Malala Yousafzai I Am Malala

(7)

Lovelybooks Bewertung

  • 13 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 2 Rezensionen
(3)
(3)
(0)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „I Am Malala“ von Malala Yousafzai

A MEMOIR BY THE YOUNGEST RECIPIENT OF THE NOBEL PEACE PRIZE "I come from a country that was created at midnight. When I almost died it was just after midday." When the Taliban took control of the Swat Valley in Pakistan, one girl spoke out. Malala Yousafzai refused to be silenced and fought for her right to an education. On Tuesday, October 9, 2012, when she was fifteen, she almost paid the ultimate price. She was shot in the head at point-blank range while riding the bus home from school, and few expected her to survive. Instead, Malala's miraculous recovery has taken her on an extraordinary journey from a remote valley in northern Pakistan to the halls of the United Nations in New York. At sixteen, she became a global symbol of peaceful protest and the youngest nominee ever for the Nobel Peace Prize. I AM MALALA is the remarkable tale of a family uprooted by global terrorism, of the fight for girls' education, of a father who, himself a school owner, championed and encouraged his daughter to write and attend school, and of brave parents who have a fierce love for their daughter in a society that prizes sons. I AM MALALA will make you believe in the power of one person's voice to inspire change in the world.

Sehr gutes , packendes und informierendes Buch

— Dreamcatcher13
Dreamcatcher13
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein mutiges Mädchen

    I Am Malala
    BluevanMeer

    BluevanMeer

    15. April 2017 um 09:55

    In I am Malala wird  die Lebensgeschichte von Malala Yousafzai, der jüngsten Trägerin des Friedensnobelpreises, die es je gegeben hat, erzählt. Und dafür, dass sie gerade mal 16 ist, hat sich wirklich viel in ihrem Leben abgespielt. Malala wächst in den nördlichen Gebirgen Pakistans auf, in einem kleinen Dorf im Swattal, in dem es normal ist, dass Frauen zu Hause bleiben und Analphabetinnen sind. Malalas Vater glaubt an Bildung und an Veränderung. Er ist mit Leib und Seele Lehrer und hat immer davon geträumt, eine eigene Schule zu leiten. Malalas Geschichte ist ohne ihren Vater nicht vorstellbar, sie erzählt davon, wie schwierig es für ihren Vater war eine Schule zu gründen, welche finanziellen Schwierigkeiten es gibt, wenn jemand in Bildung investieren möchte und wie viel er in diesem Land auf sich genommen hat. Es ist keine Frage, dass sehr deutlich wird, wie sehr Malala ihren Vater bewundert und doch ist es merkwürdig, dass ein so progressiv eingestellter Mann eine Ehefrau hat, die nicht Schreiben und lesen kann und in "purdah" lebt, also das Haus nicht ohne Verschleierung verlässt. Malala ist ein fleißiges Mädchen, für sie steht Lernen im Vordergrund und sie will eine berühmte Rednerín werden, wie ihr Vater, der sich auch politisch schon eine wichtige Position erarbeitet hat. Als die Taliban an die Macht kommen, beginnt die Situation zunächst mit öffentlichen Dvdverbrennungen, doch dabei soll es nicht bleiben. Obwohl die Schule von Malalas Vater alle religiösen Auflagen der Fanatiker erfüllt (getrennte Eingänge für weibliches und männliches Lehrpersonal etc.), ist die Schule immer wieder von den radikalen Islamisten bedroht. Malalas Vater ist ausgezeichnet vernetzt und er kennt viele Journalisten, auch aus dem Ausland. Malala bloggt anonym über ihr Leben als Schülerin und der Bedrohung durch die Taliban, sie gibt Interviews und bereist mit ihrem Vater das Land. Trotzdem hat man nicht das Gefühl, dass sie alles nur für ihn tut, sie ist überzeugt davon, dass Bildung ein Menschenrecht ist und setzt sich für andere Mädchen ein, die zur Schule gehen wollen. Für ihre Familie ist klar, dass keine Passage im Koran gegen die Bildung von Frauen und Mädchen spricht, wie die Fundamentalisten immer wieder behaupten. Als Malala 2012 im Schulbus von einem Anhänger der Taliban in den Kopf geschossen wird und zwei ihrer Mitschülerinnen ebenfalls getroffen werden, nimmt ihr Leben eine dramatische Wendung. Sie steht auf der Schwelle zwischen Leben und Tod und es ist Zufall und reines Glück, dass gerade britische Ärzte im Land sind, die von ihr gehört haben und helfen wollen. Malala wird nach England geflogen, sie wird mehrfach operiert und überlebt das Attentat nur knapp. Malalas Geschichte hat mich unglaublich berührt und sehr traurig gemacht. Ein Mädchen, das zur Schule geht, wird mit dem Leben bedroht, Menschen richten sie hin - und es ist pures Glück, dass sie überlebt hat. Malala macht diese Erfahrung nur noch stärker in ihrem Kampf für das Menschenrecht auf Bildung. Dieses Schicksal muss man während der Lektüre vor Augen haben. Dann wird vielleicht auch klar, warum ich das Gefühl habe, wenig von der pubertierenden Malala kennen zu lernen, die doch ein ganz normales Mädchen ist und ganz normale Wünsche und Vorstellungen hat. In ihrem Leben ist eben nichts mehr normal und selbstverständlich, deswegen habe ich auch das Gefühl wenig von der richtigen Malala zu lesen. Sie wurde angegriffen, weil sie ihre Stimme erhoben hat und sie schlägt mit diesem Buch zurück. Das ist beeindruckend, denn es zeigt ihren Kampfgeist und ihr Engagement. Von den innenpolitischen Debatten in Pakistan ganz zu schweigen: in einigen Medien wurde verbreitet, sie sei gar nicht angegriffen worden, sondern habe gemeinsam mit ihrem Vater alles inszeniert um in England studieren zu können. Solche Vorwürfe in der Situation kann doch kein junger Menschen unbeschadet überstehen. Ich musste zeitweise wirklich mit den Tränen kämpfen. Mich hat das Buch sehr beeindruckt. Die vielen Hintergrundinformationen haben sehr geholfen, die Situation in Pakistan einordnen zu können und besser zu verstehen. Klare Leseempfehlung!

    Mehr
  • Ein interessantes und wichtiges Buch

    I Am Malala
    WildRose

    WildRose

    10. October 2014 um 16:20

    Malala Yousafzai wurde 2012 im Alter von 15 Jahren in ihrer Heimat Pakistan von den Taliban angeschossen, weil sie sich für Bildung, insbesondere für den Schulbesuch von Mädchen, einsetzte. Wie durch ein Wunder überlebte das Mädchen und wurde durch ihre außergewöhnliche Geschichte, ihren Mut und ihr unermüdliches Engagement für Bildung weltberühmt. In "I am Malala" erzählt das nun in England lebende Mädchen seine Geschichte gemeinsam mit der Journalistin Christina Lamb. Das Buch ist nicht nur stellenweise sehr berührend, sondern auch informativ. Man erhält einen Einblick in die Geschichte Pakistans und in die Lebensweise der Einwohner, wobei es für den nicht Pakistan-kundigen Leser manchmal natürlich schwierig ist, all die Namen, Orte und Ereignisse im Kopf zu behalten. Ich persönlich hätte mir etwas "mehr Malala" gewünscht. Es gibt Situationen in dem Buch, in denen ich mich fragte: "Wie hat Malala sich in diesem Moment wohl gefühlt?" oder "Was hat sie dazu bewogen, so zu handeln und nicht anders?" Allerdings besteht ja durchaus noch die Hoffnung, dass Malala in einigen Jahren ein weiteres Buch schreibt, in dem sie den Schwerpunkt auf ihre Gefühls- und Gedankenwelt legt. Malalas Vater setzt sich ebenfalls für Bildung ein. Da mutete es fast schon ein bisschen seltsam an, dass seine eigene Ehefrau Analphabetin war und erst in England lesen und schreiben lernte, in "purdah" lebte und sich nach wie vor vor allem sie um die Hausarbeit zu kümmern scheint. Nichts gegen Malalas Vater, sein Mut und sein Engagement sind absolut bewundernswert, aber ich hätte gerne mehr über ihn als Mensch erfahren, um mir ein besseres Gesamtbild von ihm machen zu können. Schade auch, dass Malalas Mutter in dem Buch so kurz kommt. Malala orientiert sich stark an ihrem Vater, das wird auch in ihrem Buch sehr deutlich. Zudem bin ich persönlich eher religionskritisch eingestellt; Malala ist natürlich tief religiös und verteidigt ihren Glauben, den Islam, in dessen Traditionen sie erzogen worden ist. Zwar scheut sie sich nicht, Kritik an den Taliban zu üben, da diese den Koran für ihre grausamen Zwecke missbrauchen, aber ich denke, wenn man sich die Geschichten der Weltreligionen einmal genauer ansieht, dann merkt man leider sehr deutlich, wie gefährlich Religion generell sein kann, da sie Menschen darin bestärkt, ihre Ansicht sei "die richtigste" und leider sehr häufig zu Vorurteilen und Ausgrenzung von Menschen, die irgendwie "anders" sind, führt. Ebenso ist es mit dem Nationalstolz und Patriotismus: Einerseits finde ich es natürlich wunderbar, dass Malala ihr Heimatland so liebt und es quasi verehrt, andererseits halte ich auch Nationalstolz und Patriotismus für riskant, da dadurch z.B. die Gefahr besteht, die Geschichte seiens Heimatlandes zu glorifizieren. Ich werfe Malala nicht vor, dies getan zu haben, möchte es aber trotzdem gerne anmerken, da es mir ein Anliegen ist. Zu guter Letzt hätte ich gerne noch etwas mehr über Malals derzeitiges Leben in England erfahren. Dies wird jedoch auf den letzten Seiten des Buches recht schnell abgehandelt. Malala ist meiner Meinung nach ein sehr mutiges, intelligentes Mädchen, das die Unterstützung vieler Menschen verdient und sehr wichtige Dinge zu sagen hat. Ihr Buch finde ich grundsätzlich sehr empfehlenswert, obwohl man doch manchmal ein wenig das Gefühl hat, dass Christina Lamb, die Co-Autorin, sehr stark daran beteiligt war und Malalas "Stimme" so gelegentlich ein wenig künstlich wirkt. Insgesamt aber ist dieses Buch äußerst gelungen und ich würde weitere Bücher von Malala Yousafzai auf jeden Fall ebenfalls lesen!

    Mehr