Wo das Dunkel schläft

von Maggie Stiefvater 
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Wo das Dunkel schläft
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Positiv (83):
S

Ein würdiger Abschluss, allerdings bleiben bei mir doch noch ein paar Fragen offen.

Kritisch (3):
Kiki_Summerss avatar

Anfang: Schwer rein zu kommen. Mitte: Langwierig, gestreckt, aber ok. Ende: Zu abrupt und ungeklärt

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Inhaltsangabe zu "Wo das Dunkel schläft"

Träume, die zu Albträumen werden, eine verbotene Liebe und eine mysteriöse Dunkelheit, die das Leben der
Raven Boys
für immer verändern wird: Im vierten und abschließenden Band dieser einzigartigen Fantasy-Buchreihe zeigt New York Times-Bestsellerautorin Maggie Stiefvater noch einmal ihr meisterhaftes Können und verzaubert jugendliche und erwachsene Leser mit poetischer Erzählkunst und Spannung bis zur allerletzten Seite.

Eine beängstigende Dunkelheit hat sich über die Ley-Linien gelegt und droht, den magischen Wald Cabeswater für immer zu zerstören. Für Blue und die Raven Boys beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit auf der Suche nach dem Grab des sagenumwobenen Königs Glendower. Denn wenn sie es nicht finden, wird Blues Kuss für Gansey tödlich sein. Und dieser Kuss wird für beide immer unausweichlicher ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783785583319
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Loewe
Erscheinungsdatum:13.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Schlehenfees avatar
    Schlehenfeevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Was kann ich sagen? Genauso sperrig, exzentrisch und verrückt wie der Rest. Manches war enttäuschend. Die Atmosphäre war dagegen klasse.
    Gutes Ende einer komplexen Reihe

    Spoilerwarnung, da es sich hier um den letzten Teil der Reihe handelt.....

    Die Suche nach Glendower erhält ihren Abschluss, Blues Prophezeiung erfüllt sich und Gansey wird sterben.
    Selten habe ich eine Buchreihe gelesen, wo so viele lose Enden verknüpft und zum Abschluss gebracht werden müssen, was aber im Gegenzug für einige Spannung sorgt.

    Bereits in meinen vorherigen Rezensionen zu den anderen Bänden der Reihe habe ich die Einzigartigkeit und Komplexität von Maggie Stiefvaters Büchern betont, sie knüpft auch im Abschluss nahtlos daran an. Zum Glück werden vergangene Ereignisse, die ich z.B. im dritten Teil nicht verstanden hatte, nochmal aufgegriffen und klarer gemacht. Nun konnte ich auch verstehen, was es mit den Spiegeln und Persephones Tod auf sich hatte.

    Leider werden zu einer großen Gruppe von Charakteren auch im letzten Teil noch weitere hinzugefügt, was meiner Meinung nach unnötig war. Es trägt aber auch wieder zur Komplexität des Geschehens bei. Noch einmal zolle ich Maggie Stiefvater Respekt dafür, wie viel Recherchearbeit sie in die „Raven Boys“-Reihe investiert hat.

    Wie die kontroversen Meinungen der anderen Rezensionen zeigen, gibt es unterschiedliche Empfindungen, was das Ende um Glendower betrifft. Erwartungen hatte ich einige, vor allem weil Gansey ebenfalls immer als König bezeichnet wird.
    Auch ich war im allerersten Moment enttäuscht, aber dann ging mir auf, dass das erwartete Ende viel zu offensichtlich und überhaupt nicht Stil der Autorin gewesen wäre.
    Insofern habe ich meine Meinung geändert, da es auch im Hinblick auf das zentrale Thema der Reihe und vor allem dieses Abschlussbandes passt:
    Liebe zum Leben und Freundschaft sind das Wichtigste, wichtiger als die Suche nach einem mythischen König und seiner Gunst.
    Die Beziehungen zwischen den Charakteren spiegeln dieses Thema ebenfalls und es gibt noch einige Entwicklungen zum Abschluss. Dadurch wirkten die letzten Kapitel auf mich auch etwas gehetzt, während das Erzähltempo in der ersten Buchhälfte deutlich langsamer war.

    Der Abschluss, quasi die Bestimmung für Noahs Charakter am Ende gefiel mir sehr, sehr gut. Dagegen hätte ich mir gewünscht, dass im Epilog der Fokus nicht allein auf Adam liegt. Für mich war seine Geschichte nämlich schon abgeschlossen, da er sich bereits vorher so stark von seinem Vater gelöst hatte.

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    miahs avatar
    miahvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Verworren, aber spannend; eigenwillig, aber faszinierend; verwirrend, aber interessant - es ist einfach eine einzigartige Reihe!
    Wo das Dunkel schläft

    "Wo das Dunkel schläft" ist der vierte und letzte Band einer Reihe. Diese Rezension könnte Spoiler zu Band 1 "Wen der Rabe ruft", Band 2 "Wer die Lilie träumt" und Band 3 "Was die Spiegel wissen" enthalten.

    Inhalt:
    Die Suche nach Glendower geht weiter. Endlich gibt es weitere Hinweise. Schließlich drängt langsam die Zeit. Denn es ist beinahe schon ein Jahr her, dass Blue Gansey auf dem Totenweg gesehen hat. Außerdem taucht eine dunkle Bedrohung auf.

    Meine Meinung:
    Nachdem ich nun den vierten und letzten Band gelesen habe, bin ich mir nicht sicher, was ich von der Reihe halten soll. Mal davon abgesehen, dass ich nach dem Klappentext zu Band 1 eine völlig andere Geschichte erwartet hatte, hat mich die Handlung dennoch in ihren Bann gezogen. Das lag vor allem an den ungewöhnlichen Charakteren, die alle einzigartig und hervorragend ausgearbeitet waren. Man merkt, dass die Autorin viele Jahre an der Geschichte gearbeitet hat.

    Die Reihe ist sehr komplex. Ich habe alle vier Bände hintereinander gelesen und trotzdem bin ich mir sicher, dass mir einige Details entgangen sind. Es gibt sehr viele Personen, die anfangs als Randfiguren auftauchen und später noch sehr wichtig werden, andere verschwinden dafür erstaunlich leicht von der Bildfläche. Die vier Hauptprotagonisten Gansey, Ronan, Adam und Blue könnten kaum unterschiedlicher sein. Alle vier machen eine starke Entwicklung durch und sind immer für eine Überraschung gut.

    Die Handlung läuft endlich auf ihren Höhepunkt zu. Die Suche nach Glendower bestimmt das Leben von Gansey und seinen Freunden nun schon sehr lange. Mittlerweile drängt die Zeit. Das liegt nicht nur daran, dass Blue Gansey auf dem Totenweg gesehen hat und ihm damit nur noch ein Jahr zu leben bleibt, sondern auch an einer dunklen Bedrohung, die Cabeswater krank macht und auch die Freunde angreift.

    Endlich spielt auch die Prophezeiung für Blue eine Rolle. Was in Band 1 so groß angekündigt wurde, macht hier aber nur einen kleinen Teil der vielen Ereignisse aus. Der Klappentext ist da wirklich missglückt gewesen, weil er ganz andere Erwartungen schürt.

    Das Ende ist schlüssig und zum Teil zufriedenstellend. Es bleiben einige Fragen offen und ich bin mir nicht sicher, ob ich letztendlich alles richtig verstanden habe. Es gibt genug Interpretationsspielraum. Das Ende an sich ist zudem offen, was mir allerdings gut gefallen hat.

    Ich mochte den Schreibstil. Band 4 unterscheidet sich  hier nochmal von den Vorgängerbänden. Es gibt Kapitel, die mit dem Satz "Je nachdem, wo man anfing, war dies eine Geschichte über..." beginnen. Damit bekommen schließlich alle Figuren ihr eigenes Ende. Für den einen oder anderen hätte das gerne noch detaillierter sein können, allerdings beantwortet es bereits viele Fragen und es schließt sich der Kreis zu vorherigen Ereignissen.

    Fazit: Ich mag die Reihe. Man muss sich aber darauf einlassen. Ich kann jeden verstehen, für den es absolut nichts ist, denn die Handlung ist verworren und eigenartig. Für mich haben insbesondere die vier Teenager das Buch zu etwas Besonderem gemacht.

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    Liisaaa_thvor 2 Monaten
    Was für ein Finale

    Cover: ist mir glaube das leibste von allen vieren, weil mich hier die Farben und Motive am meisten ansprechen. Dennoch sind alle vier passend und passen sehr gut zueinander.

    Schribstil: Wie schon in den vorhergehenden Bänden mittlerweile sehr angenehm und immer noch besonders.

    Meinung: Band 2 und 3 fand ich ja wirklich langweilig. In meinen ugen ist nicht viel passiert und vieles zog sich auch unendlich in die Länge. Meiner Meinung nach, hätte man einiges weglassen und einkürzen können. Band 4 hat mir allerdings im Vergleich zu seinen Vorgängern sehr gut gefallen. Es gab immer mal wieder sehr interessante Stellen und Momente in denen es sich zuspitzte oder man sich freute das endlich was passierte und man dem Rätsel so nah kam.
    Allerdings kam dann das Ende und das hat mir gar nicht efallen. Darauf hatte man also so lange gewartet? Nur um das dann herauszufinden? Nein, also bei aller Liebe nicht. Mir hat es einfach nicht zugesagt und war zu seicht. Aber gut das wird geschmackssache sein.

    Fazit: Leider konnte mich die ganze Reihe nicht überzeugen und ich werde die Bücher definitiv nicht nochmal lesen.

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    Archers avatar
    Archervor 5 Monaten
    Macht Platz für den Rabenkönig!

    Im letzten Band der Tetralogie geht es noch mal heftig zur Sache. Ein Dämon zerstört Cabeswater und will auch alles andere zerstören, was ihm in die Finger oder Krallen gerät. Für Rowan, Gansley, Adam, Blue, Noah und neuerdings auch Henry läuft die Zeit davon. Sie müssen Glendower finden, oder nicht nur Gansley wird stirben. Doch wie sollen sie das schaffen, wenn sich die Alpträume in das normale Leben drängen? Und eine Gangsterbraut dämonische Mächte entfesselt, die sie nicht kontrollieren kann? Alle Chancen stehen gegen sie, also nutzen sie, was sie haben: ihre Freundschaft, ihre Liebe, ihre Fähigkeiten, auch in den schlimmsten Situationen zusammenzuhalten.

    Mit dieser Reihe hat Maggie Stiefvater zweifellos eine ungewöhnliche, wenn nicht sogar außergewöhnliche Reihe erschaffen, die ich in ihrer Gesamtheit jederzeit empfehlen werde. Dass ich hier nicht die volle Punktzahl vergebe, liegt daran, dass manche Sachen einfach verwirrend sind. Es ist der Wahnsinnsschreibstil, der darüber hinwegtäuscht, einen einsaugt in die Geschichte, aber hinterher sitzt man trotzdem ein bisschen ratlos da und fragt sich: Aha? Es ist ein klein wenig offenes Ende geblieben, das im Ernstfall sicher Platz lässt für ein Sequel, und auch das werde/würde ich lesen wollen.

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    katha_dbnos avatar
    katha_dbnovor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderbar erzählt, ereignisreich und auch mal romantisch, aber die Spannungshöhepunkte hätten besser verteilt werden sollen.
    Guter Abschluss mit kleineren Defiziten

    Die Raven Cycle-Reihe war letztes Jahr eine der literarischen Neuentdeckungen, für die ich eine kleine Obsession entwickelt habe. Jeder einzelne Band hat mich in irgendeiner Weise überrascht, mitgerissen, amüsiert und ins Schwärmen gebracht. Der Abschluss der Quadrologie bildet in der Beziehung keine Ausnahme. Meine Liebe zu den jugendlichen Protagonisten Blue, Gansey, Ronan und Adam sowie zu Stiefvaters Schreibstil führe ich an der Stelle nicht weiter aus, da das nur Wiederholungen meiner bisherigen Loblieder wären. Ich beschränke mich stattdessen auf das, was hier etwas anders war als sonst.
    Großartig fand ich in erster Linie, dass mein Wunsch nach mehr Handfestem erfüllt wurde. Soll heißen: Maggie Stiefvater hat diesmal etwas weniger kryptisch geschrieben, sodass man weitaus weniger zwischen den Zeilen lesen musste - speziell, was die Gefühlswelt der Vier angeht. Ich hatte den Eindruck, dass alle Beziehungen einen Quantensprung nach vorn gemacht haben, was - seien wir ehrlich - auch an der Zeit war. Mein kleines Fan-Herz hat da einige freudige Sprünge getan. Die Handlung war also definitiv emotionaler aufgeladen und romantischer als in allen Bände zuvor, ohne aber zu einer Seifenoper zu mutieren. Das wurde zum Teil dadurch verhindert, dass es gleichzeitig um Einiges blutiger zuging. Über die ersten drei Teile ist die Spannung (mit kleineren Einbrüchen) kontinuierlich angestiegen, in diesem Finale ging es nun ans Eingemachte. Besonders gegen Ende überschlugen sich die Ereignisse, was soweit toll (und notwendig) für ein Finale war. Allerdings missfiel mir, dass die Konflikte, die sich über einen langen Zeitraum zugespitzt haben, quasi zeitgleich ihren Höhepunkt erreicht haben und dann binnen weniger Seiten bewältigt wurden (oder auch nicht). Ich weiß nicht genau wie, aber meiner Meinung nach hätte man das etwas besser verteilen sollen, sodass man mehrere Auf und Abs statt einer geballten Ladung Action am Ende hat. 
    Gut gefiel mir wiederum, dass im Endeffekt alle Stränge irgendwie zusammengelaufen sind. Man hat gewissermaßen eine Begründung dafür bekommen, warum die Handlung so verlaufen ist und nicht anders, bzw. hatte jeder Charakter oder jede Gabe letztlich einen bestimmten Zweck. Speziell bei Noah habe ich mich immer gefragt, welche Bewandnis es hat, dass er so lange auf der Erde verweilt ist, obwohl er meist nur eine marginale Rolle gespielt hat. Das ist mir nun definitiv klar geworden.
    Etwas merkwürdig fand ich, dass im abschließenden Band ein neuer Charakter eingeführt wurde bzw. er zu einer zentralen Figur befördert wurde: Henry wird mehr oder weniger in die eingeschweißte Gruppe aufgenommen. In dem Moment haben bei mir die Alarmglocken geschrillt. Ich meine, wenn jemand so erpicht darauf ist, sich mit Gansey, Blue, Ronan und Adam anzufreunden, dann kann doch er doch nicht Gutes im Schilde führen, oder? Deshalb war ich bei Henry ein wenig auf der Hut, auch wenn ich seine Art eigentlich sehr unterhaltsam fand (vor allem, wenn er sich mit Blue unterhalten hat). Diese Untersicherheit (ist er nun böse oder nicht?) hatte den positiven Nebeneffekt, dass ich persönlich ein zusätzliches Spannungserlebnis hatte, das mag aber nicht jedem so gehen. Insgesamt bin ich - wie oben erwähnt - mit den Wegen, die die Figuren einschlagen, sehr zufrieden gewesen.

    Fazit
    Der Abschluss der Quadrologie hat mich nicht enttäuscht: Maggie Stiefvaters ganz eigener Erzählstil hat wieder für einen wunderbaren Lesefluss gesorgt, die Charaktere haben sich noch einmal von ihrer besten (oder schlimmsten) Seite gezeigt, es lag ordentlich Romantik in der Luft,  der Schluss lief Showdown-ähnlich ab und bescherte mir den ein oder anderen Aha-Effekt. Ich bin lediglich der Meinung, man hätte die Spannungshöhepunkte etwas besser verteilen können.

    Rezension auf Buntes Tintenfässchen

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    LiilasBuecherwelts avatar
    LiilasBuecherweltvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Abschlussband, der die Reihe undankbar und enttäuschend enden lässt.
    Hohe Erwartungen, welche leider nicht erfüllt wurden.

    Meine Meinung

    Charaktere:  Im vierten und letzten Band der Reihe rund um Blue und die Raven-Boys wird der Fokus auf keinen der Hauptprotagonisten gelenkt, sprich, es haben alle noch einmal einen Platz im Spotlight verdient. Meiner Meinung nach wird leider etwas zu viel Zeit auf eher unwichtige Nebencharaktere gelegt.

    Mein Lieblingscharakter ist seit dem ersten Band Ronan. Ich weiss das viele Leser ihn nicht mögen aber mein Herz schlägt nun mal für Aussenseiter und nicht 0815 Protagonisten. Im Abschluss der Reihe lässt uns die Autorin noch einmal einen Blick hinter seine Fassade werfen und dabei geht einem echt das Herz auf. Ohne ihn wäre die Geschichte nur halb so gut gewesen. Vor ein paar Monaten hat die Autorin ja verkündet, dass es eine neue Trilogie um Ronan geben wird und ich fiebere schon jetzt dem Erscheinungsdatum entgegen.

    Daneben hätten wir Blue und Gansey. Es ist eine wirklich schöne Liebesgeschichte wenn man den Hintergrund der Prophezeiung im Auge behält aber ansonsten ist sie für mich nicht die beste Liebesgeschichte. Als Charakter mit eigenständigen Persönlichkeiten machen sie in der Geschichte sehr viel her, aber zusammen..

    Adam. Neben Ronan ist er mein zweit liebster Charakter. Er ist unheimlich stark und kämpft für das was er will und das ist auch in diesem Band nicht anders. Am besten fand ich die Schlussszenen, wo er noch einmal Mut zeigt, den nicht viele haben.

    Kommen wir nun zum vierten Hauptcharakter: Noah. Mir kommt es so vor als wäre er in diesem Buch untergegangen. Auch sein Abschied war mir ziemlich suspekt und ich kann bis heute nicht verstehen, was genau mit ihm passiert ist.

    Inhalt: Ich möchte hier nicht viel schreiben, weil ich nicht spoilern möchte, aber einige Dinge muss ich ansprechen. Der erste und zweite Band waren top, eine meiner absoluten Lieblingsbücher schlechthin. Der dritte war immer noch unglaublich gut und der vierte, tja der hat mich etwas enttäuscht. Für mich ist neben der Haupthandlung viel zu viel abseits des wirklichen Spielfeldes passiert. Viele Dinge war für mich unlogisch und haben mich mehr verwirrt als das sie mich vor Spannung nächtelang nicht schlafen gelassen haben. Zudem war das Ende so viel anders als ich es mir vorgestellt (oder gewünscht) hätte. Versteht mich nicht falsch, es war immer noch ein gutes Buch aber verglichen mit den ersten Teilen konnte es einfach nicht mithalten. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch.

    Schreibstil: Maggie Stiefvater hat einen sehr eigenen und poetischen Schreibstil, der einem während des Lesen gefangen hält. Ich liebe ihre Andeutungen zwischen den Zeilen und für mich bleibt sie genau deswegen einer meiner absoluten Lieblingsautorinnen.

    Cover: Das Script 5-Team hat sich mit dieser Reihe selber übertroffen. Ich habe noch nie so schöne Cover gesehen *_*

    Fazit: Ein heiss erwarteter Abschluss einer phänomenalen Reihe, der mich leider etwas enttäuscht hat und nun mit gemischten Gefühlen in meinem Regal beendet steht. Von mir gibt es 3.5 Sterne.

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    wordworlds avatar
    wordworldvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Bildgewaltig lässt Stiefvater ihre Charaktere, das magische Setting und die spannende Geschichte für einen kurzen Moment wahrhaftig werden.
    "Macht Platz für den Rabenkönig!"

     Allgemeines:

    Titel: Wo das Dunkel schläft
    Autor: Maggie Stiefvater
    Verlag: Loewe (13. März 2017)
    Genre: Fantasy
    ISBN-10: 3785583311
    ISBN-13: 978-3785583319
    Seitenzahl: 480 Seiten
    Originaltitel: The Raven King
    Preis: 14,99€ (Kindle-Edition)
    19,99€ (gebundene Ausgabe)
    Weitere Bände: Wen der Rabe ruft;
    Wer die Lilie träumt;
    Was die Spiegel wissen

     

    Inhalt:

    "Er war ein König. Und dies war das Jahr, in dem er sterben würde."

    Eine beängstigende Dunkelheit hat sich über die Ley-Linien gelegt und droht, den magischen Wald Cabeswater für immer zu zerstören. Für Blue und die Raven Boys beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit auf der Suche nach dem Grab des sagenumwobenen Königs Glendower. Denn wenn sie es nicht finden, wird Blues Kuss für Gansey tödlich sein. Und dieser Kuss wird für beide immer unausweichlicher...


    Bewertung:

    DISCLAIMER: Da dies der letzte Teil einer vierbändigen Reihe ist, sind Spoiler über den Inhalt der vorhergegangenen Teile nicht auszuschließen!

    Nachdem ich den Verlauf der Reihe mit großer Begeisterung verfolgt, den Erscheinungstermin dieses finalen Bandes jedoch ein wenig verschlafen hatte, musste ich mir dieses Buch unbedingt zu Weihnachten wünschen. Und damit es gar nicht erst die Möglichkeit gibt, dass es auf meinem SuB vergammelt, habe ich mich sofort darauf gestürzt und es an einem Tag gelesen.


    "Wenn man die Augen zusammenkniff und lange genug hinsah, konnte man die Geheimnisse zwischen den Bäumen auf und ab huschen sehen."


    Seit ich "Wen der Rabe ruft" ganz aus Versehen gefunden und sofort ins Herz geschlossen habe, bin ich ein riesiger Fan von Maggie Stiefvater, die es immer wieder schafft, durch die eigenartige Mischung aus, klassischem Urban Fantasy und dem heimeligen Kleinstadtleben mit Geschichtlichem, Märchen, magischen Traumwelten und eine guten Prise Verrücktheit. Alles umrahmt von ihrem unverwechselbaren Stiefvater-Stil und fertig ist die unkonventionelle, magische und einzigartige Geschichte. Natürlich hatte ich recht hohe Erwartungen an den Abschlussband, denn einiges stand bevor. Eine dunkle Macht, die am Ende des dritten Teiles (als mieser Cliffhanger) erwachte, musste bekämpft, der König Glendower endlich gefunden und die verheißungsvolle Prophezeiung über Blues Kuss und Ganseys Tod erfüllt werden - ganz schön viel Stoff für die 480 Seiten. So kam es, dass ich irgendwie gleichzeitig sehr zufrieden und ein wenig enttäuscht von diesem Abschluss war, wobei die Zufriedenheit eindeutig Überhand hat.

    "Es ist aus", sagte ihr Mund. Das Licht verlosch. Es war 18 Uhr 21."


    Beginnen wir aber mit dem Cover. Wie auch schon bei den Bänden zuvor sind Cover und Titel gekonnt geheimnisvoll und schnörkelig gehalten, was dem Buch gleich einen ganz besonderen Flair gibt. Diesmal ist das Hauptmotiv die Dunkelheit, welche durch den düsteren, roten Braunton des Hintergrundes wunderbar verkörpert wird. Durch die Straßenlaternen und die hellen Nachtfalter, die das sanfte Licht umschwirren, wirkt das Bild trotz der Dunkelheit jedoch sehr warm und magisch. Auch die Schnörkel, die sich um den Titel ziehen, machen das Buch wieder zu einem wahren Blickfang. Ich kann mich irgendwie nicht entscheiden, ob ich die Originalcover (links) oder die deutschen Übersetzungen schöner finden soll. Die zart leuchtenden Pastellfarben, die einen Hirsch formen, den Vögel um flattern haben auch eine unleugbaren Charme.


    Erster Satz: "Richard Gansey III wusste mittlerweile gar nicht mehr, wie oft man ihm gesagt hatte, dass ihm Großes vorherbestimmt sei."


    Das Buch beginnt ohne große Umschweife an genau der Stelle, an der das letzte geendet hatte. Zuerst hatte ich ein kleines Problem, in die Handlung einzufinden, da die Lektüre des letztes Teiles bei mir schon fast ein Jahr zurücklag und ich viele Details und vor allem Namen vergessen hatte, Maggie Stiefvater webt aber netterweise immer mal wieder erklärenden Halbsätze mit ein, sodass auch chronische Pausenleser wie ich, den Überblick nicht verlieren. Trotzdem kann ich allen nur raten, die Reihe zeitnah durchzulesen, damit die vielen Details und Anspielungen nicht verwirren sondern begeistern können.


    "Das Zögern an dieser Stelle war ein Zeichen seines nachwachsenden Herzens."


    In Teil 3 haben Blue und Ravenboys es zwar geschafft, Blues Mutter nach Hause zurück zu bringen und Glendowers Tochter Gwenllian befreien können, doch das Grab vom walisischen König Glendower selbst ist immer noch nicht aufzufinden. Während andere Probleme von der weiteren Suche abhalten, wird die Zeit allmählich knapp, denn das magische Cabeswater scheint von etwas in Besitz genommen zu sein, langsam zu zerfallen und zerstört dabei alles, was ihm zu nahe kommt. Nicht zuletzt ist da noch die Prophezeiung, dass Blue ihre große Liebe durch einen Kuss töten wird und Ganseys bevorstehender Tod, den Blues wahrsagende Tanten und ihre Mum nicht abwendbar sehen. Das Finden und die Erweckung des Königs scheinen die einzige Möglichkeit zu sein, Gansey zu retten. Doch das wird nicht gerade dadurch leichter, dass ein Dämon in Henrietta auftaucht und einige dunkle Gestalten anzieht, welche allesamt besessen von der Magie und der damit verbundenen Macht sind. Bald wird klar, dass sie sich entscheiden müssen, für was sie die Gunst des Königs aufwenden wollen: Ganseys Überleben oder der Tod des Dämons. Aber lässt sich Glendower überhaupt finden? Die Zeit läuft...


    "Richard Gansey konnte nicht schlafen. Sobald er die Augen schloss: Blues Hände, seine Stimme, ein schwarzblutender Baum. Es fing an, es fing an. Nein, es ging zu Ende. Mit ihm ging es zu Ende. Dies war die Kulisse seiner ganz persönlichen Apokalypse."



    Auch wenn der Roman nicht gerade viele Szenen aufweist, in denen wirklich Schlag auf Schlag viel passiert, bleibt durchgängig eine brodelnde Grundspannung erhalten. Leise, pfiffige Details, das unglaublich magische Setting und nicht zuletzt der tolle Schreibstil sorgen für eine wundervolle Atmosphäre, die man nicht mehr loslassen kann. Die Geschichte spielt an verschiedenen Handlungsorten die im Laufe der Zeit fast wie unterschiedliche Dimensionen wirken. Der magische Wald Cabeswater, hinter dessen großes Geheimnis wir endlich kommen, die magischen Schober, in denen sich Ronans und Nialls Traumwesen tummeln, der lebendige, durchgeknallte Fox Way mit all den Wahrsagerinnen, skurrilen Gegenständen, Stimmen, Musik, Telefonen, alten mystischen Dingen, Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart, das große Monmouth Manufacturing, dass den Raven Boys ein Heim bietet, die snobige Aglionby und nicht zuletzt eine Vielzahl an Fantasie- und Traumwelten. Diese Geschichte erscheint vielseitig und einmal mehr wie eine Ansammlung kunstvoll miteinander verwobener Einzelgeschichten, die mich aufs Neue mit ihrem Ideenreichtum verzaubert hat.


    "Endlich, hatte er jedes Mal gedacht, haben wir uns gefunden. Wir statt du und ich."



    Wie schon erwähnt trägt der leicht verrückte Stil Maggie Stiefvaters zur Entwicklung der Anziehungskraft des bildgewaltigen Epos´ einen großen Teil bei. Mit bildgewaltigen, beschreibenden Worten (für die sie auch oft Klammern und Spiegelstriche verwendet) lässt sie die Charaktere und das Setting für einen kurzen Moment wahr werden und schenkt uns einige Stunden voller Fantasie, Magie, Liebe, Freundschaft und düsteren Geheimnissen. In ganz eigener Handschrift schreibt sie mal erklärend, mal kurz angebunden, mal emotional, mal kalt, mal melancholisch, mal locker, mal traurig, mal glücklich, mal wütend, mal resigniert - ein kunterbuntes Durcheinander das vor allem eines ist: magisch.


    "Sie waren überall: Die Luft wimmelte und brodelte von Federn und Flaum. Die Vögel schossen und sausten und wirbelten durch die Straße, Flügel, Schnäbel. Krallen schimmerten im Schein der Straßenlampen. (...) Ein hektisches Flattern und brausen. "Macht Platz!", schrien sie, "Macht Platz für den Rabenkönig!"


    Neben dem Stil lebt die Geschichte jedoch vor allem von den Charakteren. Blue, ihre Raven Boys, ihre Beziehungen zueinander und ihre Entwicklungen während der Reihe lassen den Leser wirklich jeden kleinen Durchhänger, jedes Logikloch in der Handlung und jede Durststrecke verzeihen und geben dem Plot noch das gewisse Etwas, das das Buch so einzigartig macht. 4 Bände habe ich nun Gansey und seine Gefährten auf der Suche nach dem schlafenden König Glendower begleitet, doch immer noch habe ich das Gefühl, nicht alles über die 5 zu wissen.


    "Sag mir", flüsterte Artemus, "wenn du träumst, träumst du oft von den Sternen?"


    In jedem Teil erfuhren wir ein wenig mehr über die einzelnen Schicksale der Protagonisten, jeder hat mal ein bisschen mehr Aufmerksamkeit erhalten und doch wird niemals ein Handlungsstrang langweilig oder vorhersehbar. Auf Blue und Gansey liegt immer noch der Hauptfokus, auch wenn diese Betonung im Laufe der Reihe immer weniger wurde. Durch den personalen Erzähler, der teilweise eher wie ein auktorialer Erzähler wirkt, weil er absichtlich Dinge zu verschweigen scheint, werden die Perspektiven immer wieder ordentlich durchgemischt.


    "Wärme erfüllte die leeren Gewölbe in Ganseys Herzen. Das Gefühl, gekannt zu werden. (...) Der Abend war: Gansey, der sagte: "Ich mag dich ziemlich gern, Blue Sargent." Der Abend war: Blues Lachen, verschmitzt, ironisch, albern, nervös."



    Und was hat das bewirkt: ich habe sie alle so fest ins Herz geschlossen, dass ich sie nach diesem Teil nur ungern gehen lasse:
    Die wankelmütige Wahrsager-Tochter Blue, die tut was sie will, als schillernder, selbstbewusster, neugieriger, vertrauensseliger und damit sehr exzentrischer Charakter auftritt und in den ihr einstmals so verhassten Raven Boys ihre besten Freunde und in Gansey ihre wahre Liebe gefunden hat. Ronan, der verletzliche Träumer, der alles, was er in seinen Träumen erschafft, in die Realität mitnehmen kann und hinter einem Wall aus Aggressivität und Kälte eine Zerbrechlichkeit verbirgt. Adam, der einst misshandelte Junge aus der Wohnwagen-Siedlung, der durch seine Verbindung zu Cabeswater auf magische Weise seine Freiheit zurück erhalten hat - und einiges mehr. Noah, der langsam verschwindende Geisterjunge, dessen grausamer Tod auf der Ley-Linie Gansey ein zweites Leben geschenkt hat. Und schlussendlich Richard Gansey III, der vielseitige Junge Mann, der der grinsende Gansey-Man sein, als Gansey III auf Wahlveranstaltungen seiner Mutter eine liebenswürdig geschliffene, höfliche Art an den Tag legen kann und bei seinen Freunden einfach Gansey ist: ein großes Herz, das wie besessen von der Idee ist, endlich Glendower zu finden.


    "Er legte den Kopf in den Nacken und spürte das sanfte Prickeln der Sterne über sich, mit deren Hilfe sein Körper sich orientierte. Ranken schlängelten sich durch sein Inneres, tasteten nach seiner Stimmung. (...) Adam war in vielem bewandert, in vielem gut, aber das hier- gab es überhaupt einen Namen dafür? Wahrsagen, Intuition, Magie, Magie, Magie - darin war er nicht nur gut, sondern hatte ein regelrechtes Verlangen danach, gierte danach und liebte es auf eine Art, die ihn mit tiefer Dankbarkeit erfüllte."


    Eine bunte Mischung, die seltsamer nicht sein könnte, mir aber das Herz erweicht hat, ohne das ich es bemerkt habe. Maggie Stiefvater setzt Gefühlsbeschreibungen nur ganz dezent und gezielt ein - ganz im Gegensatz zu manch anderen Romanautorinnen wie zum Beispiel Colleen Hoover, deren Gefühlswucht fast erdrückt. Manchen mag das zu spärlich sein, doch ich finde die zarten Andeutungen und leisen Annäherungen sind viel berührender als brodelnde Leidenschaft. So kommen sich endlich Blue und Gansey näher, auch wenn sie immer noch durch die schreckliche Prophezeiung auf Abstand gehalten werden, und auch Ronan und Adam finden endlich den Mut, aufeinander zuzugehen. Da Ronan mein absoluter Lieblingscharakter ist, hat mir das sehr gut gefallen. Die beiden sind schwierige, eigensinnige Charaktere, die aber nicht besser zusammenpassen könnten - der eine ein dunkler, gebrochener Träumer, der andere ein heller, verzweifelter Magier. Ich habe gehört, dass dem Greywaren Ronan eine eigene Reihe gewidmet werden soll - das freut mich natürlich riesig!


    "Der Wald war Ronan. (...) Er roch brennendes Laub, fallendes Laub, Tod und Wiedergeburt. Die Luft war sein Blut. Die Stimmen, die ihm aus den Baumkronen zuwisperten und einander immer wieder überlagerten, waren seine. Ronan in Endlosschleife; Ronan und wieder Ronan; Ronan und wieder Ronan."


    Auch hier bekommen wir wieder eine ganze Reihe neuer Charaktere wie zum Beispiel die seltsamen Gauner-Drillinge Laumonier, die wie eine Person auftreten, das verschreckte und mysteriöse Waisenmädchen mit Hufen, das Ronan herbeigeträumt hat oder der schräge aber herzliche Henry Cheng, der den 5en auf der letzten Etappe ihrer Suche beisteht.


    "Was bist du?"
    Die Biene warf ihr Licht über sich und Henry: ihre durchsichtigen Flügel, Henrys verschlagenen gehobene Augenbrauen.
    "Mehr."


    Dafür läuft Noahs Handlungsstrang langsam aus. Schon seit einer Weile kämpft er gegen das Verschwinden und verliert seine leicht trottelige, unbeholfene aber hilfsbereite Art allmählich durch den sich immer wiederholenden Tod, den er durchleben muss an einen kalten, unheimlichen, zerstörungswütigen Geist, bei denen es mir echt eiskalt den Rücken runter gelaufen ist. Sehr berührend findet er am Ende sein Schicksal.


    "Ronan hatte das Gefühl, ganz aus Versehen glücklich geworden zu sein. Die ganze Welt lang ihm zu Füßen"



    Die vielen neue Erkenntnisse und Wendungen, die die Handlung würzen begleiten alle Handlungsstränge auf das Ende vor und machen das Finale noch einmal komplex, mysteriös und geheimnisvoll. Ich wusste es schon bevor ich dieses Buch angefangen habe: um meine hohen Erwartungen an das Ende erfüllen zu können, müsste die Geschichte ellenlang sein. Viele verschachtelten Handlungsstränge wollen befriedigend abgeschlossen werden, der letzte Band muss noch mit Neuem aufwarten und natürlich allem davor dagewesenen noch mal eins draufsetzten - ganz schön schwierig. Kein Wunder, dass ich ein wenig enttäuscht war, als ich die wirkliche Auflösung gelesen habe. Natürlich war sie absolut spannend, nachvollziehbar, episch und magisch - ich will es ich gar nicht schlecht reden - doch irgendwie hat mir noch der wirkliche WOW-Effekt gefehlt. Die Suche nach Glendower endet abrupt mit dem Fund ebendessen, doch statt bedeutsam oder geheimnisvoll zu sein, liegt in seinem Grab ein Toter Mann, der einfach nur tot und alt ist, sodass dieser Handlungsstrang sehr enttäuschend im Sand verläuft. Da hätte ich mir schon ein wenig etwas anderes erwartet. Zudem bleiben einige Fragen offen, was aber angesichts des vielsagenden Epilogs und der neu erscheinenden Reihe vollkommen in Ordnung ist.

    "Hallo, kleiner König. (...) Bist du etwa hier, um mich um Rat zu bitten?"
    Gansey schüttelte den Kopf.
    "Um Mut."




    Fazit:

    Bildgewaltig lässt Maggie Stiefvater ihre schrägen Charaktere, das abwechslungsreiche und magische Setting und die spannende Geschichte für einen kurzen Moment wahrhaftig werden und schenkt uns einige Stunden voller Fantasie, Magie, Liebe, Freundschaft und düsteren Geheimnissen. Ein würdiger Abschluss, der zwar nicht all meine hohen Erwartungen erfüllen konnte, dennoch eine abartige Faszination zurücklässt.

    Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei:

    www.w0rdw0rld.blogspot.com

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    K
    kleinebuecherweltvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein gelungener Abschluss, der mehr als genial ist.
    Wo das Dunkel schläft

    Die „Raven Boys“ - Reihe gehört zu einer meiner absoluten Lieblingsreihen, da sie Fantasy vom Feinsten enthält und voller intelligenter Ideen steckt. Vor vier Jahren las ich den ersten Teil und wartete seit dem immer ein Jahr auf den nächsten Teil. Auch der vierte Teil konnte mich begeistern und lässt mich traurig darüber sein, dass die Reihe nun zu Ende ist.
    Wer Maggie Stiefvater kennt, weiß, dass sie nicht nur einen hervorragenden Schreibstil besitzt, sondern auch sehr detailliert und gelassen beschreibt und sich Zeit für Wendungen lässt. Diese erfolgen erst, wenn man selbst richtig in der Geschichte steckt. Dies hat sich beim vierten Teil auch nicht geändert und somit braucht es einige Seiten bis die Geschichte in Fahrt kommt. Wer aber die Charaktere und die Kleinstadt, in der sie leben genauso sehr liebt wie ich, wird das nicht schlecht, sondern gut finden. 
    Nachdem Maggie Stiefvater dem Leser also Zeit gibt sich wieder in der Welt der Raven Boys zurechtzufinden, gewinnt auch alles schnell an Fahrt und wird so spannend, dass man einfach nicht mehr aufhören kann zu lesen. Meiner Meinung nach ist „Wo das Dunkel schläft“ neben dem ersten Teil „Wen der Rabe ruft“ der spannendste Teil der Reihe.
    Zudem verliert die Qualität der Beschreibungen nicht an Bedeutung und stattdessen verleiht die Autorin ihren Personen noch mehr Tiefe. Man muss Blue einfach lieben, da sie so ein starker, eigenständiger Charakter ist. Genauso wie auch jeder seinen Liebling unter den vier Raven Boys findet. Ich bin zudem sehr glücklich darüber, dass Adam hier wieder als lieber beschrieben wird und dem Jungen aus Teil Eins näher kommt. In Gansey verliebt man sich dafür umso mehr. Und das tut natürlich auch Blue. In Sachen Liebe gibt es in „Wo das Dunkel schläft“ keine zu starken Entwicklungen aber aufgrund von Blues Fluch und dem Fantasy – Aspekt, der im Vordergrund steht, ist das auch in Ordnung. 
    Am Ende des Buches gibt es schließlich ein erstes Finale, dessen Ausgang überraschend und leider enttäuschend ist. Nicht ganz für den Leser, aber für Gansey und man leidet mit ihm. Danach kommt es aber zum richtigen Finale und ja, dann küsst Blue auch endlich jemanden. Was das für Folgen hat, werde ich jedoch nicht verraten.
    Nur so viel sei verraten: Das Ende mit dem zweiten Finale ist unglaublich intelligent gelöst und unerwartet! 
    Alles ergibt Sinn und Maggie Stiefvater hätte kein besseres Ende auswählen können. Als Autorin ist sie einfach nur mehr als genial. Eigentlich müsste man die ganze Reihe nochmal lesen, um wirklich jedes Detail zu verstehen.
    Fakt ist, ich liebe diese Reihe, die Charaktere und die ganze Kleinstadt einfach! Genauso sehr wie ich Maggie Stiefvater als Autorin liebe. Jeder Fantasy- Fan sollte der Reihe eine Chance geben, auch ihrem Schwierigkeitsgrad, da man hier wirklich konzentriert lesen muss. Aber der der es tut erhält auch eine Belohnung in Folge eines genialen Endes.

    Fazit: Ein intelligenter Abschluss der Reihe mit einem unerwarteten Finale, das ein würdiges Ende bietet.

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    goettlichverlesens avatar
    goettlichverlesenvor einem Jahr
    Ein enttäuschendes Ende!


    -ENTHÄLT SPOILER-



    Der letzte Teil dieser Reihe war nicht unbedingt schlecht aber auch nicht so gut wie die vorherigen drei Teile. Die Gründe dafür könnt ihr wie immer nach dem Klappentext finden:

    „Träume, die zu Albträumen werden, eine verbotene Liebe und eine mysteriöse Dunkelheit, die das Leben der Raven Boys für immer verändern wird: Im vierten und abschließenden Band dieser einzigartigen Fantasy-Buchreihe zeigt New York Times-Bestsellerautorin Maggie Stiefvater noch einmal ihr meisterhaftes Können und verzaubert jugendliche und erwachsene Leser mit poetischer Erzählkunst und Spannung bis zur allerletzten Seite. Eine beängstigende Dunkelheit hat sich über die Ley-Linien gelegt und droht, den magischen Wald Cabeswater für immer zu zerstören. Für Blue und die Raven Boys beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit auf der Suche nach dem Grab des sagenumwobenen Königs Glendower. Denn wenn sie es nicht finden, wird Blues Kuss für Gansey tödlich sein. Und dieser Kuss wird für beide immer unausweichlicher ...“

    Zu Beginn muss ich einfach wieder von Stiefvaters komplexem, einzigartigem Schreibstil schwärmen, denn erneut gelingt es ihr den Leser durch den Schreibstil zu fesseln und für sich zu beanspruchen!

    Kommen wir zum Inhalt des Buches, welchen ich leider sehr enttäuschend fand. Das Mysterium rund um Glendower und um die Suche nach ihm setzt sich fort, nur tauchen neue Schwierigkeiten auf. (Spoiler Beginn) Piper Greenmantle hat im dritten Teil zusammen mit Neeve einen Dämon erweckt. Das Ziel des Dämons ist es Cabeswater und Ronan auszulöschen. Nach und nach vergiftet dieser Dämon Cabeswater, wodurch die Bäume dort krank werden. 

    Neben dem Dämon ist da auch noch Henry Cheng, der plötzlich unbedingt mit von der Partie sein will und auch am Abenteuer teilhat. Ehrlich gesagt kommt mir seine Rolle überflüssig vor und er macht meiner Meinung nach das Bild der Gruppe etwas kaputt und versucht irgendwie den Platz von Noah einzunehmen. 

    Des Weiteren ist da eine Entwicklung zwischen Blue und Gansey, denn sie outen sich als Paar – wobei ich sagen muss das man als Leser nicht wirklich mitkriegt, dass die beiden zusammen kommen, sondern nur verknallt sind ineinander. An sich fehlt die romantische Ebene der Beziehung meiner Meinung nach vollkommen, es kommt nur wie eine kleine Verliebtheit rüber, als wäre da nicht mehr.
    Die Beziehung von Ronan und Adam hingegen ist viel viel spannender, denn die beiden haben etwas viel Intimeres, Liebevolleres am Laufen als Blue und Gansey. 

    Allgemein muss ich sagen, dass das Buch mich nicht wirklich gefesselt hat, denn auch die Suche nach Glendower entpuppt sich als Misserfolg. Als sie das Grab von Glendower finden ist er tot, er hat nicht geschlafen wie Gwenllian. Die Story dreht sich nicht mehr wirklich um Glendower, sondern darum dass Gansey sterben muss, wozu es dann auch letztendlich kommt. Auf der Ley-Linie küsst Blue Gansey, als er sie darum bittet und dadurch wird der Dämon besiegt. Adam, der Zauberer, schlägt vor dass Cabeswater sein Leben statt Ganseys aufgeben soll und Ronan befiehlt Cabeswater dies zu tun, wodurch Gansey wieder zum Leben erwacht. (Spoiler Ende)

    Meiner Meinung nach verliert Stiefvater das Wesentliche aus den Augen und schreibt viel zu abgestumpft und Oberflächlich über die Beziehungen im Buch. Der Grund hierfür ist, dass sie beim Schreiben hetzt, um endlich ans Ende zu gelangen.

    Das Cover ist hübsch und schlicht aber es spiegelt keine für mich wichtige Szene aus dem Buch wieder.

    Das Buch kriegt von mir 3 von 5 Sternen und schneidet somit am schlechtesten von dieser Reihe ab, da zu viel gehetzt wird, es an Spannung fehlt und das Ende enttäuschend ist. Nur die Charaktere und Maggie Stiefvaters besonderer Schreibstil können dies wieder raus reißen. 

    Wie fandet ihr es?
    Eure Ally!

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    Weltentraeumerins avatar
    Weltentraeumerinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Individuelle, tiefgründige, vielschichtige Charaktere hauchen einer magischen Geschichte Leben ein - poetisch, selbstironisch, fesselnd!
    Lebensecht, poetisch, selbstironisch und magisch

    ! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZU DEN VORGÄNGERN !

    In den vergangenen vier Bänden habe ich diese Charaktere unheimlich lieb gewonnen. Ich meine, wie kann man sie denn auch nicht ins Herz schließen? Jeder einzelne Charakter ist auf seine eigene Art unheimlich vielschichtig, unheimlich tiefgründig und unheimlich individuell, und dazu auch noch unheimlich lebensecht. Jeder Charakter, aber besonders die Raven Boys.
    Gansey, mit seiner höflichen, reichen Art, hinter der sich so viel mehr verbirgt. Adam, mit seiner verletzlichen Eigenständigkeit. Ronan, mit seiner rauen Fassade. Noah, ein Schatten seiner selbst. Jeden von ihnen habe ich in mein Herz geschlossen.
    Und dann Blue, selbstbewusst, eigenständig und eben auch so individuell. Es fällt schwer, die Charaktere in Worte zu fassen, weil sie so facettenreich und einzigartig sind, und genau das macht diese Reihe aus.

    Nebenbei schließt dies die Nebencharaktere gleich mit ein. Blues exzentrisch-chaotischer Frauenhaushalt, von denen die Frauen alle wieder individuell sind, mit Ängsten und Stärken. Die Antagonisten, deren Motive man zunehmend verstehen lernt, und die auch nicht einfach böse sind, sondern eher über fragwürdige Moralvorstellungen verfügen. Gwenllian, sowieso ein Fall für sich. Artemus, vielleicht das größte Mysterium, aber ebenfalls mit viel Tiefe.
    Und gerade diese lebensechten Charaktere machen auch die Geschichte so lebendig. Das Miteinander der Raven Boys und Blue ist auf gewisse Weise magisch, die Zankereien, aber diese Liebe, die sie verbindet. Wie Blue sagt, irgendwie ist sie auch in alle gleichzeitig verliebt. Und darin war wiederum ich als Leserin verliebt.

    Apropos Liebesgeschichte: Ich habe Ronan und Adam unheimlich geshippt. Weil die einfach so unglaublich süß sind. Gerade Ronan, der bekanntlich eher auf hart macht, aber eigentlich Verletzlichkeit verbirgt, und Adam, der um jeden Fetzen Eigenständigkeit kämpft. Weil die beiden einerseits wie das Gegenteil einander sind und andererseits sich im Grunde doch ziemlich ähnlich. Und weil sie total niedlich sind.
    Gansey und Blue verblasst daneben fast, aber na ja. Hier mochte ich es vor allem, dass Blue ihren Verstand behält, dass es kein kitschig-romantisches Hin-und-weg-Sein gibt, was erfrischend ist.

    Was die Buchreihe auch ausmacht, ist dieser einzigartige Schreibstil. Einerseits wirkt er wirklich, als würde einem jemand gerade eine Geschichte oder vielleicht auch ein Märchen erzählen, dazu kommt die mitschwingende Poetik, die die Magie wirklich werden lässt. Auf der anderen Seite ist der Stil auch humorvoll, auf eine entwaffnende Art, die einen selbst in den spannendsten Szenen auflachen lässt, ohne dass diese ihre Spannung verlieren.
    Mit Einschüben und vor allem dieser stetigen Selbstironie brachte mich das Buch immer wieder mal zum Grinsen und Kichern, während ich gleichzeitig wie gebannt an den Seiten hing und mir ein gutes Ende für etwas wünschte, dem kein gutes Ende prophezeit war.
    Und dieser Bann, der diesem Ganzen anhaftet, fesselte mich an das Buch, sodass es mir schwer fiel, mich davon zu lösen, sodass aus Minuten auf magische Weise Stunden wurden, ehe ich schließlich wehmütig das Ende erreichte und Henrietta diesmal endgültig hinter mir lassen würde - zumindest bis zum nächsten Re-Read.

    Fazit: Individuelle, tiefgründige und vielschichtige Charaktere hauchen einer magischen Geschichte Leben ein, die mit einem poetischen und gleichzeitig selbstironischen Schreibstil an die Seiten zu fesseln weiß

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