Mamadou Oury Balde

 3.8 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Foutah Djallon.

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Cover des Buches Foutah Djallon (ISBN: 9783741289187)

Foutah Djallon

 (4)
Erschienen am 18.06.2019

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Rezension zu "Foutah Djallon" von Mamadou Oury Balde

Kochen mit viel Abwechslung in authentischer Atmosphäre
Hilou81vor einem Monat

Zum Inhalt:

Die Autoren Mamadou Oury Balde, Carla Behringer und Eva Behringer haben die Küche Westafrikas in einem unglaublich tollen und liebevoll gestalteten Kochbuch eingefangen und gaben ihm den Titel "Foutah Djallon", den Namen des Berglandes in Guinea. In einem auffällig gelben Hardcover mit unscheinbarem afrikanischem Motiv verbergen sich 77 traditionelle wie auch neuinterpretierte Rezepte, die gepaart mit eindrucksvollen Fotos aus der Region uns geistig direkt dorthin befördern, was ganz besonders durch einige auserwählte Musikempfehlungen verstärkt wird. 


Meine Leseerfahrung:

Dieses Kochbuch ist abgesehen vom auffallenden gelben Cover sehr zurückhaltend   gestaltet worden, beeindruckt aber mit sehr authentischen Fotos und ebenso authentischen Rezepten, die samt persönlichen Eindrücken der Autoren präsentiert werden. Da ich ein absoluter Neuling bin, was westafrikanische Küche anbelangt, war ich sehr dankbar über die 2 Seiten vorab, in denen Erklärungen zu den traditionellen Zutaten, die oft in den folgenden Rezepten vorkommen, geliefert werden, damit man zunächst einmal eine gute Vorstellung von dem bekommt, was man beim Kochen verarbeiten wird. 


Die Rezepte selbst sind unkompliziert erklärt und einfach nachzukochen, wobei ich die Menge mancher Zutaten, wie Erdnussbutter für uns persönlich reduzieren musste und bei einigen Rezepten daher Schwierigkeiten hatte, die entsprechende Konsistenz richtig hinzubekommen, wie zB beim traditionellen Maffe Tiga. Aber die Übung macht es, und für die ersten Male waren die Gerichte absolut gelungen. Zudem habe ich noch viele Experimente vor mir, denn "Foutah Djallon" beginnt mit Streetfood und Snacks sowie Suppen, von denen ich allgemein ein großer Fan bin und schon Einiges ausprobiert habe. (Unser Favorit ist hier ganz klar die guineische Süßkartoffelsuppe.) Dann sind viele Fleisch- und Fischgerichte enthalten. Den Abschluss bilden Salate, Beilagen, Dips und Desserts sowie Heiß-und Kaltgetränke. Für jeden ist was dabei, insbesondere auch für Vegetarier. 


Besonders gut gefallen hat mir auch der übersichtliche Aufbau des gesamten Inhalts und die Musiktipps zwischendurch. So habe ich neue Songs auf meine Playlist aufgenommen und konnte beim Kochen in die richtige Stimmung kommen. Auch die kurzen und knappen Leseabschnitte zur Kultur und Region Westafrikas waren sehr lesenswert.


Fazit:

"Foutah Djallon" bietet eindrucksvoll zusammen gestellte Rezepte und eine einzigartige authentische Atmosphäre zum Kochen für daheim. Sowohl Afrika-Begeisterte als auch neugierige Köche, die nach Abwechslung und neuen Herausforderungen suchen, werden große Freude mit diesem Kochbuch haben.


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Rezension zu "Foutah Djallon" von Mamadou Oury Balde

Traditionelle Gerichte Westafrikas - probieren lohnt sich
buchstabentraeumerinvor 3 Monaten

Foutah Djallon, so heißt das bis 1537 Meter hohe Bergland im Westen von Guinea, Afrika. Von dort stammen die Gerichte, die in diesem gleichnamigen Kochbuch von Mamadou Oury Balde, Eva Behringer und Carla Behringer vorgestellt werden. Die Autoren begeben sich auf eine „kulinarische Reise durch Westafrika“ und zeigen in „FOUTAH DJALLON“ sowohl traditionelle Familiengerichte als auch etwas spielerische Varianten. Ich habe mir ein paar der Rezepte geschnappt und erzähle euch hier, was ihr in diesem Kochbuch erwarten könnt und natürlich auch, wie das Essen geschmeckt hat.

„FOUTAH DJALLON“ kann man nicht übersehen. Das Gelb des Covers ist unglaublich strahlend und versprüht unmittelbar gute Laune – es macht sich sehr gut in der Küche und sollte am besten gar nicht erst im Regal verstaut werden. Auch die Aufmachung im Inneren hat mich überzeugt, denn hier findet der Leser nicht nur die eigentlichen Rezepte, sondern einen Einblick in das Leben und die Kultur Westafrikas. Im Vorwort wird in einem geradezu märchenhaftem Ton von dem Entstehungsprozess des Kochbuches erzählt – von den kulinarischen Erlebnissen, die die Autoren inspiriert haben. Es folgt ein Gedicht an das Bergland Foutah Djallon, an die Natur, an die Schöpfung: „…es hieß, Du seiest der Wasserturm des Westens, die Quelle, aus dem all Leben entsprang“. Man spürt sofort, dass es sich hierbei um ein ganz persönliches Projekt handelt, ein Herzensprojekt. Und das sieht man den weiteren Seiten auch an.

Eine Vielzahl an Fotos aus Guinea ergänzen die Rezepte. Teilweise sieht man, wie Zutaten getrocknet werden, um anschließend in genau dem Rezept verarbeitet zu werden, das auf der nächsten Seite abgebildet ist. Diese kleinen Details sind wundervoll und wecken die Lust, ebenfalls loszulegen.

Die Rezepte weisen eine recht große Bandbreite auf, es gibt neben neben vielen traditionellen Gerichten auch zahlreiche vegetarische und auch vegane Rezepte. Apropos traditionelle Zutaten, auf einer Doppelseite werden diese kurz vorgestellt und es gibt Tipps, wo sie bei uns in Deutschland erhältlich sind. Maniokwurzeln, Fonio und Kochbananen zum Beispiel. Wer einen gut sortierten Asia oder Afrika Shop in seiner Nähe hat, sollte keine Schwierigkeiten haben, alle Zutaten zu finden.

Den Auftakt machen Rezepte für Streetfood und Snacks, dann folgen Suppen, Hauptgerichte, Fisch und Meeresfrüchte, Salate, Beilagen und Dipps sowie natürlich Süßes. Mein kleines Highlight waren jedoch die Rezepte für Heiß- und Kaltgetränke, denn die sind teils wirklich aufregend. Ein traditioneller Affenbrotbaumfrucht Milchshake zum Beispiel. Ich habe mich an einem Kochbananen-Burger mit Avocado und gegrilltem Mais versucht – sehr lecker und gelingt zu hundert Prozent! Auch der Papaya-Mango-Avocado Salat mit frischem Joghurt-Dressing hat sehr gut geschmeckt.

Lediglich beim Versuch, Süßkartoffeln, Kochbanane und Maniok in Erdnusssoße zu kochen bin ich entweder an meine Grenzen gestoßen oder das Rezept ist schlicht nicht ganz mein Fall. Die Soße war sehr mächtig und das Gemüse schmeckte man kaum durch den intensiven Geschmack der Erdnuss hindurch. Doch als echter Erdnussmus-Fan gebe ich nicht so schnell auf und probiere es definitiv erneut oder mit einem anderen Rezept, das Erdnussmus enthält.

Lediglich zwei Dinge gefielen mir nicht ganz so gut. Zum einen werden in sehr vielen Rezepten das Gemüse oder die Beilage frittiert. Das trifft meinen persönlichen Geschmack schlicht nicht. Weiterhin wird explizit Palmöl für einige Rezepte benötigt. Angesichts der Tatsache, dass Palmöl-Plantagen die Regenwälder zerstören, finde ich es sehr grenzwertig, diese Zutat in einem modernen Kochbuch aufzuführen. Natürlich handelt es sich hierbei um eine traditionelle guineische Zutat, doch sollte man dennoch die aktuelle Lage der Welt berücksichtigen und auf Palmöl verzichten.

Süß sind hingegen die zahlreichen Musiktipps, die bei einigen Rezepten genannt werden. Man bekommt sofort Lust, das Lied einzuschalten und es beim Kochen zu hören. Diese kleine Aufmerksamkeit katapultiert einen schon vor dem Essen nach Westafrika.

Ein authentisches Kochbuch, das Leben und traditionelle, kulinarische Genüsse Westafrikas in Bildern und leckeren Rezepten einfängt. Allen, die gerne mit ungewöhnlichen Zutaten experimentieren und nichts gegen teils mächtige und/oder frittierte Gerichte haben, kann ich das Kochbuch empfehlen. 

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Rezension zu "Foutah Djallon" von Mamadou Oury Balde

Das andere Kochbuch
Meinbuecherregalvor 3 Monaten

Dieses Buch (mit dem für mich unaussprechlichen Namen) ist in meinen Augen etwas ganz besonderes.

🟡

Es ist ein anderes Kochbuch und sticht einfach aus dem Einheitsbrei hervor.

Es gibt nämlich richtig viele Kochbücher mit total ähnlichen Rezepten. Dieses ist anders.

🟡

Aus diesem Kochbuch kannte ich kein einziges Rezept.

Alles neue Ideen und Geschmacksrichtungen.

🟡

Ob ich alle ausprobieren werde?

Ganz ehrlich.... das weiß ich nicht... finde ich aber gar nicht schlimm, da ich noch nie alle Rezepte aus irgendeinem Kochbuch nachgekocht habe.

🟡

In diesem Buch gibt es über 70 Rezepte in 7 Kapitel aufgeteilt.

Snacks, Hauptgerichte, Salate, Getränke... alles dabei.

🟡

Ich taste mich langsam heran... es gab schon Salat und Muffins ( sehr lecker) aber das ist auch völlig in Ordnung.

Hier gibt es noch viel zu entdecken und darüber freue ich mich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Buch langweilig wird.

🟡

Hier zwei Beispiele:

Die Einführung in dieses Buch... das Vorwort ist allein schon mehrere Seiten lang... und man taucht in diese unbekannte Welt ein... konnte mir die Atmosphäre richtig schön vorstellen. Auch bei vielen Rezepten findet man den ein oder anderen Textschnipsel, der zu dieser besonderen Stimmung beiträgt.

Oder hier das andere Beispiel.

Ich war noch nie in einem AfrikaShop ... aber den wird es wohl irgendwo in meiner Nähe geben... in diesem Buch gibt es Zutaten... die kenne ich gar nicht... die möchte ich nicht nur im Internet bestellen... die möchte ich gerne mal direkt kaufen... und auf diesen Ausflug freue ich mich schon. Ein Rezept raussuchen. Losfahren. Einkaufen und Kochen.

Mal eine ganz andere Art einen Ausflug zu unternehmen. Mal nicht ins Kino oder 0815 Restaurant.

Mehr wie Urlaub von zu Hause.

🟡

Also guckt bei @foutah.djallon vorbei.

Ich werde jetzt weiter in diesem Buch schmökern.

🟡

Vielen Dank an #foutahdjallonkochbuch und @booksondemand 

Werbung #kochbuch #westafrika #rezepte

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