Magnus Forster

 3,4 Sterne bei 9 Bewertungen

Lebenslauf von Magnus Forster

Historische Geschichten aus Deutschland: Magnus Forster ist in der Nähe der deutsch-französischen Grenze aufgewachsen und hat lange Zeit in England gelebt. Dort studierte er auch Literaturwissenschaften.

Nach seinem Abschluss arbeitete er zunächst mehrere Jahre als Journalist und Übersetzer, aber auch als Ghostwriter. 2019 veröffentlichte er seinen ersten Roman, das historische Abenteuer „Der Spion des Königs“.

Heute lebt Forster mit seiner Familie gemeinsam im Rheinland.

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Cover des Buches Der Spion des Königs (ISBN: 9783404178162)

Der Spion des Königs

 (9)
Erschienen am 29.04.2019

Neue Rezensionen zu Magnus Forster

Cover des Buches Der Spion des Königs (ISBN: 9783404178162)M

Rezension zu "Der Spion des Königs" von Magnus Forster

Ein vorhersehbarer Spionageroman mit sehr vielen Klischees
Moni2506vor 2 Monaten

„Der Spion des Königs“ von Magnus Forster ist eine historischer Spionageroman, der im England des 17. Jahrhunderts spielt und einen Fall des Meisterspions Richard Faversham zeigt. Erschienen ist der Roman im April 2019 bei Bastei Lübbe. 


England, 1639: Das Land ist aufgewühlt. König Charles Stuart quält seine Landsleute, in dem er ihnen immer neue Steuern aufbürdet, um seine Kriegszüge gegen die Rebellen in Schottland und seine Prunksucht zu befriedigen. Es ist eine unstete Zeit, in der die unterschiedlichen Glaubensrichtungen miteinander konkurrieren. An allen Ecken gibt es Bedrohungen für den König und so braucht dieser ein zuverlässiges Netz an Spionen. Richard Faversham ist einer dieser Spione und er erhält den Auftrag in Ely Ketzer aufzuspüren. Als er dort ankommt sieht er sich allerdings mit zwei Frauen konfrontiert, eine davon die junge Vivian Mortimer, die ungeahnte Gefühle in ihm weckt. 


Schon längere Zeit sprechen mich die Klappentexte von historischen Romanen nicht mehr so unbedingt an und dennoch möchte ich ihnen immer wieder eine Chance einräumen, mich zu begeistern, denn eigentlich mag ich vergangene Zeiten nach wie vor und freue mich, wenn ich etwas über das Leben unserer Vorfahren lernen kann. Bei diesem Roman hatte ich die Hoffnung, auch wenn es sich nach einem an James Bond orientierten Spionageroman klingt, vielleicht doch etwas zu entdecken, was mich richtig begeistern kann. 

Der Anfang war hier recht vielversprechend. Es ließ sich schnell lesen, die Kapitel waren kurz und durch schnelle Szenenwechsel erhielt das Ganze eine gewisse Dynamik. Ich konnte mir die Szenerie gut vorstellen und war schnell in der Geschichte angekommen. Die unterschiedlichen Sichtweisen versprachen einen umfassenden Einblick und so hätte das Ganze durchaus spannend werden können. 

Leider summierten sich dann aber nach und nach so einige Klischees auf und der Plot macht es sich an vielen Stellen auch zu einfach und löst unliebsame Entwicklungen in Wohlgefallen auf. Konnte man anfangs noch ganz gut drüber hinwegsehen, fiel mir das mit Fortschreiten der Geschichte immer schwerer. Die Geschichte wurde dadurch immer vorhersehbarer. Einiges habe ich auch schon auf Grund des Klappentextes geahnt, aber ich wollte dem Buch dennoch eine Chance geben, weil das manchmal dann doch nicht so viel Raum einnimmt wie erwartet. Ich kann das durchaus ausblenden, wenn es eher am Rande eine Rolle spielt. 

In diesem Buch gibt es die Frau, die mit 38 immer noch klasse aussieht und den Spion in die Kunst der Liebe eingeführt hat; obwohl die beiden Protagonisten Richard und Vivian kaum Szenen miteinander haben, fühlen die sich zueinander hingezogen; sie geht an Orte, an denen sie nichts zu suchen hat und kommt immer wieder glimpflich davon; erst läuft es so dilettantisch, dass man sich fragt was Richard Faversham für ein Spion ist, dass er das nicht durchschaut hat, am Ende wird aber alles so geschickt umgedeutet, dass es für seinen Masterplan am Ende perfekt passt und auch der Showdown ist an Klischee und Vorhersehbarkeit kaum zu überbieten. Für mich war diese Geschichte einfach nur langweilig. Man kann das lesen, aber wenn man es nicht tut, dann hat man nicht viel verpasst. 

Gut wiederum fand ich, dass wir etwas über die Zeit erfahren und den Konflikt, der dort herrschte. Da wäre deutlich mehr Potenzial für eine spannendere Geschichte gewesen. Wir sehen hier und dort wie mit Ketzern verfahren wird, dass Charles ein eher unglücklicher Alleinherrscher ist, dass sich England an einem Wendepunkt seines politischen Systems befindet und durch die unterschiedlichen religiösen Strömungen einiges in Bewegung geraten ist. Für meinen Geschmack wurden diese durchaus spannenden Themen leider nicht so wirklich genutzt. Das Geschichtliche spielt eher am Rand eine Rolle und wir bekommen einige interessante Anekdoten mit. Das Nachwort verrät allerdings, dass hier zeitlich einiges angepasst wurde, damit es in diesem Spionagefall zumindest eine kleine Rolle spielen kann. 

Die handelnden Personen in diesem Roman sind teilweise auch sehr klischeehaft, aber ich habe sie dennoch einigermaßen gemocht, auch wenn mir das richtige mitfiebern eher schwergefallen ist. Richard Faversham ist ein Spion mit mittelmäßigen Repertoire, der dank seiner Liebeseinführung durch eine ältere Damen, auch in den Betten zahlreicher Damen sein zu Hause hat. Vivian Mortimer sollte eigentlich eine gewitzte junge Dame sein, aber davon habe ich eher weniger gesehen. Sie stolpert von einer in die nächste heikle Situation und weil die Leute aus ihrem Ort sie mögen, schafft sie es einigermaßen heil aus allem wieder rauszukommen. Von gewitzt kann hier nicht wirklich die Rede sein. Ängstlich und naiv trifft es eher finde ich. 

Die Ausstattung des Buches ist gut. Neben dem Personenverzeichnis und einem Nachwort, gibt es noch ein ausführliches Glossar mit einigen Begriffen, die in jener Zeit eine wichtige Bedeutung hatten. 


Fazit: Ein sehr vorhersehbarer Spionageroman, der zur Zeit König Charles I. spielt und den Konflikt jener Zeit ganz gut einfängt. Leider summierten sich die Klischees und Vorhersehbarkeit so sehr auf, dass ich recht schnell die Freude an diesem Roman verloren habe. Wen das eher weniger stört, dem sei dieses Buch gerne empfohlen.

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Cover des Buches Der Spion des Königs (ISBN: 9783404178162)P

Rezension zu "Der Spion des Königs" von Magnus Forster

Historisch fundiert, abenteuerlich und spannend mit interessanten und gut gelungenen Protagonisten
PMelittaMvor 3 Jahren

1639: Richard Faversham ist nicht nur Porträtmaler sondern auch Spion des Königs und kann beides gut miteinander verbinden: Während er auf ausgesuchten Landsitzen weilt um Porträts der Familienmitglieder zu malen, spioniert er sie gleichzeitig aus, und manchmal setzt er auch den Hausherren Hörner auf.

Sein Dienstherr, König Charles Stuart hat Spione bitter nötig. Nicht nur, dass die Schotten Schwierigkeiten machen, auch das Parlament will nicht immer so wie er.

Einer seiner Widersacher ist Oliver Cromwell, der Charles nicht nur wegen seines Absolutissmuswahns stoppen möchte.

Vivian Mortimer dagegen muss ihre Religion heimlich ausüben und bringt sich dabei in große Gefahr.

Vier Protagonisten hat dieser historische Roman, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ihre jeweiligen Perspektiven machen den Roman abwechslungsreich und interessant und nicht alle ihre individuellen Geschichten scheinen zunächst miteinander zu tun zu haben. Alle vier sind interessante Persönlichkeiten, zwei fiktiv, zwei historisch, und bei allen gelingt es dem Autor ihr Handeln und Denken zumindest zum größten Teil begreifbar zu machen und sie tiefgehend zu zeichnen. Mir haben vor allem Richard und Vivian gefallen, die beiden fiktiven Charaktere, denen auch am meisten Raum eingeräumt wird (dies gilt vor allem für Richard). Vivians Geschichte ist auch deshalb interessant, weil sie als Frau zusätzlichen Zwängen unterliegt.

Über Charles Stuart und seine Zeit wusste ich bisher wenig, jetzt habe ich einiges dazu gelernt, etwas, was ich an historischen Romanen mag, sie nehmen mich, wenn sie gut recherchiert sind, mit in ihre Zeit und bringen mir die historischen Hintergründe nahe. Dies ist hier gut gelungen, dazu gibt es noch ein Nachwort des Autors. Neben diesem ist dem Roman auch ein Personenverzeichnis und ein ausführliches Glossar beigefügt.

Der Autor erzählt interessant und spannend, die kurzen, wechselnden Abschnitte tragen dazu bei. Am Ende habe ich mir gewünscht, Richard und Vivian wiedertreffen zu können, vielleicht schreibt Magnus Forster ja noch eine Fortsetzung?

Historisch fundiert, abenteuerlich und spannend, interessante Protagonisten und unterhaltsam zu lesen – ich habe den Roman gerne gelesen, Neues erfahren und würde mich über eine Fortsetzung freuen. Ich vergebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Freunde gut recherchierter historischer Romane.

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Cover des Buches Der Spion des Königs (ISBN: 9783404178162)N

Rezension zu "Der Spion des Königs" von Magnus Forster

Göttlicher Glaube
Nw-yolovor 3 Jahren

KLAPPTEXT:

London, 1639. Als gefragter Portraitmaler geht Richard Favershem, Sohn eines Landadligen, in den Häusern des hohen Adels ein und aus. Vor allem bei den Frauen ist er begehrt, und das nicht nur als Maler. Was niemand weiß: die Malerei ist nur Tarnung, in Wahrheit arbeitet Richard als Spion für König Charles I. Richard ist von seiner Mission überzeugt - bis er auf die puritanischen Abgeordneten John Pym und Oliver Cornwall trifft und die Seiten wechselt. Ein unglaubliches Abenteuer beginnt....

MEINUNG:
Der Titel und der Klapptext, sowie das düstere mysteriöse Cover haben mich richtig neugierig gemacht. Da ich historische Geschichte sehr mag. Nur habe ich nicht damit gerechnet das es eine so trockene geschichtliche Geschichte ist, die mit zu viel Glauben zusammenhängend.
Leider konnte mich auch der ständige Charakter wechsel, nicht wirklich umgehauen. Es war eher ermüdend für mich dem weiter zu verfolgen. Sodass ich leider beim zweiten Drittel abbrechen musste. Es zog sich alles zu sehr hin wie Kaugummi. Der Charakter Richard ist zwar der Spion und doch nicht aus reiner Überzeugung, sondern nur zum eheren seines Bruders. Sodass ich erhofft hatte mehr über ihn zu erfahren. Nur leider war bis dahin nicht viel Informatives dabei, außer dass er ein begehrter Liebhaber ist. Die Charakterin Viviane versucht auf ihre verbotene Art den Glauben anderer näher zu bringen, jedoch hat man auch über sie nicht viel erfahren, sodass man sich auch mit ihr nicht identifizieren kann. Ganz zu schweigen von den Charakteren Charles und Cromwell, die ihre machtsspiele auf ihrer eigenen Weise vollziehen. Der eine hinterlistig und vorausschauend. Der andere denkt er sei überlegen, weil Gottes Hand über ihn wacht. Hinzu kommt das jeder denkt, daß Gottes Wille ihren jeweiligen Weg gewiesen hat. 
Und der göttliche glaube war mir dann irgendwann, mit der trockenen Geschichte einfach zu viel. Irgendwie habe ich mehr Spannung und Abenteuer erwartet. 

FAZIT:
Für diejenigen die es lieben in historische geschichtliche reisen zu gehen, die verbunden ist mit ganz viel Glauben, ist hier genau richtig. Der kommt hier definitiv voll auf seine Kosten. Was jedoch nichts für mich ist, weil es zu trocken ist. Wenn man bedenkt, daß die Geschichte an sich gut ist und nur weil ich nicht bis zum Ende durch gehalten habe, hat es trotz allem meiner Meinung nach verdiente 3 von 5 Sterne.

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