Malte Korff Johannes Brahms

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Inhaltsangabe zu „Johannes Brahms“ von Malte Korff

»Er heißt Johannes Brahms, kam von Hamburg, dort in dunkler Stille schaffend, aber von einem trefflichen und begeistert zutragenden Lehrer gebildet in schwierigen Setzungen der Kunst ... Er trug, auch im Äußeren, alle Anzeichen an sich, die uns ankündigen: Das ist ein Berufener«, meinte Robert Schumann 1853, nachdem er den 20-Jährigen kennen gelernt hatte. Er hatte recht. Heute wissen wir, dass aus diesem jungen Mann einer der bedeutendsten Komponisten des 19. Jahrhunderts wurde.Der Vater verdiente sein Geld als Musiker. Der Sohn erhielt sehr früh Klavierunterricht, legte als Jugendlicher schon erste Kompositionen vor und galt als musikalisches Wunderkind. Die Karriere von Johannes Brahms (1833-1897) begann, als er Robert und Clara Schumann kennen lernte. Am Ende seines Lebens gehörte er zu den berühmtesten Komponisten seiner Zeit. Malte Korff beschreibt den Aufstieg, das Wirken als Dirigent und Pianist, das Privatleben, das Verhältnis zu anderen bedeutenden Komponisten der Zeit und entwirft ein Bild von der differenzierten und nicht ganz einfachen Persönlichkeit des Johannes Brahms. Er bietet zudem eine Einführung in das musikalische Werk.

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  • Rezension zu "Johannes Brahms" von Malte Korff

    Johannes Brahms

    HeikeG

    12. August 2008 um 21:11

    Das Lamm mit der Löwenmähne oder Klassische Strenge und romantische Freiheit "Lieben Sie Brahms, Madame?" So sang einst der Grandseigneur der leichten Muse Roger Whittaker seinen Hit und spielte damit auf die Vorliebe seiner musikalisch Angebeteten für klassische Musik an. Alles andere als trivial kommt die Biografie von Malte Korff über den von Whittaker besungen Komponisten an. Er porträtiert das dritte große B, neben Bach und Beethoven - Johannes Brahms. Bereits seine dritte Biografie, nach einem Porträt über Johann Sebastian Bach und Franz Schubert, bringt der 1950 in Leipzig geborene Musikwissenschaftler beim Verlag dtv heraus. Und wie schon in seinen vorangegangen Büchern resümiert er erneut das Leben und Wirken eines Musikgenies und zeichnet ein äußerst lebendiges und von hohem Informationsgehalt geprägtes Bild. Johannes Brahms (1833-1897) wurde als zweites von drei Kindern des Kontrabassisten Johann Jakob Brahms und seiner Frau Johanna am 7. Mai 1833 in Hamburg geboren. Er entwickelte sich zu einem pianistischen Wunderkind, das bereits mit zehn Jahren öffentlich auftrat. Sein erstes eigenes Konzert gab er im Jahr 1847. Neben seinem Bestreben, in seiner Heimatstadt als exzellenter Pianist anerkannt zu werden, begann er zu komponieren. Während seiner ersten großen Konzertreise im Jahr 1852 lernte er den berühmten Geiger Joseph Joachim (1831-1907) kennen. Ein Empfehlungsschreiben Joachims, der ein treuer Freund Brahms' werden sollte, führte ihn zu Franz Liszt und im Jahr 1853 zu Robert und Clara Schumann, um sich von diesen eine Beurteilung seiner Fähigkeiten als Komponist einzuholen. Hieraus sollte sich eine lebenslange tiefe Freundschaft - ja Liebe - zu der begnadeten Pianistin entwickeln. Robert Schumann, der Brahms' Talent sofort erkannte ("Da ist jemand gekommen, von dem werden wir alle Wunderdinge erleben."), trug entscheidend zu dessen künstlerischer Förderung bei, indem er einen begeisterten Artikel in einer Fachzeitschrift veröffentlichte und einen Verleger für Brahms' Werke fand. Mit Ausnahme der Oper hat Johannes Brahms alle Arten der Instrumental- und Vokalmusik gepflegt, wobei er sich vornehmlich künstlerisch mit den Werken Beethovens und Bachs auseinandersetzte. Seine Hinterlassenschaft besteht in einer Fülle meisterlicher Kompositionen voll Innigkeit, Phantasie, Kraft und großen Formen. "In seinem Werk bewahrt Brahms einerseits das klassische Erbe, und andererseits weist er weit in die Zukunft.", so Korff. "Im Gegensatz zu den 'Neudeutschen' [Wagner, Liszt, Berlioz], die nach dem Modernen streben, bemüht er sich um eine Musik, die gleichsam 'dauerhaft', dem historischen Wandel entzogen ist." Chronologisch rollt der Autor den Aufstieg dieses sicherlich nicht immer ganz einfach zu handhabenden Charakters - Brahms selbst hält sich für gegensätzlich und spricht von zwei Seiten in seinem Wesen - vor dem Leser aus: vom begnadeten Wunderkind, den anfänglich nicht ganz einfachen Jahren in seiner Heimatstadt Hamburg und seinem Drang nach Etablierung, dem Wirken als Dirigent und Pianist, dem Privatleben, dem Verhältnis zu anderen bedeutenden Komponisten der Zeit bis zu seiner Etablierung und dem Zenit seines Ruhmes in Wien; vom Bewohner des armseligen Hamburger "Gängeviertels" zur Elite der großbürgerlichen Welt Wiens. Am Ende seines Lebens gehörte Brahms zu den berühmtesten Komponisten seiner Zeit. Doch nicht nur den Lebensweg dieses großen Komponisten und Klaviervirtuosen zeichnet Korff detailgenau nach, sondern er bietet einen, für den musikwissenschaftlich nicht vorgebildeten Leser vielleicht überfordernden, Einblick in Brahms' Schaffen und eine Einführung in seine musikalischen Werke, die relativ tiefgehend musikhistorisch und -wissenschaftlich analysiert und teilweise Satz für Satz besprochen werden. Doch interessant ist es allemal zu erfahren, wie langwierig zum Beispiel die Entstehungsgeschichte der 1. Sinfonie war. Detailgenau nimmt Korff den Leser mit auf diesem schwierigen Weg bis zur "Geburt". Trotzdem ist diese Biografie über einen Mann, der u. a. Werke wie "Ein Deutsche Requiem, op. 45", vier großartige Sinfonien (op. 68, 73, 90 und 98), aber auch wunderschöne, fast volksliedhaft anmutende Lieder hinterlassen hat, problemlos lesbar und regt an, sich noch tiefgehender mit diesem "Lamm mit der Löwenmähne" zu beschäftigen. Auf jeden Fall animiert es, dessen wunderbare Musik zu hören, zu genießen und vielleicht auch zu verstehen. Fazit: Nach dieser Lektüre hört man Brahms Musik mit anderen Ohren, ja allen Sinnen. Genau so kann und soll die Darstellung von Musikhistorie auf populär verständlichem Niveau funktionieren.

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