Maggie O’Farrell

 4,2 Sterne bei 162 Bewertungen
Autor*in von Judith und Hamnet, Porträt einer Ehe und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Maggie O’Farrell, 1972 im nordirischen Coleraine geboren, zählt zu den wichtigsten irisch-britischen Autorinnen ihrer Generation. Nach Auszeichnungen mit dem Somerset Maugham Award und dem Costa Book Award gewann ihr hochgelobter Roman »Judith und Hamnet« den Women’s Prize for Fiction 2020, den National Book Critics Circle Award 2020 sowie den British Book Award 2021 für den besten Roman. Die Kinoverfilmung »Hamnet« (Drehbuch Chloé Zhao und Maggie O’Farrell) wurde 2026 mit zwei Golden Globes und einem Oscar für die beste Hauptdarstellerin geehrt. Auch »Porträt einer Ehe« stand 2023 auf der Shortlist für den Women’s Prize for Fiction und war ein Sunday-Times-Bestseller.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Land (ISBN: 9783492074568)

Land

Neu erschienen am 29.05.2026 als Gebundenes Buch bei Piper.

Alle Bücher von Maggie O’Farrell

Cover des Buches Judith und Hamnet (ISBN: 9783492318556)

Judith und Hamnet

(86)
Erschienen am 28.10.2021
Cover des Buches Porträt einer Ehe (ISBN: 9783492319867)

Porträt einer Ehe

(47)
Erschienen am 28.03.2024
Cover des Buches Ich bin, ich bin, ich bin (ISBN: 9783492317245)

Ich bin, ich bin, ich bin

(16)
Erschienen am 14.09.2020
Cover des Buches Hier muss es sein (ISBN: 9783492321273)

Hier muss es sein

(13)
Erschienen am 30.05.2025
Cover des Buches Hier muss es sein: Roman (ISBN: B0CKWDJ4SX)

Hier muss es sein: Roman

(0)
Erschienen am 01.02.2024
Cover des Buches Land (ISBN: 9783492074568)

Land

(0)
Erschienen am 29.05.2026

Neue Rezensionen zu Maggie O’Farrell

Cover des Buches Judith und Hamnet (ISBN: 9783492070362)
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Rezension zu "Judith und Hamnet" von Maggie O’Farrell

SunnySue
Maggie O'Farrell "Judith und Hamnet"

"Ich bin des Todes, du lebst ... Schöpfe auf dieser rauen Welt in Schmerzen Atem, um meine Geschichte zu erzählen." (Hamlet, fünfter Akt, zweite Szene)


Bei "Judith und Hamnet" handelt es sich um einen Roman, der sich mit der Familie von William Shakespeare beschäftigt. Maggie O'Farrell liefert uns damit ein schmerzvolles Werk, in dem es um Liebe, Verlust und Trauer geht und das mich bis ins Mark getroffen hat.


Stratford-upon-Avon im Jahr 1596: Noch am Morgen toben die elfjährigen Zwillinge Judith und Hamnet durchs ganze Haus und über den Hof. Spielen mit den Katzen, rennen und lachen - wie es Kinder nunmal tun. Doch plötzlich sagt Judith, dass es ihr nicht gut geht. Als Hamnet einige Zeit später nach ihr schaut, bekommt er Angst und sucht wie verrückt nach seiner Familie. Doch das Haus ist leer. Oma und Schwester sind unterwegs um Besorgungen zu machen und die Mutter weilt bei den Bienen. Der Vater ist schon seit Tagen in London. Auch den Arzt kann Hamnet nicht finden. Und so wacht Hamnet am Bett seiner Schwester, bis endlich die Mutter nach Hause kommt. Ihr ist sofort klar, was Hamnet nur erahnte, die Pest an Einzug ins Haus Shakespeare gehalten und Judith liegt im Sterben. Doch Hamnet liebt seine Zwillingsschwester über alles und tauscht mit Judith den Platz, un der Hoffnung, dass der Tod sich übertölpeln lässt und ihn statt seiner Schwester mit sich nimmt. 


"Woher hätten sie wissen sollen, dass Hamnet die Nadel war, die sie alle zusammenhielt? Dass sie ohne ihn alle zersplittern, zu Bruch gehen würden wie ein heruntergefallener Becher?"


Maggie O'Farrell nimmt uns mit in Shakespeares Welt und Verknüpft Historisches so gekonnt mit Fiktion, dass ich im Nachhinein nachlesen musste, was Wahrheit und was Dichtung ist. Das entpuppte sich nicht als einfach, denn vieles aus jener Zeit ist nicht klar belegt. 

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Part wechselt von dem Einzug der Pest bis zum Tode des Kindes und dem Kennenlernen von Agnes und William hin und her. Und gerade mit diesem Kennenlernenpart habe ich mich in der ersten Hälfte etwas schwer getan. Der zweite Part handelt dann nur noch von dem Verlust und der Trauer. Dieser zweite Teil ist auch der stärkere im Buch. Er lässt uns spüren, wie jeder der Familienmitglieder in seiner unsäglichen Trauer allein ist, sich in sich selbst zurückzieht und sich vor der Außenwelt verschließt. Alles, um bloß nichts zu fühlen ... den Schmerz abzustellen. Wie Schwestern, Mutter und Vater mit dem Verlust und ihrer Trauer um Hamnet umgehen. Wie sie sich zeitweise voneinander entfernen und wie man manchmal in seiner Trauer auch wieder zueinander findet.


"Judith und Hamnet" war für mich zwar kein Highlight, aber es hat viele mit mir gemacht. Auch wenn ich selbst keine Kinder habe, so konnte ich den Schmerz doch tief in mir spüren und hatte durchaus mit Tränen zu kämpfen.

Cover des Buches Judith und Hamnet (ISBN: 9783492318556)
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Rezension zu "Judith und Hamnet" von Maggie O’Farrell

pudelohnekern
Wunderschöne Sprache, zutiefst berührende Geschichte

Maggie O’Farrells "Hamnet" (bzw. im Deutschen "Hamnet und Judith") entfaltet eine intensive Erzählung über Liebe, Verlust und Trauer. Besonders eindrucksvoll ist die sprachliche Präzision, mit der Gefühle und Sinneseindrücke beschrieben werden. Die bildhafte Sprache arbeitet mit feinen Nuancen, die viele Szenen unmittelbar erfahrbar machen und eine starke emotionale Nähe erzeugen

Im Zentrum steht die Figur Agnes, eine literarische Ausgestaltung von Anne „Agnes“ Hathaway, die aus den wenigen historischen Informationen heraus zu einer komplexen, vielschichtigen Persönlichkeit geformt wird. O’Farrell nutzt die Lücken der Überlieferung bewusst als Freiraum für künstlerische Gestaltung und zeichnet eine Figur, die zugleich stark, eigenwillig, sensibel und verletzlich erscheint. Diese literarische Neuinterpretation verleiht einer historischen Figur, die oft auf ihre vermeintliche Bildungsferne reduziert wird, Handlungsmacht und Kontur. Auch wenn natürlich vieles nicht der Realität entspricht, finde ich diesen Ansatz für einen Roman sehr inspirierend.

Im Gegensatz zu anderen Rezensionen bin ich der Meinung, dass der Titel dabei äußerst treffend gewählt ist. Mit dem Verweis auf Judith und Hamnet rückt er den Verlust des Sohnes und den Umgang der Eltern mit dieser Erfahrung in den Mittelpunkt. Trauer wird als Prozess hervorgehoben, der jede Figur unterschiedlich prägt. Gerade in dieser Perspektive wird sichtbar, wie die Eltern auf eigene Weise versuchen, mit dem Verlust zu leben, sich dabei entfremden und wieder annähern (und unter anderem die Trauer in Kunst verwandeln). Gleichzeitig richtet die Erzählung ihren Fokus immer wieder auf Agnes und macht ihre Wahrnehmungen und Gedanken zum tragenden Element des Romans.

Viele Szenen entfalten eine starke emotionale Wirkung und berühren mich sehr. Der Roman erzeugt eine große Nähe zu seinen Figuren. "Hamnet und Judtih" überzeugt gerade durch seine Fähigkeit, allein mit Sprache Bilder und Emotionen von bemerkenswerter Intensität hervorzubringen. Klare Buchempfehlung von mir!

Cover des Buches Judith und Hamnet (ISBN: 9783492318556)
M

Rezension zu "Judith und Hamnet" von Maggie O’Farrell

mattder
Hamlet

Willam Skispur hat Hamlet geschrieben. Sein Inspirierten war laut diesen Buch der Tod seines Sohnes. Das Buch hat mich schon gereizt will Schaper immer spannend zu lesen in diesen fall ist. Leider kommt die Geschichte nicht rüber. Schade uns Geld. Das Einzige hinterhergesandte an buch war wie die Pest nach Europa kann.

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