Manfred Böckl

 3.4 Sterne bei 72 Bewertungen
Autor von Agnes Bernauer, Die Bischöfin von Rom und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Manfred Böckl

Sortieren:
Buchformat:
Agnes Bernauer

Agnes Bernauer

 (11)
Erschienen am 12.01.2017
Die Bischöfin von Rom

Die Bischöfin von Rom

 (9)
Erschienen am 01.01.2006
Merlin. Der Druide von Camelot

Merlin. Der Druide von Camelot

 (6)
Erschienen am 18.06.2007
Der Bayerische Hiasl

Der Bayerische Hiasl

 (4)
Erschienen am 16.08.2012
Die Hexe soll brennen

Die Hexe soll brennen

 (2)
Erschienen am 21.08.2003
Die letzte Königin der Kelten

Die letzte Königin der Kelten

 (3)
Erschienen am 11.03.2005

Interview mit Manfred Böckl

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Ich schreibe seit meiner Jugend; das erste (unveröffentlichte) Romanmanuskript schaffte ich mit 14 Jahren. Meine ersten Buchveröffentlichung hatte ich als Student im Selbstverlag. Mit 27 Jahren startete ich dann als freier Schriftsteller durch; den ersten Verlagskontakt vermittelte mir ein älterer Kollege und Freund. Seitdem habe ich circa 80 Romane und Sachbücher in etwa 20 Verlagen publiziert.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Schon lange keiner mehr; da bin ich viel zu eigenständig.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Hauptsächlich durch die Beschäftigung mit der deutschen und europäischen Geschichte.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Durch Lesungen und durch das Beantworten der vielen Mails, die ich bekomme.

Wann und was liest Du selbst?

Da ich als Berufsautor sehr viel schreibe, komme ich selten zum Lesen. Wenn, dann lese ich am liebsten alte Bücher. Denn ich habe das Gefühl, daß die literarische Qualität früher besser war als heutzutage.

Neue Rezensionen zu Manfred Böckl

Neu
Rissas avatar

Rezension zu "Die Piratin" von Manfred Böckl

Was war das denn?
Rissavor 4 Jahren

Inhalt
1599 auf Schloss Carrigahowly auf der Insel Clare: Grainne O’Malley, die berühmte und berüchtigte irische Piratin, ist gestorben. Neun Weggefährten der Frau treffen hier zusammen, um ihrer zu gedenken und um ihr Leben und ihren Tod zu feiern. Als Nachruf erzählt jeder der Männer eine Episode aus seinem Leben, in der Grainne eine wichtige Rolle gespielt hat, egal ob im positiven oder negativen Sinn. Zu Wort kommen Söhne und Bruder, Freunde und Mannschaftsmitglieder, aber auch Feinde der Piratin. Und nach jeder Erzählung wird ein Band, das die Männer mit Grainne verknüpft, der Piratin zurückgegeben…

Meine Meinung
Grainne O’Malley, auch Grace O’Malley oder Granuaille genannt, ist eine historische Persönlichkeit. Dennoch zögere ich, dieses Buch als biografischen Roman zu bezeichnen, zu übertrieben erscheinen mir so manche Darstellungen. Einige der beschriebenen Weggefährten scheinen zudem der Fantasie des Autors entsprungen zu sein, da sich ihr Leben in Biografien anders darstellt. So hat Grainne wahrscheinlich beide Ehemänner überlebt, und einen Sohn namens Padraic konnte ich auch nirgends finden. Auf ein erklärendes Nachwort, in dem hierauf Bezug genommen worden sein könnte, wird leider verzichtet. Nur in einigen wenigen Fällen klären Fußnoten darüber auf, dass eine Begebenheit tatsächlich so überliefert ist. Leider fehlen auch hier Quellenangaben.
Die beschriebenen Episoden fand ich größtenteils nicht sehr überzeugend in ihrer Darstellung. Warum die Wahl gerade auf diese gefallen ist, erschließt sich mir nicht, denn einige fand ich einfach nur langweilig. Möglicherweise handelt es sich aber gerade bei diesen um überlieferte Geschichten. Hier hätte ich einfach mehr erwartet, das Leben der Piratin hätte viel mehr hergegeben, aber einige wichtige Details ihrer Biografie, zum Beispiel ihre Zeit in englischer Gefangenschaft, wurden nicht einmal in einem Nebensatz erwähnt.
Der Erzählstil sagt mir auch nicht sonderlich zu. Hier sind mindestens angetrunkene, zum Teil aber wohl ziemlich besoffene Männer dabei, ihr jeweiliges denkwürdiges Erlebnis mit Grainne zu beschreiben. Diese Szenen sind teilweise einfach nur übertrieben geschildert, einige fand ich aber auch nur auf eine lächerliche Weise beschrieben. Einige der Weggefährten versuchen während der Erzählung, sich selbst ins rechte Licht zu rücken, machen sich dadurch aber auch einfach nur lächerlich. Wenn man in einer Episode außerdem auf fast jeder Seite einmal “Ich, Sir Henry Sidney” lesen muss, ist dies auch ziemlich ermüdend. Über Verluste an Menschenleben wird genauso wenig ein Wort verloren wie über weitere Gefühle. Grainne selbst wird als extrem unsympathische, übermenschlich starke, überhebliche, dabei aber recht naive Person dargestellt, die tut, was sie will, egal, wie sehr sie dabei lügt und wer zu Schaden kommt. Es kann ja sein, dass sie wirklich so war, durch die Art der Beschreibung wirkt sie aber wie eine Karikatur, so dass ich sie nicht ernst nehmen konnte.
Die Szenen zwischen den einzelnen Kapiteln fand ich zum Teil eher unappetitlich, liegt doch die Leiche auf dem Tisch direkt neben dem Essen. Auf einige Beschreibungen hätte ich gut verzichten können.

Anmerkung
Der Roman ist auch unter dem Titel Die neun Leben der Grainne O’Malley erschienen.

Fazit
Als biografischen Roman über Graine O’Malley eher nicht zu gebrauchen, eher als reine Unterhaltungslektüre, sofern einem der übertriebene Erzählstil zusagt – mein Fall war er nicht. Wer mehr über die irische Piratin erfahren möchte, sollte wohl eher zu anderen Romanen greifen.

Kommentieren0
5
Teilen
Girdies avatar

Rezension zu "Der Bayerische Hiasl" von Manfred Böckl

Das Leben des Matthäus Klostermayr
Girdievor 4 Jahren

Der historische Roman „Der Bayerische Hiasl“ von Manfred Böckl ist als Taschenbuch im Sutton Verlag erschienen und umfasst 347 Seiten inklusive Prolog, 25 Kapiteln, Epilog und Glossar. Der Autor erzählt entsprechend dem Untertitel „Das abenteuerliche Leben des Matthäus Klostermayr“, kurz Hiasl oder auch nach seinem Elternhaus „Brentan-Hiasl“ genannt. So teilt sich der Roman einerseits in die Beschreibung des Kindes und Jugendlichen als Sohn eines Gemeindehirten und andererseits in die Erzählung wie Hiasl zum Wildschützen und Vogelfreien wurde. Auf dem Cover ist der Protagonisten mit seinem Hund abgebildet, basierend auf einem zeitgenössischen Kupferstich. Im Glossar findet sich eine ganze Anzahl Erklärungen zu speziell im bayrischen benutzten sowie altertümlichen Bezeichnungen. Das Verzeichnis hätte aber noch ausführlicher sein können.

Matthäus Klostermayr, der „Hiasl“ wurde 1736 in Kissing (Bayern) geboren. Sein Vater war Gemeindehirte und half im Herbst und Winter einem befreundeten Herrschaftsjäger, der in Diensten der Jesuiten der Hofmark Kissing stand, bei der Jagd. Bereits als Kind erfuhr der Hiasl so, dass die Jagd sehr nützlich sein kann, denn auch der Jäger erhält in der Regel ein Stück der Beute für sich. Für seine Hilfe im Elternhaus erlaubt ihm der Vater ihn und seinen Freund zu begleiten. Er hat Talent und wird schnell durch seine präzisen Schüsse und seine Jagdmethoden bekannt, so dass er aufgrund der Fürsprache des Herrschaftsjägers mit 16 Jahren zum Klosterjäger und Gutsknecht vom Schlossgut Mergenthau wird. Dort wird er aber aufgrund eines groben Scherzes, den er sich mit einem Pater erlaubt nach zweieinhalb Jahren entlassen und die Jagd wird ihm untersagt. Er findet eine Anstellung als Knecht bei einem Großbauern mit dem er aber in Streit gerät nachdem er mit dessen einziger Tochter und Gutserbin ein Verhältnis begonnen und sie schließlich geschwängert hat. Von Werbern des bayrischen Kurfürsten wird er durch einen Trick zur Armee verpflichtet, kann jedoch nach kurzer Zeit bereits fliehen. So beginnt das Leben als Vogelfreier und die Verfolgung des Matthäus Klostermayr. Immer wieder entzieht sich Hiasl seinen Häschern, oft sogar sehr knapp. In einer Wildererbande, der er sich zunächst anschließt, kommt es zum Streit mit dem Anführer. Doch nach einiger Zeit, die er alleine jagend verbringt, beschließt er eine eigene Bande aufzubauen, der sich immer mehr Wilderer anschließen. Doch es bleibt nicht bei der Wilderei, sondern die Bande verfolgt auch jede Verleumdung gegen eines der Mitglieder, bis dass es schließlich zum Mord kommt. Da es sich um die Darstellung einer historisch verbürgten Person handelt, ist das Ende unabänderlich.

Manfred Böckl hat mit dieser Geschichte einen historischen Hintergrund mit seiner Fantasie sehr schön ausgeschmückt. Die ans Moderne angepasste, manchmal deftige Sprache liest sich flüssig. Den Hiasl als Kind stellt der Autor aufgeschlossen, aber als richtigen Lausbub dar. Obwohl er im Laufe der Zeit sich einiger Vergehen schuldig macht, wird er ausschließlich als Opfer der Obrigkeit dargestellt. Adel und Staatsverwalter, vor allem aber den Klerus dagegen stellt der Autor nahezu ohne Ausnahme im negativen Licht dar. Dies ist der dichterischen Freiheit geschuldet. Dadurch bleibt der Protagonist dem Leser auch stets sympathisch. Tatsächlich war der Hiasl auch zu seiner Zeit beliebt, vor allem bei den Bauern, denen er auf Wunsch dabei half, Wildtiere wie zum Beispiel Wildschweine, die die Felder verwüsteten, zu jagen, die die Obrigkeiten gern als schmackhaften Braten auf ihrem Teller sahen. Insgesamt lässt der Autor ein buntes Bild der damaligen Zeit unter Schilderung der Lebensumstände der einfachen Bevölkerung entstehen.

Kommentieren0
1
Teilen
tasmanischer-teufels avatar

Rezension zu "Der Bayerische Hiasl" von Manfred Böckl

Rezension zu "Der Bayerische Hiasl" von Manfred Böckl
tasmanischer-teufelvor 6 Jahren

Die Rezension ist unter
http://pudelmuetzes-buecherwelten.de
zu lesen. Ich bin der tasmanische Teufel

Kommentieren0
2
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 140 Bibliotheken

auf 13 Wunschlisten

von 3 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks