Maggie O'Farrell Der Sommer, als der Regen ausblieb

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Inhaltsangabe zu „Der Sommer, als der Regen ausblieb“ von Maggie O'Farrell

Es ist der heißeste Sommer, an den sich die Menschen erinnern können. Schon morgens liegt die Julihitze bleiern über London, als Robert Riordan wie jeden Tag das Haus verlässt, um die Zeitung zu holen. Doch er kehrt nicht zurück. Die Suche nach ihm zwingt die drei Kinder von Robert und Gretta zur Rückkehr in ihr Elternhaus: die zerstrittenen Schwestern Monica und Aoife sowie ihren Bruder Michael Francis. Sie ahnen nicht, dass die Erklärung für das Verschwinden ihres Vaters in der Vergangenheit zu suchen ist: bei einem Geheimnis, das Jahrzehnte im Verborgenen lag ...

Eine schöne Geschichte, hat mich aber nicht so gefesselt, da mir der Schreibstil nicht wirklich gefallen hat.

— 1611
1611

Welch eine Enttäuschung!

— DarkReader
DarkReader

Eine etwas langatmige Geschichte aus Irland, in der alte Familienkonflikte ans Tageslicht kommen.

— gudrunheller
gudrunheller

Schönes Buch über eine Familie und ihre Geheimnisse. Aoife ist mir ans so ans Herz gewachsen - denn jede Familie hat ihre "Aofie" !

— BLINDI
BLINDI

Keine locker-leichte Sommerlektüre, dennoch eine interessante sommerliche Geschichte, die sehr lesenswert ist.

— Jasmin88
Jasmin88

Hat mich leider vollkommen kalt gelassen...

— Dunkelkuss
Dunkelkuss

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    Der Sommer, als der Regen ausblieb
    Engelmel

    Engelmel

    05. March 2017 um 17:26

    Beim Lesen macht das Buch immer wieder Freude. Ich finde, man ist schnell wieder mitten in der Geschichte wenn man das Buch einmal zur Seite gelegt hatte.

  • Konstruiert, unsympathische Protagonisten, Prädikat: selten langweilig!

    Der Sommer, als der Regen ausblieb
    DarkReader

    DarkReader

    29. June 2016 um 01:24

    Das einzig gute an diesem Buch ist das hübsche Cover, dafür gibt es einen Stern!Hätte ich doch nur die Finger davon gelassen und wäre - Augen geradeaus!! - an dem Ständer, der dieses Machwerk beherbergte, vorbei gegangen! Leider tat ich das nicht, kaufte das Buch und schon nach den ersten Seiten habe ich diesen Kauf bereut. Nun, dachte ich: gib ihm eine Chance und lies weiter, doch es wurde und wurde nicht besser. Zunächst einmal der Schreibstil - hilf, Himmel.Konfus, Bandwurmsätze und dann auch noch die Gegenwartsform, das war für mich zu viel des Schlechten. Unsympathische, dumme Protagonisten, die mir allesamt auf die Nerven gingen. Kaum einmal eine Beschreibung der Schauplätze und des Drumherum, nur dümmliches, kindisches Familiengezänk.Ich quälte mich durch die Seiten, habe teilweise quer gelesen und war kurz davor abzubrechen und das Ding in den Altpapiercontainer zu werfen, eine Anwandlung, die ich als Bücherliebhaberin äußerst selten habe.Aber ich riss mich zusammen, beendete es mit Hängen und Würgen und setzte die Autorin auf meine persönliche "rote Liste", die besagt: nie - und wirklich nie!! - wieder!!

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  • Schöner Titel, der leider nicht hält, was er verspricht

    Der Sommer, als der Regen ausblieb
    gudrunheller

    gudrunheller

    14. December 2015 um 09:25

    Irgendwie hatte der Titel mein Interesse geweckt und als ich - als Irlandfan - dann noch las, dass es sich um eine Familiengeschichte mit irischem Hintergrund handelt, beschloss ich, das Buch zu lesen. Es ist auch wirklich eine verwickelte Familiengeschichte, deren Aufhänger das Verschwinden des Vaters ist. Aber das Leben jedes der drei Kinder und auch der Mutter ist dermaßen konfliktüberladen, dass die ganze Geschichte irgendwie unglaubwürdig wird. Sie schafft es nicht, mich so richtig in den Bann zu ziehen und seltsam ist auch das Ende, an dem der Vater einfach wieder auftaucht. Warum er wieder auftaucht, erfährt man nicht. Insgesamt bleibt ein fader Nachgeschmack.

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  • Hat mich nicht berührt... eher irritiert.

    Der Sommer, als der Regen ausblieb
    Dunkelkuss

    Dunkelkuss

    13. July 2015 um 21:36

    Inhalt: Es ist der heißeste englische Sommer der Geschichte - 1976. In diesem Sommer verschwindet Grettas Mann Robert, eigentlich wollte er nur zum Kiosk. Aufgescheucht ruft die alternde Frau ihre drei Kinder an und versammelt sie bei sich zuhause. In der Hitze des Sommers wird so manches aufgedeckt, was hätte verdrängt bleiben sollen... Cover: Für dieses Cover fällt mir wirklich nur der Begriff 'irreführend' ein, aber dazu jetzt mehr in meiner Meinung. Meinung: Ich bin hier einem wirklichen Missverständnis aufgesessen. Schauen wir uns mal das Cover an: hell und frisch sieht es aus, vorallem mit den reifen Erdbeeren und Kirschen. Die Gestaltung erinnert an "Sommer der Blaubeeren", "Ein wunderbares Jahr" oder auch "Ein Sommer wie kein anderer". So erwartete ich eigentlich leichte Sommerkost, vielleicht das ein oder andere Familiengeheimnis à la Kate Morton, Lucinda Riley oder Nora Roberts. Was ich allerdings bekam war ein schnödes Drama mit durchwachsenen Charakteren, die einem irgendwie nicht wirklich ans Herz wachsen wollen. Und ich habe es wirklich, wirklich versucht. Da ist Aoife, die bisexuelle Legasthenikerin, die keiner leiden kann, und sich als Sonderling von der Familie abgekapselt hat und die zwei Geschwister, angepasst, zugeknöpft und vollkommen neurotisch. Von der Mutter fange ich erst gar nicht an. Es war ein seltsamer Reigen noch seltsamerer Figuren, die blass und kalt bleiben, wie ein toter Frosch. Ich habe mich nicht im Geringsten beim Lesen entspannt, sondern nur geärgert.  Ich rate jedem vom Kauf ab, der leichte Kost erwartet. Fazit: 2 von 5 Sternen.

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  • Keine locker-leichte Sommerlektüre, dennoch interessant, sommerlich und lesenswert

    Der Sommer, als der Regen ausblieb
    Jasmin88

    Jasmin88

    08. July 2015 um 19:04

    Covergestaltung: Es handelt sich um ein ganz zauberhaftes Sommercover, welches mich beim Betrachten jedes Mal gleich in Sommerstimmung versetzt hat. Meine Meinung: "Der Sommer, als der Regen ausblieb" war völlig anders als erwartet, aber keineswegs im negativen Sinne. Ich muss gestehen, dass ich aufgrund des Covers doch eher eine leichte Sommerlektüre erwartet habe, doch bekommen habe ich als Leserin eine interessante, etwas schwermütige, aber auch bewegende Familiengeschichte. Die Charaktere lassen diese Geschichte wirklich glänzen, denn sie sind sehr vielfältig, etwas eigen und stark entworfen worden. Obwohl der Roman ganz anders war als erwartet, ist es der Autorin gelungen mich unheimlich zu fesseln. Ich wollte stets weiter in das Leben und die Probleme der Protagonisten eintauchen. Es geht schon eine gewisse Spannung von dem Roman aus, die die Neugier des Lesers weckt, denn man möchte natürlich unbedingt erfahren, warum der Familienvater verschwunden ist und ob er heimkehren wird. Ich habe "Der Sommer, als der Regen ausblieb" wirklich gern gelesen und empfehle das Buch allen weiter, die Romane mit Sogwirkung lieben. Es handelt sich um ein ernsthaftes Familiendrama. Alle Fans dieses Genres kommen voll auf ihre Kosten. Hat man sich erst einmal auf die Story und etwas düstere Grundstimmung eingelassen, kommt man nicht mehr los von ihr. Ein toller Schreibstil gepaart mit einigen überraschenden Wendungen bescheren dem Leser ein gelungenes Leseerlebnis. Ich vergebe 4 Sterne! Fazit: Keine locker-leichte Sommerlektüre, dennoch eine interessante sommerliche Geschichte, die sehr lesenswert ist.

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  • Cover irreführend

    Der Sommer, als der Regen ausblieb
    nic

    nic

    05. June 2015 um 18:23

    1976 war ein brütend heißer Sommer in England, das Wasser wird sogar knapp. Die Luft ist dick wie Pudding. Das Wetter ist unerträglich, jeder schleppt sich nur noch dahin und wartet auf Abkühlung. Robert Riordan, Vater dreier erwachsener Kinder und Ehemann einer nervtötenden Frau, verschwindet eines Morgens und kommt vom Zeitungskiosk einfach nicht mehr zurück. Zunächst denkt seine Frau an nichts böses und wartet eine Weile, bis sie ihre Kinder benachrichtigt. Aoife, Monica und Michael kommen nach Hause, gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem Vater. Das Zusammentreffen läuft allerdings nicht ohne Spannungen ab. Besonders Aoife fühlt sich unwohl, galt sie doch immer als sonderbar und schwieriges Kind. Gedrückt von Problemen sind alle drei, dabei fehlt es auch nicht an Feindlichkeit untereinander als auch gegen die Mutter. Das Buch erzählt abwechselnd aus dem Leben jedes der Kinder, teils als sie noch bei den Eltern lebten, teils als Erwachsene. Dabei wird der verschwundene Vater oft zur Nebensache. Ich hatte mir unter der Geschichte etwas ganz anderes vorgestellt. Das Cover lässt darauf schließen, dass es sich um einen Sommerroman handelt, die Kurzbeschreibung könnte auf einen Krimi hindeuten. Beides trifft allerdings nicht zu. Das einzige Sommerthema ist die Hitze im Jahr 1976. Bezogen ist der Titel einzig auf das Ereignis, dass der Vater verschwunden ist. Aoife, die mittlerweile in New Yorl lebt, ist mir die Liebste von den dreien, obwohl sie es scheinbar zu nichts gebracht hat, weil sie nicht mal die Schule abschließen konnte. Geflohen vor der nervigen Mutter, die durch und durch für die Kirche lebt und sich als moralische Instanz sieht, ist es ein Greuel, mitzubekommen, wie es auch nach langer Zeit, in der sich die Familie nicht gesehen hat, ausschließlich darum geht, dass die Mutter sich permanent in den Vordergrund stellt. Im Prinzip ist man beim und nach dem Lesen ziemlich niedergeschlagen von der Stimmung in der Geschichte. Die Mutter ging mir abartig auf die Nerven, wobei man das Jahr bedenken muss, in dem das alles spielt, und dass der Krieg immer noch eine Rolle spielte im Leben von ihr und ihrem Mann, wenn auch unausgesprochen. Überhaupt ist das Leben der Familie ziemlich oberflächlich, immer darauf bedacht, dass die Leute nicht reden, und Moral spielt die größte Rolle überhaupt. Bei anderen natürlich, nur nicht bei sich selbst. Da wird gern manches verschwiegen oder anders dargestellt, als es den Tatsachen entspricht. Der Sommer, als der Regen ausblieb ist als eher ein Drama. Zwar ist es nicht schlecht, aber hätte ich vorher gewusst, um was für eine Geschichte es sich handelt, ich hätte das Buch nicht gekauft. Dennoch finde ich den Schreibstil gut. Wenn man also was ernsthaftes lesen und sich die Laune versauen möchte, ist das Buch perfekt. Ich bin derzeit allerdings in Banausenstimmung, daher zählt meine Meinung keineswegs zu den fachlich anspruchsvollen Literaturkritiken.

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  • Eine Familiengeschichte,die es in sich hat!

    Der Sommer, als der Regen ausblieb
    Igela

    Igela

    09. February 2014 um 19:23

    Robert Riordan und seine Frau Gretta haben drei Kinder gross gezogen. Da ist der intelllektuelle Michael, die starke Monica und die Analphabetin Aoife. Plötzlich verschwindet Robert spurlos und Gretta ruft ihre drei Kinder herbei. Dabei müssen alle die alten Feindseligkeiten und den Streit vergessen um zusammen den Vater zu finden.Doch eigentlich hätten alle mit ihrem eigenen Leben genug zu tun. Michael, der seinen Beruf als Lehrer hasst und mit einer Frau verheiratet ist, die wieder studiert und ihm Kinder und Haushalt überlässt. Monica ,die um die Anerkennung ihrer Stiefkinder kämpft und Angst hat, bei ihrem Mann die zweite Geige zu spielen. Und Aoife, die in ihrem Job zu vertuschen versucht, dass sie weder lesen noch schreiben kann und nun auch noch schwanger ist.Zudem kommen nach und nach , noch alte Familiengeheimnisse an die Oberfläche. Durch die verschiedenen und sehr gut getroffenen Charaktere und ihr Leben ist dieses Buch sehr abwechslungsreich. Die Mutter Gretta ist zum Beispiel so gut getroffen,dass man einige Male beim Lesen schmunzeln muss. Eine spannende,aber auch nachdenklich machende Familiengeschichte, die neugierig macht, weil man von Anfang an ahnt, dass sich ein Familiengeheimnis verborgen hält. Durch die vielen Geschichten aus dem Leben der drei Kinder wird die Suche nach dem Vater zwar erst am Ende des Buches gestartet.... doch merkt man als Leser sehr schnell, dass nicht diese Suche die Hauptsache in diesem Buch ist, sondern die Beziehungen mit und untereinander. Ein sehr feinfühliges und gelungenes Buch!

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  • Familiengeheimnisse und Ringen um Nähe

    Der Sommer, als der Regen ausblieb
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    16. October 2013 um 15:05

      Es ist nicht nur so, dass der Regen in Highbury, London sich nicht mehr blicken lässt, Dürre sich breitmacht und die Sonne mit ihrer Hitze im dritten Monat bereits den Menschen das Leben und atmen erschwert.   Es ist auch so, dass sich Robert Riordan, Pensionär, Ehemann, Vater dreier erwachsener Kinder (die längst aus dem Haus sind) sich auf einmal nicht mehr blicken lässt. Besorgniserregend bei einem Mann, nach dem man sonst in jeder Phase des Tages die Uhrwerke hat stellen können.   „Seit mehr als drei Jahrzehnten geht er um Punkt Viertel vor sieben aus dem Haus“. Mit immer den gleichen Handgriffen, egal, was sonst noch im Haus an Trubel mit den Kindern losgewesen sein mochte. So auch jetzt. Zeitung holen. Und kommt nicht wieder.   Was Gretta, seine Frau, einerseits in hohe Unruhe versetzt, andererseits unter inneren Stress, denn ihre Stütze könnten jetzt eigentlich nur die Kinder sein und von denen ist jeder und jede ziemlich im eigenen Leben befangen. Und eine echte, offene Kommunikation zwischen Mutter und Kindern ist genauso wenig „an der Tagesordnung“, wie eine solche im Blick auf die Kinder untereinander. Nicht nur zur Zeit. Und so wird nun Bewegung hineinkommen. Nicht nur in das Verhältnis zu Mutter und das „sich Kümmern“ um das Verschwinden das Vaters. Auch in das nicht einfache Verhältnis der Geschwister untereinander und zur Mutter (die gerade, was ihre Tochter Aoife angeht, immer noch Einfluss nehmen will, gar nicht anders kann, schon zur Haarbürste greift, als sie die neue Frisur der Tochter sehen wird).   „Jetzt sagt Aoife, dass sie sich eigentlich nie die Haare bürste, nie, kapiert? Und Gretta sagt, das glaubt sie glatt und ob es in New York keine Frisöre gibt. Er (Michael) will einschreiten. Aiofe, lass sein, nur dieses eine Mal, sie macht schon genug durch“   So ist die Stimmung seit langem. Schnell gereizt. Und Hintergründig. Denn keiner der Familie lässt einen oder eine der anderen wirklich hinter die eigenen Fassaden blicken, sondern verbirgt die eigenen Schwierigkeiten und Geheimnisse sehr geschickt.   Bewegung kommt auch hinein in das Innenleben des Sohnes Michael Francis und der beiden Töchter Aoifa und Monica. Alle drei haben zu kämpfen im Leben. Mit dem neuen Lebensgefährten, was Monica angeht. Mit den eingefahrenen Strukturen der eigenen Ehe und Familie, was Michael angeht. Mit dem Leben an sich, was Aoife angeht, die es am weitesten weg nach New York verschlagen hat.   Das einzige, was die drei Geschwister miteinander verbindet, ist eine seltsam vage, innere Haltung dem Leben gegenüber, ein nicht wirklich gut zurechtkommen und dennoch Tag für Tag ebenso auch ein „weiter so“.   Die Ursachen für diese Haltungen, dieses innere „sich auf schwankendem Boden befinden“, die legt Maggie O´Farrell in diesem Roman sehr intensiv vor die Augen des Lesers. Lange Zeit spielt das Verschwinden des Vaters, die Hitze, die Belastungen keine große Rolle im Roman. Kapitel für Kapitel wechselt O´Farrel zunächst zwischen den Perspektiven vor allem der Geschwister hin und her und entfaltet so einen roten Faden der gegenseitigen Verbindungen, der Kindheit und des Aufwachsen und, vor allem, der genau erfassten, inneren Befindlichkeit ihrer Protagonisten.   Die sich zuspitzen, aneinander sich abarbeiten und, jeder und jede für sich, sich auch sich selbst zu stellen haben werden in diesem „Bruch des Alltäglichen“, das den gewohnten und vor sich hin laufenden Trott des eigenen Lebens unterbricht und aufwühlt.   Das ist auch sprachlich interessant zu lesen, da lässt O´Farrell den Leser nicht aus. Bis zur, durchaus sich andeutenden, im Gesamten aber dann doch auch überraschenden Klärung des Verschwindens des Vaters. Wobei, auch das sei gesagt, in dieser Breite der Darstellung die ein- oder andere Länge nicht ausbleibt und das ein oder andere Kopfschütteln gerade über Aoifes „exotisches Inneres“ den Leser an manchen Stellen begleiten wird.   Alles in allem aber ein gelungener, tiefblickender Familienroman, der vor Augen führt, dass manche Entwicklungen und Verhältnisse dazu führen, dass die Dinge des Lebens „wie auf Schienen“ verlaufen und es oft schwer ist, Weichen zu finden, anzuhalten, innezuhalten und Verqueres wieder gerade zu rücken.

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