Maia Kobabe

 4,6 Sterne bei 18 Bewertungen

Lebenslauf

Maia Kobabe ist eine nicht-binäre, queere Autor*in und Illustrator*in mit einem MFA in Comics vom California College of the Arts. Xier erstes Buch in voller Länge, GENDER QUEER: A MEMOIR, wurde im Mai 2019 von Lion Forge Comics veröffentlicht. In xiers Arbeit geht es um Themen wie Identität, Sexualität, Antifaschismus, Märchen und Heimweh. Maia's Arbeit kann auf Instagram @redgoldsparks, patreon.com/maiakobabe und redgoldsparkspress.com gefunden werden.

Quelle: Amazon

Alle Bücher von Maia Kobabe

Neue Rezensionen zu Maia Kobabe

Cover des Buches Genderqueer – Eine nichtbinäre Autobiografie (ISBN: 9783956404153)
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Rezension zu "Genderqueer – Eine nichtbinäre Autobiografie" von Maia Kobabe

MeinNameistMensch
Für die Vielfalt

Mit "Genderqueer - Eine nichtbinäre Autobiographie" liegt eine Graphic Novel vor, die sich dem Lebensweg von Maia Kobabe widmet. Autobiographisch wird der eigene Lebens-, Entwicklungs- und Transistionsweg durch die Zeichnungen auf über 200 Seiten lebendig. Dabei hat das Buch nicht den Anspruch eine allgemeine Definition von Lebenswegen von nonbinären Menschen zu geben, sondern will nur am Einzelfall darstellen, welchen Weg Maia Kobabe gegangen ist. Die Unterstützungen und die Blockaden auf diesen Weg werden sehr sichtbar und zeichnen das Bild eines Menschen, der Stück für Stück zu sich selbst gefunden hat. Die Wahl des Mediums Graphic Novel eröffnet hoffentlich neue Leser*innengruppen, die für die Vielfalt an Lebens- und Liebensformen sensibilisiert werden können. Denn es gibt mehr als nur zwei Wege, und das macht das hier vorliegende Buch sehr klar.

Cover des Buches Genderqueer – Eine nichtbinäre Autobiografie (ISBN: 9783956404153)
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Rezension zu "Genderqueer – Eine nichtbinäre Autobiografie" von Maia Kobabe

mamabaer1a
“Ich will kein Mädchen sein, ich will auch kein Junge sein, ich will nur ich selbst sein”


Sie/ihr - Er/ihm - Xier/Xies - Dey/deren/demm

Autoandrophilie

“Ich will kein Mädchen sein, ich will auch kein Junge sein, ich will nur ich selbst sein”

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Eine Autobiografie von Maia Kobabe wo “dey deren” eigenen Weg gefunden hat, der eigenen Familie und auch der Gesellschaft “deren” Gefühle und Geschlechtsauffassung mitzuteilen.

Wenn ich mich auf die/den Autor*in beziehe werde ich “dey” verwenden, bitte nicht wundern :)

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Maia Kobabe erzählt “deren” Geschichte mit Hilfe eines Comics, was auch nicht weiter verwunderlich ist, schließlich besitzt “dey” einen Master im Comiczeichnen. Ja, ich habe auch nicht gewusst, dass es sowas in Amerika gibt, bzw. man es dort so lernen kann :)

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In “deren” Comic erklärt “dey”, wie “dey” als queere Person mit Fragen zu Sexualität, Geschlecht, Anpassung und Coming-Out umging. Dabei werden auch die Selbstzweifel, Gedanken und Probleme mit aufgezeigt. Durch diese genaue Darstellung, war es auch ganz leicht für mich,

möglich Ängste und auch Probleme nachzuvollziehen. 

Sogar intime Augenblicke, wie die Untersuchungen bei der Frauenärztin oder die Probleme mit der Regel wurden nicht außen vor gelassen, sondern immer wieder mit einbezogen. Gut gefallen, hat mir auch die Verdeutlichung der Problematik beim Kauf von Anziehsachen. Was dann auf den letzten Seiten gezeigt wird, hat mich richtig zum Lächeln gebracht.

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Wenn du jetzt Angst hast, dass das Buch zu speziell ist, kann ich dich beruhigen. Ganz im Gegenteil! Ich würde es vielen Jugendlichen und auch Erwachsenen empfehlen, die sich in dieser Welt unsicher fühlen. Denn einfacher kann man in dieses Thema nicht eintauchen. Aber auch Personen die sich in dieser Welt schon bewegen, wird es vielleicht noch Wege und Informationen geben, da viele Tipps genannte werden.


Trägt zum besseren Verständnis bei

Auch dieses Buch habe ich eigentlich erst einmal gekauft, weil ich das Cover so ansprechend fand und weil ich beim Durchblättern schon gesehen habe, dass ich auch den Stil der Zeichnungen sehr gerne mag. Was mich dann aber thematisch besonders angesprochen hat, war die Tatsache dass eben nicht immer alles schwarz/weiß ist und klar abgrenzbar ist. Natürlich wissen die meisten Leute das in der Theorie schon, aber oft wird doch, habe ich die Erfahrung gemacht, im Alltag verallgemeinert und doch irgendwie versucht alles in klare Strukturen zu packen. Leider ist das oft nicht die ganze Wahrheit und kann sogar eher negativ sein. Deshalb fand ich die Beschreibung von Maia Kobabe ganz wunderbar und wie sie das in Comic-Form umgesetzt hat war einfach nur schön.

In den Medien wird ja oft von lesbisch/schwul/trans geredet, mittlerweile auch ein bisschen darüber, dass es ja noch andere Bezeichnungen gibt, aber so richtig, habe ich das Gefühl, ist das noch nicht angekommen. Nicht jede Sexualität und jedes Geschlecht kann in die binäre Struktur reingepresst werden. Das versucht Maia Kobabe anhand ihres Buchs zu beschreiben und klar zu machen, dass es auch Bereiche dazwischen gibt. Nur weil sich eine weiblich geborene Person oft wie eine männliche Person verhält, heißt das noch lange nicht, dass die Person eine Trans-Person sein muss. Nur, weil sich eine Frau zu einer Frau hingezogen fühlt, heißt das noch lange nicht, dass sie lesbisch sein muss. Es gibt so viele Facetten und so viele Möglichkeiten, die doch eigentlich allein von den Gefühlen derjenigen Person abhängen und die man nicht kleinreden sollte. 

Oft habe ich die Erfahrung gemacht, dass Personen, die damit konfrontiert werden, das einfach nicht nachvollziehen können. Weil sie so sehr in unserem binären Denken stecken, dass ihnen alles andere unklar ist, völlig unverständlich. Und manchmal fehlen auch die Worte das zu erklären, daher fand ich genau aus diesem Grund das Buch so wunderbar, weil es eben mal mit, mal ohne Worte die Gefühle erklärt, die dahinterstecken. Und auch, dass es manchmal ein langer Weg ist. Nicht jede Person weiß alles über sich, wenn sie noch ein Kind ist. Manchmal braucht es Jahre, bis man sich sicher sein kann, was man möchte oder was man fühlt. Auch das wird oft außer Acht gelassen und ich fand den Weg der Hauptperson hier ganz wunderbar dargestellt. Das Buch würde ich definitiv denjenigen Leuten in die Hand drücken, die Fragen haben, die man manchmal eben nur schwer erklären kann, weil man seine Gefühle schwer erklären kann. 

Außerdem fand ich es gut, dass ich auch noch Dinge lernen konnte, die ich bisher noch in keinem Buch oder wissenschaftlichen Artikel gelesen habe. Trotzdem fand ich es persönlich wichtig, nebenher nachschauen zu können, wenn ich etwas nicht verstanden habe. Und auch kritisch zu hinterfragen, finde ich durchaus wichtig. Selbst wenn es hier um ein persönliche Geschichte geht und natürlich die entsprechenden Gefühle so darstellt wie sie empfunden wurden, sollte man sich trotzdem bei bestimmten Bezeichnungen oder Darstellungen die Mühe machen ein bisschen intensiver dazu zu recherchieren. Gerade aus dem Grund mag ich das Buch und finde es ansprechend.

Gespräche aus der Community

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Zusätzliche Informationen

Maia Kobabe im Netz:

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Community-Statistik

in 27 Bibliotheken

auf 5 Merkzettel

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