Maja Lunde Die Geschichte der Bienen

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Inhaltsangabe zu „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde

England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock. Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden. China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit. Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?

Interessantes Thema, aber ich hätte etwas mehr Zusammenhang zwischen den Epochen erwartet.

— sanrafael

Eine berührende Geschichte mit einem wichtigen Thema! Leider kamen mir die Charaktere zu kurz...

— ricysreadingcorner

Interessante Idee, leider war mir der Roman zu langweilig.

— campino246

Die Geschichte der Bienen konnte mich leider nicht begeistern

— Wuestentraum

Dieses Buch sollte Pflichtlektüre in den Schulen werden! Verstörender Inhalt, unglaublich interessant und lehrreich

— sahni

Ein spannendes, interessantes Buch, das zum Nachdenken anregt. Das Thema geht uns alle an!

— Silbendrechsler

Interessante Geschichte über die Bienen und seinen Anhängern. Einigermaßen sympathische Charaktere. Schreibstil top!

— Pagina86

Sehr lesenswert!

— YvonneKaeding

Grossartig! Bewegend! Ein weiteres Jahreshighlight!!!

— kingofmusic

Ein brandaktuelles Thema. Sticht aus der Masse der Neuerscheinungen auf jeden Fall positiv heraus.

— frauendielesen

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Kukolka

Hammerharte Realität, hammerhart erzählt. aber Umsetzung + Stil waren leider nicht so mein Fall. Sehr distanziert. Dennoch grausame Realität

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    Die Geschichte der Bienen

    Giselle74

    20. October 2017 um 17:52

    Drei Zeitebenen, drei Schicksale, umklammert und verbunden durch die Bienen. Da wäre zum einen in den 1850igern der Samenhändler und Biologe William, der durch die Beschäftigung mit den Bienen seinen Lebenswillen zurückerhält und seine ganze Kraft in die Erfindung des perfekten Bienenkorbes legt. Dann lesen wir über den Imker George, den Beginn des Bienensterbens und wie es diesem Berufszweig abrupt den Boden unter den Füssen wegzieht. Und schlußendlich finden wir uns im Jahre 2098 wieder, wo es längst keine Bienen mehr gibt und alle Berstäubungsarbeit per Hand geschehen muss. Dort folgen wir der Arbeiterin Tao, deren Sohn einen merkwürdigen Unfall erleidet. Maja Lunde gelingt, was so mancher Biologielehrer sich wünschen würde: sie erweckt ein echtes Interesse an Bienen und ihrer Lebensweise. Und versteckt in ihrem Roman auch einiges an Fachwissen zu diesem Thema, ohne jemals in Vortragston zu verfallen oder langatmig zu werden. Der Roman liest sich flüssig, ist an den richtigen Stellen spannend und erweckt auch die Zukunft in glaubwürdigem Maße. Für mich ungewohnt war, dass auch die Tatsache, dass ich kaum einen Charakter des Buches mochte, die Lesefreude kaum gemindert hat. Ja, ich gestehe, ich fand wirklich fast alle Personen eher unsympathisch und es hat mich nicht gestört, nur gewundert. Schlußendlich ist wohl das Schicksal der Bienen so spannend, dass das keine Rolle spielte. Der Roman funktioniert daher so gut und ist so eindringlich, weil man eben weiß, dass die ersten beiden Erzählebenen auf Tatsachen beruhen und die Zukunftsvision wahrscheinlich gar nicht soweit entfernt von der Realität ist. Denn wie freundlich kann eine Welt ohne bestäubende Insekten schon sein? Und so bleibt die Hoffnung, dass dieses Buch etwas in den Köpfen bewegt und den Lesern die Dringlichkeit dieses Themas bewußt macht, damit die Zukunftsvision eben genau das bleibt, eine Vision, etwas das hätte sein können, aber gottseidank nie so geschehen ist...

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  • Eine berührende Geschichte mit einem wichtigen Thema!

    Die Geschichte der Bienen

    ricysreadingcorner

    17. October 2017 um 22:28

    Inhalt„Die Geschichte der Bienen“ ist die Geschichte dreier Familien und der ganzen Menschheit verbunden durch die Bienen.William ist ein Familienvater, Saatguthändler und Naturforscher im 19. Jahrhundert, der ausgelöst durch die fehlende Anerkennung seines Mentors in eine tiefe Depression verfallen ist und seit einiger Zeit das Bett nicht mehr verlässt. Erst als ihm durch Zufall ein Buch über die Bienen in die Hände fällt, eine Spezies mit der sich seine Forschung schon zuvor näher befasst hatte, schöpft er wieder Energie, um weiterzumachen – vor allem für seinen Sohn Edmund, den er versucht auch für die Forschung zu begeistern. Aber Edmund ist bereits dem Alkohol verfallen und zeigt kaum noch Interesse an irgendetwas außer seinem Bett und billigen Partys. Seine Tochter Charlotte hingegen beginnt die Bienen zu studieren und ihren Vater zu unterstützen.George betreibt im Jahr 2007 eine große Imkerei in Ohio, von der er und seine Familie ganz gut leben können und die, wie er hofft, irgendwann von seinem Sohn Tom weitergeführt wird. Doch Tom ist am College und entwickelt sehr viel mehr Interesse für die Literatur und für umweltpolitische Themen als für die alte Bienen-Farm seines Vaters. Einmal im Jahr fährt George auch mit seinen Bienen zu einem befreundeten Blaubeer-Farmer, damit seine fleißigen Helferlein dort die Blüten bestäuben, eine Praxis, die andere Imker noch sehr viel exzessiver durchführen. Die Saison beginnt gut, doch dann findet er einen Bienenstock nach dem anderen leer vor…das große Bienensterben, der sogenannte CCD – Colony Collapse Disorder hat begonnen und leitet damit einen Wandel in der Welt ein, der in der Zukunft als der Kollaps bezeichnet werden soll……einer Zukunft im Jahr 2097, in der Tao mit ihrem Mann Kuan und ihrem Sohn Wie-Wen in einer kleinen Wohnung in China wohnt. Eine Zukunft, in der es keine Bienen mehr gibt, in der aufgrund der fehlenden Bestäubung und der somit fehlenden Pflanzen eine enorme Nahrungsmittelknappheit herrscht. Im Gegensatz zu Amerika und Europa hat China es geschafft die Handbestäubung durch Menschen durchzusetzen. Ein mühsamer Job, der aber auch Taos Lebensunterhalt sichert. An einem ihrer wenigen freien Tage passiert jedoch bei einem gemeinsamen Picknick etwas mit ihrem Sohn. Sie ließen ihn nur kurz aus den Augen und als sie ihn wiederfinden, ist er leichenblass und kann kaum atmen. Er wird mit einem Krankenwagen abgeholt und weggebracht…was mit ihm geschehen ist, will ihnen niemand sagen und so macht sich Tao auf die Suche nach Wei-Wen und nach der Wahrheit.Meine MeinungDie Idee hinter diesem Buch ist originell und sehr interessant. Es greift ein unglaublich wichtiges Thema auf, das meiner Meinung nach öffentlich noch viel zu wenig diskutiert wird. Der Colony Collapse Disorder ist keine Fiktion sondern durchaus problematische Realität. Genaue Ursachen können oft nicht wirklich festgestellt werden, aber auch Pestizide, Monokulturen und die Varroamilbe, die sich immer weiter ausbreitet, sind Realität und werden in diesem Roman als die Hauptursache angeführt.Wenn es keine Bienen mehr gibt, werden keine Blüten mehr bestäubt, folglich gibt es keine Früchte mehr und Pflanzen können sich auch nicht mehr vermehren. Wenn es keine Pflanzen mehr gibt, können auch die ganzen Schweine und Rinder mehr gefüttert werden…wer dann am Ende dran glauben muss, kann sich jeder denken.Diese Entwicklung über mehr als zwei Jahrhunderte anhand von familiären Schicksalen zu erzählen, die irgendwie mit den Tierchen verbunden sind, ist eine schöne und interessante Art, dieses ernste Thema aufzugreifen.Leider hatte ich das Gefühl, dass wir bei den drei Familien nur an der Oberfläche kratzen. Die Charaktere werden nur knapp beschrieben und vor allem durch ihre Funktion im Buch definiert: Ihr Leben wird durch die Bienen bestimmt!Tao ist die einzige Protagonistin, durch die ein bisschen Spannung aufkommt, die Stärke zeigt und bei deren Geschichte ich als Leser richtig mitgefiebert habe.Der Roman ließ sich dank eines einfachen Schreibstils flüssig lesen und obwohl oft die Spannung fehlte, und ich die Charaktere als sehr flach wahrgenommen habe, konnte ich ihre Verzweiflung gut verstehen. Gerade bei George, für den seine Bienen der Lebensinhalt und nicht nur Existenzgrundlage sind, konnte ich sehr gut mitfühlen, als er die Kästen öffnet und feststellen muss, dass sie weg sind. Die häufigen Perspektiv- und Zeitwechsel führten zudem zu einem hohen Tempo der Erzählung und ließen keine Langeweile aufkommen. Mir hat sehr gut gefallen, dass man so immer mehr Zusammenhänge entdecken konnte.Außerdem wird einem dadurch erschreckend bewusst, wo wir bereits stehen, wohin unsere heutige Landwirtschaft führen kann und dass sich schnell etwas ändern muss.Nachdem die Geschichte anfänglich lange so vor sich hin geplätschert ist, kam mir das Ende dann etwas zu schnell, unerwartet war es für mich hingegen keineswegs. Mir war ziemlich direkt klar wohin die Geschichte führen würde. Ich war daher etwas enttäuscht, dass wir nicht noch ein bisschen mehr erfahren haben. Der Kollaps selber wird zum Beispiel nur als geschichtliches Ereignis angesprochen. Es wird erklärt, dass China die Krise durch die Handbestäubung weltweit am Besten abwenden konnte, aber was aus dem Rest der Welt geworden ist bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. Die schockierende apokalyptische Atmosphäre, die dem Thema noch einmal Nachdruck verleihen würde, blieb somit aus. Einen nur kurzen Einblick erhaschen wir, als Tao versehentlich in die Randbezirke Pekings gerät…FazitIch kann auf jeden Fall empfehlen, dieses Buch zu lesen. Alleine wegen des Themas und seiner Relevanz ist es meiner Meinung nach ein Buch, dass sich jeder mal zu Gemüte führen sollte. Großartige Spannung oder eine toll ausgebaute Familiensaga sollte man aber nicht erwarten. Trotz einiger Kritikpunkte habe ich das Buch sehr gerne und zügig gelesen und immer wieder mit Freude zur Hand genommen. Auch wenn mich die Charaktere nicht hundertprozentig Überzeugen konnten, so haben mir die Bienen umso mehr am Herzen gelegen und ich wurde umweltpolitisch noch einmal richtig wachgerüttelt und berührt.

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  • Bienen früher, heute und in Zukunft

    Die Geschichte der Bienen

    campino246

    16. October 2017 um 11:33

    Es gibt 3 Erzählstränge. Einer spielt in der Vergangenheit, der nächste in der heutigen Zeit bei einem Imker und der dritte in der Zukunft bei Tao, die als Bestäuberin arbeitet.Die Grundidee des Buches trifft natürlich gerade einen Trend. Vom Bienensterben hat man schon gehört und das Cover ist in seiner Schlichtheit ein echter Eyecatcher.Ich verstehe nicht, warum das Buch die Bestsellerlisten anführt. Ich finde es fehlt der Spannungsbogen und gerade die Zukunft ist mir zu oberflächlich dargestellt. Der Blick in die Zukunft wäre für mich das spannendste gewesen, aber hat mich nicht überzeugt. Die Geschichte aus der Gegenwart war mir zu oberflächlich und gegen Ende hin ging es zu schnell. Insgesamt fehlten mir in allen Geschichten Emotionen und Dramatik. Auch Tao, die ja voll von Emotionen sein müsste, konnte mich nicht mitreißen.Fazit: Eine wirklich tolle Grundidee, die den Zeitgeist trifft und gut vermarktet wird. Letztendlich konnte mich das Buch aber nicht begeistern.

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    • 3
  • Die Geschichte der Bienen

    Die Geschichte der Bienen

    Wuestentraum

    16. October 2017 um 08:02

    "Drei Familien, getrennt durch Jahrhunderte, unauflöslich verbunden mit der Geschichte der Bienen". Dieser Roman handelt von drei unterschiedlichen Familien aus verschiedenen Jahrhunderten. William, England 1852, lebt mit seiner Frau, vielen Töchtern und einem Sohn in einer kleinen Stadt. Er ist Saatguthändler und war früher Student und forschen war sein Leben. Seinen Mentor hat er früh enttäuscht, da seine Frau viele Kinder nacheinander bekam und William die Familie ernähren musste. Also eröffnete er seinen Saatgutladen und gab die Forschung auf. Bis er auf die Idee kam, einen Bienenstock zu bauen, den die Welt noch nicht gesehen hat. Der den Bienen genug Freiraum ließ und den Forschern viel Einblick in das Bienenleben. Und er damit viel Geld verdienen kann. Doch nach großen Mühen erlebt er eine Enttäuschung nach der anderen.Tao aus China, 2098, die mit ihrem Mann Kuan und ihrem Sohn Wei-Wen ihrem Job als Bestäuberin nachgeht, weil es keine Bienen mehr gibt. Damit das Land nicht verhungert und die Bienen keine Obstbäume mehr bestäuben können, damit Früchte wachsen, müssen es die Menschen selber tun. Eines Tages, als Tao mit ihrem Mann und Sohn ein Picknick am Wald macht, passiert ihrem Sohn Wei-Wen etwas und er wird vom Rettungsdienst sofort weggebracht. Plötzlich wird alles abgeriegelt und das Militär taucht auf, welches hohe Zäune aufstellt. Niemand weiß, was passiert ist. Und Tao erfährt von den Ärzten nicht, was ihrem Sohn zugestoßen ist. Und dann wird Wei-Wen auch noch verlegt und man sagt ihr nicht, wohin. Sie macht sich auf eine lange Suche nach ihrem Sohn. George, Ohio 2007. Seine Familie besteht seit Jahrzehnten aus Imkern. Auch George ist mit Leib und Seele Imker und er wünscht sich, dass sein Sohn Tom eines Tages den kleinen Betrieb übernehmen wird. Doch Tom zieht es zum Journalismus. Und eines Tages sind plötzlich die Bienen verschwunden. Ein Albtraum beginnt. Der Schreibstil der Autorin hat mir nicht so gut gefallen, ich konnte nicht immer flüssig lesen, musste zurückgehen und manche Passagen öfter lesen. Auch war mir die Geschichten teilweise zu langatmig und ausschweifend erzählt. Zur Hälfte des Buches überlegte ich, abzubrechen, da ich das Gefühl hatte, es passiert nicht aufregend viel, habe aber dann doch bis zum Ende gelesen. Man erfährt einiges über die Bienen, aber ansonsten schleppte sich die Geschichte zäh dahin.Fazit:Leider konnte mich dieser Roman nicht fesseln oder berühren. Die Geschichten waren für mich zu langatmig und zu ausschweifend erzählt. Leider nur 3 Sterne von mir.

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  • Die Geschichte der Bienen- erschreckend

    Die Geschichte der Bienen

    Pagina86

    04. October 2017 um 16:42

    Den Beststeller "Die Geschichte der Bienen"  hat die norwegische Autorin Maja Lunde verfasst und erschreckend umgesetzt. Von der Autorin hatte ich bisher noch nichts gehört. Die Handlung besteht aus 3 Erzählungen aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft,  die jeweils miteinander verwoben worden sind. Das wird später erst sichtbar. Die jeweiligen Protagonisten der Erzählungen George, William und Tao erzählen ihre Geschichten in der Ich-Form. Ich konnte ihre guten sowie schlechten Eigenschaften kennenlernen. Leider waren die Hauptprotagonisten nicht immer sympathisch, die Nebenprotagonisten waren wiederum klasse beschrieben. Der Schreibstil ist schon gut zu lesen, aber für die 508 Seiten brauchte ich Ruhe und Zeit. Es ist schon mal ein Vorgeschmack, wenn die Menschheit so weiter macht wie bisher. Die Zukunft ist sehr erschreckend. Fazit interessant, abschreckend, informativ & ernst

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  • Summ summ summ

    Die Geschichte der Bienen

    kingofmusic

    29. September 2017 um 09:53

    …Bienchen summ herum! Wer kennt es nicht, das honigsüße Kinderlied (aus Kindergarten, Oma´s Gesangbuch usw.)? Im weiteren Verlauf heißt es „Ei, wir tun dir nichts zuleide…“ – diese Zeile wird allerdings in dem Buch „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde (leider) ad absurdum geführt. Die norwegische Autorin verbindet in ihrem (zu Recht) hoch gelobten und gefeierten Roman drei Familienschicksale mit der Geschichte der Bienen (in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft) und spart dabei nicht an offener und versteckter Sozialkritik. So muss beispielsweise der Samenhändler William, der Protagonist aus der Vergangenheit, immer und immer wieder Rück- und Nackenschläge verkraften, wenn er einen vermeintlich innovativen Bienenstock „erfindet“, den es aber schon längst gibt und ein Patent darauf angemeldet wurde. Seine Geschichte berührt vor allem durch eine (für die damalige Zeit) wie ich finde etwas untypische Vater-/Tochterbeziehung und die (letztlich) daraus resultierende Kraft, immer wieder aufzustehen.  George betreibt in der Gegenwart eine Bienenfarm in Ohio und muss während des sogenannten „Colony Colapsed Disorder“ (CCD) mit angucken, wie ein Großteil seiner Bienen stirbt und ihm die Existenzgrundlage entzogen wird. Sein „abtrünniger“ Sohn Tom verkriecht sich lieber hinter seinen Studienbüchern und möchte Journalist werden statt die Familientradition weiterzuführen und die Farm zukunftsfähig zu machen.  In der Zukunft (2098) begleiten wir die Arbeiterin Tao schließlich in das dystopische Peking auf der Suche nach ihrem Sohn Wei-Wen, der nach einem mysteriösen „Unfall“ auf einem Familienausflug und der Versorgung im Krankenhaus verschwindet. In diesem Part der Geschichte werden besonders viele Fragen nach dem Umgang mit alten Menschen, dem Verfall der Städte (die düstere Atmosphäre des dystopischen Pekings kommt sehr intensiv rüber und hat mich ziemlich gefesselt!) und der Zukunft der Menschheit gestellt. Über allen drei Handlungssträngen, die in einem großartigen Finale ihren Höhepunkt finden und bei der auch noch die ein oder andere (offene) Frage beantwortet wird, schwebt wie das Schwert des Damokles die systematische Vernichtung der Bienen, der Umwelt und den grundlegenden Werten des Menschen und bildet somit das (Gedanken-)Gerüst für den Leser, sich die Bedeutung der Bienen für jeden einzelnen von uns (neu) bewusst zu machen. Großartige Geschichte, die nachhallt! „Bildung handelt davon, sich selbst zu trotzen, der eigenen Natur, den Instinkten zu trotzen…“ (S. 442)

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  • "Die Geschichte der Bienen" - Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen

    Marjuvin

    25. September 2017 um 20:36

    Klappentext: England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock. Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden. China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit. Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen? Rezension: Ich bin ja immer ein wenig skeptisch, wenn ein Buch zu sehr gehypt wird, weshalb ich auch hier zuerst zögerte. Aber völlig zu unrecht - dieses Buch ist eine Perle! Dass die Thematik brandaktuell ist leugnet wohl niemand, aber auch die Umsetzung der Idee ist ganz wunderbar gelungen. Die Autorin verknüpft die drei Zeit- und Handlungsstränge gekonnt und bleibt dabei ganz unaufgeregt. Das Buch kommt ohne Effektheischerei aus, was mir wirklich zusagt. Unbedingt lesen!!

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  • Ernste Seite der Bienchen- und Blümchentheorie

    Die Geschichte der Bienen

    Peebee7474

    23. September 2017 um 08:10

    Maja Lunde schreibt in wunderbaren teils poetisch klingenden Sätzen, die einen leicht abtauchen lassen in die Welt der Bienen. Durch den Wechsel der Jahrhunderte und der Geschichte der einzelnen Familien bleibt es spannend. Am Ende spürt man wie sich der Kreis schließt und man wird nachdenklich ob der korrekt recherchierten Fakten des Bienensterbens von 2007. Ein ebenso interessanter Handlungststrang ist die jeweilige Eltern- Kind- Beziehung in den drei Familien, die die unterschiedlichen Generationen- und Gesellschaftsprobleme der jeweiligen Jahrhunderte reflektiert. Absolut lesenswert!

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  • Lasst die Bienen fliegen

    Die Geschichte der Bienen

    JenWi90

    16. September 2017 um 18:25

    Die Geschichte der Bienen ist ein Roman von Maja Lunde.Das Buch handelt, wie der Titel es schon verspricht, von Bienen. Wir begegnen in dem Buch drei verschiedenen Storys in unterschiedlichen Zeiten. Von der Vergangenheit bis in die Zukunft. Es geht um eine Welt mit und ohne Bienen, Arbeit mit und ohne Bienen und generell um das Leben, welches ohne Bienen nicht lebenswert zu sein scheint.Zum Anfang muss man sich in die Geschichten der einzelnen Personen einlesen und die jeweiligen Namen und Verbindungen aufbauen. Gegen Ende des Buches gibt alles jedoch einen schönen Zusammenhang.Die Geschichte der Bienen beinhaltet vor allem Trauer - Trauer um etwas verlorenes und Trauer um etwas Geschehenes. Doch vermittelt das Buch in allen Kapiteln, egal ob von Trauer geprägt oder nicht, etwas sehr Wichtiges: die Hoffnung.Die Hoffnung spielt in allen Kapiteln, egal in welchem Jahr es spielt, eine zentrale Rolle. Maja Lunde schafft es durch die abwechselnden Perspektiven und Geschichten die Leser stets bei Laune zu halten und die Hoffnung auf ein gutes Ende nicht aufzugeben.Persönlich gefällt mir der Schreibstil, wobei es mir anfangs schwer fiel, der Geschichte zu folgen. Hat man sich jedoch erst einmal eingelesen, fliegt man durch die Geschichte und fängt an zu denken. Ja einfach über das Ganze nachzudenken. Ohne Bienen gibt es keine Welt wie wir sie kennen. Wir brauchen die kleinen Arbeiter um uns selbst ernähren zu können. Diese Erkentniss vermittelt dieses Buch zu 100%. Und daher finde ich auch, sollte jeder dieses Buch einmal gelesen haben. Viele haben vielleicht den Bezug zur Natur verloren oder vergessen was die Natur bedeutet. Dieses Buch hilft uns uns wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren.Ich kann das Buch nur empfehlen und wünsche allen Lesern eine ebenso erkenntnisreiche Reise zur die Zeiten.

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  • Interessant, aber nicht fesselnd

    Die Geschichte der Bienen

    Jashrin

    14. September 2017 um 09:29

    “Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.” Albert Einstein Dieser Satz wird vielfach zitiert, auch wenn nicht wirklich belegt ist, das Einstein sich jemals derart über Bienen geäußert hat. Doch er passt fast perfekt zu Maja Lundes Roman. „Die Geschichte der Bienen“ wird in drei Erzählsträngen erzählt und beschäftigt sich mit der Frage, welche Bedeutung die Bienen für unser Leben haben.  Der englische Samenhändler William setzt 1852 alles daran, einen neuartigen Bienenstock zu entwickeln und die Bienen zu erforschen. Seine Beschäftigung mit den Insekten hilft ihm wieder mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln. Mehr als hundert Jahre später versucht der Imker George in Ohio seinen Sohn davon zu überzeugen, den Betrieb später einmal zu übernehmen, auch wenn Toms Interessen eher beim Journalismus liegen. Doch als ein weitreichendes Bienensterben einsetzt, scheint der Beruf des Imkers bald keine Option mehr zu sein. 2098 verbringt Tao ihre Tage damit, Blüten von Hand zu bestäuben. Es ist ein hartes Leben, doch das Aussterben der Bienen hat viele Veränderungen mit sich gebracht. Maja Lunde erzählt ihre Geschichte in sehr ruhiger Art und Weise. Auch dramatischere Szenen, wie etwa Taos verzweifelte Suche nach ihrem Sohn, bilden da keine Ausnahme. Daher war das Buch über weite Teile für mich zwar interessant, aber nicht fesselnd, so dass es mir nie schwer fiel das Buch aus der Hand zu legen.  Das ist wirklich schade, da ich die Grundidee des Buches sehr gut finde. Einerseits wird eine Geschichte erzählt, in der es um Hoffnung, um Verlust und um die ganz persönlichen Sorgen innerhalb der Familien geht, andererseits geht es auch um die Frage, wie weit wir in die Natur eingreifen sollen und dürfen. Die Bienen sind das verbindende Glied über die Jahrhunderte hinweg. Während William die Bienen erforscht und hofft, über seine Arbeit wieder wissenschaftlich erfolgreich zu sein, bedeuten die Bienen für George das tägliche Brot. Er pflegt seine Bienen, fährt mit den Bienenstöcken übers Land, damit sie bei den Bauern die Pflanzen bestäuben, und er würde gerne expandieren, als plötzlich das Bienensterben einsetzt. Auch für Tao spielen die Bienen eine wesentliche Rolle und das gleich in doppelter Hinsicht. Ihre Arbeit, die mühselig und eintönig ist, haben einst die Bienen mit lautem Gesumm erledigt, doch das ist nicht alles: auf völlig unvorhersehbare Weise verändern die Bienen auch Taos Zukunft auf dramatische Weise. Ich finde es unglaublich schwer, über dieses Buch zu schreiben. Einerseits war es wirklich interessant und ich fand es spannend, dass es diesmal ein Roman ist, der sich mit dem Bienensterben auseinandersetzt und kein weiterer Fachartikel über CCD (Colony Collapse Disorder), trotzdem fand ich es stellenweise etwas zäh und mehr als einmal dachte ich, dass mir das Buch besser gefallen hätte, wenn man es etwa um ein Drittel gekürzt hätte. Zudem hätte ich mich gefreut, wenn die Verbindung zwischen den einzelnen Erzählsträngen nicht nur in den Bienen gelegen hätte. Gut gelöst fand ich den Wechsel zwischen den einzelnen Zeitebenen. Nicht nur, dass jedes Kapitel mit Tao, William und George überschrieben ist, auch unten auf jeder Seite ist der Name des jeweiligen Protagonisten zu finden, so dass nie Unklarheit darüber herrschte, zu welcher Zeit und an welchem Ort man sich befand. Mein Fazit: Mir wird „Die Geschichte der Bienen“ wohl hauptsächlich wegen des schlichten, aber dennoch sehr gelungenen Covers im Gedächtnis bleiben, der Inhalt konnte mich trotz der tollen Idee leider nicht ebenso überzeugen.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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  • Die Geschichte der Bienen

    Die Geschichte der Bienen

    BluevanMeer

    30. August 2017 um 13:19

    Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr. Albert Einstein Seit vielen Jahren wird bereits vor dem Bienensterben gewarnt. Erst letzte Woche hat Sarah Wiener, die vor allen Dingen als TV-Köchin bekannt ist, eine Petition gegen das Bienensterben gestartet. Und die Zahlen sind tatsächlich erschreckend. 1990 gab es noch 1,1 Millionen Honigbienen in Deutschland, mittlerweile sind es noch 700 000 Bienen. Die Norwegerin Maja Lunde  macht in ihrem internationalen Bestseller Die Geschichte der Bienen das Bienensterben und die Folgen für Mensch und Umwelt zum Thema. Aber es geht nicht nur um Bienen. Die Osloerin, die bereits zahlreiche erfolgreiche Kinder- und Jugendbücher schrieb, erzählt die Geschichte von drei unterschiedlichen Menschen, die in verschiedenen Epochen und auf unterschiedlichen Kontinenten leben und deren Schicksal durch die kleinen Insekten entscheidend mitbestimmt wird. Zum einen gibt es den Samenhändler und Bienenforscher William Savage aus England. William hatte eigentlich vor, eine Karriere als Naturforscher zu beginnen. Aber sein Mentor glaubt nicht mehr an ihn und als Familienvater muss er dafür sorgen, dass seine Kinder und seine Frau einigermaßen versorgt sind. Das gelingt ihm mehr schlecht als recht, sein Laden läuft nicht, in der Forschung fühlt er sich verloren. Schwermütig liegt er tagelang im Bett und hofft wenigstens seinen ältesten Sohn Edward für eine naturwissenschaftliche Karriere erwärmen zu können. Aber Edward denkt nicht einmal daran, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Für den Vater überraschend, kann sich Williams Tochter Charlotte für die Forschung ihres Vaters begeistern. Gemeinsam basteln sie an einem Bienenstock, der es den Imkern erleichtern soll, den Honig zu ernten, ohne die Bienen zu gefährden. Die Bienen könnten stattdessen domestiziert werden, wie andere Nutztiere. William glaubt, am Höhepunkt seiner Forschung angekommen zu sein. Ich fing mit Skizzen an, leichte Kohlestriche auf dem Papier, ungenauer Größenangaben, (...) und allmählich nahm er vor meinen Augen Form an, wurde deutlicher, die Striche wurden präziser, die Maße genauer. Und endlich, am 21. Tag, war der Bienenstock fertig. Dann gibt es den Imker George, der in Ohio daran arbeitet, seinen Hof zu vergrößern. Wie viele seiner Kolleg*innen reist er mit seinen Bienen durch das Land, damit sie die Blüten bestäuben. Anders als seine Kolleg*innen versucht George alles, damit sich die Bienen wohl fühlen, damit sie nicht gestresst sind. Irgendwann soll sein Sohn die Farm und die Bienenstöcke übernehmen. Aber Tom hat kein Interesse an den Bienen, sondern möchte Journalist werden. Der Schock ist groß, als George zu den ersten Farmer*innen gehört, die 2007 vom Colony Collapse Disorder bedroht sind, einem spontanen Bienensterben, das viele Imker überraschend traf. Georges Existenz steht vor dem Aus - soll er weitermachen oder die Imkerei aufgeben? Eine der spannendsten und eindrücklichsten Figuren ist die Arbeiterin Tao. Sie lebt im Jahr 2098 in China und bestäubt Blüten mit der Hand, weil es mittlerweile kaum noch Bienen oder andere Insekten auf der Welt gibt. Jetzt summte aus Richtung des Waldes eine Fliege heran, ein seltener Anblick, sowie ich schon seit Tagen keine Vögel mehr gesehen hatte, auch sie waren weniger geworden. Sie machten Jagd auf die wenigen Insekten, die es noch gab, und hungerten ansonsten wie der Rest der Welt auch. Bei einem Ausflug mit ihrem Mann Kuon und ihrem Sohn Wei-Wen kommt es zu einem Zwischenfall. Ihr Sohn wird nach Peking in ein Krankenhaus gebracht, aber niemand erklärt den Eltern, was passiert ist. Tao fährt nach Peking - in eine Stadt, die aufgrund der Nahrungsmittelknappheit fast ausgestorben ist und versucht ihren Sohn zu finden. In jeder Episode, die um die Hauptfiguren William, George und Tao kreist, geht es um das Verhältnis der Menschen zu den Bienen. Maja Lunde zeigt anhand ihrer unterschiedlichen Figuren, welche Folgen das Bienensterben haben kann und in der Episode um Tao auch die globalen Folgen dieser Katastrophe. Das ist ein spannender Aspekt, der besonders in Taos Geschichte eine wichtige Rolle spielt. Aber es werden nicht nur bestehende Probleme fiktionalisiert und auf den Punkt gebracht. In allen drei Episoden spielen auch immer wieder Familien und  die Beziehungen zwischen Eltern und ihren Kindern eine wichtige Rolle. Die Geschichte der Bienen ist thematisch aktueller, als sicherlich die meisten von uns denken. Ich habe vor Kurzem den Dokumentarfilm More than Honey auf Netflix gesehen, den Maja Lunde auch als Inspirationsquelle im Nachwort nennt. Insofern ist es wirklich grandios, wie gekonnt Maja Lunde dieses wichtige Thema aufgreift. Ansonsten ist der Roman sehr klassisch konstruiert, es gibt keine Überraschungen, die sich irgendwo verbergen, keine doppelten Böden, keine ungeklärten Fragen, Formulierungen oder Wendungen, die einer besonderen Interpretation bedürfen. Die Geschichte der Bienen ist eine unterhaltsame, spannende und wirklich gut gemachte Familiengeschichte, in der das Leben und Sterben der Bienen das verbindende Element zwischen ganz unterschiedlichen Figuren ist. Für mich ist Die Geschichte der Bienen ein Sommer-, Strand- und Urlaubsbuch, das mir sehr viel Spaß gemacht hat.

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  • Eine hochinteressante Geschichte

    Die Geschichte der Bienen

    zauberblume

    23. August 2017 um 17:11

    "Die Geschichte der Bienen" ist der erste Erwachsenenroman aus der Feder norwegischen Schriftstellerin Maja Lunde. Für mich ein absolutes Lesehighlight und ein Bestsellerroman. Eine hochinteressante Geschichte, die zum Nachdenken anregt und mich auch wirklich sehr bewegt hat.Paralell werden drei Geschichten in unterschiedlichen Zeit erzählt. Wir befinden uns im England im Jahr 1852: Hier lebt William. Seit Wochen liegt er in seinem Zimmer und handert mit sich und seinem Schicksal. Er ist Biologe und Samenhändler. Doch als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich von ihm abgewandt. Doch dann hat er eine Idee. Er lässt sich einen völlig neuartigen Bienenstock anfertigen. Dann wandern wir ins Jahr 2007. Hier machen wir in Ohio, USA, Station. Hier lebt Imker George auf seiner Farm und er träumt davon, seinen Hof zu vergrößern. Schließlich will er ihn gemeinsam mit seinem Sohn Tom führen. Doch George ist enttäuscht. Tom will Journalist werden. Und dann passiert eines Tages etwas Schreckliches. Die Bienen verschwinden und Georges Existenz ist bedroht. Zu guter Letzt reisen wir in die Zukunft. Wir erleben das Jahr 2098 in China. Mittlerweile werden hier die Bäume von Arbeiterinnen per Hand bestäubt, nachdem es ja keine Bienen mehr gibt. Tao ist eine von ihnen. Sie wünscht sich für ihren 3jährigen Sohn Wei-Wen ein besseres Leben. Und dann passiert ein mysteriöser Unfall, der alles in Frage stellt......Wirklich beeindruckend! Drei Lebensgeschichten in unterschiedlichen Ländern, die alle durch die Bienen miteinander verbunden sind. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich herausragend. Man ist von ersten Augenblick von der Geschichte gefesselt. Gerne hätte ich ja William mal gerüttelt, was hat er sich eigentlich mit seinem Verhalten gedacht. Seine Familie so im Stich zu lassen. Er war mir ja nicht sonderlich symphatisch. Und dann ist da George, der für seinen Traum lebt. Man spürt förmlich mit welcher Begeisterung er sich um seine Bienenvölker kümmert und fühlt mit ihm, als die Bienen sterben. Auch kann mir das Leben auf seiner Farm wirklich bildlich vorstellen. Er hat gekämpft und am Ende verloren. Doch sein Sohn hat seinen Weg gemacht, wirklich beeindruckend. Am meisten berührt hat mich jedoch Taos Geschichte. Wenn man sich das mal vorstellt, keine Bienen mehr und was davon alles abhängt. Eine Mahnung an uns, dass wir mit der Natur pfleglicher umgehen sollen und sich des öfteren über das eine oder andere Gedanken machen sollte. Nicht alles ist selbstverständlich. Man sieht, wie schnell sich eigentlich vieles ins Negative umwandeln kann. Ein wirklich schrecklicher Gedanke. Und dann das Schicksal von Wei-Wen, das ich zutiefst berührt hat. Eine herausragende Geschichte, die wirklich zum Nachdenken anregt.Ein unglaubliches Buch. Ich habe viel über das Leben und Wirken der Bienen gelernt. War wirklich hochinteressant. Mit dieser Lektüre habe ich unterhaltsame, berührende und nachdenkliche Lesestunden verbracht. Das Cover wirkt etwas melancholisch auf mich, aber es passt zu dem Gesamtwerk. Gerne vergebe ich 5 Sterne.

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  • die Bedeutung der Bienen

    Die Geschichte der Bienen

    Sylwester

    17. August 2017 um 22:54

    "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde besteht aus 3 Erzählungen, die in 3 verschiedenen Zeiten: Vergangenheit (1852), Gegenwart (2007) und in der Zukunft (2098) spielen. Die einzelnen Geschichten werden parallel in kurzen Abschnitten in wechselnder Reihenfolge erzählt; der Zusammenhang wird erst ab ca. Seite 400 hergestellt. Diese ungewöhnliche Erzählweise war mir aber zu durcheinander, so dass ich die 3 Geschichten jeweils einzeln gelesen habe. Die Protagonisten der Erzählungen sind jeweils Ich-Erzähler (William, George und Tao), wobei ich sagen muss, dass mir alle drei nicht so recht sympathisch waren. Am interessantesten (wenn auch recht bedrückend) fand ich die Geschichte, die in der Zukunft in China spielt. Thema aller drei (teilweise langatmigen) Erzählungen sind natürlich - dem Titel entsprechend - die Bienen. Die eingestreuten wissenschaftlichen Informationen wirken für mich sehr trocken und nicht gut eingebettet. Trotzdem hat das Buch meine Wahrnehmung für Bienen sowie deren ökologische Bedeutung erhöht.

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    • 2
  • Ein absolut geniales Buch, mit einem sehr ernstem Hintergrund

    Die Geschichte der Bienen

    Petra1984

    16. August 2017 um 14:28

    Was passiert mit uns, wenn es keine Bienen und Insekten mehr gibt ?  Ein sehr lesenswertes Buch, dass zum Nachdenken anregt. Drei Handlungsstränge, aus verschiedenen Zeiten, ziehen sich durch das Buch und am Ende wird klar,wie diese zusammenhängen. Das Buch ist bis zum Schluss total spannend und unvorhersehbar. Dei Zusammenführung der Handlungsstränge ist überraschend und unvorhersehbar. Erst in den letzten Seiten wird alles klar. Wir sollten das Buch sehr ernst nehmen und unser Verhalten definitiv überdenken, um unseren Kindern eine lebeneswerte Welt zu hinterlassen.

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