Rezension zu "Die Unsichtbaren" von Maik Baumgärtner
Wenn ihr an Geheimagenten denkt, kommen euch wahrscheinlich hauptsächlich Männer in den Sinn, oder ? Doch auch Geheimagentinnen waren schon immer an wichtigen Spionageoperationen beteiligt. Genau diesem Thema widmet sich dieses Buch. Es liefert erstmals einen fundierten Überblick, zu einem bis jetzt wenig erforschten Thema. Besonders die Menge und Qualität der verwendeten Quellen stehen ins Auge sowie die hohe wissenschaftliche Qualität.
Dafür gingen die beiden Spiegel Journalist*innen in Archive wie dem Bundesarchiv oder in die der Geheimdienste BND und BfV. Insgesamt stecken in dem Buch über zwei Jahre Recherchearbeit drinnen.
Sie befreien damit die Frauen aus der Unsichtbarkeit und machen sie und ihre Geschichte sichtbar.
🕵️♀️
Wer jetzt Angst hat, ein trockenes Fachbuch zu erhalten irrt, denn es ist sehr gut und packend geschrieben und man kann es gar nicht aus der Hand legen, weil man unbedingt mehr über die großartigen Frauen erfahren will.
Ein Beispiel ist die Geschichte der Spionin Lily Sergueiew: Offiziell war sie als Spionin für die Abwehr, den deutschen militärischen Nachrichtendienst tätig, doch sie war eine der wichtigsten Doppelagentinnen des Zweiten Weltkriegs. Sie gab heimlich Informationen an die Briten weiter und fütterte die Deutschen gleichzeitig mit Falschinformationen. Ihr Hauptauftrag bestand darin, zur Verschleierung des alliierten Landungspunkts am D-Day beizutragen.
Diese und viele weitere spannenden Geschichten erwarten euch in diesem großartigen Werk. Das Thema wäre bestimmt auch für wissenschaftliche Arbeiten interessant und ich werde es gewiss meiner Professorin zeigen.
Also auf zur nächsten Buchhandlung und die Geschichten dieser spannenden Frauen entdecken :)






