Magnus Montelius Ein Freund aus alten Tagen

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Inhaltsangabe zu „Ein Freund aus alten Tagen“ von Magnus Montelius

1990, in Stockholm stirbt der Albaner Aron Bektashi auf mysteriöse Weise. Doch die Behörden bestreiten die Existenz eines Mannes mit diesem Namen, und als kurz darauf der einzige Zeuge ums Leben kommt, steht für den jungen Journalisten Tobias Meijtens fest, dass es sich um ein Verbrechen handelt. Zusammen mit der erfahrenen Kollegin Natalie lüftet er die Identität des Toten: Bektashi war schwedischer Staatsbürger und wurde vor 25 Jahren unter dem Namen Erik Lindman als sowjetischer Spion enttarnt. Wieso aber sollte Lindman freiwillig nach Schweden zurückkehren? Hatte er noch eine Rechnung offen? ...

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    Ein Freund aus alten Tagen

    R_Manthey

    24. July 2015 um 14:45

    Ein Mann stürzt 1990 in Stockholm von einer Aussichtsterrasse in den Tod. Man findet bei dem Toten einen albanischen Pass, doch die albanischen Behörden bestreiten die Existenz des Passinhabers. Als der Journalist Tobias Meijtens in ganz anderem Zusammenhang von diesem Geschehen tangiert wird, beginnt er zu recherchieren und stellt bald darauf fest, dass der Tote ein schwedischer Kommunist war, der bereits 1965 plötzlich verschwand und danach der Spionage für die Sowjetunion beschuldigt wurde. Damit bekommt Meijtens Zeitung eine Story, und er selbst steht vor einem Puzzle, das er zunächst nicht zusammensetzen kann. Nachforschungen in der ehemaligen kommunistischen Studentenbewegung Schwedens zeigen, dass die alten Freunde des Toten heute arrivierte Mitglieder der sozialdemokratischen Elite Schwedens sind und wenig Interesse an einer Aufklärung der Tat besitzen. Ganz ähnlich verhalten sich nicht ganz zufällig die Chefs der Ermittler und der plötzlich auftretende Staatsschutz. Besonders dass Meijtens und seine erfahrene Kollegin Natalie nicht mehr an die Spionagevorwürfe gegen den Toten glauben wollen, löst in diesen Kreisen Unbehagen aus. Obwohl es sich manchmal auch anders anfühlt, schreibt Magnus Montelius im Grunde spannend. Die Konstellation der Handlung weicht nicht von der Erfolgsspur skandinavischer Krimis ab. Wie üblich haben die ermittelnden Figuren persönliche Probleme oder leben in unglücklichen Beziehungen, die Geschichten sind zunächst völlig undurchschaubar, und überhaupt wirkt alles etwas düster. Hier kommt noch hinzu, dass das Milieu ziemlich abseits des Normalen liegt und man etwas über die schwierigen Beziehungen zwischen dem kommunistischen Albanien und den beiden ehemaligen kommunistischen Großmächten wissen muss, um einen gewissen Teil der Geschichte besser verstehen zu können. Sicherheitshalber wird das aber im Anhang kurz erklärt. In Schweden gilt dieses Buch als "bester Kriminalroman des Jahres" oder als "absolut brillanter Spionageroman", wie man auf dem Buchumschlag nachlesen kann. Das mögen die Verleiher solcher Komplimente gerne so sehen. Für mich war dieses Buch ein gelungener, handwerklich gut gemachter und relativ spannender Krimi, der einen für den normalen Leser nicht einfach nachvollziehbaren Hintergrund besitzt, in dem sich aber der Autor offenbar bestens auskennt. Mit Spionage hat dieses Buch nur vordergründig etwas zu tun.

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  • intelligenter und teilweise sehr spannender Krimi

    Ein Freund aus alten Tagen

    robbylesegern

    16. June 2013 um 13:16

    Das Debüt des schwedischen Schriftstellers Magnus Montelius, der als ehemaliger Umweltberater auf dem Balkan und in den alten Sowjetrepubliken gearbeitet hat, ist ein intelligenter Spionageroman, bei dem die Motive der agierenden Figuren im Mittelpunkt stehen. Angesiedelt ist diesen Krimi in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts in Schweden, in dem ein Journalist ein Verbrechen aufklärt, das in die Zeiten des kalten Krieges zurückreicht. Bei der Recherche zu einem anderen Fall, trifft der nicht unbedingt erfolgreiche Tobias Meijtens, der momentan als Journalist bei einer schwedischen Zeitung arbeitet, auf den Fund einer Leiche.Ein Mann wurde tot aufgefunden und alles weist darauf hin, dass es sich um den Albaner Aron Bektashi handelt.Er soll Selbstmord begangen habe, doch ein Obdachloser, auf den Meijtens trifft, will etwas anderes gesehen haben. Meijtens, der unbedingt einen spektakulären Fall kommentieren will, um seinem Leben eine andere Richtung zu geben, in der auch seine ehemalige Lebensgefährtin wieder zu ihm zurück findet, recherchiert in diesem Fall. Als er zusammen mit seiner attraktiven Kollegin Natalie Petrini, in den Fall eintaucht, stellen sie sehr schnell fest, dass es einen Albaner dieses Namens nie gegeben hat, sondern das der Tote ein ehemaliger, links aktivistischer Schwede war. Erik Lindmann verließ vor 25 Jahren Schweden und kehrte unter dem Namen Aron Bektashi nach einem viertel Jahrhundert nach Schweden zurück.Welches Motiv hatte er zurück zu kommen und warum wurde er ermordet? Denn dies steht für den Journalisten fest, als auch der einzige Zeuge plötzlich tot aufgefunden wird.Als weitere Unglücksfälle geschehen, weiß Meijtens, dass sie auf der richtigen Spur sind. Durch viele Gespräche mit Freunden, Studienkollegen und Genossen des Ermordeten, bildet sich eine Theorie heraus, deren Puzzleteile nach und nach an die richtige Stelle fallen. Nun gilt es nicht nur seinen Chef davon zu überzeugen diesen Fall in der Zeitung aufzugreifen, sondern auch, seine Theorie zu beweisen. Dieses Debüt des schwedischen Schriftstellers Magnus Montelius, hat mich zeitweise schon gefesselt, obwohl zwischendurch schon einige Längen bemerkbar waren. Wer hier einen spektakulären bluttriefenden Krimi vermutet, wird enttäuscht sein, denn der Autor kommt ganz ohne dieses Blutvergießen aus , was ich als sehr angenehm empfunden haben.Hier wird der Fokus mehr auf die Figuren gelenkt, deren politische Einstellungen und die Zeit des kalten Krieges, in der Spionage zwischen den Ost und Westmächten noch eine große Rolle spielte.Gut gezeichnete Charaktere und eine intelligente Handlung zeichnen diesen Krimi aus, der mich gut unterhalten hat.

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