Die Geschichte der Bienen

von Maja Lunde 
4,3 Sterne bei447 Bewertungen
Die Geschichte der Bienen
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (375):
L

Hat mir super gefallen, Highlight 2017; spielt in drei Zeitebenen und Handlungssträngen, das macht es sehr spannen!

Kritisch (7):
B

Gutes Thema, Buch selbst ist enttäuschend: Kein Tiefgang, unsympathische Charaktere, langatmig geschrieben und selbst Teil des Problems.

Alle 447 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Die Geschichte der Bienen"

England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.
Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.
China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.
Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442756841
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:20.03.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 20.03.2017 bei Der Hörverlag erschienen.

Videos zum Buch

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,3 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne223
  • 4 Sterne152
  • 3 Sterne65
  • 2 Sterne7
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Tulpens avatar
    Tulpenvor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Interessantes Thema, viel zu wenig Tiefe
    Hochaktuelles Thema, Botschaft nicht eindringlich genug transportiert

    Das Buch wird in drei Zeitebenen erzählt:
    1852 arbeitet ein englischer Naturwissenschaftler an der Entwicklung eines neuen Bienenkastens. 2007 erlebt ein Imker in Ohio das Verschwinden der Bienen mit. 2098 müssen Obstbäume von Hand bestäubt werden, weil es keine Bienen mehr gibt. Erzählt wird hier die Geschichte einer jungen chinesischen Arbeiterin, dessen Sohn einen mysteriösen Unfall hat.
    Das Thema ist hochaktuell und hat mich sofort interessiert.
    Die Idee, die Geschichte in drei Erzählsträngen zu erzählen, finde ich super. Inhaltlich macht die Verknüpfung auch Sinn und ist gut gelungen. Allerdings bleiben alle Einzelgeschichten sehr oberflächlich und es ist sehr schwer Zugang zu den Personen zu bekommen und sich zu identifizieren. Viele zwischenmenschliche Fragen bleiben hier für mich offen. Auch sind die Hintergründe für das Verschwinden der Bienen nur unzureichend ausgearbeitet und die ökologische Botschaft meiner Ansicht nach nicht klar genug formuliert.
    Man hätte mehr aus dem Thema machen können.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    H
    hanka81vor 5 Tagen
    Bienen - so klein und doch so wichtig

    3 Familiengeschichten die zu unterschiedlichen Zeiten spielen und doch alle irgendwie zusammenhängen und mit Bienen zu tun haben. Wir erfahren die Anfänge der Imkerei, aktuelle Probleme und einen Ausblick wie es in 70 Jahren sein könnte. Das ist eigentlich das erschreckendste, denn ohne Bienen hat die Landwirtschaft ein echtes Problem. Auf sanfte aber nicht moralisierende Art und Weise führt uns die Autorin die Wichtigkeit der Bienen vor Augen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    S
    SibylleEsservor 6 Tagen
    Stärken und Schwächen im natürlichen und sozialen Oeben.

    Die Geschichte der Bienen ist eine sozial- und umweltkritische Auseinandersetzung mit der Natur und dem Verhalten des Menschen. nicht nur gewinnmaximierend sondern auch im Einklang mit den Vorgängen in der Natur Gleichzeitig werden die Schwächen menschlichen Verhaltens und die Stärken der Natur spannend transparent gemacht.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Mary2s avatar
    Mary2vor 14 Tagen
    Von Bienen und Menschen: Dystopie um Imkerei und Bienensterben

     Drei Länder, drei Jahrhunderte, drei Geschichten


    William lebt in England im Jahr 1852,  George in den USA (2007) und Tao in China (2098).

     

    Schon dieses Setting ist reizvoll, denn über lange Strecken im Buch entwickeln sich die drei Geschichten völlig unabhängig voneinander. Beim Leser stellt sich der Eindruck ein, gleich drei verschiedene Bücher der Autorin zu lesen. Natürlich gibt es eine Gemeinsamkeit, und das ist selbstverständlich die „Geschichte der Bienen“.

     

    In Williams Geschichte geht es um die Entwicklung eines neuartigen Bienenstocks, der dem Imker die Honig-Ernte ermöglicht, ohne das Bienenvolk zu zerstören, George hat im Jahr 2007 mit dem dramatischen Bienenschwund CCD zu kämpfen, während Tao im China des Jahres 2098 lebt und die Honigbienen von der Erde verschwunden sind. Anstelle der Bienen übernehmen menschliche Arbeiterinnen wie Tao die Bestäubung auf Obstplantagen.

     

    Neben der Bienengeschichte geht es auch um eine familiäre Problematik: Alle Protagonisten haben Kinder, für die sie Zukunftspläne haben, teils haben auch diese Pläne mit Bienen zu tun. Und natürlich kommt es dann anders, als die Eltern sich das vorstellen…

     

    Maja Lunde stellt die Problematik des weltweiten Rückgangs der Bienenvölker in Romanform vor. Dabei nutzt sie Williams Geschichte, um den Leser allgemein über das Imker-Wesen zu informieren, die Story um George erläutert die gegenwärtige Problematik mit ihren tragischen Auswirkungen auf die Imker, Taos Geschichte wiederum ist eine Dystopie, die eine Erde ohne Bienen zeigt.

     

    Die Personen kommen nur wenig sympathisch daher, eine dunkle Grundstimmung liegt auf allen Handlungssträngen. Natürlich macht das die Lektüre etwas anstrengend.

     

    Dennoch hat mich dieses Buch fasziniert.

    Das beginnt bei der Haptik: Der Einband ist mit einer geprägten Biene verziert, ein toller Einstieg!

    Auch dass die Problematik des Bienensterbens und ihre Auswirkungen als Roman verarbeitet werden, finde ich sehr reizvoll.

    Die Entwicklung als drei voneinander unabhängige Geschichten verlangt jedoch hohe Konzentration vom Leser und in der Tat gibt es Längen in diesem umfangreichen Werk. Erst ganz am Ende führt die Autorin die Handlungsstränge behutsam zusammen.

    Sprachlich ist der Roman gelungen, es fällt leicht, den Schilderungen der Autorin zu folgen und es entstehen detailreiche Bilder im Kopf.

     

    Für mich ein zu Recht prämiertes Werk, auch ich gebe eine klare Leseempfehlung ab.

    Wer allerdings Spannung sucht, wird enttäuscht werden und die Lektüre vorzeitig abbrechen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    B
    Bookishvor einem Monat
    Kurzmeinung: Gutes Thema, Buch selbst ist enttäuschend: Kein Tiefgang, unsympathische Charaktere, langatmig geschrieben und selbst Teil des Problems.
    Völlig überbewertet und enttäuschend

    Die "Geschichte der Bienen" von Maja Lunde behandelt das Bienensterben und versucht, dieses Thema erzählerisch durch drei Familien in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verarbeiten.

    Meiner Meinung nach ist dies nicht gelungen, positive Aspekte gibt es nur wenige.

    Zum einen störte mich, dass die Bienen gar nicht so sehr das zentrale Thema des Buches waren. Sicher, jede Zeitperspektive und Familie hat einen Bezug zu den Bienen und was mit ihnen passiert. Der Bezug findet aber in der Regel auf einer Wissens- und Informationsebene statt (die für viele Leser nichts neues bereithält, wenn man schon mal "More than honey" gesehen hat) und weniger auf einer praktischen, philosophischen oder emotionalen.

    Zentraler für die jeweiligen Familien scheint mir der Umgang mit Bildung und Generationenkonflikten. In allen drei Familien wollen die Kinder etwas anderes in Bezug auf Bildung und Ausbildung als ihre Eltern und jeder Konflikt wird anders gelöst.

    Am interessantesten ist da noch die Gegenwartsperspektive, da das Verhältnis zwischen Vater und Sohn und die Veränderung des Vaters hier am plausibelsten rüberkommen und auch bezüglich der Bienen mehr Emotionalität anklingt.

    Unglaubwürdig wirkt die Konstruktion der Zeitperspektive der Zukunft, die Charaktere sind hier auch am sterilsten und unsympathischsten. Wie sich das globale Setting durch das Bienensterben verändert hat, kann man nur erahnen, interessanter wäre es gewesen, den direkten Übergang des Bienensterbens von heute auf morgen geschildert zu bekommen, das hätte realistischer gewirkt.

    Die Vergangenheitsperspektive ist die faktenreichste bzgl. der Bienen, William Savage allerdings ist ein sexistischer Unsympath, dessen abwertende Schilderungen über seine Frau ich nur sehr ungern gelesen habe. Sympathisch war allenfalls seine lernbegierige Tochter.


    Letztlich fehlte mir in dem Buch der direkte Bezug zu den Bienen sowie zu deren Geschichte. Wenn von der "Geschichte der Bienen" die Rede ist, dann erwarte ich ehrlich gesagt nicht, dass diese Geschichte erst 1800-ungerade im Buch anfängt. Letztlich geht es auch gar nie um die Bienen selbst, es geht lediglich um den Umgang der Menschen mit ihnen. Und damit ist das Buch Teil des Problems.
    Denn die Biene erscheint im gesamten Buch immer nur als Hintergrundkulisse für die (gesellschaftlich notwendigen!) Wirtschaftsbestrebungen und Bildungsaspirationen der jeweiligen Familien in ihren jeweiligen Zeitperspektiven. Es geht also ausschließlich um Honigbienen, Wildbienen kommen im Buch nicht vor.

    Letztlich ist die Biene im Buch also genau da, wo sie heute auch schon ist: leise im Hintergrund, vergiftet, dezimiert und nur von Relevanz, weil die ernste Befürchtung besteht, dass irgendwann keine mehr da sein wird zum Bestäuben. Das Buch beschreibt diesen Umgang, ist aber letztlich nicht in der Lage, daraus eine lesenswerte, tiefgehende und nachdenkliche Kritik zu basteln.

    Die Prämisse der Geschichte: Bienen müssen da sein, weil wir sie wirtschaftlich brauchen. Seht her, was wirtschaftlich und gesellschaftlich passiert, wenn sie nicht da sind. Das einzige, wozu sich die Autorin im Schlussteil durchringen kann, ist zu sagen, dass die Bienen beim nächsten Mal doch bitte nicht ganz so rigide behandelt werden sollten, damit sie nicht wieder verschwinden - und also weiterhin wirtschaftlich nutzbar bleiben.

    Das Buch produziert also, was es anklagt: Bienen als wirtschaftliche Nutztiere.



    Nebenbemerkung: "More than honey" ist faktenreicher und viel verstörender als dieses Buch. Auch wenn Bienen "nur" Insekten sein mögen, spürt doch jeder normalfühlende Mensch, dass dieser massenhafte Verschleiß von Bienen - um ihrer selbst willen! - ein einziges Trauerspiel ist. Das zu vermitteln gelingt dem Buch allerdings in keinster Weise.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    N
    Nadezhdavor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannende Dystopie mit historischen Hintergründen
    Spannende Dystopie mit historischen Hintergründen

    Zunächst hatte ich Mühe mit dem William- und dem George-Strang.

    William: Diese ewige Depression, soll man die jetzt ein Drittel des Buches lang ertragen? Wie kann ein Mensch sich so gehen lassen, wenn er für die Versorgung von acht Kindern verantwortlich ist, deren Zeugung wohl nicht aus purem Versehen passiert ist? Wie kann man sich bei jedem Gegenwind gleich wieder so fallen lassen? So etwas kann ich nur schwer nachvollziehen - oder will es vielmehr nicht nachvollziehen.

    George: Der nicht so recht originelle Vater-Sohn Konflikt, wahlweise in der Variante Mutter-Tochter. Been there, done that. Oft genug darüber gelesen. Das war mir zu breit ausgewalzt und hat nicht viel Neues geboten.

    Interessant wurden für mich beide Stränge vor allem dann, wenn es um die Bienen ging.


    Der Tao-Strang:

    Von diesem war ich sofort fasziniert (und hatte zeitweilig in meinem Frust über William sogar überlegt, nur diesen zu Ende zu lesen), habe ihn schier verschlungen und auch beim zweiten Anlauf noch einmal richtig gelesen und nicht nur, wie die beiden anderen Stränge, überflogen. China am Ende des 21. Jahrhunderts, immer noch in den Klauen eines komplett pervertierten Sozialismus, der für das Individuum fast nur Verachtung zeigt, ökologisch ruiniert ist, aber global betrachtet dennoch eine Oase inmitten von Hunger und Mangel darstellt. Diese Dystopie, die ich für gar nicht unrealistisch halte, fand ich packend, beklemmend und schließlich aufrüttelnd. Sie wird mir auf jeden Fall noch für längere Zeit nachgehen.


    Aufgrund des tollen Tao-Stranges vergebe ich 4 Sterne, auch wenn mir der Rest des Buches nicht so besonders gut gefallen hat.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Mrs_Nanny_Oggs avatar
    Mrs_Nanny_Oggvor einem Monat
    Kurzmeinung: Dieses Buch hat mich sehr bedrückt zurückgelassen. Am Ende gibt es ein wenig Hoffnung, doch was können wir JETZT tun?
    Das große Bienensterben

    England 1852 - Ohio, USA 2007 - China 2098: Wie alles mit allem zusammenhängt.
    Diese drei Erzählstränge, deren Verbindung erst ganz am Ende des Buches erklärt wird, berichten vom Leben und Sterben der Bienen, von deren Erforschung, Ausbeutung und ihrer Bedeutung für die menschliche Zivilisation. Aber dieses Buch ist viel mehr als nur eine frustrierende Dystopie über den Untergang der Menschheit, die die Natur missbraucht und nur zum eigenen Zweck ausbeutet. Es erzählt auch von der Sprachlosigkeit zwischen den Menschen, vom Sich-mitteilen-wollen, aber nicht können, von der Verzweiflung und der Einsamkeit, der Bedeutung des Individuums für die Gemeinschaft, von der Sehnsucht nach Anerkennung und Geliebtwerden. Auf der letzten Seite blitzt ein kleiner Hoffnungsschimmer auf, doch das nagende Gefühl in der Magengegend bleibt und bleibt und bleibt...Es wird noch schlimmer, wenn man in der Danksagung von Maja Lunde die Quellen sieht, mit denen die Autorin gearbeitet hat. Und mal ganz ehrlich, wer von uns hat denn noch nicht vom Bienensterben gehört? Doch welche Bedeutung tatsächlich das Sterben dieser kleinen, emsigen Insekten hat, das wird erst nach der Lektüre dieses Romans klar - so könnte es werden, wenn wir nicht spätestens jetzt etwas ändern!
    Ganz ehrlich, dieses Buch hat mich frustriert und auch ein wenig verängstigt. Am Anfang war es nicht einmal das Bienensterben, sondern eher die Sprachlosigkeit und Hilflosigkeit der Protagonisten im Umgang miteinander, die mich traurig gemacht hat. Ob es nun George aus Ohio ist, der einfach nicht mit seinem Sohn oder seiner Frau reden kann, obwohl er doch soviel zu sagen hätte, oder William, der sich so sehnsüchtig nach der Anerkennung seines Mentors sehnt, dass er vor lauter Versagensangst depressiv im Bett liegen bleibt oder ob es um Tao und Kuan geht, dem jungen Paar aus dem China der Zukunft, das ihren kleinen Sohn so sehr liebt, dass es schon zu viel ist.
    "Im Grunde sprachen wir gerade überhaupt nicht miteinander. Ich wusste nicht, was mit uns geschah. Ich vermisste meine Frau, obwohl sie da war, und gleichzeitig war sie es doch nicht. Vielleicht war aber auch ich abwesend. (...) 'Du siehst doch, dass ich weine. (...) Es ist dir egal.' 'Natürlich ist es mir nicht egal', sagte ich, ohne sie ansehen zu wollen. Sie hob die Arme ein wenig. 'Es hilft nichts zu weinen', sagte ich. 'Es hilft nichts, dass wir einander nicht trösten', erwiderte sie. Sie verdrehte meine Worte, wie so oft."
    Die Autorin hat großes Geschick darin gezeigt, sich in die einzelnen Protagonisten der drei Erzählstränge einzufühlen. Da ist der Samenhändler und Naturforscher William, der so sehnsüchtig die Anerkennung seines ehemaligen Mentors Rahm benötigt, fast schon wie die Luft zum Atmen. Immer wieder bemüht er sich neue Erkenntnisse zu gewinnen, nur um dann frustriert feststellen zu müssen, dass bereits schon jemand anderer außerhalb Englands auf ähnliche Ideen gekommen ist. Oder George, der Farmer aus Ohio, der Traditionalist, der seine Bienenzucht doch nur für seinen Sohn Tom am Leben erhält, der aber eine Journalistenkarriere anstrebt. Oder Tao, die kämpferische und wissbegierige Obstblütenbestäuberin aus dem China des Jahres 2098, die mitansehen muss, wie ihr Sohn an einem schönen freien Tag kollabiert und von Regierungskräften nach Peking geschafft wird.
    Alle drei Charaktere sind glaubwürdig und sehr eindringlich beschrieben.
    Die Lektüre ist wärmstens zu empfehlen. Es öffnet auf jeden Fall die Augen.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Kats_Bookworlds avatar
    Kats_Bookworldvor einem Monat
    Was ohne Bienen passieren könnte

    Wie ihr vielleicht schon anhand des Klappentext bemerkt habt, ist dieser Roman von seiner Handlung sehr kompakt. Als Leser werden reisen wir durch die Vergangenheit, mittelbare Gegenwart und Zukunft. 

    Tao’s Geschichte, der in der Zukunft spielt, hat mir am meisten gefallen. Warscheinlich weil dieser Part sehr dystopisch ist und mein Lieblingsgenre ist, aber auch weil er sehr spannend und erschreckend ist. Wird unsere Zukunft durch das weitere Aussterben der Bienen so aussehen? Tao ist definitiv eine starke junge Frau , die ihre Arbeit nicht in den Vordergrund stellt.

    Anders die Geschichten von William und George. Beide Männer sind sehr auf ihre Arbeit und Forschung rund um die Bienen fixiert und beide lassen ihre Kinder gewissermaßen im Stich. Beide gehen nicht auf die Bedürfnisse ihrer Kinder ein, besonders William wird zu Anfang als eher schwache Persönlichkeit dargestellt. Sein Mentor ist aber auch sehr grässlich! 

    Spannend wurde es bei George als die Bienen verschwanden. Bei William herrscht was das betrifft eine relativ idylische Stimmung. Gesunde Bienen. In George’s Geschichte wird es spannend, als die Bienen verschwinden. Hat vielleicht sein Sohn etwas damit zu tun oder doch der Anfang von aktuellen Problemen wie Klimawandel, Giften & Co.?

    Was hat es mit dem Verschwinden von Taos Sohn zu tun und wird sie ihn finden? 

    Maja Lunde hat ihren Erfolg zu Recht verdient. Bienen sind wichtig! Das Cover zeigt ein Bild einer toten Biene und obwohl es so einfach gehalten ist, sagt es viel über die Gesamtstory aus. 

    Ob ich auch Lunde’s Roman Die Geschichte des Wassers lesen werde? Höchstwahrscheinlich!

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Seehase1977s avatar
    Seehase1977vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wichtiges und nachdenklich stimmendes Buch, das trotz einiger Längen und Schwächen absolut lesenswert ist.
    Ohne die Bienen sind wir nichts – Ein erschreckendes Szenario gekonnt umgesetzt

    England 1852: Der Biologe und Samenhändler William ist gebrochen. Seit Wochen verlässt er das Bett nicht, sieht sich als Forscher und auch als Familienoberhaupt gescheitert, bis eine Idee in ihm reift, die alles verändern könnte.

    Ohio, USA 2007: Der Imker George möchte expandieren und arbeitet täglich hart für dieses Vorhaben. Ob sein Sohn Tom eines Tages in seine Fußstapfen treten wird ist fraglich, denn Tom hat andere Pläne, die seinem Vater schwer zu schaffen machen. Doch eines Tages sieht Tom seine Existenz im Trümmern, denn die Bienen sind verschwunden.

    China 2098: Weil es schon lange keine Bienen mehr gibt, müssen die Menschen nun mühsam die Bäume von Hand bestäuben. Wie die Arbeiterin Tao, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein besseres Leben für ihren kleinen Sohn. Nach einem mysteriösen Zwischenfall steht auf einmal auch die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel…

    Meine Meinung:

    Der Roman „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde, welcher 2017 im btb Verlag erschien, war und ist in aller Munde, denn die Autorin greift ein brisantes und aktuelles Thema auf: das Bienensterben. Eine Tatsache, die auch mich persönlich alarmiert und beschäftigt. Lunde hat es mit ihrer Art der Interpretation geschafft, ein erschreckendes Szenario zu kreieren und in eine spannende, wenn auch teilweise etwas langatmige Story zu verpacken.

    Der Roman ist in drei Handlungsstränge aufgebaut, die jeweils drei unterschiedliche Geschichten und Schicksale in verschiedenen Orten und Zeitaltern erzählen. Mit William dem Biologen und Samenhändler erlebt man 1852 die Anfänge der Bienenzucht, während im Jahr 2007 schon erste Anzeichen einer Krise durch das Bienensterben entdeckt werden, beschreibt das Szenario in China im Jahr 2098 schon die ganz große Katastrophe. Ein Leben ohne Bienen, eine Welt kurz vor dem Kollaps.

    Maja Lunde schreibt und erzählt mit einfachen Worten und kurzen aussagekräftigen Sätzen die Geschichten ihrer drei Hauptprotagonisten, die in unterschiedlichen Kapiteln abwechselnd zu Wort kommen. Gekonnt verpackt die Autorin darin eine Vielzahl an Informationen und interessantem Hintergrundwissen. Alle drei Handlungsstränge werden im Laufe des Buches fast schon unauffällig miteinander verknüpft. Stellenweise waren mir die Schilderungen und Darstellungen jedoch zu ausschweifend, manchmal auch zu monoton, was das aufmerksame Lesen etwas mühsam machte.

    Die Erzählung rund um das harte Leben der Bestäuberin Tao und ihrer Familie hat mich am meisten beeindruckt, weil ich sie spannend und lebendig empfunden habe und weil der düstere, aber durchaus mögliche Blick in die Zukunft erschreckend realistisch war. Denn das Thema Bienensterben ist aktueller denn je. Durch den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, Monokulturen und den Verlust des natürlichen Lebensraums nimmt die Zahl der Bienenvölker kontinuierlich stark ab. Stirbt die Biene aus, sind Mangelernährung die Folge, was für viele zusätzliche Todesfälle unter den Menschen sorgen wird.

    Mein Fazit:

    „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde ist ein alarmierender, interessanter und wichtiger Roman den man gelesen haben sollte. Auch wenn ab und an langatmige Passagen den Lesefluss stören, hat mich dieses Buch sehr beeindruckt. Der Mensch wird erst wissen, wie abhängig unser gesamtes Leben von Insekten und im Speziellen von den Bienen ist, wenn wir sie ausgerottet haben. Ein lesenswerter Roman der eine Leseempfehlung absolut verdient.

    Kommentieren0
    70
    Teilen
    zukunftskinds avatar
    zukunftskindvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Interessante Idee und aktuelles Thema. Leider flach und ganz schön rot angemalt. Zu durchsichtige feministische Züge. Unrealistisch.
    Aktuelles Thema, flaches Buch

    Die Idee des Buches ist sehr schön und aktuell. Leider sind die drei Geschichten sehr flach und einfach gestrickt, genau so wie die Charactere. Was am meisten nervt sind die zu durchsichtgigen Hauptaussagen des Buches: 1. Die Welt geht den Bach runter. 2. Frauen sind schlauer als Männer (dabei kann ich mich selbst eher als Feministin bezeichnet). 3. China ist toll und das einzige Land, dass die Krise meistern kann und die Chinesen sind sogar bereit, ihre eigenen Kinder zu opfern, damit die Gesellschaft weiterkommt. Alle anderen sind faul und geizig und haben sowieso nicht überlebt. Etwas weniger Dramatik, etwas mehr Recherche zu technischen Fragen und komplexere Charactere, die sich nicht sofort in böse und gut zuordnen lassen, würden dem Buch gut tun.

    Kommentieren0
    0
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Daniliesings avatar
    Es ist für uns schon eine liebgewonnene Tradition geworden und vielleicht für euch ja auch? Zum Ende des Jahres blicken wir auf unsere gelesenen Bücher zurück und jeder im LovelyBooks Team überlegt sich ein Buch, das ihn in diesem Jahr ganz besonders begeistern konnte. Die Lieblingsbücher des LB-Teams 2017 möchten wir euch hier verraten und ans Herz lesen. Es ist eine bunte Mischung verschiedener Genres und bestimmt für jeden was dabei.

    Auf einen von euch wartet dabei ein besonderer Gewinn!
    Wir verlosen ein großes Lieblingsbücher-Paket unter allen Teilnehmern dieser Verlosung. In diesem Paket wird jedes der hier genannten 17 Lieblingsbücher einmal vertreten sein.

    Und los geht es mit unseren Herzensbüchern des Jahres:

    diewortklauberin empfiehlt "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky
    Ein Okapi ist ein abwegiges Tier. Ebenso abwegig erscheint es, dass ein Traum von einem ebensolchen einen Todesfall ankündigen soll. Doch das ist nur eine der Kuriositäten, die dem Leser in diesem kleinen Dorf im Westerwald begegnen.
    „Was man von hier aus sehen kann“ hat mich besonders durch seine Unaufgeregtheit begeistert. Es ist eine Geschichte, die leise und schlicht daher kommt und die großen Themen bespricht, ohne sie anzusprechen: den Tod, der uns immer plötzlich trifft, obwohl er unweigerlich Teil des Lebens ist, die Liebe, auf die das Gleiche zutrifft, und den Mut trotzdem (oder eben deswegen) das Leben zu wagen.


    PiaDis empfiehlt "Die Blutschule" von Max Rhode
    Dieses Buch hat mich nicht mehr losgelassen. Es ist wirklich verstörend, spannend und gleichzeitig richtig gut. Es steht zwar Thriller drauf, aber da ist schon auch ein wenig Horror drin. Nichts für schwache Nerven ;-) Ein Buch das mich wirklich immer noch ein wenig beschäftigt. Ich habe das Buch fast am Stück gelesen, weil es mich nicht los lassen wollte ...

    sarah_elise empfiehlt "Rendezvous mit einem Oktopus" von Sy Montgomery
    Er kann 16.000 Küsse auf einmal verteilen, Tricks lernen, Türen öffnen, miese Laune verbreiten und mit seinen Tiefseeaugen die Türen zu einer noch unbekannten Welt öffnen. Der Oktopus. Mein Buch des Jahres hat mich auf jeder Seite verzaubert und zugleich meinen Blick erweitert. Meinen Blick auf meine große Liebe, das Meer. Ein liebevolles und tiefgründiges Buch über die Seele der Ozeane für alle Tiefseetaucher, Hobbyaquanauten und jeden Literaturliebhaber.

    infinitejourney empfiehlt "Blade Runner" von Philip K. Dick
    Ein Klassiker, der hochaktuelle Fragen aufwirft: Was braucht ein Mensch um sich als Mensch zu fühlen, wie weit sollen Gefühle gesteuert werden, was ist künstliches Leben wert? Entworfen wird eine dystopische Zukunft, die theoretisch in erschreckend greifbarer Nähe liegt und zum Reflektieren anregt. In Verbindung mit dem filmischen Sequel mein persönliches Lesehighlight in diesem Jahr.

    Marina_Nordbreze empfielt "The Hate U Give" von Angie Thomas
    Selten hat mich beim Lesen ein Buch so wütend gemacht. Warum ist unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert noch immer so furchtbar rassistisch? Für mehr Wut auf die Missstände und mehr Kraft zur Veränderung empfehle ich ganz dringend die Lektüre von "The hate u give" von Angie Thomas, die ungeschont den Alltagsrassismus in den USA beschreibt. Vielleicht bewirkt das Buch auch hier in Deutschland ein Umdenken bei so manchem Leser. Wünschenswert wäre es.

    Malista empfielt "Warten auf Bojangles" von Olivier Bourdeaut
    Eine Liebeserklärung an das Leben in allen seinen Facetten! Voll Liebe, Hoffnung und Mut erzählt der Autor die Geschichte eines Familienlebens, das auf Grund der Krankheit der Mutter, eigentlich alles andere als leicht sein sollte. Dennoch erscheint das Leben dieser Familie beneidenswert liebevoll und leichtfüßig und es begleitet einem beim Lesen ein herrliches Gefühl, das alles möglich sein kann.

    SandraKath empfiehlt "Caraval" von Stephanie Garber
    Stephanie Garber hat mich beim Lesen komplett vergessen lassen, dass "Caraval" ihr Debüt ist. Man taucht ein in diese magische Welt und kann nicht mehr unterscheiden, was wahr und was nur eine Illusion ist, wem man vertrauen kann und wer lügt. Man folgt Scarlett in ein Spiel um Leben und Tod und sucht mit ihr gemeinsam nach den Antworten auf so viele Fragen. Und gerade, wenn man denkt, dass alle Rätsel gelöst sind, liest man die letzte Seite...

    markusros empfiehlt "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde
    Angestachelt und aufgerüttelt von meiner Tochter, die in der Schule das Thema Bienen und Bienensterben behandelt hat, habe ich mich im Urlaub auf den Roman gestürzt. Ein paar wenige laue Sommerabende am Campingplatz später hatte ich das Buch verschlungen. Neben viel Spannung und schöne Lesestunden hat mir das Buch auch beim aktuellen Thema „Insektensterben“ geholfen, einige aktuelle politische Diskussionen besser einordnen zu können, etwa rund um Glyphosat. Und um selber wenigstens im Kleinen was Gutes zu tun: Im eigenen Garten haben wir seit dem Herbst eine extra bienenfreundliche Wildblumenwiese gesät.

    kultfigur empfiehlt "1Q84" (Buch 1 & 2) von Haruki Murakami
    Ich habe in diesem Jahr für mich das erste Mal Hörbücher ausprobiert. Eigentlich war ich skeptisch, doch nachdem ich 1Q84 von Haruki Murakami (Buch 1 + 2) ungekürzt bei Spotify entdeckt und gehört habe, bin ich absolut fasziniert. Zur erzählerischen Qualität des Autors muss man, glaube ich, nichts sagen und die Geschichte hat, unaufgeregt gelesen von David Nathan, einen unglaublichen Sog. Noch nie waren Figuren für mich so real und zum Greifen nahe und als es zu Ende ging, war ich tieftraurig. Was für ein Glück, dass Buch 3 noch auf mich wartet :-)

    TanjaMaFi empfiehlt "Ein Gentleman in Moskau" von Amor Towles
    Einen klügeren, warmherzigeren und optimistischeren Charakter als Graf Rostov habe ich in einem Buch selten erlebt. 1922 wird er im Hotel Metropol in Moskau unter Hausarrest gestellt und durchlebt in diesem irgendwie sehr gemächlichen Mikrokosmos die nächsten 30 turbulenten Jahre im sich rapide ändernden Russland. Quasi durch das Fenster erlebt der Leser nicht nur einzigartige Figuren aber auch eine faszinierende Reise durch die Zeit. "Ein Gentleman in Moskau" ist definitiv das Buch, das mich dieses Jahr am meisten begeistert hat.

    Sharyssima empfiehlt "Illuminae" von Amie Kaufman und Jay Kristoff
    Ein Buch, das mich dieses Jahr vollkommen überrascht und überzeugt hat, ist "Illuminae" von Amie Kaufman und Jay Kristoff. Wer glaubt, ein ganz normales Science-Fiction-Buch vor sich zu haben, täuscht sich gewaltig. Die spannende Story wird nämlich mit einem bunten Mix aus Chats, Protokollen, Berichten, Funksprüchen und Bauplänen erzählt, die die Geschichte so plastisch und realistisch machen, dass man sich selbst auf den Raumschiffen im Weltall wähnt. Ein Buch, das geradezu nach einer Verfilmung schreit!

    NaddlDaddl empfiehlt "Im Traum kannst du nicht lügen" von Malin Persson Giolito
    Endlich mal wieder ein Thriller, der mich komplett überzeugen konnte! "Im Traum kannst du nicht lügen" fängt zwar eher ruhig an, zieht einen aber immer mehr in seinen Sog. Majas Gedanken rund um den Prozess sind absolut spannend, ich war wie gebannt von der Frage, was passiert ist, wer welche Rolle gespielt hat und wer die Schuld an den Geschehnissen trägt. Eine Geschichte, die nicht nur aus schwarz und weiß besteht – schon lange hat mich kein Buch mehr so nachdenklich hinterlassen.

    Daniliesing empfiehlt "Before they pass away" von Jimmy Nelson
    So wenige Romane, wie in diesem Jahr, habe ich wohl selten gelesen. Dafür durfte ich große Mengen an (Papp)bilderbüchern anschauen und ein paar interessante Sachbücher entdecken. Kurz vor knapp sind mir jedoch ein Buch und ein Fotograf begegnet, die mich nicht mehr losgelassen haben. Deshalb geht meine Empfehlung an den Bildband "Before they pass away" mit den atemberaubenden Fotos von Jimmy Nelson. Er hat es sich zur Aufgabe und Berufung gemacht, indigene Völker auf der ganzen Welt und in den entlegensten Winkeln der Erde zu entdecken, sie kennen zu lernen und natürlich zu fotografieren. Dieser kleine Einblick in ihren Alltag, der zugleich in starkem Kontrast zu unserer modernen, schnelllebigen Welt steht, macht dieses Buch für mich so eindrucksvoll!

    Cari_f empfiehlt "Nevernight - Die Prüfung" von Jay Kristoff
    Meine persönliche Entdeckung dieses Jahres sind die Bücher von Jay Kristoff. Sowohl "Illuminae", das er zusammen mit Amie Kaufman geschrieben hat, als auch "Nevernight - Die Prüfung" haben mich absolut in ihren Bann gezogen. Letzteres lässt die Leser in eine düstere Fantasywelt eintauchen und strotzt nur so vor Ironie, Schonungslosigkeit und Ideenreichtum. Dieses Buch ist zwar nichts für Zartbesaitete, lässt aber die Herzen all jener höher schlagen, die gerne anspruchsvolle Fantasy mit wunderbar unperfekten Protagonisten lesen. Eins meiner Highlights des Jahres 2017!

    aba empfiehlt "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von José Eduardo Agualusa
    Ein Buch, das mich zugleich berührt, unterhalten und auch zum Nachdenken gebracht hat, ist "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von dem angolanischen Schriftsteller José Eduardo Agualusa. In seinem Roman erzählt er die Geschichte einer Frau, die 30 Jahre lang allein und isoliert in der angolanischen Hauptstadt gelebt hat. In ihrer eigenen Wohnung! In derselben Zeit erlebt das Land große politische und wirtschaftliche Umstellungen. Die Protagonistin dieses Romans schafft es, das Schicksal vieler Menschen zu beeinflussen, und das während ihrer Isolation und ohne es überhaupt zu ahnen. Glaubhaft und höchst spannend erzählt Agualusa diese unglaubliche Geschichte, an die ich noch sehr sehr lange denken werde!

    Gexi empfiehlt "Götterblut" von Stella A. Tack
    Für Fantasy mit griechischer Mythologie bin ich eigentlich immer zu haben und Stella A. Tacks Buch war ein Volltreffer. Warrior ist eine eigenwillige und etwas kratzbürstige Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt und die einen oft zum Lachen bringt. Sie nimmt uns mit auf eine Taxifahrt durch die Hölle und auf ein Golfspiel der Götter im Olymp und richtet dabei einiges an Chaos an. Für mich wurde durch dieses Buch klar, dass deutsche Fantasy viel kann! Mein Fazit: einfach göttlich.

    Daria87 empfiehlt "Der Junge auf dem Berg" von John Boyne
    Dieses war mein erstes Buch des Autors und ich war vollends begeistert. Sein Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und die Geschichte konnte mich von Anfang an fesseln. Meisterhaft beschreibt John Boyne wie leicht vor allem Kinder beeinflussbar sind und wie wichtig es ist, dass sie gute Vorbilder haben. Eine absolute Leseempfehlung!

    Wir hoffen an dieser Stelle natürlich, dass wir vielen von euch das ein oder andere - oder gleich alle ;-) - unserer Lieblingsbücher schmackhaft machen konnten.

    Wenn ihr also dieses schöne Buchpaket mit unseren 17 Top-Büchern des Jahres gewinnen möchtet, klickt einfach auf "Jetzt bewerben" und verratet uns folgendes:

    Mal angenommen, ihr dieses Jahr nur ein einiziges Buch zu Weihnachten verschenken, das für euch ein echtes Highlight war. Für welches Buch würdet ihr euch entscheiden und wieso?

    Bei dieser Verlosung könnt ihr bis einschließlich 3. Januar 2018 mitmachen! Wir wünschen euch schöne Weihnachten mit euren Lieben und einen guten Start ins neue Jahr!
    Kathleen1974s avatar
    Letzter Beitrag von  Kathleen1974vor 8 Monaten
    Herzlichen Dank :-)
    Zur Buchverlosung
    Insider2199s avatar

    Wir haben beschlossen in der INSIDER-Voting-Challenge zusammen "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde zu lesen. 

    Wir beginnen am  01.06.2017 und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man ein Los dafür. 

    Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen! 


    Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    


    Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke. 

    Viel Spaß uns allen :)
    Insider2199s avatar
    Letzter Beitrag von  Insider2199vor einem Jahr
    Zur Leserunde
    kassandra1010s avatar
    Endlich ist es Frühling. Mittags steigt die Temperatur schon auf 18 Grad Celsius und wir genießen unser Essen auf der sonnigen Terrasse.

    Um uns herum summt und brummt es. Die Osterglocken stehen parat, der Bärlauch zeigt sich prächtig im Schatten und die Hyazinthen verteilen einen fast schon hypnotisiserenden Duft durch den Garten. Passend dazu danke ich dem btb-Verlag für "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde.

    Das Ende der Bienen scheint gekommen. Massensterben durch Milbenbefall, immer weniger Brut- und Futterstätten sowie übermäßig gespritzte landwirtschaftliche Flächen sorgen dafür, dass unsere Bienen sterben.

    Schöne Bilder über "meine" Bienen gibt es auf meiner Website tinaliestvor.de.
    Um einen kleinen Beitrag gegen diesen Trend zu leisten verlose ich von Maja Lunde "Die Geschichte der Bienen". Maja Lunde führt uns durch verschiedene Jahrhunderte um Umgang mit den Bienen und einem grausamen Blick in die Zukunft, die zwangsläufig dazu führen wird, dass die Bestäubung von Menschenhand durchgeführt werden muss.

    Wer an dem Gewinnspiel teilnehmen möchte, beantwortet bitte folgende Frage: Zu welcher Insektenart gehört die Biene?

    Antworten gerne als Kommentar auf meinem Blog, per Email an tina@tinaliestvor.de oder hier.

    Das Gewinnpaket Frühling beinhaltet das gebundene Buch von Maja Lunde - Die Geschichte der Bienen, 1 Glas 500 g Essinger Frühjahrsblüte Ernte 2016.

    Das Gewinnspiel endet am 09.04.2017 um 23:59 Uhr.

    Ich wünsche Euch allen viel Glück und sonnige Tage!
    Zur Buchverlosung

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    1
    101dingo101vor 3 Monaten
    -
    Kommentieren

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks