßig, so dass eine Art "Zinnenmuster" fühlbar ist.

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Finas avatar

Rezension zu "Das Spiel der Wünsche" von Maggie Lehrman

Fesselnd, überraschend und tiefgründig!
Finavor 3 Jahren

Kurzbeschreibung:
Hüte dich vor deinen Wünschen - sie könnten wahr werden! Wieviel bist du bereit zu geben, um schön zu sein? Um Freunde zu finden? Um deinen Liebeskummer zu lindern? Ein passender Zauber kann alle Wünsche wahr werden lassen...

Als Aris Freund Win stirbt, entschließt sie sich, die schmerzhafte Erinnerung an ihn zu löschen - durch einen Zauber. Doch was Ari nicht weiß: Zwischen ihrem eigenen Leben und dem ihrer Freunde und Win bestehen geheime, sogar lebensbedrohliche Verbindungen. Und mit ihrem Wunsch setzt Ari eine Kette an Ereignissen in Gang, die nicht mehr aufzuhalten ist. Denn jeder Wunsch hat seinen Preis. Liebe, Verlust, Freundschaft - das Spiel der Wünsche reißt Ari und ihre Freunde mit sich, machtvoll wie eine Flutwelle. Gelingt es ihnen, dem verhängnisvollen Kreislauf zu entkommen? (Quelle: Amazon.de)

Cover:
Ich mag dieses Cover sehr. Die cremige Hintergrundfarbe wird ordentlich aufgepeppt mit den bunten Linien und Personen, die auf dem ganzen Bild herumwuseln. Auch der Titel ist sehr präsent und bei diesem frischen und bunt- vergnügten Cover ahnt man noch gar nicht, welch tiefgründige Geschichte sich dahinter verbirgt. Im Gegensatz zu dem amerikanischen Original gefällt mir die deutsche Auflage deutlich besser, da sie ansprechender und außergewöhnlicher gestaltet wurde.

Schreibstil:
Der Stil ließ einen gleich sehr locker in die Geschichte kommen, obwohl ich nicht gleich mit dem Szenario und den Figuren warm wurde. Erst nach einigen Kapiteln war ich halbwegs vertraut mit der Geschichte und hatte mich quasi "eingelebt". Der weitgehend leichte und jugendliche Schreibstil macht es einem einfach, dem Verlauf der Handlung zu folgen. Obwohl es teilweise auch recht ergreifende, tiefschürfende und traurige Passagen gibt, verliert die Autorin nicht die Leichtigkeit in ihrer Sprache und ihr Debütroman erzeugt mit einem einfachen, aber spannenden Schreibstil jede Menge Atmosphäre, die dem Buch eine besondere Note verleiht.

Thema/ Inhalt:
Diese Geschichte beschäftigt sich mit vielen Facetten des Lebens, Sterbens und unseren Träumen und Wünschen. Auf sehr einfühlsame Weise entführt uns Maggie Lehrman uns in eine etwas andere Welt, in der Wünsche wahr werden können, und sich dadurch einiges verändert. Neugierig geworden bin ich allein durch den Titel des Buches. "Das Spiel der Wünsche" klingt hoffnungsvoll, aber auch risikoreich und verspricht viel Spannung und Spaß. Dass es dann doch so tiefgründig und philosophisch zugeht, hätte ich bei einem Jugendbuch ab 14 Jahren nicht gedacht, und war deshalb mehr als überrascht von diesem Debütroman der Autorin.

Idee/ Umsetzung:
Die Idee finde ich immer noch sehr spannend, aber ich muss gestehen, als ich etwas anderes erwartet hatte. Ich habe vorher nur einmal flüchtig den Klappentext überflogen, und so war ich überrascht, als ich von Hekamistinnen las. Ich hätte gedacht, die Wünsche würden hier in anderer Form erfüllt werden und nicht, dass Magie ins Spiel kommen würde. Später sieht man das ganze etwas anders, weil die Geschichte auch zwischen den Zeilen spielt und man nicht alles wortwörtlich nehmen muss, was hier geschrieben steht. Es geht viel mehr um das große ganze, das wir mit Wünschen bezwecken wollen, und tatsächlich erreichen können. Um Verlust zu überwinden, Menschen an uns zu binden oder unser Selbst zu verschönern.

Die Idee des Buches fand ich neuartig und außergewöhnlich, die Umsetzung hat mich auf andere Art überzeugt, als ich gedacht hatte. Es geht viel mehr in die Bildsprache, als ich gedacht hätte. Die Geschichte macht nachdenklich, traurig, aber auch Mut und bringt Veränderung. Der Anfang des Buches konnte mich gar nicht überzeugen, weshalb ich auch lange brauchte, um über die ersten 50 Seiten hinauszukommen, aber nun bin ich sehr froh, "das Spiel der Wünsche" zu kennen, denn es hat mich nicht nur unterhalten, sondern auch sehr bewegt und sensibel gemacht für einige wichtige Dinge im Leben.

Die Charaktere sind sehr einzigartig und besonders, was sie zum Teil auch eigenartig, undurchschaubar und mystisch wirken lässt. Zu einzelnen möchte ich gar nicht viel sagen, weil man selbst ganz unvoreingenommen in diese Geschichte starten sollte, um zu schauen, wie einem diese Welt der Wünsche hier gefällt, und was man daraus mitnehmen möchte.

Fazit:
Auf diese Geschichte sollte man sich einfach mal einlassen- ohne Wünsche und Erwartungen. Denn egal, was man sich vorstellt, wie dieses Buch sein könnte, es kommt anders, genauso wie das Leben, das sich unsere Protagonisten etwas anders vorgestellt haben. Sie helfen mit ihren Wünschen kräftig nach und bringen damit viel mehr ins Rollen, als sie ursprünglich tatsächlich wollten. Nach einem sehr schleppenden Einstieg konnte mich diese Geschichte noch richtig packen und hat gerade durch seine unerwartete Tiefgründigkeit und Philosophie große Pluspunkte sammeln können. Klappt das Buch auf und lasst "das Spiel der Wünsche" beginnen!

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