Mandy Hubbard Ripple

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Inhaltsangabe zu „Ripple“ von Mandy Hubbard

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  • Rezension zu "Ripple" von Mandy Hubbard

    Ripple
    books_and_senses

    books_and_senses

    08. December 2012 um 17:06

    Um es gleich zu Beginn zu sagen: Ripple ist kein einfaches Buch. Die Sprache ist einfach zu verstehen, das ist gar kein Problem, aber die Stimmung des Buches ist manchmal doch sehr erdrückend. In Ripple habe ich Lexi als einen gespaltenen und gequälten Charakter kennengelernt. Sie denkt, sie ist für eine Tragödie, die ihres und ein anderes Leben betrifft, verantwortlich und führt deshalb seit zwei Jahren ein sehr abgeschottetes und einsames Leben, womit sie nicht glücklich ist. Ihren schlechten Zustand kann man aus jeder Zeile herauslesen und ich war beim Lesen schlichtweg deprimiert. Ich bin ein Mensch, der gerne lacht und deswegen kam ich zunächst gar nicht mit dem Buch klar. Im Laufe der Zeit ist mir Lexi dann aber richtig ans Herz gewachsen, weswegen ich nicht mehr aufhören konnte, zu lesen. Lexi’s Problem ist einerseits ihr Schuldgefühl, andererseits aber auch die Unsicherheit über ihre Person selbst. Sie weiß, dass sie nicht „normal“ ist, wer sonst muss wie sie nicht schlafen, aber stattdessen jede Nacht in eiskaltem Wasser schwimmen? Die einzige Person, die ihr dabei helfen könnte, ist tot. Lexi’s Mutter starb unter sehr mysteriösen Umständen und weil Lexi nicht versteht, warum ihre Mutter sterben musste, kann sie von dieser Geschichte auch nicht loslassen, was sie zusätzlich quält. Als sie dann erfährt wer und was sie ist, nimmt das ein Stück weit die Last von ihren Schultern, wirklich klar kommt sie damit aber nicht. Die düstere Atmosphäre zieht sich durch das ganze Buch und die dunkle Stimmung spiegelt sich überall wieder. Lexi’s Umgebung scheint zu ihrem inneren Befinden zu passen. Das ändert sich auch nicht, als Lexi hinter ihre Vergangenheit und ihr Schicksal kommt und sich langsam Cole annähert, der im Gegensatz zu allen anderen, noch Interesse an ihr hat und ihr nicht vorwirft, an besagter Tragödie schuld zu sein. Cole mochte ich eigentlich von Anfang an, weil mir klar war, dass seine Gefühle für Lexi echt sind. Die beiden zusammen sind sehr, sagen wir mal spieziell, weil Lexi sich nicht gehen lassen kann und ständig ihren Fluch im Hinterkopf hat. Lexi schafft es nach zwei Jahren endlich, wieder Gefühle zuzulassen und kriecht aus ihrem Schneckenhaus. Viel Handlung gibt es nicht, dennoch entwickelt sich die Beziehung zwischen Lexi und Cole in einem angemessenen Tempo, obwohl Lexi Bedenken hat, denn wenn Cole erfahren würde, was sie ist, dann hätten die beiden keine Zukunft mehr. Das Glück derbeiden währt nicht lange, als ein weiterer Charakter auftritt, der sagt, er könne Lexi von ihrem Fluch befreien und Lexi eine schwere Entscheidung treffen muss. Nicht die Spannung steht dabei im Vordergrund, sondern die Emotionen und Lexi’s Veränderung. Was daraufhin folgt, ist eine erneute innere Zerissenheit Lexi’s, und eine Story, die kein Happy End zu bekommen scheint. Ich wusste zu keiner Sekunde wie das Buch wohl ausgehen würde. Das Ende war für mich dann umso überraschender, aber natürlich auch nicht gänzlich fernab von Klischees. Die Auflösung ist zwar gut, allerdings etwas abrupt und mit einem feinen bitteren Nachgeschmack. Da es sich bei Ripple um einen Einzelband handelt, ist die Geschichte in sich abgeschlossen und es bleiben keine offenen Fragen. Das Thema Sirenen ist mir bisher in keinen Buch begegnet, aber ich finde, es wurde in Ripple sehr gut eingearbeitet, ohne dabei das Buch damit zu überladen. Fazit Man sollte von Ripple lieber die Finger lassen, wenn man schlecht Laune hat oder aufgeheitert werden will, denn in beiden Fällen würde Ripple die Situation nur schlimmer machen. Es ist melancholisch, traurig und emotional aufwühlend. Die Handlungsfülle hält sich in Grenzen, deswegen ist Ripple ein ganz gutes Buch für zwischendurch, bietet aber auch nur kurzweiligen „Lesespaß“. Keine Abenteuer, keine durchgehende Spannung, keine Heldin, die die Welt rettet; aber eine junge Frau, die wieder zur Liebe zum Leben und zu anderen Menschen zurückfindet und deren Gefühle das ganze Buch durchweg wirklich greifbar sind. Das „Happy-End“ ist nicht vollkommen, aber dennoch ein schöner Abschluss.

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  • Rezension zu "Ripple" von Mandy Hubbard

    Ripple
    Rabenfrau

    Rabenfrau

    08. October 2011 um 11:48

    Lexi ist verflucht. Vor zwei Jahren, an ihrem sechzehnten Geburtstag, änderte sich ihr Leben plötzlich von Grund auf. Denn an diesem Tag rief zum ersten Mal das Meer nach ihr, brachte sie dazu ein betörendes Lied zu singen und ihren Freund Steven zu ertränken. Seitdem ist nichts mehr wie es einmal war. In der Schule gilt Lexi als Außenseiterin, all ihre damaligen Freunde haben sich nach dem Vorfall am Strand gegen sie gewendet, allen voran ihre damals beste Freundin Sienna, Steven’s Schwester. Doch sie hat gelernt, damit zu leben. Jede Nacht fährt Lexi hinaus an einen einsamen See, um zu schwimmen. Denn gibt sie dem Ruf des Wassers nicht nach, werden die Schmerzen unerträglich. Doch auf einmal beginnt Cole, der beste Freund Steven’s, wieder mit Lexi zu reden. Entgegen ihrer eigenen Regeln, beginnt sie sich langsam wieder zu öffnen, und Gefühle zuzulassen. Aber kann eine Liebe zu einem Menschen überhaupt funktionieren? Mit dem Auftauchen von Erik ändert sich plötzlich alles… Hat Lexi tatsächlich die Chance auf ein normales Leben? Und wenn ja, zu welchem Preis? Mit „Ripple“ wagt sich die amerikanische Autorin Mandy Hubbard, Schöpferin von Werken wie „Prada & Prejudice“ und „You Wish„, zum ersten Mal in den Bereich der Romantic Fantasy vor und widmet sich einem zumindest auf dem deutschen Buchmarkt noch nicht allzu sehr präsenten Thema: Meerwesen. Lexi ist ein wunderbarer Charakter, den ich persönlich von der ersten Zeile an ins Herz geschlossen habe. Geschrieben aus der Perspektive dieses jungen Mädchens, schafft es die Autorin, Lexi’s Gefühlswelt mehr als glaubhaft darzustellen. Gefangen in ihrer eigenen kleinen Hölle, kämpft sie sich seit zwei Jahren durch das Leben, lässt all die Mobbing-Attacken ihrer ehemaligen Freunde klaglos über sich ergehen und muss mit den Schuldgefühlen leben, die sie seit jenem Abend am Strand tagtäglich heimsuchen. Einziger Lichtblick ist ihre Großmutter, die jedoch nicht weiß, dass Lexi seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihren Freunden hat. All dies lässt Lexi zunächst sehr düster erscheinen, sehr traurig, und doch so unglaublich real und greifbar. Als Cole plötzlich wieder anfängt mit Lexi zu sprechen, scheinen sich die Schatten, die sie umgeben, etwas zu lichten. Als Leser wird einem schnell klar, das Cole romantische Gefühle für Lexi hegt, und das obwohl Hubbard auf kitschig-romantische Formulierungen verzichtet. Mit dem Auftreten von Erik entwickelt sich die gesamte Geschichte zu einer Art Dreiecks-Geschichte. Unglaublich gutaussehend ist er sogleich ein wahrer Mädchenschwarm, und auch Lexi kann sich seiner Anziehungskraft nur schwer entziehen. Obwohl es sich hier eindeutig um Romantic Fantasy handelt, gelingt es Hubbard, die eigentliche Romanze unglaublich real darzustellen. Lexi’s Schicksal als Sirene ist stets präsent, doch Hauptaugenmerk wird ganz klar auf die Beziehung zwischen ihr, Cole und Erik, sowie die erneute Annäherung an Sienna. Über allem schwebt jedoch ständig ein Hauch von Gefahr und Magie. Hubbard’s wirklich fesselnden Schreibstil, der frei von blumigen und kitschigen Formulierungen ist, gelingt es „Ripple“ zu einem ungemein spannenden Buch zu machen. Lexi’s Geschichte fasziniert, vor allem auch, da sie nicht das kleine schwache Mädchen ist, das sich ohne die Dinge zu hinterfragen sofort in die Arme eines gutaussehenden jungen Mannes fallen lässt. Ihre Vergangenheit hat sie über Nacht erwachsen werden lassen, und genau das spürt man deutlich in jeder ihrer Handlungen. „Ripple“ ist definitiv eines meiner absoluten Highlights in diesem Jahr. Eine düstere und doch wunderschöne Geschichte, die von der ersten bis zur letzten Seite fesselt und begeistert. Voller Gefühl, gewürzt mit einer Prise Gefahr und versehen mit liebevoll ausgearbeiteten, glaubhaften Charakteren. Ein absolutes Muss!!

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