Majgull Axelsson Die Aprilhexe

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Inhaltsangabe zu „Die Aprilhexe“ von Majgull Axelsson

Desirée ist eines der vielen behinderten Kinder, die in den fünfziger Jahren in ein Heim gegeben wurden, und eines der wenigen, das bis in die neunziger Jahre überlebt hat. Sie kann weder gehen noch sprechen, aber sie besitzt andere Fähigkeiten. Ihre drei Schwestern wissen nichts von ihrer Existenz. Doch eines Tages bekommt jede von ihnen einen Brief, der sie zwingt, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Margareta, die Physikerin, Christina, die Ärztin, und Birgitta, die Alkoholikerin. Mit ihren anonymen Briefen legt Desirée den Finger auf Wunden, die noch längst nicht verheilt sind.

Wie immer ist die Autorin nah an den Charakteren dran. Die Geschicht selbst baut sich nicht so gut auf.

— bettina3642

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  • Rezension: Die Aprilhexe von Majgull Axelsson

    Die Aprilhexe

    Lumi

    24. August 2015 um 19:14

    Im Zentrum von Majgull Axelssons Roman "Die Aprilhexe" steht Desirée, die den Großteil ihres Lebens in verschiedenen Pflegeeinrichtungen verbracht hat. Sie kam schwerbehindert zur Welt: Spasmen und epileptische Anfälle begleiteten sie seit ihrer Geburt, das Reden fiel ihr von Anfang an schwer. Von den Ärzten wurde sie bald abgeschrieben und von ihrer Mutter Ellen gleich nach der Geburt zurückgelassen - denn so verfuhr man im Nachkriegsschweden mit behinderten Kindern. Dabei ist Desirée keineswegs geistig zurückgeblieben, ihr Verstand ist messerscharf. Außerdem verfügt sie über besondere Fähigkeiten: Sie ist eine Aprilhexe, ihr Geist kann den Körper verlassen und auf andere Lebewesen übergehen. Desirée erhält somit die Möglichkeit, die Welt aus anderen Augen zu sehen und nutzt diese auch rege. Durch einen ihrer Ärzte - Hubertsson, zu der sie ein besonderes Verhältnis hat - erfährt sie davon, dass ihre Mutter drei Pflegetöchter großgezogen hat. In der Überzeugung, eine dieser Töchter habe ihr das Leben gestohlen, welches für sie gedacht gewesen war, nutzt sie ihre besonderen Fähigkeiten und beginnt im Leben der drei Frauen nachzuforschen. Da ist Christina, die Ärztin, in derem Leben alles in bester Ordnung zu sein scheint. Außerdem Margareta, die Physikerin mit ziemlich offensichtlicher Bindungsangst. Und zu guter Letzt Birgitta, die einstige Schönheit, die in einem Strudel aus Alkohol und Drogen zu versinken droht. Keine der drei Frauen weiß von Desirées Existenz und keine ahnt, wie aktiv diese in ihr Leben eingreift. Familiengeheimnisse werden gelüftet und alte, lange verdrängte Traumata wieder an die Oberfläche gebracht. Doch wird es Desirée so wirklich gelingen, herauszufinden, welche ihrer Schwestern ihr Leben gestohlen hat? Majgull Axelsson ist mit "Die Aprilhexe" ein wirklich bemerkenswerter und außergewöhnlicher Roman gelungen, welcher sicher nicht zu Unrecht den Augustpris, Schwedens wichtigsten Literaturpreis gewann. Der Roman behandelt mehrere ganz unterschiedliche Frauenschicksale. Keine von ihnen hatte es leicht in ihrer Kindheit und alle haben sie ein Leben lang schwer an ihren Geschichten zu tragen. Bei einigen der Schicksale schwingt auch eine deutliche Gesellschaftskritik mit: Obwohl weite Teile der Handlung zur Blütezeit des schwedischen Wohlfahrtsstaates spielen, scheint bei den Protagonisten nicht viel von diesem vermeintlichen Wohlstand für alle angekommen zu sein. Insbesondere kritisiert wird dabei der Umgang mit körperlichen und geistigen Behinderungen in jener Zeit. "Die Aprilhexe" ist keine leichte Kost, aber mir hat die Lektüre viel gegeben. Wer einmal ein Buch über Frauenschicksale abseits jeglichen Kitsches lesen möchte, der ist hier genau an der richtigen Adresse.

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  • Von Höhenflug keine Spur

    Die Aprilhexe

    Armillee

    16. December 2013 um 16:52

    Bis Seite 88 bin ich gekommen. Mir war die Geschichte zu skuril...der Arzt, die schwerstbehinderte Desiree, die drogensüchte Schwester (alle Klischees erfüllt), Viele Fragen blieben offen, so z.B. wie Desiree in einer Möwe reist und weiß, wohin sie fliegen muss und ihre Schwestern zu finden. Oder wie sie den Vogel dort vor den Füßen von Christina tötet...und dann zurückkommt? Christina selbst fand ich als größte Lese-Zumutung. Sie ist froh, ihren Mann und die beiden Töchter loszusein (Urlaub, im näxsten Kapitel vermisst sie sie. Dann ihr Haus, dass sie selbst in liebevoller Kleinarbeit restauriert hat und sich dort sicher fühlt. Endlich etwas, was ihr gehört Eine Seite später steht sie verloren am Herd, hat unbestimmte Ängste und fühlt sich dort unwohl. Ihre Schwester Margareta...ist ihr fremd, sie mag sie nicht, dann hat sie einen Absatz später liebevolle Gefühle für sie und will auf M. zugehen. Diese Person war überhaupt nicht festzumachen. Hü und hott. Ich gestehe, für dieses hin und her hatte ich keine Geduld. Das Lesen war anstrengend und keine Person war mir symphatisch.

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  • Rezension zu "Die Aprilhexe" von Majgull Axelsson

    Die Aprilhexe

    Tinalini

    27. May 2012 um 17:59

    Hirngeschädigt, spastisch, epileptisch. Ihr ganzes Leben, das knapp ein halbes Jahrhundert währt, verbringt Desirée hauptsächlich im Krankenhaus. Sie kann sich fast nicht bewegen, und sie kann sich kaum verständlich machen. Aber sie hat scharfe Augen und einen messerscharfen Verstand. Und sie kann etwas, was alle anderen nicht können. Desirée ist eine Aprilhexe. Aprilhexen besitzen die Fähigkeit, ihren Körper zu verlassen, sich mit ihrem Bewußtsein anderer Körper -- Mensch oder Tier -- zu bedienen und Ausflüge in die Welt zu unternehmen. Auf diese Weise beobachtet sie das Leben ihrer drei Halbschwestern. Ihre Mutter nahm diese Kinder in Pflege, nachdem sie ihr eigenes behindertes Kind Medizin und Forschern überlassen hatte. Margareta, eine akademische Modepuppe, Christina, eine unterkühlte und hypochondrische Ärztin, Birgitta, eine drogensüchtige Säuferin. Inzwischen sind sie alle um die fünfzig, und ihre Pflegemutter Ellen ist lange tot. Keine weiß, daß es Desirée gibt und daß sie von ihr gesteuert werden. Mit anonymen Briefen und übersinnlichen Fähigkeiten läßt sie alle drei aufeinander prallen und ihre abgründigen Lebensgeschichten voll Angst, Schmerz und Haß ausgraben. Während sich die Vergangenheit neu belebt, flackert auch Desirées eigene Geschichte wieder auf. Das verstrickte Leben der vier Schwestern, die biologisch überhaupt nichts miteinander zu tun haben, scheint ein einziger Sündenpfuhl aus Verfehlungen zu sein. Drastisch und schamlos wird abgerechnet. Macht ein mehrfach behindertes Leben Sinn? Ist sozialer Absturz allein selbst verschuldet? Wo liegt der dunkle Schatten gesellschaftlicher Anpassung? Die Autorin mischt brisante Tabuthemen auf. Sie legt mit Metaphysik, Mystik und einem ausgeprägten Sinn für Wahrheit und Wirklichkeit dem ganzen Wirrwarr von widerstreitenden Kräften ein Weltbild zugrunde, das es ermöglicht, haarsträubende Paradoxien auszusöhnen und brennende Fragen zu löschen. Ein Buch auf hohem Niveau, aggressiv, brutal ehrlich, schmucklos direkt. Ein Thema auf Messers Schneide, scharf durchleuchtet, feinsinnig interpretiert, tabulos behandelt. Eine Geschichte, die anklagt, abrechnet, versteht und verzeiht. Eine Handlung, die den Leser mit Klauen packt. --Daphne von Unruh -- Klauen? Eher Grauen. Das Buch war laaaaaangweilig. Es ist nichts passiert. Gut, Birgitta eine verlogene, drogensüchtige, alkoholabhängige Hure, Christina eine Ärztin und Margareta eine Physikerin. Passiert. In jeder Familie gibt es schwarze Schafe. Ich mag ja grundsätzlich eher leichte Lektüre, habe mir von diesem aber viel versprochen, vor allem, da ich im beruflichen Umfeld „das ist ein super Buch“ gehört habe. Was ist denn der Sinn des Buches? Die behinderte Desirée ist eifersüchtig auf ihre drei Halbschwestern, die gesund sind und „das Leben leben, dass ihr bestimmt war“. Sie spielt die Schwestern gegeneinander aus, diese hassen sich. Ja, das wars. Mehr ist auf über 500 Seiten nicht passiert. Am Ende sind die meisten Personen tot und die drei Pflegeschwestern mögen sich noch immer nicht. Ich fand das Buch mehr als sinnlos, es war eine Qual, es zu lesen. Ich habe es nur gelesen, weil meine Chefin es halt so gut fand. Ein Stern ist noch zu viel Lob…

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  • Rezension zu "Die Aprilhexe" von Majgull Axelsson

    Die Aprilhexe

    alexander_engel

    18. November 2009 um 12:46

    Ein Buch voller Magie, sowohl innerhalb der Geschichte als auch in der Sprache selbst. es geht um Leben, aus der Perspektive einer praktisch bewegungslosen Frau. Ein Mythos begleitet ihre >Hoffnung. Kann doch ihr Geist, ihre Seele, den Körper verlassen, sich anderer Lebewesen bedienen um diesen ihren Willen aufzuzwingen. Es geht auch um Rache und um Verletzungen, um Wiedergutmachung und Heilung. Ein großartiger Roman, eine Hauptfigur, die zu beschreiben sich wenige Autoren zutrauen würden, und wie immer große Poesie aus Sakndnavien.

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  • Rezension zu "Die Aprilhexe" von Majgull Axelsson

    Die Aprilhexe

    Fleure

    08. June 2008 um 12:23

    Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Ein faszinierendes Buch und ich empfehle es gerne.

  • Rezension zu "Die Aprilhexe" von Majgull Axelsson

    Die Aprilhexe

    SunCheeks

    30. August 2007 um 20:30

    Desirée ist schwerbehindert. Sie kann sich weder selbst bewegen, noch sprechen. Dazu kommen ihre schweren spastischen Anfälle. In ihrem missgestalteten Körper vermutet man eine missgestaltete Seele. Doch sie ist hochintelligent und versteht von manchen Sachen mehr als ihre Ärzte. Doch erst im wohl hundertsten Pflegeheim begegnet sie einem Arzt, der sie als das erkennt, was sie wirklich ist. Er besorgt ihr Bücher und vertraut ihr sogar seine Probleme an. Er ist für Desirée der wichtigste Mensch und sie verliebt sich... Die eigentliche beginnt damit, dass er ihr Unterlagen über Desirées Mutter besorgt, die sie als Baby in ein Pflegeheim abgeschoben, aber später Pflegetöchter bei sch aufnahm, als hätte es ihre leibliche Tochtr nie gegeben. Damit kann Desirée nicht leben. Die drei Pflegetöchter haben ihr die Liebe ihrer Mutter geraubt und deshalb sollen sie sich nun mit der Vergangenheit auseinandersetzen, denn sie wissen ja nicht einmal von der Existenz der leiblichen Tochter ihrer Pflegetochter. Desirée ist eine Aprilhexe und sie hat die wundersame Fähigkeit, ihren verkrüppelten Körper zu verlassen, hinter dem Auge eines Vogels Platz zu nehmen und den Tierkörper dazu zu zwingen, sich dorthin zu bewegen, wohin sie will: in die Welt ihrer Schwestern. Eines Tages bekommen ihre Pflegeschwestern - Margareta, eine akademische Modepuppe, Christina, eine unterkühlte und hypochondrische Ärztin, Birgitta, eine drogensüchtige Säuferin - , die sich seit Jahren nicht gesehen haben und verstritten sind, einen Brief und werden durch Desirées Kräfte dazu gebracht, sich zu treffen. Und Geheimnisse kommen ans Licht...

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