Maja Ilisch Die Spiegel von Kettlewood Hall

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Inhaltsangabe zu „Die Spiegel von Kettlewood Hall“ von Maja Ilisch

Was wohnt in den Spiegeln von Kettlewood Hall? Düster-romantische Gothic Fantasy im viktorianischen England aus der Feder von Maja Ilisch: Gaslight-Fantasy vom Feinsten!

Gruselige Bewegungen in den Spiegeln und ein magisches Schachspiel: Eine Schachfigur, der einzige Nachlass ihrer Mutter, weist der jungen Iris den Weg nach Kettlewood Hall. Tatsächlich wird sie weit freundlicher aufgenommen, als es der unehelichen Tochter einer Dienstmagd gebührt. Über die Rückkehr der Figur herrscht besondere Freude, vor allem bei Victor, dem Sohn des Earls, doch schon bald mutet das Verhalten der Hausbewohner seltsam an. Als Iris das Schachbrett entdeckt, zu dem der Springer gehört, macht sie einen Zug, der prompt am nächsten Tag beantwortet wird. Iris ahnt nicht, dass sie mit ihrem Leben spielt – und mit dem Victors.

Ein wunderbar atmosphärisch und bildhaft geschriebener Gruselroman im viktorianischen England

— Tintenelfe

Sehr toller Schreibstil und gut durchdachter Fantasy. Die Geschichte ist spannend bis zum Schluss!

— bookloverparadise

Schöner Schreibstil und eine interessante Story. Könnte allerdings etwas gruseliger sein.

— 19Coraline82

Spannend – jedoch hat mir etwas Action gefehlt. Der Stil bewegt dazu, weiterlesen zu wollen, da es so gut geschrieben ist.

— blattzirkus

Schaurig-schöner Gaslight Roman mit einem Hauch von Romantik

— Lavendel3007

Kurzweilige Geschichte mit starken Charakteren. Der Gruselfaktor muss leider einer Liebesgeschichte weichen.

— Mikepert

Interessante und spannende Geschichte die langsam immer schauriger wird und dann ein toller Gaslicht-Roman wird.

— Nenatie

Interessante Mischung aus Grusel und Fantasy. Auch die charakterliche Entwicklung der Heldin war tol. Nur die Liebesgeschichte war zu viel.l

— rumble-bee

Wer gerne düster-realistische Gaslicht-Romane liest, findet in diesem Roman absolut sein Vergnügen.

— Monkberg

Die Geschichte ist spannend und fantasievoll, nur mit dem Schreibstil konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Trotzdem lesenswert.

— Tichiro

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eine tolle Idee, ich brauchte nur zu lange um mit dem Schreibstil und der Geschichte warm zu werden.

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  • Spanennder und atmosphärischer Gruselroman

    Die Spiegel von Kettlewood Hall

    Tintenelfe

    13. April 2018 um 11:23

    Die vierzehnjährige Iris Barling arbeitet in einer Textilfabrik in Leeds für einen Hungerlohn. Mit diesem muss sie seit dem Tod ihrer Mutter auch noch die unleidliche Großmutter durchbringen, die nicht mal besonders viel für ihre unehelich geborene Enkelin übrig hat. Das Geld reicht vorn und hinten nicht und den Avancen der Männer in der Fabrik und des Vermieters will Iris nicht nachgeben. Das einzige, was Iris von ihrer Mutter besitzt, ist ein hölzernes Pferd, eine Schachfigur, wie sie später von ihrem Lehrer erfährt. Die Mutter war damals zornentbrannt als sie Iris mit dem Pferd spielen sah und seitdem hat Iris die Figur nicht wieder gesehen. Doch Iris ist sich sicher, dass die Figur irgendwo versteckt sein muss und gleichzeitig der Schlüssel zur Vergangenheit ihrer Mutter. Mit der Schachfigur beginnt für Iris ein neues Leben, denn sie öffnet ihr die Türen von Kettlewood Hall, dem Anwesen, in dem ihre Mutter vor langer Zeit als Dienstmädchen beschäftigt war und wo alles begann. Schon bald versteht Iris, warum ihre Mutter niemals über Kettlewood Hall gesprochen hat, denn in dem alten Adelssitz gehen unheimlich Dinge vor sich und die Schatten in den Spiegeln sind nur der Anfang. „Die Spiegel von Kettlewood Hall“ ist ein sehr atmosphärischer, viktorianischer Gruselroman, der mich von der ersten Seite an zu fesseln vermochte. Bildhaft entsteht das harte Leben in der Textilfabrik, wo das junge Mädchen täglich an den Maschinen steht – zwei Schritte vor, zwei Schritte zurück, viermal in der Minute. Und wehe, man kommt aus dem Tritt! Mit Iris begegnet der Leser einer authentischen und sympathischen Ich-Erzählerin, die man nur allzu gern auf der Suche nach dem Geheimnis von Kettlewood Hall begleitet. Auch die anderen Figuren wie der vom Leben enttäuschte, sich dem Alkohol hingebende Lehrer, die verbitterte Großmutter und die eigentümlichen Bewohner von Kettlewood Hall sind sehr lebhaft und einprägsam gezeichnet. Mit Iris‘ Eintreffen auf Kettlewood Hall wandelt sich die düster-viktorianische Fabrikatmosphäre in eine unheimliche Landhausstimmung mit exzentrischen Adligen und verängstigtem Dienstpersonal. Zwei unheimliche Hunde, die Iris bereits aus ihren Träume kennt, bewachen jeden ihrer Schritte, in den Spiegeln huschen Schatten umher und das Schachspiel, dessen fehlende Figur sich nun wieder an ihrem Platz befindet, scheint ein Eigenleben zu führen. Schlimmer noch, es scheint enger mit der Realität verknüpft zu sein als den Bewohnern Kettlewood Halls lieb sein kann. Maja Illisch gelingt es, den Leser von Anfang an zu fesseln und stimmungsvoll in das düstere viktorianische Zeitalter zu führen. Schnell entstehen lebendige Bilder, die die Seiten nur so dahin fliegen lassen. Die Spannung wird nicht unbedingt konstant gehalten, da sich vieles bereits früh abzeichnet und es nicht allzu viele Überraschungen gibt. Jedoch weiß man nie, wem Iris am Ende vertrauen kann und wie das Spiel ausgehen wird, so dass man das Buch dann doch nicht weglegen mag. Besonders gut haben mir von Anfang an die sprachlichen Verknüpfungen mit dem Schachspiel gefallen, die vor allem zu Beginn des Romans immer wieder auftauchen. Allein dadurch wird bereits eine besondere Atmosphäre erzeugt. Mann muss jedoch nicht des Schachspiels kundig sein, um der Handlung folgen zu können. Illisch erzählt flüssig und lebendig, die kleine eingeflochtene Liebesgeschichte bleibt zart und unaufdringlich. Die Mischung aus geschichtlichem, gut recherchiertem Hintergrund mit vielen Details, der mystischen Gruselgeschichte, Spannung mit einem Hauch Liebe hat mir unglaublich gut gefallen und ich hätte noch länger auf Kettlewood Hall verweilen können. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung! © Tintenhainhttp://tintenhain.de

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  • Düstere Geheimnisse und ein magisches Schachspiel

    Die Spiegel von Kettlewood Hall

    sechmet

    30. March 2018 um 09:16

    Einzig eine einzelne Schachfigur hat die junge Iris von ihrer Mutter geerbt. Mit dieser macht sie sich auf den Weg nach Kettlewood Hall, um herauszufinden, wer ihr Vater ist. Dort angekommen, wird sie deutlich freundlicher aufgenommen, als es einer unehelichen Tochter einer Dienstmagd gebührt. Aber insbesondere die Rückkehr der Schachfigur löst überschwängliche Freude bei dem Earl und seiner Familie aus. Schnell findet Iris das Verhalten der Hausbewohner seltsam. Und dann sind da noch die Spiegel… Als sie bei dem magischen Schachbrett einen Zug macht, wird dieser am nächsten Tag prompt erwidert. Doch noch ahnt sie nicht, dass sie um ihr Leben und auch das von Victor spielt.Die Geschichte ist im viktorianischen England des 19. Jahrhunderts angesiedelt. Und so beginnt die Story auch eher wie ein historischer Roman. Zuerst erleben wir die Verhältnisse, in denen die Arbeiterkinder aufwachsen. Maja Ilisch versetz den Leser nahezu mühelos direkt in diese Zeit. Und erst so nach und nach kommt der mystische Faktor hinzu. Mit den Spiegeln in Kettlewood Hall kommt dann auch noch der leichte Gruselfaktor dazu. Die Charaktere sind in diesem Buch alle sehr gut ausgearbeitet. Jeder hat seine Eigenarten und bekommt gerade dadurch die entsprechende Tiefe. Und das nicht nur bei den Hauptfiguren.Schnell war ich von diesem Buch derart gefesselt, dass ich es kaum noch weglegen konnte. Der Schreibstil von Maja Ilisch hat mich regelrecht durch dieses Buch fliegen lassen. Die eine oder andere überraschende Wendung sorgt zusätzlich für ein gewisses Lesetempo. An keiner Stelle des Buches gibt es längen. Ganz im Gegenteil, es hätte ruhig noch ein paar Seiten mehr haben können, ohne das irgendwie Langeweile aufgekommen wäre. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war recht kurzweilig, spannend und mit einem leichten Gruselfaktor. Dieses Buch sollte man unbedingt lesen.

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  • Spannender und düsterer Gothic Fantasy

    Die Spiegel von Kettlewood Hall

    bookloverparadise

    14. March 2018 um 21:40

    Inhalt:Gruselige Bewegungen in den Spiegeln und ein magisches Schachspiel: Eine Schachfigur, der einzige Nachlass ihrer Mutter, weist der jungen Iris den Weg nach Kettlewood Hall. Tatsächlich wird sie weit freundlicher aufgenommen, als es der unehelichen Tochter einer Dienstmagd gebührt. Über die Rückkehr der Figur herrscht besondere Freude, vor allem bei Victor, dem Sohn des Earls, doch schon bald mutet das Verhalten der Hausbewohner seltsam an. Als Iris das Schachbrett entdeckt, zu dem der Springer gehört, macht sie einen Zug, der prompt am nächsten Tag beantwortet wird. Iris ahnt nicht, dass sie mit ihrem Leben spielt – und mit dem Victors.Meinung:Der Schreibstil der Autorin konnte mich von Anfang an in ihren Bann ziehen. Sie schafft es, die Charaktere lebendig werden zu lassen und beim Lesen diese einzigartige Atmosphäre zu erschaffen, sodass man beinahe das Gefühl bekommt, man befände sich selbst im Herrenhaus namens Kettlewood Hall. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Iris erzählt, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt und ihr Glück in Kettlewood Hall finden will. Anfangs ist sie ein sehr gläubiges und gehorsames Mädchen, das selten widerspricht. Im Laufe der Geschichte macht sie aber eine enorme Entwicklung durch, vor allem dadurch weil sei für ganz Kettlewood Hall stark sein muss. Victor mochte ich von Anfang an sehr gerne, weshalb mir die Romanze zwischen den beiden sehr gefallen hat. Auch wenn viele glauben, Romantik passt nicht in so einen Roman, behaupte ich das Gegenteil. Die Szenen zwischen den beiden waren so schön erzählt, dass die Gefühle besser rüberkamen als in so manchen Liebesromanen.Am Anfang beginnt die Geschichte eher langsam. Wir erfahren viel über Iris und ihr bisheriges Leben, doch als sie sich dann in Kettlewood befindet nimmt die Spannung immer mehr zu und ein Rätsel nach dem anderen wird aufgeworfen. Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und meiner Meinung nach überhaupt nicht vorhersehbar. Ich war immer wieder überrascht, wenn die Geschichte eine Wendung nahm, die ich nicht erwartet hatte. Fazit: Toller Fantasy, tolle Atmosphäre, tolle Charaktere! Auf jeden Fall eines meiner Highlights in diesem Jahr. 

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  • Das Spiel der Könige

    Die Spiegel von Kettlewood Hall

    Lizzy_Curse

    11. March 2018 um 16:19

    Die junge Iris arbeitet als Fabrikarbeiterin um sich und ihre Großmutter zu ernähren. Doch dank ihrem Lehrer und einer geheimnisvollen Schachfigur, die einst ihrer Mutter gehörte, wagt sie, aus dem Leben, das ihr vorbestimmt war, auszubrechen und nach ihren Wurzeln zu suchen. Und dabei stößt sie auf ein Geheimnis - und auf ein gefährliches Schachspiel in den Räumlichkeiten von Kettlewood Hall. Gaslicht-Fantasy? Immer her damit, dachte ich mir, als ich die Zusammenfassung des Buches las.   Die ersten paar Seiten geben schon einen guten Eindruck von Iris’ Leben. Und Iris Welt. Es ist entbehrungsreich und hart - kein abenteurreiches Leben, nein. Wir lernen Iris im Trott der Fabrik kennen, in dem jede Stunde Schlaf ein Geschenk ist und jede Schulstunde eine Qual, da sie da nicht arbeiten kann und kein Geld verdient. In dieser Tretmühle ist Iris zu Beginn der Geschichte gefangen - und es scheint kein entkommen zu geben. Durch den eindringlichen Stil der Autorin erwachte Iris’ Welt vor meinen Augen zum Leben und ich konnte dem Geschehen sehr gut folgen. Den Wendepunkt stellt eine Schachfigur dar, die Iris im Nachlass ihrer Mutter findet. Durch ihren Lehrer, Mr. Withman, lernt sie die Kunst des Schachspielens und bekommt das Selbstvertrauen, das sie benötigt, um aus ihrem Leben auszubrechen. Diesen Wandel fand ich ziemlich gut dargestellt - Durch das Schachspiel findet Iris heraus, das sie mehr vermag, als ihr ihr grauer Alltag eigentlich offenbart - und dieses Wissen gibt ihr den berühmten Schubs zur Tür hinaus. Mit der Schachfigur im Gepäck geht sie auf die Suche nach ihrer Herkunft und nach Kettlewood Hall, dem einzigen Indiz, das ihre Mutter zurückgelassen hat. Doch in Kettlewood geht seltsames vor - einmal dort angekommen, findet der Leser auch die ersten Indizien für einen fantastischen Roman. Denn mit den Spiegeln geht etwas seltsames vonstatten! Zuvor war es eher ein (gut recherchierter) historischer Roman mit der Schachspielthematik als Besonderheit. Zunächst begegnen uns in Kettlewood Hall ein Strauß neuer Charaktere, mit denen der Leser zuerst einmal zurecht kommen muss. Doch wenn man sich neu orientiert hat, ist das eigentlich kein Problem mehr. Die Autorin hat einen wunderbar lebendigen Stil, der mir half, dass ich mich in dem Buch wirklich wohl und zuhause gefühlt habe. Und es macht Spaß gemeinsam mit ihr das Geheimnis des Schachspiels und das Geheimnis Kettlewood Halls Stück für Stück zu lüften. Man merkt, dass das Buch gründlich recherchiert wurde. Die liebevollen Details (wie bsp.weise die Vorlagen für die Figuren) passen in das Buch wie die Faust aufs Auge. Das Schachspiel als außergewöhnliche Thematik fand ich sehr gut gewählt - auch die Balance zwischen der „Rahmenhandlung“ und dem Spiel selbst ist passend gefunden worden, sodass der Leser nicht mit Regeln und Zügen bombardiert wird, jedoch durchaus mit einem fundierten Wissen über das Spiel den Roman am Ende zuschlagen kann. In der Mitte hat das Buch jedoch einige Längen - was wohl darauf zurückzuführen ist, dass sich die Autorin Zeit lassen und den Plot langsam entrollen wollte. Mir persönlich hat das Buch gut gefallen und ich hatte ein paar schöne Lesestunden. Deshalb vergebe ich sehr gerne gute 4 Sterne und empfehle es allen Schachspielbegeisterten Fantasylesern ;)

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  • Spiel die Partie deines Lebens

    Die Spiegel von Kettlewood Hall

    Ignacio_Mendez

    02. March 2018 um 07:13

    Welchen Zug würdest Du machen?Stell Dir vor Du spielst die Schachpartie Deines Lebens. Jeder Zug ist entscheidend, denn es geht nicht einfach darum eine gegnerische Spielfigur aus dem Weg zu räumen. Nein, es geht um soviel mehr. Denn mit jedem Zug entscheidest Du über das Schicksal eines Menschen und einer Familie. Als Leser ist man sofort vollkommen eingenommen von diesem Roman. Die historische Kulisse, die Zeit der Industrialisierung, mit all ihren grausamen Schattenseiten, entsteht schnell vor dem inneren Augen. Und hier nimmt es ein junges Arbeitermädchen geradezu auf mit den realen und unrealen dunklen Mächten auf. Das Erbe, welches ihre Mutter ihr vermacht hat, ist schwer. Doch die junge Iris stellt sich ihrem Schicksal und wird so zur Hauptfigur eines perfiden Spiels. "Die Spiegel von Kettlewood Hall" sind historischer Roman, Fantasy und Liebesroman in einem. Ergreifend von der ersten Seite an und mit einem nicht zu erwartenden Ende. Also, bist du nun bereit zum ersten Zug?

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  • Spannender Gaslicht-Fantasy Besuch im viktorianischen England

    Die Spiegel von Kettlewood Hall

    blattzirkus

    28. February 2018 um 22:39

    Ich habe dieses eBook im Zuge der Lovelybooks Leserunde erhalten. Bei dieser Rezension handelt es sich alleine um meine Meinung. Buchinformationen Titel: Die Spiegel von Kettlewood Hall Autor: Maya Ilisch Typ: eBook Seiten: ca. 471 (gelesen am iPad) Genre: Gaslicht-Fantasy Preis: € 4,99 Herausgeber: Knaur Herausgegeben am: 01.Februar 2018 Handlung Die 14 jährige Iris Barling macht sich auf nach Kettlewood Hall, mit einer Schachfigur im Gepäck, um herauszufinden, ob dort ihr verschollener Vater zu finden ist. Ihre Mutter, welche vor weniger Zeit verstorben ist, sprach nie über Iris’ Vater, weswegen das Mädchen glaubt, in Kettlewood Hall ihre Antworten zu finden. Doch dort angekommen, trifft sie nur auf eine abweisende Familie, welche keine uneheliche Tochter einer Dienstmagd bei sich aufnehmen möchte. Iris merkt, dass es in diesem Haus nicht mit rechten Dingen zuzugehen scheint, denn überall hängen Spiegel, bei denen es so wirkt, als würde sich etwas darin bewegen. Meine Meinung Zuerst muss ich loswerden, dass ich immer wieder gerne das eBook aufgemacht und weitergelesen habe. Das was bei meinem letzten Buch leider nicht so, weswegen ich mich über dieses umso mehr gefreut habe! Dazu hat mir der Schreibstil zu viel Spaß gemacht. Die Spiegel von Kettlewood wirkten auf mich zuerst wie ein Gruselroman mit spukenden Geistern oder Dämonen in einem verlassenen Herrenhaus, ganz nach Die Frau in Schwarz. Also, als ich mir das Cover und den Klappentext durchgelesen habe. Mit der Vermutung lag ich aber etwas sehr daneben, wurde aber dennoch mit einer gerne gelesenen Geschichte belohnt. Ganz gruselfrei ist es aber dann doch nicht. Die Hintergrundgeschichte der Protagonistin Iris wird stabil aufgebaut, ohne dass ich das Gefühl bekommen habe, damit überfordert zu werden. Weitere Informationen werden in die Handlung fließend eingebaut und wirkten nicht so, als müsste die Geschichte “pausiert” werden, um zuerst den Charakter zu beschreiben oder erklären zu müssen. Da die Handlung im viktorianischen England spielt, wirkt sie für mich sehr gut recherchiert und detailliert, auf keinen Fall oberflächlich. Wir treffen Iris als eine Kinderarbeiterin in einer Baumwollfabrik an. Das Mädchen ist schon alleine aus dem Grund nicht perfekt, da ihr zwei Finger bei der Arbeit in eine Maschine geraten und abgerissen wurden, sie ist nicht die eifrigste Schülerin und ist Waise, da ihre Mutter vor kurzer Zeit gestorben ist und das Mädchen nie ihren Vater kennengelernt hat. Sie hat ihre naiven und gedankenlosen Momente, was sie aber als 14 Jährige umso realistischer macht. Iris durchläuft vom Anfang bis zum Ende des Buches eine Charakterentwicklung, die sie unter anderem von einer eher faulen zu einer sehr eifrigen Schülerin mit einem Ziel im Leben macht. Iris wird aufgrund der Tatsache, dass ihre Mutter ihr eine Springer-Schachfigur hinterlassen hat, in eine Familienaffäre dämonischer Art hineingezogen. Diese lässt sich nur durch eine Partie Schach lösen. Die Familie hält nicht viel von dem Mädchen, da sie das uneheliche Kind eines Dienstmädchens ist und alle Fäden in der Hand hält, um den Fluch für eine weitere Generation zu beenden. Schach als Handlungspunkt einzuführen, aber als als erzählerische Form zu finden, ist eine ausgefallene Idee, bei welcher man nicht voraussehen konnte, wie es weitergeht. Von der Auflösung des Buches war ich jetzt nicht so mega überrascht, am Ende kommt es mir jetzt so logisch vor, dass es mir fast ein wenig langweilig war. Wobei langweilig das falsche Wort dafür ist, wohl eher vorhersehbar. Iris ist nie auf ein Hindernis gestoßen, bei dem ich mir denken musste: “Ui, das war’s jetzt für sie. Da kommt sie nicht mehr raus.” Nie hatte ich das Gefühl, dass Iris in Gefahr schweben kann. Was jeder für sich entscheiden kann, ob es ein guter oder schlechter Punkt ist. Ich bin kein Fan davon. Dann spielt noch die Liebesgeschichte von Iris und Victor, dem Sohn des Earl von Kettlewood, betont eine Rolle in dem Buch. Die war mir ein wenig zu schmalzig und zu sehr Liebe auf den ersten Blick. Viele mögen das, ich bin nicht unbedingt der Fan davon. Einerseits finde ich aber, dass es in diese Zeit ganz gut gepasst hat, weswegen ich nicht wirklich böse darauf bin, dass dem Teil so viel Beachtung geschenkt wurde. Victor kam mir als Charakter auch zu glattgestrichen vor, wie ein Spiegel. Rückblickend gesehen waren Iris und Victor auch die einzigen Charaktere für mich, die wirklich ins Augenmerk genommen wurden und von denen ich das Gefühl habe, besser zu kennen. Schreibstil Den Schreibstil mochte ich sehr gerne, er hat mich dazu bewegt, stetig und sehr freudig weiterzulesen. Maja Ilisch verwendet keine unnötigen, unlogischen Beschreibungen, um etwas besser klingen zu lassen, was meiner Meinung nach heutzutage im englischen Young Adult Genre sehr häufig passiert. Die Geschichte hat mich genug gefesselt, dass ich weiterlesen wollte und ich war auch zu keinem Zeitpunkt von den Charakteren genervt. Fazit Ich gebe Die Spiegel von Kettlewood Hall von Maja Ilisch 4 von 5 Sterne. Einerseits weil ich mir mehr Höhepunkte erwartet hätte, andererseits wirkte das Buch auf mich anfangs so, als wäre es ziemlich gruselig, was es schlussendlich aber nicht war. Vielleicht habe ich mir zu viel Grusel erwartet ODER ich bin von Stephen King abgehärtet. Das Buch hat mich auf jeden Fall dazu bewegt, mehr von Maja Ilisch zu lesen und ich bin glücklich, über die LovelyBooks Leserunde gestolpert zu sein.

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  • Das Haus passt auf sie auf und sie auf das Haus

    Die Spiegel von Kettlewood Hall

    Lavendel3007

    28. February 2018 um 20:53

    >> "Was wenn ich bleibe?" fragte ich. Es hatte frech klingen sollen, doch heraus kam ein halb ersticktes Flüstern."Kettlewood hat Pläne mit Ihnen." Jedes Wort schien Toby größte Schwierigkeiten zu bereiten, aber er sprach weiter. "Man wird Sie glauben lassen, Sie wären am Zug. In Wirklichkeit werden Sie nur Teil eines abscheulichen Seelenschachers, und am Ende können Sie froh sein, wenn Sie Ihre Seele behalten, aber um welchen Preis? Bitte, Sie dürfen nicht mitmachen. Gehen Sie, solange Sie noch können. Ich würde Sie ans Ende der Welt bringen, doch ich kann mich nicht weit vom Haus entfernen... Ich versuche es, ich begleite Sie ein Stück, wenn Sie nur gehen..." Er sprach wie im Fieber. "Noch haben Sie es in der Hand, solange Sie keine der Schachfiguren angerührt haben."  (S. 125)<

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  • Interessante Story mit starken Charakteren

    Die Spiegel von Kettlewood Hall

    Mikepert

    24. February 2018 um 11:21


    Bei diesem Buch war ich hin und hergerissen. 
    Einerseits fängt mich die Autorin sofort ein und nimmt mich in die Zeit und in ihre Geschichte mit. 
    Andererseits driftet die Story manchmal in eine kleine banale Liebesgeschichte ab. 
    Den so oft beworbenen Grusel konnte ich leider nicht finden. 
    Ansonsten ein sehr kurzweiliges und interessantes Buch.

  • Leserunde zu "Die Spiegel von Kettlewood Hall" von Maja Ilisch

    Die Spiegel von Kettlewood Hall

    Maja_Ilisch

    Liebe Freunde gepflegten Grusels, alter Herrenhäuser und halbblinder Spiegel,ich möchte euch einladen, mit mir nach Kettlewood Hall zu reisen, wo hinter den Spiegeln etwas lebt und die Dinge nicht sind, wie sie scheinen. Keine Angst - die Bewohner von Kettlewood Hall sind freundliche Leute. Ganz reizend, wirklich. Und sie hüten auch kein dunkles Familiengeheimnis, nein, ganz sicher nicht! Das alte Schachspiel in der Bibliothek - beachtet es nicht weiter. Was soll das heißen, die Figuren standen eben noch ganz anders? Lächerlich!Nach meinem Debütroman »Das Puppenzimmer«, erschienen 2013, freue ich mich nun, euch meinem zweiten Gaslichtroman, »Die Spiegel von Kettlewood Hall« vorzustellen. Erschienen ist dieses Buch … gerade eben! Während ich diese Zeilen tippe, die ist E-Book-Version des Buches bei den Onlinehändlern freigeschaltet worden, wo sie bis Ende Februar noch zum Sonderpreis erhältlich sein wird. Die Druckausgabe erscheint dann im April.Zur Einstimmung; Der Klappentext Was wohnt in den Spiegeln von Kettlewood Hall? England 1886: Kettlewood Hall. Mehr als den Namen kennt Iris nicht. Ihre Mutter verliert kein Wort über das Herrenhaus, in dem sie früher als Dienstmädchen gearbeitet hat. Doch als Iris nach dem Tod ihrer Mutter eine kostbare alte Schachfigur findet, ahnt sie, woher diese stammt. Iris träumt von einem besseren Leben als dem einer Fabrikarbeiterin, und diese Figur ist der Schlüssel dazu – und dem Geheimnis ihrer eigenen Herkunft. Nur mit ihrer Hoffnung und der Schachfigur im Gepäck macht Iris sich auf den Weg nach Kettlewood. Aber als sie dort wie ein lang verlorenes Familienmitglied empfangen wird, bleibt Iris misstrauisch. Seltsame Dinge gehen im Haus vor, und hinter den Spiegeln scheint etwas zu leben. Was verschweigen die Kettlewoods? Was hat es mit dem alten Schachspiel auf sich? Und ist Victor, der Sohn des Earls, wirklich so charmant, wie er sich gibt? Bevor sie weiß, wie ihr geschieht, ist Iris Teil eines Spiels um Leben, Tod – und Liebe. Zum Reinschnuppern: Die Leseprobe Um euch um eines der 20 E-Book-Freieexemplare, die der Knaur-Verlag uns freundlicherweise zur Verfügung stellt, zu bewerben, jagt mir ein bisschen Angst ein mit eurer Antwort auf die folgende Fragestellung: Wenn wir vor dem Spiegel stehen, fühlt es sich oft an, als wären wir nicht alleine. Da ist etwas im Augenwinkel, dort, wo man es nicht greifen kann, und verschwindet, sobald man versucht, es zu fixieren. Aber das Schlimmste, das ich mir vorstelle, im Spiegel zu sehen, ist - nichts. Ein leeres Zimmer, da wo eigentlich mein Spiegelbild sein müsste. Und vor welchem Anblick im Spiegel gruselt es euch am meisten? Ich freue mich auf eure zahlreiche Teilnahme! Alles Liebe Maja

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    • 397
  • Ein Haus, ein Schachspiel, ein Jahrhunderte altes Geheimnis

    Die Spiegel von Kettlewood Hall

    TodHunterMoon

    22. February 2018 um 23:43

    "Gruselige Bewegungen in den Spiegeln und ein magisches Schachspiel: Eine Schachfigur, der einzige Nachlass ihrer Mutter, weist der jungen Iris den Weg nach Kettlewood Hall. Tatsächlich wird sie weit freundlicher aufgenommen, als es der unehelichen Tochter einer Dienstmagd gebührt. Über die Rückkehr der Figur herrscht besondere Freude, vor allem bei Victor, dem Sohn des Earls, doch schon bald mutet das Verhalten der Hausbewohner seltsam an. Als Iris das Schachbrett entdeckt, zu dem der Springer gehört, macht sie einen Zug, der prompt am nächsten Tag beantwortet wird. Iris ahnt nicht, dass sie mit ihrem Leben spielt – und mit dem Victors." Maja Ilisch versteht es von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln.  Sie schickt den Leser gekonnt ins viktorianische England, indem sie sich der Ausdrucksweise der damaligen Zeit bedient und überzeugt mit einer wunderschönes Gaslight-Fantasy Geschichte. Was mir dabei am besten gefallen hat ist, das selbst ich als Grusel-Vielleser, bis zum Schluss nicht erahnen konnte, wie sich alle Puzzelteilchen zu einem großen Ganzen zusammen setzen. Man bekommt zwar Zug um Zug immer mehr Hinweise, die einen der Enthüllung des Geheimnisses langsam näher bringen, jedoch wird der entscheidende Zug erst am Ende gesetzt. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und deshalb 5 von 5 Sterne.

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  • Gelungene Mischung

    Die Spiegel von Kettlewood Hall

    rumble-bee

    22. February 2018 um 13:09

    Ich kannte die Autorin Maja Ilisch bereits von einem vorherhigen Buch, dem „Puppenzimmer“, welches eher in den Bereich der reinen Fantasy gehörte. Maja Ilisch hat sich weiterentwickelt, und hat dieses Buch, die „Spiegel von Kettlewood Hall“,  zu einer ansprechenden Mischung aus viktorianischem Grusel und Mystik gestaltet. Sie hat dabei Wert gelegt auf Atmosphäre und ausführliche Charakterisierung, was mir gut gefallen hat und die Sache recht „rund“ macht.Das Buch beginnt wie ein Roman von Dickens, mit einer langen Einleitungsphase, die im rauen London der beginnenden Industrialisierung spielt. Die 14jährige Iris Barling arbeitet in einer Fabrik, wird ausgenutzt, hungert, und ist  - eigentlich – jeder Perspektive auf eine glücklichere Zukunft beraubt. Doch sie wäre keine Helding von Maja Ilisch, wenn sie sich keinen Ausweg aus dieser Zwangslage suchen würde. Sie weiß nur wenig von ihrer Mutter – sie war angestellt in einem Herrenhaus, und hat von dort eine seltsame Schachfigur mitgebracht, die sie sorgsam versteckt hält. Mit Hilfe ihres Lehrers, Mr. Whitham, findet Iris den Namen des Herrenhauses heraus. Und eines Tages lässt sie alles hinter sich, um eben dort nach einer besseren Zukunft zu suchen – wenig ahnend, dass damit die Probleme erst anfangen…Die eher gemächliche Einleitung hat sich gelohnt, denn nun zahlt sich die gründliche Charakterisierung von Iris aus. Das Buch ist aus ihrer Perspektive in der Ich-Form geschrieben – vielleicht ein klein wenig untypisch für die viktorianische Ära, aber sehr lesbar gemacht. Iris macht im Buch eine ungeheure Entwicklung durch. Sie ist bei weitem nicht so ungebildet, wie es scheint. Sie besitzt eine „Herzensbildung“, die ihr mehr als einmal den Weg weist. Sie entdeckt, was es mit dem seltsamen Herrenhaus Kettlewood Hall auf sich hat. Und sie spielt das Spiel ihres Lebens – ein Schachspiel mit hohem Einsatz…Mehr möchte ich über den Inhalt eigentlich nicht sagen, denn der Reiz des Buches besteht gerade im langsamen Aufdecken geheimnisvoller Zusammenhänge. Sehr allmählich schleichen sich unheimliche Elemente in die Handlung ein. Da gibt es Alpträume, schemenhafte Gestalten, Dämonen, höllenhafte Wachhunde, ein verwunschenes Schachspiel, zugige Korridore, und eben alles, was man von viktorianischem Grusel so erwartet. Das Ende war dabei in keinem Falle vorhersehbar, und bietet eine ungewöhnliche Auflösung.Eigentlich habe ich nur zwei Kritikpunkte – wenn man es denn überhaupt so sagen will. Erstens spielt das Schachspiel die weitaus größere Rolle im Buch als die namensgebenden Spiegel. Das hat mich ansatzweise überfordert, da ich von Schach nun überhaupt keine Ahnung habe. Aber die Autorin hat den Verlauf immer noch recht verständlich geschildert. Das Wesentliche an der Auflösung ist auch für Schach-Neulinge nachvollziehbar. Zweitens gibt es im Buch eine Liebesgeschichte, die für mich persönlich nicht unbedingt notwendig war. Victor ist der Sohn des Earls von Kettlewood, und ich hätte ihn mir nach den ersten Kapiteln eigentlich sehr anders vorgestellt. Für mich war diese Figur nicht recht schlüssig, und der Liebeshandlung ganz offensichtlich untergeordnet. Aber das mögen andere Leser anders sehen.Insgesamt gebe ich dem Buch vier wohlverdiente Sterne von fünfen, für eine gelungene Mischung aus Grusel, einer sympathischen Heldin, und einer spannenden Auflösung.

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  • Die Spiegel von Kettlewood Hall

    Die Spiegel von Kettlewood Hall

    Nenatie

    21. February 2018 um 13:09

    InhaltNach dem Tod ihrer Mutter muss Iris alleine für ihren Lebensunterhalt sorgen. Eine Schachfigur und ein paar alte Klamotten ist alles was Iris bleibt. Doch die Schachfigur ist der Schlüssel zur Vergangenheit ihrere Mutter und birgt ein dunkels Geheimnis. Um das Geheimnis zu lüften macht sich Iris auf den Weg nach Kettlewood Hall. Dort herrscht zwar Freude über die Rückkehr der Figur doch das Anwesen und die Familie scheinen ein Geheimnis zu haben. In den Spiegeln nimmt Iris gruselige Bewegungen wahr und das Schachspiel zu dem der Springer gehört scheint magisch zu sein.MeinungDieses Buch habe ich in der Vorschau entdeckt und das Cover hat mich sofort neugierig gemacht. Auch der Klappentext klang sehr interessant. Jetzt hatte ich das Glück und durfte das eBook im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen.Meine Erwartungen waren recht hoch, versprochen wird "Gothic Fantasy im viktorianischen England". Ein Gaslight Roman vom Feinsten. Ich erwarte dann auch wirklich einige Gruselmomente. Keine Splatter einfach eine schön schaurige Geschichte bei der man Gänsehaut bekommt.Los geht es mit einem spannenden Prolog. Dann lernt man Iris kennen. Iris ist 14 und lebt in ärmlichen Verhältnissen im viktorianischen London. Sie muss hart arbeiten und bekommt dafür nur einen Hungerlohn. Man erfährt viel über sie, leider dauert es dann aber erst mal bis Iris überhaupt nach Kettlewood Hall kommt. Die ersten Kapitel lesen sich wie ein historischer Roman über ein armes Mädchen das in einer Fabrik grade so seinen Lebensunterhalt erarbeiten kann.In Kettlewood Hall kommen dann langsam die gruseligen Elemente in die Geschichte, erst sehr sacht gestreut. Hier ein Schemen im Spiegel, da ein ungutes Gefühl. Die Atmosphäre wird düsterer und langsam wird es gruselig. Was genau los ist weiß man lange nicht und Iris muss eigene Nachforschungen anstellen, was gar nicht so einfach ist. Toll fand ich, dass die Auflösung dann doch überraschen kann. Man hat immer eine Theorie aber bei vielem schafft es Maja Illisch den Leser an der Nase herumzuführen. Das Ende war dann sehr passend und überraschend.Iris war ein interessanter Charakter. Sie startet naiv und etwas nervig, macht aber eine tolle Wandlung durch. Die anderen Charaktere waren fast alle recht unnahbar und undurchschaubar.Der Schreibstil ist gut zu lesen. Maja Illisch kann den Leser in die Vergangenheit entführen und ab und an beschleicht den Leser auch ein ungutes Gefühl beim lesen. Allerdings gibt es auch viele Details die in die Geschichte verwoben wurden.Interessante und spannende Geschichte die langsam immer schauriger wird und dann ein toller Gaslicht-Roman wird.Danke an den Knaur-Verlag für das Leseexemplar und an Maja Illisch für die interessante Leserunde.

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    • 3
  • Düster , geheimnisvoll und romantisch

    Die Spiegel von Kettlewood Hall

    smaragdeidechse

    21. February 2018 um 09:48

    Maja Ilisch Die Spiegel von Kettlewood Hall Gaslight-Fantasy-Roman Das Cover ist ein echter "eye-catcher" , wie ich finde .Der Ausschnitt einen in Schachbrettmuster gefliesten Raumes ,mit Sicht auf einen altertümlich verzierten Spiegel .Im Spiegel sieht man die Rückenansicht eines Mädchens ,das auf ein Schloss oder Herrenhaus blickt .Das ganze ist in dunklen Tönen gehalten und vermitteltzusammen mit der Schrift eine geheimnisumwitterte Atmosphäre .Worum geht's ? Klappentext :Gruselige Bewegungen in den Spiegeln und ein magisches Schachspiel :Eine Schachfigur , der einzige Nachlass ihrer Mutter , weist der jungen Iris den Weg nach Kettlewood Hall .Tatsächlich wird sie weit freundlicher aufgenommen ,als es der unehelichen Tochter einer Dienstmagd gebührt .Über die Rückkehr der Figur herrscht besondere Freude ,vor allem bei Victor , dem Sohn des Earls , doch schon bald mutet das Verhalten der Hausbewohner seltsam an .Als Iris das Schachbrett entdeckt zu dem der Springer gehört ,macht sie einen Zug , der prompt am nächsten Tag beantwortet wird .Iris ahnt nicht , dass sie mit ihrem Leben spielt -und mit dem Victors .Was wohnt in den Spiegeln von Kettlewood Hall ? Düsterromantische Gothic-Fantasy im viktorianischen England aus der Feder von Maja Ilisch : Gaslight-Fantasy vom Feinsten !Meine Meinung :Bislang war mir "Gothic- oder Gaslight-Fantasy" kein Begriff ,aber da ich das Cover schon so toll fand , war ich natürlich neugierig geworden .Gespannt , was sich hinter diesem Genre verbirgt , machte ich mich ans Lesen des Romanes und ich muss sagen , ich bin begeistert !Wie schon das Cover und der Klappentext nahelegten , handelte es sich um eineetwas gruselige und düster-romantische Geschichte zu der ich sofort Zugang fand .Die Autorin versteht es ihre Leser zu fesseln und in ihren Bann zu ziehen .Sie hat eine ganz wundervolle Art sich auszudrücken und das Buch ist voller Spannung und Rätseln bis zum Schluss .Eine ganz atemberaubende Story , von der ich wirklich hingerissen bin .Sehr gerne habe ich die 14-jährige Iris auf ihrem Abenteuer begleitetund ich fand mich in einer absolut gut recherchierten und auch sehr gut durchdachtenund detailreichen Geschichte wieder .Ich konnte mir aufgrund der herrlichen Erzählkunst von Maja Ilisch alles sehr gut vorstellen und habe mit Iris gebangt und gefiebert und auch wenn ich nichts von Schachspielen verstehe , konnte ich  doch selbst der Schachpartie ohne Probleme folgen und fand sie sehr aufregend !Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und ich finde es sehr empfehlenswert !Ein absolut gelungenes Werk , das 5 Sterne mehr als verdient hat !

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  • Unheimliche Vorkommnisse im düsteren Herrenhaus

    Die Spiegel von Kettlewood Hall

    Gise

    20. February 2018 um 14:00

    Iris wächst auf in äußerst ärmlichen Umständen in Leeds Ende des 19. Jahrhunderts. Sie muss hart arbeiten, trotz ihrer erst 14 Jahre, umso mehr, als ihre Mutter vor kurzem gestorben ist. Iris‘ einziges Erbe ist eine Schachfigur und der Namen des Herrenhauses, aus dem diese Spielfigur stammt. Mit Hilfe ihres Lehrers findet Iris heraus, wo Kettlewood Hall liegt, und reist dorthin, weil sie ihren Vater dort vermutet. Im Herrenhaus wird sie empfangen wie ein verlorenes Familienmitglied, die Schachfigur darf an den Platz zurück, der ihr seit 14 Jahren zusteht. Doch als Iris in dieses Schachspiel einsteigt, ahnt sie noch nicht, was sie damit in Gang gesetzt hat – und schon bald ist sie in einem Spiel um Tod und Leben…Die Geschichte beginnt wie ein historischer Roman, der Ende des 19. Jahrhunderts spielt, das mühevolle Leben der Arbeiterkinder ist sehr realistisch dargestellt. Die Autorin Maja Ilisch versteht es, den Leser in die damalige Zeit hinein zu versetzen, ihre Recherchen zu den damaligen Gegebenheiten sind äußerst akribisch. Nach und nach kommen dann aber die mystischen Faktoren ins Spiel, erst nur allmählich, dann aber mit Riesenschritten, und schon ist der Leser genauso wie Iris am Rätseln, was in Kettlewood Hall vorgeht. Wer ist ihr freundlich gesonnen, von wem kann sie Hilfe erwarten? Iris wächst an den Aufgaben, die das Haus und die Familie für sie bereithält. Die Auflösung ist, nach einigen überraschenden Wendungen, äußerst überraschend, ich hatte damit überhaupt nicht gerechnet. Die Verbindung von historischen Gegebenheiten, mystischen Elementen und einer äußerst spannenden Geschichte finde ich äußerst gelungen. Das Buch selbst wollte ich gar nicht aus der Hand legen, so sehr hat es mich in seinen Bann gezogen. Von mir gibt es begeisterte fünf von fünf Sternen sowie eine unbedingte Leseempfehlung!

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  • Reiche Zwischentöne

    Die Spiegel von Kettlewood Hall

    Monkberg

    19. February 2018 um 11:27

    Die Spiegel von Kettlewood Hall beginnt atypisch für einen Horrorroman - wenn man das Buch kategorisieren möchte, dann  letztlich doch als Beispiel für dieses Genres und um es gleich im Voraus zu sagen: als gutes. Doch bis die Heldin das Schloss erreicht, in dem es dann fast wider Erwarten tatsächlich spukt, sehen sich Leser mit anderen, leider Gottes realen, sehr schrecklichen Zuständen konfrontiert.Iris, die Heldin des Romans, hat es im Leben nicht leicht. Sie gehört zu den Underdogs der englischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts, sie arbeitet in einer Spinnerei, die Arbeit hat sie verstümmelt, sie ist arm, kaum gebildet und unehelich geboren. Ihre Mutter ist tot, ihre Großmutter hasst sie und sie weiß, früher oder später wird sie sich verkaufen müssen. Es geht kaum noch schlimmer.Man bangt mit Iris, hofft, dass sich endlich ein Lichtstahl zeigt, ein kleiner Hoffnungsschimmer in der Misere .  Tatsächlich besitzt Iris etwas, ihre Mutter hat ihr eine Schachfigur hinterlassen, und die führt sie nach einigen Umwegen nach Kettlewood Hall. Dort, so hofft sie, wird sie endlich ein besseres Leben finden.Es ist ein Verdienst der Autorin, dass sie die Hoffnungen ihrer Heldin niedrig ansetzt. Ich fühlte mich ein wenig an Eliza Doolittle erinnert "nur ein Zimmerchen irgendwo". Ja, und warme Füße und genug im Magen, um nicht vor Hunger umzukippen. Iris bekommt das alles, Zimmer, Nahrung und Kleidung und alle Bewohner des Herrenhauses, die Lords und Ladys und die jungen Damen sind (zunächst) so nett zu ihr, weil sie die verlorene Schachfigur zurückgebracht hat, dass ich als Leserein misstrauisch wurde. Auch das muss man Maja Ilisch unbedingt positiv anrechnen: Es gelingt ihr, die Horrorelemente unmerklich einzuführen und die Spannung nur sehr langsam zu steigern. Für Hollywood mit seiner Gier nach Splatter-Action ist dieser Roman sicher nichts, das heißt, nicht für das heutige Hollywood. Wer an Gaslicht mit Ingrid Bergmann und Charles Boyer denkt - ein Film, der einer ganzen Gattung den Namen gegeben hat: genau diese sanfte Stimmung, dieser Suspense gelingt der Autorin.Nichts ist in Kettlewod Hall wie es scheint, alle Hausbewohner spielen Rollen und alle zwingen Iris dazu, all ihren Witz anzustrengen und all ihren Mut, bis sie das Rätsel des Herrenhauses löst. Welches dies ist, beziehungsweise, welchen Schachzug sie letztlich anwendet, werde ich hier nicht verraten.  Der Roman ist so gut durchkomponiert, dass es einfach nur schade wäre, weiteren Lesern und es werden hoffentlich viele sein, die Spannung zu nehmen.

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