Die Leiden des Henri Debras

von Maike Braun 
4,0 Sterne bei3 Bewertungen
Die Leiden des Henri Debras
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Ein sehr fundiertes, authentisches und gut zu lesendes Buch über die Hysterie im 19. Jahrhundert.

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Eine Geschichte, die einen sehr nachdenklich stimmt. Wie war das früher mit der Hysterie?

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Inhaltsangabe zu "Die Leiden des Henri Debras"

„Die Hysterie“, sagte er, „aus dem Griechischen hystéra für Gebärmutter abgeleitet, ist eine Frauenkrankheit.“

Das ist die gängige Lehrmeinung im Bordeaux des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Doch der angehende Arzt Eugène Tisson ist überzeugt, dass auch Männer an Hysterie erkranken können. So diagnostiziert er bei dem Bauklempner Henris Debras nicht nur diese Krankheit, sondern eine bis dato völlig unbekannte Variante: die hysterische Wandersucht oder Fugue.

Der Fall des seltsamen Fugueur aus Bordeaux spricht sich bald im medizinischen Establishment Europas herum. Tissons Professor und Doktorvater erkennt die Chance, sich und Bordeaux zu profilieren, und drängt Tisson zu immer neuen Experimenten an seinem Patienten. Schließlich verlangt er, dass Tisson die ungewöhnliche Wandersucht Henris auf einem Kongress präsentiert.

Tisson befürchtet, dass Henri einer öffentlichen Zurschaustellung nicht gewachsen ist und gerät zunehmend in dem damals aufflammenden Streit über die Ursachen der Hysterie und die geeignete Heilmethoden zwischen die Fronten. Er steht vor der Wahl, seine wissenschaftliche Ruf oder seinen Patienten zu retten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783844225983
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:344 Seiten
Verlag:epubli
Erscheinungsdatum:26.06.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Bluesky_13s avatar
    Bluesky_13vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Geschichte, die einen sehr nachdenklich stimmt. Wie war das früher mit der Hysterie?
    Wie kann man mit Hypnose heilen?

    MEINE MEINUNG

    In diesem Buch lesen wir von einem jungen Arzt, der nach Bordeaux zu Professor Aupy für ein Jahr gehen sollte.

    Zu Beginn merkt man noch so etwas wie Euphorie, doch als Tisson dort ankam, war die Enttäuschung erst mal groß. Der Professor ließ ihn sehr wohl merken, das er der Chef war.


    In dieser Klinik gab es eine Arrestzelle und die wurde nun das Arbeitszimmer von Tisson. Es lag am Ende der Männerstation. Da er aber Frauen untersuchen sollte, war dies sehr ungünstig. Die Männer rasteten aus, wenn die Frauen hier durchkamen.


    Das ganze geschieht ja im Jahr 1886 und da gab es die Hysterie, die aber angeblich nur Frauen bekamen. Und dieses Fachgebiet lernte nun also Tisson von Aupy.


    Es gab aber auch einen Patienten Namens Henri Debra, nur den durfte er nicht behandeln. Der Professor war sehr von sich überzeugt und er rieb Tisson immer wieder unter die Nase, das er noch kein Doktor war.

    Ja, auch heute noch gebt es Vorgesetzte, die einem derart zusetzen. Entweder man tut, was gesagt wird, oder man kann gehen.


    Wir lesen hier von neuen Forschungen und Erfahrungen in der Neurologie. Da fing man an mit Hypnose um die Hysterie der Frauen zu behandeln.

    An diese Methode glaubten aber die anderen Ärzte nicht so recht, denn man kann alle Menschen hypnotisieren und nicht nur Frauen die an Hysterie leiden.


    Die Geschichte hat eine interessante Erzählweise. Einmal erzählt uns ein neutraler Erzähler, das gesamte Geschehen. Dann erzählt uns Henri Debra aus seiner Sicht die Entwicklung seiner Krankheit und seines Leidens.

    Man erkennt hier sofort die Verzweiflung von diesem Mann, der endlich gesund werden möchte.


    Das macht das gesamte Werk sehr authentisch und auch sehr interessant. Das einzige, was ich hier kritisieren möchte, sind die vielen Rechtschreibfehler. Hier hat der Fehlerteufel wohl des öfteren zugeschlagen und das kostet leider 1 Sternchen. So vergebe ich hier also nur 4 Sterne, da die Fehler das Lesen stellenweise etwas ausbremsen.



    Eure Bluesky_13

    Rosi


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    Siko71s avatar
    Siko71vor einem Jahr
    gut recherschiert

    Eugene Tisson stellt bei seinem Patienten eine hysterische Wandersucht fest. In einigen hypoitischen Sitzungen begibt er den Patienten immer in andere Stadien. Tisson liegt in den Augen seines Professors Aupy total falsch. Hysterie gibt es nur bei Frauen. Auf einem Kongress wird Tisson und die anderen Professoren von Aupy bloß gestellt. Nun erkennt er, das es Aupy nur um Ansehen und Erfolg und nicht den Patienten als Mensch geht.

    Ein wirklich interessanter Roman über Fugue und die Forschung dahingehend im 19. Jahrhundert. Der Roman mit einigen Schreibfehlern behaftet. Der Schreibstil und die Recherschen sind super. Ich gebe 3 Sterne und kann dieses Buch jedem der sich für dieses Thema interessier weiterempfehlen.

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    HensLenss avatar
    HensLensvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr fundiertes, authentisches und gut zu lesendes Buch über die Hysterie im 19. Jahrhundert.
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    neobookss avatar
    Bordeaux, 1886. Eugène Tisson steht kurz vor dem wissenschaftlichen Durchbruch: Er kann nachweisen, dass die Hysterie nicht nur Frauen befällt. Doch er hat die Beharrungskräfte des medizinischen Establishments unterschätzt. In dem damals aufflammenden Streit über die Ursachen der Hysterie gerät er zwischen die Fronten.

    Herzlich willkommen zur Leserunde von "Die Leiden des Henri Debras" von Maike Braun!

    Klappentext
    „Die Hysterie“, sagte er, „aus dem Griechischen hystéra für Gebärmutter abgeleitet, ist eine Frauenkrankheit.“
     
    Das ist die gängige Lehrmeinung im Bordeaux des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Doch der angehende Arzt Eugène Tisson ist überzeugt, dass auch Männer an Hysterie erkranken können. So diagnostiziert er bei dem Bauklempner Henris Debras nicht nur diese Krankheit, sondern eine bis dato völlig unbekannte Variante: die hysterische Wandersucht oder Fugue. 
     
    Der Fall des seltsamen Fugueur aus Bordeaux spricht sich bald im medizinischen Establishment Europas herum. Tissons Professor und Doktorvater erkennt die Chance, sich und Bordeaux zu profilieren, und drängt Tisson zu immer neuen Experimenten an seinem Patienten. Schließlich verlangt er, dass Tisson die ungewöhnliche Wandersucht Henris auf einem Kongress präsentiert. 
     
    Tisson befürchtet, dass Henri einer öffentlichen Zurschaustellung nicht gewachsen ist und gerät zunehmend in dem damals aufflammenden Streit über die Ursachen der Hysterie und die geeignete Heilmethoden zwischen die Fronten. Er steht vor der Wahl, seine wissenschaftliche Ruf oder seinen Patienten zu retten.

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