Malba Tahan Beremis' Welt

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Inhaltsangabe zu „Beremis' Welt“ von Malba Tahan

So märchenhaft und orientalisch die Atmosphäre, so faszinierend sind die mathematischen Kuriositäten, die hier in einer originellen Rahmenhandlung ausgebreitet werden, etwa die 'vollkommenen' und 'befreundeten' Zahlen. Aber es geht nicht nur um Zahlenbeispiele und 'Logeleien', sondern auch um die Meilensteine in der Geschichte der Zahlen, um die großen Mathematiker Indiens, der griechischen Antike und des arabisch-persischen Kulturkreises, um magische Quadrate oder um die Legende von der Entstehung des Schachspiels. Ein vergnügliches und intelligentes Geschenkbuch.

Der kluge Beremis versuchte zu erfahren, worum es bei dem Streit ging. "Wir sind Brüder", erklärte der Älteste, "und haben diese 35 Kamele geerbt. Nach dem Willen unseres Vaters steht mir die Hälfte, meinem Bruder Hammed Namir ein Drittel und Harim, dem Jüngsten, ein Neuntel der 35 Tiere zu. Doch wissen wir nicht, wie wir die 35 Kamele aufteilen sollen, da die Hälfte von 35 siebzehn und ein halb ist, und ein Drittel und ein Neuntel von 35 ergeben auch keine ganzen Zahlen. Jeder vorstellbare Vorschlag des einen Bruders stößt stets auf die Ablehnung der beiden anderen! Wie können wir also dem letzten Willen unseres Vaters gerecht werden?" "Das ist gar nicht schwer!" unterbrach ihn Beremis, der Zahlenkünstler. "Ich verspreche euch, diese Aufteilung gerecht durchzuführen, wenn ihr mir dieses schöne Tier, das uns beide so sehr gelegen hierher getragen hat, den 35 Kamelen der Erbschaft hinzuzufügen erlaubt!" . . . "Also, meine Freunde, jetzt werde ich die Kamele, deren Zahl nunmehr 36 ist, genau und gerecht aufteilen!" Beremis wandte sich dann an den ältesten der Brüder und sagte: "Du, mein Freund, solltest die Hälfte der 35 Kamele erhalten, das heißt, siebzehn und ein Halb. Du wirst aber die Hälfte von 36, also 18 Kamele bekommen. Damit bist du sicher einverstanden, weil es klar ist, dass du nun bei der Aufteilung einen Gewinn gemacht hast!" Dem zweiten Erben, sagte er: "Dir, Hammed Namir, stand ein Drittel der 35, nämlich etwas über elf Kamele zu. Statt dessen bekommst du zwölf; dagegen kannst du keinen Einspruch erheben, weil auch du dabei einen sichtbaren Gewinn gemacht hast." Dem jüngsten der drei Brüder sagte er schließlich: "Und du, Jüngling Harim Namir, dem letzten Willen deines Vaters gemäß solltest du ein Neuntel von 35 bekommen, etwas über drei also. Nun wirst du aber ein Neuntel der 36, nämlich vier Kamele erhalten. Dein Gewinn ist ebenso überzeugend! Für solch ein Ergebnis kannst du dich bei mir nur bedanken!" Darauf schloss Beremis in seiner bedächtigen und sicheren Art: "Gemäß dieser vorteilhaften Aufteilung der Kamele unter die Brüder Namir, die jedem der drei einen Gewinn eingebracht hat, sind achtzehn Kamele dem Ersten, zwölf dem Zweiten und vier dem Dritten zugeteilt worden, was 18 + 12 + 4 = 34 Kamele ergibt. Von den 36 bleiben also zwei übrig. Eines davon, wie ihr wohl wisst, gehört dem Bagdali, meinem Freund und Gefährten; das andere gehört billigerweise mir, weil ich euer Problem mit der Erbschaft zur allgemeinen Zufriedenheit gelöst habe."
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