Majgull Axelsson Rosarios Geschichte

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Inhaltsangabe zu „Rosarios Geschichte“ von Majgull Axelsson

Rosario Baluyot war nur elf Jahre alt, als sie starb. Das philippinische Straßenkind fiel dem stillschweigend geduldeten Sextourismus in Gestalt eines österrreichischen Arztes zum Opfer. Majgull Axelsson hat Rosarios kurzes Leben rekonstruiert. Ihre Geschichte ist kein Bericht, der nackte Fakten präsentiert, keine schnelle Lektüre, die Absolution erteilt, kein oberflächliches Betroffenheitsbuch, das doch nur auf Voyeurismus setzt. Mit großem Einfühlungsvermögen erweckt die Autorin Träume und Sehnsüchte der jungen Rosario zum Leben, gibt ihr ihre Würde zurück.

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  • Rezension zu "Rosarios Geschichte" von Majgull Axelsson

    Rosarios Geschichte
    HelgaR

    HelgaR

    08. January 2011 um 20:52

    Warum das Buch diesen Titel trägt, ist mir eigentlich nicht ganz klar, weil die Geschichte von Rosario beginnt erst nach der Hälfte des Buches und sie war für mich eigentlich nicht vordergründig. In der erste Hälfte des Buches geht es um die Geschichte andere Kinder, wobei mich z.B. die von Alex weit mehr berührt hat, als die von Rosario. Aber man erfährt von den meisten nicht, was aus ihnen geworden ist. Es sind alles ganz furchtbare Geschichten, aber ich fand sie sehr oberflächlich und selbstverständlich erzählt. Irgendwie eine nach der anderen heruntergeschrieben, ohne Emotionen. Ich habe schon sehr viele berührendere Geschichten gelesen, obwohl ich finde, dass es gerade hier angebracht gewesen wäre, mit Nachdruck diese ganzen Zustände aufzuzeigen. Aber es war halt auch noch eine andere Zeit, wo man noch nicht so viel darüber gesprochen hat, im Gegensatz zu heute, wenn man z.B. über den Sextourismus in Thailand etc. liest, da kommt das noch viel mehr herüber.

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  • Rezension zu "Rosarios Geschichte" von Majgull Axelsson

    Rosarios Geschichte
    November

    November

    22. August 2010 um 14:23

    Dies ist kein Buch, das man mit einem Mal komplett lesen darf. Die Berichte und Geschichten sind zu erschütternd, zu traurig und Zorn entfachend. Man braucht Zeit um alles zu verarbeiten, kann nur stückchenweise lesen - zu bedrückend ist der Inhalt. Kinderprostitution und Sextourismus in der 3. Welt - exemplarisch die Philippinen - sind keine Themen, mit denen man sich mal eben nebenbei beschäftigen sollte. Denn das ist, worum es in "Rosarios Geschichte" von Majgull Axelsson geht. Die Autorin schuf einen aufwühlenden Dokumentarroman, dessen kindliche Protagonisten zumeist aus verschiedenen existierenden Schicksalen zusammengesetzt sind. Auf diese Weise gibt sie einen umfassenden - verstörenden - Einblick des differenzierten sexuellen Missbrauchs von Kindern. Zugleich versucht Majgull Axelsson auch deren Gedanken, Gefühlen, Hoffnungen und Wünschen Ausdruck zu verleihen. ------------------------------------------ Da ist zuerst die junge, magere Nora; eine Freundin Rosarios, deren Geschichten die letzte Hälfte des Buches füllt. Da ist das grausame Schicksal des kleinen Alex aus Pagsanjan, der über das Offensichtliche nicht zu sprechen wagt. Da ist die philippinische Mutter, die als Verlobte nach Schweden geholt wird, damit man ihre Kinder öfter missbrauchen kann. Und da ist die kämpferische Rosario. Ein 11-jähriges Mädchen, das sich in der harten Welt der Straßenkinder behaupten muss. Und die nicht weiß, wie ihr geschieht, als ein österreichischer Arzt sie vergewaltigt und durch seine unvorstellbare Grausamkeit ihren Tod herbeiführt. -------------------------------------------------- Majgull Axelsson hat nicht nur die traurigen Schicksale der vielen Kinder recherchiert, sondern auch die Profile ihrer Dämonen. Durch Gespräche mit zuständigen Institutionen, aber auch den Tätern selbst, erzählt sie ebenso aus deren Sicht. Sie, die Pädophilen und andere Sextouristen,empfinden sich als die "eigentlichen Opfer". Denn die kleinen Jungs und Mädchen wüssten ganz genau, wie sie die Männer zu verführen hätten. Sie wollten sie mit ihren Tränen und dem Gebettel doch nur erregen und weiter reizen..... Mir wurde bei diesen Zeilen nicht zum ersten Mal schlecht. Ganz zu schweigen von meiner Wut. Warum können sich die Starken und Mächtigen ebendiese Macht so ungestraft missbrauchen?! Warum tun sie den ihnen Schutzbefohlenden so viel Leid an !? Majgull Axelssons Dokumentarroman ist eine Anklage an all die selbstgerechten Täter, ein Plädoyer für die wehrlosen , betroffenden Minderjährigen und eine Aufforderung an die restliche Menschheit vor diesem schändlichen Tun nicht bequemerweise die Augen zu verschließen.

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