Maike Claußnitzer

 4.1 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Tricontium, Rattenlied und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Maike Claußnitzer

Maike ClaußnitzerTricontium
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Tricontium
Tricontium
 (5)
Erschienen am 05.02.2016
Maike ClaußnitzerRattenlied
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Rattenlied
Rattenlied
 (2)
Erschienen am 13.11.2017
Maike ClaußnitzerGreifen, Grabraub und Gelichter
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Greifen, Grabraub und Gelichter
Greifen, Grabraub und Gelichter
 (1)
Erschienen am 21.12.2015
Maike ClaußnitzerAva: Geistliche Dichtungen
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Ava: Geistliche Dichtungen
Ava: Geistliche Dichtungen
 (0)
Erschienen am 01.10.2014

Neue Rezensionen zu Maike Claußnitzer

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Eva_Maria_Nielsens avatar

Rezension zu "Rattenlied" von Maike Claußnitzer

Rattenlied - eine dicht gewobene Geschichte mit einer ganz eigenen Erzählstimme.
Eva_Maria_Nielsenvor 9 Monaten


Rattenlied ist ein Buch mit viel Inhalt – einer dicht gewobenen Geschichte mit komplexen Figuren, eingebettet in einen fantastischen und manchmal historisch anmutenden Kontext. Ein Buch aus der Kategorie der High Fantasy, mit hoch entwickelten Reichen, Welten und Kulturen – so wie du es vielleicht aus dem Büchern Lied vom Eis und Meer kennst.

Auch im Rattenlied geht es um Intrigen und den Kampf um eine Zukunft. Die Vergangenheit – die Entführung eines Kindes und eine Erbschaftsfrage – werfen ihre düsteren Schatten in die fiktive Gegenwart. Wer ist der Sänger Audoin wirklich, der damals entführt wurde? Und warum hat diese Entführung Bedeutung für den Frieden im Land?

Maike Claußnitzer schafft einen Kosmos, der an eine mittelalterlich Welt erinnert – mit ungewöhnlichen Tieren und Figuren; mit Regionen, wo es Menschen gibt, die an einen christlichen Gott glauben, und andere, die noch in ihrer ursprünglichen Religion verankert sind und wie die Wikinger magische Runen auf Fluchstangen ritzen.

Die Geschichte ist kunstvoll aufgebaut, es gibt so viele Verwirrungen, dass ich manchmal Mühe hatte, alle Fäden im Kopf zu sortieren. Ich glaube, es lag daran, dass einige Namen mit dem gleichen Buchstaben anfangen. War es nun Ansegiel, der entführt wurde? Oder war es Audoin? Mit dem Fortschreiten der Handlung hat sich dieses Problem für mich gelöst, weil die einzelnen Personen individuellere Züge erhielten, was mir die Wiedererkennung erleichterte.

Besonders mochte ich die starken Frauen. Rattenlied – das ist eine Welt der Gleichberechtigung. Das hat mich sehr angesprochen.

Und worum geht es?

Lucardis ist Kriegerin am Schwanenhof. Sie ist noch neu in ihrem Amt. Lange war sie auswärts, ist viel gereist. Doch als sie auf ihrer ersten Mission das kostbare Pferd ihrer Herrin abgibt, um den Sänger Audoin freizukaufen, fangen die Schwierigkeiten erst an. Bald sind sie in politische Wirrungen verstrickt. Und dann taucht auch noch die berüchtigte Söldnerin, genannt Ratte, auf und Herr Wigand, der den Bewohnern des Schwanenhofes feindlich gesinnt ist.

Maike Claußnitzer hat für ihr Rattenlied eine facettenreiche Kulisse geschaffen mit ihrer Erzählstimme, die die Illusion einer fantastischen mittelalterlichen Welt heraufbeschwört.

Rattenlied ist ein Schmöker, der alle Fans der High Fantasy fesseln wird.

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B

Rezension zu "Tricontium" von Maike Claußnitzer

Anfangs langwierig, überzeugt aber vor allem durch sehr gelungene Figuren!
BieneMavor einem Jahr

Lange, lange, lange las ich an diesem Buch - nicht ohne Spaß an der Lektüre ja, doch zäh war sie teils. Wenn auch nicht übermäßig dick, so erschwerte mir doch der Schreibstil den Einstieg in die Geschichte. Die ersten paar Kapitel musste ich mich durchkämpfen - und auch danach gab es immer wieder ein paar langwierige Passagen. Die Autorin favorisiert ausführliche, langwierige Sätze, die mich anfangs immer wieder aus dem Lesefluss warfen.
Ich habe also ein wenig gebraucht bis ich mich auf den Stil des Buchs einlassen konnte, aber auch die Entwicklung der Geschichte geht langsam voran - ein weiterer Grund warum ich ziemlich lange gebraucht habe, um das Buch zu beenden. Das ist keineswegs nur negativ gemeint. Der Fokus liegt nicht auf Spannung und Kampfszenen aller fünf Seiten, sondern auf Charakterentwicklung und den Verstrickungen in der erschaffenen Welt. Und diese Aspekte wurden meisterhaft gehändelt. Es hat wirklich viel Spaß gemacht "Tricontium" zu lesen, denn auch viel Humor trägt die Geschichte und verhindert, dass es sich zu trocken liest. Auch wenn er für die langwierigen (wenn auch benötigten) Ausführungen nicht immer aufkam, so hatte ich doch immer etwas, auf das ich mich beim Aufschlagen dieses Romans freuen konnte.
Und nicht nur auf den Witz. Auch die Figuren sind wunderbar facettenreich und gut entwickelt, und vor allem ihre Beziehungen zueinander werden sorgsam aufgebaut. Vor allem die drei Hauptfiguren, Ardeija, Wulfila und Herrad wachsen einem als Leser schnell ans Herz und ihre Interaktion miteinander gehört zu meinen liebsten Aspekten dieser Geschichte. Emotional wurde ich wirklich mitgerissen und die Entwicklung ihres Verhältnisses zueinander genießen. Aber auch abseits voneinander haben sie gut entwickelte und immer wieder behandelte Beziehungen, durch die Nebenfiguren eingeflochten werden, und man sieht viele abwechslungsreiche Figuren, sowohl männlich als auch weiblich, in unterschiedlichsten Rollen mit unterschiedlichsten Charaktereigenschaften.
Die Geschichte ist in mehr als dieser Hinsicht abwechslungsreich und komplex. Immer wieder werden neue Erkenntnisse und Handlungsstränge sehr gelungen eingeflochten und bereichern die Geschichte, auch wenn man manchmal den Eindruck hat, den Überblick zu verlieren. Hier wäre eventuell eine Art Personenregister angebracht, auch wenn es nicht "Game of Thrones"-mäßige Möglichkeiten gab, Charaktere durcheinander zu bringen. Auch wenn die Handlung eher ruhig voranschreitet, wurde Spannung im Rahmen der Atmosphäre der Geschichte aufgebaut. Das Ende überraschte mich und ich habe wirklich ein wenig gebangt, was geschehen würde - und der Ausgang der Ereignisse passte perfekt.
Anders als zuerst erwartet konnte mich dieses Buch wirklich überzeugen. Jedem Fantasy-Leser der sorgfältig entwickelte und beschriebene Welten, interessante Figuren und eine hintergründige, durchdachte, komplexe Geschichte genießt, und zu all dem auch noch eine gute Portion Humor mag, dem kann ich "Tricontium" ans Herz legen!

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loralees avatar

Rezension zu "Tricontium" von Maike Claußnitzer

Heavy High Fantasy
loraleevor 2 Jahren

Spätes Rom bis frühes Mittelalter dienen als Vorlage für die komplexe Welt, die Maike Claußnitzer in ihrem Fantasy Roman Tricontium zeichnet. Wohlgemerkt: zeichnet und nicht einfach nur skizziert. Die Autorin beschreibt ihre Welt sehr detailreich, so dass ich mich sofort darin zurechtfinde. Sie setzt den inhaltlichen Schwerpunkt auf politische Machtkämpfe und Intrigen, so wird der Roman zu High Fantasy für Fortgeschrittene.

In dieser Welt herrscht übrigens Gleichberechtigung. Wie selbstverständlich werden Frauen als Richterinnen eingesetzt und gestandene Krieger übernehmen die Rolle des Küchenmeisters in ihrem Haushalt. Die Figuren sind weit davon entfernt, klischeehaft zu wirken. Und damit wären wir bei einer der Stärken des Romans: die Charaktere und ihr differenzierter Umgang miteinander. Sie interagieren, diskutieren, können sich überzeugen lassen und ändern auch gelegentlich ihre Meinung.

Die Handlung wird durch ausführliche Dialoge und Beschreibungen getragen. Die Sprache ist komplex und spiegelt den High Fantasy Charakter des Romans gut wieder. Es geht in erster Linie um Strategie, Taktik und darum, den Filz der Intrigen aufzuklären und gerecht zu handeln. Ein leichter Humor durchzieht den Roman und lockert die Geschichte etwas auf. Man findet ihn in den Dialogen, aber vor allem in der Figur des kleinen Drachen Gjuki. Er ist der ständige Begleiter von Hauptmann Ardeija und verbringt die meiste Zeit auf dessen Schulter oder in seiner Jacke, aus der er heraus für den einen oder anderen Lacher sorgt.

Ich selbst konnte keinen Zugang zu diesem Roman finden. Mir fehlte das gewisse Etwas, das mich auch emotional anspricht. Es war zwar da, glomm aber nur ab und zu in der Geschichte auf. Für meinen Geschmack, viel zu selten.

Dennoch ist Tricontium ein solider High Fantasy Roman, mit einer komplexen Welt, in der fassettenreiche Figuren agieren, taktieren, intrigieren. Für Freunde der Strategie des politischen Taktierens im High Fantasy ist es empfehlenswert zu lesen. Wer aber eine Actionreiche Geschichte voller fantastischer Wesen und leichte Unterhaltung sucht, sollte woanders suchen.

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