Mahtob Mahmoody

 3,9 Sterne bei 51 Bewertungen
Autor*in von Endlich frei und Endlich frei.

Lebenslauf

Mahtob Mahmoody wurde 1979 in den USA geboren. Die Geschichte ihrer Kindheit wurde weltweit bekannt, nachdem ihre Mutter Betty Mahmoody den Bestseller NICHT OHNE MEINE TOCHTER geschrieben hatte. Mahtob Mahmoody studierte Psychologie und ist heute im Gesundheitswesen tätig.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Mahtob Mahmoody

Cover des Buches Endlich frei (ISBN: 9783404608928)

Endlich frei

 (45)
Erschienen am 09.06.2016
Cover des Buches Endlich frei (ISBN: 9783838775302)

Endlich frei

 (6)
Erschienen am 12.03.2015

Neue Rezensionen zu Mahtob Mahmoody

Cover des Buches Endlich frei (ISBN: 9783404608928)
Schnuppes avatar

Rezension zu "Endlich frei" von Mahtob Mahmoody

Wirklich frei?
Schnuppevor 8 Monaten

Den autobiografischen Roman von Betty Mahmoody „Nicht ohne meine Tochter“ fand ich vor vielen Jahren sehr spannend. Hier erzählt die Tochter Mahtob nun von ihrem Leben. Ich war gespannt, wie es ihr ergangen ist, was aus ihr geworden ist und wie sie die schrecklichen Erlebnisse verarbeitet hat.

Sie erinnert sich an ihrer gemeinsame Familienzeit in den USA und die Reise nach Teheran, die ihr Leben so entscheidend veränderte. Das Leben dort war gänzlich anders, eine völlig andere Kultur, dazu die Bombenangriffe durch den Iran und die strengen Vorschriften, die durch die Islamische Revolution eingeführt und überwacht wurden. Für ein Kind auch ohne die drastische Veränderung des Vaters in einen gewalttätigen Despoten sicher traumatisch.

Nach der geglückten Flucht lebte sie einige Zeit unter einem anderen Namen, um einer befürchteten Entführung durch den Vater oder dessen Familie zu entgehen. Die Veröffentlichung des Buches der Mutter machte die Familie berühmt und sorgt auf diese Weise für einen gewissen öffentlichen Schutz. Sie wurde von der Mutter zu vielen offiziellen Veranstaltungen mitgenommen und führte ein privilegiertes Leben. Später erkrankte sie an Lupus, einer Autoimmunerkrankung, die sie in München behandeln ließ. Sie machte den Bachelor in Psychologie und interessierte sich hier besonders für Resilienz, weil sie diese bei sich auch sehr stark sieht.

Kontaktaufnahmen des Vaters hat sie stets verweigert, ihre persischen Wurzeln lebt sie aber nach eigenen Angaben mit typischen Festen.

Mathob ist tief gläubig, was sehr stark in dem Buch mitschwingt, ihr Glaube hat ihr stets Kraft gegeben.

Der erste Teil war aufgrund der Handlung spannend, obwohl dieser Teil bekannt war. Danach erzählt sie sehr selektiv, verschweigt Vieles, bzw. deutet nur an. Das Buch bekommt hier viele Längen, da sie sich sehr um sich selbst dreht, dabei beweihräuchert sie sich und ihre Mutter sehr. 


Einiges erschien mir nicht glaubwürdig, u.a: Kinder erinnern i.d.R. nicht so genau so viele frühe Kindheitsbegebenheiten doch Mahtob schildert detaillierte Erlebnisse vor der Reise in den Iran. Dass sie als Fünfjährige, die von der Mutter isoliert und vom Vater bedroht wurde aus dem christlichen Glauben, den sie verheimlichen musste, so immense Kraft schöpfen konnte, erscheint wenig kindlich. Auch dass sie nach der Flucht in den USA soviel Interviews als Acht- und Neunjährige gab ohne von einer Bezugsperson begleitet zu werden, kam mir komisch vor. Sonst wurde sie überbehütet. Dass sie den vielen intensiven Nachfragen nach den Namen der Helfer nicht nachgab, ist wirklich ein Wunder.

Auf mich macht die Autorin keinen gefestigten sicheren Eindruck, sie scheint die Erlebnisse im Iran, aber auch die anschließenden in den USA nicht richtig verarbeitet zu haben. Sie scheint sich Vieles schön zu reden, kreist um sich selbst und ergötzt sich auch an ihrer eigenen Person. Andere Meinungen kann sie nicht gut akzeptieren. Einem Nennonkel, der ihre Situation und ihr Verhalten anders einschätzt und hinterfragt, schneidet sie jahrelang. Als sie ihre Meinung später ändert beschönigt sie wieder alles. Diese Superlative sind in der Wiederholung ohne Handlung am Ende etwas anstrengend.

Dennoch fand ich das Buch im Nachgang schon interessant, es zeigt wie es von einem Elternteil entführten Kindern geht und was sie für Ängste mit sich tragen bzw, verarbeiten müssen. Dass der Glaube eine Stütze und Hilfe sein kann, glaube ich, aber hier schlug es mir sehr ins Extreme um.
Die Einblicke in das Leben im Iran im Krieg aus der Sicht eines Kindes aber auch die Jugendzeit in den USA wurden gut geschildert. Insgesamt dreht sich die Autorin aber zu viel um sich selbst und verrennt sich oft, da sie nach eigenen Angaben Wissenschaftlerin ist, passt dies nicht richtig zueinander. 

Aufgrund der genannten Kritikpunkte gibt es von mir nur drei Sterne

Cover des Buches Endlich frei (ISBN: 9783404608928)
buchfeemelanies avatar

Rezension zu "Endlich frei" von Mahtob Mahmoody

3 Sterne
buchfeemelanievor einem Jahr

Genre: Erfahrungen

Erwartung: Die schrecklichen Ereignisse aus Sicht der Tochter erleben

Meinung:

Das Cover ist einfach und passend. Ich kenne schon die beiden vorherigen Bücher und war auf die Sicht der Tochter gespannt.

Um es direkt vorneweg zu nehmen: Sie hat schreckliches erlebt. So etwas sollte kein Mensch und erst recht kein Kind erleben.

Allerdings konnte das Buch nicht so ganz meine Erwartungen erfüllen.  Aus der Vergangenheit erfährt man zu wenig. Daher war ich auf die Zukunft gespannt. Der Leser erfährt viel über ihr weiteres Leben. Auch die vielen Termine ihrer Mutter nehmen viel Platz in Anspruch. Ich fand ja ihr Engagement gut, andererseits hätte ihre Tochter sie als Mutter vielleicht auch mehr gebraucht.  

Auch konnte mich das Buch emotional nicht erreichen. 

Fazit: nur 3 Sterne gibt es von mir.

Cover des Buches Endlich frei (ISBN: 9783785750766)
TanteGhosts avatar

Rezension zu "Endlich frei" von Mahtob Mahmoody

Der Stoff verspricht Spannung
TanteGhostvor 4 Jahren

Ich war gespannt, wie es die Tochter empfunden hat, vom Buch aber etwas enttäuscht, weil die Angst im Text irgendwie verloren geht.


Inhalt: Mahtob Mahmoody wird unter einem Vorwand vom Vater ins Ausland verschleppt und dann dort fest gehalten. Die Mutter setzt alles daran, dass sie mit ihrer Tochter das Land wieder verlassen kann, was ihr auch gelingt.

Zunächst sind die beiden auch frei und kommen wieder bei der amerikanischen Familie unter. Doch nach Jahren der Sicherheit sieht es so aus, als müssten die beiden erneut um ihre Freiheit fürchten.

Mahtob beschreibt ihre Erlebnisse als Kind, das Erlebnis den Vater so komplett verändert zu erleben und wie sie dann das erneute Fuß fassen in Amerika erlebt hat. 


Fazit: Ich war gespannt auf das Buch. Das Thema schien interessant zu werden. Allerdings war ich dann im Gesamten gesehen irgendwo ziemlich enttäuscht. Mahtob war ein kleines Kind, als die beiden entführt wurden und konnte somit allein die schrecklichen Erlebnisse nicht so gut beschreiben. Ich habe keine Ahnung, ob sie sich nur noch so kryptisch erinnert hat oder ob sie mit Absicht so wenig davon geschrieben hat. Auf jeden Fall hatte ich es schwer, in das Buch rein zu kommen. Mahtob hat die ganze Zeit von Gott erzählt und wie sehr sie und ihre Mutter sich an ihren Glauben geklammert haben…. - Is ja mal so gar nichts meins. 

Auch die Zeit in Amerika selber. Es kam nicht wirklich rüber, wie hart es wirklich war, sich da wieder einzuleben, neu Fuß zu fassen und dann doch ständig auf Habacht zu sein.

Ja, sie mussten irgendwie wieder in ein normales Leben finden, aber der ganze Sinn des Buches ist mir dann irgendwann abhanden gekommen. Ich habe wirklich nur noch gehört, um es eben gehört zu haben.


Am Anfang hat es eine Musik zum Intro gehabt. Auch zwischendrin gab es die Musik noch einmal, vielleicht, um einen Abschnitt von dem anderen zu teilen. - Das Ende jedoch war aprubt. Julia Nachtmann hat einfach irgendwann aufgehört zu lesen und das nächste Buch von der Playlist hat angefangen. Das mich schon ganz schön verwirrt wieder. So von jetzt auf gleich. - Echt seltsam.

Die Sprecherin hat ihren Job auf jeden Fall super gemacht. Eine immer irgendwie gleiche, aber passende Tonlage. Schön beruhigend, etwas gehetzt, wenn es im Text mal hektisch wurde. Auch die Stimme selber war sehr angenhm und eine Stimme, von der man sich auch gut mal eine Geschichte zur Gutenacht vorlesen lassen könnte.


Trotzdem ich nicht zu 100 Prozent überzeugt war, kann ich das Buch dann am Ende doch empfehlen. - Es ist interessant, das alles mal aus Sicht der Tochter zu erfahren. Und vor allem auch etwas, wie es dann nach Jahren in Amerika war und was aus ihr geworden ist, trotzdem sie so traumatische Erfahrungen gemacht hat. - Doch, tut euch das ruhig an. Falsch macht ihr hier auf keinen Fall etwas.

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