Malte Herwig

 4.3 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Die Flakhelfer, Meister der Dämmerung und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Malte Herwig

Malte HerwigDie Flakhelfer
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Die Flakhelfer
Die Flakhelfer
 (4)
Erschienen am 13.05.2013
Malte HerwigMeister der Dämmerung
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Meister der Dämmerung
Meister der Dämmerung
 (3)
Erschienen am 09.11.2010
Malte HerwigEliten in einer egalitären Welt
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Eliten in einer egalitären Welt
Eliten in einer egalitären Welt
 (0)
Erschienen am 01.09.2005
Malte HerwigBildungsbürger auf Abwegen
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Bildungsbürger auf Abwegen
Bildungsbürger auf Abwegen
 (0)
Erschienen am 01.08.2004
Malte HerwigDie Flakhelfer
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Die Flakhelfer
Die Flakhelfer
 (0)
Erschienen am 20.05.2013
Malte HerwigDie Flakhelfer. Wie aus Hitlers jüngsten Parteimitgliedern Deutschlands führende Demokraten wurden
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Die Flakhelfer. Wie aus Hitlers jüngsten Parteimitgliedern Deutschlands führende Demokraten wurden
Malte HerwigDie Frau, die Nein sagt: Rebellin, Muse, Malerin - Françoise Gilot über ihr Leben mit und ohne Picasso
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Die Frau, die Nein sagt: Rebellin, Muse, Malerin - Françoise Gilot über ihr Leben mit und ohne Picasso

Neue Rezensionen zu Malte Herwig

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Sarah_Knorrs avatar

Rezension zu "Die Flakhelfer" von Malte Herwig

Wie aus Hitlers jüngsten Parteimitgliedern Deutschlands führende Demokraten wurden..
Sarah_Knorrvor einem Monat

Klappentext:

Die Flakhelfer: eine Generation zerrissen zwischen zwei Welten. Sie waren fast noch Kinder, als man sie an der Front verheizte. Ihre jugendliche Begeisterung für Hitler und den Nationalsozialismus trieb sie an. Viele von ihnen prägten nach 1945 als prominente Politiker, Künstler, Wissenschaftler die junge Bundesrepublik. Sie taten sich hervor als engagierte Demokraten, ihr Wirken im NS-Regime aber verschweigen oder verdrängen die meisten bis heute. Malte Herwig erzählt einfühlsam und präzise von Verstrickung und Verdrängung einer Generation und führt uns das noch immer schmerzhafte Verhältnis der Deutschen zur NS-Zeit vor Augen.Klappentext:



Meine Bewertung: 

Zum Cover: Das Cover ist der Thematik angepasst. Es zeigt mehrere Jugendliche oder Kinder, die den Hitlergruß zeigen. Die Darstellung ist in meinen Augen so unfassbar, unrealistisch, und doch war es damals leider üblich..

Zum Inhalt: Dieses Buch thematisiert eine sehr interessante Thematik. Es thematisiert die Generation, die zwischen zwei Welten zerissen scheint. Die Flakhelfer waren noch Kinder, als man sie zugunsten der politischen Ziele verheizte. Scheinbar trieben ihre jugendliche Begeisterung für Hitler und den Nationalsozialismus sie an. Jene, die freiwilig oder auch nicht, auf dem letzten Drücker Teil des NS-Regime geworden sind. Einige dieser so genannten Flakhelfer haben in der jungen Bundesrepublik Karriere gemacht: zu nennen sind da Hans-Dietrich Genscher, Günther Grass oder Hans Werner Henze. Sie taten sich hervor als engagierte Demokraten, ihr Wirken im NS-Regime aber verschwiegen oder verdrängten sie. Es geht nicht um die Bloßstellung von Politikern, sondern um die Aufarbeitung dieser Zeit und Darstellung dieser Flakhelfer-Generation, wobei der Autor auch das Umgehen des Staates kritisch hinterfragt.

Zum Schreibstil: Der Autor Malte Herwig versucht dem Leser die Thematik näher zu bringen, ohne dabei die Personen zu bewerten. Sicherlich hat der Autor seine eigene Position zur Thematik, aber sind ihm die Flakhelfer selber nahe - Herwigs Vater war einer von ihnen. Dennoch schafft es der Autor mit Einfühlungsvermögen und einem leichten Humor an die Thematik ranzugehen.  Malte Herwig arbeitet heraus, wie vage die Erinnerungen der Beteiligten zu sein scheint und wie groß die Scham, wie unangenehm das Thema fast allen zu sein scheint. Der Autor versucht Linien aufzuzeigen und selber zu verstehen, welche Motive damals jene Personen bewegt haben und warum diese bis heute abgwehrt werden, solange Beweise in Form von Mitgliedsformulare vorliegen. Das Buch hat zu Beginn ein Inhaltsverzeichnis. Neben dem Prolog ist "Die Flakhelfer" in insgesamt acht Kapitel unterteilt und hat zusätzlich ein Nachwort sowie Anmerkungen zur verwendeten Literatur und Quellen oder auch geführten Gesprächen. Gerade Grass und Walser widmet der Autor eigene Kapitel und hat sie zum Thema interviewt.



Mein Fazit:

Malte Herwig ist mit seinem Buch "Die Flakhelfer" ein sehr notwendiges und zugleich interessantes Buch gelungen. Es soll dem Leser aufzeigen, dass natürlich auch unscheinbare Jugendliche im NS-Regime für politische Zwecke missbraucht worden sind. Aber vor allem soll dieses Buch zeigen, dass der Übergang vom Dritten Reich zur Bundesrepublik, von der Diktatur zur Demokratie nicht nach dem Prinzip der "Stunde null" verlaufen ist. 

Insgesamt gibt es von mir 5/5 Sterne !

Danke an das Bloggerportal und dem Pantheon - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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Rezension zu "Meister der Dämmerung" von Malte Herwig

Ein Schriftsteller, der um sein Leben schreibt
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Damit meine ich nicht den Autor dieser Biografie, sondern ihren "Helden" (obwohl der in dem Buch nicht immer so gut wegkommt): Peter Handke erscheint als ein nervöser, reizbarer, jähzorniger, aber auch großzügiger und genialer Mensch und Autor, wie Herwig ihn beschreibt. Eins ist klar: schon als der jugendliche Handke das Schreiben entdeckte, wurde es ihm zur Rettung. Es gibt wohl wenige Schriftsteller, die innerlich ein so abenteuerliches Leben hatten wie Handke und beinahe daran verendet wären - wenn es nicht die Literatur gäbe!!  Tolles Buch!

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M

Rezension zu "Die Frau, die Nein sagt: Rebellin, Muse, Malerin - Françoise Gilot über ihr Leben mit und ohne Picasso" von Malte Herwig

Innenansichten einer dynamischen Beziehung
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Innenansichten einer dynamischen Beziehung

„Non, je ne regrette rien“.

Das berühmteste Lied der Edith Piaf ist zugleich das Lebensmotto von Francoise Gilot.

Starke Frau. Ebenbürtige Persönlichkeit. Muse. Künstlerin. Und, nicht zu letzt, aber auch nicht vor allem, zu Zeiten ihres Lebens Geliebte, Begleiterin, Pendant Pablo Picassos.

Ein Mann, der als Person kantig, klar, egoman, cholerisch, laut, fordernd lebte.

Und so wundert es nicht, dass der erste Satz des Buches nur aus zwei Worten besteht:

„Picasso tobte“.

Gerade da im Übrigen, was auch mal vorkam, zu Recht. Denn „Sie“ hatte ihn gerade mit den Kindern verlassen.

„Keine Frau verlässt einen Mann wie mich!“.

„Die Frau im Wagen blickte nicht zurück“.

Auch das ein Indiz für eine der großen Stärken Gilots. Nach vorne blicken. Immer. Den eigenen Weg suchen und gehen. Auch in den 10 Jahren zuvor war sie, jung, genauso gerade an der Seite des alternden und alten Picasso ihren Weg gegangen. Zeiten, von denen diese Erinnerungen im Buch, illustriert durch eine Vielzahl privater Fotografien, kündet.

„Sie liebte Pablo immer noch, aber die Kinder liebte sie mehr“.

Und bei aller Verfallenheit auch an die zärtliche, an die inspirierende Seite des großen Künstlers, schwerer wiegt die „fürchterliche Seite“, von der das Buch ebenso offen erzählt, wie von den sensiblen Momenten. Legt offen, wie wichtig sie selbst als „ruhender Gegenpol“ für das überbordende Ego Picassos war. Und das trotz des „Frauenverschleißes“ des Mannes, der strategisch geplant, geschickt Frauen an sich band und meist einfach nahm, was ihm gefiel.

Und doch, wie erwähnt, in diesen Erinnerungen geht es nicht nur um „Ihn“.

„Sein Schatten würde immer auf ihr liegen. Dachte er“.
Und dachte falsch damit, denn durchaus eigene Kräfte, auch eigene künstlerisch gestaltende Kräfte im Rahmen der Malerei trug Gilot in sich und entfaltete diese. Interessante Werke, klare Gedanken, ein spannungsreiches und inspirierendes Leben ist es, das im Lauf der Seiten sich vor den Augen des Lesers entblättert und in klarer Erzählweise von Malte Herwig nachvollzogen wird. Aktiv und rührig bis heute.

„Ich habe gesagt, dass mir das Leben zum Hals raushängt, nicht die Malerei“, das ist so ein typischer Satz der kantigen Persönlichkeit, die lieber ihre Vernunft in den Dienst der Verrücktheit stellt als umgekehrt (was ihre Kunst angeht) und dies in mehr als 5000 Zeichnungen und über 1600 Gemälden auf Leinwand bannt.

Beides stellt Malte Herwig im Buch somit heraus. Immer wieder kommen die Gespräche und Themen, natürlich, auf Picasso und sein Werk zurück (bis hin zu den „zwei Musen“ am Ende der Geschichte der Beziehung zu Picasso) und ebenso wendet sich Herwig ausführlich Person und Werk Gilots selbst zu („Eine Zeichnung ist ein konzentrierter Ausdruck von Wirklichkeit“).

Ein inspirierendes Buch über die Kraft des Lebens und der Kunst, über die starken Schattenseiten Picassos neben seinem Genie („Immer wollte er, dass ich schwanger bin, damit ich weniger Ich selbst bin“) und über eine starke Frau und Künstlerin, die sich ihren Lebensweg weder hat vorzeichnen noch vorschreiben lassen.

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