Rot wie das Meer

von Maggie Stiefvater 
4,3 Sterne bei549 Bewertungen
Rot wie das Meer
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Positiv (451):
K

Ich liebe dieses Buch, es hat mich total in seinen Bann gezogen...und obwohl man sich eine Fortsetzung wünscht ist es als Einzelband perfekt

Kritisch (29):
Zeilenspringers avatar

Sehr langatmig. Die Geschichte hat mich nicht berührt.

Alle 549 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Rot wie das Meer"

Jedes Jahr im November wird die Insel Thisby von Capaill Uisce heimgesucht, Meereswesen, die in Gestalt wunderschöner Pferde Tod und Verderben bringen. Schnell wie der Seewind und tückisch wie das Meer, ziehen sie die Menschen in ihren Bann.
Wie viele junge Männer der Insel fiebert auch Sean Kendrick dem Skorpio-Rennen entgegen, bei dem sie auf Capaill Uisce gegeneinander antreten. Nicht wenige bezahlen dafür mit ihrem Leben.
Das diesjährige Rennen aber wird sein wie keines zuvor: Als erste Frau wagt Puck Connolly, sich einen Platz in dieser Männerwelt zu erkämpfen. Sie gewinnt den Respekt von Sean Kendrick, der ihr anfangs widerwillig, dann selbstlos hilft. Schließlich fällt der Startschuss und auch diesmal erreichen viele Reiter nicht das Ziel.
Ihr Blut und das ihrer Capaill Uisce färben die Wellen des Meeres rot …

Mehr Infos zu Buch und Autorin unter:

www.maggiestiefvater.de

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839001479
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:script5
Erscheinungsdatum:12.11.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.11.2012 bei Jumbo erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    MaysBuchwelts avatar
    MaysBuchweltvor 8 Monaten
    Wunderschön

    Inhalt

    Jedes Jahr im Oktober wird die kleine Insel Thisby von Touristen besucht, von Leuten, die Pferde kaufen wollen und von Menschen, die nur eins sehen wollen: Das Skorpio-Rennen am ersten November. Das ist kein normales Pferderennen, denn dort treten die Capaill Uisce gegeneinander an - raubtierhafte Pferde, die aus dem Meer kommen und Tod mit sich bringen. Unter den Teilnehmern ist der junge Sean Kendrick mit seinem Hengst Corr und auch das erste Mal ein Mädchen namens Kate "Puck" Connolly, die von den Männern keinen Respekt bekommt. Und sie tritt nicht mit einem Capall Uisce an, sondern mit ihrer Inselstute Dove. Natürlich bringt das Probleme mit sich...

    Meine Meinung


    Gestaltung:
    Das Buch hat ein atemberaubend schönes Cover. Der Titel ist in roter Schreibschrift geschrieben und wird von einem Muster umgeben, das an Wellen erinnert, die blutrot sind, was zum Titel passt. Das Muster zieht sich über den Buchrücken und auf die Rückseite. Innen ist das Buch schlicht gestaltet, es gibt keine Muster oder ähnliches. Lediglich wenn man das Buch aufklappt, sieht man ein Muster, das leicht an eine Tapete aus den Sechzigern erinnert. Alles in allem gefällt mir die Gestaltung sehr. 

    Geschichte:
    Die Geschichte dieses Buches hat mich von der ersten Seite an magisch angezogen. Puck und Sean waren mir sofort sympathisch. Vor allem mit Puck konnte ich mitfühlen und sie nachvollziehen, was ich bei Buchcharakteren immer sehr wichtig finde. Ich habe von Anfang an geahnt, dass zwischen Puck und Sean irgendwann was sein wird - das war also vorhersehbar. Allerdings hat Maggie es in die Länge gezogen und damit meine Nerven strapaziert. Am meisten hat mir die Fantasie dieses Buches gefallen. Man ahnt nie, was Maggie sich einfallen lässt, die Capaill Uisce waren unglaublich tolle, fabelhafte Wesen. Corr war besonders interessant, weil er ein Capall Uisce ist, aber Sean liebt. Darum habe ich beim Ende auch weinen müssen, weil es einfach zu schön war, um wahr zu sein. Ich habe gebangt und gehofft, dass es ein Happy End geben wird. Maggie schafft es mal wieder, den Leser nervlich ans Ende zu bringen, indem sie das Ende weit hinauszögert und es zum Rätsel macht, ob es ein schönes oder ein trauriges Ende wird.
    Ich fand es irgendwie gut, dass die Liebesgeschichte fast gar nicht zur Sprache kam und im Hintergrund war. Die Aufmerksamkeit sollte beim Skorpio-Rennen liegen und bei den Pferden, die keine sind und das war auch so. Ich habe mich gefragt, woher diese Meerpferde kamen, warum sie nur auf Thisby zu finden sind und warum sie so empfindlich gegenüber Eisen sind. Leider hat man Letzteres nicht erfahren und ich frage mich immer noch, warum es so wichtig ist, aber wirklich besonders wichtig ist es nicht.
    Das Buch war von Anfang an spannend und diese Spannung hat nicht nachgelassen. Besonders gegen Ende wurde es nochmal doppelt so spannend wie vorher, weil das Rennen näher gerückt ist. 
    Außerdem fand ich es super, dass Maggie diese Novemberkuchen so gut beschrieben hat, dass ich mir doch direkt ein Rezept rausgesucht habe (das von Maggie höchstpersönlich), um diese nachzubacken. Ich denke außerdem, dass man das Buch im Oktober oder November lesen sollte, denn so bekommt es einen wunderbaren Zauber, da das Ganze ja auch in diesen Monaten spielt.

    Schreibstil:
    Maggies Schreibstil ist zauberhaft und magisch, aber wie immer auch sehr verwirrend. Für Einsteiger ist dieses Buch sehr gut geeignet, da sie hier nicht so in Rätseln schreibt wie in gewissen anderen Büchern. Wahre Fans sollten dieses Buch unbedingt lesen, falls sie es noch nicht getan haben. Ihr Schreibstil ist leicht poetisch und sie wiederholt manchmal Sätze. Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Charaktere durch ihren Schreibstil etwas Persönliches bekommen, wodurch man sich noch mehr mit ihnen verbunden fühlt. Maggie schreibt, wie man auch denken würde, was sehr schön ist. Dies ist allerdings sicherlich nicht für jeden was. 

    Fazit:
    Das Buch ist zauberhaft und grausam gleichzeitig. Es ist ein Einsteiger-Buch für die, die Maggie kennenlernen wollen und hat eine tolle Geschichte, die einen leichten Grusel-Touch hat, dadurch, dass die Pferde so grausam sind. Es war mein Monatshighlight im Oktober und bekommt 5 von 5 Punkte! 

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    K
    Karalanvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Wenn eine Autorin es schafft, mich zu Tränen zu rühren, dann ganz klar: Daumen hoch!
    Ein Lesesog wie das Meer.

    Für mich eines der herausragendsten Bücher. Weil die Autorin es geschafft hat, mich an manchen Stellen zum Weinen zu bringen. Auch das an sich offene Ende ist meiner Meinung nach ein Geniestreich. Zudem sprachlich auf einem hohen Niveau.
    Was soll ich sagen - eines meiner Lieblingsbücher.

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    ariadnes avatar
    ariadnevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Die Story und Protagonisten haben mein Herz erobert! Ein absolutes Lesehighlight, auf das niemand verzichten sollte.
    Ein fantastisches Abenteuer mit viel Gefühl

    "Rot wie das Meer" ist mein erstes Buch von der Autorin und bin froh, dass ich mit diesem angefangen habe. Schon von der ersten Seite an konnte mich die Story überzeugen und bin fast schon traurig, dass es zu Ende ist. Maggie Stiefvater schafft es den Leser mit in ihre magische Welt zu ziehen und darin ein paar fesselnde Lesestunden zu verbringen. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl mit dabei zu sein. 

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    K
    kleinebuecherweltvor 9 Monaten
    Berührend

    Ich habe lange darauf gewartet dieses Buch zu lesen, da es bisher das Einzige war, das ich von Maggie Stiefvater noch nicht kannte. Ohne viel über den Inhalt zu wissen, startete ich den Roman und bekam beim Lesen wieder Maggie Stiefvaters einzigartigen Schreibstil und Erzählweise zu spüren. Wie auch auch einige andere Bücher der Autorin, hat "Rot wie das Meer" einen langsamen Einstieg und lässt dadurch dem Leser erst einmal Zeit in die Welt der Geschichte einzutauchen. Anfangs war es für mich ein komisches Gefühl wieder eine Pferdegeschichte zu lesen, auch wenn die Pferde hier nichts mit den schönen friedlichen Wesen der gelesenen Bücher meiner Grundschulzeit gemeinsam haben. Jedoch ist die große Bedeutung der Pferde während des ganzen Romans zu spüren und auch die Liebe zu diesen Tieren. So lernt man auch in einem guten Tempo die Charaktere kennen, welche mir sympatisch sind. Während des weiteren Verlaufs entwickelt sich die Geschichte schleichend, doch nach diesem Einstieg folgt der Punkt, ab dem es richtig spannend wird und man nicht mehr aufhören kann zu lesen. Vor allem, wenn beide Hauptpersonen beim Trainieren sind und dem Rennen immer näher kommen. Irgendwann weiß man selbst nicht mehr, ob man eher für Puck oder Sean ist, da beide unterschiedliche, aber wichtige Gründe dafür haben, weshalb sie das Rennen gewinnen wollen.Es ist wohl auch kein Geheimnis, dass sich zwischen beiden eine Liebesgeschichte entwickelt, doch diese finde ich sehr gut dargestellt, da sie sich langsam und dadurch realistisch entwickelt. Der Prozess der entwickelten Gefühle wird von der Autorin somit sehr gut und nachvollziehbar dargestellt. Da die Geschichte auf einer besonderen Insel spielt, ist es natürlich auch wichtig zu erwähnen, wie die Atmosphäre dieser vermittelt wird. In dem Punkt ist es Maggie Stiefvater sehr gelungen eine einzigartige Welt zu erschaffen, die man sich beim Lesen gut vorstellen kann. Letztendlich sind es aber andere Punkte, die dieses Buch so gut machen und zwar die unterschiedlichen Bedeutungen, die in diesem zu finden sind. Beim Abschließen des Romans merkt man nämlich, dass "Rot wie das Meer" im Kern kein Buch über mystische Pferde ist, sondern größere Themen behandelt. So zum Beispiel, das der Rechte der Frauen, da es für Puck nicht einfach ist sich in dem von Männern dominierten Rennen durchzusetzen. Gleichzeitig zeigt das Buch die Wichtigkeit der Familie, Heimat und das Problem des Loslassen sehr deutlich. So deutlich, dass die Geschichte einen wirklich berührt.Als ich dieses Buch fertig gelesen habe, waren es vor allem diese tieferliegenden Bedeutungen, die mich die Geschichte so ins Herz schließen lassen haben. Abschließend kann ich sagen, dass "Rot wie das Meer" ein einzigartiges, mystisches Buch ist, das sehr viel ins sich trägt, das den Leser berührt.
    Fazit: Ein einzigartiger Fantasy-Roman, der jedoch Bedeutungen beinhaltet, die auch uns selbst und unsere Zeit betreffen. 

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    H
    HajaarMarsvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Auch ohne viel Handlung hat es doch einen Zauber und etwas so beruhigend schönes, dass man die ganze Zeit daran denken muss.
    Rot wie das Meer von Maggie Stiefvater

    Die Vermischung von Realität und Fantasie machen dieses Buch so besonders und faszinierend. Und auch wenn ich eigentlich absolut kein Fan von Pferdebüchern bin, hat mich dieses Buch und seine magischen Wasserpferde überzeugt.
    Die Handlung des Buches ist schlicht und wenig spannend gehalten und doch sorgt Maggie Stiefvater mit ihrem außergewöhnlichen Schreibstil für ein unvergleichliches Leseerlebnis. Besonders die Tiefe ihre Worte haben mich in den Bann gezogen und auch die unschuldige Liebesgeschichte der beiden Protagonisten hat mein Herz schneller schlagen lassen.
    Und auch wenn ich nicht das Ende verraten will, will ich doch erwähnen, dass das Ende zwar nicht so war, wie ich es erwartet habe, aber trotzdem sehr passend und wenig absehbar war.

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    Bücherfüllhorn-Blogs avatar
    Bücherfüllhorn-Blogvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Mystisch-melancholische Freundschaft zwischen Mensch und Pferd mit kleinem Love-Interest.
    Mystisch-melancholische Freundschaft zwischen Mensch und Pferd mit kleinem Love-Interest.

    An der Inhaltsangabe hat mich besonders die magische Komponente der Capaill Uisce interessiert. Ich habe schon andere Bücher von Maggie Stiefvater gelesen und festgestellt, dass sie wunderschön aber sehr detailverliebt schreibt. Der Vorteil ist, vor dem Auge des Lesers entsteht ein perfektes Bild der Geschichte mit allem drum und dran. Dennoch sind ihre Geschichten oft eher lang und ruhig, und kommen eben solange ohne Höhepunkte aus. Solche ruhigen Geschichten muss man mögen, man muss auch Zeit für sie haben bzw. sich Zeit für sie nehmen. In der ersten Hälfte gelang mir das nicht so gut, ich musste mich innerlich zur Ruhe zwingen, und hätte ab Seite 200 am liebsten nur noch den Schluss gelesen und das Buch weggelegt. Es ist zwar alles wunderbar und authentisch angelegt, dieser melancholische Erzählton übt auch eine unterschwellige Faszination aus, aber so richtig in Fahrt kommt das alles nicht.

    Aber dennoch wurde ich so nach und nach von diesem melancholischen Erzählton eingelullt. Der Spannungsbogen liegt hier eindeutig auf dem Rennen, und eigentlich dachte ich, dass Rennen würde ziemlich am Anfang oder doch zumindest in der Hälfte der Geschichte geschehen, und ich war gespannt auf das „danach“, aber so war es halt nicht. Das Rennen ist der Schluss, hier läuft der Spannungsbogen, der einen im besten Fall bei der Stange hält, aus. Da sind natürlich noch die zarten Gefühle zwischen Sean und Puck, aber es dauert schon mal über 200 Seiten, bis sie ein paar Worte miteinander reden und auch danach passiert nicht mehr viel, man braucht großes Einfühlungsvermögen und Kopfkino und muss zwischen den Zeilen lesen, um die zarten Liebesbande zu finden. Das wiederum mag ich manchmal sehr und hier hat es mir gut gefallen. Ich finde, oft sind gerade die ungesagten Dinge die am stärksten wirken. Das Ende hat mir gezeigt, dass diese Geschichte eigentlich eine Geschichte über die tiefe Freundschaft von Mensch und Pferd ist und die Liebesgeschichte nur eine klitzekleine Zugabe.

    Alles in allem: Es ist eine Geschichte, bei der man das Salz des Meeres schmeckt und die Gischt feucht im Gesicht spürt. Eine unglaubliche Freundschaft zwischen Mensch und Pferd, eine unerwartete Liebe und das alles im Hintergrund einer windumtosenden nebligen Insel. Seltsam mystisch, etwas altmodisch und aber sehr authentisch. Selbst jetzt nach ein paar Wochen kann ich die Stimmung dieses Buches noch in mir "spüren". Irgendwie doch wundervoll.

     

    Empfohlenes Alter ist ab 16 Jahren, doch ich könnte mir vorstellen, dass es auch ab 13 Jahren lesbar ist.



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    S
    Saralovevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Maggie Stiefvater kanns halt einfach!!!!
    Wer mag Maggie Stiefvater? Lernt sie lieben!

    Ich habe alles von Nach dem Sommer gelesen und alle deutschen Raven Boys. Ich fand die Bücher gut. Aber Rot wie das Meer ist einfach fantastisch. Dadurch rutscht Maggie Stifvater nach fast ganz oben in meinem persönlichen Ranking. Zwei Haupt Charaktere, die sonderbar aber absolut liebenswürdig sind. Ein Antagonist, den man hassen muss selbst wenn man sich in ihn hinein versetzt. Eine ünglaubliche Liebe unter Menschen und mit Pferden. Allerdings geht es dort nicht nur um Pferde sondern auch wie man so ohne Eltern durchs Leben kommen muss. Man fragt sich einfach wer in welchem zustand das Ende des Buches erlebt, doch das reicht für einen kompletten Suchtfaktor!!!

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    EmmaZeckas avatar
    EmmaZeckavor 2 Jahren
    Packendes Hörbuch

    Gestaltung
    Gelesen wird das Hörbuch von Maria Wardzinska und Florens Schmidt. Die Doppelbesetzung ist sehr passend, da es auch in der Geschichte zwei Protagonisten gibt. Die beiden Sprecher ergänzen sich wunderbar. Während Sean, gelesen von Florens Schmidt, nach außen hin eher zurückgezogen wirkt, hat Kate "Puck" Connally eine feurige Energie, die von Maria Wardzinska gekonnt transportiert wird.
    Beide Sprecher harmonieren sehr schön miteinander und vermitteln die richtigen Emotionen an den passenden Stellen.
    Hinzu kommt auch, dass das Cover wirklich schön ist. Ich denke bei der Buchform kommt es sicher um einiges besser zur Geltung.

    Inhalt
    Die Geschichte beginnt sehr packend. Wir treffen auf den Jungen Sean, der seinen Vater, einen Teilnehmer des alljährlichen Pferderennens, an den Start begleitet. Das Pferderennen ist nicht nur bei den Inselbewohnern von Thisby, sondern auch den eigens angereisten Touristen sehr beliebt. Doch die Teilnehmer reiten nicht etwa auf normalen Pferden. Das traditionelle Rennen findet auf den gefährlichen Wasserpferden Capaill Uisce statt. Obwohl diese Tiere gefürchtet sind, strahlen sie auch eine wunderschöne Magie aus. Sean ist ihrem Zauber verfallen. Besonders sein eigenes Pferd Corr hat es ihm angetan.
    Jahre später entpuppt sich Sean als Favorit des Pferderennens. Bis eine Frau das Unmögliche wagt: Kate, die von allen nur Puck genannt wird, lässt sich als allererste Frau für das Pferderennen registrieren.

    Sowohl Sean als auch Puck sind Einzelgänger. Sie haben nicht viele Freunde und verbringen ihre Freizeit lieber mit den eigenen Pferden als mit anderen Inselbewohnern. Doch das Rennen und die Pferde bringen die beiden einander näher.

    Maggie Stiefvater hat hier zwei tolle Hauptcharaktere geschaffen. Sean und Puck haben beide kein leichtes Leben. Sean hat seinen Vater bei dem berüchtigten Pferderennen verloren und auch Puck lebt gemeinsam mit ihren Brüdern ohne Eltern und schlägt sich so durchs Leben.
    Schön finde ich, wie sich die beiden Charaktere einander annähern. Wer jetzt vermutet, dass den Leser eine schnulzige Liebesgeschichte erwartet, täuscht sich hier gewaltig. Die Beziehung der beiden wird mehr zwischen den Zeilen beschrieben. Und gerade das ist Meggie Stiefvater richtig gut gelungen.

    Spannung
    Schon nach den ersten Tracks stellte ich wilde Theorien auf, wie sich die Geschichte entwickelt und rechnete beinahe damit, ein vorhersehbares Buch erwischt zu haben. Glücklicherweise führte mich Meggie Stiefvater gewaltig an der Nase herum und schuf ein paar unvorhersehbare Entwicklungen innerhalb der Geschichte.

    Zudem gefiel mir auch der Handlungsverlauf des Romanes. Rot wie das Meer findet seinen Höhepunkt bei dem gefährlichen Capaill Uisce Rennen. Und gerade während dieser Minuten konnte ich mich kaum von der Geschichte trennen.

    Schreibstil
    Meggie Stiefvater hat mich binnen weniger Minuten auf die Insel Thisby mit ihrem schönen Strand, den Pferden, für die ich sonst wirklich nicht viel übrig habe, und ihren eigenwilligen Charakteren entführt. Oft konnte ich mir die Szenerie bildhaft vorstellen und hoffte geradezu, Rot wie das Meer auch irgendwann als Verfilmung wiederzufinden.

    Gesamteindruck
    Während ich zu Beginn von Rot wie das Meer noch befürchtete, eine vorhersehbare Geschichte erwischt zu haben, belehrte mich Meggie Stiefvater schnell eines besseren.
    Obwohl die Handlung auf mich hier und da gekürzt wirkte, hatte ich nicht den Eindruck, dass viel von der Geschichte verloren ging. Teile, wie beispielsweise die Tatsache, dass wir nicht erfuhren, was es mit dem Tod von Pucks Eltern auf sich habe, wirkten mehr wie ein gelungenes Stilmittel, als eine Kürzung.

    Obwohl der Roman auf der Verlagsseite als Fantasy Buch ausgeschrieben ist, habe ich die Geschichte mehr als Abenteuerroman empfunden. Meggie Stiefvater hat es sogar zwischenzeitlich geschafft, dass ich mich wirklich gefragt habe, ob es die gefährlichen Capaill Uisce wirklich gibt. Beeindruckend finde ich es auch, wie die Hörbuchsprecher solche Zungenbrecher gekonnt über die Lippen bringen.

    Kurzum: Hier erwartet euch eine spannende Geschichte, die sehr viel zwischen den Zeilen transportiert. Aber auch, wenn ihr mehr Freund von packenden Geschichten seid, kommt ihr hier ganz auf eure Kosten. 

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    Kerrys avatar
    Kerryvor 2 Jahren
    Das Rennen der Wasserpferde

    Am 1. November eines jeden Jahres startet auf der Insel Thisby das Skorpio-Rennen, das wohl gefährlichste Pferderennen der Welt, denn dieses Rennen wir nicht auf gewöhnlichen Pferden bestritten, sondern auf Capaill Uisce. Diese mystischen Wesen entsteigen in Pferdeform wenige Wochen zuvor dem Meer - und die Wasserpferde sind wunderschön anzusehen. Es gibt sie in allen Farben, sie sind viel größer als normale Pferde, schneller, stärker und sehr viel gefährlicher, denn es ist ihnen nicht gelegen, sich von Menschen bändigen zu lassen, um an einem Rennen teilzunehmen - nein, vielmehr wollen sie die Menschen mit sich ins Meer ziehen und sie verspeisen. Nur die stärksten und mutigsten Männer wagen es, sich für dieses Ereignis anzumelden - der Gewinn ist enorm, jedoch auch die Gefahr, denn bereits während des Trainings mit den Capaill Uisce sterben die ersten.


    Dieses Jahr soll jedoch alles anders werden, denn erstmalig hat sich eine Frau zur Teilnahme angemeldet. Es handelt sich um die junge Kate "Puck" Connolly, doch ihre Beweggründe sind andere, als bei den Männern. Ihr geht es nicht darum, sich zu beweisen, sondern das Überleben ihrer Familie sicher zu stellen. Im letzten Jahr haben sie und ihre Geschwister beide Elternteile durch einen Angriff der Capaill Uisce verloren und kommen seitdem mehr schlecht als recht über die Runden. Als auch noch ihr älterer Bruder Gabe ihr und ihrem jüngeren Bruder Finn offenbart, dass er die Insel verlassen wird und sein Glück auf dem Festland suchen will, ist ihre Verzweiflung nahezu unendlich, denn ohne Gabe können sie nicht auf der Insel überleben und auch ist ungewiss, wie lange sie noch in ihrem von Schulden belasteten Heim bleiben können.


    Sie hat keine andere Wahl - auch wenn sie schon daran scheitert, ein Capaill Uisce zu fangen. Sicherlich könnte sie eines käuflich erwerben und damit antreten, doch dafür fehlt ihr das Geld. So bleibt ihr keine Wahl, als mit einem konventionellen Tier zu trainieren und anzutreten, denn einen Rückzieher kann sie nicht mehr machen. Während ihres Trainings lernt sie Sean Kendrick kennen, der sich schon seit Jahren um die Capaill Uisce des reichsten Mannes der Insel kümmert. Sein Traum ist ein ganz besonderes Exemplar, zu dem er eine fast innige Beziehung hat, auch wenn der Umgang auch für ihn nicht immer ungefährlich ist. Dennoch ist er auf der Insel der einzige, der die Wasserpferde versteht wie kein anderer und auf sie eingehen kann - ein von ihm betreutes Tier hat die besten Chancen zu gewinnen und er muss gewinnen, denn nur so kann er sich seinen Traum erfüllen, mit der Siegerprämie dieses eine Capaill Uisce zu kaufen und mit diesem sein eigenes Gestüt aufzubauen. Aus anfänglicher Rivalität zwischen Puck und Sean entwickelt sich im Laufe der Zeit mehr, doch wie könnte es mehr werden, wenn beide verzweifelt siegen müssen, um ihre Träume zu erfüllen?



    Das Rennen der Wasserpferde! Der Plot wurde anschaulich und abwechslungsreich erarbeitet. Leider dauerte es etwas, bis die Geschichte in Fahrt kam und generell scheint mir das Thema des Buches eher weniger zu liegen, denn ich habe von Natur aus schon Respekt vor Pferden und mich mit einer Spezies anzulegen, die noch größer, schneller und gefährlicher ist, als normale Pferde, würde mir persönlich im Traum nicht einfallen. Zum Glück handelt es sich hierbei um Fiktion, sodass ich das nie austesten muss. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Besonders ins Herz geschlossen habe ich die Figur des Sean, denn auch dieser hatte bereits Verluste durch die Capaill Uisce zu verkraften und dennoch gibt es in diesem feinfühligen Mann etwas, dass ihn unwiderruflich immer wieder zu ihnen zieht und diese scheuen bzw. mit unter auch aggressiven Tiere reagieren auf ihn völlig anders, als auf alle übrigen Menschen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, genauso, wie ich es von der Autorin gewohnt war.

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    Meli332s avatar
    Meli332vor 2 Jahren
    fesselnd und faszinierend zugleich

    Inhalt

    Jedes Jahr im November wird die Insel Thisby von Capaill Uisce heimgesucht, Meereswesen, die in Gestalt wunderschöner Pferde Tod und Verderben bringen. Schnell wie der Seewind und tückisch wie das Meer, ziehen sie die Menschen in ihren Bann. Wie viele junge Männer der Insel fiebert auch Sean Kendrick dem Skorpio-Rennen entgegen, bei dem sie auf Capaill Uisce gegeneinander antreten. Nicht wenige bezahlen dafür mit ihrem Leben. Das diesjährige Rennen aber wird sein wie keines zuvor: Als erste Frau wagt Puck Connolly, sich einen Platz in dieser Männerwelt zu erkämpfen. Sie gewinnt den Respekt von Sean Kendrick, der ihr anfangs widerwillig, dann selbstlos hilft. Schließlich fällt der Startschuss und auch diesmal erreichen viele Reiter nicht das Ziel. Ihr Blut und das ihrer Capaill Uisce färben die Wellen des Meeres rot …

    Meine Meinung

    Maggie Stiefvater besitzt einen Schreibstil, der den Leser fesselt und den ich trotzdem nicht erklären kann. Man wird von Anfang in den Bann des Buches gezogen.
    Es hat vereinzelt kleine witzige Szenen drin. Ich denke aber, dass sich das Buch mehr durch die Gefühle, die dem Leser vermittelt werden, auszeichnet.
    Maggie hat eine faszinierende grosse Welt aufgebaut, die sich nur auf eine kleine Insel beschränkt.
    Eigentlich wurden hier zwei Geschichten zusammengeführt. Die beiden Protagonisten handeln zuerst unabhängig voneinander und kommen sich dann erst im weiteren Verlauf der Geschichte näher. Es ist, als ob man zwei Bücher zum Preis von einem gelesen hat. Wirklich toll!
    Ausserdem ist alles sehr schön beschrieben. Die Art und Weise der einzelnen Geschehnisse und Erzählstile wechseln sich ebenfalls mit dem Protagonisten ab, was alles noch realer macht.
    Das Ende ist sogar so schön, dass man danach ganz aufgewühlt ist und schon den einen oder anderen Schluchzer unterdrücken muss, wenn man im Zug sitzt. Für mich das perfekte irgendwie unperfekte Ende.

    Fazit

    Ein tolles Buch umrahmt von einem faszinierenden Schreibstil!

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