Leichte Turbulenzen bei erhöhter Strömungsgeschwindigkeit

von Maggie Shipstead 
3,3 Sterne bei31 Bewertungen
Leichte Turbulenzen bei erhöhter Strömungsgeschwindigkeit
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Positiv (11):
chauchat22s avatar

Einfach großartig!!!

Kritisch (6):
Langeweiles avatar

Sehr oberflächliche Geschichte

Alle 31 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Leichte Turbulenzen bei erhöhter Strömungsgeschwindigkeit"

Winn van Meter hielt sich immer an die Regeln bürgerlichen Lebens. Mit einem Harvard-Abschluss, einer Mitgliedschaft in den richtigen Clubs, einer Ehefrau mit Herkunftsnachweis und einem angemessen bescheidenen Sommerhaus am Atlantik auf einer der vornehmen Ostküsten-Inseln, ging er davon aus, er werde seinem 60. Geburtstag mit der Gelassenheit eines Mannes entgegensehen, der gut gelebt und sein Leben im Griff hat. Dummerweise kooperieren weder die Vorsehung noch die Familie. Daphne, seine ältere Tochter, schwanger und uneinsichtig, beabsichtigt zu heiraten. Seine jüngere Tochter Livia muss sich von einem Nervenzusammenbruch erholen, und Winn wird feststellen, dass er, entgegen guter Vorsätze, noch immer verrückt nach einer von Daphnes Freundinnen ist, die, jetzt als Brautjungfer, einiges daransetzt, seine Selbsteinschätzung als anständiger Bürger und Familienvater zu unterlaufen.

Ausgezeichnet mit dem Dylan Thomas Prize 2012. Shortlist Flaherty-Dunnan First Novel Prize.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423249676
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:440 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.05.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    KiraMinttus avatar
    KiraMinttuvor 2 Jahren
    Lesenswert

    Winn Van Meter bereitet sich auf die Hochzeit seiner ältesten Tochter Daphne vor, und er erledigt dies mit der ihm innewohnenden Akribie. Natürlich wird er weder ihr Brautkleid zu Hause vergessen, noch all die anderen Dinge, um die ihn seine Familie gebeten hat, und für unordentlich verstreute Schuhe neben der Haustür oder aus der Mauer gefallen Steine bleibt auch noch Zeit.
    Winn liegt viel an Effizienz und Ordnung, und er ahnt nicht, dass das kommende Wochenende diese beiden Grundpfeiler seines bisher wohlgeordneten Lebens stark ins Wanken bringen wird.
    Eine Hochzeit ist ohnehin ein Ereignis, bei dem so einiges schief gehen kann, und der Nervenzusammenbruch, den seine jüngere Tochter Livia vor kurzem erlitten hat, sowie die Reize von Brautjungfer Agatha tragen das ihrige dazu bei, den standfesten Winn ganz schön ins Schleudern zu bringen...

    Erwartungen und Enttäuschungen, Selbstüberschätzung und Minderwertigkeitsgefühle, Loyalität und Verrat, Anstand und Ehre, Verlust und Befreiung - Maggie Shipstead gelingt es über 400 Seiten lang sowohl die leichten, die banalen und die beschwingten Aspekte des Lebens, als auch die dunklen, die unbeherrschten und die verzweifelten Momente mit einer sprachlichen Gewandtheit zu Papier zu bringen, die auch in der Übersetzung nichts von ihrer Kraft verliert.
    Seite um Seite öffnet sie ihre Protagonisten dem Leser mehr, ohne dabei deren Menschlichkeit aus den Augen zu lassen. Es ist kaum möglich, eine Figur das ganze Buch hindurch einfach nur mit ein bis zwei Adjektiven zu versehen, nahezu niemand lässt sich einfach nur gernhaben. Doch wenn man am Ende des Buches den ein oder anderen ins Herz geschlossen hat, dann trotz aller Schwächen, trotz dunkler Seiten, trotz menschlicher Makel.
    Oder vielleicht auch gerade deswegen.

    Wunderbares Familienepos, schillernd und sprachlich glänzend. Immer mitreißend. Oft anrührend. Absolut lesenswert.

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    Themistokeless avatar
    Themistokelesvor 3 Jahren
    Leichte Turbulenzen bei erhöhter Strömungsgeschwindigkeit

    Eigentlich sind Bücher, die eher nur sehr wenig Handlung haben nicht wirklich etwas für mich, da ich doch schon sehr viel Wert auf eine gute Handlung lege und doch muss ich zugeben, dass ich diesen Roman, der sich eigentlich nur über einen Zeitraum von eigentlich zwei Tagen und einem kleinen Stück des dritten Tages erstreckt, irgendwie interessant fand.

    Es ist nicht mal so, dass in diesem Zeitraum wenig passiert, sondern ehr doch recht viel, wenn auch eher fast schon alltägliches und das trotzdem auf über 400 Seiten, was für manchen sicher langweilig klingen mag. Jedoch punktet das Buch vor allen Dingen dadurch, dass man die Charaktere in ihren Persönlichkeiten sehr gut kennenlernt. Winn der sehr pedantisch, ruhig und auf seine Außenwirkung bedacht wirkt, der jedoch seine Jugend durchaus sehr ausgenutzt hat und gegen seine jetzige Art extrem wild war und scheinbar deutlich mehr Frauen hatte, als man an seinen Händen abzählen kann. Dann seine Frau Biddy, die ich so weit sehr interessant finde, da sie von vorn herein davon ausging, als sie heiratete, dass kein Mann treu sein kann, aber man solange es nicht nach außen dringt, auch einfach darüber hinweg sehen könne. Ihre beiden Töchter Livia und Daphne, die vollkommen unterschiedlich sind, wobei trotzdem es alles um Daphnes Hochzeit geht, diese scheinbar eine der unwichtigeren Nebenrollen zugewiesen bekommt und Livia viel stärker im Mittelpunkt der Erzählung steht. Dazu noch die ganzen Bekannten und Verwandten, die zur Hochzeit kommen, bei denen vor allen Dingen die Brüder des Bräutigams herausstechen, wie auch Agatha und Dominique, zwei Freundinnen der Braut.

    Vor allen die greifbare, aber doch eher unterschwellige sexuelle Spannung, die sich zwischen den unterschiedlichsten Charakteren aufbaut, deren teilweise sehr seltsames Verhalten, was aber im Zusammenspielt mit der gezeichneten Persönlichkeit, die immer wieder durch kleinere Erinnerungssequenzen an ihre Vergangenheit untermauert wird, einfach sehr stimmig wirkt, machen das Buch alles andere als langweilig und das, obwohl nichts wirklich großartig besonderes passiert, weil man sich schon durchaus vorstellen kann, dass auch in der Realität manche Menschen ein solches Verhalten aufweisen.

    Besonders gut dabei dargestellt, fand ich, diesen leichten versnobten Aspekt an den Familien, der in so vielen Kleinigkeiten immer wieder sehr zu Tage tritt, so dass man ihn einfach spürt und merkt, wie sehr er auch den Charakter der einzelnen Personen bestimmt und vor allen Dingen an Winn und seiner starken liebe für irgendwelche Clubs, ist dieser Aspekt einfach so stark spürbar. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich diese Clubstrukturen, die ja eher ein sehr englisches Phänomen sind, dass wohl auch mit in die USA geschwappt ist, mir durchaus weiterhin rätselhaft blieb.

    Nur den Titel, den verstehe ich bis jetzt nicht und ich frage mich mal wieder ehrlich, warum man nicht den englischen direkt übersetzt hat, denn auch, wenn er vielleicht weniger plakativ geklungen hätte, passt »Seating Arrangements« einfach zu gut zu diesem Roman, da sie subtil einfach auf die zwischenmenschlichen Beziehungen anspielt, die in diesem Roman so wichtig sind, denn ohne diese, wäre die Geschichte einfach stinklangweilig.

    Ein mal ganz anders Buch, das überraschend gut war, da ich ehrlich eher mit sehr dröger Unterhaltung gerechnet habe, aber irgendwie brachte es mich dazu immer weiter zu lesen, auch wenn ich am Anfang ehrlich gedacht habe: »Das ist sehr seltsam, aber irgendwie muss ich trotzdem immer weiter lesen, weil es irgendwie interessant ist...«.

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    Langeweiles avatar
    Langeweilevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr oberflächliche Geschichte
    Hochzeit auf Waskeke

    Win van Meter ist Ehemann und Vater von zwei Töchtern.Daphne ist hochschwanger und will auf der Ferieninsel der Familie heiraten.Die Geschichte spielt sich an drei Tagen ab,die hauptsächlich der Vorbereitung der Hochzeit gewidmet sind.Zwischendurch erfährt man aber auch Dinge aus der Vergangenheit der Familie,Kennenlernenen, Studium,Geburt der Kinder.Es herrscht reger Betrieb im Ferienhaus der Familie,Angehörige des Bräutigams,Hochzeitsplanerin und nicht zu vergessen die Brautjungfern von denen eine mehr als ein Auge auf Win geworfen hat.Der ist hin -und hergerissen zwischen der Liebe zu seiner Frau und der attraktiven Agathe,die wiederum auch an anderen männlichen Gästen starkes Interesse zeigt.Livia,die Schwester der Braut,die ihrer verlorenen Liebe nachtrauert, gerät etwas ins Hintertreffen.Auch für Tante Celeste ,die den Kummer über mehrere gescheiterte Ehen im Alkohol ertränkt ,interessiert man sich kaum. Ich konnte zu den Protagonisten keine Beziehung aufbauen,es erschien mir alles zu oberflächlich. Fazit: Ein Buch ,was ich nicht empfehlen kann. Buchtitel: Leichte Turbulenzen bei erhöhter Strömungsgeschwindigkeit

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    badwomans avatar
    badwomanvor 3 Jahren
    Mann hat´s nicht leicht

    Winn van Meter ist Vater von 2 erwachsenen Töchtern, die schwangere ältere steht kurz vor ihrer Hochzeit, die jüngere hat nach der Trennung von ihrem Freund und einer Abtreibung noch schwer zu kämpfen. Zur Hochzeit trifft sich die ganze Familie im Ferienhaus auf der Insel Waskeke. Hier wird es nun turbulent: Winn scheint sich in einer Sinnkrise zu befinden und läuft Gefahr, nach seiner langjährigen Ehe, in der er immer treu war, nun der Freundin seiner Tochter zu verfallen. Hinzu kommt noch, dass er trotz langer Wartezeit immer noch nicht in einen noblen Golfclub aufgenommen wurde, was seinem Wunsch nach erhöhtem sozialen Status sehr zuwiderläuft. Dass sein langjähriger Widersacher Jack (zumindest hält Winn ihn für seinen Widersacher) ein großes pompöses Haus auf der Insel baut, macht seine Gefühlslage nicht besser. Das Buch ist kurzweilig zu lesen, die Sätze sind allerdings manchmal ein wenig lang und verschachtelt. Die vielen Rückblicke haben meinen Lesefluss zeitweise ein bisschen gestört und erzeugten schon ein paar Längen in der Geschichte. Der Inhalt aber ist lesenswert, der Humor kommt auch nicht zu kurz. Ein interessantes Buch zum Thema Midlifecrisis und überzogenen Standesdünkel. Der Titel und auch das Cover sind originell.

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    I
    Isabell47vor 3 Jahren
    Die Turbolenzen des Winn

    Winn, ist ein verheirateter und wohlhabender Mann, Vater zweier Töchter und in allen Vereinigungen, die er für sein Dasein für wichtig hält. Eine Mitgliedschaft fehlt ihm jedoch noch und die scheint es sehr schwierig zu erreichen. Der Roman erzählt von den Hochzeitsvorbereitungen für Winns schwangere Tochter auf seiner "Sommerinsel" bzw. in dem Ferienhaus. Hier werden die verschiedenen Probleme deutlich wie Planung der Sitzordnung, aber auch die Abtreibung bei der anderen Tochter, die verschieden Animositäten und vor allen Dingen wie präsentieren wir uns nach außen. Die Scheinheiligkeit dieser Welt steht auf der Zerreißprobe insbesondere da Winn sich von der sexuellen Anziehung einer jüngeren Frau nicht retten kann.

    Dieser Roman ist nur scheinbar manchmal witzig, denn ansonsten macht mich traurig,denn die Protagonisten spielen einander gegenseitig Sachen bzw. Gefühle vor, die nicht wahr sind. Es geht hier um die Darstellung nach außen und wie wir leben, um scheinbar die Erwartung von anderen zu erfüllen, von denen wir jedoch denken, dass es unsere eigenen sind.

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    FlipFlopLady007s avatar
    FlipFlopLady007vor 5 Jahren
    Perfektionismus

    Der Roman "Leichte Turbulenzen bei erhöhter Strömungsgeschwindigkeit handelt von einem scheinbar perfekten Leben, dass seinen Inhaber jedoch nicht glücklich macht. Die Hauptperson des Romans ist Winn, ein fast 60-Jähriger Familienvater der höheren Gesellschaft. Er lebt mit seiner Familie in den USA und führt ein scheinbar perfektes Leben. Er ist in so ziemlich jedem Club der höheren Gesellschaft Mitglied und kennt dort alle wichtigen Leute. Alles läuft perfekt und nach außen hin scheint er sein Leben mit Leichtigkeit zu leben. Alles gerät jedoch ins Wanken als seine älteste Tochter schwanger wird und ihren derzeitigen Lebensgefährten heiraten möchte. Die gesamte Familie und Freunde versammeln sich aus diesem Anlass im Ferienhaus der Van Meters auf Waskese einer kleinen Insel, zu dem die ganze Familie hingezogen fühlt. Der Roman erzählt drei Tage dieser Zeit auf Waskese. Anwesend ist neben Winns Familie außerdem die Familie seines zukünftigen Schwiegersohns. Während der Zeit aus Waskese passieren einige Dinge, die Winns Lebensvorstellung ins Wanken bringen und ihn letzendlich zum Überdenken seiner Ideale bewegen.

    Winn ist ein sehr traditionsbewusster, spießiger Angehöriger der Oberschicht. Ob er dies wirklich ist, ist nicht ganz ehrsichtlich, eventuell lebt er auch nur in dieser Illusion. Es wird sehr gut geschildert, was Winn denkt. Er hat sich selbst strenge Regeln auferlegt, um seine perfekte Lebensvorstellung auszuleben. Gefühle scheinen dabei jedoch außen vor zu bleiben. Es geht primär darum in einen weiteren Club aufgenommen zu werden. Davon verspricht er sich scheinbar noch mehr akzeptiert zu werden und ein noch perfekteres Leben zu führen. Auch seine Kinder sollen nach seinen Idealen leben, dazu gehört unter anderem auch: erst heiraten und dann Kinder kriegen. Neben all diesen ehrgeizigen Regeln scheinen für Winn Gefühle ganz außen vor zu bleiben. Er schottet sich emotional ab und man hat auch das Gefühl, dass er seine Frau nicht wirklich zu lieben scheint. Zumindest zeigt er ihr bis zu seinem Umdenken nichts dieser Art. Auch seine Kinder bekommen von seiner Liebe sehr wenig ab. Erst nachdem er sich zu einer Freundin seiner Tochter hingezogen fühlt und beschließt mit dieser eine Affäre zu beginnen, erwacht in ihm die Liebe für seine Frau.
    Auch Winns Tochter Livia hat es gefühlsmäßig gerade nicht einfach, denn sie ist von ihrem Freund verlassen worden. Sie lebt nun in einer tiefen Depression, da sie glaubt ihren Lebenstraum verloren zu haben. Sie fühlt sich ungeliebt und glaubt keinen anderen Mann lieben zu können als ihren Ex-Freund. Aus dieser Verzweifelung heraus versucht sie mit beinahe jedem männlichen Hochzeitsgast etwas anzufangen.
    Winns Frau hat sich schon lange damit abgefunden, wie ihr Mann ist und glaubt sogar, dass dieser sie betrügt. Sie arrangiert sich mit diesem Gedanken, solange sie nichts davon mitbekommen. Auch sie scheint wie ihr Mann Emotional abgestumpft zu sein.
    Winns ältereste Tochter Daphne scheint die einzige in der Familie zu sein, deren Gefühlsleben zur Zeit in geordneten Bahnen verläuft und die auch in der Lage ist Liebe zu empfinden.
    Ich finde diese vier Hauptpersonen werden sehr authentisch dargestellt. Die Gefühlswelt der Personen passt zu ihrem selbst auferlegten Schicksal und spiegelt ihre Rolle in den gesellschaftlichen Verhältnissen wider. Das Buch verfügt über keine umfangreiche Handlung, sondern konzentriert sich eher auf die Beschreibung der Gefühle und Gedanken der Personen und erhält somit seinen ganz anderen Reiz. Obwohl die Geschichte nur insgesamt drei Tage umfasst, lassen sich damit ganz locker fast 450 Seiten füllen und zwar ohne, dass der Leser sich an irgendeiner Stelle langweilt. Die Tatsache, dass Winn in seinen eigenen Vorstellungen gefangen ist und sich aus diesem Grund öfters entgegen dieser Vorstellung handelt ohne es selbst zu merken, hat einen komischen Aspekt. Zum Teil verkörpert er eine Parodie über sich selbst, was ich persönlich beim Lesen sehr erheiternd fand.

    Das Cover finde ich auf den ersten Blick ansprechend, allerdings finde ich, dass es nicht unbedingt zum Inhalt des Buches passt. Es hat in mir die Erwartungen von Sommer geweckt. Außer dass die Handlung im Sommer stattfindet, hat dieses Buch jedoch nichts mit sommerlichen Gefühlen zu tun. Irgendwie passt das Cover dann aber doch zum Buch, weil beides ein wenig außergewöhnlich ist. Auch den Schreibstil des Autors würde ich als außergewöhnlich bezeichnen.

    Auf grund der vielen positiven Eindrücke, würde ich das Buch auf jedem Fall jedem weiterempfehlen.

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    natalieas avatar
    natalieavor 5 Jahren
    Leichte Turbulenzen

    Der Roman wird aus Sicht des Brautvaters Winn erzählt. Am Anfang des Romans und die Leseprobe lassen einen Roman erkennen, der zwar fröhlich jedoch nicht tiefsinnig sein wird. Allerdings täuscht dies sehr. Der Roman umfasst ziemlich heikle Themen, wie die Spießbürgerschaft, Homosexualität, Angst zu Versagen und Affären. Der Roman umfasst lediglich drei beschriebene Tage. Diese drei Tage erzählen die Hochzeitsvorbereitungen von Daphne, einer Tochter von Winn van Meter. Die van Meters sind eine amerikanische Familie, die eigentlich ziemlich klischeehaft ist. Winn ist es sehr wichtig, dass seine Familie angesehen ist. Schließlich hat er einen Abschluss in Harvard und ist sämtlichen Clubs beigetreten, nur der Beitritt in den Pequod-Golfclub steht noch aus. Seit zwei Generationen gehört diese Familie der Elite an und ist alles andere als neureich, so das Bild von van Meter nach Außen. Die wirkliche Situation zeigt allerdings, dass dies nur eine Fassade der van Meters ist. Winn hat zwei Töchter und ist seit 31 Jahren mit seiner Frau Biddy zusammen, die er auf der Beerdigung seines Vaters kennen gelernt hat. Den Töchtern lässt er aber spüren, dass er eigentlich lieber eine Sohn hätte. Daphne ist hochschwanger und bereitet sich auf ihre Hochzeit vor. Die jüngere Schwester Livia war schwanger und hat die Schwangerschaft nach der Trennung von Teddy abgebrochen. Dies hat sie so sehr mitgenommen, so dass sie einen Nervenzusammenbruch erlitten hat und erst wieder ins Leben zurückfinden muss. Während dieser drei Tage sind nur weibliche Charaktere neben Winn zugegen. Unter diesen ist Celeste, Winns Schwägerin, bereits viermal verheiratet und dem Alkohol verfallen. Auch zu erwähnen sind die drei Freundinnen von Daphne. Piper kichert über alles, Dominique ist mit Daphne im Internat groß geworden und war oft Gast im Hause der van Meters. Und die dritte im Bunde ist Agatha, die Winn schon im Kindesalter den Kopf verdreht hat. Problematisch für mich ist jedoch, dass der Leser sich nicht sicher sein kann, ob diese Geschichte nun ironisch und satirisch gemeint ist, oder ob die Autorin diese ernst meint. Die Themen sind teilweise sehr unangenehm und bringen das emanzipierte Frauenbild ziemlich in Verruf. Winn ist ein typischer Amerikaner. Er ist prüde, möchte angesehen werden und er steht auf junge Mädchen. Die Rückblicke von Winn und Livia in die Vergangenheit geben viel Einblick in die Familie und doch verwirren diese sehr. Auch die sehr detaillierten und metaphorischen Beschreibungen sind etwas zu viel für meinen Geschmack. Diese verleihen der Geschichte eine gewisse Langatmigkeit. Die Sprache ist jedoch sehr niveauvoll und der Schreibstil flüssig und leicht verständlich. Sollte die Autorin diese Geschichte als Satire verfasst haben, so ist diese erzählerisch sehr gut gelungen und wirklich zu empfehlen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Wenn das mal gut geht ...

    Die Geschichte lässt den Leser weit hinter den Gartenzaun der van Meters blicken. Gerade laufen die Hochzeitsvorbereitungen für eine der drei Töchter auf Hochtouren. Viele Gäste werden kommen, ein Teil der buckligen Bekanntschaft und Verwandtschaft ist auch schon vor Ort. Jeder hat seine eigenen Ansichten und Sorgen mitgebracht. Vieles bleibt vor den anderen im Verborgenen, nur der Leser weiß von allen alles. Eine Familie sind sie zwar, doch keiner kennt sich wirklich, keiner offenbart sich dem anderen, jeder hält etwas zurück und macht gute Miene zum bösen Spiel. Man gibt sich Mühe, schont die anderen, ist höflich und zuvorkommend. Doch unterschwellig hat man das Gefühl, dass ein falsches Wort oder ein ehrliches, je nach Ansicht des Betreffenden, den Funken entzündet und die Bombe zum Platzen bringen könnte. Eine jeder sinniert für sich über Gott und die Welt, doch unausgesprochen bleiben die eigentlicheMeinung über die anderen Familienmitglieder oder zumindest erfahren es die Betroffenen selbst nicht. Noch steht das van Metersche Kartenhaus. Doch wird das Hochzeitswochenende glimpflich ausgehen oder kommt es tatsächlich noch zum Supergau der Wahrheiten? Ein interessanter und aufschlussreicher Blick hinter die Kulissen einer Familie, bei dem man sich allzu oft auch an die eigenen vertrauten Konstellationen erinnert fühlt. Aber beim Nachbarn zu schauen und dabei in der ersten Reihe zu sitzen, macht auf jeden Fall viel mehr Spaß.

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    A
    Anni1609vor 5 Jahren
    Das wichtige Ansehen in der Gesellschaft

    Winn van Meter müsste eigentlich ein stolzer Vater und zufriedener (Ehe)Mann sein. Er hat zwei gesunde Töchter, die Ältere von Beiden heiratet in 3 Tagen und die Jüngere, Livia, ist im Großen und Ganzen auch gut geraten. Aktuell leidet sie nur stark unter Liebeskummer. Darüber hinaus scheint Winn glücklich verheiratet, besitzt ein Haus und außerdem noch ein Ferienhaus auf der Insel Waskeke. Aber der Schein trügt. Winn ringt mit seinen Gefühlen für eine Brautjungfer seiner Tochter Daphne, kann nicht mit der Ablehnung einer Mitgliedschaft im Golfclub auf Waskeke, dem Pequod, umgehen und macht sich auch ansonsten viel zu viele Gedanken darüber, was Andere über ihn und seine Familie denken.
    In den wenigen Tagen vor der Hochzeit von Daphne und Greyson widerfahren der gesamten, bereits angereisten, Hochzeitsgesellschaft und vor allem Winn van Meter einige unangenehme Dinge, die für allerlei Trubel sorgen.

    „Leichte Turbulenzen bei erhöhter Strömungsgeschwindigkeit“ von Maggie Shipstead hat mir während des Lesens Einiges an Durchhaltevermögen abverlangt.
    Der Beginn des Romans ist äußerst viel versprechend. Aus Sicht des Hauptprotagonisten Winn van Meter, schildert die Autorin in der 3. Person den Beginn der Hochzeitsvorbereitungen auf Waskeke. Winn wird von Beginn an ein wenig mürrisch, auf sein Äußeres und seine Außenwirkung bedacht, dargestellt. Er hat Ziele im Leben, die es in seinen Augen unbedingt zu erreichen gilt. Das gleiche gilt für Ziele, die er für seine Familie erstellt. Leider muss er im Laufe der Handlung immer mehr feststellen, dass sich die Kinder zu Individuen mit eigenen Vorstellungen entwickeln und diese auch gegen seinen Willen umsetzen.
    Die Erzählperspektive wechselt im Laufe der Handlung ständig, wobei der Hauptanteil bei Winn van Meter liegt. Allerdings wird auch von Seiten der anderen Personen stets aus der 3. Person berichtet.
    Die Autorin beschreibt die Handlungspersonen detailreich und bildhaft, so dass sich der Leser die einzelnen Personen schnell vor dem inneren Auge vorstellen kann.
    Der Schreibstil der Autorin ist zunächst flüssig, wird aber im Laufe des Romans ein wenig langatmig. Im Großen und Ganzen kann ich den Schreibstil als ein wenig altmodisch bezeichnen, mit dem ich aufgrund des Alters der Autorin überhaupt nicht gerechnet hätte. Besonders gestört und beim Lesen behindert haben mich die vielen Rückblenden in die Vergangenheit und die ausufernden Gedanken der Handelnden. Beides wurde für meine Begriffe zu ausführlich dargestellt. Allerdings ist die Handlung stets logisch und gut nachvollziehbar aufgebaut.
    Die Handlung verlief insgesamt chronologisch, wobei das Buch nur einen Handlungszeitraum von 4 Tagen hatte (von Donnerstag, vor der Hochzeit, bis Sonntag, dem Hochzeitstag). Die Chronologie wurde ausschließlich durch die häufigen Rückblenden in vergangene Tage unterbrochen.
    Die gesamte Handlung spielt sich auf der Insel Waskeke ab, dem Hochzeitsort von Daphne und Greyson. Alle Gäste sind bereits 1-2 Tage zuvor auf der Insel angereist, um ein wenig mehr Zeit mit der Hochzeitsgesellschaft und dem Brautpaar verbringen zu können.
    Überraschende Wendungen geschehen am häufigsten in Form von wechselnden Haltungen der Handelnden, wobei diese den Leser nicht häufig vom Hocker reißen. Die einzelnen Personen werfen Prinzipien über Bord und verhalten sich entgegen der Erwartungen des Lesers.
    Das Ende des Romans erschien in meinen Augen aber vorhersehbar.
    „Leichte Turbulenzen bei erhöhter Strömungsgeschwindigkeit“ von Maggie Shipstead liegt mir im Taschenbuchformat, mit verstärktem Einband vor. Der Roman ist im dtv-Verlag erschienen und besteht aus 440 Seiten. Das Cover ist wunderbar ansprechend und meiner Meinung nach auch passend zur Handlung gewählt. Der Gartenzaun verkörpert die Haltung von Winn van Meter, der alles unter Kontrolle haben möchte, aber dennoch gern sein Revier markiert.
    Als Extras sind im Einband kurze Informationen zur Autorin und der Übersetzerin vermerkt, sowie ein Klappentext.

    Zusammenfassend kann ich dem vorliegenden Roman leider nur 3 Sterne von 5 geben. Hätte ich mir das Buch normal gekauft und nicht zum vorablesen gewonnen, hätte ich mit dem Lesen aufgegeben. Bis etwa Seite 200 las sich der Roman derart zäh, bis er endlich an Fahrt aufgenommen hat. Der zweite Teil des Romans war wirklich lesenswert und hat auch Spaß bereitet, nur unter normalen Umständen wäre ich gar nicht bis dort gelangt.
    Die Autorin hatte einen guten Ansatz für den Roman, indem sie die Gesellschaft der Mittelschicht Amerikas aufs Korn nahm. Nur leider ist die Handlung ein wenig ausgeufert.
    Für Leser mit Durchhaltevermögen somit auf jeden Fall zu empfehlen!

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    L
    lieseliesevor 5 Jahren
    leichte Turbulenzen

    Schon wie bei der Leseprobe erwartet, ist die Spannung nicht sehr groß. Das Buch liest sich trotzdem sehr einfach und flüssig, wobei einige Kapitel schon sehr ins Dateil gehen und langweilig sind. Vorallen die, die das Leben des Winns aus seiner jugend beschreiben. Diese Kapitel helfen aber enorm das Verhalten und das aktuelle Geschehen zu verstehen. Alles in allem geht es hier jedoch über Winn, der gerade recht tief in seiner Midlife-Krise steckt und versucht herauszufinden, welcher Weg der bessere ist. Dass, das nun alles an dem Wochenende geschiet, indem seine Tochter heiratet wirkt etwas merkwürdig. Sein Leben ist wohl ein typisches amerikanisches allermanns leben. Er versuchte immer besser zu sein als sein Nachbar. Und es scheint ein Statussymbol zu sein, wer in welchen Club Mitglied ist. Da Winn sich nicht ganz sicher ist, welcher Club der bessere ist, hat er gleich eine Mitgliedschaft in allen Clubs in seiner Nähe. Statt mit dem zu frieden zu sein, was er hat, meint er jedoch, nicht da angekommen zu sein, wie viele andere um ihn herum. Für mich wirkt er eher als ein eitler, selbstverliebter, egoistischer Mann ohne Rückrad, der sehr viel Glück hat eine solche Frau und zwei solcher Töchter bekommen zu haben. Aber auch hier vermisst er sein Junggessellenleben und einen Sohn.
    Es ist ein unterhaltsamer Urlaubsroman, wo man nicht viel nachdenken muss und der ein an manchen Stellen zum Schmunzeln bringt.
    lg

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