Himmel und Hölle

von Malorie Blackman 
4,4 Sterne bei132 Bewertungen
Himmel und Hölle
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (115):
SaSu13s avatar

Eine für sich schon tragische Liebesgeschichte, die auch noch sehr wichtige Gesellschaftskritik enthält.

Kritisch (6):
libreevets avatar

Leider nicht mein Ding, hab es abgebrochen.. Da lese ich lieber ein Non-Fiction-Buch zum Thema Rassismus. Die Charaktere waren mir zu naiv.

Alle 132 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Himmel und Hölle"

Ein überwältigendes Buch von großer sozialer Bedeutung

Eine fiktive Gesellschaft. Alpha oder Zero. Schwarz oder weiß. Dazwischen gibt es nichts. Sephy ist eine Alpha, Schwarze und die Tochter eines mächtigen Politikers. Callum hingegen gehört der unterdrückten weißen Minderheit der Zeros an. Er ist arm und ein Bürger zweiter Klasse. Sephy und Callum sind Freunde, seit sie denken können. Und aus ihrer Freundschaft ist Liebe geworden. Sie kämpfen einen verzweifelten Kampf um ihre Liebe und gegen die Gesetze in ihrem Land. Bis sie durch tragische Umstände getrennt werden. Denn verbotene Liebe hat kein Recht auf ein Happy End.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596809875
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:FISCHER KJB
Erscheinungsdatum:01.11.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.09.2008 bei Der Audio Verlag, DAV erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    BeaSwissgirls avatar
    BeaSwissgirlvor einem Jahr
    Himmel und Hölle

    Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)

     

    Über dieses Buch habe ich bisher nur Gutes gehört um so neugieriger war ich wie es mir wohl damit ergehen würde...

     

    Der Schreibstil ist sehr einfach, unkompliziert, schnörkellos und flüssig zu lesen.

    Als Einstieg wurde ein Prolog gewählt danach ergibt sich ein Zeitsprung von drei Jahren und es wird in der ICH- Form aus der Sicht von Sephy und Callum weitererzählt.

    Anhand der jeweiligen Namen am Kapitelanfang erhält man auch nie ein Durcheinander.


    Die beiden Hauptprotagonisten sind solide ausgearbeitet ,müsste ich sie jedoch beschreiben, sei dies nun äusserlich oder auch vom Charakter her hätte ich echt meine Schwierigkeiten.

    Gerade bei dieser Thematik hätte ich doch mit mehr Vertiefung gerechnet. Obwohl die Geschichte nämlich im autodiegetischen Stil erzählt wird fehlte mir doch eine intensivere Auseinandersetzung mit den Gedanken und Gefühlen von Sephy und Callum.

    Es war nicht so, dass ich keine Empathie verspürte, dennoch hätte ich mehr erwartet. Die Freundschafts- Elemente waren zwar nachvollziehbar dargestellt, die Liebesgeschichte kaufte ich den Beiden aber nicht so recht ab und auch die schlussendlich körperliche Vereinigung empfand ich irgendwie als unglaubwürdig oder " unpassend"...

    Weitere Charaktere, die für die Handlung wichtig sind waren soweit genügend beschrieben, hinterlassen aber keinen bleibenden Eindruck.


    Die Materie, ist nicht neu, dennoch hat die Autorin eine originelle Darstellung gewählt und dies hat mir gut gefallen und mich zusätzlich zum nachdenken angeregt.

    Trotz der für meinen Geschmack zeitweise fehlenden Vertiefung hat mich die Geschichte nämlich durchaus auch berührt, aufgewühlt oder nachsinnen lassen.

    Gerade auch die Szene am Ende, die mich übrigens an einen bestimmten Film ( welchen verrate ich natürlich nicht sonst würde ich spoilern ;) ) erinnerte hat mir doch die ein oder andere Träne entlockt.


    Ein wirklich eindrücklicher, wichtiger Jugendroman, den ich mir auch gut als Pflichtlektüre in der Schule vorstellen könnte. Für meinen Geschmack hätten die Komponenten rum um die Liebesgeschichte ruhig noch mehr Tiefe oder Aufmerksamkeit verdient.


    Übrigens handelt es sich hier um den Auftakt einer Trilogie, ich bin der Meinung man kann das Buch aber auch gut nur als Einzelband lesen.


    Ich vergebe sehr gute vier Sterne.

     

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    annaika96s avatar
    annaika96vor 2 Jahren
    Fiktion oder Realität?

    Als ich 13 oder 14 war habe ich das Buch zum ersten mal gelesen. In dem folgendem Jahrr habe ich es dann um die fünf mal gelesen. Die Grundidee hatte mich einfach fasziniert. Diese Art der Rassentrennung, welche, auf vielen Ebenen erschreckend ähnlichkeit zu unserer eigenen Gesellschaft hat, aber trotzdem anders ist. Die Freundschaft zwischen zwei verschiedenen, aber doch anderen Menschen, welche stärker ist, als alle Vorurteile. Woraus dann aber zeitweise hass entsteht, aber nebenbei die Liebe besteht. Eine Liebe die allem trotz. Als ich das Buh vor wenigen Wochen, nach Jahren, wieder zur Hand nahm, war ich auf ein neues begeistert. Malorie Blackmann hat es für mich einfach geschafft ein Universum aufzubauen, wo man drin versinkt.

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    Daniel89s avatar
    Daniel89vor 2 Jahren
    Ein Buch, dass mich mit sehr gemischten Gefühlen zurückgelassen hat.

    Worum geht es in „Himmel und Hölle“;

    Sephy und Callum sind zwei Teenager. Sie gehört zu der herrschenden Klasse, er zur Unterdrückten.
    Als Alpha bekommt man mehr Geld, eine Ausbildung und hat rechte als Zero nicht.
    Callums Mutter arbeitet für Sephys Mutter und so lernen sich die beiden schon als Kinder kennen. Eine Zeit, in der sie noch „Farbenblind“ sind und nicht den anderen nach dessen Hautfarbe bewerten.

    Als Teenager wird jedoch ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Den andere sehen durchaus ihre Unterschiede. Außerdem geht es um die erste Liebe und den Versuch seinen Weg in einer Gesellschaft zu gehen die einen ablehnt und dir sagt, es ist falsch, was du bist.

    Meine Meinung zu dem Buch;

    Ich konnte mich überhaupt nicht entscheiden, was ich dem Buch geben sollte.
    Von 2 bis 4 Sterne hätte ich alles geben können.
    Das Buch hat wirklich tolle Elemente aber auch sehr negative.

    Zur Geschichte;
    die Geschichte ist spannend und abwechslungsreich aber auf die größeren Wendungen wird so explizit hingearbeitet, dass sie beim besten Willen nicht überraschend kamen.

    Zu den Figuren;
    die Figuren haben alle einen Charakter und die meisten (selbst Nebenfiguren) wurden liebevoll gestaltet.
    Es wird sich teilweise viel Zeit genommen um die Beweggründe für jeden Einzelnen zu beleuchten und häufig hat eine Ursache eine unmittelbare Wirkung.
    Leider ist diese Wirkung häufig schon Seiten früher klar und dadurch wird die Überraschung oder Wendung eher unspannend.
    Auch die sind die Charaktere eher schlecht als recht aufeinander abgestimmt. Wenn man seine Kinder missbraucht (durch Gewalt [körperliche oder verbale] oder Vernachlässigung) werden die Kinder ihr Verhalten anpassen und generell Schwierigkeiten haben Beziehungen einzugehen.
    Vernachlässigte Kinder werden auch zu Vermeidern oder Klammerern aber davon war nichts zu lesen. Das fand ich sehr schade.

    Am meisten hat mich aber gestört, dass man von dem Geschlecht einer Person auf ihre/seine politische Gesinnung schließen konnte. Fast alle Männer sind sehr rassistisch. Schwarze und weiße sind eben nicht gleich und sprechen Menschen mit einer anderen Hautfarbe die Menschlichkeit ab.

    Bei den Frauen in dem Buch ist es genau umgekehrt. Fast alle Figuren die für ein friedliches Miteinander aller Menschen eintreten sind weiblich.
    Will die Autorin damit suggerieren, dass Diskriminierung ein männliches Problem ist?
    Es ist wirklich auffällig, dass egal ob in der Schule oder später vor Gericht … alle Frauen helfen und Männer angreifen.

    Das geht sogar soweit, dass wenn dann "zufällig" mal eine Frau oder ein Mann dem Geschlechterbild, dass sie hier zeichnet, nicht entspricht, wird das gesondert begründet.

    Mein Fazit; ein tolles Buch über Rassismus und auch gerade der Alttagesrassismus wird schön beleuchtet aber leider wird sich auf eine Form der Diskriminierung kritisiert und eine andere wird in dem Buch ausgelebt.
    Überlegt, selber ob ihr ein Buch zu einem wichtigen Buch lesen möchtet, dass aber auf einer anderen Ebene genau das falsch macht, was es anprangert.

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    Littlebitcrazys avatar
    Littlebitcrazyvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Meisterwerk dass unserer Gesellschaft einen Spiegel vorhält. Was wäre, wenn die Weißen unterdrückt würden?
    Spiegel unserer Gesellschaft

    In himmel und Hölle ist weiß schwarz und schwarz weiß. Was in Realität die Macht hat wird hier unterdrückt. Es liest sich befremdlich und schockierend, doch ist es nicht genauso (gewesen) außer dass die Rollen vertauscht sind? Ich liebe dieses Buch und wie es mich zum Nachdenken gebracht hat. Klare Leseempfehlung

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    CocuriRubys avatar
    CocuriRubyvor 3 Jahren
    So schön und so zerstörend

    Der Prolog hat mich krass an „Gute Geister“ erinnert – eben Rassismus in Reinform.

    Ich musste feststellen, dass es eine Grundsache gibt, die in so ziemlich jeder Rezension bereits genannt wurde – in meiner nicht! Weil ich schade finde, wenn man diese Sache vorwegnimmt. Ich wusste sie vorher nicht und es hat mich doch ziemlich umgehauen als ich es gelesen habe. Und ich habe richtig gemerkt, wie ich mich in meinem Denken selbst immer wieder korrigieren musste, weil es unserer Menschheitsgeschichte gegenteilig verlaufen ist. Aber das finde ich super! Es fast irgendwie simpel, aber genial.
    Weil es eben auch zeigt, das etwas von diesem rassistischem Denken, selbst noch in unserer Generation verankert ist, aufgrund der Geschichte.
    Ich rate also dringend dazu, wenn ihr nicht wisst, wovon ich grade rede und dieses Buch vllt. Lesen wollt, dann schaut euch keine anderen Rezis dazu an! Sonst werdet ihr def. gespoilert.

    Der Schreibstil ist gut, aber irgendwie nicht so locker leicht. Aber das ist das Thema auch nicht, deshalb passt es.

    Ich finde die dt. Bezeichnungen „Zeros/Gumbos“ und „Alphas/Honks“ doof – die englischen sind viel besser gewählt. Das kann man jedoch icht dem Buch anlasten.

    Ich mag die Charaktere eigentlich ganz gerne. Sie sind mir nicht immer durchweg sympathisch gewesen, aber das ist nicht schlimm, weil eine authentische Figur eben viele Seiten hat und man kann nicht alles mögen oder gut finden.

    Wobei ich sagen möchte, weil ich gelesen habe, dass das oft neg. bewertet wurde, dass die Charaktere unrealistisch und unlogisch handeln. NEIN. Es ist Realismus pur, weil es sich an die Geschichtsbücher hält. Genauso verhalten sich Menschen, wenn sie unterdrückt werden, wenn sie diskriminiert werden.
    Aber genau das ist der Punkt. Wir haben hier keine schöne Alltagssituation, sondern Situationen unter bestimmten Umständen bzw. Extremsituationen.

    Es ist ergreifend den beiden zuzusehen, wie sie versuchen an etwas festzuhalten, dass ihnen von allen Seiten entrissen werden soll.

    Wie sie für etwas kämpfen, was so unmöglich scheint. Wie sie zweifeln und dann doch neuen Mut fassen.

    Es ist süß, ergreifend, erschreckend und herzzerreißend.

    Was mich wirklich tief beeindruckt hat, ist die Beschreibung der Gefühle. Die Details und die Wahrheit darin.
    Es wird so deutlich gezeigt, was in einem Menschen vorgehen kann und dass es möglich ist, zwei gänzlich unterschiedliche Gefühle gleichzeitig zu empfinden.

    Das Buch ist wirklich krass – sehr krass. Für schwache Nerven ist es nichts.  

     

    Fazit

    Dieses Buch ist Augen öffnend, es lässt einen über viele Dinge nachdenken, denn Rassismus ist ein Thema was leider immer aktuell ist.

    Das Buch ist wirklich so gut, aber es hat mich fertig gemacht, wenn ich weinen könnte, hätte ich bei dem Ende geheult.

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    Reebock82s avatar
    Reebock82vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Das Buch wird im Laufe der Geschichte immer komischer. Mir hat es nicht gefallen.
    Wird gegen Ende immer komischer

    Callum und Seph leben in einer Welt, in der die weißen die untere Klasse sind und die schwarzen regieren. Callum ist ein weißer, ein Zero; Seph ist eine Schwarze, eine Alpha. Sie verbindet eine Liebe, die nicht sein darf. 

    An sich eine interessante Idee, doch gleich zu Anfang fand ich es albern, dass man die frühere Rassentrennung umgekehrt hat. Das wirkt irgendwie merkwürdig und passt nicht so ganz. 
    Zu Beginn des Buches hat mir die Geschichte trotzdem gut gefallen. Man vergisst immer wieder, dass schwarz und weiß getrennt sind, was von der Autorin auch so beabsichtigt war. Trotzdem hat mich die Geschichte nicht hundertprozentig mitgerissen. Gegen Mitte des Buches musste ich mich fast zwingen weiterzulesen. Woran das liegt? Ich kann es nicht richtig sagen. Mir waren die Hauptcharakter nicht sonderlich sympathisch, da sie sehr oft nicht wirklich nachvollziehbar handeln. Die Umstände, in denen sie leben, wirken so aufgesetzt und unrealistisch. Es ist im Prinzip die gleiche Rassentrennung, wie sie tatsächlich stattgefunden hat, nur eben umgekehrt. Diese Situation war für mich nicht wirklich verständlich. Wie kam es dazu und warum? Ist die Welt fiktiv, oder gab es vorher Martin L. King Jr.? Das Buch lässt so viele Fragen offen, dass man sich nicht wirklich in die Welt und die aktuelle Situation einfinden kann. Den Schluss habe ich dann nur grob überflogen. Das Ende fand ich zu übertrieben brutal und ganz bestimmt nicht das Ende, was ich mir gewünscht oder vorgestellt hatte. Klar macht es das Buch auch irgendwie interessant, aber ich finde, die Geschichte vorher muss stimmig sein, um so ein Ende schreiben zu können. 

    Natürlich ist das hier eine sehr subjektive Meinung. Ich kann auch verstehen, dass viele dieses Buch wirklich gut finden. Mir hat es jedoch nicht gefallen. Also wer hier eine romantische Geschichte mit etwas Action (s. Panem oder Divergent) erwartet, ist mit diesem Buch falsch. 

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    Catching_Fires avatar
    Catching_Firevor 4 Jahren
    Ein lesenswertes Buch!

    Dieses Buch gehört bei mir auf jeden Fall auf die persönliche imaginäre "Bücher die mich berührten"-Liste...ich konnte das Buch nicht weg legen und abends im Bett brachte mich nur der Schlaf davon weg. Ich habe teilweise die Handlungen von Callum und Sephy nicht nachvollziehen können, trotzdem sind mir die Charakter sehr ans Herz gewachsen und umso schlimmer war natürlich dann das Ende!
    Sehr selten kommt es bei mir dazu, dass beim lesen ein paar Tränen kullern, doch dieses Buch hat es geschafft. Einfach nur wunderschön!

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    Leylas avatar
    Leylavor 5 Jahren
    Das Buch konfrontiert nicht nur mit wichtigen Problemen, sondern auch die Liebesstory ist wunderbar!

    Dieses unglaubliche Buch nur in paar Sätzen zu loben wird schwer ;) Zuallererst sind beide Protagonisten toll ausgearbeitet. Vor allem braucht man jedoch länger als gedacht, um wirklich zu begreifen, dass die Alphas nicht weiße, sondern schwarze Leute sind. Ich war von mir selbst schockiert, dass ich mir dann doch öfters dachte die Zeros wären schwarz. Oft hab ich auch eine Pause vom Plot gebraucht, weil soviel auf 512 Seiten passiert. Unglaublich viele Wendungen, unglaublich viele Charaktere und unglaubliche Spannung. Ich wusste, es ist gut, doch das hätte ich nicht erwartet. Los, was sitzt ihr noch rum? KAUFT ES!

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    bücherelfes avatar
    bücherelfevor 5 Jahren
    Jugendbuch mit Pageturner-Qualität

    In der Regel lasse ich mich von den Lobhudeleien auf den Buchumschlägen nicht verführen. Die Verlage müssen ihr Produkt ja anpreisen. Aber „… von den TIMES-Lesern zu den „100 Lieblingsbüchern aller Zeiten“ gewählt“ hat mich dann doch aufhorchen lassen. Also gleich mal in der Bibliothek eingepackt und mitgenommen.Nur so viel: In der von Malorie Blackman erschaffenen Trilogie geht es um die Zweiklassen-Gesellschaft der schwarzen Alphas und der weissen Zeros.  Zur detaillierten Inhaltsbeschreibung empfehle ich die Verlagsseite.  Die Protagonisten, das Alpha-Mädchen Persephone und der Zero-Junge Callum, erzählen ihre Geschichte abwechselnd aus ihrer eigenen Perspektive. Das hat den wunderbaren Effekt, dass beide einen  gleichermassen ans Herz wachsen. „Himmel und Hölle“ ist stellenweise recht vorhersehbar.  Was aber keineswegs störend ist, schliesslich handelt es sich hier nicht um einen Krimi. Hier geht es um etwas ganz anderes. Man nehme einen grossen Teil Gesellschaftskritik, einen ordentlichen Teil Spannung und einen Schuss Liebesgeschichte. Ja, das ist der Stoff, aus dem dieses Jugendbuch mit Pageturner-Qualität gesponnen wurde. Und wenn ich die Ohren spitze, höre ich den Fortsetzungsband „Asche und Glut“ schon ganz leise nach mir rufen. Bibliotheken sind was Feines…

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    Kampftaenzers avatar
    Kampftaenzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Himmel und Hölle" von Malorie Blackman

    Callum McGregor und Persephone Hadley, kurz Sephy genannt, sind seit ihrer Kindheit die besten Freunde. Immer wieder wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt, denn sie wachsen in einer Gesellschaft auf, die in Alphas und Zeros unterteilt ist. Die Alphas sind die führende Schicht, der alle Türen offenstehen, und Sephy ist eine von ihnen. Callum hingegen ist ein Zero, ein Mensch zweiter Klasse, der dennoch an seinen Träumen und Wünschen festzuhalten versucht. Je älter die zwei werden, desto stärker wird ihnen klar, dass ihre Gefühle füreinander weit über die einer normalen Freundschaft hinausgehen. Aber wie sollen ein Zero und eine Alpha zusammensein, wenn es keinen Winkel auf der Welt zu geben scheint, in dem das möglich ist? Keinen Menschen, der nichts daran auszusetzen hätte? Sephy und Callum versuchen dennoch um ihre Liebe zu kämpfen. Doch in einer Gesellschaft, in der es nicht einmal Freundschaften unter Zeros und Alphas geben darf, scheint ihre Beziehung dazu verurteilt zu sein, kein gutes Ende zu nehmen.

    "Himmel & Hölle". Auch wenn der Titel & der Klappentext eher auf eine hoffnungslos schmalzige Liebesgeschichte schließen lassen, sollte man sich nicht täuschen. "Himmel und Hölle" ist für mich eines der wichtigsten, besten und bedeutesten Jugendbücher der Zeit.
    Manchmal fühlt es sich beim Lesen so an, als würde man regelrecht geohrfeigt, denn die Autorin schirmt ihre Charaktere und auch den Leser nicht vor den schmerzhaften Seiten des Lebens ab. Das Buch hat in mir die verschiedensten Gefühle ausgelöst. Manchmal war ich geschockt, oder enttäuscht. Nicht selten war ich auch wütend auf einen der Charaktere, obwohl man sie verstehen konnte. Um es auf den Punkt zu bringen, es hat mich nicht eine Sekunde kalt gelassen.
    Am meisten hat mir dieses Buch aber nicht durch die Gefühlsstärke imponiert. Sondern durch diese Realität.
    Zwei Kinder, getrennt durch die Gesellschaft, getrennt durch ihre Hautfarbe. Ein Thema an das sich viele Autoren heran wagen, doch noch niemals habe ich eine solche Umsetzung gesehen. Diese Kinder versuchen zusammen zu kämpfen, doch auch der Hass, den ihre Gesellschaft schürrt, geht bei ihnen nicht unberührt vorbei. Also heißt es, dass sie alleine kämpfen. Doch was kann denn schon ein Kind erreichen? Gar nichts. Und deswegen liebe ich dieses Buch.
    So grausam, und doch so wahr.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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