Maja Lunde Die Geschichte des Wassers

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Inhaltsangabe zu „Die Geschichte des Wassers“ von Maja Lunde

Norwegen, 2017. Die fast 70-jährige Umweltaktivistin Signe begibt sich auf eine riskante Reise: Mit einem Segelboot versucht sie die französische Küste zu erreichen. An Bord eine Fracht, die das Schicksal des blauen Planeten verändern kann.
Frankreich, 2041. Eine große Dürre zwingt die Menschen Südeuropas zur Flucht in den Norden, es ist längst nicht genug Trinkwasser für alle da. Doch bei dem jungen Vater David und seiner Tochter Lou keimt Hoffnung auf, als sie in einem vertrockneten Garten ein uraltes Segelboot entdecken. Signes Segelboot.
Virtuos verknüpft Maja Lunde das Leben und Lieben der Menschen mit dem, woraus alles Leben gemacht ist: dem Wasser. Ihr neuer Roman ist eine Feier des Wassers in seiner elementaren Kraft und ergreifende Warnung vor seiner Endlichkeit.

Zwei Geschichten die sich verbinden und zeigen wie wichtig das Wasser ist

— SeitenHiebe

Etwas enttäuschend

— Melli274

Wie geht es mit dem Wasser weiter?

— Amber144

Fesselnd und erschütternd!

— Alina97

Kommt nicht an "Die Geschichte der Bienen" heran

— vielleser18

Für mich war der Roman nach dem starken Vorgänger "Geschichte der Bienen" eher eine Enttäuschung..

— Nepomurks

Weniger Entwicklung und Tiefgang bei den Personen als bei Teil 1.

— Silbendrechsler

stimmt nachdenklich...

— nicigirl85

Kein Vergleich zu "Die Geschichte der Bienen". Für mich eine einzige Enttäuschung!

— ConnyKathsBooks

Der fiktionale Teil der Geschichte erschreckt, gerade weil die Klima verändernden Wetterkapriolen das Szenario glaubwürdig machen.

— gst

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  • Zwei tolle Geschichten verbinden sich

    Die Geschichte des Wassers

    SeitenHiebe

    25. April 2018 um 20:15

              In dem Buch 'Die Geschichte des Wassers' von Maja Lunde, wechseln sich zwei Handlungsstränge in unterschiedlichen Zeiten ab. Zum einen begleiten wir die 67 jährige Norwegerin Signe im Jahr 2017 bei einer sehr persönlichen Mission. Dabei erzählt sie uns immer wieder von ihrem Leben und wie sie zu der Frau wurde die sie jetzt ist. Doch immer wieder im Wechsel begleiten wir auch den jungen Vater David und seine Tochter Lou im Jahr 2041 und lernen die Beiden und deren Kampf um das kostbare Wasser kennen. Eine Spannung beider Geschichten zieht sich durch das ganze Buch und besonders spannend wird es als sich die beiden Geschichten miteinander verbinden. Maja Lunde schreibt in diesem Buch über Familie, Liebe, Verlust, Wut, Veränderungen als Mensch und der Welt und natürlich über das Wasser. Die Autorin schreibt in einer tollen und klaren Sprache und bringt einem die Protagonisten so nahe, dass man glaubt man würde mit ihnen durch die jeweilige Zeit gehen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat mich bewegt und ich konnte die ganze Zeit mit den Charakteren fühlen. Ich konnte es Stellenweise nicht aus der Hand legen und habe bis zum Schluss mit gefiebert.        

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  • Etwas enttäuschend

    Die Geschichte des Wassers

    Melli274

    25. April 2018 um 15:44

    Nach der Geschichte der Bienen, habe ich mich sehr gefreut, als endlich der zweite Band der vierteiligen Reihe rauskam. Die Geschichte des Wassers geht wie der Name des Buches schon verrät um das Wasser. Diesmal springt die Geschichte, anders als bei der Geschichte der Bienen, nicht zwischen drei sondern zwei Zeitzonen hin und her. Man blickt aber bei Beiden in die Vergangenheit, was das Geschehe noch abrundet und erklärt. Einen Verknüpfungspunkt der beiden Handlungen ist ein Boot, das sich auch perfekt auf dem Cover des Buches wieder findet und das, auch genau abgestimmt zum ersten Teil der Reihe, passt. Der Schreibstil von Maja Lunde ist angenehm und zieht einen mit, doch leider hat mir dieses Mal etwas gefehlt. Es läuft so dahin, ohne wirklich Spannung aufzubauen und auch am Ende ist nicht wirklich ein Abschluss für den Leser da. Man bleibt, passend zur Geschichte, im Trockenen sitzen. Ich war etwas enttäuscht über den Inhalt, den man noch viel weiter hätte ausbauen können. Freue mich trotzdem über den hoffentlich bald erscheinenden dritten Band der Reihe.

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  • Wie geht es mit dem Wasser weiter?

    Die Geschichte des Wassers

    Amber144

    25. April 2018 um 11:29

    Durch die Geschichte der Bienen bin ich auf die Autorin aufmerksam geworden. Das Buch hat mich damals gefesselt und total begeistert. Genau deswegen musste auch dieses Buch einziehen. Das Cover ist genau so schlicht gehalten, wie bei dem anderen Buch.Der Erzählstil hat mich dieses Mal nicht ganz gefesselt. In diesem Buch sind zwei Erzählstränge vorhanden. Wobei mich nicht jeder der Stränge gleichermaßen fesseln konnte. Ich wurde beim lesen aber auf jeden Fall zum nachdenken über meinen Wasserkonsum bzw. mein Konsumverhalten angeregt. Kann es wirklich so weit kommen, wie in dem Buch beschrieben? Die Statistiken sprechen dafür und sollten uns alle zum nachdenken anregen. Wenn das Buch auch nur zwei Menschen anregt ihren Konsum zu überdenken, ist es auf jeden Fall schon ein kleiner Schritt.Wer in diesem Buch etwas tiefgründiges erwartet, der wird enttäuscht werden. Ein Spannungsbogen kam für mich nur bei einem Erzählstrang auf, der andere Strang plätscherte für mich eher dahin. Zum größten Teil wird hier auf die Problematik der Wasserknappheit und deren Folgen aufmerksam gemacht. Eine Geschichte außen rum hat mir persönlich gefehlt.Gerade weil ich das Thema sehr wichtig finde und es grundsätzlich gut umgesetzt ist, wenn auch mit ein paar Schwächen, vergebe ich noch 4 Sterne.

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  • Ich trinke, also bin ich?

    Die Geschichte des Wassers

    yesterday

    24. April 2018 um 15:17

    Wer die etwas langatmigen ersten Abschnitte dieses Buches übersteht, wird belohnt. Und zwar mit einem nachdenklich machenden Roman über Luxus, Vergänglichkeit und Miteinander. Maja Lunde hat nur wenige Hauptfiguren gewählt dafür seziert sie diese vorsichtig und wirft viele Fragen auf. Wie sehr bestimmt unsere Vergangenheit, unsere Kindheit, wer wir jetzt sind? Was könnte in Europa passieren, wenn die Klimaerwärmung noch ein paar Jahrzehnte so voranschreitet? Lunde stellt Thesen auf, erfindet ein erschreckendes Szenario und lässt den so normalen Griff zur Wasserflasche plötzlich in anderem Licht erscheinen. Kein Eis, kein Regen, kaum Trinkwasser. Wollen wir das wirklich? Können wir das verantworten? Oder wird alles schon nicht so schlimm werden, wenn wir den Kopf nur tief genug in den Sand stecken? Sand jedenfalls sollten wir dann genug haben, wenn ganze Landstriche ausdörren und unbewohnbar werden. Das jedenfalls passiert - bis jetzt nur - im Roman. 2041 begleitet der Leser eine kleine Familie, Vater und Tochter, auf der Flucht. Der Flucht vor Hitze, Flammen und Verdursten. Das Buch macht durstig. Durstig nach Wasser, aber auch nach Lundes Erzählstil, nach ihren Charakteren und wunderbaren Geschichten. “Die Geschichte des Wassers” ist eine kleine Mahnschrift, aber genauso ein schöner, eigenwilliger Roman um zutiefst menschliche Gedanken und Gefühle.

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  • das ganze Leben ist Wasser

    Die Geschichte des Wassers

    herrzett

    23. April 2018 um 21:07

    Die Geschichte des Wassers, ein Buch, auf das ich mich schon recht lange gefreut habe. Eigentlich bin ich mir bei Bestseller-Büchern bzw. Autoren immer etwas unschlüssig, ob ich wirklich zugreifen mag. Die Geschichte der Bienen steht zumindest hier im Rossmann schon gefühlte Jahre im Regal und obwohl ich es schon immer mal lesen wollte, konnte ich mich bisher noch nicht dazu durchringen es auch wirklich zu kaufen. Nun gut, die Geschichte des Wassers und somit den zweiten Teil der Reihe von Maja Lunde musste ich dann nun endlich lesen. "Alle Gletscher schmelzen, das wusste ich ja, doch es zu sehen ist trotzdem etwas anderes. Ich bleibe stehen, atme einfach nur ein und aus, das Eis ist noch immer da, aber nicht mehr an der Stelle, wo es früher einmal war." Zunächst treffen wir in Norwegen auf die 67-jährige Umweltaktivistin Signe im Jahre 2017. Ihre Geschichte ist aktuell, sie blickt zurück auf ihre Kindheit und die 'Anfänge', den Eingriff in die Natur und Umleitung von Flüssen um Strom zu produzieren - Strom für eine wachsende Population und Produktion. Bereits da macht sie sich dank ihres Vaters Gedanken über die Auswirkungen eines trocken gelegten Flusses und setzt sich später dann auch aktiv dagegen ein. Dass andere nun nicht diese Meinung teilen und hierzu auch ihre Mutter gehörte, ist dann das größte Hindernis dieser bzw. unserer Generation ist. "Du sagst, es ist unser Instinkt, für unsere Nachkommen zu sorgen [...]Aber eigentlich sorgen wir nur für uns selbst. Uns selbst und unsere Kinder. Höchstens noch für unsere Enkel. Diejenigen, die danach kommen, vergessen wir. Und gleichzeitig sind wir dazu in der Lage, Eingriffe vorzunehmen, die hunderte Generationen in der Zukunft beeinflussen, die alles zerstören für alle, die nach uns kommen." Signe wird erneut aktiv und will ihrer damaligen großen Liebe, dem Mann, der so dachte wie die alle anderen, die nur an sich und ihren Profit interessiert sind, zur Rede stellen. Doch ihre Reise zu ihm wird schwieriger als erwartet. Im Gegensatz dazu lernen wir David im Jahre 2041 kennen. Er, der wie viele andere mit dem Auswirkungen des Klimawandels und des fehlenden Süßwassers zu kämpfen hat. Erst als die Stadt beinahe verlassen ist, Brände und südliche Kriege alles bedrohen, erkennt auch er die Notlage und will mit seiner Familie in Richtung der nördlicheren Wasserländer fliehen. Dass auch dies kein einfaches Unterfangen wird, seine Familie mehr oder minder daran auseinanderbricht und eine Notlage zwischen Hoffnung und Verdursten entsteht, wird an dieser Stelle nun noch nicht verraten. "Und dann schloss ich die Augen und betete zu einem Gott, an den ich nicht glaubte, betete dafür, dass das Meer, wenn ich die Augen wieder öffnete und die Hand hineinstreckte, zu etwas anderem geworden wäre, und meine Finger, wenn ich an ihnen leckte, nach nichts schmecken würden, wie Süßwasser. Wie reines, klares Nichts." Es ist eine sehr eindrucksvolle Geschichte, eine Idee, dessen Ausmaß eigentlich jedem bereits klar sein sollte. Wasser ist etwas so essenziell wichtiges. Maria Lunde schafft es, in Form eines Romans auf die Auswirkungen vorherrschender Klimaänderungen und Sturheit der Menschheit, die alles beeinflussen will, aufmerksam zu machen.  Nun, es ist kein hoch komplex-literarischer Roman. Man merkt eindeutig, dass es ein Buch für eine breite Zielgruppe gedacht ist und eigentlich ist auch gerade das so mitentscheidend, denn die Auswirkungen von dem was wir tun und das Leben als solches geht uns alle was an. Dass sich die Welt verändert, merken wir bereits heute. Sauberes Trinkwasser zu finden wird teilweise immer schwieriger und doch handelt der Mensch immer noch grob fahrlässig. Dass daraus einmal Lebensmittelknappheit, riesige Unzufriedenheit, Kämpfe und Angst entstehen können, ist heute noch nicht vorstellbar, aber genau auf dies geht der Roman ein. Ich könnte nun eine ganze Umweltdebatte lostreten, aber was ich eigentlich sagen will ... der zweite Teil des "Klima-Quartetts" ist dem Wasser, dem Element aus dem das Leben entsteht und unser aller Leben möglich ist, gewidmet. Ein Element so extrem kostbar, und doch überall um uns herum. Was passiert, wenn die Quelle allen Lebens so langsam versiegt, schildert Maja Lunde total treffend und realistisch. Mit großer Action und herzzerreißenden Liebesszenen kann man in diesem Roman jedoch nicht rechnen. Mir persönlich fehlt ein gewisses Etwas. Ich kann es gar nicht direkt in Worte packen, aber es ist kein so mitreißender Roman, es ist eher eine konstante, konstruierte Geschichte ohne große Spannungsbögen. Dennoch hat dieses Buch zum Denken angeregt und abseits von "Du musst dies und das tun um das Klima zu schützen" auf die Auswirkungen unseres heutigen Handelns gelegt. Und gerade darum habe ich es gern gelesen. Die Geschichte der Bienen wird nun in naher Zukunft folgen und die beiden folgenden Bände werden dann höchstwahrscheinlich auch in meinen Besitz übergehen. "Wasser hat keine eigene Farbe, es ist die Welt ringsherum, die ihm seine Farbe verleiht, die Spiegelung des Himmels, der Umgebung, Wasser ist nie einfach nur Wasser."

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  • Gelungene Geschichte mit kleinen Schwächen

    Die Geschichte des Wassers

    BuecherwurmNZ

    22. April 2018 um 21:20

    Abwechselnd erzählt Maja Lunde dem Leser aus dem Leben der beiden Protagonisten. David floh mit seiner Tochter Lou in ein Auffanglager. Getrennt von seiner Frau und seinem Sohn, muss er sich nun alleine um Lou kümmern und alleine entscheiden. Lunde schafft es sehr gut, seine Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Frau und Kind, seinen inneren Zwiespalt und Widerspruch nachvollziehbar und eindringlich darzustellen. Als Leser ist man betroffen von seiner Situation und fühlt mit ihm.  Auch Signes Gedanken und Gefühle sind anschaulich und nachvollziehbar geschildert. Sie ist eine starke Frau mit eigener Meinung und steht für die Umwelt und den Naturschutz ein. Ihr Handlungsstrang war durchflochten von einem Rückblick auf ihr Leben, das eng mit ihrem Heimatdorf und dessen Gletscher verbunden ist. Wie in Die Geschichte der Bienen ist auch in diesem Buch der Schreibstil von Maja Lunde wieder herausragend. Ich liebe den Wechsel zwischen langen und kurzen Sätzen und die vorher noch nie gelesenen Vergleiche. Insgesamt hat mir dieses Buch wieder sehr gefallen, auch wenn es im Vergleich zum Vorgänger etwas schwächer ist. Aber Die Geschichte der Bienen ist für mich einfach perfekt, da konnte Die Geschichte des Wassers meiner Meinung nach nicht besser werden. Darüber hinaus ist mir der Einbau von Fakten über das Wasser, dessen Verschmutzung und der Knappheit in dem in der Zukunft spielenden Handlungsstrang zu kurz gekommen und hätte mehr Potenzial gehabt. Zudem wirkt Davids Geschichte auf mich noch nicht fertig erzählt.  FazitAuch wenn ich den Vorgänger deutlich besser finde und mir in Die Geschichte des Wassers einige Aspekte fehlen, ist Maja Lunde wieder ein tolles Buch mit einer berührenden und zum Nachdenken anregenden Geschichte gelungen.

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  • Bedrohliche Dürre

    Die Geschichte des Wassers

    YukBook

    21. April 2018 um 12:01

    Trinkwasser kann schnell zu einem knappen Gut werden, wie die kürzliche Krise in Kapstadt zeigt. Diesem aktuellen Thema widmet sich Maja Lunde im zweiten Roman ihres Klima-Quartetts. Diesmal wechselt sie zwischen zwei Erzählsträngen und Zeitebenen. Im Jahr 2017 kehrt die norwegische Umweltaktivistin Signe in ihre Heimat zurück, um die Gletscher zu retten, aus denen Eis exportiert und in teuren Drinks serviert wird. 2041 tauchen wir in eine Welt, in der bereits die Katastrophe unumkehrbar ist. Die Menschen flüchten aus Südeuropa in den Norden, um der Dürre und den Waldbränden zu entkommen, darunter der junge Vater David und seine Tochter Lou. Leider konnte mich die Autorin diesmal nicht so begeistern wie in ihrem ersten Buch über die Bienen. Ich hätte gern mehr Hintergründe über die Wasserknappheit und die Möglichkeiten dagegenzusteuern erfahren, doch sowohl das Umweltthema als auch die Handlung gehen nicht so in die Tiefe wie erwartet. Zum Weiterlesen angetrieben hat mich die Protagonistin Signe. Ihre starke Verbindung zur Natur, ihre Entschlossenheit zu handeln und die Schwierigkeit, Menschen, die sie liebt, für ihre Ziele und Mission zu sensibilisieren und zu mobilisieren, konnte ich gut nachfühlen. Die dramatische Aktion, in der sie Eisblöcke wie menschliche Gefangene befreit, hat mich besonders bewegt. Für David und Lou aus der zweiten Geschichte dagegen konnte ich bis zum Schluss keine Sympathie entwickeln. Die wehleidige, widerspenstige Tochter, die kindlichen Dialoge und Davids egoistisches Verhalten störten mich zunehmend. Auch die Beschreibung des Alltags im Flüchtlingscamp ließen es an Dramatik und Emotionen fehlen. Trotz dieser Schwächen ist die zentrale Kritik, dass die Natur dem wachsenden Wohlstand geopfert wird, angekommen und regt zum gewissenhaften Umgang mit unseren kostbaren Ressourcen an.

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  • Nicht so stark wie "Die Geschichte der Bienen"

    Die Geschichte des Wassers

    vielleser18

    20. April 2018 um 07:07

    David (26) ist mit seiner Tochter Lou (6) auf der Flucht. Es ist das Jahr 2041, Frankreich ist, wie der Rest Südeuropas, ausgetrocknet, das fünfte Dürrejahr hintereinander - die Menschen versuchen in den Norden zu flüchten. David hat seine Frau Anna und seinen Sohn August auf der Flucht verloren, in einem Flüchtlingslager angekommen, warten sie verzweifelt auf die beiden. Unterdessen fnden sie in einem entlegenen Haus außerhalb des Lagers ein altes Boot.Die Umweltaktivistin Signe (67) greift in Norwegen 2017 wieder ein. In ihrem Heimatort wird Gletschereis abgebaut um damit Multimillionären in fernen Städten  ihre Longdrinks aufzupeppen. Heimlich stiehlt sie die Kästen mit dem Eis, wirft das meiste ins Meer und nimmt den Rest mit auf ihr Segelboot Blue um damit nach Südfrankreich zu Magnus zu segeln, ihrem Jugendfreund und dem Verantwortlichen für den Raubbau an der Natur. Immer wieder erinnert sie sich auf dieser Fahrt an ihre Kindheit, ihre Jugend, die immer verheerernderen Eingriffe in die Natur und deren Folgen.Anscheinden haben diese beiden Erzählstränge nichts miteinander zu tun - was sie verbindet ist das Wasser - bei den einen ist es inzwischen etwas was fehlt - was rationiert wird, zu einem Luxus geworden ist. Bei Signe ist es noch vorhanden, doch klar ist, der Mensch greift ein und die Natur leidet und verändert sich. Und natürlich ist da auch noch das Boot - Signes Boot, dass David mit siener Tochter findet.Erst am Schluß gibt es eine Wendung, die überrascht, und bei der sich die Erzählstränge noch mehr verbinden.Auch in diesem Buch geht es um die Folgen der Handlungsweisen des Menschen an der Natur. Genauso wie die Bienen, dem ersten - genialen Buch - der Autorin, ist auch das Wasser und dessen Vorhandensein überlebenswichtig für den Menschen. Die Auswirkungen des Fehlens werden drastisch beschrieben. Doch anders als beim ersten Buch konnte mich die Autorin mit ihrem Werk diesmal nicht überzeugen. Die Handlungsstränge blieben oft zu flach und haben mich nicht ausreichend fesseln können. Es fehlte mir die Dynamik und damit auch eine Spannung. Die Protagonisten waren mir nicht sonderlich symphatisch, sie blieben zu blass, auch wenn viele ihre Aktionen - gerade be Signe - gut beschrieben worden sind. Irgendwie konnte ich diesmal keine Emphatie für sie entwickeln, mir fehlten hier eindeutig die emotionale Bindung. Fazit:Interessante Ansätze und wichtige Aussagen zum Raubbau an der Natur und deren Folgen werden angerissen, bleiben aber zu oberflächlich.  Die Protagonisten und die Erzählstränge konnten mich  zudem nicht ausreichend fesseln.

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    • 2
  • Meine Erwartungen wurden enttäuscht

    Die Geschichte des Wassers

    Zank

    18. April 2018 um 22:15

    Eine alte Umweltaktivistin namens Signe versucht im Jahr 2017 einen norwegischen Gletscher vor der Verarbeitung zu Eiswürfeln zu retten. 2041 kämpfen David und seine Tochter Lou in Frankreich ums Überleben - seit fünf Jahren herrscht aufgrund des Klimawandels eine Dürre und die Wasservorräte werden knapp.   Der Schreibstil der Autorin ist knapp, aber angenehm zu lesen. Trotz seiner fast 500 Seiten kann man das Buch schnell durchlesen, was auch daran liegt, dass für ein Erwachsenenbuch relativ wenig Text auf den einzelnen Seiten untergebracht ist.   Die heutige Zeitebene hat mich leider auf großen Strecken nur gelangweilt. Seite um Seite schippert Signe mit ihrem Boot übers Meer. Mit der Schifffahrt kenne ich mich zu wenig aus, um mich dafür begeistern zu können, und eigentlich hatte ich gehofft, etwas über Wasser und nicht über Vorsegel und Treibanker zu lernen. Auch in der Geschichte von David und Lou kommen Wasser bzw. die Gründe für dessen Mangel viel zu kurz. Stattdessen lernt man das Leben in einem Flüchtlingslager kennen, was durchaus interessant ist. Dennoch wären mehr Informationen über Wasser an sich, den Wasserkreislauf, die Auswirkungen des Klimawandels auf das Wasser, usw. im Buch sehr schön gewesen. Leider übergeht die Autorin all das vollständig oder handelt es in ein paar Sätzen ab (wie z.B. die Grundwasservorräte). Es gibt 2041 einfach kaum noch Wasser - Punkt. Und auch die Auswirkungen auf den Rest der Welt bleiben im Dunkeln.   Alle Protagonisten sind für mich schwer durchschaubar geblieben und sehr viele ihrer Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen. David, der 26 ist und schon eine 6jährige Tochter hat, benimmt sich wie ein ahnungsloser, naiver und triebgesteuerter Teenager. Signe wiederum ist in ihren Aktionen viel zu radikal, um als sympathische Naturschützerin wahrgenommen werden zu können. Auch mit den Nebenfiguren wie Marguerite und Magnus konnte ich mich nicht anfreunden.   Der fulminante deutsche Titel "Die Geschichte des Wasser" verspricht leider mehr, als das Buch halten kann. Unter dem Originaltitel Blå (="Blau" und gleichzeitig auch der Name von Signes Boot) hätte ich wahrscheinlich weniger erwartet und wäre nicht so enttäuscht worden.

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  • Langweilig und oberflächlich

    Die Geschichte des Wassers

    ConnyKathsBooks

    17. April 2018 um 12:29

    "Das ganze Leben ist Wasser, das ganze Leben war Wasser ..." (S. 17) Norwegen, 2017: Die 67jährige Umweltaktivistin Signe reist per Segelboot nach Frankreich zu ihrer Ex-Liebe Magnus. Einst kämpften sie gemeinsam gegen die Zerstörung ihrer Heimat - bis Magnus sie verriet. Nun möchte sie ihn endlich wachrütteln - mit einer ganz besonderen Fracht an Bord.Frankreich, 2041: Brütende Hitze und jahrelange Dürre zwingen die Menschen in Südeuropa zur Flucht nach Norden in die Wasserländer. So auch den 25jährigen David und seine Tochter Lou. Doch auch im Flüchtlingslager spitzt sich die Lage bald dramatisch zu - es mangelt an Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung. Einzige Hoffnung ist nun ein uraltes Segelboot, welches die beiden bei einem verlassenen Haus entdecken. Signes Boot. "Die Geschichte des Wassers" stammt aus der der Feder von Maja Lunde und ist der zweite Teil ihres Klimaquartetts. Der Auftakt "Die Geschichte der Bienen" hatte mir richtig gut gefallen - ein packender und lehrreicher Mix aus Dystopie, Historie und Gegenwart. Doch die Fortsetzung enttäuschte mich auf ganzer Linie. Diesmal gibt es nur zwei Ich-Erzähler, Zeitebenen und Handlungsstränge, anhand derer die norwegische Autorin ihre "Geschichte des Wassers" schildert. Ob Umweltaktivistin Signe oder Klimaflüchtling David nebst Tochter Lou - das Wasser bestimmt momentan ihr Leben. Die eine kämpft seit langem gegen Ressourcenverschwendung und den Raubbau an der Natur, die beiden anderen leiden bereits an den gravierenden Folgen. Es geht um Klimawandel, Gletscherschmelze oder Plastikmüll im Meer - durchaus wichtige und interessante Themen, die hier aufgegriffen werden, aber auf sehr oberflächliche und nichtssagende Weise. Mir fehlte es an Hintergründen, Tiefe und möglichen Lösungsansätzen, ebenso wie an Spannung. Die Handlung plätschert die meiste Zeit nur vor sich hin und verliert sich in langweiligen Rückblenden und Familiendramen, besonders was Signes Vergangenheit betrifft.Mit den Figuren wurde ich ebenfalls nicht warm. Ich fand sie allesamt recht unsympathisch und ihre Schicksale berührten mich kaum, abgesehen vielleicht noch von der aufgeweckten Lou. Dazu kommt ein gewöhnungsbedürftiger Schreibstil mit ewig langen Kommasätzen und ständig wechselnden Zeitformen - einfach nicht meins. Oft war ich kurz davor abzubrechen, habe aber tapfer durchgehalten. Ich wollte dann doch noch wissen, wie sich die beiden Geschichten von Signe und David verbinden und wie alles ausgeht. Mit dem Ende bin ich aber auch nicht richtig glücklich. Es wirkt doch recht abrupt und ist sehr offen gehalten, verspricht aber zumindest etwas Hoffnung.Insgesamt kann ich "Die Geschichte des Wassers" nicht empfehlen. Langweilig, oberflächlich und belanglos - für mich eine riesengroße Enttäuschung. Ich hoffe, die Autorin kann sich im dritten Teil wieder steigern! Daher nur 2 Sterne von mir.

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  • Wahrscheinliche Zukunft, aber weniger hoffnungsvoll als bei den Bienchen

    Die Geschichte des Wassers

    Silbendrechsler

    17. April 2018 um 12:09

    "Die Geschichte des Wassers" ist der zweite Band, in Maja Lundes Reihe über die Natur und unsere Zukunft. Ich habe auch schon "Die Geschichte der Bienen" gelesen und bin mit großen Erwartungen an das neue Buch herangegangen.Wie schon in der ersten Geschichte begleiten wir eine gegenwärtige und eine zukünftige Person in ihrer Lebensgeschichte, die wir im Laufe der Erzählung nach und nach erfahren. Dieses Mal sind es: Signe, schon beinahe 70 Jahre alt; Die Norwegerin war ihr ganzes Leben lang Umweltaktivistin, hat schon in jungen Jahren für den Erhalt der Flüsse und des Gletschers in ihrer Heimat gekämpft und tut es noch. Sie wurde ihr Leben lang enttäuscht von Menschen, denen Profit, Wohlstand und Bequemlichkeit wichtiger waren als die Natur - etwas, das Signe überhaupt nicht verstehen kann. Als sie sieht, wie ihr geliebter Gletscher abgetragen werden soll um als Eiswürfel in Drinks reicher Leute zu enden, beschließt sie einen Schlussstrich zu ziehen, denn ihr ehemaliger Verlobter ist dafür verantwortlich. Sie macht sich mit dem Eis auf die beschwerliche Reise, mit ihrem kleinen Segelboot von Norwegen bis nach Frankreich um ihn zur Rede zu stellen. Im Laufe der Reise erleben wir mit ihr alle Hochs und Tiefs und erfahren ihre harte Lebensgeschichte.Und David, mit seiner kleinen Tochter Lou, im Frankreich des Jahres 2041. Man könnte denken, dass das noch nicht so weit in der Zukunft liegt, und doch sind die Geschehnisse recht realistisch, auch auf die kurze Zeit. Trinkwasser wird überall knapper, Dürre und Wüsten breiten sich aus, längst bietet auch Südeuropa, genauer Südfrankreich keine Überlebensbedingungen mehr, so machen sich auch David und seine Freundin Anna mit ihren beiden kleinen Kindern auf den Weg, auf die Flucht nach Norden, in die Wasserländer. Sie hoffen irgendwo ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, bis dahin müssen sie in Flüchtlingslagern in Nordfrankreich bleiben. Auf dem Weg dorthin werden sie getrennt. David kommt mit der kleinen Lou im Flüchtlingslager an und weiß nicht, wo der Rest der Familie ist. Sie fristen ein trostloses Dasein im Flüchtlingslager, lernen ein paar Leute kennen, aber keine richtigen Freunde. Sie müssen miterleben, wie die Vorräte und das Wasser immer knapper werden, wie Dürre und der Krieg um Wasser immer näher kommen. Eigentlich sollten sie weiter nach Norden ziehen, aber sie wollen auf den Rest der Familie warten. Wir erleben das harte Leben mit und erfahren nach und nach was zuvor geschehen ist. Ein Hoffnungsschimmer ist das Boot, das die beiden in einem verlassenen Garten finden. Dort können sie spielen und tatsächlich wieder neue Hoffnung fassen. Wie die beiden Geschichten am Ende verknüpft werden, will ich noch nicht verraten, es ist aber vorhersehbar und wenig spektakulär. Ich hätte mir den versprochenen Schatz, den sie finden irgedwie hoffnungsvoller und weltumspannender vorgestellt. Ich war am Ende über die Aussichten, die in der zukünftigen Geschichte für David und Lou noch bleiben sehr enttäuscht und hoffe, dass es in unserer Zukunft doch etwas anders aussieht. Im Jahr 2041 werde ich genau 50 Jahre alt sein, das erlebe ich hoffentlich und ich freue mich darauf, dann zu sagen, siehts du: Wir haben es geschafft, es ist nicht zum Krieg um Wasser gekommen und wir leben alle noch. (Ja, das ist etwas utopisch, aber lasst mich optimistisch sein). Insgesamt war ich von den Geschichten, von den Personen und deren Entwicklung im Vergleich zum Teil 1 etwas enttäuscht. Es wäre für sich alleine gestellt eine gute, realistische Geschichte, aber hinter der "Geschichte der Bienen" steht sie einfach an Qualität und Tiefe zurück. Deswegen gibt es leider nur vier Sterne. Ich hoffe, dass die nächsten (versprochenen 2) Teile wieder eher werden wie der erste und dass sich alles dann zu einem guten Ganzen zusammenfügt, auch wenn der zweite Teil für mich vielleicht ein Schwachpunkt war. Ich möchte eben ein Happy End und wenn ich das wieder Erwarten nicht ganz bekomme, bin ich enttäuscht...

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  • regt sehr zum Nachdenken an

    Die Geschichte des Wassers

    liesl06

    17. April 2018 um 10:43

    Die Geschichte des Wassers ist der zweite Band von Maja Lunde, der sich mit unserer Welt beschäftigt und die Auswirkungen der klimatischen Bedingungen. In ihrem ersten Buch ging es noch um das Sterben der Bienen und wie dieses unsere ganze Landwirtschaft und unser Leben beeinträchtigt. Im neuen Buch steht das Thema Wasser im Vordergrund. Wasserknappheit ist schon immer ein Thema, wenn auch nicht hier in Deutschland. In anderen Gebieten der Erde ist es leider nicht nur Romanthema. Doch was ist in einigen Jahren? Werden wir alle irgendwann von Wasserknappheit betroffen sein? Genau diesem Thema widmet sich Maja Lunde in ihrem neuen Band. Teil eins der Geschichte spielt noch in der heutigen Zeit, wo es an Trinkwasser nicht mangelt. Die 70jährige Norwegerin Signe macht sich mit ihrem Segelboot auf die Reise. Sie will die französische Küste erreichen. An Bord hat sie eine Fracht, die in einer anderen Zeit Leben retten kann. Jahrzehnte später ist es dann soweit: das Trinkwasser ist knapp und es gibt längst nicht genug für alle Menschen. So machen sich immer mehr auf die lange Reise Richtung Norden, wo es noch mehr Wasserspeicher gibt. Unter ihnen auch der junge Vater David mit seiner Tochter Lou. Seine Frau ist mit seinem Sohn bei einem tragischen Brand ums Leben gekommen und so versucht er wenigsten seiner Tochter ein besseres Leben zu verschaffen. Sie machen sich auf die lange Reise. In einer ihrer Zwischenstationen finden sie dann das alte Boot der Umweltaktivistin Signe. Und als auch in dem Camp das Wasser knapp wird, ist die Fracht des alten Bootes ihre Rettung. Auch das zweite Buch von Maja Lunde hat mir sehr gut gefallen. Die Sprache ist wieder sehr schön und das Thema vielleicht gar nicht so abwegig wie man vielleicht zuerst denken mag. Die beiden unterschiedlicgen Geschichten der Hauptpersonen sind auch wieder toll miteinander verknüpft, obwohl mehrere Jahre zwischen ihnen liegen. Ein tolles Buch was etwas wachrüttelt und ich bin schon sehr auf die nächsten Bücher gespannt, die bereits angekündigt sind.

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  • Wasser, der Quell allen Lebens...

    Die Geschichte des Wassers

    nicigirl85

    17. April 2018 um 10:03

    Von Maja Lunde hatte ich bisher viel Gutes gehört, allerdings noch kein Buch gelesen. Mit „Die Geschichte des Wassers“ wollte ich dies nun ändern.In der Geschichte geht es, wie sollte es auch anders sein, um Wasser. Zum einen begleiten wir die 67- jährige Norwegerin Signe, die als Umweltaktivistin tätig war, auf ihrem kleinen Segelboot „der Blau“. Zum anderen sind wir dabei, wie Vater David zusammen mit seiner Tochter Lou auf der Flucht ist. Werden sie ihrem Schicksal entkommen können?Während die Handlung um Signe in der Gegenwart spielt, sprich im Jahr 2017, ereignen sich die Geschehnisse um David in der Zukunft, im Jahr 2041. Immer im Wechsel begleiten wir mal den einen, mal den anderen Hauptcharakter und beide fungieren jeweils in ihrem Handlungsstrang als Ich- Erzähler.Durch die beiden Handlungsstränge, die sich konstant abwechseln entstand mehr Spannung, denn meist endete ein Abschnitt mit einem kleinen Cliffhanger. Der Schreibstil Lundes lässt sich flüssig und leicht lesen, schnell konnte sie mich in die Geschichte hineinziehen.Etwas sonderbar empfand ich, dass stets das Thema Wasser und dessen Bedeutung im Fokus steht und nicht so sehr die handelnden Figuren. Auch wenn beide Protagonisten die Ereignisse aus ihrer Sicht schildern, fehlt die Nähe zu den Figuren. Zwar konnte ich mich durchaus in deren Lage versetzen, aber wirklich sympathisch war mir niemand in der Geschichte. Gerade David entwickelt sich im Verlauf der Handlung immer mehr zum Negativen.In meinen Augen gelingt es der Autorin das aktuelle Thema „Flucht und Flüchtlinge“ sehr eindringlich darzustellen. Ist die Situation im Lager anfänglich noch recht gut auszuhalten, spitzt sich die Lage immer mehr zu. Kämpfe um Nahrung, Medikamente und Wasser, davon möchte man selbst niemals betroffen sein. David ist zu Beginn noch recht zufrieden mit dem Lagerleben, doch mit der Zeit staut sich auch bei ihm Aggressivität an, die sich irgendwann Bahn bricht.Signe hingegen schwelgt auf ihrer Bootsfahrt in Erinnerungen an ihr bisher gelebtes Leben. Von klein auf lernen wir sie kennen und welche Veränderungen es in der sie umgebenden Natur gibt, die durch Menschenhand entstanden sind. Die Beschreibungen des Segelns in den Abschnitten um Signe fand ich etwas ermüdend.Der Roman stimmt in jedem Fall nachdenklich, denn ist wirklich jede Innovation notwendig oder sollte man sich lieber dem Schutz der Natur widmen? Für meinen Geschmack erzählt Maja Lunde stets mit einem leicht erhobenen Zeigefinger, was ich nur bedingt mochte.Das offene Ende hatte ich so nicht erwartet, finde es aber durchaus passend, denn in der Situation, in der sich die Protagonisten befinden, ist alles und nichts möglich.Fazit: Ein augenöffnendes Buch, das lesenswert ist und zum Nachdenken über das eigene Handeln anregt. Wer sich dem Thema Umweltschutz nicht völlig verschließt, bekommt hier angenehmen Lesegenuss geboten. Gute Unterhaltung!

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  • Ohne Wasser kein Leben

    Die Geschichte des Wassers

    gst

    16. April 2018 um 17:03

    Signe kämpft seit ihrer Jugend für die Umwelt. Auch mit knapp 70 Jahren gibt sie nicht auf und will verhindern, dass das norwegische Gletschereis von arabischen Scheichs als Drinkkühler verwendet wird. Dazu macht sie sich im Jahr 2017 mit ihrem Segelboot auf den Weg zu ihrem ehemaligen Geliebten nach Frankreich. David könnte vom Alter her ihr Enkel sein. Er lebt im Jahr 2041 in Frankreich und flieht gemeinsam mit seiner Tochter vor der Hitze des Südens in den Norden. In einem Flüchtlingslager hofft er seine Frau und den kleinen Sohn wieder zu finden. In relativ kurzen Kapiteln begleitet der Leser abwechselnd Signe und David auf ihrem strapaziösen, vom Wasser abhängigen Weg und erfährt dabei so einiges über die Vergangenheit beider Protagonisten. „Nichts kann hässlicher werden als etwas, das einmal schön war“, spielt zwar auf die Ehe von Signes Eltern an, passt aber ebenso auf den extremen Wetterumschwung in nur wenigen Jahren, den David als Krieg bezeichnet. Die 1975 in Olso geborene Maja Lunde, die mit ihrer „Geschichte der Bienen“ bekannt wurde, hat in diesem Buch auf eine in meinen Augen interessante Schreibtechnik zurückgegriffen: Das, was in der heutigen Zeit geschieht, erzählt sie im Präsens, das was erst in Zukunft geschehen wird, erzählt sie im Perfekt. Ihr ist mit der Geschichte des Wassers ein Werk gelungen, das erschreckt und zum Nachdenken anregt. Denn diese fiktionale Erzählung ist gar nicht so unwahrscheinlich und verdeutlicht, dass die Zahl der Flüchtlinge in nicht allzu ferner Zukunft wohl noch um einiges größer werden kann. Obwohl mir der Roman gut gefallen hat und sich leicht lesen ließ, hat er mich nicht ganz überzeugt. Aber vier Sterne ist er auf alle Fälle wert. 

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  • Die Signifikanz des Wassers

    Die Geschichte des Wassers

    eleisou

    15. April 2018 um 23:30

    Wie auch bei der Geschichte der Bienen hat die Autorin Maja Lunde auch hier mit der Geschichte des Wassers die Wichtigkeit der Natur hervorgehoben und diesmal die des Wassers. Das Buch spielt in zwei verschiedenen Zeitebenen, einmal in der Gegenwart und einmal in der Zukunft. Die Umweltaktivistin Signe ist mit ihren Boot unterwegs nach Frankreich. Auf dem Schiff befindet sich Eis in Kisten, das sie aus dem heimatlichen Gletscher transportiert und an die Reichen von Frankreich als Kühlmittel verkaufen will. Dabei denkt sie an ihr Leben nach und lässt es Revue passieren. Dreißig Jahre weiter in der Zukunft suchen David und seine Tochter Lou den Rest der Familie, denn alle sind auf der Flucht. Dabei entdecken sie das Schiff von Signe. Südeuropa leidet unter einer großen Dürre und das Leben scheint für die Bürger aussichtslos. Dass das Wasser eine Quelle ist, mit der man behutsam umgehen muss weil eine Verschwendung katastrophale Folgen haben könnte, wird uns in dem Roman nochmal so richtig deutlich. Somit regt das Buch zum Nachdenken an und überträgt wertvolle Schlussfolgerungen. An manchen Stellen fand ich es ein klein wenig langatmig, deshalb der eine Punkt Abzug.

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