Im Traum kannst du nicht lügen

von Malin Persson Giolito 
4,4 Sterne bei46 Bewertungen
Im Traum kannst du nicht lügen
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Positiv (41):
sarah_elises avatar

Ein Buch, das einen an sich sebst zweifeln lässt, das tief ins Gehirn eindringt und dort fiese Spielchen spielt - brillant, ernst, tragisch!

Kritisch (1):
Baerbel82s avatar

Abgebrochen. Bar jeglicher Emotionen. Vermochte mich nicht zu fesseln.

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Inhaltsangabe zu "Im Traum kannst du nicht lügen"

Stockholm: Nach einem Blutbad an einem Gymnasium steht die achtzehnjährige Maja vor Gericht. Sie hat geschossen, und unter den Toten sind ihre beste Freundin Amanda, ihr Freund Sebastian und der Lehrer Christer. Wie konnte es dazu kommen, dass dieses einstmals so beliebte Mädchen zur meistgehassten Person Schwedens wurde? Und ist sie überhaupt eine Mörderin?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783431039931
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Ehrenwirth
Erscheinungsdatum:26.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Ashimauss avatar
    Ashimausvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein lesenswertes Buch mit kleinen Schwächen!
    Lesenswert, aber nicht perfekt!

    Der Schreibstil ist etwas speziell, dadurch braucht man etwas um sich reinzufinden. Das liegt daran, dass die Geschichte von der achtzehnjährigen Maja erzählt wird. Einer intelligenten Gymnasialschülerin aus gutsituiertem Hause, welche sich derzeit in Haft befindet. Wir begleiten Maja in ihrer 3-wöchige Verhandlung, im Gefängnis, in ihren Gedanken und Erinnerungen. Sie erzählt uns, was in den Monaten vor dem Amoklauf passiert ist.

    Maja wirkt anfangs wie ein leicht gesellschaftsunfähiger Teenager. Jedoch merkt man schnell, dass Maja eigentlich sehr intelligent ist und nur mit gewissen Aspekten ihrer Gesellschaft nichts anfangen kann. Dadurch wurde mir Maja sehr sympathisch, jedoch hatte ich auch immer noch einen Funken Misstrauen ihr gegenüber.

    Mich in sie hineinzuversetzen gelang mir leider nicht gänzlich. Speziell beziehe ich mich auf ihren Umgang mit der Haft und der Verhandlung. Mir war es suspekt, wie schnell sie sich aufgegeben und mit ihrem Schicksal abgefunden hat. In ihrer Situation hätte ich mich definitiv nicht so leicht abgeschrieben und immer positiv gedacht!

    Doch dafür war mir ihre Unsicherheit im Gerichtssaal absolut verständlich. Man soll nicht in Tränen ausbrechen, da man sonst schnell schuldig wirkt… man soll nicht Nervös wirken (da man das ja so gut beeinflussen kann), da man sonst auch schuldig wirkt etc etc pp… Diese ganzen Verhaltensregeln für einen Angeklagten sind wirklich zum Haare raufen! Egal was man macht, man wirkt auf die Geschworenen schuldig! Wie soll man da bitte ein sicheres (aber natürlich nicht zu sicheres, denn sonst wirkt man schuldig!) Auftreten hinbekommen?!

    Generell ist die Anspannung von Maja gut beschrieben worden. Denn wie sollte man auch nicht angespannt sein, wenn fremde Menschen über dein weiteres Leben entscheiden?

    Die Vorgeschichte des Amoklaufs, ist interessant und realitätsgetreu! Sie birgt aber auch ein paar kleinere Längen und Wiederholungen. Man sollte sich natürlich immer bewusst sein, dass es sich hier um ein Teenagerleben handelt. Die erste große Liebe (realistisch, nicht märchenhaft!), Freundschaften, Gefühlschaos, Partys, Drogen, Alkohol usw.

    Die Autorin macht mit ihrem Buch auch auf ein ganz wichtiges Thema aufmerksam – Die Medien! Die Medien stellen jeden so dar, wie sie es haben möchten. Die Medien manipulieren uns! Gerade in der Frage um Schuld und Unschuld! Wenn die Medien jemanden für schuldig erklären, ist er für die Mehrheit der Leser auch schuldig. Wir bilden uns leider kaum mehr eine eigene Meinung. Dies hat natürlich fatale Auswirkungen für andere und das sollten wir uns immer wieder ins Gedächtnis rufen!

    Auch eine große Rolle spielt hier die Frage „Wo hört Unschuld auf und wo fängt Schuld an?“. Eine durchaus interessante Frage! Natürlich gibt es hierfür keine richtige Antwort, denn sowas muss jeder für sich selbst entscheiden. Jedoch hat die Autorin das hier wirklich toll vermittelt!

    Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Es ist schlüssig und war aufgrund der Fakten/Indizien so zu erwarten. Man merkt speziell in den Verhandlungspassagen, dass die Autorin früher Juristin gewesen ist. Die Verhandlungstage wirken dadurch lebendiger und nicht so zäh, wie man sich es oft vorstellt.

    Neben den Längen und gefühlten 50 Wiederholungen, hat mir leider das gewisse „Etwas“ gefehlt Trotzdem ist es für mich ein lesenswertes Buch! Daher gibt es von mir 3/5 Sterne!

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 5 Monaten
    Hätte man das Blutbad verhindern können?

    Die achtzehnjährige Maria Norberg, genannt Maja, steht vor Gericht, weil sie an einem Gymnasium geschossen und Menschen getötet haben soll. Unter den Opfern sind ihre beste Freundin Amanda, ihr Freund Sebastian und der Lehrer Christer. Maja war beliebt an ihrer Schule. Was hat sie dazu getrieben, dieses Blutbad zu verursachen? Ist sie überhaupt die Mörderin?

    Es geht gleich heftig los und man erfährt, was in der Schule passiert ist.

    Der Schreibstil ist einfach und gut zu lesen. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Maja erzählt. Man erfährt, wie der Prozess abläuft und wie ihr Leben im Gefängnis ist. Alles ist sehr emotionslos und nicht chronologisch beschrieben. Obwohl eigentlich von Anfang an alles klar ist, gibt es doch immer wieder Überraschungen und man zweifelt, ob es wirklich alles so klar ist. Vieles aber war auch für mich nicht nachvollziehbar.

    Maja kommt aus einer wohlhabenden Familie. Sie ist eine gute Schülerin und war beliebt bei allen. Was ist geschehen, dass dieses Mädchen zu der am meisten gehassten Person Schwedens wurde? Für mich ist Maja nicht zu durchschauen. Ihre emotionslose Art hat mich nicht dazu gebracht, mit ihr zu fühlen. Immer mehr Puzzleteile werden aufgedeckt und man erfährt, warum es schieflief. Aber ist das, was vorher geschehen ist, eine Entschuldigung? Hätte man die Tat verhindern können?

    Auch die anderen Charaktere sind mit all ihren Facetten gut dargestellt.

    Obschon die Erzählweise ungewöhnlich war, konnte mich die Geschichte nicht wirklich fesseln.

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    Athenes avatar
    Athenevor 9 Monaten
    Dramatischer Thriller, der nachdenklich stimmt


    INHALT:
    Stockholm: Nach einem Blutbad an ihrer Schule sitzt die 18 jährige Maja im Gerichtssaal und lässt ihre Anklage über sich ergehen. Sie hat geschossen. Doch was musste passieren, dass das einst so beliebte Mädchen zur Waffe griff? Was machte Maja zur Mörderin? Die Öffentlichkeit ist entsetzt und macht Jagd auf sie.

    FAZIT:
    Ich bin auf dieses Buch durch einen Newsletter aufmerksam geworden. Momentan sind Thriller zwar nicht mein Lieblingsgenre, aber der Klappentext sprach mich an.

    Das Buch ist vom Schreibstil einfach zu lesen. Jedoch ist die Stimmung des Buches erdrückend, so dass man es nicht einfach an einem locker fröhlichen Leseabend herunterlesen kann. Ich musste ab und an pausieren. Dies ist vermutlich von der Autorin auch so gewollt, denn der Leser ist der erdrückenden Stimmung und der Hilflosigkeit genauso ausgeliefert, wie Maja.

    Der Leser erfährt gleich zu Beginn, wie die Bluttat abgelaufen ist. Nach und nach gibt es Rückblicke in das Leben davor und Hinweise, warum alles aus dem Ruder lief. Während der Gerichtsverhandlung werden diese "losen Fäden" aufgenommen und zusammengefügt.

    Kann die Verkettung an Ereignissen die Tat entschuldigen? Veranstaltet die Presse eine Hetzjagd? Was ist wahr und was ist erfunden? Wie viel Schuld tragen die anderen? Hätte man die Tat vermeiden können?

    Nicht unwichtige Fragen, die gestellt werden müssen, aber auf keinen Fall hier verraten werden. Das Buch stimmt den Leser nachdenklich und hat meiner Meinung nach die Honorierung (Bester Kriminalroman Schwedens 2016) zu Recht verdient.

    Die Autorin schafft es, ihr Wissen als Juristin plausibel und anschaulich mit der tiefgehenden Handlung zu verknüpfen. Volle Punktzahl für diesen besonderen Thriller, der auch in die Kategorie Drama passen würde.

    https://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2017/12/rezension-malin-persson-giolito-im.html

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    FreizeitPrinzessinvor 9 Monaten
    Eine verhängnissvolle Kette von Ereignissen

    Die Geschichte beginnt im Klassenzimmer kurz nach dem Massaker. Maja erzählt wie es um sie herum aussieht. ''Ausser mir sind alle mit Kugeln durchsiebt.''

    Dann beginnt die eigentliche Geschichte. Wir befinden uns 9 Monate später im Gerichtssaal Schwedens in dem Maja wegen Mordes angeklagt ist. Nach und nach erhält der Leser mehr Einblicke in die Tragödie. Es werden immer mehr Details enthüllt. Durch die Rückblicke von Maja wird die Geschichte langsam von vorne erzählt, dort wo alles begann. Wir lernen Maja vor der Tat kennen. Wie sie sich mit Amanda verstand, wie sie in der Schule war und mit ihrer Familie umging und vor allem wie sie Sebastian und seinen Vater Claes kennen lernt. Claes, Sebastian, Amanda und der Mitschüler Samir spielen im Roman eine große Rolle.Immer wieder springt die Geschichte zwischen der Vergangenheit und de Prozess hin und her. Dadurch bleibt ein hoher Spannungsbogen weil man nie die komplette Geschichte erfährt. Dies bleibt so bis zum Schluss. Die Verhandlung dauert das ganze Buch über – drei Wochen – und erst im letzten Kapitel erfährt man ob Maja für schuldig erklärt wird.


    Die Protagonistin Maja fand ich als sehr nette und freundliche Person. Sie kam mir als ein fröhlicher Mensch vor, der durch die Ereignisse gebrochen wurde und nur noch ein Schatten ihrer selbst wurde. Sie tat mir extrem Leid und ich konnte mir beim besten willen nicht vorstellen das sie 5 Leute getötet haben soll. Ich stellte mir ziemlich viele Szenarien vor die passiert hätten können, keins davon bestätigte sich. Ich hatte wirklich keine Ahnung was wirklich passiert war. Ich konnte das Buch kaum weglegen weil ich einfach wissen wollte was denn nun genau vor sich gegangen war.


    Schön fand ich auch wie die Autorin wichtige und sehr aktuelle Themen in ihr Buch hat miteinfließen lassen. Diese sind zum Beispiel Amokläufe an Schulen, Integration, Familienverhältnisse und Seelische Zustände bei Teenagern. Es kam mir nicht wie eine erfundene Geschichte vor, zu nah liegen die Ereignisse an Geschichten die man leider viel zu oft aus dem wahren Leben kennt, die Autorin schreibt sehr realitätsnahe. Ich musste an viele Fälle der letzten Jahre denken.


    Was ich ziemlich schade finde ist der Titel ''Im Traum kannst du nicht lügen''. Dieser ist für mich einfach extrem unpassend, da er mit der Geschichte nichts zu tun hat. Maja sagt lediglich einmal das sie nicht einschlafen möchte da sie dann mit ihren Träumen konfrontiert wird. Viel besser passt da der Schwedische Originaltitel der sich mit TREIBSAND übersetzen lässt. Dies trifft für mich den Nagel auf den Kopf, da sich Maja immer mehr in eine Sache verstrickt und nicht mehr herrausfindet. Immer weiter versinkt sie im Sand der Ereignisse und am Ende scheint das Blutbad die einzige Lösung zu sein. So scheint es zumindest.


    Auch war schön zu sehen das eine bestimmte Konsequenz nicht nur aus einer Handlung entsteht. Es braucht viele Anstöße über eine längere Zeit hinweg. Es baut sich aus und wird immer größer, bis der letzte Tropfen das Fass entgültig zum überlaufen bringt. Das wird in diesem Roman sehr deutlich dagestellt.


    Mir hat die Geschichte extrem gut gefallen. Ich kam mir selber wie ein Zuschauer im Gericht vor, dem nach und nach die gesamte Geschichte erzählt wird. Nach und nach ergeben die Puzzleteile das ganze Bild. Immer und immer wieder ist man erstaunt über die Entwicklungen und es bleibt spannend bis zur allerletzten Seite.

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    DisasterRecoveryvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Zynische Protagonistin, fesselnder Schreibstil. Cleverer Aufbau.
    Im Traum kannst du nicht lügen

    "Ich glaube nicht an den Zufall. Ich glaube auch nicht an Gott. Ich glaube daran, dass alles, was geschieht, in das hineinpasst, was vorher geschehen ist, wie eine Kette. (S. 429)
    Das erste Kapitel habe ich mit anhaltendem Staunen und Ungläubigkeit gelesen. Noch nie habe ich eine Protagonistin erlebt, die dermaßen zynisch und sarkastisch ist. Vor allem nicht in der Situation, in der sie sich befindet.

    "Die Staatsanwältin sollte lernen, sich ein bisschen prägnanter auszudrücken. Sie hat noch nicht einen Satz gesagt, der kurz genug gewesen wäre, um ihn zu twittern." (S. 43)
    Ich bin beeindruckt auf welche Art Maja über alltägliche Dinge spricht und zutiefst schockiert, wenn sie im gleichen Tonfall über den Anblick verblutender Opfer nachdenkt.

    Das Buch ist komplett aus ihrer Sicht geschrieben. Maja schildert die Ereignisse vor der Tat, im Gefängnis, im Gerichtssaal, bei Verhören und ihren neuen Alltag.
    Dabei wirkt sie oft abgestumpft und sehr negativ. Besonders die Personen in ihrem Umfeld (Vater, Mutter, Freunde) kommen sehr schlecht dabei weg. Der Stil hat eine außergewöhnliche Sogwirkung. Ich habe sehr intensiv an Majas Erzählungen und Gedanken gehangen.

    Mit jeder Seite habe ich versucht dahinter zu kommen, was tatsächlich passiert ist und ob ich Maja einfach in die Schublade Opfer oder Täter stecken kann. Doch es ist gar nicht so einfach, das Geschehene objektiv zu betrachten. Das hat die Autorin wirklich clever gemacht.

    "Irgendwo habe ich mal gelesen, dass "Die Wahrheit das ist, woran man sich entscheidet zu glauben"." (Seite 14)
    Maja hängt sich manchmal an die Beschreibung von Kleinigkeiten und schweift ab, während ich darauf brenne, zu erfahren, was zur Hölle hier eigentlich passiert ist. Dabei wurde ich etwas ungeduldig, kam aber nie auf die Idee vorzuspulen, aus Angst ein wichtiges Detail zu verpassen.
    Die Geschichte nimmt nochmal ordentlich an Fahrt auf, als Majas Anwalt beginnt, im Rahmen der Verhandlung, Majas Sicht der Dinge zu schildern. Am Ende steht ein spannendes Plädoyer.

    Malin Persson Giolito hat mich mir ihrer Geschichte einmal mehr darin bestätigt, nur Fakten zu vertrauen und mich nicht von Medien oder Personen anstacheln zu lassen. Sachverhalte sind nicht immer so eindeutig wie sie zunächst scheinen. Menschen sind so lange unschuldig, bis ihre Schuld bewiesen ist. Das ist nicht umsonst ein wichtiger Grundsatz.

    Fazit:
    Die Autorin, die selbst Juristin ist, hat diese Geschichte clever aufgebaut. Besonders beeindruckt hat mich der Schreibstil.
    Die Gedankengänge der Protagonistin sind so zynisch wie ich sie selten erlebt habe.
    In ihren Rückblicken verliert sich Maja manchmal in Details, was mir etwas Durchhaltevermögen abverlangte. Gleichzeitig klebte ich jedoch an den Seiten, weil ich immer Angst hatte, ein wichtiges Detail zu verpassen. Malin Persson Giolito zeigt auf beeindruckende Weise, dass man Menschen ihr Martyrium von außen nicht ansieht und dass man manchmal unschuldig und gleichzeitig schuldig sein kann.

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    Baerbel82s avatar
    Baerbel82vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Abgebrochen. Bar jeglicher Emotionen. Vermochte mich nicht zu fesseln.
    Langweilig und ermüdend

    Um es gleich vorwegzunehmen, ich habe „Im Traum kannst du nicht lügen“ von Malin Persson Giolito nach etwa 100 Seiten abgebrochen. Schade, denn die Inhaltsangabe ließ auf einen packenden Thriller hoffen.


    Zitat: »Die Luft ist grau und verschwommen vom Pulverrauch. Außer mir sind alle von Kugeln durchsiebt. Und ich habe noch nicht einmal einen blauen Fleck. «


    Das Buch wurde als bester Kriminalroman Schwedens 2016 ausgezeichnet. Leider wurde ich enttäuscht. Doch worum geht es?


    Nach einem Amoklauf an einem Gymnasium steht die 18-jährige Maria Norberg, genannt Maja, vor Gericht. Sie soll ihre beste Freundin Amanda, ihren Freund Sebastian und den Lehrer Christer erschossen haben. Zuvor war bereits Sebastians Vater erschossen worden. Aber, ist sie wirklich eine Mörderin?


    Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus Sicht von Maja erzählt. Majas Schilderungen der Gerichtsverhandlungen und des Gefängnisalltags fand ich langweilig und ermüdend. Auch haben mir die Emotionen gefehlt. Deshalb habe ich nach ca. 100 Seiten aufgegeben und das Buch abgebrochen.


    Fazit: Bar jeglicher Emotionen. Vermochte mich nicht zu fesseln.

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    Sidnyvor 10 Monaten
    "Man ist unschuldig, bis das Gericht sagt, dass man schuldig ist."

    Mit gerade einmal achtzehn Jahren steht Maja Norberg vor Gericht. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft wiegen schwer: an Majas Schule kam es zu einem School Shooting, und sie war daran beteiligt. Gerade noch standen diesem privilegierten Mädchen alle Türen offen: sie ist hübsch, war beliebt, obendrein eine gute Schülerin und kommt aus einem wohlhabenden Elternhaus. Wie konnte es dazu kommen, dass sie plötzlich in Untersuchungshaft sitzt und die meistgehasste Person Schwedens ist?

    "Im Traum kannst du nicht lügen" ist der bisher einzige Roman von Malin Persson Giolito, der ins Deutsche übersetzt wurde, und die Autorin hat mich auf Anhieb begeistert und überzeugt. Schon auf der ersten Seite hatte Majas Geschichte mich eingefangen, sie ist die Ich-Erzählerin und eine gelungene Protagonistin, denn sie ist schwer zu durchschauen. Die Ich-Perspektive liegt mir normalerweise nicht so sehr, aber hier war sie die perfekte Wahl, denn als Leser versuchte ich ständig, Maja einzuordnen und einzuschätzen, aber jedes Mal, wenn ich dachte, es sei mir gelungen, offenbarte sie ein neues kleines Puzzlestück, dass die bisherigen Erkenntnisse über ihre Person wieder über den Haufen warf, oder zumindest in Frage stellte.

    Generell ist der Roman raffiniert und ungewöhnlich aufgebaut: Der Prolog beleuchtet die Situation im Klassenraum - nach der Tat. Man denkt hier schon, ungefähr zu wissen, was sich abgespielt hat. Die eigentliche Handlung setzt dann einige Monate später ein, mit dem ersten Verhandlungstag und Maja auf der Anklagebank. Als Leser folgt man Majas vom eigentlichen Thema abschweifenden Gedankengängen, und erfährt so immer mehr über ihre Schulkameraden, die später zu Opfern wurden, über ihren Freund Sebastian, über Maja selbst. Diese Gedankengänge sind nicht unbedingt chronologisch, oft erinnert sie sich auch an Begebenheit in ihrer Kindheit, gefolgt von ihren Erfahrungen in der Untersuchungshaft. Aber es gibt auch richtige Rückblicke, die zwischen den Verhandlungstagen größere zeitliche Abschnitte umfassen, und die den Leser langsam auf das bereits aus dem Prolog bekannte, tragische Finale zusteuern.

    Man hat hier also keinen klassischen Kriminalroman mit einem Polizisten oder Hobby-Detektiv auf Mörderjagd in der Hauptrolle, sondern nimmt als Leser die entgegengesetzte Perspektive auf der Seite der Täterin ein. Von Anfang an scheint eigentlich alles klar zu sein, und doch ist dieses Buch vom ersten bis zum letzten Kapitel spannend, immer wieder überraschend und man entwickelt sogar Sympathie und Verständnis für Maja - was ich im Vorfeld eigentlich für wenig wahrscheinlich gehalten hatte, denn immerhin ist sie ja verantwortlich für den Tod ihrer Mitschüler. Oder?

    Preisgekrönte Bücher haben mich mitunter schon schwer enttäuscht, und ich fragte mich nach dem Lesen oftmals, was die entsprechende Jury wohl bewogen hat, ausgerechnet dieses Buch zu küren (und ob die anderen Nominierungen wirklich noch schlechter waren). "Im Traum kannst du nicht lügen" darf sich mit der Auszeichnung "Bester Kriminalroman Schwedens 2016" schmücken, und ich muss sagen, es hat diesen Preis sicherlich verdient gewonnen.

    Wer gerne mal eine Krimihandlung abseits der ausgetretenen Pfade verfolgen möchte, der kommt mit diesem Buch bestimmt auf seine Kosten. Mich hat Majas Geschichte jedenfalls noch weit über das letzte Kapitel hinaus beschäftigt, definitiv ist das kein Roman der Sorte "Lesen und wieder vergessen".

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    campino246s avatar
    campino246vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende Gerichtsverhandlung über die Schuld bei einem Amoklauf.
    Wer ist Schuld an einem Amoklauf?

    Maja steht vor Gericht, weil sie ihre beste Freundin Amanda und ihren Freund Sebastian erschossen hat, nachdem Sebastian drei Menschen niedergeschossen hat. Doch ist sie schuldig?

    Die Erzählung beginnt mit der Gerichtsverhandlung und in Rückblenden erfährt man langsam, was vor dem Amoklauf passiert ist. Erst zum Schluss erfährt man, was beim Amoklauf passiert ist.

    Die Geschichte ist spannend und flüssig geschrieben. Ich wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht. Allerdings fand ich die Rahmenhandlung der Gerichtsverhandlung etwas tröge (so wie es eben im Gericht ist). Ein andere Rahmen, wie beispielsweise die Verhöre, wäre näher am Amoklauf gewesen.

    Mir fehlten leider etwas Majas Gefühle. Ihre Zeit in der Untersuchungshaft war mir zu farblos geschildert. Sie wirkte immer abgeklärt und nicht angegriffen. Immerhin hat sie zwei Leute umgebracht. Nie kehrt sie in Gedanken in das Klassenzimmer zurück, sieht in Dauerschleife was passiert ist.
    Aber ich mochte ihren Humor, wie sie die Beteiligten am Prozess schildert. Dieser Humor kommt aber in der Zeit vor dem Amoklauf nicht so zu Tage und man fragt sich, ob man die selbe Person vor sich hat.

    Fazit: Ich vergebe 3,5 Sterne, weil das Buch spannend ist, aber teilweise auch etwas langweilig. Maja ist manchmal etwas zu oberflächlich.


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    tootsy3000s avatar
    tootsy3000vor einem Jahr
    Spannend und gut durchdacht

    Ein Amoklauf an einer Schule. Das dahinter oft mehr steckt als “nur” der Hass auf seine Mitmenschen, oder der Wille jemanden zu töten, davon hat bereits Jody Picould in ihrem Roman “19 Minuten” geschrieben. Diese Geschichte war so spannend erzählt, da war ich doch sehr neugierig, wie Malin Persson Giolito ihre Erzählung gestaltet. Immerhin gewann die Autorin mit “Im Traum kannst du nicht lügen” den Nordischen Krimpreis 2017. Da sind die Erwartungen für mich als Leser schon recht hoch!IMG_20171203_165440

    Die Geschichte wird nach hinten aufgearbeitet. Das Blutbad ist schon geschehen und Maja steht vor Gericht. Sie macht es einem nicht leicht, sich nicht gleich ein negatives Bild von ihr zu zeichnen. Sie wirkt so teilnahmslos, alles scheint ihr egal zu sein. Gedanklich ist sie oft woanders, drehen sich auf abwertende Weise um die Verteidigerin oder ähnliches. Nur wenn sie an ihre kleine Schwester denkt, kommt da ein ganz anderes Mädchen zu tagen, eines das liebevoll ist, das sich sorgt. Zwischen den Verhandlungstagen erfährt man Majas Geschichte, bis man zum Kern vordringt, der Auslöser der unfassbaren Tat, vergehen noch viele Seiten. Zwischendurch ist das etwas langatmig, doch die Aufarbeitung, in der man alles über Maja, ihren Freund Sebastian und den Rest der Clique erfährt, lohnt sich durchzuhalten!

    Mein Fazit:

    Für mich eher Drama als ein Krimi, spannend und gut durchdacht. Die Jugendlichen kommen Großteils aus wohlhabenden Familien. Können alles haben. Doch Geld allein macht nicht Glücklich. Party, Drogen, Alkohol und ein Vater, bei dem nur Leistung steht und für dem Liebe offenbar ein Fremdwort ist, führen von einem Extrem zum Anderen. Bis jemand nur noch einen Ausweg sieht! Tatsächlich hab ich zwischendurch auch ein paar Tränen vergossen, so emotional fand ich Majas Schilderung ihrer Beziehung zu Sebastian.

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    mrs-luckys avatar
    mrs-luckyvor einem Jahr
    eine beeindruckende und emotionale Erzählung

    „Im Traum kannst Du nicht lügen“ ist ein starkes Buch, das ich am Anhang als etwas langatmig empfunden habe, das mich im Verlauf aber immer mehr in seinen Bann gezogen hat.


    Zu Beginn des Buchs steht die 18-jährige Maja Norberg vor Gericht, sie ist angeklagt, an einem Blutbad in ihrer Schule beteiligt gewesen zu sein, bei dem unter anderem ihr Freund Sebastian, ihr beste Freundin Amanda und ein Lehrer erschossen wurden. Aber ist Maja wirklich schuldig? Wie konnte es dazu kommen, dass dieses beliebte Mädchen aus reichem Elternhaus in so eine Tragödie verwickelt und zu einem derartigen Hassobjekt wurde? 


    Die Autorin lässt Maja in der Ich-Perspektive in Rückblicken von den Ereignissen erzählen, die zu dem Blutbad geführt haben aber auch von ihrer Zeit im Gefängnis, von ihren wechselnden Gefühlen und ihren Ängsten. 


    Der Prozess, der sich über insgesamt drei Wochen erstreckt, bildet eine Art Rahmenhandlung, während der Maja noch einmal mit der Tat aber auch mit ihrer Beziehung zu ihrem Freund Sebastian Fagerman konfrontiert wird, dem Haupttäter, der durch sie zu Tode gekommen ist.


    Der Leser bleibt bis zum Schluss im Ungewissen darüber, in wieweit Maja schuldig oder ein Opfer ist, die tatsächlichen Ereignisse, Hintergründe und Zusammenhänge werden nur schrittweise herausgearbeitet. Der Spannungsbogen ist dabei durchweg hoch, auch trotz der wechselnden Zeitebenen verliert man nie den Überblick.


    Eine große Stärke des Buches liegt in der Intensität und Offenheit mit der Maja ihre Eindrücke schildert. Die Autorin wird in der Erzählung zu Maja, diese spricht den Leser zum Teil direkt an, was eine große Nähe zur Hauptfigur schafft. Ihre Wut ist ebenso greifbar wie ihre Verzweiflung. 


    Im Verlauf der Geschichte war mir Maja mal mehr, mal weniger sympathisch, mal ist ihr Verhalten abstoßend, mal leidet man mit ihr, wenn Freunde und Familie sie missverstehen und allein lassen.


    Das Buch ist ein Drama, das Fragen von Schuld und Verantwortung, von Bestrafung und Versöhnung aufwirft aber bewusst keine Antworten gibt, sondern den Leser sich sein eigenes Urteil fällen lässt. Es geht um Liebe, Freundschaft, Jugend, Drogenmissbrauch, soziale Verantwortung und Klassenunterschiede. Ein Thriller der besonderen Art, der nachhallt und oft sprachlos macht. Ich werde mir die Autorin auf jeden Fall merken, dieser Erzählstil ist beeindruckend realistisch und nahe gehend.

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    Daniliesings avatar
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    Auf einen von euch wartet dabei ein besonderer Gewinn!
    Wir verlosen ein großes Lieblingsbücher-Paket unter allen Teilnehmern dieser Verlosung. In diesem Paket wird jedes der hier genannten 17 Lieblingsbücher einmal vertreten sein.

    Und los geht es mit unseren Herzensbüchern des Jahres:

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    Ein Okapi ist ein abwegiges Tier. Ebenso abwegig erscheint es, dass ein Traum von einem ebensolchen einen Todesfall ankündigen soll. Doch das ist nur eine der Kuriositäten, die dem Leser in diesem kleinen Dorf im Westerwald begegnen.
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    Ein Klassiker, der hochaktuelle Fragen aufwirft: Was braucht ein Mensch um sich als Mensch zu fühlen, wie weit sollen Gefühle gesteuert werden, was ist künstliches Leben wert? Entworfen wird eine dystopische Zukunft, die theoretisch in erschreckend greifbarer Nähe liegt und zum Reflektieren anregt. In Verbindung mit dem filmischen Sequel mein persönliches Lesehighlight in diesem Jahr.

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    Selten hat mich beim Lesen ein Buch so wütend gemacht. Warum ist unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert noch immer so furchtbar rassistisch? Für mehr Wut auf die Missstände und mehr Kraft zur Veränderung empfehle ich ganz dringend die Lektüre von "The hate u give" von Angie Thomas, die ungeschont den Alltagsrassismus in den USA beschreibt. Vielleicht bewirkt das Buch auch hier in Deutschland ein Umdenken bei so manchem Leser. Wünschenswert wäre es.

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    Einen klügeren, warmherzigeren und optimistischeren Charakter als Graf Rostov habe ich in einem Buch selten erlebt. 1922 wird er im Hotel Metropol in Moskau unter Hausarrest gestellt und durchlebt in diesem irgendwie sehr gemächlichen Mikrokosmos die nächsten 30 turbulenten Jahre im sich rapide ändernden Russland. Quasi durch das Fenster erlebt der Leser nicht nur einzigartige Figuren aber auch eine faszinierende Reise durch die Zeit. "Ein Gentleman in Moskau" ist definitiv das Buch, das mich dieses Jahr am meisten begeistert hat.

    Sharyssima empfiehlt "Illuminae" von Amie Kaufman und Jay Kristoff
    Ein Buch, das mich dieses Jahr vollkommen überrascht und überzeugt hat, ist "Illuminae" von Amie Kaufman und Jay Kristoff. Wer glaubt, ein ganz normales Science-Fiction-Buch vor sich zu haben, täuscht sich gewaltig. Die spannende Story wird nämlich mit einem bunten Mix aus Chats, Protokollen, Berichten, Funksprüchen und Bauplänen erzählt, die die Geschichte so plastisch und realistisch machen, dass man sich selbst auf den Raumschiffen im Weltall wähnt. Ein Buch, das geradezu nach einer Verfilmung schreit!

    NaddlDaddl empfiehlt "Im Traum kannst du nicht lügen" von Malin Persson Giolito
    Endlich mal wieder ein Thriller, der mich komplett überzeugen konnte! "Im Traum kannst du nicht lügen" fängt zwar eher ruhig an, zieht einen aber immer mehr in seinen Sog. Majas Gedanken rund um den Prozess sind absolut spannend, ich war wie gebannt von der Frage, was passiert ist, wer welche Rolle gespielt hat und wer die Schuld an den Geschehnissen trägt. Eine Geschichte, die nicht nur aus schwarz und weiß besteht – schon lange hat mich kein Buch mehr so nachdenklich hinterlassen.

    Daniliesing empfiehlt "Before they pass away" von Jimmy Nelson
    So wenige Romane, wie in diesem Jahr, habe ich wohl selten gelesen. Dafür durfte ich große Mengen an (Papp)bilderbüchern anschauen und ein paar interessante Sachbücher entdecken. Kurz vor knapp sind mir jedoch ein Buch und ein Fotograf begegnet, die mich nicht mehr losgelassen haben. Deshalb geht meine Empfehlung an den Bildband "Before they pass away" mit den atemberaubenden Fotos von Jimmy Nelson. Er hat es sich zur Aufgabe und Berufung gemacht, indigene Völker auf der ganzen Welt und in den entlegensten Winkeln der Erde zu entdecken, sie kennen zu lernen und natürlich zu fotografieren. Dieser kleine Einblick in ihren Alltag, der zugleich in starkem Kontrast zu unserer modernen, schnelllebigen Welt steht, macht dieses Buch für mich so eindrucksvoll!

    Cari_f empfiehlt "Nevernight - Die Prüfung" von Jay Kristoff
    Meine persönliche Entdeckung dieses Jahres sind die Bücher von Jay Kristoff. Sowohl "Illuminae", das er zusammen mit Amie Kaufman geschrieben hat, als auch "Nevernight - Die Prüfung" haben mich absolut in ihren Bann gezogen. Letzteres lässt die Leser in eine düstere Fantasywelt eintauchen und strotzt nur so vor Ironie, Schonungslosigkeit und Ideenreichtum. Dieses Buch ist zwar nichts für Zartbesaitete, lässt aber die Herzen all jener höher schlagen, die gerne anspruchsvolle Fantasy mit wunderbar unperfekten Protagonisten lesen. Eins meiner Highlights des Jahres 2017!

    aba empfiehlt "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von José Eduardo Agualusa
    Ein Buch, das mich zugleich berührt, unterhalten und auch zum Nachdenken gebracht hat, ist "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von dem angolanischen Schriftsteller José Eduardo Agualusa. In seinem Roman erzählt er die Geschichte einer Frau, die 30 Jahre lang allein und isoliert in der angolanischen Hauptstadt gelebt hat. In ihrer eigenen Wohnung! In derselben Zeit erlebt das Land große politische und wirtschaftliche Umstellungen. Die Protagonistin dieses Romans schafft es, das Schicksal vieler Menschen zu beeinflussen, und das während ihrer Isolation und ohne es überhaupt zu ahnen. Glaubhaft und höchst spannend erzählt Agualusa diese unglaubliche Geschichte, an die ich noch sehr sehr lange denken werde!

    Gexi empfiehlt "Götterblut" von Stella A. Tack
    Für Fantasy mit griechischer Mythologie bin ich eigentlich immer zu haben und Stella A. Tacks Buch war ein Volltreffer. Warrior ist eine eigenwillige und etwas kratzbürstige Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt und die einen oft zum Lachen bringt. Sie nimmt uns mit auf eine Taxifahrt durch die Hölle und auf ein Golfspiel der Götter im Olymp und richtet dabei einiges an Chaos an. Für mich wurde durch dieses Buch klar, dass deutsche Fantasy viel kann! Mein Fazit: einfach göttlich.

    Daria87 empfiehlt "Der Junge auf dem Berg" von John Boyne
    Dieses war mein erstes Buch des Autors und ich war vollends begeistert. Sein Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und die Geschichte konnte mich von Anfang an fesseln. Meisterhaft beschreibt John Boyne wie leicht vor allem Kinder beeinflussbar sind und wie wichtig es ist, dass sie gute Vorbilder haben. Eine absolute Leseempfehlung!

    Wir hoffen an dieser Stelle natürlich, dass wir vielen von euch das ein oder andere - oder gleich alle ;-) - unserer Lieblingsbücher schmackhaft machen konnten.

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    Kathleen1974s avatar
    Letzter Beitrag von  Kathleen1974vor 9 Monaten
    Herzlichen Dank :-)
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