Malachy Tallack

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Malachy TallackVon Inseln, die keiner je fand
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Von Inseln, die keiner je fand
Von Inseln, die keiner je fand
 (4)
Erschienen am 01.02.2018

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Rezension zu "Von Inseln, die keiner je fand" von Malachy Tallack

Tolle Illustrationen- Inseln, die es gar nicht gibt... malein anderes Sachbuch
Buchraettinvor 6 Monaten

Für mich war es interessant zu lesen, dass es bis in die heutige Zeit noch Inseln gibt, die eigentlich nicht existieren. Das Buch beleuchtet nun die Entdeckungen von Inseln, beschreibt Insel der Fantasie und Inseln, deren Existenz wiederlegt wurde.
Es werden Berichte und Erzählungen ehemaliger Entdecker beschrieben, aber im Text finden sich auch Versuche herauszufinden, welche Inseln gemeint sein könnten, mit den Erzählungen vor allem aus vergangenen Zeiten.
Spannend zu lesen sind die Entdeckungen der Seefahrer aus dem 17. Jahrhundert, denen in einem Nebel eine Insel sozusagen erschienen ist. Das liest sich manchmal wie einer Art Krimi. Da werden die Namen von Inseln, die es nicht gab, während des Krieges als eine Art Codewort benutzt, damit z.B. die Entdeckungen Amerikas verschleiert werden konnte.
Es desillusioniert den Leser aber auch, dieses Buch, wenn man erfährt, das die Entdecker, die fiktive Inseln gefunden haben, selbst nur Erfindungen eines Autors waren allerdings ist das schon wieder der Stoff, für eine tolle Geschichte.
Aber auch durch einen Umweg wird so eine Insel zu einem Teil eines Mythos und das gefällt mir als Leser sehr gut.
Im Buch finden sich wunderschöne Illustrationen. Es ist nicht nur ein Buch, das zum Entdecken, Schmunzeln, gespannten Lesen und auch ein wenig Träumen von fernen Ländern und Paradiesen einlädt. Es ist auch ein Buch, das man sich immer wieder anschauen kann. Es bietet mit dem schönen Zeichnungen und dem Text auch die Inspiration zum Träumen und Entwickeln von Geschichten.
Die Inseln, voller Geheimnisse, Mysterien, den Hauch des Märchenhaften – es umgibt einige auch der unheimlich-fantastische Flair, der den Leser einlädt zu einer Reise in die Fantasie.
Der Einband des Buches bietet noch eine Weltkarte. Hier sind Nummer eingezeichnet und unten in einer Legende erklären die Nummern, welche Insel dort liegen sollte.
Auch die Einleitung des Autors berichtet vom Auftauchen der Inseln in Seekarten, auf denen manche auch verblieben, nachdem ihre Existenz nicht nachgewiesen werden konnte.
Das Inhaltsverzeichnis bietet dem Leser nun einen ersten Überblick. Es gibt die mystischen Inseln. Inseln, deren Existenz wiederlegt wurden. Erfundene Inseln.
Im Anhang findet sich noch weitere „Inseln auf Widerruf“ – die wurden gesichtet aber es gibt sie nicht.
Interessant fand ich auch das Inhaltsverzeichnis „zitierte Literatur“, aber auch die Weiterführende Literaturtipps.
Der Autor ist Journalist und er ist Schotte- also lebt auch auf einer Insel, die gibt es aber.
Es hat doch eine gewisse Wehmut, das Buch nach dem Lesen zuzuklappen und zu wissen, dass viele dieser Orte nie existiert haben. Aber sie leben manchmal weiter, in der Fantasie der Menschen, in Geschichten und vielleicht auch noch auf Seekarten.

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Von Inseln, die keiner je fand" von Malachy Tallack

Ein Faszinosum - Inseln, die nie einer fand
Bellis-Perennisvor 7 Monaten

Autor Malachy Tallack nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise zu 24 Inseln, die eine Eintragung auf Seekarten geschafft haben, ohne zu existieren. Und nicht nur das! Einige dieser Phantominseln haben sogar Jahrhunderte auf Pergament und Papier und in den Köpfen der Menschen überdauert.

 

Wie es zu solchen Fantasien kommt?

 

Von echten Irrtümern, falsch klassifizierten Wetterphänomenen, falsch abgezeichneten Karteninhalten und Wunschdenken bis hin zu bewussten Falschmeldungen ist hier alles vertreten.

 

Wer hat noch nie von Atlantis oder dem Königreich von Thule gehört? Mythen, Sagen und Vorstellungen vom Paradies mischen sich mit Halbwahrheiten.

 

Der Autor fasst jeweils vier Inseln zu einem Kapitel zusammen, u.a. „Inseln des Lebens und des Todes“, „Versunkene Länder“, „Trügerische Inseln“ oder „Widerrufene Entdeckungen“.

 

Manches, wie der Mythos Atlantis geistert seit mehr als 2.000 Jahre durch die Köpfe der Menschheit. Ganz faszinierend ist, dass man sogar im Zeitalter der Satelliten-Vermessung dem Phantom „Sandy Island“ nachjagte: Dort, wo laut Koordinaten die Inseln sein sollten, fand das Forschungsschiff nur Wasser, allerdings rund 1.400 m tief. „Sandy-Island“ wird 2012 aus den Kartenwerken entfernt.

 

Manchmal sucht eine Schiffsbesatzung nach einem Archipel („Davies Land“) und findet eine andere Insel, die Osterinsel nämlich (1721, Niederländische Westindien-Kompagnie).

 

Auch das wechselhafte Schicksal der „Los Jardines-Inseln“ regt zum Schmunzeln an. Über 400 Jahre waren sie in unterschiedlicher Größe auf den Seekarten verzeichnet. Jedes Mal, wenn sie nicht entdeckt werden konnten, änderten sie ihre Größe, ihre Anzahl und ihre Lage.

 

Dieses Buch ist eines der vielen, die sich mit nicht existenten Inseln oder Ländern beschäftigen. Dennoch ist dieses Werk in seiner Präsentation einzigartig: Es wird mit wunderschönen Zeichnungen von echten Tieren und Pflanzen sowie von Fabelwesen aus der Zeichenfeder von Katie Scott bereichert.

 

Die anspruchsvolle Verarbeitung wird um eine Weltkarte, in der alle genannten Inseln (hoffentlich zum letzten Mal) eingezeichnet sind, ergänzt.

 

Fazit:

 

Das Buch verspricht einen kurzweiligen Lesegenuss und ist ein tolles Geschenk, nicht nur für Kartenliebhaber.

 

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Sikals avatar

Rezension zu "Von Inseln, die keiner je fand" von Malachy Tallack

Faszinierende Schöpfungen der Fantasie
Sikalvor 7 Monaten

„Seit die Menschen Geschichten erfinden, erfinden sie auch Inseln. Von jeher begegnen wir ihnen in der Literatur wie in der Legende. Für Gesellschaften, die am Meer leben, ist der Traum von anderen Ufern der natürlichste Traum überhaupt. Polynesier, Marsch-Araber, die alten Griechen und die Kelten: Sie alle haben sich Länder jenseits ihres Horizonts vorgestellt. Sie alle erzählten Geschichten von Inseln.“

 

Wer hat noch nie von Atlantis gehört? Wohl jedem ist schon mal Platons Fiktion zu Ohren gekommen, das Außergewöhnliche daran ist, dass mehr als 2000 Jahre danach noch immer eine Faszination von Atlantis ausgeht, der Mythos hochgehalten wird. Doch nicht nur Atlantis und Thule werden in dem Buch vorgestellt, klingende Namen wie z.B. Isle Phelipeaux, Sandy Island, Hawaiki, die Inseln der sieben Städte oder Terra Nova Islands werden porträtiert.

 

Der Autor Malachy Tallack nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise zu nicht existierenden Eilanden – Schöpfungen der Fantasie, der Täuschung oder des Irrtums. Er erzählt von geheimnisvollen Mythen, betrügerischen Entdeckern und überlieferten Seekarten, die oftmals die Jahrhunderte überdauerten.

 

24 Inseln werden vorgestellt, die quer über die Ozeane verstreut sind. Diese werden in Kapiteln zusammengefasst, so findet man z.B.  Inseln des Lebens und des Todes, Versunkene Länder, Trügerische Inseln, Widerrufene Entdeckungen und viele mehr. Spannend fand ich die Geschichte rund um Sandy Island, bei der im Jahr 2012 eine Forschungsschiff unterschiedliche Karten zu Rate zog (unter anderem auch Google Earth) und auf manchen eine Insel aufschien – als sie sich der Stelle vorsichtig näherten, blieb der Meeresboden mehr als einen Kilometer unter ihnen und sie konnten getrost mitten durch Sandy Island hindurch schippern, ohne der Gefahr auf Grund zu laufen.

 

Durch die farbenfrohen Illustrationen von Katie Scott ist dieses Buch ein wahrer Augenschmaus, sehr originelle Ergänzungen zu den unterhaltsamen Geschichten.

 

„Die Geschichte von Sandy Island machte den Menschen Hoffnung. Sie zeigte, dass das Geheimnisvolle nicht gänzlich zerstört war. Es ist immer noch da draußen, man muss nur wissen, wo man zu suchen hat. Es mag keine unbekannten Inseln mehr auf der Welt zu entdecken geben, aber vielleicht gibt es da noch eine weitere intakt gebliebene Ex-Insel, ein Phantom, das darauf wartet, „weg-entdeckt“ zu werden. Und vielleicht sollten wir es dabei belassen.“

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