Maja Bach

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Autorenbild von Maja Bach (©)

Lebenslauf von Maja Bach

Maja Bach wird am 10. April 1975 in Lüdenscheid geboren. Nach ihrem Architekturstudium in Köln arbeitet sie zunächst in einem Büro für Messe- und Ausstellungsarchitektur. 2005 kommt ihr erster Sohn Ferdinand auf die Welt. Im gleichen Jahr macht sie sich mit einem eigenen Atelier selbstständig, um flexibler arbeiten zu können. Das atelier bach versteht sich als Ideenwerkstatt – grafische, digitale und räumliche Konzepte entstehen hier aus einem Guss. 2007 kommt dann Maja Bachs zweiter Sohn Maximilian auf die Welt. Für ihre zwei Söhne schreibt und illustriert sie nun viele kleine Bücher, dabei entstehen auch die Geschichten von Ferdinand und Paula. Heute vereint Maja Bach ihre Arbeit als Architektin und Designerin mit ihrer Leidenschaft für Kindergeschichten und Illustrationen. Mit Ihrem Mann und ihren zwei Söhnen lebt und arbeitet Maja Bach heute in der Nähe von Düsseldorf. Sie schreibt und illustriert für verschiedene Buch- und Musikverlage (darunter Coppenrath Verlag und Heinrichshofen Verlag). Maja Bachs Hausverlag ist der Schweizer Verlag Bohem press.

Alle Bücher von Maja Bach

Cover des Buches Auf Wiedersehen, kleiner Vogel! (ISBN: 9783649631637)

Auf Wiedersehen, kleiner Vogel!

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Erschienen am 08.07.2020
Cover des Buches Auf Wiedersehen, kleiner Vogel! (ISBN: 9783649621027)

Auf Wiedersehen, kleiner Vogel!

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Erschienen am 25.09.2015
Cover des Buches Mein allererster Ausmalspaß (ISBN: 9783649628910)

Mein allererster Ausmalspaß

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Erschienen am 13.01.2020
Cover des Buches Klipper Klapper: Meins! (ISBN: 9783649611455)

Klipper Klapper: Meins!

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Erschienen am 01.12.2012
Cover des Buches Mein Fühl-Leporello - Törööö! (ISBN: 9783649603337)

Mein Fühl-Leporello - Törööö!

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Erschienen am 01.12.2011
Cover des Buches Mein Fühl-Leporello - Brumm! (ISBN: 9783649603344)

Mein Fühl-Leporello - Brumm!

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Erschienen am 01.12.2011
Cover des Buches Mein liebstes Knisterbuch (ISBN: 9783649621881)

Mein liebstes Knisterbuch

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Erschienen am 18.01.2016
Cover des Buches Motzelott und Trotzelott (ISBN: 9783855815197)

Motzelott und Trotzelott

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Erschienen am 02.01.2012

Neue Rezensionen zu Maja Bach

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Cover des Buches Auf Wiedersehen, kleiner Vogel! (ISBN: 9783649631637)Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Auf Wiedersehen, kleiner Vogel!" von Maja Bach

Ein zauberhaftes, einfühlsames aber auch leichtes Bilderbuch zum Thema Tod
Kinderbuchkistevor 3 Monaten

Tod, ein schwieriges Thema mit dem auch Kinder öfter konfrontiert werden als uns lieb ist. Der Tod gehört nun mal zu unserem Leben und das müssen auch Kinder lernen. Es liegt an uns ihnen Ängste zu nehmen und ,wenn eben möglich, früh darauf vorzubereiten bzw. ihnen etwas über den Tod zu erzählen. Bilderbücher können her hilfreich sein. Bilderbücher wie dieses, das auf leichte, zuweilen amüsante, sehr naive Art nicht nur Ängste nimmt sondern auch viele Informationen liefert.

Ganz unumstritten finde ich das Buch nicht doch das hat mit dem Thema Tod nichts zu tun. Ich möchte diese Bedenken kurz vorab erwähnen um anschließend nicht mehr darauf eingehen zu müssen.

Die drei Herbstindianer Paul, Ole und Lotta finden einen toten Vogel. Dieser wird im Handlungsverlauf von den Kindern angefasst und sogar hübsch gemacht. 

Ein totes oder krankes Tier anzufassen ist einfach nicht gut. Zwar berührt Ole den Vogel zunächst mit dem Stock, doch im späteren Verlauf verliert sich die Vorsichtigkeit. Kinder müssen das wissen, denn ein totes Tier einfach anzufassen kann sehr gefährlich enden. Ich möchte dies nicht weiter ausführen, jeder weiß was ich meine. Wir erleben in dieser Geschichte aber Kinderalltag, in dem Kinder auch schon mal auf ein totes Tier stoßen können. Das sie es dann beerdigen möchten ist nur all zu verständlich und zeugt von viel Mitgefühl, nur muss man dabei einfach einiges beachten. Hier hätte ich mir mehr Sorgfalt gewünscht.

Nun aber zur Geschichte, die wirklich wundervoll ist.

Die drei Herbstindianer Paul, Ole und Lotta genießen den Herbst mit dem Wind und der bunten Blätterwelt und das spüren wir als Betrachter förmlich. Das fröhliche Treiben bricht relativ abrupt ab als Ole zwischen den bunten Blättern einen Vogel mit dem Bauch nach oben liegend findet. Er denkt zunächst der Vogel schläft doch Lotta weiß er ist tot. Ole möchte wissen ob man schläft wenn man tot ist. Eine berechtigte Frage, denn es sieht ja wirklich so aus als würde er schlafen, doch Paul, der älteste der Drei erklärt ihm das man einfach nur so da liegt wenn man tot ist und nichts mehr macht, weder spielen, noch Kuchen essen noch sonst etwas. Das findet Ole sehr schade. So richtig vorstellen kann er es sich immer noch nicht mit dem Tod. Doch was macht man mit den Toten? Lotta weiß es denn ihre Oma "....war auch schon mal tot" und sie erzählt von dem was sie erlebt hat, von dem was sie weiß. Tote werden in einem großen eckigen Loch begraben, man zieht sich schöne Kleider an und singt Lieder und isst Kuchen. Auch das wirft wieder kindliche naive Fragen von Ole auf, die beantwortet werden. Nach allem was die drei nun an Wissen und Erfahrungen zusammengetragen haben steht fest, sie wollen den Vogel begraben. Während Ole und Paul einen schönen Platz im Garten suchen  sammelt Lotta einige Dinge zusammen und zieht sich hübsch an.

Anschließend stößt sie zu den anderen und bürstet den Vogel so lange bis er nicht mehr zerzaust und struppig aussieht . Und so kommt es, dass der kleine Vogel nun ein schönes Begräbnis bekommt.

Lotta wünscht ihm sogar noch viel Spaß im Himmel, was wieder Fragen aufwirft. Wenn alle Toten in den Himmel kommen, kann man sie dort doch vielleicht einmal besuchen, und wenn das schon nicht geht könnte der Vogel doch zu Lottas Oma in den Himmel kommen, das wäre doch schön. Nur wie sollen sich die beiden finden? Und da hat Paul eine tolle Idee. Er holt einen Luftballon , Stift, Papier und einen Briefumschlag. Lotta diktiert was Paul schreiben soll und dann lassen sie den Ballon zur Oma in den Himmel steigen.

Dieser Abschluss passt wunderbar und liefert eine Idee, die viele schon praktizieren.

Bei einer Beerdigung Luftballons mit einem letzten Gruß in den in den Himmel steigen lassen ist nicht nur eine schöne Idee sondern hat auch etwas stark befreiendes, zuversichtliches und eine Geste des Loslassen- Könnens.

Ich selbst habe es schon mit vielen Kindern erlebt und würde es immer wieder machen. Einen Luftballon in den Händen halten und ihn bewusst in den Himmel zu schicken ist nicht so leicht. Irgendwie ist es als wenn das Festhalten an dem Ballon die letzte Verbindung ist, die man eigentlich halten möchte. Ihn dann los zu lassen mit einem Gedanken, einer Botschaft einem Wunsch, ist jedoch wenn man es geschafft hat loszulassen sehr befreiend.

Was hier im Buch so naiv und aus einer kindlichen Idee heraus passiert ist daher von größerer Bedeutung als man beim Lesen vielleicht erahnt.

In Gesprächen mit Kindern nach der Vorlesestunde haben wir viel über die drei Kinder und ihren Part in der Geschichte gesprochen und festgestellt, das es innerhalb der Gruppe genau solche Konstellationen gab. Kinder, die sich den Tod noch nicht vorstellen konnten so wie Ole, Kinder die noch keine Erfahrungen mit dem Thema Tod hatten aber etwas darüber wussten, wie Paul, und Kinder wie Lotta, die eigene Erfahrungen gemacht haben. Kinder untereinander gehen recht unbefangen mit der Thematik um, vorausgesetzt sie haben noch keine sehr intensiven Erlebnisse gehabt. Lotta erzählt naiv von dem was sie erlebt hat. Vielleicht weil sie noch klein ist, nicht so viel Kontakt zu ihrer Oma hatte. Die Emotionalität wird hier weitestgehend außen vorgelassen. Kinder die einen sehr lieben Menschen verloren haben sei es, Großeltern oder sogar einen Elternteil oder Geschwister reagieren anders als Lotta, das wurde in den Gesprächen klar.

Daher ist dieses Bilderbuch ideal um Kindern das Thema näher zu bringen, ihnen vom Tod zu erzählen, ohne Angst zu schüren. Es ist vielmehr so, das er Teil des Lebens ist, das hier auf der Welt irgendwann endet aber nicht das Ende ist weil es im Himmel weiter geht.

Es informiert also mit einer Leichtigkeit, die hoffnungsvoll aus der Geschichte herausgehen lässt. Diese Leichtigkeit bei aller Traurigkeit, wird vor allem über die ganz wundervollen Illustrationen von Günther Jakobs vermittelt. Die warmen Herbstfarben, das bunte Gefieder des Vogels, der Luftballon der in den Himmel steigt, er visualisiert sehr realistisch und klar was wir in der erzählenden Geschichte hören und nimmt so durch die zauberhaften Zeichnungen die vielleicht aufkommenden Ängste.

So ist dieses Bilderbuch eines der Bilderbücher, die schon im frühen Alter ab etwa 3-4 Jahren mit Kindern sowohl in einer Gruppe als auch allein gelesen werden kann um das Thema Tod anzusprechen.

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Cover des Buches Auf Wiedersehen, kleiner Vogel! (ISBN: 9783649631637)knuddelbackes avatar

Rezension zu "Auf Wiedersehen, kleiner Vogel!" von Maja Bach

Ein toller Beitrag zum Thema Trauer und Tod
knuddelbackevor 5 Monaten

In dem Buchregal meiner 4 Jährigen Tochter befinden sich inzwischen gut ein halbes Dutzend Bilderbücher zum Thema „Tod“ , „Trauer“ und “ Abschied“ nehmen, doch keines dieser Bücher kam dabei so warm und positiv strahlend daher wie „Auf Wiedersehen kleiner Vogel“. Vielleicht liegt es einfach nur an der Tatsache, dass dieses Buch vom Tod im farbenfrohen Herbst handelt. 3 Kinder spielen Herbstindianer, wirbeln bunte Blätter durch die Luft und genießen einfach das Kind sein. Die Kinder finden beim spielen einen toten Vogel, und selbst in diesem Moment wirken die Illustrationen weder dunkel noch bedrückend. Die Kinder tragen bunte Kleidung und das Thema tot wird durch eine kindliche Klarheit thematisiert, die mich von Anfang an begeistert hat. Einer der 3 Kinder ist etwas Älter und übernimmt sozusagen die Rolle des Aufklärers. 


Aber nicht nur die farbenfrohen Illustrationen mit warmen , herbstlichen Farben gefallen mir gut. Der Text und die Wortwahl sind einfach nur gelungen und entsprechen voll und ganz der Realität im Leben und Umgang mit Kindern. Wenn Kinder miteinander sprechen dann sprechen sie eine eigene Sprache und genau diese gibt dieses Bilderbuch wieder und trifft damit genau das was Kinder brauchen wenn man mit Ihnen das Thema Tod und Trauer thematisiert. Sie brauchen Ihre kindliche Sprache und diese kommt hier mit einer guten prise Wortwitz einher. So wird die Beerdigung der Oma, an die sich Lotta erinnert „Vergrabung“ genannt . Und auf dem Friedhof gibt es ganz viele „Löcher für alle möglichen toten Menschen. Nicht nur wie die toten Omas“. Durch die kindgerechte Sprache wird das ganze Buch aufgelockert und es ist das erste Buch zum Thema bei dem ich keinen Kloß im Hals verspüre. Trotzdem wird hier das Thema tot nicht beschönigend. Gleich am Anfang wird klar, dass der tote Vogel eben nicht nur schläft sondern sein Leben zu Ende ist. 

Meiner Meinung nach leistet dieses Bilderbuch einen tollen Beitrag um das Thema Tod und Trauer gerade im Bezug auf Kinder zu enttabuisieren. Dabei nutzt es die kindliche Sprache um ganz unverklärt über den Tod eines Vogels zu erzählen. Emphatisch und mit einer angemessenen Prise Humor erzählt dieses Bilderbuch vom Tod, denn dieser gehört zum Leben dazu.

Fazit:

Das Bilderbuch ist eine geeigneter Einstieg um Kindern ab 4 Jahren das Thema “Tod, Trauer und Abschiednehmen” näher zu bringen . Die kindliche Sichtweise wird hier auf eine ganz besonders gelungene Art und Weise dargestellt und lässt so sogar das ein oder andere schmunzeln zu. Meiner Meinung nach nicht verkehrt bei diesem sensiblen Thema um nicht zu sagen, goldrichtig. 



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Cover des Buches Auf Wiedersehen, kleiner Vogel! (ISBN: 9783649631637)Damariss avatar

Rezension zu "Auf Wiedersehen, kleiner Vogel!" von Maja Bach

Kann dabei helfen, auf liebevolle und wertschätzende Art, über den Tod zu sprechen
Damarisvor 8 Monaten

Mit Kindern über den Tod zu sprechen, fiel mir persönlich schon immer leicht. Denn Leben und Tod gehen Hand in Hand, kein Mensch wird davon verschont, und viele Kinder machen bereits in jungen Jahren Erfahrungen mit diesem Thema. Ich weiß aber auch, dass es ein sehr sensibles Themenfeld ist, zuweilen unangenehm und mit viel Schmerz verbunden. Um mit Kindern offen darüber zu reden, kann ein Bilderbuch sinnvoll sein. "Auf Wiedersehen, kleiner Vogel!" ist solch eine Geschichte, die das Abschiednehmen und das Sterben mit viel Empathie und Herz thematisiert.

Es ist Herbst und drei Kinder spielen zwischen Blättern und Kastanien. Mitten im wildesten Spiel wird es plötzlich mucksmäuschenstill, denn Ole hat unter einem Blätterberg einen toten Vogel entdeckt. Auch Paul und Lotta sind bestürzt. Und weil Ole der älteste ist, und schon ein bisschen mehr weiß, beginnen die Kinder eine Unterhaltung. Auch über Lottas Oma, die gestorben ist. Und dann stellt sich noch die Frage, was nun weiter mit dem toten Vogel geschehen soll, wie die Kinder Abschied von ihm nehmen können.

Ich habe das Buch meiner 5-jährigen Tochter nun schon mehrfach vorgelesen. Der Textumfang gleicht eher einer Vorlesegeschichte als einem Bilderbuch. Ganz still und andächtig hört sie zu, aber niemals, ohne viele Fragen zu stellen und selbst viel zu erzählen. Manchmal müssen wir beide auch liebevoll schmunzeln. Und damit hat "Auf Wiedersehen, kleiner Vogel!" sein Ziel schon erreicht: Ins Gespräch zu kommen, über das Leben, den Tod und das Abschiednehmen. Die Kinder im Buch verhalten sich, wie das Kinder nun mal tun. Sie tragen ihr Herz auf der Zunge, sind direkt, aber auch voller Empathie für den verstorbenen Vogel. Die Illustrationen und die herbstliche Jahreszeit passen sehr gut. Den Schluss des Buches empfinde ich als besonderes schön, weil er Kinder, trotz des traurigen und sensiblen Themas, mit einem guten Gefühl entlässt.

Fazit ...

Der Tod an sich ist ein sensibles Thema und wird es immer bleiben. Ob oder wie man mit Kindern darüber spricht, bleibt jedem selbst überlassen. Jedoch können Bilderbücher wie "Auf Wiedersehen, kleiner Vogel!" dabei unterstützen und helfen, ganz offen ins Gespräch zu kommen. Auf liebevolle und wertschätzende Art, und auch mit herzlich-kindlichem Humor, zeigt das Buch, dass der Tod zum Leben dazugehört. Sehr empfehlenswert!

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Maja Bach wurde am 10. April 1975 in Lüdenscheid (Deutschland) geboren.

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